Freitag, 5. Juni 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Mord in Rochefort - Helena Mureau ermittelt 1 von Sarah Weidmann

 


Buchvorstellung einmal anders

Nach dem Autoreninterview drückt mir Sarah ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Mord in Rochefort – Helena Mureau ermittelt 1“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist sie weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da kommt die Autorin wieder in den Raum und setzt sich zu uns.

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Sarah: Solange sich das Buch benimmt …
Buch: Keine Versprechen.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Buch: Ich hab immer Zeit. Ich liege ja meistens nur rum und warte, dass mich jemand aufschlägt.
Sarah: Das stimmt so nicht. Du bist gerade erst erschienen, du liegst noch gar nicht lang genug rum, um dich zu beschweren.
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Buch: Ich bin Mord in Rochefort, Helenas erster Fall. In mir stecken Weinberge, Familiengeheimnisse, ein zehn Jahre alter Todesfall und eine Frau, die nicht aufhört, Fragen zu stellen. Selbst wenn es alle anderen lieber hätten, sie würde es lassen. Ach, und Wein kommt auch vor. Nicht zu knapp.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genau so?
Buch: Sarah hat am meisten gelitten, als sie die stillen Szenen geschrieben hat. Die, in denen nichts explodiert, aber alles auf dem Spiel steht. Wenn Helena mit jemandem redet und beide wissen, dass einer von ihnen lügt.
Sarah: Stimmt. Die lauten Szenen schreiben sich fast von allein. Aber die leisen … die kosten alles.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet? 
Buch: Es gibt eine Szene im Weinkeller, in der Helena ihren Vater fragt, ob er sich an den Großvater erinnert. Er erzählt, wie der ihm beigebracht hat, einem Fass zuzuhören. Man klopft mit dem Knöchel und horcht. Wenn es hohl klingt, ist noch Platz. Wenn es voll klingt, muss man warten. Und Helena fragt: „Hörst du noch zu, Papa?“ Er sieht zurück zu den Fässern und sagt: „Ich versuche es.“ Das ist meine Lieblingsstelle. Weil da alles drinsteckt.
Sarah: Für mich auch. Diese Szene war eine der ersten, die wirklich stand. Sie zeigt, worum es im Kern geht: zwei Menschen, die nicht wissen, wie sie miteinander reden sollen, und ein Weinkeller, der mehr sagt als beide zusammen.
Weißt du wie viel Sarah tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Buch: Mehr, als sie zugeben würde. Helena hat Sarahs Sturheit und ihre Liebe zu Frankreich. Und Cameron hat ihren Humor. Aber den Rest hat sie gut versteckt.
Sarah: Sagen wir: Ich habe allen etwas mitgegeben. Aber keine Figur ist ich – sie sind alle ihre eigenen Persönlichkeiten geworden.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Helena: Sie trinkt zu viel Kaffee, arbeitet zu spät und hat die Angewohnheit, mitten in der Nacht noch eine Szene umzuschreiben, die eigentlich fertig war. Aber sie hört uns zu. Das ist das Wichtigste.
Cameron: streichelt Katze Bourbon. Sie hat mir eine Katze gegeben. Ich beschwere mich nicht.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Sarah: Der Titel hat sich tatsächlich verändert. Der Arbeitstitel war ein ganz anderer. Mord in Rochefort kam über den Verlag, und er war sofort richtig. Manchmal braucht ein Buch eine Weile, bis es seinen Namen findet.
Buch: Ich fand mich vorher auch schon gut. Aber der neue Name steht mir besser.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Sarah: Ja! Das Cover trifft genau die Stimmung, die ich wollte – Frankreich, Atmosphäre, ein Hauch von Gefahr.
Buch: Ich sehe umwerfend aus. Nächste Frage.
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Sarah: „Die besten Weine schlafen wie verzauberte Prinzen, ma petite. Man muss warten, bis die Magie wach wird“
Buch: Besser hätte ich es nicht sagen können. Und ich bin ein ganzes Buch.
Obwohl es selbst in Autorenkreisen nicht üblich ist, dass das Buch antwortet, bedanke ich mich bei dem Buch: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«
Buch: Jederzeit. Ich bin ja nicht aus der Welt. Nur aus dem Regal.
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir und das tolle Interview.«
Sarah: Danke dir! Es hat großen Spaß gemacht und das Buch hat sich erstaunlich gut benommen. Wer jetzt neugierig geworden ist: Helena freut sich über Besuch in Rochefort.

