Freitag, 13. Februar 2026

[Schnipseltime] The one with fire - Lubbock Firefighters Spin-off 3 von Laura Lee Johnes und Holly O'Rilley


 

„Guten Morgen. Kann ich irgendwie behilflich sein?“, hakte ich nach, als die stupsnasige Frau in Arbeitskleidung im Raum stand. Die hatte zunächst Raphael und seinen Marc verblüfft angestarrt, bevor ihr Blick auf mir hängen blieb.

„Äääähm.“ Ihr Mund mit den vollen, sinnlichen Lippen stand offen, das offenbar lange schwarze Haar hatte sie zu einem dieser Knoten gebunden, die ich so schrecklich fand, und die dunklen Augen wirkten fast schwarz. Wow! Was für ein krasser Gegensatz zu der Nachtschwester, die den Inbegriff eines Hausdrachen erfüllte.

Endlich löste sie sich aus ihrer Starre und blickte kurz auf die Unterlagen in ihrer Hand. „Guten Morgen. Ich bin Ana, Ihre Physiotherapeutin. Wer von Ihnen ist Mr. Turner und wer Mr. Lloyd?“

„Ich bin Mr. Lloyd, oder gerne auch Caleb. Ich vermute mal, wir werden uns jetzt häufiger sehen.“
„Ich vermute mal, nicht ganz so häufig wie Mr. Turner mich sehen wird. Er muss wohl ein bisschen länger bleiben.“ Sie blickte kurz zu meinem Bettnachbarn, der inzwischen den endlos scheinenden Begrüßungskuss mit seinem Liebsten beendet hatte.

„Raphael bitte. Ich wünsche ebenfalls einen guten Morgen.“

„Vielleicht könntest du mit Caleb beginnen?“, bat Marc mit einem Lächeln, das sogar ich als Hetero nur mit umwerfend bezeichnen konnte. „Ich habe die Erlaubnis von Raphaels Ärztin, dass ich gewisse Dinge in der Pflege meines Partners übernehmen darf. Da ich nachher gleich zum Job muss …“

„Ah, verstehe“, kam es von der hübschen Ana. Sie schaute mich an. „Dann sollten wir beide in der Zeit mal einen kleinen Spaziergang über den Flur machen.“

Ich spürte, wie mir die Röte ins Gesicht schoss. „Ähm, wenn du mir dafür wenigstens zunächst eine Hose aus dem Schrank geben könntest?“ Nach dem ersten Schreck, mich schwer verletzt und bewusstlos auf der Rinderweide zu finden, hatten sich Granny, Mom und Dad zum Glück schnell gefasst. Besonders die Frauen hatten mich gestern mit allem versorgt, was ich die nächsten Tage hier benötigen würde.

„Da ich bisher außer um die Toilette zu benutzen nur liegen sollte und das Pflegepersonal das luftige Kittelchen dafür viel praktischer fand, habe ich auf sonstige Kleidung verzichtet. Dass ich bereits Physiotherapie bekommen sollte, hat man wohl vergessen, mir mitzuteilen“, gab ich auf ihren verdutzten Blick zurück und zuckte mit der Schulter. „Der linke Schrank, mittleres Fach glaube ich.“

Die süße intensive Röte, die sich nun auf ihren Wangen zeigte, machte sie umso reizvoller für mich. Viel zu reizvoll dafür, dass ich eigentlich gerade die Schnauze voll hatte von Frauen. Verschämt reichte sie mir die Shorts, bevor sie sich taktvoll abwandte. Mit einer Hand wurschtelte ich die Decke von mir herunter und setzte mich mithilfe des Galgens am Bett so hin, dass ich die Beine über die Kante baumeln lassen konnte. Als ich versuchte, mit beiden Füßen in die Hose zu schlüpfen, kam ich jedoch an meine Grenzen und stieß ein unwilliges Grummeln aus.

„Kannst du eine helfende Hand gebrauchen?“ Marc erhob sich schmunzelnd von der Bettkante seines Partners und kam lässig zu mir geschlendert. Ich schwöre, hätte er keine Shorts getragen, hätte ich niemals bemerkt, dass er an einem Unterschenkel eine Prothese trug, so selbstverständlich bewegte er sich damit. Hut ab, dass er damit sogar als stellvertretender Fire Captain ganz normal seinen Dienst schob.

