Dienstag, 11. November 2025

[Buchvorstellung einmal anders] In love with the boss von Ava Cooper


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Ava Cooper, um mit ihr über ihr Buch „In love with the boss“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Sehr gerne – ich freue mich doch immer, mit dir zu sprechen. Und natürlich ganz besonders über mein neues Buch ❤️
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Wenig Sätze von einer Autorin ... Eine echte Challenge🤣🤣 Aber okay: Im Mittelpunkt der Story steht Riley Donovan, Pressereferentin eines Biotech-Unternehmens. Als Elias Sanderson – der neue Chef mit dem Spitznamen der „Model-CEO“ kommt – führt eine versehentlich an ihn verschickte E-Mail dazu, dass sie seine persönliche Referentin wird. Es gibt aber eine Regel: kein S€x. Allerdings ist der Model-CEO nicht nur genauso heiß wie sein Ruf, sondern obendrein extrem charmant und er sieht Riley als das, was sie ist: eine intelligente Frau, der im Konzern alle Wege offenstehen könnten. Ganz im Gegensatz zu ihrem Verlobten, der von ihr erwartet, dass sie nach der Hochzeit kürzertritt. Was ihr immer weniger behagt, je besser ihr der neue Job gefällt. Auf einem Gala-Event kommt es zum Streit zwischen ihnen und sie wendet sich Elias zu. Doch kurz darauf stellt eine Erkenntnis alles in Frage, was sie über Elias gewusst zu haben glaubte. Hat er sie nur für ein perfides Spiel im Machtgerangel mit seinem früheren Geschäftspartner benutzt?
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ich bin da ziemlich schmerzfrei. Ich bringe Charaktere fast genauso gerne um, wie ich ihnen Spaß gönne 🤣Generell sind es die Extreme, die mich reizen. Wenn meine Protagonisten leiden und glauben, alles verloren zu haben, wird es tief und echt. Da geht es ins Eingemachte. Das schreibe ich gerne. Doch ich feiere auch gerne die schönen Momente mit ihnen. Und auch die gibt es bei „In Love with the Boss“. Mit ordentlich Würze …
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Da gehen wir doch mal zu einem dieser schönen Momente …
Elias beugt sich weiter zu mir vor und legt die Hand in meinen Nacken. Sein Gesicht nähert sich meinem und sein Mund … Oh, mein Gott, seine Lippen sind nur noch wenige Millimeter von meinen entfernt. Ich starre zu ihm auf, fühle mich wie das Kaninchen vor der Schlange. Dieser Mann könnte mein Verderben sein. Aber das ist mir in diesem Moment egal. Ich stehe unter seinem Bann, erlebe alles wie in Trance.
»Sag mir eins, Riley – wie nah darf ich dir als Freund kommen?«, raunt er und sein warmer Atem gleitet über mein Gesicht. Es fühlt sich an, als würde er mich hauchzart streicheln. Gleichzeitig spüre ich seine Finger wie glühendes Eisen, das sich in meine Haut bohrt. Fast warte ich darauf, ein Zischen zu hören. Aber es gibt nur unseren Atem und das Blut, das überlaut durch meine Ohren rauscht. Mein Herz pumpt wie verrückt, weil Elias mich berührt. Mich voller Verlangen ansieht.
Wie viel echte Ava steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Ha, das ist bei dem Buch natürlich besonders brisant. Immerhin arbeite ich tatsächlich in der Presseabteilung eines großen Unternehmens, daher kenne ich Konzernabläufe ziemlich gut. Aber ich h hatte niemals eine Affäre mit einem der Vorstände oder war in einen verliebt. Das entspringt alles nur meiner Fantasie. Ich habe das als Thema nur aufgegriffen, weil ich es schreiberisch spannend finde. Man kann so viel daraus machen. Forbidden Love im Büro, mit einem ultraheißen Milliardär … Och, führ mich nicht in Versuchung 😁
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Riley: Ava ist schwer in Ordnung. Sie ist voller Hingabe für ihre Stories, geht voll darin auf und kümmert sich um ihre Protas. Ich habe immerhin einen echt guten Job, verdiene anständig und habe ein Dach überm Kopf. Gut, mein Verlobter ist ein ziemlicher Stoffel. Da frage ich mich schon, wieso sie mir den angedichtet hat. Tja, und der Chef … Manchmal ist der echt verpeilt. Und ein bisschen selbstverliebt. (grinst Elias an)
Elias: Dir werd ich helfen. Pass auf, dass ich dich nicht dazu verdonnere, eine weltweite Versandaktion zu betreuen. (Er stößt sie lachend an). Ich sehe da gewisse Parallelen zu Riley. Meine reizende Referentin hat mindestens eine genauso große Klappe wie Frau Autorin.
Ava: Na, da sei mal froh, dass ich dir keine Langweilerin an die Seite gestellt habe.
(Alle lachen)
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Ursprünglich hatte das Buch den Arbeitstitel „Breaking Boundaries“. Weil es in der Biotechnologie darum geht, Grenzen zu sprengend. Elias und Riley überschreiten ebenfalls Grenzen, insbesondere hierarchische und traditionelle Denkweisen. Mit diesem Titel bin ich in den Pitch auf der Frankfurter Buchmesse gegangen, zu dem BeHeartbeat letztes Jahr gerufen hatte. Meine liebe Lektorin hat später nach Titeln gesucht, die passender zum Genre sind, gleich klarmachen, worum es geht. Und ich mag den neuen Titel sehr.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich LIEBE das Cover! Es vereint die romantische Leichtigkeit von New-Adult-Titeln mit der modernen Skyline von Boston, in der die Story ja spielt. Ich war total geflashed, als meine Lektorin mir drei verschiedene Cover geschickt hatte, die alle mega aussahen. Darüber hat sie dann die Community wählen lassen – und sie hat für meinen Favoriten gevotet ❤️ Hach, das hatte mich echt total gefreut!
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Dann würde ich gerne ein Statement machen, das mir als berufstätige Mutter wichtig ist:
Mein Tonfall wird allmählich lauter und schärfer. »Wir können doch heiraten UND ich arbeite weiter wie bisher. Ein Ring an meinem Finger schränkt meine Fähigkeiten als Referentin sicher nicht ein. Mein Gehirn arbeitet immer noch.«
Danke für das Gespräch.