[Autoreninterview] Sarah Weidmann

 
Autoreninterview
Sarah Weidmann


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?

Ich bin Sarah, lebe in der Schweiz und arbeite in der Kommunikation in der Weinbranche. Frankreich begleitet mich seit meiner Kindheit. Als Kind habe ich die Sommer dort verbracht, und seitdem hat mich die Liebe zur Sprache, zur Kultur und zum Wein nie mehr losgelassen. Irgendwann habe ich angefangen, Geschichten in diese Welt hineinzuschreiben – und gemerkt, dass sich Weinberge und Familiengeheimnisse erstaunlich gut vertragen. Mord in Rochefort ist mein Debüt, und ich könnte nicht stolzer sein, dass es jetzt in der Welt ist.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Geschrieben habe ich eigentlich immer – beruflich in der Kommunikation und im Marketing, privat in Notizbüchern, die sich irgendwann gefüllt haben. Die Idee zu einem Roman kam, als mir klar wurde, dass die Geschichten, die mich am meisten faszinieren, alle mit Frankreich zu tun haben: mit schönen Fassaden und dem, was dahinter liegt. Der Schritt vom Schreiben-als-Hobby zum Schreiben-als-Berufung war dann eigentlich gar kein großer Sprung.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mord in Rochefort ist mein Debütroman und der Auftakt der Helena-Mureau-Reihe. Helena kehrt nach Jahren auf das Weingut ihrer Familie in der Charente zurück und stößt auf ein Netz aus Betrug, alten Loyalitäten und Familiengeheimnissen – alles eingebettet in die Welt der Cognac-Region, zwischen Weinbergen, stillen Provinzstädtchen und einer Vergangenheit, die nicht ruhen will.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja! Der zweite Band der Helena-Mureau-Reihe ist in Arbeit. Helena bekommt es diesmal mit einem neuen Fall zu tun. Mehr verrate ich noch nicht, aber wer den ersten Band gelesen hat, wird ein paar vertraute Gesichter wiedersehen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wein genießen (natürlich!), gut essen, ich gehe gerne ins Kino und mache Sport, und mich mit Interior Design und schönen Dingen fürs Zuhause beschäftigen. Und wenn es die Zeit erlaubt: Frankreich bereisen und die Orte entdecken, die vielleicht irgendwann in einem meiner Bücher auftauchen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese quer durch die Genres. Bei Krimis liebe ich Autoren, die Atmosphäre schaffen. Melinda Mullet mit ihrer Whisky-Reihe aus Schottland gehört da ganz oben dazu, und Keri Lake lese ich ebenfalls sehr gerne. Bei Unterhaltungsliteratur greife ich zu Emily Rudolff, die mich zuverlässig für ein paar Stunden in eine andere Welt entführt. Am Ende sind es immer Bücher, in denen Orte lebendig werden und man beim Lesen das Gefühl hat, selbst dort zu sein. Das inspiriert mich auch beim Schreiben.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Mein Schreibplatz ist direkt am Fenster mit Blick ins Grüne, das brauche ich. Vor mir steht ein großer Bildschirm, daneben meistens eine Tasse Kaffee und viel zu viele offene Notizen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Morgens starte ich mit meiner Arbeit in der Kommunikation, abends gehört die Zeit meinen Geschichten. Es gibt Phasen, in denen ich bis spät in die Nacht schreibe, weil eine Szene mich nicht loslässt – und andere, in denen ich tagelang nur recherchiere oder nachdenke. Das Schreiben ist kein Nine-to-Five-Job, eher eine Parallelwelt, die immer mitläuft.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen: Krimis mit Atmosphäre und starken Figuren, dazu gerne Unterhaltungsromane mit Tiefgang. Beim Schreiben: genau dasselbe, nur dass ich noch die Landschaft Frankreichs dazupacke. Ich liebe es, schöne Kulissen mit dunklen Geheimnissen zu kombinieren.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Motto ist tatsächlich der Slogan: Schöne Fassaden. Dunkle Geheimnisse. Das beschreibt nicht nur Helenas Welt, sondern auch meine Faszination als Autorin. Es gibt immer mehr unter der Oberfläche zu entdecken.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Frankreich. Ohne Zögern. Die Verbindung reicht bis in meine Kindheit zurück. Über die Familie, über Reisen, über diese ganz bestimmte Mischung aus Schönheit und Melancholie, die französische Orte haben können. Es gibt keinen Ort, an dem ich mich so sehr als Autorin fühle wie dort.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Absolut. Ich habe einen beruflichen Hintergrund in der Kommunikation, da lernt man früh, dass Feedback kein Angriff ist, sondern ein Werkzeug. Mein Roman hat ein intensives Lektorat durchlaufen, und jede Runde hat das Buch besser gemacht. Kritik, die mir hilft, mein Schreiben weiterzuentwickeln, nehme ich dankbar an.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich wollte von Anfang an den klassischen Weg gehen, also mit Agentur, Lektorat und einem Verlag, der hinter dem Buch steht. Als Debütautorin muss man sonst wirklich sehr viel alleine stemmen: Lektorat, Covergestaltung, Vertrieb, Marketing und das neben dem eigentlichen Schreiben. Ich schätze die Expertise meiner Agentin und meines Verlags in diesen Bereichen enorm. dp Verlag war von Anfang an die richtige Wahl: professionell, herzlich und auf Augenhöhe. Man merkt, dass dort Menschen arbeiten, die Bücher lieben.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Traut euch, das eine Buch aufzuschlagen, das nicht in eurem üblichen Genre liegt. Manchmal warten die besten Geschichten dort, wo man sie nicht erwartet. Und wenn ihr Lust auf einen Krimi habt, der nach Wein, Sonne und alten Geheimnissen duftet: Helena freut sich auf euch.

