Freitag, 31. Juli 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Kill my Pain - Dunkle Seelenverwandte von Ivy Lang


 

Buchvorstellung einmal anders

Nach dem Autoreninterview drückt mir Ivy ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Kill my Pain – dunkle Seelenverwandte“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist sie weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da kommt die Autorin wieder in den Raum und setzt sich zu uns.

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Buch: Klar, gerne. Legen wir los.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Buch: Endlich darf ich auch mal zu Wort kommen. Ivy hat Euch ja schon viel erzählt.
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Buch: Ich entstand aus einer eigentlich viel düsteren Idee – einer sehr toxischen Geschichte, die Ivy mal ausprobieren wollte. Aber sie hat sich dann dazu entschlossen, nicht dem Trend zu folgen und die Romance immer krasser zu erzählen. In mir begegnen sich zwei völlig unterschiedliche Menschen auf Augenhöhe. Die Protagonistin Sophie ist eine Frau des Gesetzes, die durch den Mord an ihrem Vater komplett aus der Bahn geworfen wird. Sie lässt sich mit einem kriminellen Mann fürs Grobe (Cent) ein, um den Mörder zu finden, weil sie sich rächen will. Diese dunkle Seite an ihr bricht hervor, während der Cent ihr irgendwann einfach nur helfen will. Sie sind wirklich „dunkle Seelenverwandte“.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genau so?
Buch: Ivy schreibt am liebsten Dialoge, glaube ich. Kommt von Drehbuch schreiben, was sie früher gemacht hat. Sie schreibt schon gerne düstere Settings. Am schwierigsten waren wohl die Kampfszenen.
Ivy: Oh, ja. Dazu habe ich mir sogar Fachliteratur besorgt. (Ich empfehle hier „Fight.Write.“ von Karla Hoch). Abgesehen davon gibt es eigentlich keine Situation, bei der besondere Schwierigkeiten habe beim Schreiben. Wenn ich mal im Flow bin, dann geht es einfach. In diesem Roman allerdings hatte ich ein Problem. Die Protagonisten reden nicht viel bzw. teilen sich viel mit Blicken und non-verbalen Ausdrücken mit. Das war im Lektorat die Hölle, die ganzen Wortwiederholungen wie „schaute“, „blickte“, „Augen“ etc. auszumerzen.
Buch: Stimmt. Das war ein ganz schöner Krampf.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Buch: Meine Lieblingsstelle ist Sophies und Cents erste Begegnung. Sie hält ihn zunächst für den Mörder und vereinbart ein Treffen unter dem Vorwand, ihm einen Auftrag geben zu wollen. Sie treffen sich spät abends in einer Kirche, die wegen Renovierungen gerade geschlossen ist. Sophie hat irgendwie einen Plan, der praktisch voll in Hose geht, sie konfrontiert ihn, aber Cent lässt sie gehen. Er ist gar nicht der Mörder ihres Vaters und auch nicht so bösartig, dass er ihr etwas antun würde. Diese Erkenntnis verstört Sophie erst einmal total. Ein super Auftakt für das, was noch folgt – sie wird Cent noch ganz anders kennenlernen.
Ivy: Ich mag die Szene auch sehr. Meine persönliche Lieblingsszene ist aber eine andere – eine, die gar nicht so wichtig erscheint. Als Sophie mit Cent die Beweise, die sie gesammelt haben, bespricht und er ihr sagt, dass es allein ihre Entscheidung ist, was sie damit macht. Er sagt ihr klar, was es für Konsequenzen haben wird, wenn sie alles an die Polizei gibt. Später sagt er ihr auch, was es bedeutet, Rache zu üben. Doch er hält sie nie von irgendwas ab. Er ist für sie da, aber lässt sie ihre Entscheidungen treffen.
Weißt du wie viel Ivy tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Buch: Sophie trägt sehr viel von Ivys Perfektionismus in sich. Dieses niemals wirkliche Zufriedensein.
Ivy: Ja, das stimmt schon. Nur ist es bei Sophie noch viel ausgeprägter, fast schon auf die Spitze getrieben.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: Sophie ist – wie gesagt – sehr perfektionistisch und ehrgeizig. Sie wirkt auch immer super kontrolliert.
Ivy: Eine Leserin hat mir mal gesagt, Sophie würde zum Lachen in den Keller gehen. Das passt sehr gut. Auf der anderen Seite, macht sie ja auch ganz schön was mit.
Buch: Cent liebe ich über alles. Er ist so cool, obwohl er so unnahbar rüberkommt. Sein düsterer Aufzug, ein manly man durch und durch. Er ist so verschlossen, weil er sich aufgrund seiner Vergangenheit als „menschliches Recyclingmaterial“ ansieht. Deshalb arbeitet er allein und möchte sich nicht zu sehr auf zwischenmenschliches einlassen.
Ivy: Ich habe auch einen Crush auf Cent, aber das muss so sein, sonst hätte ich ihn nicht so gut schreiben können. Er verbirgt tiefe Emotionen in sich, aber er tut immer das Richtige.
Buch: Mein liebster Nebencharakter ist Meister Xue. Ich meine, hallo? Ein Kung-Fu-Meister, der Sophie trainiert hat und irgendwie zum Ersatzvater für sie wird.
Ivy: Es mir sehr viel Spaß gemacht, Meister Xue zu schreiben. Er ist immer so ruhig und ganz bei sich, auch weise auf seine Art. Er leitet Sophie immer noch an, obwohl er sie nicht mehr trainiert, zeigt ihr den Weg.
Buch: Sophies Mutter, obwohl sie nur ganz kurz vorkommt, ist auch herrlich. Eine Matrone! Aber, Spaß beiseite: Andy ist ein Schatz, oder?
Ivy: Andy ist eine der Leibwächter von Sophies Vater. Sie und Sophie hatten mal was miteinander. Wahrscheinlich fühlt sich Andy deshalb noch ein bisschen verantwortlich für Sophie, bzw. macht sich Sorgen, als sie von den Racheplänen erfährt.
Buch: Ohne zu viel zu spoilern – ich muss gestehen, ich bin ein bisschen verschossen in Brendan, den anderen Leibwächter von Sophies Vater. Wir sehen ihn ja kämpfen und – meine Güte! – da steigt mein Puls.
Ivy: Ich gestehe offen und gerne, dass ich so einen Bodyguard auch manchmal gerne hätte. Aber… na ja… vielleicht nicht gerade Brendan. Was ist denn eigentlich mit Grace?
Buch: Grace ist toll. Sie hat einen tollen Arc für eine Nebenfigur. Drogenabhängig und ziemlich fertig zu Beginn und dann bessert sich alles für sie. Bei Sophie löst sie zuerst Verurteilung und später Mitleid aus, aber sie zeigt ihr, dass Wunden heilen können.
Ivy: Genau. Sophie sieht, wenn Grace es schafft, dann schafft sie es auch.
Buch: Halt! Wir haben den wichtigsten Nebencharakter vergessen! Mr. Jones, den Kater.
Ivy: Der Streuner, den Cent in seine Obhut nimmt. Ja, er ist tatsächlich nicht ganz unwichtig. Er zeigt, dass Cent ein Herz hat, sorgt ein bisschen für Comic Relief und maunzt im richtigen Moment.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Buch: Frag mich nicht! Ich bin da raus.
Ivy: Ich bin so schlecht im Finden von Titel. Für mich war es einfach ewig lange einfach „Projekt Cent“. Ich habe irgendwann ein paar Ideen für mögliche Titel an den Verlag gesendet und mir gedacht „Die finden schon einen, der passt“. Sie haben tatsächlich den gewählt, den ich als erstes aufgeschrieben habe. Und er passt wirklich perfekt.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Buch + Ivy: Wir lieben es!
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Buch: „Sie schienen sich gegenseitig auf dem tiefen, dunklen Grund der Seele des anderen einzunisten und die Dunkelheit dort nicht zu fürchten, sondern sie sogar willkommen zu heißen.“ – Das beschreibt die Gefühle zwischen Sophie und Cent einfach so treffend. Sie lernen sich von der dunklen Seite her kennen, aber genau das schweißt sie zusammen.
Ivy: Ja, das ist auch mein Lieblingszitat.
Obwohl es selbst in Autorenkreisen nicht üblich ist, dass das Buch antwortet, bedanke ich mich bei dem Buch: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«
Buch: Danke ebenfalls, dass ich mal zu Wort kommen durfte, auch wenn es ungewohnt ist, so über mich zu plaudern.
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir und das tolle Interview.«
Ivy: Vielen, lieben Dank für Deine Zeit und Aufmerksamkeit.

