Mittwoch, 6. Mai 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Wild Ocean Blue - Ein Jahr, so wild wie der Pazifik von MaxSy Multerer


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin MaxSy Multerer, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Wild Ocean Blue – Ein Jahr, so wild wie der Pazifik“ von MaxSy Multerer. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Buch: Liebe Claudia. Ich freue mich so sehr, dass du da bist.
Gerne doch. Deine Vorgänger waren ja auch schon bei mir.
Buch: Möglicherweise gibt es da …
Psst. Verrate doch nicht alles.
Buch: Okay. Du hast recht.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Na klar. In mir geht es ganz schön rund. Da findest du Neuseeland, und zwar nicht nur die typischen Touri-Orte und türkisfarbenen Seen. Wir treiben uns ganz viel auf dem Surfbrett in den Wellen vor Waihī Beach herum. Hier ist Yulee zu Hause. Also nicht nur in Waihī Beach, sondern auch auf dem Wasser. Das ist Yulees Element. Und dann kommt da dieser Ben aus Dresden, der überhaupt nicht hier sein will, aber auch sonst nicht weiß, was er machen und wohin er gehen soll. Bis er Yulee trifft. Und dann … ja dann geschehen noch Dinge, die ihn ganz schön an seine Grenzen bringen. Und zwar vollkommen anders als bisher. Yulee und Ben haben eine ganz besondere, verborgene Verbindung.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Definitiv die schwierigen Zeiten. Sie scheint ein Faible für die Männer zu haben, die struggeln. Aber sie will unbedingt ein Happy End.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Also, ich mag es, wo sich Yulee und Ben das erste Mal in der Bar in Queenstown begegnen.
Und dann, wo Ben glaubt, dass sich Yulee mit Tangaroa und einem Marakihau verbündet. Wer oder was die zwei sind, verrate ich jetzt aber nicht.
Was in der Ōtara Bay zwischen den beiden passiert, finde ich total witzig.
Später, nachdem Ben noch etwas Schreckliches geschieht, händelt Yulee die Situationen auf ihre ganz eigene und besondere Art.
Ach, eigentlich könnte ich mich gleich selbst von vorn bis hinten vorlesen, aber ich glaube, das würde den Rahmen deines Formats sprengen.
Weißt du wie viel MaxSy tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
MaxSy hat, genau wie Yulee, meistens einen Plan von allem. Außerdem lieben beide Cranberry-Rosinen-Scones. Die hat MaxSy übrigens in Neuseeland das erste Mal gegessen. In Ben steckt nicht so viel von ihr drin. Der wollte ja nicht einmal nach Neuseeland. Tss.
Wie würdest du und Ben und Yulee die Autorin beschreiben?
Ben: Puh.
Yulee: Komm schon, Ben. Sie ist lieb.
Ben: Lieb? Sie lässt mich durch die Hölle gehen.
Yulee: Das hast du dir selbst zuzuschreiben.
Ben: Nur zu Beginn. Das andere nachher nicht mehr:
Yulee: Stimmt. MaxSy, da warst du wirklich gemein zu Ben.
MaxSy: Aber da kann ich gar nichts dafür. Ihr wolltet das so. Ich habe es nur aufgeschrieben.
Ben: Ich wollte nur Spaß im Leben und mit Yulee. Ich glaube, da bist du etwas neidisch.
MaxSy: Ja, das könnte sein. Durch dich habe ich die Abenteuer erlebt, die ich mir niemals zutrauen würde. Aber darüber schreiben hat echt Spaß gemacht.
Yulee: Gibs zu! Du hast es doch bereut, dass du nicht selbst das Bungeejumping gewagt hast.
MaxSy: (atmet durch) Ja, ich geb´s zu.
Ben: Und den Skywalk
MaxSy: Ja, den auch. Aber nicht so, wie du den gemacht hast.
Ben: (rollt mit den Augen) Und du bist ein bisschen neidisch, weil wir so jung sind und so echt heiße Sachen machen.