Donnerstag, 4. Juni 2026

[Charakterkarteninterview] Mânil & Suketo aus Mânil von Desiderius M. Rainbow

 




Suketo: "Sag mal Claudia, hast du neulich bei deinem Post zu Mânils und meiner gänzlich unschuldigen Charakterkarte, welche frei von jedem Subtext ist, absichtlich die Rückseite weggelassen? Nur um es hier nun besonders zu betonen? Hab ich das gestattet?!"

Mânil: "Ich glaube schon, dass sie das hat. Wobei ich aus Prinzip lieber mal keine Ahnung habe, worum es eigentlich geht." 

Suketo : "Das ist nichts Neues." 

Mânil: "An jener Szene und auf diesem Bild lässt sich aber nun auch wirklich nichts doppelseitig lesen." 

Suketo: "Oder 'spicy', wie einige sogar behauptet haben." 

Mânil: "Echt?! Dabei würde Desiderius doch nie mit Zweideutigkeiten um sich werfen. Soweit ich weiß." 

Suketo: "Nie." 

Mânil: "Sind wir überzeugend?" 

Suketo: "Überhaupt nicht. Und ich will nicht darüber reden." 

Mânil: "Ich auch nicht."


BDSM-Aspekte in der Mânil-Reihe??
Was ihr in diesen Büchern bekommt und was nicht:
- (BDSM)-Romantik und "klassische Sessions"? Nein
- Romantik zwischen Lehrer und Schüler? Nein! Das hier ist keine wie auch immer geartete Romance!
- Platonische BDSM-Aspekte als Lebenseinstellung und Orientierung, die die Thematik NICHT nur aufs Sexuelle reduzieren? Ja!
- Harmlose, gar nicht zweideutige Szenen, in die man überhaupt gar nichts hineininterpretieren kann? ich verstehe die Frage nicht...
- Vorhersehbare Pairings? Nö.
- Ein sich entwickelndes, komplexes, tiefgehendes Machtgefälle? Ja.
- Leute werden aus unterschiedlichen Gründen gefesselt oder sonst wie ihrer Freiheit beraubt? Ja Mann! Ich kann nicht anders und bin da sehr kreativ UND es sind Magier - die sehr kreativ sind.
- Das langsame Bemerken, dass man so gänzlich anders tickt...? Ja.
- Verwirrung darüber? Natürlich.
- Erotik zwischen Lehrer und Schüler? Nein, verdammt!!
- Zwangsmagie, magische Peitschen, Fesselmagie und sowas? Ja...
- Sadistische, moralisch bisweilen sehr fragwürdige Charaktere, fies-kreative Ideen und böser Humor? Ja.
- Moralische Graubereiche und Gradwanderung? JA!
- Komplexer Subtext?! Ähm ... hüstel ... JA.
- Respekt, Vertrauen und Aftercare? Selbstverständlich.
- Themen wie Demütigung und Vorführung. Definitiv
- Schräge und unmögliche, gar nicht zweideutige Situationen? Was ist das für eine dämliche Frage?? ICH bin der Autor! Also JA!
- Konsens? Ja. Manchmal aber im weitesten Sinne.
- Daraus folgt: Vernünftige Einordnung all dessen? Logisch!!!
- BDSM-Label und -Fachbegriffe? Nein.
- "Traumpaare"? Laaaaangweilig. Nein.
- Selbstfindung und Identität? Ja.
- Own Voice? Ist ja wohl nicht zu übersehen, oder?!

