Dienstag, 13. Oktober 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Das vierte Feld von Marin T. Kael



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Arin und seinem Autor, um mit ihnen über das Buch „Das vierte Feld“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Arin: Ich habe mir die Stunde bei Meister Cale erbeten. Er hat gefragt, wofür. Ich habe gesagt: für eine Abschrift.
Marin: Gelogen hat er damit nicht einmal.
Da ich gerade lange mit deinem Autor gesprochen habe: Stellst du dich meinen Lesern vor, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Arin: Ich bin Arin, Schreiberlehrling im Schreiberhaus von Varin. Das Haus hat mich als Waise aufgenommen und mir das Lesen, das Schreiben und das Verstehen beigebracht. Ich kopiere Edikte. Setzen dürfen wir Schreiber sie nicht.
Marin: Er sagt das so, als wäre es eine Kleinigkeit.
Arin: Es ist eine Regel.
Marin: Eben.
Beschreibt uns euer Buch in möglichst wenig Sätzen.
Arin: In Varin wird wahr, was mit drei Siegeln besiegelt ist: Krone, Zahnrad und Waage. Ich habe im Hof des Salzspeichers ein viertes Wachs gesehen. Grau. Darüber spricht man bei uns nur leise.
Marin: Es ist die Geschichte einer Stadt, die ihrer eigenen Ordnung nicht mehr trauen kann, und eines Lehrlings, der zu genau hinsieht.
Arin: Man kann nicht zu genau hinsehen.
Marin (lächelt): Genau das ist dein Problem.
Glaubst du, es macht dem Autor mehr Spaß, dich durch leichte, einfache oder durch schwierige, düstere Situationen zu führen? Hat er dich richtig eingeschätzt?
Arin: Leichte Wege hat er mir wenige gelassen. Am ersten Tag vergisst eine Treppe ihr Gewicht, und ich stehe davor mit einer Laterne in der Hand.
Marin: Du hättest umkehren können.
Arin: Das hast du selbst hingeschrieben: „Er hätte umkehren sollen.“ Und dann hast du mich weitergehen lassen.
Marin: Die schwierigen Wege reizen mich mehr, das stimmt. Mich interessiert, wie jemand Widersprüche aushält. In Varin kämpfen alle irgendwie für das Gute, nur jeder für seines.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Arin: Die Schreibstube am frühen Morgen. Das Kratzen der Federn, der Geruch nach Staub und Tinte. Eine Heimat aus Linien und Buchstaben. Sogar Rerig gehört dazu, von dem man sagt, er schwitze Tinte.
Marin: Die eine Lieblingsstelle habe ich gar nicht. Was ich am liebsten mag, ist, dir beim Wachsen zuzusehen: wie du Verantwortung übernimmst, aktiver wirst und auch deine Fähigkeiten weiterentwickelst.
Arin: (räuspert sich) Das hättest du mir ruhig früher sagen können.
Was glaubst du, wie viel Marin steckt in dem Buch oder in dem einen oder anderen Charakter? Hat er alles gefunden, oder gibt es da noch etwas Verstecktes?
Arin: Er glaubt wie ich daran, dass man Dinge aufschreiben muss, damit andere wissen, was zu tun ist. Und er misstraut Unterschriften. Das hat er nicht von mir.
Marin: Das habe ich aus dem Beruf. Ich erlebe jeden Tag, was eine Unterschrift bewegen kann und wie Politik tatsächlich gemacht wird.
Arin: Und das Versteckte?
Marin: Wer genau liest, findet im Text Spuren, die weit über dieses Buch hinausweisen.
Arin: Das ist keine Antwort.
Marin: Doch. Nur keine vollständige.
Wie würdest du deinen Autor beschreiben?
Arin: Geduldig mit Sätzen, ungeduldig mit mir. Er sammelt Kleinigkeiten, tagelang, und sagt nichts. Und dann steht plötzlich ein ganzes Kapitel da. Sein Gesicht zeigt er nicht. In Varin würde man sagen: Er nennt keinen Namen.
Marin: Das sagt man in Varin über jemand anderen.
Arin (sieht kurz auf seine Hand): Ich weiß.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Arin: Mich hat niemand gefragt. Bei uns gibt es drei Felder. Mehr sage ich nicht.
Marin: Vieles in unserer Welt ist als Dreiklang gebaut, denk an die drei Gewalten im Staat. Mich hat die Frage gereizt, was wäre, wenn so ein scheinbar perfektes Gefüge nur eine Hülle ist und dahinter etwas Stärkeres liegt: das, was Menschen wirklich zusammenhält und begeistert. Liebe, Leidenschaft, Angst und Träume. Daraus ist eine Welt geworden, die geordnet ist und geradlinig verläuft, in der es aber gar nicht um Geradlinigkeit und Ordnung geht.
Arin: In der Schreibstube geht es sehr wohl um Ordnung.
Marin: Lies weiter.
Gefällt euch das Cover zu 100 Prozent, oder hättet ihr einen anderen Wunsch gehabt?
Marin: Ja, mir gefällt es genau so.
Arin: Die Burg kenne ich. Das Siegel darunter sieht anders aus als die, die ich kopiere.
Marin: Das ist dir also aufgefallen.
Arin: Mir fällt so etwas immer auf.
Was ist jeweils euer Lieblingszitat aus dem Buch?
Arin: „Arin mochte keine Wörter, die man nur flüstern durfte.“ Das stimmt immer noch.
Marin: „Wer glaubt, er trüge einen Hammer, merkt oft zu spät, dass der Hammer ihn trägt.“
Arin: Das hat Meister Cale zu mir gesagt.
Marin: Und du hast nicht zugehört.
Arin (steht auf): Ich muss zurück. Die Abschrift wartet.
Danke für das Gespräch.

