
Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Mara und Niels aus „The Club“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.
Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten. Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal fünf Sätzen.Mara: Ich bin Mara. Ich studiere Tanz und stehe kurz vor meinem Abschluss. Weil Träume leider keine Miete zahlen, nehme ich einen ungewöhnlich gut bezahlten Job als Hostess in einem elitären Männerclub an. Eigentlich wollte ich nur Geld verdienen. Stattdessen gerate ich in eine Welt, die mein ganzes Leben auf den Kopf stellt.Niels: Niels Freiherr von Arnsberg. Jurist, Investor und Mitglied des Clubs. Ich schätze gute Manieren, kluge Menschen und elegante Abende. Manche halten mich für arrogant. Ich bevorzuge den Begriff anspruchsvoll.
Glaubt ihr, macht es dem Autorinnenduo Spaß, euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?Mara: The Club beginnt mit einem Job, den ich niemals hätte annehmen sollen. Hinter der perfekten Fassade eines exklusiven Berliner Eliteclubs verbergen sich Machtspiele, Geheimnisse und Menschen, die nie ganz die Wahrheit sagen. Je tiefer ich hineingerate, desto schwieriger wird es, Realität und Inszenierung auseinanderzuhalten. Und irgendwann weiß ich nicht mehr, wem ich überhaupt noch vertrauen kann.Niels: Es geht um Versuchung. Die meisten Menschen glauben, sie wären immun dagegen. Bis sie ihr begegnen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?Mara: Leider ja. Ich habe irgendwann aufgehört zu glauben, dass sie es gut mit mir meinen. Immer wenn ich denke, jetzt wird alles besser, kommt die nächste Katastrophe.Niels: Absolut. Aber ich beschwere mich nicht. Ohne Chaos wäre ich nur ein ziemlich langweiliger reicher Mann.
Was glaubt ihr, wie viel von eurem Autorinnenduo steckt im Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?Mara: Tatsächlich gleich am Anfang. Beim Tanzen kann ich alles um mich herum vergessen. Dieser Satz beschreibt mich wahrscheinlich besser als jede Charakterbeschreibung:Niels: Unser erster gemeinsamer Tanz. Nicht weil er romantisch ist. Sondern weil dort ein Spiel beginnt, dessen Regeln nur einer von uns kennt.
Wie würdet ihr euer Autorinnenduo beschreiben?Mara: Zum Glück nicht allzu viel in Niels.Niels: Frech.Mara: Ich glaube, sie haben viele eigene Gedanken, Ängste und Sehnsüchte auf verschiedene Figuren verteilt. Deshalb fühlt sich niemand komplett schwarz oder weiß an.Niels: Bis auf mich natürlich. Ich bin makellos.Mara: Das sehen wahrscheinlich nur du und dein Spiegel so.
Wisst ihr, wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?Mara: Kreativ. Ein bisschen chaotisch. Und sie diskutieren gefühlt stundenlang darüber, welchen Satz wir sagen dürfen.Niels: Sie überschätzen Maras Fähigkeit, vernünftige Entscheidungen zu treffen. Und sie unterschätzen regelmäßig meinen Charme.
Gefällt euch das Cover zu 100 % oder hättet ihr noch andere Wünsche oder Vorstellungen gehabt?Niels: Mitspracherecht? Das ist niedlich.Mara: Der Club stand von Anfang an im Mittelpunkt. Aber über Untertitel und Feinheiten wurde lange diskutiert. Uns hat allerdings niemand gefragt. Wahrscheinlich aus gutem Grund.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?Mara: Mir gefällt, dass das Cover diese elegante, geheimnisvolle Stimmung einfängt. Genau so fühlt sich der Club an, wenn man zum ersten Mal durch seine Türen tritt. Und der Mann ist natürlich ein absolutes Verkaufsargument.Niels (lacht abfällig): Als ob. Ich hätte es besser gefunden, wenn ich auf dem Cover wäre.Mara: Dein Ego hätte da gar nicht drauf gepasst, also wirklich.
Danke für das GesprächMara: „Ich will wütend und verletzlich sein, nicht perfekt. Ich will tanzen, als würde ich gleich zerbrechen – und genau darin ganz werden.“Niels :„Manchmal ist der einzige Weg, zu spüren, dass man lebt, ein Risiko einzugehen.“
Mara: Danke, dass ihr uns zugehört habt.Niels: Und denkt daran: Nicht jeder Bösewicht erkennt sich selbst als Bösewicht.