Montag, 10. November 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Alaric Zane - Wunden der Vergangenheit von Irina Meerling


 

Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Irina Meerling, um mit ihr über ihr Buch „Alaric Zane – Wunden der Vergangenheit“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Hi! Vielen lieben Dank, dass ich es darf!
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Gerne! Es geht um Dillen und Alaric – zehn Jahre sind seit ihrer Schulzeit vergangen. Nun stehen sie sich wieder gegenüber. Täter und Opfer – zwischen ihnen Schuld, Angst und die Hoffnung auf Vergebung. Doch manche Wunden sitzen tiefer, als Worte heilen können.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Tatsächlich flutschen beim Schreiben die weniger schönen Situationen besser. Ich bin dann so emotional, dass ich einfach nicht lange nachdenke, sondern einfach loslege. Aber natürlich gönne ich ihnen viel mehr die angenehmen Momente! ❤️
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Eine Lieblingsstelle nicht direkt. Ich könnte mich jedenfalls nicht entscheiden. Die Novelle ist sehr dicht geschrieben, weshalb es schwierig ist, eine Textstelle von den anderen zu separieren, ohne dass die Gewichtung verloren geht oder zumindest geschmälert wird.
Wie viel echte Irina steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
In jedem meiner Bücher steckt ein Teil der echten Irina. Bei „Alaric Zane – Wunden der Vergangenheit“ ist das nicht anders. Ich habe selbst Erfahrung mit Mobbing machen müssen. Es war keine körperliche Gewalt, dafür sehr perfide seelische. Das hat mich geprägt und bis heute tiefe Spuren hinterlassen. Selbstzweifel, Panikattacken, … Das verschwindet nie ganz.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben? 
Uff. Gute Frage. Sie würden vermutlich sagen, dass ich immer bis zum Schluss ganz naiv an das Gute im Menschen glaube. Jedenfalls habe ich das schon mehrfach über mich gehört.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Der Titel stand relativ schnell fest und veränderte sich nur, indem ich „Alaric Zane“ vorne ran stellte. Ich fand, dass „Wunden“ am besten noch, was zurückbleibt, wenn man Opfer von Mobbing wurde. Unsichtbare Verletzungen, die vielleicht oberflächlich verteilen, aber trotzdem immer da sind.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich liebe das Cover! Welke Blumen … Melancholisch, symbolisch und tief. Man soll sich ja nicht selbst loben, aber: Mensch, Irina, da hast du dich übertroffen! 🤪
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
„Warum?“, flüsterte Alaric nach einigen Minuten ins Nichts. „Was habe ich getan, um all das verdient zu haben?“
Es ist eine so simple Frage, die aber wahnsinnig viel Kraft braucht, um ausgesprochen zu werden. Ich würde sie vermutlich nicht stellen können.
Danke für das Gespräch.
Ich habe zu danken!

