Dienstag, 10. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Jenseits der Erinnerung von Gabriel Schütz


 
Buchvorstellung einmal anders


Nach dem Autoreninterview drückt mir Gabriel seinen Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch des Autors „Jenseits der Erinnerung“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist er weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben dem Autor am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da klettert jemand aus dem Buch und setzt sich zu uns.

Wer bist du denn? Willst du dich den Besuchern des Blogs vorstellen?
Wer ich bin? An dieser tiefgründigen Frage haben sich schon einige Therapeuten die Zähne ausgebissen. Aber man nennt mich Mike ... oder Michael Lauterbach. Ich lebe seit kurzem wieder in der „Family Villa“, obwohl ich lieber aus einem anderen Anlass zurückgekehrt wäre…
Herzlich Willkommen, Mike. Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Besser du erfährst alles direkt von mir als vom Autor, diesem Schütz. Der war ja nicht einmal dabei.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Mike: Gerne jetzt wo du mich aus dem Buch beschworen hast wie einen Flaschengeist, habe ich jedenfalls Zeit.
Das Buch: Kein Problem, ich habe Zeit. Habe heute nichts vor, außer hier herumzuliegen und darauf zu warten, aufgeschlagen zu werden.
Mike haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Das Buch: Ich bin ein literarischer Krimi für alle, die ein wenig psychologische Tiefe schätzen, Geschichten über familiäre Abgründe spannend finden und/oder dunkle Spuren der Vergangenheit faszinieren. Ich halte mich auch für ein außergewöhnliches Buch, das versucht nicht „more of the same“ zu sein.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit dem Autor zusammenarbeiten musst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Protagonist genau so?
Das Buch: Einfache und schöne Situationen hat Gabriel immer ganz schnell geschrieben. Die Textstellen düsterer Szenen hat er oft überarbeitet – ich denke, dass er dazu immer wieder nachrecherchiert hat und es noch authentischer machen wollte. Da hat er auch viel an den Formulierungen gefeilt, ich denke er wollte die richtige Atmosphäre schaffen und die Leserin oder den Leser so richtig in die Szene hinein entführen.
Mike: Ja es geht drunter und drüber. Der Schütz hat so richtig Freude daran, uns durch melancholische und schwierige Zeiten zu führen. Lustige und schöne Momente gönnt er uns aber auch ganz gern. Er mag es, wenn es „menschelt“. Mit den Konflikten tut er sich vielleicht manchmal schwerer, aber auch da lässt er Richard und mich ja aneinander krachen und wieder zu uns finden. Wir sind halt sture Kerle, und wie wir so ungefähr ticken versteht er schon ganz gut.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Das Buch: Ich finde die Szene, in der Richard in die Villa Lauterbach einbricht, um einen Traum auszulösen, extrem spannend. Und dann gibt es einige Szenen, die mich sehr berühren, zum Beispiel der Prolog oder die Szene, in die Sonja Richard alleine im Haus zurücklässt.
Mike: Als ich mit Richard vor dem Spiegel stehe, und mir langsam dämmert, wer er für mich ist.
Wisst ihr wie viel Gabriel tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Mike (lacht): In mir steckt jedenfalls nichts von ihm denke ich. Aber in Richard vielleicht…
