Freitag, 3. April 2026

[Schnipseltime] Alpenfunkeln - Scarlett und Marian von Holly O'Rilley


 

Boah, ich sollte mir wirklich mal angewöhnen, mir aufzuschreiben, was ich benötigte. Erst an der Kasse war mir eingefallen, dass ich Luftpolsterfolie zum Einwickeln der Skulptur brauchte. Jetzt konnte ich wieder in die hinterste Ecke des Geschäfts stiefeln!

Gerade als ich meinen Einkaufswagen in den richtigen Gang schieben wollte, fuhr ich eine mir entgegenkommende Person damit an. Wobei die einige Kartons so blöde trug, dass sie nicht mal sehen konnte, wo sie hin latschte.

„Können Sie nicht aufpassen?“, fauchte mich in dem Moment eine weibliche Stimme an, während sie damit haderte, die Kartons festzuhalten.

„Das sagen Sie mir? Sie haben …“ Ups! Rasch unterbrach ich meine rüde Antwort, als die Kartons fielen und ich die Person erkannte. War wohl besser, meine neue Vermieterin nicht mit dem Ausdruck anzumaulen, den ich gerade auf der Zunge liegen hatte. Dabei war ich eigentlich nicht so ein Arsch, der jeden anpampte. Nur gerade durch die aktuellen Umstände völlig genervt.

„Oh! Sie sind es“, kam es da aus ihrem kleinen, herzförmigen Mund. Es klang wie eine genervte Mischung aus ‚der schon wieder‘ und ‚ich will hier weg‘. Mit großen Augen schaute sie mich an, als warte sie auf etwas.
„Sorry, war keine Absicht“, entschuldigte ich mich für das Missgeschick, wofür ich mich nicht einmal verantwortlich sah. Dabei ging ich um den Einkaufswagen herum und half ihr, die inzwischen in die Knie gegangen war, die Kartons aufzuheben. Umzugskartons. Ich hielt inne und zog eine Augenbraue hoch.

„Ich muss mit dem Packen anfangen“, beantwortete sie meine unausgesprochene Frage.

Für einen Moment hielt ich die Luft an, um dann geschockt zu fragen: „Packen? Werden Sie den Hof etwa verkaufen?“

 

[Buchvorstellung einmal anders] Alpenfunkeln - Scarlett & Marian von Holly O'Rilley


 
Buchvorstellung einmal anders


Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Holly O‘Rilley, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Alpenfunkeln – Scarlett & Marian“ von Holly O‘Rilley. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Hallo Claudia! Schön, dass ich als Buch mal irgendwo zu Wort kommen darf und solche nicht nur in mir trage.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Nun, in mir finden du und deine Follower ein bisschen Alpenfunkeln und viel Natur. Einfach mal eine ruhige Story, ohne künstlich aufgebauschtes Drama oder unrealistische Szenarien. Eine sanfte Story zum Abtauchen, ein bisschen (Mit-)Träumen und um darin zu verweilen.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ich weiß, dass Holly es generell lieber ruhig, friedlich und freundlich angeht. Drama, Streitigkeiten, Missgunst und all das Böse gibt es bereits viel zu viel in der Welt. Aber leider ist das Leben nun mal Leben, oder wie ihr Menschen oft sagt, kein Ponyhof. Daher gibt es auch schwere Zeiten, durch die sie ihre Charaktere zwangsweise schickt.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
> Langsam ließ ich mich auf das Fußende des Bettes sinken. Dann öffnete ich meine Tasche und entnahm ihr den Schlafanzug, den Plüsch-Goofy meines Jüngsten, den er mir mitgegeben hatte und den Kulturbeutel, mit dem ich ins Badezimmer ging.<
Holly ist ein großer Goofy-Fan, hier darf er als Plüschi mit dabei sein.
Weißt du wie viel Holly tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Oh, ganz viel! Sie mag die Natur, Tiere und ich weiß, so einen Hof wie ihn Scarlett erbt zu führen, wäre ihr Traum. Ich denke, sie ist ähnlich kreativ wie Scarletts Freundin Stine, was die sich bietenden Möglichkeiten auf einem Bauernhof ausmacht.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Marian: Ich würde auch gerne mal zu Wort kommen. Ich weiß, Holly IST kreativ, sie mag es, Ideen umzusetzen, besonders im kunsthandwerklichen Bereich. Leider hat sie dazu aktuell die passenden Möglichkeiten nicht.
Scarlett: Sie lässt mich ihren Traum leben, schätzt Harmonie und Zusammenhalt sehr. Ebenso zieht sie sich jedoch auch gerne einmal zurück, genießt Ruhe und Alleinsein. Außerdem kocht sie gerne. Bei all dem kommt das in ihr brodelnde hitzige Temperament zur benötigten Ruhe.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Er wurde dem ersten Band, dem Alpenzauber angepasst. Im Prinzip vermitteln beide ein Stück Inhalt ebenso wie das, was vermittelt werden soll.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Bin ich. Es passt einfach sehr gut zum Inhalt, worauf Holly viel Wert legt und sagt mehr aus, als ein bunter Hintergrund ohne jegliche Motive.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren. 
>Er umarmte und küsste mich. Dann ließen wir unsere Blicke gemeinsam ins Tal schweifen. Unser Zuhause. Schöner konnte mein Leben nicht mehr werden.<
Dieses hier, weil es einfach einen wahnsinnig glücklichen Moment zeigt.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.

Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Donnerstag, 2. April 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Unleash your Dark Side von Bettina Helja

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten, um mit ihm über das Buch „Unleash Your Dark Side“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Gerne.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ich bin die, die dachte sie hätte alles im Griff - bis ich merkte , dass ich mir selbst nie wirklich begegnet bin
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Kein klassisches Dark Romance Buch. Sondern Poesie, die unter die Haut geht.
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Ja, definitiv. Um mich meinen Ängsten und meiner Dunkelheit zu stellen.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Vielleicht war er nie der Abgrund. Vielleicht war er nur das Licht, das ich im Dunklen gebraucht habe.
Was glaubst du, wie viel Bettina steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Sehr viel, wenn nicht sogar alles.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Sie hat zwei Seiten. Eine helle und eine dunkle, wobei die dunkle Seite dominiert. Sie hält zu ihrer Familie und Freunden. Und geht für ihre Liebsten durchs Feuer.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Der Titel entstand mittendrin und soll jeden rauf Hinweisen sich seiner dunklen Seite zu stellen. Für mich passt der Titel und ich hatte Mitspracherecht.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Ja, das Cover passt zum Inhalt des Buches.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Er war kein Abgrund. Er war mein Spiegel.
Danke für das Gespräch.
Ich habe zu danken für das aufschlussreiche Interview

[Autoreninterview] Bettina Helja


Autoreninterview
Bettina Helja

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Mein Name ist Bettina und komme aus dem sonnigen Burgenland in Österreich. Ich wohne alleine mit meinem Hund.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Den Drang dazu hatte ich schon immer! Im August 25 habe ich zum Bloggen begonnen und dann hab ich die Chance am Schopf gepackt und mich hingesetzt.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Es ist mein erstes Buch …. Unleash your Dark Side ist keine gewöhnliche Dark Romance. Es ist Poesie, die dorthin führt, wo Licht nicht reicht. Zwischen Kontrolle, Hingabe und inneren Abgrund entfaltet sich eine leise, intensive Spannung. Ein Fremder wird zum Spiegel der eigenen Dunkelheit. Und am Ende bleibt nicht Besitz- sondern Selbsterkenntnis
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, an einer Halloween Novelle
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Da fahre ich gerne mit meinen Autos herum oder bin in der Natur draußen. Verbringe viel Zeit alleine. Gehe gern ins Kino oder essen. Ich koche leidenschaftlich gerne und natürlich lese ich gerne und viel.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Das ist eine sehr spezielle Frage. Ich habe so einige Autoren , deren Bücher ich gerne lese. Aber im Moment ist es Penelope Douglas, weil ich ihren Schreibstil liebe.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Die meisten Ideen entstehen tatsächlich beim Autofahren oder beim Spazierengehen. Wenn ich Ruhe habe und für mich bin.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Meinen Tagesablauf gestalte ich spontan, weil ich zu Hause bin. Ich bin aus gesundheitlichen Gründen daheim, weil ich herztransplantiert bin.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Dark Romance , Mafia Romance und Dark Poetry.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Für alle Frauen, die glauben, sie müssten fallen oder knien, um gesehen zu werden- und die noch nicht wissen, dass ihre größte Macht im bewussten Entscheiden liegt.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich lebe gerne in Österreich, weil es viele Seen und Berge gibt. Wir haben ein so vielfältiges und schönes Land!
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ja, denn von Kritik wächst man. Es wird immer Leute geben, die einen kritisieren oder denen etwas nicht gefällt. Wichtig ist sich selbst treu zu bleiben.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Weil ich gerne selbst bestimmen möchte. Aber vielleicht werde ich es eines Tages machen, wer weiß wohin der Weg mich führt.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Es klingt so abgedroschen, aber glaubt an euch und an euer Ziel. Denn die Gedanken leiten deinen Weg.