MaxSy: (räuspert sich laut)
Buch: Ich glaube, wir müssen hier abbrechen, denn sonst wird MaxSy noch rot. Schreiben kann sie ja solche spicy Szenen, aber darauf ansprechen sollten wir sie lieber nicht. Kommen wir zur nächsten Frage.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Ich hatte da kaum Mitspracherecht. Diesmal war es für MaxSy auch nicht so schwer. Aber ich kann die Bedeutung des Titels (und auch von Band 2) nicht verraten. Das muss jeder selbst herausfinden. Auf jeden Fall sind sie absolut treffend.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Es ist absolut großartig. Es gab schon soooo viiiiele Komplimente.
Kannst du uns vielleicht auch schon verraten, ob die Autorin viele echte Plätze eingebaut hat oder ob die Orte im Buch der Fantasie entspringen?
Du kannst sie alle besuchen. An vielen war MaxSy selbst. Nur die Lokale hat sie mal wieder erfunden.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Mein Herz pocht wild und ich will von diesen Lippen kosten, quasi als Geburtstagsgeschenk. Die Musik und die Gespräche verblassen zu einem Hintergrundrauschen.
Yulee tritt zu mir und ich erhebe mich, sehe zu ihr hinunter. »Hi. Wie kann ich dir helfen?« Mein Lächeln fühlt sich irgendwie unbeholfen an. In ihren Augen blitzt es keck auf. »Da du mein Mann-für-alles bist, überlege ich mir was Passendes.«
Ben knurrt wieder, nur lauter. Es könnte sein, dass mein Name dazwischen auftaucht, doch sein Widerstand schwindet und ich kann mein Becken frei und wohlig kreisen lassen. Wenn er wüsste, wie kurz ich vor dem Absprung stehe.
»Fuck«, presst er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor…
Ich gebe ihm, was er jetzt braucht. Nähe. Wärme. Meine Haut auf seiner. Das hat nicht das Geringste mit Sex zu tun. Das ist Vertrauen pur.
Ich stehe ebenfalls barfuß im saukalten Sand, die Hände habe ich in die Hosentaschen geschoben, und begnüge mich mit dem Anblick von Yulee im Meer. Allein das entfacht in mir eine wohlige Wärme. Ich habe gedacht, ich hätte gewusst, wie sehr sie es vermisst hat. Aber ich habe mich getäuscht. Jetzt weiß ich es.
Die Geister sind weg, meine Tränen des Mitleids versiegen. Bens Atem geht ruhig und gleichmäßig, sein Herzschlag verliert an Härte. Wir sprechen nicht.
»Du hast mir auf den Hintern gestarrt«, raunt Ben.
Als Antwort klimpere ich mit den Wimpern.
»Warum?« Fragt er das ernsthaft? Er hat das Gleiche auch schon bei mir gemacht.
Ich schenke ihm ein charmantes Lächeln. »Er sieht verführerisch aus.«
»So? Tut er das?«
»Ja.« Ben kommt mir mit seinem Gesicht etwas entgegen. »Ich denke, du solltest jetzt vorausgehen.
Ben steht ganz vorn am Abgrund, breitet die Arme aus und lässt sich von der Natur umfangen. Es bräuchte nur ein Stein unter ihm wegbrechen und er würde auf den Felsen im Wasser zermatscht und sofort von Wellen weggespült werden. Ich stehe wie angewurzelt da, presse die Kiefer so fest aufeinander, dass mir die Zähne wehtun, und grabe schmerzhaft die Fingernägel in die Handflächen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
Das Buch flüstert ebenfalls: Danke, dass du mir zugehört hast. Und Ben ertragen hast. Das ist manchmal nicht leicht. (Yulee und MaxSy nicken zustimmend, Ben verdreht die Augen)
Ach, ich bin zuversichtlich, dass er sich wunderbar entwickelt.
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Dienstag, 5. Mai 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Sinnlichkeit in Salò von Claire Stern