„Gerne, danke dir.“

 

 

[Buchvorstellung einmal anders] The one with fire - Lubbock Firefighters Spin-Off 3 von Laura Lee Johnes und Holly O'Rilley


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Caleb und Ana aus „The one with fire“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorinnen zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Caleb: Wir haben dir zu danken, liebe Claudia!
Ana: Ich kann es immer noch nicht glauben, wirklich hier zu sitzen. Vielen Dank, dass ich so etwas mal erleben darf.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Caleb: Die Dame zuerst.
Ana: Hallo, mein Name ist Ana Reyes. Ich bin Physiotherapeutin und komme nur deshalb mit meiner Freundin nach Lubbock, weil mein Onkel hier lebt.
Caleb: Ich bin Caleb Lloyd, gebürtiger Lubbocker und wollte nach meiner Zeit auf dem College in Montana eigentlich dort noch eine Weile als Firefighter meinen Dienst tun.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Ana: In diesem Spin-off finden wir beide zusammen, und werden künftig in der Serie hier und da mal vorbeischauen. Caleb wird Aushilfs-Firefighter bei Station Twenty, wobei ich ihn und seinen künftigen Captain Raphael nach einem Unfall buchstäblich wieder auf die Beine bringe.
Caleb: Ana flüchtet vor ihrem Stalker, während ich Knall auf Fall auf der elterlichen Ranch einspringen muss, dort jedoch einen Unfall erleide. Unserer Liebe auf den ersten Blick muss jedoch Amor ein wenig auf die Sprünge helfen.
Glaubt ihr, macht es den Autorinnen Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Ana: Offenbar schon, man muss nur mal sehen, was sie mir zumuten, um Norfolk zu verlassen. Dabei habe ich mich dort zum ersten Mal wirklich zuhause gefühlt! Und dann diese aufdringliche Klothilde! Grauenhaft, sag ich dir.
Caleb: Ich sage euch nur, lest das Buch! Mich haben sie erstmal fast zu Brei verarbeitet, um mich in die Nähe von Lauras Liebling Raphael zu lassen. Oder dieser lüsterne Cop, der immer bei ihm auftaucht …
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Ana: Den ersten Kuss von Caleb!
Caleb: Ich würde ja gerne sagen, unsere erste gemeinsame Nacht, aber die wird ja rüde unterbrochen. Klothilde hat echt keinen Sinn für Romantik!
Was glaubt ihr, wie viel von euren Autorinnen steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Ana: Ich gerate ja nach Hollys Physiotherapeutin. Wir sollen uns besonders in Punkto Temperament sehr ähnlich sein.
Caleb: Ehrlich, ich habe keine Ahnung. Vielleicht Lauras Firefighter-Tick? Oder Hollys Hang zu Pferden?
Wie würdet ihr eure Autorinnen beschreiben?
Ana: Laura ist ja eine, die ihre Charaktere gern in brenzlige Situationen schickt, und ich weiß bei heute nicht, wer von beiden auf die Idee mit Klothilde kam.
Caleb: Ich glaube, Holly ist eher eine sanfte, verträumte Seele, die jedoch sehr rabiat werden kann. Mein Unfall soll ihre Idee gewesen sein, wird gemunkelt.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Ana: Der Titel wurde an meinem Temperament ausgerichtet. Ich weiß nicht, ob ich das als Kompliment auffassen soll.
Caleb: Der wurde von den Autorinnen irgendwann im Schreibprozess so ausdiskutiert, und ich denke, der passt fantastisch.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Caleb: Also, da es eine schöne Momentaufnahme zwischen und ist, bin ich 100% einverstanden.
Ana: Da ich zumindest nicht ganz oben ohne drauf bin, ist es für mich so gut, wie es ist.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Ana: „Verpiss dich einfach aus meinem Leben, du Arsch!“ Das ist natürlich nicht auf Caleb bezogen, aber in dem Moment der Aussage für mich der erste Schritt in die richtige Richtung, meinem Leben eine völlig neue Wendung zu geben.
Caleb: „Äääähm.“ Das war das Erste, was Ana über die Lippen kam, als sie mich gesehen hat. *lacht
Danke für das Gespräch
Caleb: Wir haben zu danken, Claudia.
Ana: Es war sehr schön, hier bei dir zu sein und über unser Buch zusprechen. Wann hat man diese Gelegenheit als Hauptperson schon einmal? Sonst kommen ja eher die Autorinnen und Autoren zum Zug.