[Autoreninterview] Marin T. Kael



Autoreninterview
Marin T. Kael

Natürlich möchte ich als Erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Erst einmal ganz herzlichen Dank, dass ich bei Deinem Autorentag dabei sein darf, ich freue mich riesig! Ich bin Marin T. Kael, und ja, das ist ein Pseudonym. Wenn ich nicht schreibe, arbeite ich im internationalen Management eines Konzerns. Dort erlebe ich jeden Tag, welche Macht Unterschriften, Verträge und Politik haben. Irgendwann hat mich das nicht mehr losgelassen, und so ist Varin entstanden. „Das vierte Feld“ ist mein erster Roman, und es fühlt sich immer noch ein bisschen unwirklich an, dass es ihn jetzt wirklich gibt.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Über eine Frage, die mich jahrelang begleitet hat: Was wäre, wenn nur die Rechtschaffenheit zählte, also das, was wirklich gut ist für die Welt, und wenn man das sogar messen könnte? Diese Frage ist mit mir gereist, durch viele Länder. Zur Geschichte wurde sie in Prag. Ich war in der Oper, bin durch die Stadt gelaufen und habe in den Cafés gesessen, in denen schon Einstein saß. Und dort dachte ich: Schreib es doch einfach auf! Bau eine Welt, in der genau diese Fragen gelten, und schau, wohin die Reise führt. Ab da habe ich mich immer tiefer hineingedacht.
Welche Bücher sind bis jetzt von dir erschienen? Könntest du sie uns in maximal fünf Sätzen beschreiben?
Bisher eines, mein Debüt „Das vierte Feld“, erschienen am 8. Oktober 2026. Es spielt in Varin, einer Stadt, in der Edikte die Wirklichkeit verändern, sobald Krone, Zünfte und Kasse sie besiegelt haben. Diese Ordnung bekommt Risse: Treppen vergessen ihr Gewicht, Stimmen hallen ohne Mund. Der Schreiberlehrling Arin findet ein Siegel aus grauem Wachs, das es eigentlich nur im Märchen geben sollte. Von da an steht er zwischen einer Königin, die um jedes Wort ringt, und Leuten, die ihre ganz eigenen Spiele spielen.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, und zwar an mehreren gleichzeitig! Ich arbeite an Band 2 und Band 3 und zugleich am ersten Band der Gegenseite, also des Gegenspielers und seiner Partei, die man in Band 1 kennenlernt. Sie bekommen eine ganz eigene Sicht auf die Geschehnisse. Darauf freue ich mich besonders, denn wer dranbleibt, wird die Perspektiven aller Seiten zu lesen bekommen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Reisen! Ich bin viel unterwegs, durch ganze Länder und über die Jahre auch über Kontinente. Am liebsten laufe ich einfach durch eine fremde Stadt, setze mich in ein Café und schaue zu. Und wenn es eine Oper gibt, gehe ich hin.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautor, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese sehr gern anspruchsvolle, literarische Fantasy, also große Geschichten, die Sprache und Ideen ernst nehmen. Robin Hobb liebe ich für die Tiefe ihrer Figuren, Steven Erikson für die schiere Größe seiner Welt, Guy Gavriel Kay und Ursula K. Le Guin für ihre Sprache.