Samstag, 22. Januar 2022

[Buchvorstellung einmal anders] Soultaker - Die zwei Seiten der Gabe von Christiane Grünberg

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Alex, Sam, Irina, Michael und Loki aus „Soultaker: Die zwei Seiten der Gabe“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Irina: Wir bedanken uns auch ganz herzlichst, wir haben Dir sogar etwas mitgebracht. Selbstgemachter Apfel-Rotweinlikor, ich hoffe du magst ihn ;-)
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Loki: Wir gehören einer Gruppe namens White Taker an und leben in Hamburg. Wir besitzen alle eine Gabe, die es uns ermöglicht die Lebensenergie von anderen Menschen zu manipulieren. Noch aus dem Mittelalter tragen wir die Bezeichnung Soultaker, dennoch sind wir keine Dämonen oder ähnliches. Wir nutzen unsere Kräfte für das Gute, um Kriminelle zu überführen und die Welt ein bisschen sicherer zu machen. Aber die Gesellschaft weiß nichts von uns.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Michael: Wir beginnen die Geschichte mit Alexandra und erzählen, wie sie durch einen Überfall ihre düstere Gabe entdeckt hat. Wir nahmen sie bei uns auf, um ihr zu helfen die Kräfte zu trainieren. Doch dafür musste sie ihr altes Leben aufgeben und auch ihr große Liebe André, denn die Welt der Soultaker hat so einige düstere Geheimnisse zu bieten.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Alex: Ja, so eine kleine sadistische Ader hat sie bestimmt. Aber wir glauben die Leser erwarten auch nichts anderes. Es ist schon sehr erschreckend, wie das eigene Leben sich plötzlich wie ein aufregender Fantasyfilm anfühlt...
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Irina: Ach, die Aufnahmezeremonie von Alex war eine schöne Party.
Michael: Ja, da kann ich nur zustimmen.
Loki: Als Alex ihre Kräfte zeigt und beweist, welche unvorstellbare Macht in ihr wohnt. Da war ich sehr stolz auf sie.
Sam: Für mich gibt es einige denkwürdige Momente ... ich hoffe Alex sieht es ähnlich...
Alex: In meinem Kopf herrscht immer noch das reinste Chaos ... aber ja Sam ... die Momente mir Dir gehen mir auch nicht mehr aus dem Kopf.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Alex: Also oft haben wir eine ähnliche Denkweise, jedenfalls was das hinterfragen unserer Handlungen betrifft. Manchmal merkt man auch, dass sie selber gerne mal in so einer großen chaotischen WG wie bei den White Takern gelebt hätte.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Ein lebensfroher und kreativer Mensch mit vielen Ideen und Träumen. Ihre Begeisterungsfähigkeit kann schon mal anstecken, manchmal muss man sie aber auch bremsen ;-)
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Wir haben ihn sozusagen vorgegeben. Immerhin sind wir die Soultaker und alles in dem Buch dreht sich um unsere Gabe, das stand von vornerein fest.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Sam: „Das Cover von Band 1 gefällt uns sehr. Hamburg spielt eine wichtige Rolle und sollte auf jeden Fall dem Betrachter ins Auge fallen. Natürlich wäre ein echtes Foto von Alex viel cooler gewesen, aber sie hat sie geweigert.“
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Sam: „Ach, macht nichts, Dein Gemurmel im Schlaf war sowieso interessanter für uns.“
Lachen in der Runde - Alex schüttelt etwas verlegen den Kopf.
Danke für das Gespräch
Wir bedanken uns auch, es hat sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns, wenn Du uns das nächste Mal besuchen kommst.