Das Buch: Naja so richtig ohne autobiographische Elemente kommt ein Text ja nie aus. Von Gabriel und auch von Menschen aus seinem Umfeld oder seiner Vergangenheit. Nicht nur in Charakteren sondern auch in Szenen oder Dialogen kommt immer wieder einmal etwas vor, dass er meines Wissens auch tatsächlich erlebt hat. Selbst in so kleinen Details wie der Rettung der Kröte stecken Erinnerungen von ihm.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller den Autor beschreiben?
Das Buch: Ein nachdenklicher Autor, der mich schon sehr methodisch geschrieben hat. Zuerst hat er ein Konzept, dann ein Grundgerüst erstellt, dass er dann Stück für Stück mit Leben erfüllt hat. Dabei konnte er sich bei manchen Kapitel stundenlang in Recherchen verlieren, um daraus dann ein- oder zwei Sätze weiter zu schreiben. Bei anderen Szenen ging es Ruck- Zuck. Auch die Botschaften sind ihm wichtig: Zum Beispiel das Motiv – da geht es nicht einfach um Eifersucht, Rache oder Geld. Und eine gewisse Komplexität mag er auch gerne – wie man an der Sache mit dem Proust-Effekt und den Träumen sieht.
Mike: Ich denke, er ist ein Autor der besonderen Wert auf die Entwicklung der Charaktere legt. Auch bei mir - aber vor allem bei Richard. Da geht es ihm darum, dass der Richard endlich ein paar Dinge kapiert und in die Gänge kommt. Um herauszufinden, was mit unserem Vater passiert ist, und damit er das mit Sonja wieder richtet. Es wäre ja ewig schade, ich meine: Nicht viele haben, was die beiden miteinander verbindet. Das ist ihm denke ich alles noch wichtiger, als die eigentliche Handlung des Romans.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Das Buch: Gabriel hatte schon ein paar Arbeitstitel davor und irgendwann hat er sich auf Englisch „Beyond Memory“ notiert. Nachdem Richard eben über seine bewussten Erinnerungen hinaus einen Weg findet, Bruchstücke vergessener Erinnerungen auszugraben. Manche davon stammen aus Erzählungen von anderen Menschen, sind also gewissermaßen „Erinnerungen an Erinnerungen“ von Alwin, Franz und Richards Vater. Insofern geht es „über Erinnerungen hinaus“ daher „Jenseits der Erinnerung“. Dazu enthält es noch das „Diesseits/Jenseits“-Wortspiel, weil ja einige der Erinnerungen von verstorbenen Personen sind.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Wir finden das Cover sehr gelungen! Es ist ungewöhnlich, ein Blickfang und hat einen starken Konnex zum Buch: Die Mosaikstücke haben eine Verbindung zur Handlung (Richard muss die Mosaiksteine der Erinnerungen zusammensetzen) und zum Holzthema (wie Richard als Tischler die Welt wahrnimmt, er erkennt jeden Werkstoff, jede Holzart – was sich ja auch in den Kapitelüberschriften widerspiegelt, die jeweils ein wichtige Holzart des Kapitels aufgreifen). Die Rückseite wirkt sehr professionell. Also wir finden das Cover toll!
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Das Buch: Meines kommt gleich zu Beginn, in Franz Seniors Feldpostbrief, den er an seine Frau Maria schreibt: „Ich entkomme nur in Träume, von meinem Platz in deinen Armen, umklammert und frei.“
Mike: Meines kommt erst gegen Ende, es verbirgt denke ich auch eine zentrale Botschaft des Romans. Der alte Sepp Egger belehrt damit Richard, sinngemäß sagt er: „Von der Leidensfähigkeit des Menschen, habt ihr Jungen keine Ahnung. Die einen ertragen schon mehr, als du dir jemals vorstellen kannst, und noch mehr Elend halten sie stand. Bei anderen setzt jedes kleine Kratzen am Ego eine kurze Lunte in Brand.“
Nun betritt der Autor wieder das Zimmer und blickt mich ungläubig an. Scheinbar ist es selbst in Autorenkreisen nicht üblich, dass das Buch und sein Hauptcharakter antworten. Leise flüstere ich den beiden noch zu: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«