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Zeigen kann ich ihn leider nicht, denn einen festen Platz habe ich gar nicht. Die meisten Einfälle kommen mir unterwegs: im Zug, im Flugzeug oder im Auto, wenn ich die Gedanken durch fremde Gegenden schweifen lasse. Mein Arbeitsplatz ist also eher ein Notizzettel als ein Schreibtisch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Schreibtage gibt es bei mir ehrlich gesagt nicht. Es sind immer Kleinigkeiten: etwas, das mir auffällt, das mich bewegt oder begeistert, oder an das ich einfach denken muss. Das sammle ich. Und wenn genug beisammen ist, setze ich alles zusammen. Der Rest des Tages gehört dem Beruf.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen ganz klar anspruchsvolle, literarische Fantasy. Für das, was ich schreibe, habe ich mir einen eigenen Namen ausgedacht: Edikt-Fantasy. Das ist Fantasy, in der Bürokratie Magie und Magie Bürokratie ist. Klingt trocken, ist es aber nicht :)
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Fürs Leben, und bitte mit einem Augenzwinkern lesen: „Wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich ein Fenster.“ Das ist mein ironisches, leicht sarkastisches Lieblingszitat ;) Aus dem Buch: „So war es seit Jahrhunderten: geschriebenes Wort, das die Welt zwang.“ Darum geht es mir im Kern: was Worte anrichten können, im Guten wie im Schlechten.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ein Lieblingsland habe ich tatsächlich nicht. Jedes Land hat seine eigenen Stärken und Schwächen, seine Kultur und seine Eigenheiten, und genau das mag ich. Mein Lieblingsland ist deshalb immer das nächste, das ich noch nicht kenne ;)
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Ich habe es bei diesem Buch ausprobiert, und zwar gründlich. Über vierzig Beta-Leserinnen und Beta-Leser haben eine frühere Fassung gelesen, ich habe über 20 Fragebögen und viele sehr detaillierte Rückmeldungen bekommen. Von „genial, I love it“ bis zum glatten Verriss war wirklich alles dabei. Das hat zu einem sehr umfassenden Umbau geführt, deshalb ist das Buch auch erst am 8. Oktober erschienen und nicht wie geplant am 22. September. Ohne diese Rückmeldungen wäre es heute ein anderes Buch und ganz sicher kein besseres. Dafür bin ich wirklich von Herzen dankbar! Die offenen Fäden und die Dichte habe ich trotzdem gelassen, die sind gewollt.
Warum hast du dich entschieden, Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Aus drei Gründen. Mir fehlt schlicht die Zeit für viele Abstimmungsrunden. Ich möchte schreiben, was mich umtreibt, was mich ausmacht und was mich berührt. Und ich möchte die volle Kontrolle über meine Werke und Ideen behalten. Dafür ist Selfpublishing wie gemacht.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ja, sehr gern! Jeder Mensch bringt beim Lesen seine eigenen Werte und Vorstellungen mit, und deshalb liest sich ein Buch für jeden anders. Genau das ist mir wichtig. Meine Figuren sind bewusst wenig beschrieben, ohne Größe, Haarfarbe oder Hautfarbe. Wie Arin, Lira und Tessa aussehen, bestimmt Ihr. Nehmt Euch ruhig Zeit für die Bilder im Text. Und wer nach dem Lesen mit Fragen zurückbleibt, liest es so, wie ich es gemeint habe. Schreibt mir gern, auf wessen Seite Ihr gestanden habt, das interessiert mich wirklich!