[Autoreninterview] Christiane Grünberg

Autoreninterview
Christiane Grünberg

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Christiane, 38 Jahre alt und wohne mit meiner Familie in der Lüneburger Heide. Ich bin großer Fantasy und Marvel Fan, die fantastische Welt ist wie mein zweites zu Hause. Ansonsten liebe ich es mit meinem Mann und meinen Kindern im Garten zu werkeln, Gemüse anzubauen und die Ferienparks von Deutschland zu erkunden.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Schon in der 5. Klasse begann ich kleine Kurzgeschichten zu schreiben. Meistens Grusel- Stories in denen ich meine Klassenkameraden oder Lehrer auf die Schippe genommen habe. Später schrieb ich Fan Fiction zu Star Trek und Akte X. Erst vor 10 Jahren habe ich begonnen an einem richtigen eigenen Roman zu schreiben (unabhängig von Serien oder Filmen).
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mein erster eigenständiger Roman, den ich veröffentlicht habe, war „Soultaker - Die zwei Seiten der Gabe“. Erst im Selfpublishing (2018) und 2021 dann im Plattini Verlag. Im Oktober 2021 folgte auch Band 2 „Soultaker - Die zwei Seiten der Liebe“. In dieser Buchreihe geht es um eine junge Frau namens Alexandra, die eine düstere Gabe bei sich entdeckt. Sie ist ein Soultaker und kann anderen Menschen die Lebensenergie entziehen. Damit muss sie ihr altes Leben aufgeben und sich ihrem neuen Schicksal stellen.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Noch arbeite ich an Band 4 „Soultaker - Die zwei Seiten des Schicksals“. Aber danach möchte ich mal ein Fantasy Kinderbuch schreiben.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Lesen, E-Piano spielen, Lasertag, Volleyball, Badminton, Brettspiele und Zeit mit meiner Familie im Freien verbringen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Meine Lieblingsreihe ist die „Gilde der Jäger“ von Nalini Singh. Diese Reihe könnt ich immer wieder lesen, weil ich die Story und die Charaktere einfach so toll finde.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich habe ein eigenes schönes, manchmal etwas zugestelltes Arbeitszimmer mit vielen Büchern. Hier kann ich meiner Fantasie freien Laufen lassen. Aber ab und zu arbeite ich auch gerne auf der Terrasse im Garten.
 
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
In der ersten Stunde des Tages heißt es erstmal aufstehen, wach werden und die Kids versorgen. Sind diese im Kindergarten sowie in der Schule, schnappe ich mir eine Tasse Tee und gehe in mein Arbeitszimmer. Dann heißt es schreiben, surfen und Ideen entwickeln. Ab Mittags steht der Haushalt auf dem Plan. Der Nachmittag gehört dann meinen Kindern und der Abend meinem Ehemann ;-)
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beides ganz klar Fantasy. Dort fühle ich mich am wohlsten. Früher habe ich auch gerne mal Medizinthriller gelesen, jetzt aber vermehrt nur Fantasy, wobei Urban Fantasy mich am meisten reizt.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„Alles was wir brauchen ist Liebe. Ein bisschen Schokolade hier und da kann aber auch nicht schaden.“ – Charles M. Schulz
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Eigentlich nicht. Ich finde die Toskana toll, aber mache auch gerne Urlaub in Schweden. Selbst in Deutschland gibt es so viele schöne Gegenden und Städte. Das Gesamtpaket muss einfach stimmen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Kritik nehme ich mir immer sehr zu Herzen und sie beschäftigt mich meistens noch tagelang. Ich analysiere sie und überlege, ob ich in Zukunft etwas besser machen kann. Am liebsten diskutiere ich aber alles mit meinem Mann, er ist vom Charakter ganz anders als ich und kann mir noch mal neue Impulse geben.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Band 1 der Soultaker wurde 2018 zuerst als Selfpublishing veröffentlicht. Mir wurde dann aber 2020 das Angebot gemacht meine gesamte Soultakerreihe im Verlag zu veröffentlichen. Da man dann keine Kosten trägt wie Lektorat, Korrektorat, Cover usw. ist das für einen Autor schon mal eine schöne Sache, gerade am Anfang einer Autoren-Laufbahn. Allerdings ist man ziemlich fremdbestimmt und je nach Bekanntheit und Größe des Verlages kann das schon seine ganz eigenen Herausforderungen mit sich bringen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich würde mich freuen, wenn Ihr Euch die Welt der Soultaker einmal anschauen würdet. Sie erzählen Euch gerne ihre Geschichte. Vielleicht entdeckt Ihr den einen oder anderen Liebling?

Freitag, 21. Januar 2022

[Buchvorstellung einmal anders] Auf den Flügeln eines Schmetterlings - Geheimnisse des Wiesenreichs


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Balduin Rotschleif, Linus von Lieblich, Alby von Schwalbenschwanz und Marina Lauffein aus „Auf den Flügeln eines Schmetterlings – Geheimnisse des Wiesenreichs“ und deren Autorin Andrea Dejon.