[Autoreninterview] Ivy Lang


Autoreninterview
Ivy Lang

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Vielen Dank, dass ich hier sein darf. Ich bin Ivy, Autorin, Geschichtenerzählerin. 2017 habe ich meinen ersten Roman veröffentlicht. Eigentlich komme ich hauptberuflich aus der Medienbranche, habe zuerst in der Film- und Fernsehproduktion gearbeitet. Die letzten 16 Jahre war ich als Beraterin in einer Mediaagentur und nun orientiere ich mich gerade etwas um. Meine Freizeit verbringe ich (abgesehen vom Schreiben und Lesen) mit Zocken, Sport und meinen beiden Männern – meinem Mann und meinem Sohn.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich gehöre zu denen, die das gar nicht so genau sagen können, weil ich schon immer – also, wirklich seit der Grundschule/ seitdem ich schreiben kann – Geschichten schreibe. Die erste Geschichte, die ich auch anderen vorgelesen habe, war „Tapsi, der Tausendfüßler“ – eine Serie keine Episoden um einen kleinen Tausendfüßler, der viel Neues lernen muss. Ich habe nie damit aufgehört, zum Spaß zu schreiben, weil es für mich ähnlich ist wie für andere Leute das Gucken von Serien oder Lesen – Entspannung und auch Eskapismus. Während meines Studiums dann wurden die Geschichten tiefer und umfangreicher. Aus dieser Zeit stammen die meisten meiner Konzepte. Einige davon habe ich bis heute als Romane umgesetzt und drei davon veröffentlicht.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mein erster erschienener Roman „Teufelswetter – Eine Gesichte über Liebe, Sturm und Verbrechen“ ist ein romantischer Mystery-Thriller, in dem der Teufel selbst eine Hauptrolle hat. Coole Erzengel kommen auch drin vor und eine Protagonistin, die ihren Weg finden muss und dabei in große Gefahr gerät.
„Lovers, Sharks & Lions – Trotzdem Liebe“ ist mein zweiter Roman, eine Romantic Suspense mit Mafia-Thematik. Die Protagonistin gerät an die Mafia, weil ihr Bruder dort Schulden hat. Sie ist gezwungen, mit dem Neffen des Capo zusammenzuarbeiten und es entwickeln sich Gefühle zwischen ihnen.
Mein aktueller Roman „Kill My Pain – Dunkle Seelenverwandte“ ist eine Dark Romance mit Consent und einem Crime Plot. Eine Frau des Gesetzes bezahlt einen Kriminellen damit er ihr hilft, den Mörder ihres Vaters zu finden. Dabei erkennen die beiden, dass sie sich ähnlicher sind als erwartet.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich arbeite aktuell parallel an zwei Projekten, was einerseits nervt, weil ich bei beiden weiterschriebe, aber mich nicht richtig auf eines konzentriere und damit keinem richtig gerecht werde – so nix Halbes und nix Ganzes. Aber andererseits weiß ich einfach noch nicht final, welches das nächste Werk werden wird. Entweder die Dark Music Romance (mit einem verheirateten Love Interest und Redemption Arc) oder die Cyber Punk Romance (mit dem System als Antaonist).
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wenn ich wirklich tun kann, was ich will, dann ist es meistens Lesen oder tatsächlich Schreiben. Ich schreibe nämlich auch an reinen Spaßprojekten, die nicht zur Veröffentlichung gedacht sind. So wie meine immer weiterwachsende, bodenlos kitschige Tolkien Fan Fiction. Daneben zocke ich auch gerne mal oder verbringe Zeit mit meiner Familie oder Freunden. Mein Sohn ist jetzt in dem Alter (10), in dem man super viel gemeinsam machen kann (und noch bin ich ihm nicht zu peinlich), z.B. gehen wir gerne in Freizeitparks und fahren Achterbahn. Mit meinen besten Freundinnen treffe ich mich gerne zum Bummeln oder wir gönnen uns ein bisschen Wellness.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Tja, wer ist mein Lieblingsautor – ist das derjenige, von dem ich die meisten Bücher besitze? – Dann wäre das Don Winslow, der ziemlich krasse Thriller schreibt. Ich habe so ziemlich alle Bücher von ihm, weil ich den Schreibstil so mag. (Er schreibt leider nicht mehr.)
Oder ist es der Autor, von dem meine absoluten Lieblingsbücher stammen? – Das ist dann Justin Cronin, der Autor der „Passage“-Trilogie (auf Deutsch „Der Übergang“). Boah! Was ist das für eine Geschichte! Der erste Band „Der Übergang“ erschien schon 2010, aber ich habe seitdem nie mehr etwas Vergleichbares gelesen. Ich muss es bald mal wieder lesen, fällt mir da ein.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe tatsächlich ganz „klassisch“ an meinem Schreibtisch. Manchmal schreibe ich aber auch mit dem Laptop im Bett, auf der Couch oder im Garten. Es ist bei mir je nach Phase im Projekt so, dass ich manchmal eher spontan schreibe (wenn gerade Zeit ist oder ich eine Idee habe, die raus muss). Nähert sich das Projekt dem Ende oder steht gar eine Deadline zwecks Veröffentlichung an, dann plane ich die Schreibzeit fest ein.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Leider muss ich viel zu früh aufstehen, um den Sohn zu wecken und dafür zu sorgen, dass er fertig für die Schule ist. Ist er dann unterwegs, kümmere ich mich erst mal um mich selbst und gehen dann gegen 8 Uhr an den PC, denn der Brotjob ruft. Meist arbeite ich 4 Stunden, dann Mittagessen und am Nachmittag dann Sport, Einkaufen, Arzttermine, was halt so anfällt. Nachmittags, wenn der Sohn nach Hause kommt, mit ihm ein bisschen Zeit verbringen, Hausaufgaben kontrollieren usw., ihn ggf. zum Sport bringen/ holen. Abends ist dann meist Schreibzeit. An den Tagen, an denen ich nicht für den Brotjob arbeite, verbringe ich den Vormittag mit „Autoren-Krams“: z.B. Social Media Beiträge vorbereiten, aber auch Schreiben, Überarbeiten etc.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Lesen: Thriller/ Krimis, gerne auch mal Mystisches und Romance
Schreiben: Romance plus „Bonus-Genre“ – meine Geschichte haben immer Romantik im Kern, können aber Krimi-/Thriller-Elemente haben oder auch mal in einem mystischen Setting spielen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Lieblingszitat, von dem ich gar nicht weiß, woher es kommt, ist: „It’s better to be hated for what you are than to be loved for what you are not. Please hate me.“ (Es ist besser für das gehasst zu werden, was man ist, als geliebt für werden, für etwas, das man nicht ist. Also, bitte hasst mich.) Für mich bedeutet das: Sei wie du bist – es wird immer welche geben, die dich nicht mögen, aber scheiß drauf. Die brauchst du nicht.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Hmm… Obwohl ich schon recht viel rumgekommen bin in der Welt, bin ich doch ziemlich heimatverbunden. Aber mit Heimat ist nicht nur Deutschland gemeint (weil ich hier wohne), sondern eigentlich Europa. Ich mag viele europäische Länder, weil jedes für sich etwas Tolles hat und aber auch keins perfekt ist.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich bin selbst mein schlimmster Kritiker. Ich weiß, dass sagen viele, die kreativ tätig sind. Aber ich bin wirklich selten zufrieden mit mir und meiner Arbeit (auch im Brotjob oder wenn es um die Familie geht). Wenn von anderen berechtigte und sachliche Kritik kommt, dann nehme ich sie gerne an. Was ich aber überhaupt nicht mag, ist Schmäh-Kritik oder wenn mich jemand kritisiert, der selbst diesen Ansprüchen nicht gerecht wird. Beispiel aus dem Brotjob: Meine Vorgesetze kritisiert Fehler in der Führung meines Teams, die selbst auch bei mir macht. Da kann ich dann schon etwas grantig werden, obwohl ich meinen Teil trotzdem annehmen kann.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Meine ersten beiden Romane habe ich im Selfpublishing veröffentlicht, weil mir die Verlagssuche zu mühselig war, ehrlich gesagt. Vielleicht hat mir auch das Vertrauen in meine Fähigkeiten gefehlt. Zum Verlag kam ich dieses Mal allein durch Zufall. Ich habe aus dem unveröffentlichten Manuskript vorgelesen und sie kamen auf mich zu, dass sie es haben wollen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Vielen Dank, dass Ihr hier seid und mir Eure Zeit widmet, wenn Ihr das hier lest. Lasst euch von niemandem vorschreiben, was Ihr lesen oder gut finden sollt. Glaubt nicht jedem Hype und bleibt offen für Neues.