Mittwoch, 1. April 2026

[Buchvorstellung einmal anders] The grey heart - zwischen Wahrheit und Pflicht von D. Snow

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Vincent Oralis und seiner Autorin, um mit ihnen über das Buch „The Grey Heart – Zwischen Wahrheit und Pflicht“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten. Da ich gerade lange mit deiner Autorin gesprochen habe, wäre es toll, wenn du dich meinen Lesern vorstellen würdest, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Mein Name ist Vincent Oralis, ich bin 24 Jahre alt und Angestellter im Haus der Raels. Ich würde sagen, ich habe eine sehr gute Beobachtungsgabe und einen großen Sinn für Gerechtigkeit und bin manchmal ein klein wenig unsicher. Aber ich arbeite daran!
Beschreibt uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Ich lebe im futuristischen Land Regalia, in dem Beziehungen nicht auf Liebe beruhen, sondern per genetischer Kompatibilität staatlich verordnet werden. Auf seiner Verlobungsfeier begegne ich dem Offizier Arden Kalis, für dessen Verlobte ich arbeite. Arden trägt eine schwere Last mit sich herum. Noch dazu wird ihm von außen sehr viel Druck auferlegt. Anfangs habe ich nur großen Respekt vor ihm – aber später wird daraus etwas, womit ich nie gerechnet hätte und was in Regalia streng verboten ist.
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen? Hat er dich richtig eingeschätzt?
Definitiv durch schwierige. D. Snow hat sich da einiges einfallen lassen, um mir und anderen das Leben schwer zu machen. Aber ich beschwere mich nicht, ich halte einiges aus.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Ohne zu spoilern? Puh, schwierig. Vielleicht die Stelle, an der Arden im Lazarett liegt, weil mir hier zum ersten Mal wirklich bewusst wird, dass er eine sehr verletzliche Seite an sich hat und wie viel er in seinem Leben schon ertragen musste.
Was glaubst du, wie viel D. Snow steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter? Hat er alles gefunden oder gibt es da noch etwas verstecktes?
Ich denke, in jedem Charakter steckt ein bisschen von ihr. In dem einen mehr, dem anderen weniger. In mir wahrscheinlich ihr Streben nach Gerechtigkeit und ihre eher ruhige Seite, in Arden der unerbittliche Kontrollfreak, der immer mal wieder durchkommt.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Sie ist sehr in sich gekehrt. Manche haben dadurch Schwierigkeiten, sie einzuschätzen. Aber sie ist ein sehr kreativer und freundlicher Mensch. Also einfach ansprechen, sie beißt wirklich nicht … 😉
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Ich glaube nicht, dass ich Mitspracherecht hatte xD „The Grey Heart“ war erstmal nur ein Arbeitstitel, der später noch verändert werden sollte, aber sie hat ihn als so passend empfunden, dass er blieb. Der Untertitel „Zwischen Wahrheit und Pflicht“ stellt den zentralen Konflikt des Romans dar.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Das Cover ist absolut super geworden. Anfangs hatten wir uns eigentlich gewünscht, dass man uns deutlicher erkennt und wir nicht nur Silhouetten sind – aber das ist in Ordnung.
Was ist jeweils euer Lieblingszitat aus dem Buch?
„Man sollte lieber etwas riskieren, als später zu bereuen, es nie versucht zu haben.“
Danke für das Gespräch.