Donnerstag, 12. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Hexenkunst & Herzgeflüster - The Tricky Love Potion von Diana S. B. Schneider


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Artemis und Jinny aus „Hexenkunst & Herzgeflüster – The Tricky Love Potion“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Artemis:
Wenn Jinny dabei ist, traue ich mich fast alles.
Jinny:
Fast? Ich nehme das als Fortschritt.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Artemis:
Hexe, neugierig, chaotisch – und gerade dabei herauszufinden, wo ich hingehöre.
Jinny:
Beste Freundin, moralischer Kompass und gelegentlich die Stimme der Vernunft. Jemand muss den Überblick behalten. Allerdings gerate auch ich manchmal in einen Sturm.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Artemis:
Es beginnt mit Neugier.
Jinny:
Und endet damit, dass nichts mehr so einfach ist.
Artemis:
Magie, Gefühle und Entscheidungen geraten außer Kontrolle.
Jinny:
Freundschaft hält das Chaos zusammen.
Beide:
Und Liebe mischt alles noch einmal neu.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Jinny:
Definitiv.
Artemis:
Ich glaube, sie nennt das „Charakterentwicklung“.
Jinny:
Ich nenne es Nervenkitzel für Leser:innen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Artemis:
Definitiv als mir mein Chef Amethystas Grimoire zeigt. Und noch eine, aber die dürft ihr gerne selbst erraten.
Jinny:
Die Szenen, in denen Freundschaft wichtiger ist als jede Regel.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Artemis:
In meiner Liebe zu Büchern und in meinen Versuchen jedem immer alles Recht machen zu wollen.
Jinny:
Und in meiner Loyalität. Sie glaubt an Menschen – auch wenn sie Fehler machen.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Artemis:
Ehrlich.
Jinny:
Feinfühlig.
Beide:
Und mutig genug, ihren Figuren nichts zu ersparen.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Artemis:
Leider ja.
Jinny:
Er ist erschreckend treffend.
Artemis:
Und hätte mir viel Ärger erspart, wäre er weniger genau gewesen.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Jinny:
Ja.
Artemis:
Es trifft den Inhalt und den Titel genau.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Artemis:
„Ich war keine Hekate, keine Lilith – aber ich schrieb meine eigene Geschichte.“
Jinny:
„Liebe ist das größte Mysterium. Selbst für Hexen.“
Danke für das Gespräch
Beide:
Danke – und pass auf dich auf.

Mittwoch, 11. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] The Servitóros von Fiona Ash


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Fiona Ash, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „The Servitóros“ von Fiona Ash. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊 Doch da klettern noch drei Protagonisten aus dem Buch und setzt sich zu uns.

Wer seid ihr denn? Wollt ihr euch den Besuchern des Blogs vorstellen?
Alex: Nun, ich würde sagen, wir sind die Hauptcharaktere des Buches. Allen voran natürlich Soti, aber auch Morpheus, ohne die Sot und ich wohl niemals ein Paar geworden wären.
Morpheus: ja, ich bin eigentlich die wichtigste „Person“ in dieser Geschichte. Auch wenn ich eine Katze bin … wobei es das vielleicht noch besser macht. Soti war so lieb und hat mich bei sich aufgenommen und gefüttert. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie schwierig es ist, sich als Straßenkatze durchzuschlagen …
Soti: Ja und wegen dir, wurde mir beinahe gekündigt …
Morpheus: Mau?
Alex: Vielleicht sollten wir anders anfangen: Also mein Name ist Alexander Lloyd und ich bin Gast im Gianna Resort auf Rhodos gewesen, in dem Soti als Kellner gearbeitet hat. Wie mir durch die Blume vermittelt wurde … war ich wohl ein dezent anstrengender Gast …
Soti flüsternd: Du warst der Schlimmste … ähm ja. Also ich bin Sotirios Angelakis, aber bitte nennt mich Soti und ich bin der titelgebende Servitóros – also Kellner – in der Geschichte.
Morpheus: Und ich bin getigert und flauschig.
Herzlich Willkommen, Soti, Alex und Morpheus. Wollen wir das Interview nun zu fünft machen?
Ja klar, gerne.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Alex: Das war gar nicht so einfach, wir haben bis auf Miss Morpheus immer viel zu tun.
Morpheus: Ich hab auch viel zu tun … Rumliegen, Fressen, Stretching, Rumliegen …

Soti, Alex und Morpheus haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?