Claudia: Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen? Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Balduin Rotschleif, Regenwurm – Berichterstatter vom Element Erde: „Da kann man sich in Gedanken durchfressen und völlig neue Perspektiven an Leben finden und das Staunen lernen.“
Linus von Lieblich, Schmetterling aus dem Stamm der Bläulinge, Chefredakteur als Luftikus: „Eis ist ein richtiger bunter Strauß an Einblicken in die Welt von uns Wiesenhelden. Und wer will, kann mit mir abheben.“
Alby von Schwalbenschwanz, Schwalbenschwanzraupe, berichtet über die gefährlichen, feurige Welt der Insekten und Spinnen: „Der Leser kann erfahren, welche Verteidigungsstrategien so manches wehrlos scheinende Tierchen sein eigen nennt, und wie oft ein kleiner Wiesenheld sein Leben riskiert, nur um seinen Job gut zu machen!“
Marina Lauffein, eine Bänderschnecke, zuständig für alles rund um das Wasser: „Hier könnt ihr erfahren, dass eine Wiese ein riesiger Spielplatz sein kann, auf der unglaublich tolle und talentierten Helfer von Mutter Natur zuhause sind. Sie sind zwar klein, aber fein!“
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
In eine schwierige Situation zu geraten, würde ich nicht quälen nennen. Es kommt einfach auf die Blickrichtung an. So könnte man sagen die Natur bringt beständig nur Leid hervor, ich würde es eher als kleine und große Abenteuer bezeichnen, was auch die Betrachtungsweisen meiner kleinen Figuren ist.
Jeder Stolperstein fordert uns heraus und auch meine kleine Helden – würden die realen Wiesenhelden ebenfalls erzählen können, würde sie gewiss noch von viel größeren Abenteuern und Gefahren zu berichten wissen.
Deshalb hab ich zum Buch zusätzlich auch einen Blog entworfen, wo noch mehr Tierchen „zu Wort“ kommen können. Es gibt in der Natur so viele Wiesenhelden, da würde kein Buch ausreichen.
Jeder „Reporter“ hat da seine eigenen Rubrik: https://wiesenhelden.jimdofree.com/abenteuer-blog-1/blog-2020/
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs vorstellen möchtet?
Balduin Rotschleif: „Beim Buddeln in der Erde habe ich den Notruf von Blattläusen empfangen und dann Bernadett Fliegfaul kennen gelernt. Ich war platt, dass so eine kleine Wiesenhelden-Rockerin unter ihrem braunen Glanzhülle Flügel zum Fliegen versteckt hat. Und was für zarte – sie sind extrem gefaltet und sehen aus wie ein kleiner Fächer.“
Linus von Lieblich: „Ach, das ist gar nicht so einfach. Ich hab so viele Tierchen kennen gelernt. Aber ich glaub der Grouve von Erik Trommelstark hat mich am meisten beeindruckt. Er hat gerade ein Trommelsolo gegeben, um ein Weibchen anzulocken. Diese Eichenschrecke müsst ihr echt kennen lernen.“
Alby von Schwalbenschwanz: „Ui, ich hab mir ganz schön die Füßchen wund gelaufen, vor allem als ich versucht hab den Goldlaufkäfer Hermann Edel einzuholen. Mich hat er beeindruckt, weil er so ziemlich überall herum krabbeln kann und seine Beute durchaus bis zu 8cm lang sein kann – er hat Schnecken zum Fressen gern.“