Montag, 27. Juli 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Crown and Empire - Feuersturm von Karen J. Luis

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Karen J. Luis, um mit ihr über ihr Buch „Crown and Empire - Feuersturm“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Sehr gerne! Das ist ja auch eine sehr originelle Idee, zu der man einfach nicht „nein“ sagen kann.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Magische Kräfte, seit Jahrhunderten verborgen gehalten.
Eine Prophezeiung vom Untergang des Kontinents.
Ein Palast, von Intrigen beherrscht.
Und eine Prinzessin, die alles verliert.
Also ein rasantes Fantasy-Abenteuer mit mehreren Handlungssträngen, die zu einem großen Ganzen verwoben sind.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ich mag die schwierigen, düsteren Zeiten und Situationen. Daher müssen sich meine Figuren durch diverse missliche Lagen kämpfen.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ich mag Laras Charakterentwicklung. Ihr passieren viele schlimme Dinge und sie muss nach und nach damit klarkommen, was ihr alles widerfahren ist. An einer Stelle sagt Odor ihr die schonungslose Wahrheit:
„Du darfst dich nicht deinem Kummer hingeben und dabei vergessen zu leben. Dein Dasein hat sich schlagartig verändert und es gibt kein Zurück mehr. Du kannst es annehmen oder daran zugrunde gehen.“
Das ist einer der Wendepunkte in ihrer Geschichte.
Wie viel echte Karen steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Ich hatte die Idee zu diesem Buch nach meiner Weltreise und im Worldbuilding steckt sehr viel von meinen eigenen Erfahrungen und Eindrücken aus anderen Ländern und Kulturen.
Auch meine Figuren haben einiges von mir. Ich bin zwar nicht so geschickt und furchtlos wie der Pirat Sayil, aber er hat viele meiner Charakterzüge: Er ist spontan, abenteuerlustig und humorvoll. Gleichzeitig besitzt er die Fähigkeit, nicht aufzugeben.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Konsequent und zielorientiert, denn alles in dieser Geschichte ist sehr durchdacht, nichts passiert zufällig. Klar und strukturiert: Es wird nicht lang gefackelt oder um den heißen Brei herumgeredet. Und abenteuerlustig, weil ich meine Charaktere ständig in Schwierigkeiten bringe und ihnen kaum eine ruhige Minute gönne.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Der Arbeitstitel hieß die Phönix-Prophezeiung, da dieser Handlungsstrang eine wesentliche Rolle spielt. Der Verlag meinte, englische Titel sind gerade sehr beliebt, woraufhin ich drei oder vier Vorschläge gemacht habe. Crown and Empire hat dann das Rennen gemacht und passt auch gut zur Geschichte, da es um das Fortbestehen eines Reichs geht. Die Untertitel für Band 1 und 2 - Feuersturm und Ascheregen - stammen von der Verlagslektorin und beziehen sich wiederum auf die Prophezeiung.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Mir gefällt das Cover sehr gut, wobei viele dahinter eine Romantasy erwarten, die es nicht ist.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
„Ein einfaches Leben ist genauso lebenswert wie ein prunkvolles. Glücklichsein hat nichts mit Reichtum zu tun.“
Danke für das Gespräch.
Danke dir! Es hat mir viel Spaß gemacht.

[Autoreninterview] Karen J. Luis


Autoreninterview
Karen J. Luis

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, mein Name ist Karen und ich bin seit gut einem Jahr Fantasy-Autorin. Ich komme gebürtig auf Niederösterreich und wohne in Wien, bin leidenschaftliche Weltreisende und habe einen eigenen Campingbus, den ich sogar schon einmal nach Uruguay verschifft habe.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Die Idee zu Schreiben kam mir auf meiner einjährigen Weltreise. Ich habe dort viel gesehen und viel erlebt und dachte mir: Vielleicht sollte ich ein Buch schreiben?
Dass es am Ende Fantasy geworden ist, hat sich erst danach ergeben, weil ich dachte, dann sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Anfangs war es eher ein Experiment, um zu sehen, ob das überhaupt etwas für mich ist. Das Schreiben hat mir dann aber so viel Spaß gemacht, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte. Aus einer beiläufigen Idee ist eine unglaubliche Leidenschaft geworden.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mein Debütroman heißt Crown and Empire – Feuersturm und ist der erste Band einer epischen Fantasy Dilogie. Er ist 2025 im Isegrim Verlag erschienen und war für den österreichischen Phantastikpreis nominiert. Band 2 erscheint diesen Herbst. Das Worldbuilding hat mir sehr viel Spaß gemacht und orientiert sich stark an meinen eigenen Reiseerfahrungen rund um die Welt.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, nachdem ich das Schreiben für mich entdeckt habe, möchte ich es nicht mehr missen. Ich arbeite an einem neuen Projekt, bleibe dem Genre aber treu. Mein aktuelles Projekt geht aber eher in Richtung Dark Fantasy.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
In meiner Freizeit reise ich am liebsten. Aber nachdem ich einen Vollzeitjob habe, fällt auch das Schreiben unter meine Freizeitaktivitäten und da versuche ich, jede Gelegenheit zu nutzen, um an meinen Projekten zu arbeiten.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese sehr gern Joe Abercrombie, Sebastian Fitzek und Dan Brown.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Die Ideen kommen eigentlich in den unterschiedlichsten Situationen, jederzeit und überall. Da ich aber Vollzeit arbeite, schreibe ich überwiegend zu Hause oder abends auf Reisen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich gehe zur Arbeit, wobei mir auf dem Arbeitsweg oft Ideen für meine Geschichten einfallen. Die schreibe ich dann stichwortartig auf, um sie nicht wieder zu vergessen. Den Abend verbringe ich meistens mit meinem Mann, ich treffe mich mit Freundinnen, lese oder lerne Spanisch.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Am liebsten lese ich Psychothriller, am liebsten schreibe ich Fantasy, weil da meiner Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ich versuche nach dem Motto zu leben: „Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich habe schon sehr viele Länder bereist, daher ist es schwierig, eines auszuwählen. Mexiko hat mir extrem gut gefallen. Ich habe dort schon mehr als zwei Monate verbracht und würde sofort wieder hinfahren.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Grundsätzlich bin ich ein kritikfähiger und auch sehr reflektierter Mensch. Ich lese ausnahmslos alle Rezensionen. Manchmal steckt hilfreiches Feedback darin, das nehme ich mir dann auch zu Herzen und versuche, daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Wenn ich die Kritik aber gar nicht nachvollziehen kann und den Eindruck habe, jemand sucht nur nach Fehlern, dann kann das schon schmerzen. Es steckt ja viel Herzblut drin.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich bin in der Buchbranche komplett neu und habe mich davor auch nie damit beschäftigt. Ich wusste weder etwas über Buchsatz noch über Marketing. Ich bin daher sehr dankbar, dass ich einen Verlag gefunden habe, der mir all diese Dinge abgenommen hat.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich freue mich über jede*n, die*der bei mir vorbeischaut und wünsche euch ganz viel Freude am Entdecken neuer Geschichten, neuer Welten und neuer Abenteuer.