Mh … ich bin auf jeden Fall ein Sommervibebuch. Ich spiele auf dem sonnigen Rhodos in einer ultra exklusiven Hotelanlage, in der sich ein reicher Schnösel von Gast in den Kellner verliebt. Was natürlich einige Probleme mit sich bringt. Zumal der schnöselige Gast auch noch ein Geheimnis hat, welches die Gesamtsituation noch verschlimmert.
Alex: Irgendwie gefällt es mir nicht, wie häufig in diesem Zusammenhang das Wort „schnöselig“ fällt ..
Und zudem zeige ich euch die schönsten Ecken von Rhodos. Allesamt selbst besucht und erprobt.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Morpheus: Also meine Lieblingsstelle in dem ganzen Buch ist-
Soti: Psst Morpheus, nicht spoilern. Du verrätst das Ende, wenn du das jetzt sagst.
Morpheus: Mau … Mist.
Alex: Also meine Lieblingsstelle im Buch ist die, wo Soti und ich die Stadt Lindos besuchen. Allein das Urlaubsfeeling, die weiße Stadt, Sonne … hach ja. Dahin sehne ich mich bei dem jetzigen Mistwetter definitiv zurück.
Soti: Ja Lindos war … schön.
Alex: 😉
Wisst ihr wie viel Fiona tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Habt ihr dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmt ihr dem Buch zu?
Soti: Also meine Tollpatschigkeit hab ich definitiv von ihr … über Dinge stolpern, Sachen umwerfen, Taschen auf dem Boden übersehen …
Morpheus: Ich sehe aus wie ihre Katze Tommy. Und benehme mich auch so. Kein Wunder, dass sie mich so sehr mag.
Alex: Ich glaube ich ähnele ihr am wenigsten … aber sie hat eine Vorliebe für Großbritannien, wahrscheinlich mag sie mich deswegen so sehr. Mein britischer Charme ist eben auch unübertroffen
Soti: seufzt
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Soti: Grausam … verdammt grausam. Sie sieht ihre Charaktere definitiv gerne leiden. Ich zumindest habe so unfassbar gelitten in dieser Geschichte …
Morpehus: Sie ist auf jeden Fall ein Katzenfan. Also mir erging es in der Geschichte echt prima.
Alex: Und sie scheint eine Vorliebe für Briten zu haben … ich wurde ja schon bald rot, wie sie mich beschrieben hat.
Soti: irgendwie habe ich den Eindruck, dass sie vor allem ihre Hauptcharaktere gerne ins offene Messer laufen lässt …
Alex: Aber es wurde doch am Ende alles gut. Sie mag eben doch happy endings. 😉
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Alex: Wir waren alle der Meinung, dass Soti als Hauptcharakter auch den Titel des Buches verdient hat. Aber da er so schüchtern ist, wollte er seinen Namen nicht auf dem Cover stehen haben. Daher ist es die Berufsbezeichnung geworden.
Soti: Wir haben sehr viele englischsprachige Gäste, so wie Alex. Wenn sie mich rufen, setzten sie gerne ein „the“ vor das Servitóros. Das fanden wir ganz passend.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Morpheus: Ich finde, ich hätte da definitiv noch irgendwo drauf gesollt … ich sehe einfach nur weich und flauschig aus 😉
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Alex: Oooh ja, das wäre-
Soti: Sag es nicht, das ist ja sowas von peinlich ...
Alex: Wieso? Entspricht nur der Wahrheit. Aber gut, dann nehmen wir ein weniger verfängliches Zitat. „Ich bin nicht aus Zucker. Du darfst mich ruhig anfassen, Soti.“
Soti: Auch nicht viel besser …
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz dem Buch und den beiden Charakteren »Danke, für eure Geduld und Antworten« zuzuflüstern.

Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

[Autoreninterview] Fiona Ash


Autoreninterview
Fiona Ash

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Mein Name ist Fiona Ash, ich schreibe unter diesem Pseudonym Gay Romance Romane und unter meinem Klarnamen Selina Schuster historische Romane. Ich lebe im schönen NRW mit meinem Mann und zwei Katzen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich glaube so ganz klassisch – schon immer sehr fantasievoll gewesen und schon früh gerne Geschichten erdacht. Richtig los mit dem Schreiben ging es während meines Germanistikstudiums.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
„The Servitóros“ Gay Romance auf Rhodos - beim Cherry Verlag, jetzt als Re-Release bei deadsoft
„Nights like Stars – (k)ein One-Night-Stand mit dem Boss“ – Gay Romance in Finnland, beim Cherry Verlag, bald auch als Re-Release bei deadsoft. Ein abgebrannter Fotograf bekommt die Möglichkeit einen Job im Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi anzutreten. Der Haken: sein neuer Boss, der ihn begleitet, ist sein letzter One-Night-Stand, der ihm seit ihrer gemeinsamen Nacht nicht mehr aus dem Kopf geht
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja ich habe eine sehr extensive Gay Romance fertig, für die ich derzeit einen Verlag oder eine Agentur suche. Eine Neuinterpretation von „My fair Lady“ als Gay Romance spielend im winterlichen St. Petersburg
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Tatsächlich schreiben, das frisst schon sehr viel meiner Freizeit auf. Ansonsten mache ich gerne Yoga.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich habe einen ziemlichen Narren an den Klassikern gefressen – die kann ich auch immer wieder lesen. Ganz vorne weg wären da Jane Austen und Edgar Allan Poe.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Mein Arbeitsplatz … ist sagen wir mal multifunktional. Ich arbeite ausschließlich mit dem Laptop auf meiner Couch. Ich besitze zwar einen Schreibtisch aber nutze ihn nie. Zum Schreiben sitze ich meist mit Decke auf der Couch, vor mir auf dem Tisch eine Tasse Kaffee und neben mir die Katzen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ein ganz normaler Tag beginnt bei mir in der Schule, da ich Lehrerin bin. Nachmittags komme ich nach Hause, bereite Unterricht vor oder nach, koche, beschmuse die Katzen und gen Abend, wenn mein Mann von der Arbeit zurück ist, und wir gegessen haben, schreibe ich ein, zwei Stündchen auf der Couch. Also ziemlich langweilig.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Mein liebstes Genre beim Schreiben ist tatsächlich Gay Romance – die schleicht sich auch in die Romane, die nicht dezidiert unter diesem Label laufen, wie meine historischen Romane oder derzeit die Urban Fantasy an der ich schreibe.
Beim Lesen tatsächlich nicht zwingend Gay Romance – obwohl die auch ganz vorne mit dabei ist. Ich lese gerne Gothic Literatur und düstere Klassiker.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
You can never be overdressed or overeducated – Oscar Wilde.
Uff ein Zitat aus den Büchern zu wählen ist schwer. Ich würde da tatsächlich eines aus Absinthe nehmen: „Ich bin ein niemals enden wollender Quell an Ideen.“
Ich glaube, das trifft ganz gut auf meine schriftstellerische Arbeit zu. Es hört nie auf mit den Ideen. 😉
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ganz eindeutig: Finnland. Weil ich die Leute und die Landschaft liebe, es gerne kalt mag und in meinen Ohren auf Finnisch einfach alles sexy klingt 😉
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich bin Lehrerin, wir sind glaube ich deutlich besser darin, Kritik zu geben, als selbst welche zu bekommen. Aber nach mittlerweile diversen Lektoraten, bin ich definitiv in der Lage Kritik anzunehmen und Dinge umzuschreiben oder auszubessern, sodass die Geschichte besser wird.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Aus recht pragmatischen Gründen. Ich hätte weder die Zeit noch das Know-how mich um Buchsatz, Covergestaltung etc. selbst zu kümmern. Also müsste ich Menschen, die es können, dafür bezahlen. Von Lektoraten ganz zu schweigen. Das wäre mir zu viel Aufwand und auch schlichtweg zu teuer. Und bei einem Verlag: Selbst, wenn ich kein einziges Buch verkaufen würde, würde ich nicht selbst auf den Kosten sitzenbleiben.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Wenn euch etwas Freude bereitet: tut es. 😊

Dienstag, 10. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Jenseits der Erinnerung von Gabriel Schütz


 
Buchvorstellung einmal anders


Nach dem Autoreninterview drückt mir Gabriel seinen Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch des Autors „Jenseits der Erinnerung“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist er weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben dem Autor am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da klettert jemand aus dem Buch und setzt sich zu uns.