Marina Lauffein: „Ich war gerade so munter am Herumschleimern, da glaubte ich doch ein Feuer wäre auf der Wiese ausgebrochen – dicke Rauchschwaden sind über dem kleinen See aufgestiegen. Dabei war es nur ein Stelldichein von den Langbeinfliegen, die sich zu Millionen eingefunden hatten, um gemeinsam zu tanzen.“
Wie viel echte Andrea steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Jeder der vier trägt ein Teil von mir in sich. Aber die Raupe hat am meisten von mir. Sie ist unglaublich neugierig und wittert überall ein kleines Abenteuer.
Ansonsten hab ich darauf geachtet, dass der Charakter so angelegt ist, dass er zu der Tierart passt.
Wie würdet ihr als Hauptprotagonisten eure Autorin beschreiben?
Balduin Rotschleif: „Sie ist genauso feinfühlig und empfindsam wie ich.“
Linus von Lieblich: „In ihrer Fantasie fliegt sie gerne in einer solch bunten Duftwelt, in der ich fliegen und leben darf.“
Alby von Schwalbenschwanz: „Sie hält sie für recht taff, aber ich glaube, so mutig wie ich, ist sie nicht. Dennoch ist sie genauso wie ich stets auf der Suche nach Antworten. Sie will eben wissen, wie die Welt funktioniert. “
Marina Lauffein: „Mir wäre ihre Welt zu hektisch. Sie muss beständig immer wieder was neues Lernen. Ich geh da das Leben lieber ga-a-anz langsam an. Aber für einen Menschen ist sie recht biegsam in ihrem Denken.“
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr als Charaktere vielleicht sogar Mitspracherecht?
Balduin Rotschleif: „Also ich wollte auf keinen Fall auf die Titelseite, als Regenwurm bin ich eh nicht so hübsch wie ein Schmetterling. Und Menschen achten ja schließlich sehr auf die Optik.“
Linus von Lieblich: „Der Titel fiel der Autorin ein, nachdem sie mich beim Fliegen und Landen beobachtet hatte. Und da ich sowieso der Chefredakteur der Wiesenhelden bin, war klar, dass ich auf den Titel drauf musste.“
Alby von Schwalbenschwanz: „Fürs Titelbild sollte Linus oder ich poussieren. Aber als sich dann heraus stellte, dass im Titel Flügel vorkam, da war klar, dass es nur ein Schmetterling auf dem Umschlag sein durfte. Obwohl ich glaube, so eine taffe und schöne Raupe wie mich hätte sich auch gut vorne auf dem Buch gemacht.“
Marina Lauffein: „Nunja, wäre auch nicht schlecht gewesen, wenn mal eine Schnecke einen Schmetterling hätte ausstechen können, was die Schönheit betrifft. Denn wir Schnecken sind auch ein ganz besonderer Stamm unter den Wiesenhelden.“
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Alle: „Ja, das Cover ist schön geworden!“
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Balduin Rotschleif: „Mein eigener! - Was für ein Rhythmus, da kaut es sich gleich noch viel besser!“
Linus von Lieblich: „Der Spruch von Maurizio Klingfein: Meine Flötentöne sind so betörend schön, dass meine Zuhörer gar nicht anders können,als still dazusitzen und meiner Musik zu lauschen.“
Alby von Schwalbenschwanz: „Nachdem ich Tilly Betörendgut im Interview befragt habe, meinte sie: Jeder von uns ist ein Individualist. Wir kommen ganz gut allein klar, so etwas wie einen Staat brauchen wir nicht.“
Marina Lauffein: „Der Spruch von Alexander Haftfein: Ach, was so ein echter Superboy wie ich ist, der hat vor nichts Angst.“
Vielen Dank für das Gespräch