Sonntag, 26. Juli 2026

[Schnipseltime] Kardia 1 - Hasse uns von T. J. Morosis


 

Dich habe ich hier nicht erwartet.

Ausgerechnet dein Gesicht inmitten dieser eintönigen Welt zu sehen, ist wie der Klang einer vertrauten Melodie, die man vergessen geglaubt hatte.

Aber dein Körper hat sie nicht vergessen, richtig? Du fühlst sie durch deine Venen rauschen. Erinnerst dich an mich, wie sich die Saiten einer Violine an die Berührung des Streichbogens erinnern.

Singst für mich, unter meinen Händen, unter meinen Lippen.

Und du verfluchst mich dafür. Hasst mich beinahe so sehr wie ich dich liebe.

Doch das ist in Ordnung.

Hasse mich.

Reiß mich in Stücke und hinterlasse dein Mal in mir.

Lass dich von deiner Zwietracht und Zerrissenheit verschlingen.

[Buchvorstellung einmal anders] Kardia 1 - Hasse uns von T. J. Morosis


 
Buchvorstellung einmal anders

Nach dem Autoreninterview drückt mir T.J. ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Kardia – Hasse mich“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist sie weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Ich denke nicht, dass du dich dafür bedanken solltest … Ich bin nicht leicht verträglich.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Du wirst den Klappentext lesen und denken, zu wissen, was auf dich wartet, aber du hast keine Ahnung. Mallory ist keine einfache Akademie. Sie ist noch nicht einmal wirklich Mallory, denn es gab eine Zeit, da hieß sie vollkommen anders. Aber Fakt ist, dass du auf dieser Akademie mehr über dich erfahren wirst, als dir lieb ist.
Wie weit wirst du gehen, wenn dein eigenes Leben und das deiner Liebsten auf dem Spiel steht? Wenn die Grenzen zwischen Mensch und Monster verschwimmen?
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Die Autorin hat damit nicht wirklich etwas zutun. Es sind die Charaktere, die die Geschichte schreiben. Sie entziehen sich der Kontrolle der Autorin, wodurch sich manche Szenen oder Plotstränge vollkommen verändern.
(Nein, nichts davon fällt Morosis leicht, sie schwankt immer zwischen Euphorie und absoluten Imposter Syndrom. RIP.)
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Die, in der die Hauptprotagonistin bemerkt, dass sie eigentlich nicht sterben will und ihr mehr an ihrem Leben liegt, als sie bisher dachte.
Weißt du wie viel T. J. tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Viel zu viel. Wir alle sitzen praktisch in ihrem Gehirn und nötigen sie in Tagträumen, Träumen, während Gesprächen oder banalen Situationen im Alltag. Vom Plotten der Geschichte und Schreiben ganz zu schweigen.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Samael: Traumata. Jede Menge Traumata.
T. J.: Also, so schlimm ist es jetzt auch wieder nicht.
Alys: … Erlebe mal das, was du mich erleben lässt, dann reden wir weiter.
Aron: Ich vermute, T. J. ist eine sensible Seele mit unangebrachten Humor.
T. J.: Das lässt mich etwas märtyrerhaft dastehen, findest du nicht?
Kyle: Das ist doch perfekt. Ihr Menschen neigt immerhin zur Theatralik und Melancholie.
Eliot: Sie ist ein Teil von uns und wir ein Teil von ihr. Niemand kann ohne den anderen bestehen, wir sind eng miteinander verwoben wie die Wurzeln längst verstorbener Bäume. Sie ist unser Ursprung und wir suchen sie heim.
T. J.: … Oder so.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Ich habe mich tatsächlich mit dem Titel bei Whisper beworben und er dürfte gepasst haben, zumindest mussten wir nichts ändern xD
Aber, fun fact: Bei anderen Verlagen habe ich mich davor mit dem Titel Pneuma, also Lebenshauch, beworben, bis mir auffiel, dass es wie eine Lungenentzündung klingt. Also habe ich mich für das griechische Herz entschieden.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich hab tatsächlich einige Wandlungen durchgemacht und T. J. hat geweint, als sie meine derzeitige Aufmachung gesehen hat, also passt sie wohl. Mir ist es einerlei.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Du bist so sanft zu einer Welt die dich quält. – Eliot, Kardia Hasse Uns
Nun betritt die Autorin wieder das Zimmer und blickt mich ungläubig an. Scheinbar ist es selbst in Autorenkreisen nicht üblich, dass das Buch antwortet. Leise flüstere ich dem Buch noch zu: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«

Dann wende ich mich der Autorin zu. »Alle meine Fragen sind beantwortet, ich danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir.«