Mittwoch, 3. Juni 2026

[Schnipseltime] Übersinnliche Gefährten - Anderswelt von Sabine Reifenstahl


 

Stolpernd hetzte ich durch den Wald, ohne nach links und rechts zu sehen. Mir war egal, dass ich die falsche Richtung einschlug und mich von der Höhle entfernte. Alle Hoffnung, die in den vergangenen Monaten gewachsen war, löste sich auf wie Nebel im Wind.

Man darf Göttinnen nicht glauben!

Der Schnee wurde höher, und ich kam kaum noch voran. Irgendwann ließ ich mich einfach fallen.

Reif legte sich auf meine Wangen. Tränen, die ich nicht gespürt hatte, erstarrten zu Kristallen und sanken lautlos in den Schnee. Kälte fraß sich tiefer, bis in mein Innerstes.

Ich blieb liegen.

Selbst wenn ich nicht sterben konnte – eingefroren müsste ich nichts mehr fühlen, nicht denken. Würde nie mehr verraten werden.

Und nie wieder hoffen.

Müdigkeit umfing mich mit gnädigen Armen und ich ergab mich erleichtert. Schlaf kam dem Tode nahe, ich wünschte mir, nie mehr aufzuwachen.

Mein ganzes Leben lang ertrug ich jeden Schmerz, ich litt, fiel und stand auf. Doch dieser letzte Bruch, die Wärme, die Máire in mein Herz gepflanzt hatte, damit die Morrigan sie mir wieder entriss, überschritt das Maß des Erträglichen und raubte mir den Willen, weiterzumachen.

Etwas Kaltes strich über meine Schläfe.

Mühsam öffnete ich die Augen.

Das Erste, was ich hinter einem Vorhang aus Eiskristallen wahrnahm, war ein riesiger Schatten, der sich gegen die Dunkelheit abhob. Ein breiter Schädel, Schlappohren, eine warme Zunge, die über meine Wange glitt.

Die Luft flirrte.

Im nächsten Moment kniete ein Mann neben mir im Schnee. »Du musst aufstehen.« Seine Stimme war dunkel, ruhig. Er hielt mir die Hand hin.

Ich schüttelte kaum merklich den Kopf.

»Du erfrierst, wenn du liegen bleibst.« Sacht strich er mein Haar zurück. »Zumindest wird dir erbärmlich kalt. Umbringen wird es dich wohl nicht, du bist ein Sidhe.«

Blinzelnd schaute ich ihn an und erkannte den Mann, der neben meinem Bruder gesessen hatte. Panisch versuchte ich, von ihm wegzukriechen.

»Nicht, ich tue dir nichts.« Er sprach sanft, fast lockend. »Komm mit, ich bringe dich ans Feuer.«

Als ich mich nicht rührte, setzte er sich nahe bei mir hin. »Dann frieren wir eben beide.« Eine Wolke aus Dampf bildete Eiskristalle in seinem dunklen Bart. Leiser fügte er hinzu: »Ich vermutlich mehr als du.«

Er trug dünne Kleidung wie alle in Morrigans sommerlichen Gefilden. Ich dagegen hatte Wintersachen an, weil ich außerhalb des geschützten Bereiches wohnte. Der Gedanke, dass er meinetwegen fror, gefiel mir nicht. Außerdem war er keiner ihrer Wölfe, sondern etwas anderes. Seine runden Ohrmuscheln wiesen ihn als Menschen aus. »Geh weg!« Meine Stimme klang rau.