[Autoreninterview] Andrea Dejon

Autoreninterview
Andrea Dejon

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Andrea Dejon und arbeite als Theaterpädagogin, Musikerin und Autorin sowie Malerin. Als ein sehr neugieriger Mensch will ich wissen, wie die Welt funktioniert, und dies möglichst spielerisch an andere Menschen weitergeben. Dabei gibt es für mich kaum Grenzen, was die Möglichkeit etwas lernen und verstehen zu wollen betrifft – ob aus den Bereichen Naturwissenschaften, Archäologie, Sprache oder Technik etc. Und all das arbeite ich in meine Projekte und meine Geschichten mit ein.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Als ich als Kind die drei Fragezeichen gelesen hatte, war der Wunsch in mir erwacht Autorin werden zu wollen. Anfangs lief es gar nicht so gut bei der Umsetzung – irgendwie war ich in Mathe immer besser als in Deutsch. Selbst mein Lehrer meinte, ich solle doch bei den Naturwissenschaften bleiben. Aber da hat sich dann mein Dickkopf gemeldet und gemeint: viel lesen und viel üben!
Nachdem ich dann mit meinem Theater angefangen hatte, hab ich zuerst meine eigenen Geschichten umgesetzt und so wurde dann der Kindergarten-Fachverlag auf mich aufmerksam. Dann hab ich mir mehr Zeit zum Schreiben genommen und hab mich noch in weiteren Genre versucht und es begannen immer mehr Geschichten aus meiner Seele heraus zu sprudeln.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Die Buchprojekte aus dem Kindergartenfachverlag sind inzwischen vergriffen, ansonsten gibt es da den Krimi Scherbenspiel bei Edition Bärenklau (wegen Corona liegen zur Zeit dort noch einige Bücher auf Eis).
Sowie ein ganz besonderes Naturkundebuch: Auf den Flügeln eines Schmetterlings – unterstützt und finanziert vom saarländischen Umweltministerium.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, an meiner Fantasy-Story Traumfäden, Band 3 bis 5.
(Die ersten beiden hätten ursprünglich im Frühjahr und Herbst 2020 heraus kommen sollen.)
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Lesen! Recherchieren, tanzen und singen, aber auch raus in die Natur zum Spazierengehen und die Natur beobachten. - Je nachdem wie ich mich gerade fühle.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Die Bücher von Walter Moers finde ich super, aber auch Ralf Isau finde ich als Autor wunderbar. Die Geschichten mit Sherlock Holmes lese ich immer mal wieder gern. Ach ja, und Astrid Lindgrens Figuren fand ich immer so was von toll!
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Im Winter sitze ich am Laptop mit Ausblick auf eine karibische Insel mit Meerblick – eine bedruckte Decke hinter der ein Regal mit vielen Masken für mein Theater verborgen liegt.
Und im Sommer, bei schönem Wetter sitze ich mit meinem Laptop auf meiner Balkonterrasse unter dem Kirschbaum im Schatten – ab und zu schaut sogar auch mal ein Eichhörnchen vorbei oder ein Vogel verwechselt mich mit einem Ast.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Vor der Pandemie war morgens meist Theater oder Akquise angesagt, jetzt sitze ich fast nur am Rechner. Zwischendrin esse ich ne Kleinigkeit, dann gegen 15 Uhr wird das Schreiben beendet und erst mal was Leckeres gekocht. Dann kommt eine Ruhephase und später Haushalt oder Tanzen und Singen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Fantasy und Sachbücher lese und schreibe ich am liebsten.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Von Albert Einstein: Fantasie ist wichtiger als Wissen. Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt
Aus meinen Buchsachen:
Im Kleinen liegen die größten Geheimnisse verborgen
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich bin von Bhutan fasziniert. Die Art wie diese Menschen leben und die Welt betrachten, diese Innere Ruhe und das Eins-mit dem Herzen sein, Glück empfinden im Einfachen. Aber auch die ganze Naturkulisse und die alten Kunstwerke in und an den Wänden der Kloster haben etwas von einer anderen Welt.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich mag Kritik, wenn sie vom Herzen kommt. Sie ist wichtig für mich, damit ich erkenne wo ich stehe und wo ich noch etwas „feilen“ muss, ob an meiner Person oder an meinen Werken.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich hatte mich anfangs mit dem Naturkundebuch „Auf den Flügeln eines Schmetterlings“ bei einigen Verlagen beworben, aber es fiel einfach zu sehr aus dem „Rahmen“. Dabei war es mir so wichtig, dass die Menschen mehr über die kleinen Helfer der Natur erfahren sollten, und ich sah nicht ein, dass es dafür ein gewöhnliches Sachbuch sein sollte.
Wissen will ich auf Augenhöhe vermitteln. So, dass der Leser das Gefühl hat selbst mitten dabei zu sein und er dabei kleine Abenteuer erleben kann. Mit vielen bunten Bildern.
Ich wollte das Innere Kind in den Menschen erreichen, das tatsächlich noch in der Lage ist, die Welt verstehen und verändern zu wollen. Und die kleinen Tierchen als regelrechte Superhelden, die sie im Grunde auch sind, darzustellen und selbst zu Wort kommen zu lassen.
Gemäß dem Motto: Was man kennt und lieben gelernt hat, das schützt man auch!
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Seid stets immer neugierig und zieht den Atem des Lebens so achtsam und voller Freude in Euer Inneres, wie die Worte Eurer‘s Lieblingsautors / Autorin.