[Autoreninterview] D. Snow


Autoreninterview
D. Snow

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon in meiner Kindheit extrem viel gelesen und mir eigene Geschichten ausgedacht. Mit 7 habe ich dann die erste Geschichte geschrieben und es folgten viele weitere – der Großteil davon wurde nie veröffentlicht.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bislang sind „Licianas Pakt“ erschienen, ein High-Fantasy-Roman mit Todesengeln. Dann noch die „ICH“-Reihe, eine düstere und philosophische Kurzgeschichtensammlung. Mit Isa Bella King habe ich den Thriller „Das Leben im Schatten“ geschrieben. Darüber hinaus diverse Märchen. „The Grey Heart“ ist die erste (veröffentlichte) Dystopie und MM-Romance von mir.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja. Es wird „The Grey Heart – The Aftermath” geben, eine Kurzgeschichte, die die Geschichte von Arden und Vincent nach den Geschehnissen beleuchtet. In dem Sequel „The Grey Heart – Sonnenaufgang über Lyxa“ sind Aurora und Coden die Hauptfiguren. Eventuell wird auch beides zusammengelegt, das weiß ich aktuell noch nicht. Darüber hinaus schreibe ich an einer High-Fantasy-Geschichte mit Drachen, die ebenfalls eine MM-Romance enthält.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich bin ein eher ruhiger Mensch. Ich höre gern Musik, lese, schaue Filme, zocke, bin in der Natur unterwegs. Außerdem fahre ich Motorrad.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Es gibt sehr viele gute Bücher. Da kann ich mich nicht festlegen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Das ist derzeit ganz einfach bei mir zuhause am Schreibtisch. Früher habe ich auch unterwegs geschrieben, das geht allerdings nicht mehr so wirklich – lenkt mich zu sehr ab.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Aktuell aufstehen und zur Arbeit gehen. Nach Hause kommen und Dinge nacharbeiten. Manchmal bleibt dann noch Zeit zum Schreiben, derzeit aber eher weniger.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Das variiert. Ich lese oftmals die Genres, in denen ich gerade schreibe. Beim Schreiben lege ich mich nicht fest, es kommt, wie es kommt. Mein Lieblingsgenre beim Lesen ist definitiv Fantasy in allen Variationen und seit einigen Jahren MM-Romance. Insgesamt kommt es aber auf die Geschichte an – die muss gut sein.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Lieblingszitat: Du hast immer drei Möglichkeiten, mit belastenden Situationen umzugehen: Love it, leave it or change it.
Aus “The Grey Heart” von Vincent: Nicht du passt nicht ins System, das System passt nicht zu dir.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich würde sehr gern mal nach Japan. Mich fasziniert einfach alles daran – die Kultur, das Denken, die Sprache.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Ich denke, es kommt darauf an, wie die Kritik geäußert wird. Wir sind Individuen und nicht jedem kann alles gefallen. Geschmack ist auch immer subjektiv. Konstruktive Kritik ist immer ein Weg zu wachsen und sich weiterzuentwickeln, gerade deshalb sind beispielsweise Testleser extrem wichtig.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Es gäbe sicher die Möglichkeit, einen Verlag zu finden und anfangs habe ich das auch versucht. Eventuell werde ich diesen Weg auch noch einschlagen. Aber eine Verlagssuche ist mit viel Geduld verbunden und wenn ich mein Buchbaby geschrieben habe, möchte ich nicht noch ein Jahr oder länger auf eine Veröffentlichung warten müssen. Außerdem legen Verlage einem gern ein Korsett an, in das ich mein Buch eher ungern pressen möchte.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Seid immer ihr selbst, auch wenn es schwerfällt. Ich habe lange genug versucht, mich für meine Umwelt zu verbiegen und gemerkt, wie sehr mir das schadet. Und wenn ihr Bücher lest, die euch gefallen – schreibt Rezensionen oder vergebt ein paar Sternchen xD Wir brauchen sie!

Dienstag, 31. März 2026

[Schnipseltime] Rebellin im Sturm von Simone Gütte

 

Die Glocke am Wachthaus im Oberland begleitete Gesas Schritte mit zehn Gongschlägen. Mit einer Talglampe in der Hand erreichte sie das kleine, steinerne Haus unweit des Hafens. Feuchter Holzgeruch schlug ihr entgegen, als sie die Tür öffnete. Gleich morgen würde sie die zugigen Fenster mit Stroh abdichten, damit sie im Winter nicht in der nassen Kälte frösteln musste. Die letzten Jahre hatte Hinnerk diese Arbeiten verrichtet.