Dann wende ich mich dem Autor zu. »Alle meine Fragen sind beantwortet, ich danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir.«

[Autoreninterview] Gabriel Schütz


Autoreninterview
Gabriel Schütz

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorzustellen?
Ich hatte immer schon vielfältige Interessen: Naturwissenschaften, Kulturen, Wirtschaft, Politik und vieles mehr – mit einem besonderen Fokus auf Menschen und Beziehungen. Literatur vereint all das für mich, weil sie die Dinge verbindet, reflektiert und in spannende Geschichten verpackt. Ich bin durch Zufall auf die Idee gekommen, das Schreiben etwas professioneller anzugehen. Seitdem habe ich vor allem in Literaturzeitschriften veröffentlicht und – für Kurzgeschichten und Lyrik – auch einige Preise gewonnen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Mir ist vor über zehn Jahren eine Pointe eingefallen. Aus der Pointe wurde eine Kurzgeschichte. Ich habe mich dann gefragt, was ich damit anfangen soll und die Geschichte bei einer Literaturzeitschrift eingereicht. Sie wurde gleich angenommen - mit dem Feedback, dass sie der Redaktion am allerbesten gefallen habe. Das hat mich sehr motiviert, weiter zu schreiben und so wurde aus der Kurzgeschichte nach und nach eine kleine literarische Karriere.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
"Jenseits der Erinnerung" ist mein Debüt.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich habe ein Konzept für einen Thriller ausgearbeitet. Daneben gibt es auch eine gewisse Nachfrage nach einer Fortsetzung von „Jenseits der Erinnerung“, was mich natürlich sehr freut. Wie lange das dauert hängt aber davon ab, wieviel Freizeit ich dafür aufbringen kann, weil natürlich Beruf und Privatleben vorgehen und dann erst das Schreiben kommt.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Reisen und Freunde/Menschen treffen, Sport betreiben, über interessante Dinge recherchieren, wobei ich bei all dem auch Inspiration finde - und dann natürlich schreiben. Lesen gehört auch dazu, in letzter Zeit vermehrt auch Hörbücher, weil das – z.B. beim Autofahren – praktisch ist.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Was neuere AutorInnen betrifft: Von Schirach, Zeh, Fitzek, Wolf Haas, … Generell lese ich leider sicher weniger als ich gern würde und auch als ich sollte, um meine eigenen Schreibfähigkeiten weiter auszubauen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
In einem Sitzsack im Garten, der unter einem riesigen Nussbaum baumelt.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
An einem ganz normalen Tag wird wenig geschrieben. Geschrieben wird am Wochenende, oder manchmal spät abends, wenn alle schlafen, alles erledigt ist und ich mich ohne gedankliche Ablenkung auf einen Text konzentrieren kann.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich habe kein Lieblingsgenre. Ein Text muss berühren. Texte, die mich berühren, schaffen Intimität mit Charakteren, sind originell und anspruchsvoll. Letzteres kann auf ganz verschiedene Art verwirklicht werden. Im Idealfall beinhalten sie auch lehrreiche Informationen, so dass man am Ende des Buches mehr über die Welt weiß, als zuvor. Über eine Epoche, einen Kulturkreis oder eine Subkultur, einen Beruf, etwas Technisches, die Tierwelt … es braucht nicht viel, um meine Neugierde zu wecken. Nur zu trivial darf es nicht sein.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ich mag Zitate, Sprüche und Redewendungen generell sehr gerne. Ein Spruch, der mit besonders gut gefällt, ist „Die Dosis macht das Gift“. Wir tendieren ja generell oft dazu, Eindrücke rasch zu werten und sie dabei erst einmal in gut und schlecht einzuteilen. Ich finde es als alternative Perspektive sehr spannend, das wirklich alles in einer gewissen Dosis „gut“ oder zumindest „ok“ ist und auch „gute Dinge“ in einer Überdosis „giftig“ sein können – selbst wenn das beides auch nicht immer stimmt.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich bin schon sehr heimatverbunden und insofern kann ich Österreich getrost als mein Lieblingsland bezeichnen. Aber es gefällt mir an vielen Orten auf der Welt.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich bin es auch beruflich gewohnt, stetig zu verbessern und dabei Feedback zu geben und zu bekommen. Ich verstehe zwar, dass Kritik in der Kunst für manche ein sensibles Thema ist – für mich aber überhaupt nicht. Ich freue mich immer, wenn sich jemand mit meinen Texten auseinandersetzt und mir sagt, was er/sie daran gut findet und was nicht. Ich möchte ja mit meinen Texten die LeserInnen berühren – und wie soll ich mich dabei verbessern, wenn ich keine Rückmeldung dazu erhalte?
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich habe das Manuskript einigen – vor allem großen – Verlagen geschickt und bis auf ein paar anerkennende Worte wenig zurück bekommen. Da ich ohnehin bereits eine tolle Lektorin hatte, war der Weg zum fertigen Buch im Eigenverlag nicht weit. Ich sehe auch einige Vorteile des Self Publishings (man hat alles selbst unter Kontrolle, der Markzugang ist vor allem Online mittlerweile sehr einfach usw.). Man muss aber sagen, dass sowohl für einen Verlag als auch im Self Publishing ein literarischer Kriminalroman von einem neuen Autor kommerziell schwer darzustellen ist. Das ist schon in breitenwirksameren Genres, wie beispielsweise klassischen Thrillern, und auch bei bekannteren Autoren mit „Stammleserschaft“, schwer. Insofern habe ich auch nicht erwartet, dass sich ein größerer Verlag für ein Romandebüt darauf einlässt und dann recht bald an Self Publishing gedacht.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Falls ihr den Februar mit meinem Roman starten möchtet, freue ich mich natürlich sehr. Lasst euch gerne darauf ein: es ist kein klassischer „Whodunit“-Krimi sondern eben ein literarischer Kriminalroman, der viele kleine Geheimnisse in sich birgt. Wenn ihr Fragen dazu habt, freue ich mich auch, wenn ihr mir einfach direkt schreibt – auf lovelybooks gibt es außerdem eine recht aktive Leserunde dazu.

Montag, 9. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Destroyer - Main Licht in der tiefsten Nacht von Christina H. W.