Montag, 12. Oktober 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Der fliegende Köter von Tina Ariam


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Carl und Aeryn aus „Der fliegende Köter“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Aeryn: Geht’s endlich los?
Carl: Es freut mich.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Carl: Mein Name ist Carl Lindbergh, ich bin Musher und fliege gelegentlichen Rennen im Himmel über Dublin. Kommt vorbei, wenn ihr in der Gegend seid. Es sind wirklich spektakuläre Rennen.
Aeryn: Ich bin Aeryn Lindbergh und ich werde die beste Musherin, die Baile Átha Cliath je gesehen hat.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Carl: Eigentlich geht es nicht um Aeryn und mich. Eigentlich erzählt das Buch von einem Köter, der unsere beiden Leben unbeschreiblich bereichert hat.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Aeryn: Manchmal. Ich meine, die Sache im Zug war wirklich unnötig.
Carl: Ich denke nicht, dass es ihr Spaß macht und es ist einfach, der Autorin die Schuld zu geben. Manchmal sind es die Umstände. Manchmal wir selbst.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Carl: Aeryns ersten Flug.
Aeryn: Mein erster Flug mit dem grauen Riesen!
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Carl: Da ich weiß, dass die liebe Autorin Höhenangst hat, wahrscheinlich nicht so viel. Aber sie kann manchmal so stürmisch sein, wie Aeryn.
Aeryn: Hey!
Carl: Das ist etwas Gutes, Aeryn. Wirklich.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Carl: Sie könnte durchaus ein wenig mehr aus sicher herauskommen und selbstbewusster sein. Aber manchmal liegt in ihrer Ruhe auch ihre Kraft.
Aeryn: Sie hat ein Gefühl für gute Rennen und für Tiere, die eine Geschichte brauchen.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Aeryn: Der Titel kommt von mir! Das ist mein Schlitten. Er heißt so. „Der fliegende Köter.“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Aeryn: Ich liebe es. Auf dem Cover ist der Köter, dem die Geschichte gehört.
Carl: Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
„Da war der Wind, der durch sein Fell strich, und die wohlige Kälte um seine Schnauze. Da waren das schwere Geschirr und das vertraute Gewicht der mechanischen Flügel an seinem Rücken sowie eine sanfte Stimme hinter ihm, die laut und herzhaft lachte. Das 32. Lupusrennen hatte begonnen.“
Danke für das Gespräch
Carl: Gerne. Es hat auch mich sehr gefreut!
Aeryn: Beim nächsten Rennen wettet auf mich, denn ich werde gewinnen!

Sonntag, 11. Oktober 2026

[Wusstest du schon] County Surrey aus Der Tote unterm Tannenbaum von Charlotte Candlewood



Wusstest du schon, dass ...

... Surrey eine Grafschaft (County) im Süden Englands ist?

... Surrey an Hampshire, Greater London, East und West Sussex grenzt?

... Surrey in etwa eine Million Einwohner hat.

... früher, die Hauptstadt der Grafschaft Guildford mit der University of Surrey war?

... sich seit 2020 der Verwaltungssitz in Reigate befindet, da sich der bisherige Verwaltungssitz in Kingston upton Thames befand, ein Bereich, der seit 1965 nicht mehr in der Grafschaft liegt, sondern in Greater London?

... Surrey im Grünen Gürtel liegt, allerdings der Boden eher sandig ist und landwirtschaftlich wenig bis gar nicht genutzt werden kann, weshalb Surrey viele Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten bietet.

... die Gegend mit ihren Garten- und Parkanlagen ins European Garden Heritage Network eingebunden ist?

... Surrey die Heimat vieler Prominenter wie Phil Collins, Eric Clapton, Ringo Starr oder auch Liz Hurley ist?

...1974 der Flughafen London-Gatwick und das umliegende Land West Sussex zugeordnet wurde?