[Autoreninterview] T. J. Morosis


Autoreninterview
T. J. Morosis

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Das ‚Morosis‘ in T. J. Morosis steht für ‚Wahn‘ und ‚Irrsinn‘ und ich denke, das beschreibt mich ganz gut! Das Schreiben ist meine Hyperfixierung und mein ADHS (und vermuteter Autismus) blüht da richtig auf. Sozial gesehen bin ich eine Niete, aber ich gebe mein Bestes!
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich schreibe, seitdem ich schreiben kann. Den Anfang hat meine ältere Schwester gemacht, durch sie fand ich etwas ganz besonderes und gleichzeitig unheimliches wie Fanfictions. Und von da an lief der Ball. So richtig veröffentlicht habe ich aber erst mit Yearning Shadows, da das vollenden eines Manuskripts vorher nicht so mein Ding war, haha …
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Yearning Shadows. Eine kurze Novelle über eine Frau des viktorianischen Englands, die das Schreiben liebt. Doch sie hat die Leidenschaft dazu verloren, als ihr Kindheitsfreund verstarb und fristet seitdem ein trostloses Leben im Herrenhaus, das ihr Freund ihr hinterließ. Bis sich ihr eine unheimliche Gestalt zeigt, die sie dazu drängt, wieder mit dem Schreiben zu beginnen.
Kardia. Eine 4-bändige Reihe über Alys Cole, die als menschliches Haustier an einen Daemon verkauft wird, der sich von ihren Gefühlen ernährt. Er ist Professor an der Mallory Akademie, wo Alys durch die 4 großen Daemon nicht nur mit ihrer Vergangenheit sondern auch mit ihrem wahren Selbst konfrontiert wird.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Eines ist gut, haha … Ich habe 3 Werke in einem Vampiruniversum, ein paar in einem Märchenuniversum und noch welche in einem Faeuniversum geplant. Mal sehen, was als nächstes kommt.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Schreiben, tatsächlich. Da Freizeit für mich die Zeit nach meinem eigentlichen Brotjob ist, ist es schreiben. Aber auch zocken von Videospielen, wenn es sich ergibt!
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Lieblingsautor weniger, aber ich mag Misery von Stephen King und Dunkler Wahn von Dorn Wulff sehr gern. Beides aus dem Psychothriller Genre, was wohl meine Herangehensweise bei meinen Büchern erklärt, auch wenn sie dem Dark Romance/Romantasy Genre angehören.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten schreibe ich in Zügen! Die Tatsache, dass man nur eine gewisse Zeit hat, um zu schreiben (nämlich bis zur Zielstation) und das regelmäßige Geschunkel, die vorbeiziehende Landschaft, das ist genau richtig von den Reizen her, nicht zu viel, nicht zu wenig, die mein Gehirn braucht, um in den Fokus zu kommen.
Sonst wechsle ich ständig Position und Arbeitsplatz, ich habe nicht wirklich einen festen. xD
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Arbeit, zuhause eine Weile lang in Paralyse sitzen, da mir Übergänge sehr schwer fallen und dann trete ich mich zum Schreiben xD
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen ist es Dark Fantasy und Psychothriller, beim Schreiben Dark Romance/Romantase und Dark Fantasy
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Oh, da gibt es einige! (Wenn es Zitate von kontroversen Personen sind, wusste ich es vorher nicht, ich habe zu ihnen nichts gefunden) Zum Beispiel:
Das Einzige, das du beeinflussen kannst, ist, wie du auf Dinge reagierst, die du nicht beeinflussen kannst. – Bassam Tarazi
Jede Person, die du triffst, kämpft in einer Schlacht von der du nichts weißt. Sei gutherzig. Immer. – Robin Williams
Ein Zitat aus meinem Buch, das meine Arbeit und Liebe zum Schreiben beschreibt:
Alys’ Gemälde sind wie das Pochen ihres Herzens. Manchmal sind sie sogar das einzige Lebenszeichen, das von ihr vorhanden ist. – Samael, Kardia Hasse uns
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe Irland und Schottland! Die regnerische Atmosphäre, die Highlands, aaaaah!! Ich liebe alles daran <3
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich habe lange gebraucht, um Kritik nicht als Versagen zu sehen. Mittlerweile freue ich mich und sauge Feedback gierig auf! Ich möchte wissen, wie andere mich und meine Werke erleben und was ich bessern kann, um ein verträglicherer Mensch und eine bessere Autorin zu werden! Immerhin können wir uns nur durch unsere eigenen Augen sehen, aber das ist nur eine unsere Facetten. Wir brauchen auch das Feedback von anderen, um uns wirklich zu kennen, denke ich.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Weil ich im Organisieren und dem ganzen Papierkram eine absolute Niete bin =D
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lest und schreibt, was ihr wollt (solange es sensibel und respektvoll ist). Lasst euch nichts vom Konsumverhalten vorschreiben und genießt bitte das Lesen und Schreiben. Das Leben ist zu kurz für anderes.

Samstag, 25. Juli 2026

[Autoreninterview] Josefine James



Autoreninterview
Josefine James

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hi, mein Name ist Josefine James, ich komme aus Graz und schreibe die queeren Bücher, die ich selbst gerne gelesen hätte. Zentrale Themen meiner Geschichten sind Popkultur, Musik, die Entertainmentindustrie und TV. Ich schreibe am liebsten, wenn es draußen dunkel ist, mit einer guten Playlist im Hintergrund, damit ich mich voll und ganz auf meine Geschichten konzentrieren kann.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Eigentlich schreibe ich schon immer. Mein erstes Buch habe ich mit 8 geschrieben, damals noch mit selbst gezeichneten Illustrationen. Aber so richtig ging es erst 2022 los, als ich dank der Covid-Pandemie viel Zeit hatte. Ich schätze, zu diesem Zeitpunkt war es einfacher, in die fiktive Realität meiner Geschichte einzutauchen. Ein Jahr später wurde mein erstes Buch veröffentlicht.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mein Debütroman war die Dualogie Macks. In dieser Coming-of-Age-Geschichte geht es um einen closeted Popstar. Dabei werden Tropes wie private person vs. public persona, forbidden love, hidden identity und found family behandelt.
Mit der Veröffentlichung dieser Bücher habe ich mir nicht nur selbst einen Traum erfüllt, sondern auch den Einstieg in die Bookstagram-Welt gefunden und viele andere Autorinnen kennengelernt. Vor einem Monat erschien außerdem die Anthologie Queer Through the Year - eine Sammlung von 17 Kurzgeschichten von LGBTQIA+-Autorinnen, an der ich mitwirken durfte.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja. Aber es ist eher ein Spaßprojekt, bei dem ich hauptsächlich die Gefühle aus realen Situationen hernehme und sie in ein komplett neues Setting werfe, ohne vorher den Plot zu kennen. Dabei gibt es kein festes Konzept, stattdessen lasse ich mich voll und ganz auf die Charakterentwicklung ein.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Bücher schreiben. Wenn ich dann immer noch Zeit habe gehe ich gerne auf Konzerte, oder im Winter snowboarden.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Taylor Jenkins Reid. Ich würde ihr gerne persönlich für Atmosphere danken – ein Buch, das ich ungefähr sechsmal gelesen habe und das mich jeden Abend dazu motiviert, mir den Sternenhimmel anzuschauen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Die Geschichte beginnt meistens zuerst in meinen Handynotizen, und irgendwann sitze ich dann entweder auf der Couch oder in meinem Büro und schreibe alles auf.
Aber eigentlich ist der Ort gar nicht entscheidend – wichtig ist nur, dass ich mein Handy, meinen Laptop oder zumindest ein Blatt Papier griffbereit habe.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Nach der Arbeit gehe ich nach Hause und mache erst einmal einen langen Spaziergang. Dabei kann es schon vorkommen, dass sich meine Hündin eventuelle Plot-Twists anhören muss, die mir gerade im Kopf herumschwirren.
Im Anschluss ans Abendessen geht’s dann an den Laptop und ich versuche, spätestens um 00:30 Uhr ins Bett zu gehen. Insgesamt verbringe ich ungefähr drei bis vier Stunden pro Tag mit meinen Büchern. Dabei wird nicht nur geschrieben - meistens sitze ich aktuell am Lektorat, da dieses Jahr voraussichtlich noch zwei weitere Bücher erscheinen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese gerne Historical Fiction, wie zum Beispiel Die Nachtigall. Beim Schreiben habe ich mich allerdings auf kein bestimmtes Genre beschränkt. Es muss sich richtig anfühlen und ich muss vollkommen für das Thema brennen, damit ich meine Kreativität voll und ganz entfalten kann.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Eigentlich habe ich kein bestimmtes Zitat, nach dem ich lebe. Ich versuche eher, das Leben so zu nehmen, wie es kommt, und mich auf neue Abenteuer einzulassen.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Portugal. Das Essen, das raue Meer, die Möglichkeit zu surfen, die ungefilterte Natur und die Direktheit der Menschen begeistern mich jedes Mal aufs Neue. Portugal ist so vielfältig und ich kann es kaum erwarten, endlich wieder mal mit meinen Zehen im eiskalten Atlantik zu stehen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Kritik gehört dazu, und ich bin absolut kritikfähig, solange sie konstruktiv geäußert wird und nichts Persönliches ist.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich habe meine ersten Bücher im Selfpublishing veröffentlicht, und ich würde diesen Weg auch wieder gehen, wenn ein Verlag zu viel an einem Buch verändern möchte. Aktuell bin ich mit den beiden Verlagen, bei denen ich bin, aber sehr glücklich und dankbar für die Möglichkeit, meine Bücher veröffentlichen zu dürfen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ja. Lest die Bücher, auf die ihr Lust habt. Es gibt keine Regeln für Geschmack! Aber ich würde mich freuen, wenn die ein oder andere Person meinem aktuellen Buch Things We Couldn’t Keep - einem lesbischen Liebesroman - eine Chance gibt.