Sie rubbelte sich die Oberarme warm. Ihr Wolltuch mochte sie nicht abnehmen, stattdessen legte sie den Kopf in den Nacken und sog tief die Luft ein. Ihr war, als hinge noch immer Hinnerks Tabak im Raum, den er nach getaner Arbeit so gern geraucht hatte.

Sie holte ein Ledertuch aus der Küchenanrichte und legte es vor sich auf den Tisch. Als sie es zurückschlug, kam ein hellbraunes Pergament zum Vorschein. Behutsam strich sie mit den Fingerspitzen darüber und faltete es auseinander. Sie rieb sich die Stirn. Es half ihr, die Tränen zurückzuhalten. Eine Landkarte zeichnete sich auf dem Untergrund ab. Hinnerk hatte sie gezeichnet. Die Davisstraße galt als die breiteste Meerenge der Welt. Sogar an der schmalsten Stelle war sie dreihundert Kilometer breit und insgesamt über sechshundertfünfzig Kilometer lang. Hinnerk hatte die Karte so genau wie möglich angefertigt. Im Westen hatte er Baffin Land eingezeichnet, ein Gebiet, das zu Kanada gehörte. Im Osten lag das Eisödland Grönland. Ein Kreis für die zweitgrößte Stadt Grönlands, Holsteinsborg, war eingefügt. Hier wollte die Mannschaft Proviant an Bord nehmen.

Hinnerk hatte ihr die Karte zum Abschied hinterlassen. Er habe andere, weitaus bessere Navigationsmittel, aber so könne sie ungefähr verfolgen, wo er sich gerade aufhielt. Wütend hatte sie das Pergament ins Regal der Anrichte geworfen.

Trotzige Gesa!

Sturer Zwieback!

Vorlaute Rebellin!

Landratte!

Alles war aus dem Ruder gelaufen. Worte fielen, die nicht hätten gesagt werden dürfen. Hinnerk war gegangen.

Nun stiegen ihr doch die Tränen in die Augen. Es war Heiligabend und keine Menschenseele, nicht einmal ihre Familie, konnte nachfühlen, wie es ihr ging.

Als die Dänen damals im August vor sechs Jahren Helgoland überfallen hatten, war es Hinnerk gewesen, der ihr Schutz geboten hatte. Tagelang hatten sich die Bewohner hinter den Klippen versteckt gehalten, nicht wissend, wie lange die Belagerung andauern würde. Mit Feuermörsern hatten die dänischen Besatzer die Übergabe des Eilands gefordert. Schließlich hatte der Helgoländer Kommandant kapituliert. Der Spuk war vorbei, die Dänen ließen die Waffen ruhen. Zügig und aus rein überlebenswichtigen Gründen hatten die Insulaner sich der dänischen Herrschaft gefügt und innerhalb weniger Monate ihr zerschossenes Land instand gesetzt. Vielleicht wegen der Eile wirkten die Bauten krumm und schief. Eines ließ sich jedoch nicht abstreiten: Seit die Dänen Einzug gehalten hatten, war das Leben aufgeblüht. Handwerker waren vom Festland übergesiedelt. Einige dänische Soldaten hatten Helgoländerinnen geheiratet, Familien gegründet und Kinder in die Welt gesetzt. Das Leben kannte da nichts, es drehte sich weiter.

Gesa sah sich in der Kate um. Erinnerungen an Hinnerk erfüllten das Haus. Der Holztisch, zwei Stühle, zwei Schemel, Regale voll mit irdenen Krügen, Angelruten an den Wänden, die Netze, die er damals zum Trocknen aufgespannt hatte (und die längst getrocknet waren), ihre Aussteuertruhe, die sie mit in die Ehe gebracht hatte, das Bett mit den schweren, von ihr gewebten Wolldecken nahe der Wand. Sie hatte nichts an der Einrichtung verändert. Hinnerks Antworten, ihre Widerworte, die versöhnenden Umarmungen, das laute, dröhnende Lachen – alles wartete darauf, erneut loszulegen und dem Raum Leben einzuhauchen.

»Ich weiß, dass du heimkommst«, flüsterte sie. »Du bist mir schon damals nicht von der Seite gewichen.«