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Christina H.W., um mit ihr über ihr Buch „Destroyer – Mein Licht in der tiefsten Nacht“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Danke, dass ich die Chance bekommen habe. :)
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
High Society trifft auf organisiertes Verbrechen und das im sonnigen Apulien. Wo jedes Lächeln eine Lüge und jede Umarmung tödlich enden kann und Vertrauen Luxus ist. Ich glaube, dass trifft es sehr gut. Es wird eine Achterbahnfahrt der Gefühle.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Einfaches und schnelles Ja. Ich liebe es, weil man dadurch die Charakterentwicklung sehr deutlich erkennen und auch miterleben kann.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ich glaube ich habe viele – zu viele. :) Aber die Szene, wenn sie merken, dass Gefühle im Spiel sind und sie für den anderen alles tun und opfern würden, dass liebe ich am meisten.
Wie viel echte Christina steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Ich denke, jeder Autor steckt seine Seele in seinen Büchern. So ist es auch bei meinen. Aber wenn ich konkreter gehen müsste, würde ich sagen, dass die Protagonisten niemals aufgeben … denn das tue ich auch nicht.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Luca: Was ist das denn bitte für eine Frage?
Liana: Hör auf, sonst vermasselst du das hier und Band 2 wird uns den Kopf kosten.
Luca schnaubt und lehnt sich gelangweilt zurück.
Liana: Ich würde Christina als sehr loyal bezeichnen, was man auch in der Geschichte widerspiegelt. So wie sie bestimmte Szenen schreibt.
Luca: Ich wäre eher für grausam, weil sie uns durch die Hölle gehen lässt. Oh und nicht zu vergessen, dass sie es liebt mich zu einem Weichei zu machen.
Liana: Gefühle sind wichtig und die hat sie auf jeden Fall. Ein Teil ihrer Art, dass sie nie den Glauben verliert und weiterkämpft und stets das Gute sieht, zeigt sie in Form von ihren Geschichten.
Luca: Gefühle … was für ein Scheiß.
Liana: Hör doch mal auf, am Ende bekommen wir echt noch ärger.
Luca: Du hast perfektionistisch vergessen. Sie will alles perfekt machen.
Liana: Die Bücher sind ja auch ihre Leidenschaft.
Luca: Du Verteidigst sie obwohl sie Band 2 schreibt und uns …
Liana: Schhh … wir sollen darüber noch nichts sagen!
Luca: Ich sage ja auch nichts, nur das …
Liana legt Luca ihre Hand vor den Mund: Luca nicht!
Luca murrt ein: Das wirst du noch bereuen.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Meistens steht der Haupttitel schon im Vorfeld. Destroyer entstand durch den Kern der Geschichte und dass die Welt nicht immer gerecht zu einem ist. Das die Zerstörung in verschiedenen Arten kommt und die Seele sprengt. Von Trauer, Hass, aber der Liebe.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Mehr als zufrieden. Jedes Detail wurde genau so umgesetzt, wie ich es mir gewünscht hatte und alles hat eine Bedeutung.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
»Man sagte auch, dass die Zeit alle Wunden heilen würde. Dieser Fall würde bei mir definitiv nicht eintreten.«
Dieses Zitat zeigt, den tiefen Schmerz von Liana und die Trauer, die sie nie richtig verarbeitet hat.
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir, für deine Zeit und deine Mühe.

[Autoreninterview] Christina H. W.


Autoreninterview
Christina H. W.