Donnerstag, 23. Juli 2026

[Schnipseltime] Zwischen Sehnsucht, Begierde und Angst - Ungeahnte Tiefen (Vegas 1) von Jay J. Walker

 

Er schließt die Augen und presst seine Lippen aufeinander. »Also ungefähr eine Million.«

Ich nicke wortlos und verziehe meinen Mund.

Seine Nasenflügel blähen sich auf, er atmet tief ein und ich befürchte das Schlimmste.

Mein Inneres Ich zieht sich zu ihrer Sicherheit einen Helm auf und geht unter dem Tisch in Deckung.

»Ich hatte nicht daran gedacht, dass man in einer Beziehung solche Gespräche führen muss.«

»Naja, die Gespräche hören sich bei anderen vielleicht etwas anders an, aber im Endeffekt ist es das, was eine Beziehung ausmacht. Man redet, man plant, man geht Kompromisse ein. Vielleicht streitet man sich auch das ein oder andere Mal. Ganz sicher sogar! Und wir haben da sicher auch sehr viel Potenzial für.«

»Und man muss daran denken, was passiert, wenn etwas passiert…«

»Ja, das sollte man. Du bist Polizist, ich bin eine tollpatschige Katastrophe auf zwei Beinen…«

Er lacht leise und schüttelt den Kopf. »Okay. Du kannst das Haus kaufen. Aber es wird vertraglich festgehalten, dass ich dir Miete zahle, wenn ich wieder einziehen sollte. Ich werde es vermieten und die Miete auf ein separates Konto einzahlen, womit ich dann Dinge so gut es geht selbst zahlen kann, wie Flüge oder was auch immer. Die Kreditkarte ist für Notfälle und Haushaltszeug und ich werde dich informieren, wenn ich sie nutze.«

»Einverstanden. Danke.«

Jake lacht. »Du schenkst mir Geld und bedankst dich noch dafür?«

Ich lehne mich an seine Schulter und atme erleichtert auf.

Mein Inneres Ich kriecht wieder aus dem Versteck hervor und setzt den Helm ab.

»Aber…«, setzt er an und mein Inneres Ich geht wieder panisch in Deckung und lässt dabei beinahe den Helm fallen.

»Aber ich möchte, dass du dich jetzt endlich schonst, kleines Äffchen.«


[Buchvorstellung einmal anders] Zwischen Sehnsucht, Begierde und Angst - Ungeahnte Tiefen (Vegas 1) von Jay J. Walker