[Autoreninterview] Charlotte Candlewood


Autoreninterview
Charlotte Candlewood

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ganz herzlichen Dank, dass ich bei dem Autorentag dabei sein darf. Ich liebe Bücher, Yoga und das Geräusch von Regentropfen, die auf Bananenblätter prasseln. Mein Herz gehört meinen beiden Töchtern, meinem Sohn, meinem Mann und meiner kleinen Fellnase. Aber auch jedem, der mir mit Freundlichkeit begegnet, schlägt es freudig entgegen. Wäre ich ein Tier, dann wahrscheinlich eine Küstenseeschwalbe – immer auf der Suche nach Sommer und Licht und in verschiedenen Teilen der Welt zuhause. Allerdings ernähre ich mich nicht von kleinen Meerestieren, sondern vegetarisch.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Wie die Jungfrau zum Kinde. Ich arbeitete in einer internationalen Werbeagentur und plante vom Bereich Konzept und Kundenberatung zum Texten zu wechseln. Um sprachlich noch sattelfester zu werden, absolvierte ich das Fernstudium „Das Lyrische Schreiben“. Nur zum Spaß nahm ich anschließend an Gedichtwettbewerben teil. Doch die Texte wucherten wie Bambus und so wurden aus Gedichten zunächst Kurzgeschichten und schließlich Romane.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Als Charlotte Charonne schreibe ich Bücher mit starken Frauen und scharfen Kanten. So beschäftigen sich meine Psychothriller mit empfindlichen Themen wie Kindesmissbrauch, Kindestötung und Mobbing. Der Urban Fantasy Roman Drachenkönigin, inspiriert durch meine Jahre in China, zeigt mit Schattenkindern ebenfalls ein kantiges Thema. Der Roman Hinter dem Lächeln basiert auf wahren Begebenheiten, die mir während meines Lebens in Thailand begegnet sind, und behandelt die harten Themen Menschenhandel und Prostitution. Alle Bücher, inklusive Cosy Krimi ohne kantige Charaktere und Themen, verbindet ein bildhafter Schreibstil: Kino auf Papier.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Als Charlotte Candlewood plotte ich gerade den zweiten Cosy Krimi.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen, Lesen, Yoga und Reisen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Meine Lieblingsautorin wird wohl immer Astrid Lindgren bleiben. Jetzt greife ich zwar selten zu ihren Werken, aber meine Kinder und ich sind mit ihren Geschichten groß geworden. Meine Töchter tragen Namen ihrer Charaktere. Bei meinem Hund stand eine Figur von Erich Kästner Pate. Das verrät einen weiteren Lieblingsautor.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Da mein Kopf schrecklich voll und lärmend ist, brauche ich beim Schreiben Ordnung und Stille. Ein leerer, weißer (Schreib)Tisch passt perfekt. Gern mit einer Tasse Kaffee mit Hafermilch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Mein Tag startet mit Yoga, um Ruhe und innere Balance zu finden. Nützt nix.
Wird trotzdem chaotisch.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ein Lieblingsgenre habe ich tatsächlich nicht. Ich lese und schreibe sehr breit gefächert. Was ich sicherlich nie schreiben werde, sind z. B. Dark Romance und Science Fiction.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„In a world where you can be anything, be kind“ und „Man sieht sich immer zweimal im Leben.“
Ein Zitat, das meine Arbeit beschreibt, habe ich spontan nicht, aber eine Erfahrung, die mich das Leben gelehrt hat: „Man kann viel über Menschen lernen, wenn man ihnen nicht gibt, was sie haben wollen.“ (Artemis, Psychothriller)
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Thailand. Dort habe ich fast 10 Jahre lang mit meiner Familie gelebt. Was ich besonders schätze, sind die Freundlichkeit und Gelassenheit vieler Menschen, die Kultur, das Klima, die Küche und die üppige Natur. Vor allem aber die Vertrautheit. Nach 10 Jahren ist es nicht mehr nur ein exotisches Land, sondern ein Ort voller Erinnerungen und persönlicher Geschichten.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Konstruktive Kritik nehme ich ernst, reflektiere sie und versuche daraus zu lernen. Kritik nur um der Kritik willen, um die eigene vermeintliche Expertise unter Beweis zu stellen oder andere zu verletzen, brauche ich nicht.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
In einem Verlag arbeiten viele schlaue Köpfe, die sich oft seit Jahrzehnten mit Büchern und dem Buchmarkt beschäftigen. Dort steckt also ein unglaubliches Know-how, von dem Autor:innen profitieren können, wenn sie gewillt sind, Ratschläge anzunehmen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lesen, lesen, lesen! Und dabei auch über den Tellerrand schauen und in neue Genres eintauchen. Bücher bieten uns die Möglichkeit, Orte zu sehen, die wir nie bereisen werden, und Menschen zu verstehen, denen wir in unserem wirklichen Leben nie begegnen würden.
Und ganz wichtig: Herzlichen Dank für deine Aufmerksamkeit!