Wer bist du denn? Willst du dich den Besuchern des Blogs vorstellen?
Wer ich bin? An dieser tiefgründigen Frage haben sich schon einige Therapeuten die Zähne ausgebissen. Aber man nennt mich Mike ... oder Michael Lauterbach. Ich lebe seit kurzem wieder in der „Family Villa“, obwohl ich lieber aus einem anderen Anlass zurückgekehrt wäre…
Herzlich Willkommen, Mike. Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Besser du erfährst alles direkt von mir als vom Autor, diesem Schütz. Der war ja nicht einmal dabei.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Mike: Gerne jetzt wo du mich aus dem Buch beschworen hast wie einen Flaschengeist, habe ich jedenfalls Zeit.
Das Buch: Kein Problem, ich habe Zeit. Habe heute nichts vor, außer hier herumzuliegen und darauf zu warten, aufgeschlagen zu werden.
Mike haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Das Buch: Ich bin ein literarischer Krimi für alle, die ein wenig psychologische Tiefe schätzen, Geschichten über familiäre Abgründe spannend finden und/oder dunkle Spuren der Vergangenheit faszinieren. Ich halte mich auch für ein außergewöhnliches Buch, das versucht nicht „more of the same“ zu sein.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit dem Autor zusammenarbeiten musst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Protagonist genau so?
Das Buch: Einfache und schöne Situationen hat Gabriel immer ganz schnell geschrieben. Die Textstellen düsterer Szenen hat er oft überarbeitet – ich denke, dass er dazu immer wieder nachrecherchiert hat und es noch authentischer machen wollte. Da hat er auch viel an den Formulierungen gefeilt, ich denke er wollte die richtige Atmosphäre schaffen und die Leserin oder den Leser so richtig in die Szene hinein entführen.
Mike: Ja es geht drunter und drüber. Der Schütz hat so richtig Freude daran, uns durch melancholische und schwierige Zeiten zu führen. Lustige und schöne Momente gönnt er uns aber auch ganz gern. Er mag es, wenn es „menschelt“. Mit den Konflikten tut er sich vielleicht manchmal schwerer, aber auch da lässt er Richard und mich ja aneinander krachen und wieder zu uns finden. Wir sind halt sture Kerle, und wie wir so ungefähr ticken versteht er schon ganz gut.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Das Buch: Ich finde die Szene, in der Richard in die Villa Lauterbach einbricht, um einen Traum auszulösen, extrem spannend. Und dann gibt es einige Szenen, die mich sehr berühren, zum Beispiel der Prolog oder die Szene, in die Sonja Richard alleine im Haus zurücklässt.
Mike: Als ich mit Richard vor dem Spiegel stehe, und mir langsam dämmert, wer er für mich ist.
Wisst ihr wie viel Gabriel tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Mike (lacht): In mir steckt jedenfalls nichts von ihm denke ich. Aber in Richard vielleicht…
Das Buch: Naja so richtig ohne autobiographische Elemente kommt ein Text ja nie aus. Von Gabriel und auch von Menschen aus seinem Umfeld oder seiner Vergangenheit. Nicht nur in Charakteren sondern auch in Szenen oder Dialogen kommt immer wieder einmal etwas vor, dass er meines Wissens auch tatsächlich erlebt hat. Selbst in so kleinen Details wie der Rettung der Kröte stecken Erinnerungen von ihm.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller den Autor beschreiben?