Donnerstag, 20. Januar 2022

[Buchvorstellung einmal anders] Am Hof der dunklen Königin von Nia Hauser

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Saery und Assarioth aus „Am Hof der dunklen Königin“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Assarioth: *knurrt* Als ob ich eine Wahl gehabt hätte …
Saery: Benimm dich! Außerdem weiß ich als dein Gefäß ganz genau, dass dir die Aufmerksamkeit schmeichelt.
Assarioth: *grummelt*
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Saery: Liebend gern! Ich bin Saery, Zauberin und Wandelmeisterin, ausgebildet in Taevin. Wie euch meine blaue Haut, die weißen Haare und meine kleinen Hörner vielleicht sagen, bin ich eine Yugo. Begabt, brilliant und von meinen Meisterinnen tragischerweise verkannt
Assarioth: Du bist eine freche Göre.
Saery: Was f …
Assarioth: Meine freche Göre. Ich bin Assarioth der Uralte, lebendige Verkörperung des Feuers. Einst wurden meine Geschwister und ich wie Götter verehrt, doch man hat uns bekämpft und versiegelt. Wir brauchen Sterbliche, um in der Welt zu wirken.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Saery: Der beste Part ist natürlich meine Expedition in den fernen Süden! Als erste Yugo seit Generationen ist es mir gelungen, einen Dämon zu finden und zu bändigen!
Assarioth: Ich bevorzuge „Uralter“; und DU bist MEIN Gefäß, Kleines.
Saery: Ja, ja! Dann sind da noch zwei weitere, unwichtige Geschichten drin, irgendwas von einer „dunklen Königin“ und einer Prinzessin, die sich im Kerker vergnügt. Pah.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Saery: Mehr als das. Die genießt es richtig! Wollt ihr wissen, wie das Binderitual ablief? *räuspert sich und läuft dunkelblau an* Ich sage nur so viel, manchmal brennt es immer noch.
Assarioth: *lacht* - Aber im Ernst. Sie ist eine Teufelin. Ich fürchte, sie findet Wege, selbst meine pure Kraft zu bändigen.
Nia: *pfeift unschuldig*
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Assarioth: *grinst übers ganze Gesicht* Oh ja. Die liebe Saery hat es angesprochen. Unser Ritual. Ihr hättet sie hören sollen.
Saery: Ich, äh … habe mich vielleicht etwas gehen lassen. Viel wichtiger ist doch das Ergebnis! Wandelkunst ist lächerlich gegen die Macht, die Assarioth verleiht. Davon durchströmt zu werden war … berauschend.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Assarioth: Ihre Essenz ist in der ganzen Welt zu spüren. Fast, als wäre sie ebenfalls die Manifestation einer Urgewalt.
Saery: Du übertreibst. Sie ist eine Chronistin, und dafür eigentlich zu blumig. Zu deinem Glück scheint ihr Interesse für „ungleiche Beziehungen“ auf mich abzufärben.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Assarioth: Kauzig und detailverliebt.
Saery: Niemand sagt mehr kauzig. Seit tausend Jahren nicht! Sie ist eine Träumerin, und darüber hinaus unanständig! Alle Barden und Chronisten, die ich sonst kenne, umschreiben, naja, … ES. Nia lässt uns gar keine Privatsphäre!
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Saery: Purer Zufall! Bloß, weil diese andere komische Geschichte vor unserem brillanten Abenteuer kommt.
Assarioth: Seid vorsichtig. Bei dem Thema ist die kleine Zauberin etwas empfindlich.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Saery: Ganz furchtbar!
Assarioth: Ich hatte Euch gewarnt.
Saery: Nein wirklich. Schrecklich. Grausig!
Nia: Hey!
Saery: Was hast du erwartet? Keiner von uns ist darauf zu sehen, sondern nur ein unwichtiger Nebencharakter!
Nia: Königin Asira ist alles andere als unw …
Saery : Doch!
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Saery: „Meine alten Meister werden staunen, wenn ich die Welt verändere.“ - Das ist natürlich von mir.
Assarioth: *rollt mit den Augen* Meines ist: „Und erfahre ich, dass deinem Diener auch nur ein Haar gekrümmt wurde, so wird dein Kopf auf einem Spieß enden. Als Warnung an alle Herren, die ihr eigenes Versagen auf Kosten ihrer Lakaien verbergen wollen.“
Saery: Willst du mich auch noch provozieren?
Assarioth: Das ist von Königin Asira, müsst Ihr wissen.
Saery: Du …!
Danke für das Gespräch