»Früher war ich wie du. Es gab niemanden, dem ich traute. Ich war einsam und beobachtete die Leute – getrieben von der Sehnsucht, dazuzugehören – und mit der Gewissheit, dass ich nie einer von ihnen würde.« Erneut bot er mir die Hand an. »Komm, das Feuer der Morrigan ist warm und sicher.«

»Sie ist eine Göttin«, stieß ich hervor. »Man kann ihr nicht trauen.«

»Da widerspreche ich nicht. Aber vertrau mir.«

Wie konnte ein so großer Mann so weich mit einem anderen reden? Als fühle er wirklich, wie es mir ging.

[Buchvorstellung einmal anders] Übersinnliche Gefährten - Anderswelt von Sabine Reifenstahl


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Nick, um mit ihm über das Buch „Übersinnliche Gefährten – Anderswelt“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
»Sehr gern, wobei ich heute Morgen kurz überlegt habe, ob ich einfach absagen und mich drücken soll. Weil vielleicht Themen angesprochen werden, über die ich nicht reden möchte. Nicht auf alles, was ich getan habe, bin ich stolz.
Aber dann habe ich gedacht, wenn das Buch ohnehin schon da ist und unsere Geschichte für alle offen liegt, kann ich auch dazu stehen. So bin ich nun einmal, ich stehe zu den Dingen, die ich verzapft habe.«
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
»Mein Name ist Nick Behrendt. Von Beruf bin ich Polizist und war ein ganz normaler Mensch, bis mir der Sidhe Ulik über den Weg lief. Keine schöne Geschichte, die ich nur überlebt habe, weil Sasha mich gebissen hat. Jetzt bin ich ein Wandelwolf. Klingt seltsam, fragt mich mal, oder lest Plötzlich Wolf.
Jedenfalls kann ich mich in einen Wolf verwandeln, leider muss ich mich vorher ausziehen, sonst gehen die Klamotten flöten. Mein Mann Botho ist ein echtes Zauberwesen, er kann seine Kleidung mitnehmen. Praktisch. Mit ihm, unserer Tochter Enid und ihren zauberhaften Onkeln wohne ich am Rand der Ruhner Berge. Die beiden sind das Beste, was mir je passiert ist.«
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
»Mein Mann muss seine Tochter in die Anderswelt begleiten, weil er der Krieger von uns beiden ist. Als Hundewandler unter Wolfswandlern hat er einen schweren Stand, der sich durch den Sidhe, den er im Schnee findet, noch verkompliziert. Dass die beiden Gefühle füreinander entwickeln und ich semibegeistert darauf reagiere, lässt sich denken. Plötzlich gibt es auch noch göttlichen Familienzuwachs.
Aber am Ende wird alles gut.«
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Ein kurzes, bitteres Lachen erklingt.
»Ich war monatelang allein. Botho war weg, Enid war weg, und ich habe nachts versucht, nicht an den Schmerz zu denken, den die Trennung verursacht. Ohne Maeron und Sasha hätte ich das nie überstanden.
Die Autorin ließ mich brennen ( das ist keine Metapher), wollte mich eigentlich in einer anderen Geschichte über die Klinge springen lassen, und hat es mir auch jetzt nicht leicht gemacht. Zumindest für mich bevorzugt sie eher die düsteren Situationen. Sie scheint wohl zu denken, ich kann das vertragen. Oder ich habe es verdient. Aber dafür schenkt sie mir auch schöne Szenen, das söhnt mich damit aus.«
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Sogar mehrere, die Nacht im Wald, als Lorcan zum ersten Mal den Wolf losließ. Oder unser Ausflug nach Waren, als Lorcan der Dame ein Kompliment machen wollte und ihr sagte, ihr Hund sei wohlgenährt. Ja, inzwischen weiß ich, dass fettes Vieh in der Anderswelt ein Zeichen von Wohlstand ist, aber in dem Augenblick wäre ich am liebsten im Boden versunken.
Aber meine liebste Szene ist die, in der Botho und Enid nach Hause kommen. Acht Monate musste ich ohne sie auskommen – und dann waren sie plötzlich wieder da. Verändert zwar, mit Anhang, aber sie waren wieder da.
