
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Es wäre schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.Sabrina: Klar!Dorotea: Ich helfe gern.Nick: Wenn es mich nicht an der Durchführung meines Auftrages hindert…
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.Nick: Ich heiße Takayamapunik, aber die Menschen auf der Erde können das nicht aussprechen. Notgedrungen habe ich daher den Namen „Nick“ akzeptiert. Der Auftrag ist wichtiger als mein Name. Es geht schließlich um Leben und Tod meines Volkes.Dorotea: ich heiße Dorotea und habe gerade Ella verloren. Ich weiß nicht, wer meine leiblichen Eltern sind, aber Ella hat mich als Baby adoptiert und war die beste Mutter, die ich mir hätte wünschen können. Ich wollte nur trauern. Aber dann tauchte Nick auf und konfrontierte mich mit einer haarsträubenden Geschichte.
Sabrina: Das übernehme ich dann mal. Eine unheimliche Begegnung bei Nacht im verschneiten Park führt für Dorotea zu einer abenteuerlichen Reise – auch in ihre eigene Vergangenheit.Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Sabrina: Diese Frage gilt wohl der Autorin und die Antwort lautet: ja! Ein wenig Sadismus braucht es schon! „Einfach schön“ ist unglaubwürdig und lebensfremd. Und wie im richtigen Leben, so wachsen auch Figuren an den Schwierigkeiten, die sie überwinden (oder nicht überwinden).Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Wie viel echte Sabrina steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?Nick: Der Morgen, als ich in Doroteas Schlafzimmer komme und sie merkt, dass sie nicht geträumt hat, dass ich echt bin. Wenn ich an die Angst in ihren Augen denke, muss ich heute noch grinsen.Dorotea: Ich fand das überhaupt nicht lustig! Keine Frau würde es lustig finden, wenn ein Mann in ihre Wohnung eindringt! Aber ich habe die Situation gut gemeistert.Nick: Das sagst du! Also ist das auch deine Lieblingsstelle?Dorotea: Natürlich nicht! Meine Lieblingsstelle kommt viel später und deshalb darf ich nichts darüber erzählen.Sabrina: Ich halte mich da raus…
Sabrina: In jeder Figur und in jedem Buch steckt „echte Sabrina“ drin, mal mehr, mal weniger. Hier ist es zum Beispiel Doroteas Mitgefühl, ihre Hilfsbereitschaft und Unternehmungslust und ihr Beruf. Sie ist nämlich Schriftstellerin. Nick hat meine Beharrlichkeit.Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?Dorotea: Sabrina mutet mir einiges zu, aber sie lässt mich nicht hängen. Sie testet gern aus, ist offen für neue Wege und hat immer ein stimmiges Ende im Blick.Nick: Ich würde sagen, sie ist okay.
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?Sabrina: Über den Titel habe ich zwar schon während des Schreibens Gedanken gemacht, hatte aber keine zündende Idee. Die kam erst beim Überarbeiten.Nick: Ich will es mal so sagen: sie hat endlich kapiert, welche Bedeutung das Drachenmal hat und es in den Titel aufgenommen.
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.Nick: Das Cover zeigt den Moment meiner Ankunft, also ja, ich bin sehr zufrieden damit.Dorotea: Das Cover fängt die Stimmung jener Nacht wunderbar ein; mir gefällt es auch.
Vielen Dank für das GesprächDorotea: Es gibt viele solcher Stellen, aber ich entscheide mich für diese da:In meiner Schulter verspürte ich plötzlich wieder dieses Ziehen, das mich in letzter Zeit öfter heimgesucht hatte. Es war wahrscheinlich der Stress rund um Ellas Tod, dann die Beerdigung und die Einsamkeit, die diese Verspannungen in Schultern und Nacken hervorgerufen hatten. Eigenartigerweise spürte ich dieses Ziehen aber nur in der linken Schulter. Verspannungen in nur einer Schulter? Ich nahm mir vor, sobald der Fremde fort war, würde ich meine Schulter und das Muttermal untersuchen. Vielleicht war es ja auch eine Entzündung oder so etwas. Doch das musste noch warten. Zuerst musste ich den Fremden loswerden.Kopf hoch, sprach ich mir selbst Mut zu. Du schaffst das!Nick: Das ist ja ziemlich nett, aber ich bevorzuge diese hier:„Ich suche jemanden. Vielleicht kennst du sie. Sie heißt Ella.“Mir klappte die Kinnlade herunter. Rasch stellte ich die Teetasse ab, so sehr zitterten meine Hände. Ella? Der Typ fragte nach Ella? Tausend Fragen schossen durch meinen Kopf. Wer ist der Kerl? Kripo? Verdeckter Ermittler? Geheimdienst? Mafia? Und vor allem: was konnte Ella getan haben, um die Aufmerksamkeit solcher Typen auf sich zu ziehen?