[Autoreninterview] Nia Hauser

Autoreninterview
Nia Hauser

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo! 😊
Ich bin Nia, paarunddreißig Jahre alt *hust*, lebe in Deutschland und schreibe für mein Leben gerne. Meine Tarnidentität ist eine Bürotätigkeit in einer IT-Firma.
Nicht nur meine Geschichten träume ich mir zusammen, auch für mich habe ich den Traum, eines Tages die Maske abzulegen und zu sagen: „Ich bin Ironwoma … äh, Vollzeit-Autorin.“
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Wahrscheinlich hat die Antwort einen Bart, aber ich habe „schon immer“ geschrieben und mir bereits als kleines Kind Geschichten und Abenteuer ausgedacht.
Aber erst im letzten Jahr habe ich den Mut gefunden, diese auch richtig und regelmäßig zu veröffentlichen. Das Jahr davor habe ich mich zum ersten Mal hingesetzt und längere Geschichten auch mal zu Ende gebracht. Davor flogen tausend traurige Anfänge auf meiner Festplatte herum!
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher habe ich zwei Arten von Büchern veröffentlicht: erotische Novellen, meist mit jungen Erwachsenen oder Student:innen, deren Leben auf den Kopf gestellt wird.
Und meine Fantasy-Geschichten. Da geht es in der Regel wilder zu, und nicht alle Handelnden (und Liebenden) sind Menschlich.
Allen Büchern ist bisher gemein, dass ich kurz und knackig schreibe und nicht gerne die Handlung lange vor sich hindümpeln lasse.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
*bester Verkäuferton* Das tue ich tatsächlich, Claudia, danke für die Frage. 😉
Im Ernst, ich arbeite an Teil 5 der Thelis-Chroniken, der bald erscheinen soll.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Schreiben und selber lesen erklären sich von selbst. Ansonsten verbringe ich gerne Zeit mit meinen Liebsten. Einfach so, oder auch bei (in Augen mancher, komplexen,) Brettspielen. Wenn dann noch etwas übrig ist, meistens in den späten Abendstunden, daddle ich auch gerne mal ein Videospiel.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Uff, einen zu nennen, oder gar EIN Lieblingsbuch, fällt mir sehr schwer. Abseits vom Werk auch als Persönlichkeit schätze ich Stephen King und Brandon Sanderson. Bücher von Anne Bishop, Richard Schwartz und George Martin füllen nicht nur mein Regal, sondern wurden auch teils mehrfach gelesen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Mein Arbeitsplatz wirkt wie eine Kommandozentrale, mit drei Bildschirmen, zwei Tastaturen und einem Laptop. Ich mag meinen nahtlosen Übergang vom Homeoffice-Platz an meinen privaten PC, auf dem ich in der Regel schreibe.
Der große Eckschreibtisch schmiegt sich ans Fenster und ist nicht so aufgeräumt, wie er vielleicht sein sollte.
Hinter mir türmen sich riesige Bücherregale bis zur Decke auf, die unter der Last zahlreicher, dicker Wälzer in mehreren Reihen ächzen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich stehe meist sehr früh auf und arbeite die Zeit in meinem Brotjob ab. Derzeit im Homeoffice, aber wer weiß, wie lange noch. Nachmittags ist Zeit für die besagten Lieben. Nach dem Abendessen ist dann Schreibzeit. Je nachdem, wie zufrieden ich bin, vielleicht auch noch Spielzeit. Vor dem Einschlafen lese ich meist.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen sind es eindeutig Fantasy und Science Fiction. Fantasy macht mir auch beim Schreiben viel Spaß, aber manchmal ist es auch schön, weniger World- und mehr Charakterbuilding zu betreiben. Klar, im Idealfall geht beides, aber es kann entspannend sein, die Welt als vorausgesetzt zu betrachten. 😅
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„Leb deinen Traum, denn er wird wahr.“ - aus dem deutschen Digimon Intro. 😁
Aber ein universelles Zitat zu finden, ist mir schwergefallen. Ich habe mich letztlich für eine Stelle aus meinem Erstlingswerk entschieden:
< „Nein.“, gab ich zu und senkte meine Arme. „Aber ... ich hab eine Grenze überschritten.“
„Ganz genau.“, grinste sie. >
Oft bringe ich meine Protagonist:innen an ihre Grenzen und darüber hinaus. Manchmal wehren sie sich aber auch, dann kommt plötzlich alles anders, als ich es mir ursprünglich überlegt hatte.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Gerade aus Sicht einer jüngeren Nia will ich hier Japan nennen. Ich mag die Kultur und habe viel Zeit mit japanischer Populärkunst (vulgo: Anime und Manga) verbracht.
Als Reiseland schätze ich Dänemark und Österreich sehr. Ich liebe das Meer und die Berge und bin froh, beides mit Boden direkt unter mir erreichen zu können. Fliegen mag ich nicht so sehr. 😅
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Manchmal fällt es mir schwer, Kritik an meinen Werken richtig einzuordnen, da möchte ich ehrlich sein. Ich schreibe mit Leidenschaft und fühle mich gelegentlich mitgemeint.
Trotzdem gehört Kritik für eine veröffentlichende Künstlerin dazu und ist wichtig für das persönliche Wachstum. Konstruktive Kritik ist mir trotz aller Kratzer im Ego daher sehr willkommen, damit ich als Schriftstellerin besser werden kann.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ein Verlag war zum Zeitpunkt meiner ersten Veröffentlichung keine Option. Ich wollte diesen wichtigen Schritt endlich gehen und dabei Herrin meiner Handlungen sein. Andernfalls hätte ich das Gefühl gehabt, erst einmal um Erlaubnis zu bitten.
Aber das heißt nicht, dass ich grundsätzlich gegen eine Verlagsveröffentlichung bin. Auch wenn es besser geworden ist, seit ich Kontakte zu anderen Autor:innen geknüpft habe, ist das SP-Dasein manchmal einsam und man steht mit vielen Entscheidungen alleine da.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Bleibt neugierig und schämt euch nie für eure Leidenschaften!