Sonntag, 9. November 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Liebe, Lust & Lebkuchen von Frieda Feuerdorn


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Hedi, um mit ihr über das Buch „Liebe, Lust und Lebkuchen“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Hi, ich hoffe, ich bin dir da eine Hilfe, mache das ja zum ersten Mal.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Na klar. Ich bin Hedi Lohberger, 28 Jahre alt und eigentlich Buchhalterin in einer großen Berliner Modefirma. Meine Mutter hat mir eine Bäckerei hinterlassen, die seit 1853 durch unsere Familie geführt wird, und sich weit draußen in Brandenburg befindet. Ein ganz schöner Klotz am Bein. Na ja, ich versuche gerade, sie zu verkaufen. Ein vielversprechender Interessent hat sich auch schon gemeldet.
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Im ersten Band, den ich euch hier vorstelle, geht es erstmal darum, mich kennenzulernen. Weihnachten steht an und ich muss mich um das Erbe der Familienbäckerei kümmern. Ich habe den perfekten Käufer gefunden, und süß ist der auch noch. Nun muss ich mal sehen, ob alles so klappt, wie ich mir das vorstelle. Drückt mir die Daumen!
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Wir kennen uns noch nicht so gut, aber ich denke doch mal, dass sie mir gut gesonnen ist. Ich meine: meine Situation ist doch jetzt safe, oder? Nils kauft das Brothaus und ich kann wieder meiner eigentlichen Arbeit und meinem schönen Leben in Berlin nachgehen. Oder?
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Haha, na schonmal nicht die, als uns dieses Monster auf dem Dachboden erschreckt. Ich würde sagen: der Kaffee von Nils im Café am Morgen vor der Arbeit ist das Beste.
Was glaubst du, wie viel Frieda steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Hm, ich kenne ja Friedas andere Bücher nicht, aber ich glaube, dass ich im schönen Berlin mitten an der Friedrichstraße arbeiten darf, ist eine sehr nette Geste von ihr.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Ich meine, sie schreibt New Adult Liebesromane. Ich erhoffe mir da noch ein bisschen was … ich muss zugeben, ich bin nicht so die Leseratte und hab die Story erst bis zur Hälfte geschafft, obwohl sie doch recht kurz ist. Ich staune ja, dass sie so eine tolle Geschichte wie meine in wenige Seiten bekommt, ohne dass die Erzählqualität leidet. Nur, was will sie in Band 2 und 3 erzählen, wenn ich fein raus bin aus der Bäckereisache?
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Ich hatte kein Mitspracherecht. Der Titel stand schon, bevor klar war, wer die Hauptrolle bekommt. Er macht mir aber Hoffnung auf ein bisschen Spaß, wenn du verstehst. Nur über den Lebkuchen müssen wir nochmal reden. Ich esse schließlich keinen Zucker.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Das Cover hat Frieda ganz allein gestaltet, und ich liebe es. Es ist ihr Debüt, Leute, das verdient doch mal Anerkennung.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Das ist Nils´ Antwort, als ich um einen schwarzen Kaffee bitte: „Kommt sofort!“ :P Sorry, aber ich liebe Kaffee, ich brauche Kaffee, ich atme Kaffee. Diesen Satz sollte Frieda mal einbauen. 😉
Danke für das Gespräch.

Samstag, 8. November 2025

[Schnipseltime] Thrud - Göttin der Wikinger von Elin P. Mortensen

 

Die Sonne lugte über den Horizont und ließ die Tautropfen auf dem langen Gras der Wiese aufleuchten wie glitzernde Edelsteine, als ich mit zwei Eimern beladen vom Fluss zurück zum Langhaus stapfte. Bei jedem Schritt schwappte Wasser über und rann eiskalt über meine nackten Waden. Eine Bewegung beim Tor ließ mich innehalten. Ich rückte das Joch über meinen Schultern zurecht und versuchte blinzelnd, im Gegenlicht zu erkennen, was sich da regte.

Das Tor schwang auf, und kurz darauf marschierte Loki hindurch, nicht zu verkennen mit seiner schmalen, leicht vornübergebeugten Statur und dem in Asgard seltenen, wehenden schwarzen Haar, das in der Morgensonne schimmerte.