Was glaubst du, wie viel Sabine steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Das ist eine interessante Frage für jemanden wie mich. Ich bin beruflich darin geschult, Menschen zu lesen, Muster zu erkennen und Lücken zu bemerken zwischen dem, was jemand sagt, und dem, was jemand meint.
Botho hat ihre Sturheit, glaube ich, diese Art, Probleme anzugehen und hinterher nachzudenken.
Lorcans tiefe Überzeugung, nicht dazugehören zu dürfen, nicht genug zu sein, schreibt man nicht aus dem Nichts. Das kennt man von irgendwo.
Und Enid. Sie ist vielleicht der ehrlichste Teil von ihr. Dieses Kind – diese Göttin, die Wunder wirken und heilen kann. Ich glaube, das ist ein tiefer Wunsch, den Sabine da schreibt.
Und ich? Vielleicht der Teil von Sabine, der will, dass alle sicher nach Hause kommen. Und der lernen muss, dass sicher manchmal anders aussieht, als man es geplant hat.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Direkt und ehrlich bis zur Grenze des Unbequemen. Sie schreibt nicht drumherum, sie trifft die Stellen, die wehtun.
Ich mag keine halben Wahrheiten und keine Geschichten, die aufhören, bevor sie schwierig werden. Sabine hört nicht auf, sie schreibt durch die schwierigen Szenen hindurch und schaut, was auf der anderen Seite wartet.
Manchmal hätte ich ihr gerne gesagt: Jetzt reicht es aber.
Als Figur in einem Buch habe ich keine Stimme, sondern muss mich fügen.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Ein kurzes, trockenes Lachen erklingt.
Mitspracherecht? Nein, Figuren haben kein Mitspracherecht. Das habe ich früh gelernt.
Aber »Anderswelt« trifft es, nicht nur als Ortsbezeichnung. Für mich persönlich war das gesamte Jahr eine Anderswelt. Ich war noch derselbe Mensch, aber die Welt um mich herum hatte sich verschoben. Botho und Enid waren fort und ich musste herausfinden, wer ich bin, wenn die fehlen, die mich definieren.
Das ist eine Anderswelt. Nicht unbedingt ein anderer Ort, manchmal nur ein anderer Zustand.
Der Titel trifft es also, und er stand bereits ganz am Anfang fest. Vielleicht hatte ich doch Mitspracherecht, ohne es zu wissen.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Ich bin ein praktischer Mensch und beurteile Bücher nicht nach dem Cover.
Aber wenn ich ehrlich bin, hätte ich mir gewünscht, darauf zu sein. Nicht als Hauptfigur, das ist Bothos Geschichte genauso wie Lorcans. Aber irgendwo. Ein Schatten im Hintergrund, jemand, der wartet.
Das wäre ich gewesen.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Botho hat einmal zu Enid gesagt: »Du bleibst meine Tochter, unsere Tochter, Göttin hin oder her. Und ich erwarte, dass du mir dennoch gehorchst und dich nicht wie eine verzogene Gottheit benimmst!« Ja, das hat Botho wirklich gesagt.
Und wenn es ein Zitat von mir sein soll: »Du bist nicht mehr allein.«
Fünf Worte, die ich an Lorcan gerichtet habe, in einem Moment, der mich mehr gekostet hat, als es nach außen aussah. Damals entschied ich, dass meine Liebe zu Botho groß genug ist, um einen zweiten Mann zu akzeptieren.
Danke für das Gespräch.
Gern. Und danke, dass du gefragt hast, liebe Claudia. Die meisten fragen Botho, weil er der ist, der in zwei Welten lebt und mit einer Göttin als Tochter aufgewacht ist. Oder Lorcan, weil er das Geheimnis ist, das gelüftet werden will.
Ich bin der, der zu Hause geblieben ist und der gesagt hat: Du bist willkommen. Das klingt unspektakulär. Aber ich glaube, manchmal ist das Mutigste, was man tun kann, einfach die Tür aufzumachen und nicht wegzulaufen, wenn jemand hindurchkommt, mit dem man nicht gerechnet hat.