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hey, ich bin Christina und Autorin im Selfpublishing. Meine Bücher befinden sich alle im Genre Dark, obwohl ich von Fantasy bis hin zu Romance ziemlich breit gefächert bin und jeder somit etwas finden sollte, solange er die Dunkelheit liebt. Denn die Finsternis ist ein wesentlicher Bestandteil. Oh, und ich schreibe, sagen wir mal zu 90% Reihen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das Schreiben hat mich schon immer begleitet und war ein wichtiger Teil meines Lebens. Erst waren es nur kleine Geschichten (Obwohl ich selbst da nie eine Kurzgeschichte geschafft habe und es immer länger wurde) bis ich mein erstes eigene Buch geschrieben habe. Allerdings war das nur für mich, was kaum jemand kennt. Es war eher der Schritt das Buch oder besser die Geschichte, die ich auf Papier geschrieben habe zu veröffentlichen und der Welt zu zeigen, dass hat mir am meisten Angst gemacht hat.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Die Broken Soul, eine Dark Romantasy Reihe, dort sind bereits vier Bände erschienen. Hier geht es um Königreiche, Magie, Rivalität, Kreaturen die unter den Menschen Leben und im mitten des Chaos das Gefährtenband, das langsam wächst und alles überstrahlen wird.
Und dann die Dark Romance Reihe Destroyer, dort ist bisher Band 1 überall erhältlich. Hierbei geht es um die High Society die auf das organisierte Verbrechen trifft und das im sonnigen Apulien. Liebe spielt eine Rolle, aber auch Freundschaft und die Familie.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich arbeite so gut wie immer an etwas. Vor dem Release ist nach dem Release …
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Puh, wenn ich wirklich mal Luft habe, dann ist Lesen noch immer ein wichtiger Bestandteil, aber so viel wie früher schaffe ich definitiv nicht mehr.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Es gibt viele Autoren, die ich mag und die ich in den letzten Jahren kennengelernt habe. Aber Lieblingsautoren oder Bücher habe ich nicht.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schriebe am meinem Laptop, da ich ihn überall mithinnehmen kann, für den Fall der Fälle. Meistens Schreibe ich am Esstisch und das mit Musik und einem Energy Drink – only RedBull. :) Jedoch was die Ideen angeht, habe ich in meinem Handy eine App und Tausend Notizen. Wieso ich es auf dem Handy habe? Weil ich das immer zur Hand habe und wenn etwas in meinem Kopf umhergeistert muss ich es sofort aufschreiben.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Chaotisch. Nein, vielleicht etwas. Ich setze mich eigentlich sofort hin. Checke mein Social Media und schaue, was ich alles erledigen muss. Bis ich dann mal Anfange zu schreiben und in meine Welt versinke. Ab und an mache ich dann eine Pause und erledige andere Sachen die anstehen und Arbeite mich durch meine To-Do Liste. Ja, ich habe eine, aber auch nur, weil ich sonst vor lauter Schreiben und Planen alles andere vergesse und hinterher noch ein größeres Chaos habe. So gesehen besteht mein Alltag aus Schreiben, verbessern, Marketing planen, Projekte planen und wieder schreiben. Nichts so aufregend, oder? :)
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Oh ganz klar. Ich schreibe alles was mit Dark zu tun hat. Dark Romance, Dark Fantasy und so weiter. Aber beim Lesen ist das anders. Am liebsten lese ich Sport-, CEO Romance und außerhalb des Genres, in dem ich Schreibe.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Nein, es gibt viele Zitate die ich im Kopf habe und mir wichtig sind. Wie zum Beispiel »Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, sie zu folgen.« von Walt Disney oder »Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.« von Goethe. Es gibt immer Zitate die passen, doch was bei mir wichtig ist, dass ich niemals aufgebe, egal, was auch passiert und ich denke, dass repräsentiert auch meine Figuren in meinen Büchern, dass sie immer weiterkämpfen, egal, wie Dunkel und Hoffnungslos es sein mag.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ein paar. Amerika, wegen der Vielfalt und den Möglichkeiten. Italien, da ich hierzu einen familiären Bezug habe und so oft es geht, dorthin reise und zum Schluss Spanien, wegen den Erinnerungen, die ich dort gesammelt habe und im Herzen trage.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Konstruktive Kritik ist immer gut, schließlich lernt man niemals aus. Aber alles was unter der Gürtellinie geht, ist tabu. Ich nehme sie an und entscheide dann, wie ich damit umgehe, oder was ich ändere. Aber ich werde immer ich selbst bleiben, schließlich kann man es nicht jedem recht machen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Weil ich die Freiheit liebe. Die Möglichkeit selbst zu entscheiden, was, wie und wann ich schreibe, aber auch dass ich ein Mitspracherecht bei dem Cover und dem Design habe. Ich liebe es und würde nichts ändern wollten. Allerdings schließe ich einen Verlag parse nicht aus.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ohne euch wäre alles nur ein Traum geblieben. Ich danke jedem der meinen Büchern eine Chance gibt und meinen Weg als Autorin verfolgt.

Sonntag, 8. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Lost Souls Pond - Verfluchter Daemonwolf von Hedy Loewe


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Hedy Loewe, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Lost Souls Pond – Verfluchter Daemonwolf“ von Hedy Loewe. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊 Doch da klettern noch drei Protagonisten aus dem Buch und setzt sich zu uns.