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Jake, Jay und Spot aus „Zwischen Sehnsucht, Begierde und Angst – Ungeahnte Tiefen (Vegas 1)“ und deren Autorin Jay J. Walker.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Jay: Sie sieht Jake mit erhobener Augenbraue an. »Brauchst Du Hilfe, oder schaffst du das allein?«
Jake: »Ich bin Cop, das werde ich jawohl noch hinkriegen!«
Spot schaut zwischen den beiden hin und her.
Ich hatte ein langes Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Jay: »Also, das ist Jake …«
Jake: »Hatte ich nicht gerade gesagt, dass ich das alleine schaffe? Hi, ich bin Jacob Daniel Coulson, bin 34 Jahre jung und Police Officer beim LVMPD.«
Jay: »Das war alles? Name, Alter und Dienstgrad? Ich glaube nicht, dass die Leser das interessiert!«
Jake: Er rollt mit den Augen. »Willst du's übernehmen? Bitte.«
Jay: »Gerne. Jake ist eigentlich ganz nett, wenn man …«
Jake: »Soll ich dann auch was zu dir sagen?«
Jay: »Was soll das jetzt?«
Jake: »Das ist Jay. Sie stolpert über flache Teppiche. Über gar nichts. Über Luft. Ich hab in den letzten Tagen mehr Zeit damit verbracht, mir Sorgen zu machen, dass sie sich beim Treppensteigen umbringt, als bei der Arbeit.«
Jay: »Das ist übertrieben.«
Jake: »Letzte Woche. Küche. Kein Grund, kein Hindernis. Einfach so.«
Jay: »Ich war müde!«
Jake: »Sie ist immer müde. Vor dem zweiten Kaffee ist mit ihr sowieso nicht zu reden. Ich hab gelernt, ihr morgens keine wichtigen Fragen zu stellen. Oder scharfe Gegenstände zu geben.«
Jay: »Das war ein mal.«
Jake: Er lacht laut.
Jay: »Okay, gut. Dann reden wir mal über dich. Er lässt einfach alles liegen. Schuhe. Jacke. Waffengurt. Mitten im Weg. Ich glaube, die Hälfte meiner Stolperunfälle geht direkt auf sein Konto.«
Jake: »Das ist nicht …«
Jay: »Deine Stiefel standen heute Morgen mitten im Flur.«
Jake: »Okay, das war ich.«
Jay: »Siehst du.«
Jake: »Trotzdem stolperst du auch ohne meine Stiefel.«
Jay: »Nicht der Punkt.«
Jay: »Und dann ist da noch Spot. Unser Gecko. Er sitzt meistens irgendwo, wo man ihn nicht erwartet, und beobachtet uns beide beim Streiten, als wäre das seine Lieblingsserie.«
Jake: »Er liebt Marmelade … und mich.«
Jay: »Weil du ihn immer bestichst! Aber egal. Ich bin übrigens Jay und 29 Jahre alt. Trotz dem Chaos, der in meinem Leben schon Überhand nimmt, habe ich mir Jake ans Bein gebunden – mehr Chaos geht also nicht.«
Jake: »Das solltest du nicht zu laut sagen!«
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Jay: »Gut, dann jetzt zum Buch. Kurz gefasst.«
Jake: »Zwei Menschen, zwei Kontinente. Wir hätten uns beinahe verpasst, wenn ich nicht einen Flug geschwänzt hätte.«
Jay: »Das war jetzt nicht kurz genug.«
Jake: »Okay. Liebe trotz allem, was dagegenspricht.«
Jay: »Besser. Aber vielleicht sollten wir noch erwähnen, dass es in Las Vegas spielt – nicht nur Glitzer und Spieltische, sondern auch die Seiten der Stadt, die keiner sieht.«
Jake: »Und dass wir beide unsere eigenen Dämonen mitbringen. Manche laut. Manche leise. Manche in sexy Uniform.«
Jay: »Es geht um Angst, nicht um Uniformen, du Quatschkopf!. Und darum, sich trotzdem zu zeigen.«
Jake: »Kurz gesagt: Wir kämpfen. Wir scheitern. Wir bleiben.«
Jay: »Das war jetzt fast ein bisschen zu poetisch für dich.«
Jake: »Einmalig. Zitiere mich nicht.«
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Ich sie quälen? Ganz ehrlich? Sie quälen mich! Ich glaube ab Seite 70 oder so des ersten Bandes hatte ich kaum noch Mitspracherecht darüber, was passieren sollte. Warum es nicht einfach und schön ist? Weil das Leben nun mal nicht immer so spielt!
Ich hatte ehrlich gesagt geplant, dass es an einer bestimmten Stelle ruhiger wird. Ein Kapitel zum Durchatmen, sozusagen. Und dann saß ich da, die Finger auf der Tastatur, und plötzlich passierte etwas, das ich so nicht vorgesehen hatte. Ich habe noch versucht dagegenzuhalten – umgeschrieben, gelöscht, neu angesetzt. Aber es fühlte sich falsch an, es wegzulassen. Also habe ich aufgehört, dagegen anzukämpfen, und einfach zugelassen, dass die Geschichte macht, was sie will.
Vielleicht ist das der eigentliche Grund: Ich will keine perfekten Menschen, denen nichts passiert. Ich will Menschen, die sich trotzdem entscheiden, weiterzumachen – gerade, weil es schwer ist. Das interessiert mich mehr als eine glatte Geschichte ohne Ecken und Kanten.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Jay: »Meine Lieblingsstelle ist die am Pool.«
Jake: »Die, bei der du einen Faustschlag ins Gesicht bekommen hast? Das ist deine Lieblingsstelle?«
Jay: »Nicht der Schlag, du Klugscheißer. Der Moment danach. Wie süß du warst.«
Jake: »Ich war genervt.«
Jay: »Du hast mein Gesicht angefasst, als könnte ich zerbrechen. Das war nicht genervt.«
Jake: »Das war Erste Hilfe. Meine Lieblingsstelle ist der Bungeesprung.«
Jay: »Die, bei der ich fast wieder umgedreht bin?«
Jake: »Genau die. Du bist direkt in meine Arme gelaufen.«
Jay: »Das war ein Unfall.«
Jake: »Ein Unfall, bei dem du dich an mir festgeklammert hast wie an einem Rettungsring.«
Jay: »Du warst genauso nervös wie ich.«
Jake: »Ich hab's aber besser versteckt.«
Jay: »Na, versteckt hast du da nicht viel … Egal. Meine Szene ist besser.«
Jake: »Meine hat wenigstens keine Verletzung mit sich gebracht.«
Jay: »Meine hat gezeigt, wie du wirklich bist, wenn's drauf ankommt.«
Jake: »Meine hat gezeigt, dass du auch ohne Faustschlag Chaos anziehst.«
Jay: »Das ist nicht dasselbe Argument.«
Jake: »Ist es doch.«
Jay: »Ist es nicht.«
Wie viel echte Jay J. steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Mehr als mir lieb ist und dann auch wieder weniger als mir lieb ist.
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Jake: »Gnadenlos.«
Jay: »Das ist unfair.«
Jake: »Sie hat dir einen Faustschlag verpasst und uns von einem Wolkenkratzer springen lassen. Am gleichen Tag!«
Jay: »Sie ist halt kreativ.«
Jake: »Sie ist eine Sadistin mit Laptop, die vorwiegend nachts arbeitet. Vermutlich denkt sie sich unsere schlimmsten Momente aus, während normale Menschen schlafen.«
Jay: »Das erklärt einiges.«
Jake: »Nämlich?«
Jay: »Warum unsere dunkelsten Szenen sich anfühlen, als kämen sie aus echter Dunkelheit. Um drei Uhr morgens ist man ehrlicher. Sie hat uns aber auch zusammengebracht.«
Jake: »Nachdem sie uns beide durch die Hölle geschickt hat.«
Jay: »Ohne sie würden wir gar nicht existieren.«
Jake: »Ohne sie hätte ich auch keine Narben.«
Jay: Sie verdreht die Augen. »Sie ist ehrlich. Sie schreibt nichts, das sich nicht auch echt anfühlt. Selbst wenn's wehtut.«
Jake: »Besonders wenn's wehtut.«
Jay: »Also ich mag sie! Sie hat dich in eine Uniform gesteckt!«
Jake: »Ja, das hat sie gut gemacht. Ich sehe darin schon hot aus!«
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Das erste Band hatte erst einen anderen Haupttitel »Zuhause ist ein Gefühl«. Das wurde dem Buch aber irgendwann absolut nicht mehr gerecht, also habe ich ihn abgeändert. Erst war ich mir nicht sicher, wegen der Länge, aber je öfter ich ihn gesehen habe, desto passender wurde er, weil es die Zerrissenheit widerspiegelt.
Jay: Eigentlich habe ich ihn ja ausgesucht! Weil es einfach passt. Die Sehnsucht, die wir haben, wenn wir getrennt sind. Die Begierde, wenn wir nicht an uns halten können …
Jake: »Ja sag schon … und meine Angst!«
Jay: »Unsere, es ist unsere Angst!«
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Jay: »Wir haben tatsächlich nachträglich etwas geändert – und zwar den Stil und die Farben.«
Jake: »Sie wollte es unbedingt bunt und blumig …«
Jay: Ist ja auch schön!
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Jake: »Meins ist einfach. ›Dir gilt mein erster Gedanke am Morgen und der letzte vor dem Schlaf. Ich liebe jede Minute mit dir.‹«
Jay: »Du zitierst dich selbst.«
Jake: »Es ist trotzdem gut.«
Jay: »Es ist eitel.«
Jake: »Es ist wahr. Was ist deins?«
Jay: »›Ich orientiere mich lieber einfach von Tag zu Tag und versuche, jeden davon ohne größere Schäden zu überstehen.‹«
Jake: »Das ist ziemlich deprimierend für ein Lieblingszitat.«
Jay: »Es ist ehrlich. Nicht jeder Satz muss romantisch sein, um wichtig zu sein.«
Jake: »Meiner ist romantisch und wichtig.«
Jay: »Meiner ist wahr. Ich habe mich sehr lange von Tag zu Tag gehangelt, bis ich irgendwann aufgeben wollte. Aber habe ich nicht – ich bin noch hier. Und jeder Tag ohne etwas, was mich runterzieht – ist ein guter Tag!«
Jake: Kurze Pause. »Fairer Punkt.«
Jay: »Danke.«
Jake: Er gibt Jay einen Kuss auf die Stirn. »Wir albern hier rum, und den Lesern ist wahrscheinlich gar nicht bewusst, wie tief das Ganze geht und wieviel wir kämpfen. Aber Humor ist das, was uns rettet – immer.«
Vielen Dank für das Gespräch