Mittwoch, 19. Januar 2022

[Buchvorstellung einmal anders] Blutspur 629 von Neal Skye

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Niclas Richmond, Leena Lyberg und Brendan Vanenberg aus „Blutspur 629“ und deren Autor Neal Skye.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Neal: Reißt euch mal zusammen. Und Rich: Augen rollen steht dir nicht!
Ich hatte ein langes Gespräch mit eurem Autor, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Lyberg: Also mich kennt ja wohl jeder. Meine Edda-Valby-Krimis sind ja nun nicht nur in den Bestsellerlisten in Schweden ganz vorne, sie sind auch in neunzehn Sprachen übersetzt worden.
Vanenberg: (seufzt) Fünfzehn Jahre beim »Jersey Courier«, davon elf in der Polizeiredaktion, danach drei Staffeln »Tatortreporter« als TV-Experte und in der Bestsellerliste mit »Polizeireporter vom Dienst« war ich auch schon vertreten.
Lyberg: ja, und jetzt Insasse im »Buffalo Correction Center«
Rich: Von mir muss man nicht alles wissen. Ich bin Journalist und Privatdetektiv. Aber ohne mich wäre weder der dreckige Handel mit Chemiewaffen an Russland gestoppt worden und …
Neal: … von Dir muss mal nicht alles wissen, Rich.
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Rich zu Lyberg: Mach du. Ohne dich …
Lyberg: Ja ja. Aber ich kann nichts dafür, wenn ein Informant in Schweden umgebracht wird und man mich anschließend auch umbringen will.
Vanenberg: Wie naiv kann man noch sein. Das war ein Aussteiger aus der Akademie – da steigt niemand einfach so aus und lässt sich noch für Information bezahlen.
Rich: Sagt einer, der engsten Kontakt zu einem mexikanischen Gefängnisgangs hatte, nur um an guten Stoff zu gelangen. Für Reportagen, meine ich. Also um es kurz zu machen, eigentlich sollte ich Leena Lyberg nach einem vereitelten Anschlag auf sie in San Francisco nur einen USB-Stick zukommen lassen. Das hat mich gleich mehrfach in Lebensgefahr gebracht.
Vanenberg: (lacht) Ja, wo wir gerade über Naivität sprechen … Aber trotzdem Respekt, Rich. Du musstest nicht da ums Überleben kämpfen. In New York gab es auch mehrere Morde, die es aufzuklären galt.
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Neal: In einem Krimi? Ja. Und heile Welt? Nein. Nicht mal ein völlig sauberes Happy Ending kann ich garantieren. Und Rich braucht sich über seine Honorare nicht zu beschweren.
Rich: Wir sehen uns in einem anderen Leben. In meinem überlebst du keine zehn Seiten.
Wie viel echter Neal steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Rich: Er mag Wortwitze – ansonsten kann ich es schlecht einschätzen – von mir hat er so gar nichts. Den Humor vielleicht. Meinen Roadrunner – den würde er wohl auch gerne fahren. In Sara vielleicht ein bisschen. Nicht die Neigung, aber den Drang, alles immer richtig machen zu wollen, Konfrontation zu vermeiden, immer andere versuchen zu verstehen …
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere euren Autor beschreiben?
Vanenberg: Man weiß nicht genau, was er plant. Gehöre ich zu den Guten? Zu den Bösen? Bin ich Opfer oder Täter oder …
Lyberg: Verrate es nicht.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr vielleicht sogar Mitspracherecht?
Der Arbeitstitel wechselte zwischen "Blutspur der Wölfe" und "Todesurteil auf 629 Seiten" – daraus entstand Blutspur 629 und ich fand den Titel passender als meine beiden. Ja, ich werde schon gefragt und darf auch Vorschläge einbringen – aber hier war ich mit beiden Ursprungstiteln nicht 100%ig zufrieden.
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Lyberg: Es sollte zu den ersten beiden Bänden passen und das ist gut gelungen.
Rich: Im Fadenkreuz hätte dieses Mal auch mein Gesicht gepasst. Aber danke, dass es nicht so ist.
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Rich: Der Hammer war, als mein ehemaliger Kollege Rob sagte: »Lass ein wenig Gras darüber wachsen.« Das war ein Supertipp für eine Geschichte, die fünfundzwanzig Jahre zurücklag und nun mit einer Vehemenz hochgekommen war, als war sie gerade erst passiert. Wie hoch würde das Gras nach weiteren fünfundzwanzig Jahren stehen?
Vanenberg: Ich fand lustig, was dieser "FBI-Typ" unserer Starautorin gesagt hat auf ihre Frage, ob es "Regie" wirklich gäbe und dass das grausam sei.
»Was haben Sie denn gedacht? Dass Söderlind (Anm. Lybergs Informant) sich einen Spaß erlaubt? Und Sie dachten: Coole Idee? Bestsellermaterial?«
Da hätte ich gerne Ihr Gesicht gesehen.
Lyberg: Glashaus, Herr Kollege. Sie haben auch reißerische TV-True Crime-Reportagen gesendet. Mir gefallen Richs Klugscheißereien. Wo diese FBI-Agentin sagt:
»Du liegst auf deiner Seite des Bettes, ich auf meiner. Dazwischen ist die Chinesische Mauer – und die kann man bekanntlich sogar vom Mond aus sehen!«
Nein, kann man nicht …
Vielen Dank für das Gespräch