Samstag, 10. Oktober 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Die Legende der drei Welten von Jana Kußowski


 
Buchvorstellung einmal anders


Nach dem Autoreninterview drückt mir Jana ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Die Legende der drei Welten“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist sie weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da kommt die Autorin wieder in den Raum und setzt sich zu uns.

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Jana: „Ja gerne. Ich befürchte nämlich das mein Buch sonst spoilert.“
Buch: „So etwas würde ich niemals tun!...Zumindest nicht absichtlich.“
Jana: Und deswegen bin ich hier.“
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Buch: „Hallo, schön dich kennenzulernen.“
Jana: „Hi. ☺️“
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Buch: Liebe Menschen, Elfen, Zwerge, Goblins, Kobolde, Trolle…“
Jana: „Du musst nicht jede Spezies ansprechen.“
Buch: „Okay… Da mir geraten wurde, nicht zu viel zu spoilern, kann ich nur so viel sagen: In mir schlummern traumatisierte Seelen, die trotz ihrer Verbindung zwei völlig unterschiedliche Wege gehen. Zwei Wesen, die lernen müssen, wie gefährlich es ist, irgendeine Form von Schwäche zu zeigen. In meinem Herzen ist eine Finsternis, die meine Protagonisten zu verschlingen droht… Ein wenig tun sie mir ja schon leid. Aber keine Sorge, es gibt auch Lichtblicke. Die Frage ist, ob Elena und Konrad sie als solche erkennen werden.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genau so?
Buch: „Ich glaube das ist Stimmungsabhängig. Manchmal fallen ihr die düsteren Szenen erschreckend leicht und manchmal ist es genau andersherum. Wobei ich da eine Tendenz zur Finsternis hin verspüre.“
Jana: „Ja, da stimme ich zu.“
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet? 
Buch: „Meine Lieblingsstelle ist der Moment, als Elena mit Ray und Timur in der Dämonenwelt auf dem Weg zu einem Ort sind, den ich hier nicht nennen darf und Ray, ein Lied über einen Seemann singt, der sich im Ehestreit mit einem Seehund befindet. Ich meine, stell dir das Mal vor: Du bist in einer Welt unterwegs, in der dich alles Lebendige fressen will und euer Begleiter grölt ein Lied über einen Seemann der sich mit einem Seehund streitet!“
Jana: „Meine Lieblingsstelle würde leider zu viel spoilern.
Weißt du wie viel Jana tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Buch: „Ich würde sagen, in Konrad steckt ein wenig Jana. Auch ihm fällt es manchmal schwer im richtigen Moment Kontra zu geben. Einige Themen, die Jana früher einmal beschäftigten, als sie meine Vorgängervision schrieb, stecken zum Teil noch in mir.
Jana: “Ja, da hat das Buch recht. Besonders mit dem Kontra geben.”
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Konrad: „Ich habe manchmal das Gefühl, sie lässt mich absichtlich von einer Gefahr in die nächste rennen. Ich bin ihr deswegen nicht böse, aber…“
Elena: „Du bist zu gutmütig! Sie ist eine Sadistin! Mehr nicht!“
Konrad: „Jetzt übertreibst du aber. Jana ist…“
„Verdammt Genial!“, mischt sich Ray ein. „Sie ist detailverliebt und weiß guten Humor zu schätzen und setzt ihn in perfekten Prisen ein, ohne dass die Szenen an Ernsthaftigkeit verlieren.“
Antagonist (Sein Name wäre ein Spoiler): „Also mir und meinen Untertanen macht sie zu viele Schwierigkeiten. Sie könnte ruhig noch etwas grausamer sein.“
Elena: „Dich hat niemand gefragt!“
Buch: „Leute, wir können jetzt hier keine Diskussion darüber starten, ob Jana zu grausam oder nicht grausam genug ist!“
Jana: „Ähm, sollen wir einfach mit der nächsten Frage weitermachen?“
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Buch: „Der Arbeitstitel war einfach nur: „Der Fluch des Magiers“, aber das war dann im Laufe der Fertigstellung nicht mehr passend. Daher haben wir uns dann für die „Legende der drei Welten“ entschieden.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Jana/Buch: „Wir sind beide zufrieden. :)“
Zum Abschluss würde mich noch euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Jana: „Das wird nichts an der Vergangenheit verändern. Nur dich wird es verändern“
Buch: Mein Lieblingszitat ist folgendes: „Von der Angehörigen einer Spezies, die sich gegenseitig versklavt und umbringt, finde ich deine Verallgemeinerung von Dämonen sehr anmaßend.“
Obwohl es selbst in Autorenkreisen nicht üblich ist, dass das Buch antwortet, bedanke ich mich bei dem Buch: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«

Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir und das tolle Interview.«
Buch: „Oh ja, das hat Spaß gemacht! Andere Menschen bekommen immer so schnell angst, wenn Bücher plötzlich anfangen zu reden.“
Jana: „Mich hat es auch gefreut. ☺️“

[Autoreninterview] Jana Kußowski


Autoreninterview
Jana Kußowski

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hi.☺️ Ich bin Jana, bin 31 Jahre alt und lebe mit meinem Mann in Wuppertal.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich war schon als Kind sehr verträumt und außerdem eine Leseratte. Irgendwann habe ich angefangen, mir meine eigenen Geschichten auszudenken und aufzuschreiben. Als ich elf Jahre alt war, gab es an unserer Schule eine Schreibwerkstatt, wo ich entschieden habe, dass ich vom Bücherschreiben leben möchte. Das war auch ungefähr der Zeitraum, in dem ich angefangen habe, mein erstes Buch zu schreiben. Es ist der Grundstein von meiner Reihe „Die Legende der drei Welten“.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Im Dezember 2025 ist mein Debüt „Die Dynastie der Unsterblichen“ erschienen. Ein dystopischer Thriller, in dem es um unsterbliche Menschen geht, die zum einen versuchen, das Geheimnis ihrer Unsterblichkeit zu lüften und zum anderen verhindern wollen, dass die normalsterblichen Menschen von ihrer Existenz erfahren. Das Ganze wird jedoch erschwert, als eine Gruppierung von Unsterblichen Anschläge verübt, um zu verhindern, dass die Menschen die Erde weiter zerstören und irgendwann unbewohnbar machen.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich arbeite momentan am zweiten Band.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wenn ich nicht am Schreiben bin, treffe ich mich gerne mit Freunden. Schaue aber auch gerne Animes oder lese selbst.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Da sind einige Bücher, die mir gefallen. Zum Beispiel „Dugeon crawler Carl“ von Matt Dinniman. Aber einen expliziten Lieblingsautor habe ich bisher noch nicht.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Mein Arbeitsplatz ist eher unspektakulär. Meistens sitze ich zum Schreiben auf dem Sofa. Manchmal gehe ich auch gerne raus in ein Café und schreibe dort. Oder wenn ich länger mit dem Zug fahre, dann schreibe ich dort.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich stehe recht früh auf, mache Sport und dann Haushalt. Es ist bei mir recht unterschiedlich, wann ich gerade in den Schreibfokus komme, dass kann morgens oder abends sein. Da ich momentan arbeitssuchend bin, ist es bei mir unter der Woche recht ruhig und ich konzentriere mich auf das Schreiben.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Die Genres beim Lesen gehen bei mir echt weit auseinander. Ich lese gerne Dystopien, aber auch Komödien oder Thriller.
Beim Schreiben ist es Fantasy und Horror.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Am besten hat mir bisher Japan gefallen. Mir gefällt die Mentalität der Menschen dort und die Kultur. Außerdem schmeckt mir japanisches essen gut. Japan ist aber auch bisher das einzige Land außerhalb von Europa, in dem ich war. Es gibt noch sehr viele Länder, die ich gerne besuchen würde.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich würde sagen, dass ich Kritikfähig bin. Durch konstruktive Kritik kann ich an mir arbeiten und mich verbessern.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Mein Debüt hatte ich damals an einige Verlage geschickt, aber es kam nie eine Zu- oder Absage. Außerdem bin ich ohne Verlag unabhängiger und muss mich nicht nach dem Verlag richten.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Denkt nicht zu viel über die Vergangenheit oder die Zukunft nach, sondern lebt eurer Leben so, dass ihr es am Ende nicht bereut. Ich habe durch meinen Hauptberuf einige Senioren kennengelernt, die es bereut haben, nicht mehr aus ihrem Leben gemacht zu haben.