Wer seid ihr denn? Wollt ihr euch den Besuchern des Blogs vorstellen?
Heros verneigt sich vor Rona: „Die Dame beginnt“, meint er und lächelt irre charming.
„Hallo, ich bin Rona. Eigentlich war ich bis vor Kurzem Karrierefrau. Wirtschaftsstudium mit Auszeichnung, toller Job, tolle Aussichten. Und dann traf ich auf Damien. Oder vielmehr, er auf mich…“
„Liebe Claudia, ich bin Pater Daniel“, fährt der zierliche Mann in der Mönchskutte fort. „Ich sorge dafür, dass es meinen Schäfchen beim MI7 gutgeht.“
„Da untertreibt er maßlos“, sagt der wunderschöne blonde Mann mit den strahlend blauen Augen. „Heros, Dunkel-Fae“, stellt er sich vor. „Aber das weiß in der Menschenwelt niemand“, zwinkert er mir zu.
Herzlich Willkommen, Rona, Pater Daniel und Heros. Wollen wir das Interview nun zu fünft machen?
„Klar. Das Buch kann einfach die Klappe halten“, witzelt Heros. Pater Daniel rollt mit den Augen. „Das Buch darf auch mitreden“, meint er bestimmt.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
„Aber immer!“, meint Heros. „Die coolen Typen von Pandragian haben uns von dir erzählt. Und dass du so tolle Buchbeiträge machst. Und schon sind wir da!“
Rona, Pater Daniel und Heros haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
„Ich stecke voller Geheimnisse und Wendungen“, beginnt das Buch Lost Souls Pond. „Meine Protagonisten sind sehr unterschiedlich. Mit Heros und Damien treffen die stärksten Gegensätze und magische Mächte aus verschiedenen Welten aufeinander. Die arme Rona wird da mitten hineingeworfen und hat es gar nicht leicht, sich zurechtzufinden. Damien ist nämlich alles andere als einfach. Deshalb ist er auch nicht mit zum Interview gekommen. Er redet nicht gern, schon gar nicht mit Fremden. Gemeinsam sollen Damien, Rona und Heros einem echten Schurken das Handwerk legen. Doch als sie ganz nah an ihm dran sind, passiert etwas, das sich Rona in ihren kühnsten Träumen nicht hätte ausdenken können.“
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt, euch durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Seht ihr es als Protagonisten genauso?
Rona zieht überlegend die Nase kraus. „Hedy hat mir wunderschöne Erlebnisse geschenkt. Ich hätte das gerne noch viel länger genossen. Aber wir sind hier ja nicht in einer Romance, wo es nur um ein Liebespaar mit vorhersehbarem Happy-end geht. Sie hat mich auch ganz schön leiden und schuften lassen. Aber ich hab auch eine Menge gelernt.“
Heros war ernst geworden. „Leiden lassen, dass kann sie. Schenkt mir das Glück meines Lebens, und dann …“ Er bricht ab und sieht verzweifelt aus.
„Aber auch du hast viel gelernt“, sagt Pater Daniel sanft zu Heros. „Und war am Ende nicht alles so, wie es sein sollte?“
„Na ja, ein simples Romance-Happy-end geht anders“, kichert das Buch vorlaut. „Aber dafür haben wir auch ernstere Leser, die komplexe Geschichten mit Tiefgang mögen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Das Buch: „Hach, die Stelle im Wirtshaus, als Rona die Laute spielt und die Stimmung die alte Hütte zum Wackeln bringt, fand ich herrlich!“
Pater Daniel: „Wie respektlos Rona sich dem Teufel entgegengestellt hat, das war großartig. Heros, welche war deine Lieblingsstelle?“
Der schöne Fae sieht nachdenklich in die Ferne. „Wenn ich euch das sage, würde ich brutal spoilern und euch mein kaltes Herz offenlegen. Das tue ich definitiv nicht.“
Wisst ihr wie viel Hedy tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Habt ihr dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmt ihr dem Buch zu?
Seltsamerweise ist es Pater Daniel, der antwortet: „Hedy steckt in jedem von uns. Oder eher wir in ihr. Sie kann es nur in ihrem Reallife nicht immer so rauslassen.“ Er lächelt weise. „Also bei mir eigentlich schon. Ich bin sanftmütig. Aber Damiens Wut oder Heros´ Hinterlist, sowas würde sich Hedy nie trauen. Das lässt sie dann lieber an uns aus.“
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Das Buch: Hedy ist einfach viel zu gewissenhaft. Deshalb dauert das mit den neuen Büchern auch so lang. Da muss einfach alles stimmen, bis zum letzten Nebencharakter ist alles durchdacht. Sie hasst es, wenn Fantasybücher Plotlöcher haben, schlampig lektoriert sind oder die Storys zu dünn sind.
Rona: Ja, leider haben diese seichten Sachen oft soo viel Erfolg. Aber wir trösten uns damit, echte Buch-Goldstücke zu sein. (Seufzt)
Heros: Hedy bräuchte echt ein bisschen (viel!) mehr von mir. Sie muss mehr auf den Putz hauen und ihr Licht nicht immer unter den Scheffel stellen. Was sie mir an Selbstbewusstsein auf den Leib geschrieben hat, fehlt ihr leider. Aber dafür hat sie dann so Schätze wie dich, Claudia (Heros lächelt umwerfend charmant), damit Hedys Bücher bekannter werden.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Witzigerweise stand der Titel diesmal schon sehr früh fest. Das hängt einmal mit Damiens Herkunft zusammen, die ja gleich am Anfang der Entstehung festgelegt war, der Titel sollte aber auch romantisch klingen und die Stimmung des Buchs repräsentieren – und nur im Untertitel (Verfluchter Daemonwolf) noch ein bisschen Unheil dazukippen. Und nicht zuletzt hat Hedy nach einem Portal gesucht, das so noch nicht beschrieben wurde. Jedenfalls kennt sie keinen Zeitreiseroman mit so einem Portal wie den Lost Souls Pond.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Das werden die Leser entscheiden! Aber uns gefällt es. Es ist romantisch mit den schönen Schnörkeln, die Sanduhr weist auf die Zeitreise hin und die silberne Distel ist ein Nationalsymbol für Schottland. Herz, was willst du mehr?
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz dem Buch und den drei Charakteren »Danke, für eure Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
„Hey, es war nett mit dir! Pass auf dich auf“, sagt Heros mit seinem charmanten Lächeln. Pater Daniel und Rona winken noch mal und dann sind die drei von einem auf den anderen Augenblick in einem etwas gruseligen Dunst verschwunden.
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Samstag, 7. Februar 2026