Das Buch: Ein nachdenklicher Autor, der mich schon sehr methodisch geschrieben hat. Zuerst hat er ein Konzept, dann ein Grundgerüst erstellt, dass er dann Stück für Stück mit Leben erfüllt hat. Dabei konnte er sich bei manchen Kapitel stundenlang in Recherchen verlieren, um daraus dann ein- oder zwei Sätze weiter zu schreiben. Bei anderen Szenen ging es Ruck- Zuck. Auch die Botschaften sind ihm wichtig: Zum Beispiel das Motiv – da geht es nicht einfach um Eifersucht, Rache oder Geld. Und eine gewisse Komplexität mag er auch gerne – wie man an der Sache mit dem Proust-Effekt und den Träumen sieht.
Mike: Ich denke, er ist ein Autor der besonderen Wert auf die Entwicklung der Charaktere legt. Auch bei mir - aber vor allem bei Richard. Da geht es ihm darum, dass der Richard endlich ein paar Dinge kapiert und in die Gänge kommt. Um herauszufinden, was mit unserem Vater passiert ist, und damit er das mit Sonja wieder richtet. Es wäre ja ewig schade, ich meine: Nicht viele haben, was die beiden miteinander verbindet. Das ist ihm denke ich alles noch wichtiger, als die eigentliche Handlung des Romans.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Das Buch: Gabriel hatte schon ein paar Arbeitstitel davor und irgendwann hat er sich auf Englisch „Beyond Memory“ notiert. Nachdem Richard eben über seine bewussten Erinnerungen hinaus einen Weg findet, Bruchstücke vergessener Erinnerungen auszugraben. Manche davon stammen aus Erzählungen von anderen Menschen, sind also gewissermaßen „Erinnerungen an Erinnerungen“ von Alwin, Franz und Richards Vater. Insofern geht es „über Erinnerungen hinaus“ daher „Jenseits der Erinnerung“. Dazu enthält es noch das „Diesseits/Jenseits“-Wortspiel, weil ja einige der Erinnerungen von verstorbenen Personen sind.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Wir finden das Cover sehr gelungen! Es ist ungewöhnlich, ein Blickfang und hat einen starken Konnex zum Buch: Die Mosaikstücke haben eine Verbindung zur Handlung (Richard muss die Mosaiksteine der Erinnerungen zusammensetzen) und zum Holzthema (wie Richard als Tischler die Welt wahrnimmt, er erkennt jeden Werkstoff, jede Holzart – was sich ja auch in den Kapitelüberschriften widerspiegelt, die jeweils ein wichtige Holzart des Kapitels aufgreifen). Die Rückseite wirkt sehr professionell. Also wir finden das Cover toll!
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Das Buch: Meines kommt gleich zu Beginn, in Franz Seniors Feldpostbrief, den er an seine Frau Maria schreibt: „Ich entkomme nur in Träume, von meinem Platz in deinen Armen, umklammert und frei.“
Mike: Meines kommt erst gegen Ende, es verbirgt denke ich auch eine zentrale Botschaft des Romans. Der alte Sepp Egger belehrt damit Richard, sinngemäß sagt er: „Von der Leidensfähigkeit des Menschen, habt ihr Jungen keine Ahnung. Die einen ertragen schon mehr, als du dir jemals vorstellen kannst, und noch mehr Elend halten sie stand. Bei anderen setzt jedes kleine Kratzen am Ego eine kurze Lunte in Brand.“
Nun betritt der Autor wieder das Zimmer und blickt mich ungläubig an. Scheinbar ist es selbst in Autorenkreisen nicht üblich, dass das Buch und sein Hauptcharakter antworten. Leise flüstere ich den beiden noch zu: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«