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Claire Stern, um mit ihr über ihr Buch „Sinnlichkeit in Salò“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Sehr gern. Gespräche über Bücher sind für mich fast so inspirierend wie das Schreiben selbst – danke für die Einladung.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Die engagierte Politikwissenschaftlerin Lisa reist ins malerische Salò am Gardasee, um für ihre Doktorarbeit über den italienischen Faschismus zu forschen. Kaum angekommen, trifft sie auf Maurizio Lario, einen charmanten Geigenbauer aus einer angesehenen Familie, und zwischen ihnen entsteht sofort eine besondere Verbindung. Während sie gemeinsam die Geschichte der Stadt erkunden, entfaltet sich eine zarte Romanze – doch Maurizio ist bereits der reichen und stolzen Mafalda versprochen. Als Lisas Recherchen die dunklen Geheimnisse seiner Familie ans Licht bringen, geraten die beiden in ein Netz aus Intrigen, Vorurteilen und familiärem Stolz, das ihre Beziehung auf eine harte Probe stellt.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ganz klar durch die schwierigen. In den Brüchen, im Zögern, im Scheitern zeigen sie ihr wahres Gesicht. Schöne Momente sind wichtig – aber sie bekommen erst Tiefe, wenn sie hart erkämpft oder beinahe verloren sind.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ja, meine Lieblingsstelle ist Kapitel 20, „Schattenvilla“. In dieser Szene betreten Lisa und Maurizio die Villa Feltrinelli, ein beeindruckender, zugleich unheimlicher Bau, der eine kalte, fast beklemmende Atmosphäre ausstrahlt – nicht zuletzt, weil Mussolini hier einst residierte. Die luxuriöse Ausstattung und die historische Bedeutung stehen in starkem Kontrast zu den Spannungen, die sich zwischen den Figuren entfalten: Maurizio stellt sich dem moralischen Erbe seiner Familie, diskutiert über Verantwortung und Privilegien, während Lisa mit Wut, Empathie und scharfer Kritik die Dynamik hinterfragt. Die Szene ist ein emotionales Zentrum des Buches, weil hier Vergangenheit, Macht und gesellschaftliche Erwartungen aufeinandertreffen – und gleichzeitig die Beziehung zwischen Lisa und Maurizio gefestigt wird. Für mich ist es besonders, weil sie zeigt, wie Liebe und Integrität selbst inmitten von Konflikt und familiärem Druck bestehen können.
Wie viel echte Claire steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Mehr, als mir manchmal lieb ist – und weniger, als man vermuten würde. Es sind nicht die biografischen Fakten, sondern meine Fragen, Zweifel und Sehnsüchte, die sich auf verschiedene Figuren verteilen.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Lisa: „Sie bringt uns in Schwierigkeiten – literarisch gesehen. Aber sie lässt uns wachsen, auch wenn es weh tut.“
Maurizio: „Sie ist streng. Sie lässt keine Ausreden gelten.“
Ariana: „Aber sie ist fair. Jeder bekommt seine Stimme.“
Chiara: „Und sie weiß genau, wann Schweigen lauter ist als jedes Wort.“
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Ich liebe Alliterationen – und genau diese Vorliebe hat den Weg für Band 1, Sehnsucht in Sirmione, geebnet. Der Titel wirkt für mich wie ein kreativer Kompass für die weiteren Geschichten: Band 2 Liebe in Lazise, Band 3 Begierde in Bardolino, Band 3 Leidenschaft in Limone. Beim neuen Buch stand der Ort früh fest, die Sinnlichkeit kam erst im Laufe des Schreibprozesses hinzu. Mit den weiteren Stationen rund um den Gardasee – von Torbole über Riva bis Garda und Peschiera – wird die Buchfamilie zu einer alliterarischen Reise durch Bella Italia.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Meine Cover erinnern bewusst an die Ästhetik der 60er-Jahre. Sie fangen die Leichtigkeit und das mediterrane Lebensgefühl der Liebesgeschichten am Gardasee sehr schön ein. Wenn ich mir für das aktuelle Cover etwas wünschen dürfte, dann vielleicht einen Hauch mehr Geheimnis – etwas, das andeutet, dass hinter der sonnigen Oberfläche noch weitere Ebenen verborgen liegen.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Doch Maurizio lächelte versöhnlich. »Gestern ist Geschichte. Morgen ein Geheimnis. Aber heute – heute ist das Leben.«
Danke für das Gespräch.
Danke dir. Es war mir eine Freude.