[Autoreninterview] Vanessa Funk


Autoreninterview
Vanessa Funk

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Mein Name ist Vanessa Funk. Ich bin 34 Jahre alt, verheiratet und liebe zusammen mit meinem Mann und Hund. Ich bin gelernte Buchhändlerin und habe nun seit über 10 Jahre im Vertrieb gearbeitet. Aktuell bin ich für Check24 tätig, was sehr abwechslungsreich und spannend ist. Seit etwa 2024 bin ich nun auch Autorin.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich schreibe eigentlich seit ich schreiben kann. Bereits in der 4 Klasse habe ich ein Stück geschrieben, dass dann in der Schule aufgeführt wurde. Danach folgten einige Kurzgeschichten und dann kam meine Trilogie.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Ahawa Lamia - Flammendes Erwachen: Hier geht es um ein junges Mädchen, dass ein Familiengeheimnis entdeckt und sich dann der Frage stellen muss, wer sie eigentlich ist und wem sie noch vertrauen kann. Natürlich droht Gefahr und sie muss entscheiden, wie sie ihre neue Welt und deren Bewohner retten kann. Es geht um Liebe, Magie, Freundschaft und die Macht der Elemente
Ahawa Lamia - Geheimes Vermächtnis: Hier begleiten wir Sophia weiter auf ihrer Reise durch den Orbis und die Schatten der Vergangenheit. Sie musste schnell erwachsen werden und die Last zweier Welten liegt auf ihren Schultern. Kann sie das schaffen oder bricht sie unter diesem Druck zusammen? Auch hier geht es um Magie, Verrat, Freundschaft, die Elemente und Liebe
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich bin gerade an Band 3 meiner Trilogie und hoffe, dass er bis Ende des Jahres fertig ist.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Neben Job und Schreiben, bleibt nicht mehr viel Zeit. Wenn ich etwas Zeit habe, dann verbringe ich diese mit meinem Mann, dem Hund und meiner Nichte.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Klar, ich liebe die Göttlich Reihe von Josephine Angelini und die Edelstein-Trilogie. Auf die Tribute von Panem und Harry Potter werden von mir immer wieder gelesen. Auch die Fear Street Reihe zieht mich jedes Mal wieder in einen Bann.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe eigentlich überall. Mein Laptop ist fast immer bei mir. Auch wenn die Orthopäden nun einen Anfall bekommen, am meisten schreibe ich im Schneidersitz auf meiner Couch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich stehe auf, mache mich fertig und versorge dann den Hund. Danach arbeite ich oder mache den Haushalt, je nachdem was für eine Schicht ich habe. In der Pause gehe ich wieder mit dem Hund, nach der Arbeit koche ich und tauche mit dann mit meinem Mann aus. Zwischendrin schreibe ich, mache ich Marketing und tue, was sonst noch anfällt.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Bei beidem kann ich klar sagen, Romantasy Youngadult/Newadult. Ich schreibe das, was ich auch gerne lese und wo ich mich am Besten auskenne. Daher wird es von mir auch nie einen Krimi geben.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Tu Gutes dann widerfährt dir auch Gutes. Ich glaube, dass alles was wir tun, eines Tages zu uns zurückkommt. Daher versuche ich so gut, freundlich und nett zu sein, wie ich kann. Da ich hoffe, dass es irgendwann auch bei mir für ein gutes Karma sorgen wird.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe Schottland, da ich schottische Wurzeln habe. Auch England und Deutschland mag ich sehr, da ich finde, dass die Kultur, die Art der Menschen und alles was es dort gibt lohnenswert ist.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich bin immer für Kritik offen, sofern diese konstruktiv ist. Jeder Mensch lernt und kann sich nur so verbessern. Aber Kritik die falsch oder nur gemacht wurde um zu verletzen finde ich schwach und kommt bei mir auch nicht an.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich hatte einige Angebote von Verlagen aber als Buchhändlerin kenn ich die Verträge und Vorgehensweisen genau. Ich wollte mehr Freiheit und die Möglichkeit, es so zu machen, wie ich es möchte. Daher war SP für mich genau der richtige Weg.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ja. Lest mehr Bücher. Nicht nur meine, sondern alles was es in dieser tollen Welt gibt. Lasst euch nicht vom Farbschnitt usw. blenden sondern unterstützt die Autoren, die ihr Herzblut, Geld und alle was sie haben investieren. Das Lesen schafft eine Ebene der Fantasie, das Film und Fernsehen nie erreichen können.