Dienstag, 2. Juni 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Keeper of my Loving Heart von Sarah Herbst


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Alex und Lara aus „Keeper of my Loving Heart“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Lara: Tja, mir bleibt gar nichts anderes übrig. Ich freue mich sehr über dein Interesse, versteh mich bitte nicht falsch. Aber eigentlich habe ich anderes zu tun, als die Babysitterin für diesen Spinner hier zu spielen.
Alex *lehnt sich zurück*: Ich könnte durchaus auch allein Interviews geben.
Lara *schnaubt*: Was dabei rauskommt, haben wir ja gesehen. Ganz Deutschland hat es gesehen – leider …
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Lara: Darf ich vorstellen: Alex König, die Nummer 1 im deutschen Tor und auf der Weltrangliste der Kotzbrocken.
Alex: Welttorhüter des Jahres hast du vergessen.
Lara *verdreht die Augen*
Alex: Zweimal hintereinander.
Lara: Interviews geben ohne einen Skandal zu verursachen kannst du leider trotzdem nicht. Ich bin übrigens Lara. Eigentlich PR-Fachfrau, aber aktuell hauptberuflich Babysitterin von diesem Riesenbaby.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Alex: Ich denke, es ist eine hervorragende Hommage an meine sportlichen Leistungen in der Nationalmannschaft.
Lara: Natürlich geht es mal wieder nur über dich.
Alex: Immerhin ist es eine Sports Romance, keine PR Romance.
Lara: Jedenfalls handelt der Roman davon, dass Alex ununterbrochen Scheiße baut und ich ihm ein bisschen unter die Arme greife, damit das nicht noch mal passiert.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Lara: Wieso der Autorin? Sarah kann doch nichts dafür. Alex ist derjenige, der uns nur Ärger macht.
Alex: Ich möchte dich nicht mit Tatsachen verwirren. Aber dir ist schon klar, dass Sarah sich das ausgedacht hat, oder?
Lara: Sicher doch, schieb die Schuld wieder auf andere. Das kannst du ja so gut.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Alex *grinst und holt tief Luft*
Lara *auffällig hastig*: Nächste Frage, bitte.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Lara: Also, wenn etwas von ihr in Alex steckt, möchte ich sie nicht persönlich kennenlernen.
Alex: Bist du dir da sicher?
Lara: Absolut. Ich kann mir vorstellen, Sarah ist genauso diszipliniert wie ich. Wenn sie etwas anfängt, dann zieht sie das auch durch.
Alex: So ein bisschen wie ein Terrier, meinst du?
Lara: Besser als ein Faultier.
Alex: Ich bin Profisportler. Wie sollte ich da faul sein?
Lara *schnaubt*: Ich bitte dich. Du stehst im Tor. Ist ja nicht so, als müsstest du über den Platz laufen wie die richtigen Fußballer.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Alex: Ungerecht. Sie stellt mich sehr unvorteilhaft dar.
Lara: Du bist unvorteilhaft. Ich würde sagen, sie ist schonungslos ehrlich. Sarah konfrontiert uns mit unseren eigenen Schwächen und Unsicherheiten – vermutlich in der Hoffnung, dass wir daran wachsen.
Alex: Wachsen solltest du dringend, Giftzwerg.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Lara: Den Titel hat unsere Verlagslektorin vorgeschlagen; wir durften mit entscheiden und waren von Anfang an begeistert.
Alex: Mir war wichtig, dass ich im Titel vorkomme. Das ist ja der Fall, also bin ich zufrieden.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Alex: Ich hätte es schön gefunden, wenn ich etwas größer abgebildet wäre.
Lara *seufzt*: Dein Riesenego hat nun mal leider nicht aufs Cover gepasst. Meiner Meinung nach ist es absolut perfekt. Es fängt die Stimmung im Roman ein und sieht einfach nur hammer aus.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Lara: Meins kann ich leider nicht verraten. Das ist nämlich von mir selbst, genauer gesagt mein eigener letzter Satz. Aber der spoilert das Ende.
Alex: Da sind wir tatsächlich mal einer Meinung.
Lara: Wie bitte?
Alex: Ich sehe das genauso wie du.
Lara *verzieht das Gesicht*: Toll, jetzt muss ich mir also eine andere Antwort überlegen.
Alex: Du kannst es nicht ertragen, mit mir einer Meinung zu sein, oder?
Lara: Das gibt’s ja nicht, du hast es verstanden.
Danke für das Gespräch