Montag, 4. Mai 2026

[Protagonistensteckbrief] Matteo aus Lavendelküsse in der Toskana

 

Matteo:
  • dunkler Bart, verwuschelte Haare
  • arbeitet in einer Tenuta
  • Rosa war seine erste Liebe

[Protagonistensteckbrief] Rosalia aus Lavendelküsse in der Toskana von Sara Pepe


 Rosalia: 

  • CEO einer Stiftung

Sonntag, 3. Mai 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Piece by Piece von Thia Nuwrite


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Thia Nuwrite, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus, ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Piece by Piece“ von Thia Nuwrite. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Als ich gerade beginnen will, läuft Thia auf mich zu und setzt sich zu mir auf die Bank. Nach einer Begrüßung lege ich mal los. 😊

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Aber gerne doch.
Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Wir freuen uns sehr, dass du uns die Möglichkeit dazu gibst.
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Ich bin der neue Thriller von Thia Nuwrite (erscheine jetzt im April). Ich bin gnadenlos, spannend und es lohnt sich tolle Lesestunden mit mir zu verbringen. Es geht um die Protagonistin Avril Walker, die gerade zu ihrem Geburtstag in ein gefährliches Spiel gerät, welches ihre Existenz und vor allem ihre Familie bedroht.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genauso?
Ich glaube Thia fallen die düsteren Szenen leichter, weil sie im Kontrast eher ein fröhlicher, glitzerliebender Charakter ist. Oder Thia?
(Thia sieht das absolut genauso)
Habt ihr Lieblingsstellen, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Ich bin ein absoluter Pageturner, da gibt es zu viele.
Die Autorin nickt zustimmend.
Weißt du wie viel Thia tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Ein wenig Thia gibt es in der Protagonistin. Sonst eigentlich vergleichsweise wenig. Da gab es in den anderen beiden Thrillern mehr.
Thia: Ich stimme zu. Wobei eigentlich viel von mir darin steckt, weil mir die Idee für diesen Thriller buchstäblich im Traum kam. 😊
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: Thia ist der menschgewordene Kontrast. Sie schreibt Thriller, aber erschreckt sich ständig. Sie liebt Glitzer und Disney, schreibt aber Düster.
Avril: Ich habe gehört, sie hat sogar eine Romantasy … ups.
Buch: Romantasy und Thriller? Ist eine tolle Mischung *lacht*
Avril: Also ich finde das fantastisch.
Buch: Egal was, schreiben kann sie jedenfalls und dem geht sie leidenschaftlich gern nach.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Ursprünglich hatte Thia einen anderen Titel (Escape Life), wobei ich da veto eingelegt habe. Piece by Piece passt einfach perfekt. Die Geschichte ist ein richtiges Puzzle, das der Leser selbst zusammenbauen kann.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Wir sind uns da einig. Es ist ein mega Cover geworden. Beratend stand uns übrigens der liebe Thomas (teatogoplzzz) zur Seite.
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Ein Zitat vielleicht nicht, aber eine Lehre, die man aus der Geschichte ziehen kann: Eine einzige Entscheidung kann sehr viel verändern.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.

Ich danke dir für deine Zeit, liebe Claudia.
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für das sehr interessante Interview.«
Vielen Dank meine Liebe, dass du das Interview mit uns gemacht hast.
Als Thia weggeht, vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Samstag, 2. Mai 2026

[Schnipseltime] Jump-In - Susanna & Michel von Holly O'Rilley und Laura Lee Johnes


 Auf der Zufahrt zum Sternenhof blieb ich kurz im Sonnenschein stehen. Ich sah über die riesigen Weiden zu beiden Seiten des Weges. Tief sog ich die klare Luft ein, die leicht nach frisch gemähtem Gras roch. Schön war es hier, alles wirkte so ruhig und friedlich. Stille, die ich in der Stadt so nie erlebt hatte, umgab mich. Aber, ich gebe es ja zu, hier im Süden des Saarlandes war ich ein bisschen am gefühlten ‚Ende der Welt‘ angekommen.

Die Anzeige in der Zeitung kam für mich gerade zum richtigen Zeitpunkt. Ich hatte mich kurzentschlossen beworben – und hier war ich nun, so einfach war das. Jetzt, nach einigen Stunden Anreise endlich angekommen, wurde ich ein wenig nervös. Hoffentlich hatte ich mit dem überstürzten Umzug keinen Fehler gemacht. Schließlich hatte ich aufgrund der Eile mit den Inhabern nur über zwei längere Videocalls zuvor Kontakt. Trotzdem war ich froh darüber, alles andere hinter mir gelassen zu haben.