[Autoreninterview] Jay J. Walker


Autoreninterview
Jay J. Walker

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Jay, Mitte 30 und wollte tatsächlich nie Bücher schreiben! Ich lese sie gern, aber schreiben? Auf gar keinen Fall! Diese Kunst überlasse ich lieber anderen. So dachte ich zumindest. Und dann kam es anders …
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
… und da ist das Thema auch schon. Es war ein Unfall!
Mir ging es eine ganze Zeit lang nicht gut – ich habe mit meinen eigenen Dämonen gekämpft und dachte, ich verliere diesen Kampf. Dann kam die Idee, alles aufzuschreiben, was mich verletzt hat – Dinge, mit denen ich seit Jahren kämpfte. Ich dachte: »Hey, vielleicht hilft's.« Und es half. Ich habe meinen Dämonen ein Zuhause gegeben. Eine Geschichte, in der sie mich nicht beherrschen – sondern ich sie erzähle.
Was als Notiz auf meinem Handy begann, wurde zu einer Seite. Dann zu einem Kapitel. Irgendwann hatte ich ein Buch – und zwei Charaktere, die plötzlich lebendiger waren als ich selbst. Jay und Jake haben mir die Worte gegeben, die ich für mich selbst nie gefunden hatte. Und je mehr sie sprachen, desto leiser wurden meine Dämonen.
Ich schreibe immer noch. Aus demselben Grund wie am Anfang.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher ist Ungeahnte Tiefen, der erste Band meiner Reihe Zwischen Sehnsucht, Begierde & Angst, erschienen. Er erzählt die Geschichte von Jay und Jake, die sich in Las Vegas ineinander verlieben, und dabei lernen müssen, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen. Band zwei, Reißende Strömung, ist kurz vorm Release und vertieft, was zwischen den beiden begonnen hat, während neue Konflikte an die Oberfläche kommen. Beide Bücher spielen mit Nähe und Angst zugleich – Liebe, die heilt, aber auch fordert.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Aktuell arbeite ich an weiteren Bänden der Reihe, darunter Band 3: Leuchtfeuer im Sturm, Band 4: Wenn die Flut kommt und Band 5: Im Atem der Gezeiten
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich genieße die freie Zeit manchmal einfach nur – es kommt selten vor bei mir, dass ich mal ganz bei mir sein kann. Ich gehe auch gern mit Freunden essen oder mache auch durchaus gerne Spieleabende.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich liebe Bücher von Sebastian Fitzek mit viel Spannung. Allerdings zieht es mich in letzter Zeit eher zu Büchern von Selfpublishern, weil ich da das Gefühl habe, dass die Geschichten viel freier erzählt werden – besonders Themen, die noch nicht ganz so gesellschaftsfähig sind für die breite Masse, wie Mental Health. Momentan lese ich »Echo« und »Universum, du sadistischer Witzbold« von Anne J. Hale.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich arbeite überall. Wirklich ÜBERALL! Ob in der Küche, auf dem Sofa oder in einem Freizeitpark auf einer Bank. Mein Equipment, bestehend aus einem Macbook und einem Stromkabel, ist immer dabei.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Das würde ich auch gern wissen. Keiner meiner Tage würde ich als normal bezeichnen. Aber wie sagt man so schön? »Normal ist das, was man kennt.« Also: Ich bin eine Nachteule. Vor 04:00 Uhr morgens gehe ich meistens nicht ins Bett. Ich schlafe auch nicht sehr viel, dank meiner Schlafstörungen. Ich mach einfach das Beste draus. Morgens gibt es erstmal gut einen Liter Kaffee – ohne bin ich zu nichts zu gebrauchen. Und dann steht da auch schon der Staubsauger, der mich daran erinnert, dass ich gestern vergessen habe zu saugen, also hole ich das nach. Meine Tage sehen immer unterschiedlich aus – je nachdem, wie ich mich fühle. Oft sitze ich gedankenversunken da und komme dennoch zu keinem Ergebnis. Was aber fast jeden Tag passiert ist, dass ich schreibe, lösche, schreibe…, wieder lösche…
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich liebe Thriller, Krimis, Psychothriller zum Lesen. Schreiben tue ich Hybrid-Romane mit jeder Menge Herzschmerz, Mental Health und spicy kann es mitunter auch werden.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
Der kleine Prinz (Originaltitel: Le Petit Prince) von Antoine de Saint-Exupéry.
Eigenes Buchzitat: »Ich wollte stark sein, aber vielleicht ist das die Wahrheit: Ich bin’s nicht. Ich war’s nie …« (Sneak aus Band 4)
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Eindeutig die USA. Ich habe dort geheiratet – in Las Vegas. Ich habe diese Stadt verflucht. Sie ist voller Menschen, dreckig und stinkt. Das war meine Einstellung dazu, als ich da ankam. Und dann kam alles ganz anders. Ich habe mich verliebt. In die Berge, die trockene Hitze und den Sonnenauf- und -untergang. Als ich dann im Valley of Fire war, war es restlos um mich geschehen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich bin sehr kritikfähig, neige aber dazu, dass ich es zu meinem persönlichen Plan mache, diese Kritik anzunehmen – manchmal zu wörtlich. Ich zerlege sie, drehe sie um, suche nach dem Kern, der mich weiterbringt. Das ist gut, wenn es um meine Texte geht. Schlecht wird es, wenn ich anfange, jede Rückmeldung zur Bestätigung meiner eigenen Zweifel zu machen. Ich arbeite daran, den Unterschied zwischen "das kann ich besser machen" und "das beweist, dass ich nicht gut genug bin" nicht zu verwischen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich habe mir beide Wege offen gehalten, habe sogar Angebote von Verlagen bekommen und musste dann schlucken, als ich die Verträge las. Ich war nicht bereit all das abzugeben, was mir gehört. Diese Bücher sind mein Herz, mein Leben und ich war nicht bereit die Rechte dafür abzutreten und Passagen ändern zu lassen nur damit sie gesellschaftsfähiger werden. Das würde alles verfälschen und wäre dann nicht mehr meins.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Gebt Selfpublishern eine Chance – es gibt so viele unentdeckte Diamanten darunter!

Dienstag, 21. Juli 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Oscuro - Meine dunkle Blüte von Khris Bile


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Khris Bile, um mit ihr über ihr Buch „Oscuro – meine dunkle Blüte“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Hallo, ich freue mich wieder dabei sein zu dürfen
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Oscuro – Meine dunkle Blüte ist Band 2 meiner Adler-Kartell Reihe und der Abschluss zur Geschichte rund um Alejandro und Kassandra. In diesem Buch werden nun alle Geheimnisse gelüftet und man lernt Alejandro von einer ganz anderen Seite kennen.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ich mag tatsächlich beides sehr gerne. Traurige Szenen, sind natürlich auch für mich nicht einfach zu schreiben, umso schöner ist es für mich, mit den Charakteren gemeinsam die Situation zu überstehen und daran zu wachsen.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
In Band 2 zeigt sich Alejandro von seiner weichen Seite und stellt Kassandra seiner Mutter vor, zu der er eine sehr enge Bindung hat und die ihm sehr wichtig ist. Das Kapitel ist für mich sehr besonders, da ich dem Leser damit zu verstehen geben möchte, dass mein MMC zwar ein gefährlicher und skrupelloser Mann ist, aber dennoch seine menschliche Seite nicht verloren hat.
Wie viel echte Khris steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
In Oscuro gibt es zwei Nebencharaktere (ein Mann und eine Frau) die sehr viele Eigenschaften von mir haben. Zum einen, liebe ich es, andere Leute zum Lachen zu bringen und zum anderen, bin ich ein guter Zuhörer und möchte meinem Gegenüber dadurch zeigen, dass er mit seinen Problemen nicht allein ist.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Sie würden mich als sehr zielstrebig und etwas zu perfektionistisch veranlagt beschreiben. Außerdem würden sie sich über die Achterbahnfahrt in Band 2 sehr beschweren.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Nein, dass kam erst einige Wochen vor der Fertigstellung. Ich wollte so gut es geht an den ersten Teil anknüpfen, aber auch ein Titelwort, dass den Inhalt gut widerspiegelt. Mit Oscuro (Dunkel/Dunkelheit) habe ich in meinen Augen eine super Titelwahl getroffen. Mir war es wichtig, spanische Wörter zu verwenden, da es in meinen Büchern nun einmal um heiße Latinos geht
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Nein ich liebe es genauso, wie es ist.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Mein Lieblingszitat ist ein Gedankengang zu Alejandro.
Trotz all dem, was ich gesehen habe und nun endgültig verstanden habe, was für ein Mann Alejandro ist, verzehrt sich ein Teil von mir nach ihm. Er hat all das für mich getan, damit ich in Sicherheit bin und dieser kranke Teil in mir fühlt sich geschmeichelt. Gott, ich muss genauso verrückt sein wie er. Doch was soll ich machen? Ich kann und will nicht ohne ihn sein. Er sieht mich, er beschützt mich, er kümmert sich um mich. Nur eben auf seine Art und Weise. Er hat für mich getötet und hat meine Sicherheit über seine eigene gestellt. Ist es daher falsch, immer noch das zu fühlen, was ich nun einmal für ihn fühle?
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir für dein Interesse.