Freitag, 6. Februar 2026

[Schnipseltime] Alpenzauber - Fini & Silvio von Holly O'Rilley


 

Nach einem Abendessen mit Brot und etwas Leberwurst aus einer Glaskonserve, ging ich frühzeitig ins Bett. Immer wieder setzte starker Regen ein und der Sturm rüttelte an meinen Holzfensterläden. Es wurde eine unruhige Nacht und ich schlief nur wenig. Immer wieder schaute ich zum Fenster hinaus, sah im schwachen Mondlicht, wie sich die Bäume bogen.

Der nächste Morgen empfing mich mit Regen, zumindest wehte nur noch ein leichtes Lüftchen, als ich mich auf den Weg in den Schuppen machte. Zum Glück waren meine Mädels wohlauf und hatten auch einige Eier für mich im Nest.

Für eine Weile kraulte ich Lene und Berta. „Heute müsst ihr leider mal drinnen bleiben“, tröstete ich sie. „Das Wetter ist richtig eklig und ich muss morgen erst nach eurem Gehege schauen, nicht dass da etwas hinüber ist und der Fuchs euch holt. Zum Glück habt ihr hier ja Platz genug.“

Während ich sprach, spürte ich einen sanften Lufthauch im Genick.

„Du hast einen schönen warmen Platz bei mir in der Hütte, liebe Fini“, sprach ich in den Raum, sicher, dass sie sich bemerkbar gemacht hatte.

Doch plötzlich spürte ich sehr deutlich, dass ein Luftzug durch den Schuppen zog. Fast wie Zugluft. „Ich weiß nicht, was du mir damit sagen willst“, redete ich mit meiner unsichtbaren Mitbewohnerin weiter. Ich begann die Hühnerecke zu reinigen, dabei trafen mich immer stärkere Luftströme, die unmöglich von irgendwelchen Ritzen und Spalten, an denen es durchzog, kommen konnten. Die gab es nämlich nicht!

„Fini, die Mädels müssen doch versorgt werden“, brummte ich. „Die mögen es sauber und wollen frisches Futter und Wasser haben.“

Prompt fielen einige meiner Gartengeräte um. „Es reicht jetzt, Josefine!“ Dabei wurde ich etwas lauter, sodass meine Hühner erschrocken von mir wegsprangen. „Ich bin gleich fertig, dann kann ich dir dein Hörbuch anschalten. Falls ich das dann überhaupt will“, setzte ich nach.

Ungläubig schüttelte ich den Kopf, als schließlich die Schubkarre umfiel. So hatte Fini sich noch nie aufgeführt. Bisher war mein Almgeist sehr friedlich und ruhig, von ihren kleinen Streichen abgesehen.

„Was willst du denn von mir?“, brummte ich vor mich hin, ohne eine Antwort zu erwarten. Denn gesprochen hatte sie nie mit mir.