Alles andere, das war Höxter, die Stadt, aus der ich gerade kam. Dort fühlte ich mich nie wirklich wohl.

Alles andere bedeutete für mich auch Steffen, mein Ex-Mann. Ein absolut widerlicher Typ, wie sich im Nachhinein herausstellte.

Es bedeutete meinen letzten Job, der mir bereits lange zum Hals heraushing.

Nun, es war an der Zeit für einen Neuanfang.

[Buchvorstellung einmal anders] Jump-In - Susanna und Michel von Holly O'Rilley und Laure Lee Johnes


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorinnen Holly O‘Rilley und Laura Lee Johnes, aber sie kommen nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Jump in – Susanna und Michel“ von Holly O’Rilley & Laura Lee Johnes. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie werden nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben den Autorinnen am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Hallo auch an dich! Du musst ein ungewöhnlicher Mensch sein, um mit mir zu reden, aber mir gefällt das sehr. Wann fragt schon mal jemand ein Buch um seine Meinung? Zeit dafür habe ich mehr als genug, als Buch hat man nicht viel zu tun, sobald man fertiggestellt ist.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Nun, meine Geschichte spielt vor dem Buch „Lope – Chris & Rafael“ von Laura Lee Johnes. Es war praktisch der Anstoß für ihre Bücher, denn sie wünschte sich einen Partner für Chris. Michel ist Chris‘ bester Freund und Susanna eine neue Kollegin, und in mir könnt ihr ihre Geschichte kennenlernen.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit den Autorinnen zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihnen leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
So richtig düster wird es zum Glück nicht. Aber ich denke, egal in welche Richtung es geht, die beiden ergänzen sich hervorragend. Je nach Situation fiel es mal Holly, mal Laura leichter oder schwerer, mich zu schreiben. Klar, wenn alles zu glatt ablaufen würde, wäre es viel zu einfach; ein bisschen was müssen die Charaktere schon aushalten. Zum Ausgleich bekommen sie auch viele schöne Momente.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Och ja, die habe ich schon. Ich finde den dezenten Humor dahinter sehr schön. Erotik muss nicht immer bierernst sein:
„Ich habe dir ja gesagt, dass du mich total verrückt machst“, sagte Michel leise zu mir, heftig keuchend.
Frech grinste ich ihn an. „Ich sehe es.“
„Ich glaube, so schnell bin ich seit meinem ersten Mal nicht mehr gekommen. Was machst du nur mit mir?“
„Dich erst mal sauber.“ Zaghaft lächelte ich ihn an.
Weißt du wie viel Holly bzw. Laura tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Ich habe keine Ahnung, wie viel es genau ist. Ich weiß, sie mögen beide Männer, sind tierlieb und schätzen die Natur und besonders Pferde. Und davon gibt es so einiges in mir. Sie können gut zuhören und sind immer für die Menschen da, die sie mögen. Okay, vermutlich ist es doch mehr als ich zunächst dachte.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorinnen beschreiben?
Ich habe den Eindruck, sie sind sehr gefühlvoll, bemühen sich zwischen den Zeilen zu lesen und verstecken dort geschickt sehr viel von sich selbst. Beide sind mit Leidenschaft bei der Sache, schätzen auch Ruhe und sind Bücherwürmer durch und durch. Man(n) sollte sich nur nicht mit ihnen anlegen, da können sie echt richtig rabiat werden.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Jump-In passt sehr gut zu Susannas Ausgangssituation. Sie springt förmlich in ein neues Leben, ebenso wie Michel über seinen Schatten springt und Susanna eine Chance gibt. Der ergab sich recht bald zum Anfang.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Mein Outfit schätze ich sehr, es beinhaltet für mich alles, was an der Geschichte wirklich relevant ist. Susanna, Michel, ihre Zuneigung zueinander und Pferde, die sie beide sehr lieben. Dafür kann ich der Coverfee Mona Lange nur von Herzen danken.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren. 
Nur eins: „Weil … ich dich über alles liebe und für immer an meiner Seite haben möchte.“
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.

Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.