Dann wende ich mich dem Autor zu. »Alle meine Fragen sind beantwortet, ich danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir.«

[Autoreninterview] Gabriel Schütz


Autoreninterview
Gabriel Schütz

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorzustellen?
Ich hatte immer schon vielfältige Interessen: Naturwissenschaften, Kulturen, Wirtschaft, Politik und vieles mehr – mit einem besonderen Fokus auf Menschen und Beziehungen. Literatur vereint all das für mich, weil sie die Dinge verbindet, reflektiert und in spannende Geschichten verpackt. Ich bin durch Zufall auf die Idee gekommen, das Schreiben etwas professioneller anzugehen. Seitdem habe ich vor allem in Literaturzeitschriften veröffentlicht und – für Kurzgeschichten und Lyrik – auch einige Preise gewonnen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Mir ist vor über zehn Jahren eine Pointe eingefallen. Aus der Pointe wurde eine Kurzgeschichte. Ich habe mich dann gefragt, was ich damit anfangen soll und die Geschichte bei einer Literaturzeitschrift eingereicht. Sie wurde gleich angenommen - mit dem Feedback, dass sie der Redaktion am allerbesten gefallen habe. Das hat mich sehr motiviert, weiter zu schreiben und so wurde aus der Kurzgeschichte nach und nach eine kleine literarische Karriere.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
"Jenseits der Erinnerung" ist mein Debüt.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich habe ein Konzept für einen Thriller ausgearbeitet. Daneben gibt es auch eine gewisse Nachfrage nach einer Fortsetzung von „Jenseits der Erinnerung“, was mich natürlich sehr freut. Wie lange das dauert hängt aber davon ab, wieviel Freizeit ich dafür aufbringen kann, weil natürlich Beruf und Privatleben vorgehen und dann erst das Schreiben kommt.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Reisen und Freunde/Menschen treffen, Sport betreiben, über interessante Dinge recherchieren, wobei ich bei all dem auch Inspiration finde - und dann natürlich schreiben. Lesen gehört auch dazu, in letzter Zeit vermehrt auch Hörbücher, weil das – z.B. beim Autofahren – praktisch ist.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Was neuere AutorInnen betrifft: Von Schirach, Zeh, Fitzek, Wolf Haas, … Generell lese ich leider sicher weniger als ich gern würde und auch als ich sollte, um meine eigenen Schreibfähigkeiten weiter auszubauen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
In einem Sitzsack im Garten, der unter einem riesigen Nussbaum baumelt.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
An einem ganz normalen Tag wird wenig geschrieben. Geschrieben wird am Wochenende, oder manchmal spät abends, wenn alle schlafen, alles erledigt ist und ich mich ohne gedankliche Ablenkung auf einen Text konzentrieren kann.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich habe kein Lieblingsgenre. Ein Text muss berühren. Texte, die mich berühren, schaffen Intimität mit Charakteren, sind originell und anspruchsvoll. Letzteres kann auf ganz verschiedene Art verwirklicht werden. Im Idealfall beinhalten sie auch lehrreiche Informationen, so dass man am Ende des Buches mehr über die Welt weiß, als zuvor. Über eine Epoche, einen Kulturkreis oder eine Subkultur, einen Beruf, etwas Technisches, die Tierwelt … es braucht nicht viel, um meine Neugierde zu wecken. Nur zu trivial darf es nicht sein.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ich mag Zitate, Sprüche und Redewendungen generell sehr gerne. Ein Spruch, der mit besonders gut gefällt, ist „Die Dosis macht das Gift“. Wir tendieren ja generell oft dazu, Eindrücke rasch zu werten und sie dabei erst einmal in gut und schlecht einzuteilen. Ich finde es als alternative Perspektive sehr spannend, das wirklich alles in einer gewissen Dosis „gut“ oder zumindest „ok“ ist und auch „gute Dinge“ in einer Überdosis „giftig“ sein können – selbst wenn das beides auch nicht immer stimmt.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich bin schon sehr heimatverbunden und insofern kann ich Österreich getrost als mein Lieblingsland bezeichnen. Aber es gefällt mir an vielen Orten auf der Welt.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich bin es auch beruflich gewohnt, stetig zu verbessern und dabei Feedback zu geben und zu bekommen. Ich verstehe zwar, dass Kritik in der Kunst für manche ein sensibles Thema ist – für mich aber überhaupt nicht. Ich freue mich immer, wenn sich jemand mit meinen Texten auseinandersetzt und mir sagt, was er/sie daran gut findet und was nicht. Ich möchte ja mit meinen Texten die LeserInnen berühren – und wie soll ich mich dabei verbessern, wenn ich keine Rückmeldung dazu erhalte?
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich habe das Manuskript einigen – vor allem großen – Verlagen geschickt und bis auf ein paar anerkennende Worte wenig zurück bekommen. Da ich ohnehin bereits eine tolle Lektorin hatte, war der Weg zum fertigen Buch im Eigenverlag nicht weit. Ich sehe auch einige Vorteile des Self Publishings (man hat alles selbst unter Kontrolle, der Markzugang ist vor allem Online mittlerweile sehr einfach usw.). Man muss aber sagen, dass sowohl für einen Verlag als auch im Self Publishing ein literarischer Kriminalroman von einem neuen Autor kommerziell schwer darzustellen ist. Das ist schon in breitenwirksameren Genres, wie beispielsweise klassischen Thrillern, und auch bei bekannteren Autoren mit „Stammleserschaft“, schwer. Insofern habe ich auch nicht erwartet, dass sich ein größerer Verlag für ein Romandebüt darauf einlässt und dann recht bald an Self Publishing gedacht.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Falls ihr den Februar mit meinem Roman starten möchtet, freue ich mich natürlich sehr. Lasst euch gerne darauf ein: es ist kein klassischer „Whodunit“-Krimi sondern eben ein literarischer Kriminalroman, der viele kleine Geheimnisse in sich birgt. Wenn ihr Fragen dazu habt, freue ich mich auch, wenn ihr mir einfach direkt schreibt – auf lovelybooks gibt es außerdem eine recht aktive Leserunde dazu.