[Autoreninterview] Sarah Herbst


Autoreninterview
Sarah Herbst

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo ihr Lieben! Es ist schön, hier zu sein. Ich bin Sarah Herbst, Ende dreißig und komme aus dem Rheinland.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe mir schon immer Geschichten ausgedacht. Sobald ich –zumindest halbwegs – schreiben konnte, habe ich sie aufgeschrieben. Den einen Schlüsselmoment gab es nicht. Dass ich hauptberuflich Autorin bin, hat sich eher zufällig ergeben. Mit dem Ende meiner Ausbildung zur Kosmetikerin vor mittlerweile gut dreizehn Jahren fiel die Veröffentlichung meines ersten Buchs zusammen. Da musste ich mich entscheiden … und ich habe zum Glück die richtige Option gewählt.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Als Genovefa Adams habe ich bereits Fußball-Sports Romance geschrieben. In den letzten Jahren habe ich jedoch fast ausschließlich Gay Romance veröffentlicht. Vorwiegend spielen meine Romane in einer fiktiven Kleinstadt an der Ostsee. Unter dem Namen Sarah Herbst veröffentliche ich nun erstmalig und zwar wieder eine Fußball-Sports Romane mit einem Heteropaar. Euch erwarten Enemies-to-Lovers, Opposites Attract und sehr viele fliegende Funken. ;)
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Wieso denn nur an einem? :D Ich arbeite zum Zeitpunkt dieses Interviews parallel an zwei Romanen, über die ihr schon sehr bald mehr erfahren werdet. In meiner Notiz-App im Handy sind zudem noch gut siebentausend Ideen für weitere Bücher. Ihr werdet mich noch lange nicht los … ;)
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Lesen, lesen, lesen! Ohne Bücher verhungert meine Seele.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese tatsächlich querbeet und habe nicht die eine Autorin oder den einen Autor, den ich bevorzuge. Gleiches gilt für ein Lieblingsbuch.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Sehr gern. Das hier ist mein Schreibtisch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ein ganz normaler Tag fängt bei mir mit Cappuccino und Frühstück an. Dann folgt die erste Runde mit dem Hundi und anschließend setze ich mich an den Schreibtisch. Vormittags überarbeite ich immer das, was ich am Vortag geschrieben habe, nachmittags schreibe ich dann das nächste Kapitel. Abends entspanne ich meistens beim Lesen. Selten schaue ich auch mal eine Serie oder einen Film.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen und Schreiben bevorzuge ich dieselben Genres, nämlich – große Überraschung – Gay Romance und Sports Romance. Hin und wieder darf es aber auch gern mal Fantasy sein.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ich mag den Spruch Go big or go home. Für mich bedeutet das, nicht aufzugeben, sondern für meine Ziele und Träume zu arbeiten.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Mein Traumurlaubsziel ist Schottland. Leider hat sich noch nie eine Reise dorthin ergeben. Das möchte ich aber unbedingt noch nachholen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Konstruktive Kritik schätze ich sehr. Die finde ich total wichtig, um mich weiterzuentwickeln.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich bin Hybridautorin, habe also schon sowohl als Selfpublisher als auch in einem Verlag veröffentlicht. Als Selfpublisher bin ich eine One-Woman-Show, was mir schon viel Spaß macht.
Für eine Fußballromanze, die auch noch pünktlich zur WM erscheint, habe ich mir aber etwas mehr professionelle Unterstützung gewünscht. Dass ich den Roman bei be.HEARTBEAT veröffentlichen möchte, war mir bereits nach dem ersten Mailwechsel mit meiner wundervollen Verlagslektorin klar. Die Zusammenarbeit ist klasse und wir liegen total auf einer Wellenlänge, was unsere Vorstellungen angeht.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich wünsche euch alles Liebe und ganz viel Nervenkitzel und Torjubel bei der WM!