Die wenigen Einherier, die zu dieser frühen Stunde schon aus dem Langhaus gewankt waren und am Brunnen ihren Rausch mit eisigem Wasser vertrieben, hielten inne und neigten ehrfürchtig ihre Häupter. Wie kam der Kerl nur mit all seinen Ränken davon?

Er war noch weit entfernt, aber es sah aus, als steuerte Loki direkt auf mich zu. Zur Sicherheit wandte ich mich ab, um so schnell wie möglich zu verschwinden.

„Warte“, rief er.

Ich zögerte und erwog, ihn zu ignorieren.

„Thrud!“, setzte er nach.

Zu spät. Jetzt war den anderen Morgenvögeln vor dem Langhaus klar, dass er es auf mich abgesehen hatte. Seufzend drehte ich mich um und ergab mich in mein Schicksal.

Er kam näher, und mir fiel auf, dass er die Hände vor die Brust gepresst hielt und etwas darunter zappelte. Ich schauderte beim Gedanken daran, was sie umklammert hatten, als ich ihn zuletzt von Nahem gesehen hatte, in finsterer Nacht vor der Kammer meiner Eltern.

Jetzt hatte er meine Aufmerksamkeit. Ich kniff die Augen zusammen, um besser zu sehen. Was war das? Ich zuckte die Achseln. Jedem Geschöpf, das in die Fänge des Blenders geriet, hatten die Nornen übel mitgespielt. Wenn es Glück hatte, würde es einen schnellen Tod finden.

In einiger Entfernung von mir blieb Loki stehen, beugte sich hinab und setzte das Tier behutsam ab.

Ich hob die Augenbrauen. Eine solche Zartheit hatte ich ihm nicht zugetraut.

Als Loki sich aufrichtete und das Sonnenlicht auf das Tier fiel, schnappte ich nach Luft. Es handelte sich eindeutig um einen Wolfswelpen. Schon allein diese Tatsache wäre ungewöhnlich gewesen, doch dieser war größer als alle jungen Wölfe, die ich je gesehen hatte. Deutlich erleichtert darüber, endlich frei zu sein, tollte der Welpe übermütig durch das Gras, und ich folgte ihm mit dem Blick. Ein Glucksen stieg in meiner Kehle auf, als der Kleine sich tollpatschig überschlug.

„Thrud!“ Mit einer Hand winkend lenkte Loki meine Aufmerksamkeit wieder auf sich. Er durchquerte mit langen Schritten die Wiese vor dem Langhaus.

Ich stellte die Eimer im Gras ab, legte das Joch vorsichtig daneben, um sie nicht umzukippen und sah ihm entgegen.

Bevor Loki mich erreichte, schoss das Wolfsjunge an ihm vorbei und stürzte sich begeistert auf mich. Ich ließ mich auf die Knie sinken und kraulte hingerissen seine flauschigen Ohren. Seine Kiefer schnappten nach meinen Fingern. Ich überwand den ersten Schrecken, ließ mich auf das Spiel ein und hielt ihm meinen Ärmel hin.

Entzückt vergrub er seine Zähne in dem dicken Leder und nagte voll Begeisterung daran. Ich richtete mich wieder auf und hob den Arm empor, doch der kleine Kerl ließ nicht los. Baumelnd hing er an seinen Zähnen und seine Hinterläufe strampelten hilflos in der Luft, während er mit den Vorderpfoten an meinem Handgelenk Halt suchte.

 


[Buchvorstellung einmal anders] Thrud - Göttin der Wikinger von Elin P. Mortensen


 

Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Thrud und Freya aus „Thrud – Götter der Wikinger“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
„Gerne doch!“ Freya lächelt gewinnend und setzt sich geschmeidig auf das Schafsfell. Thrud lässt sich neben ihr nieder, vorsichtig wie ein Raubtier, und blickt genauso finster drein. „Ich verstehe nicht, was ich hier soll, Freya! Wir haben bei den Göttern genug zu tun!“
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Freya: „Ich bin Freya, die Göttin der Liebe, der Fruchtbarkeit und des Krieges.“
Thrud: „Thrud.“ Freya stößt ihr den Ellenbogen in die Seite.
„Ja, ja, schon gut. Ich bin auch eine Göttin. Meine Mutter ist Sif, die Schöne, mein Vater ist Thor, der Donnergott.“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Freya schweigt und sieht Thrud an. Ein Schatten geht über ihr schönes Gesicht.
Thrud räuspert sich. „Es ist meine Geschichte. Ohne Beschönigung, ohne Schnörkel. Und zugleich die Geschichte der neun Welten bis zur Ragnarök.“
Freya seufzt. „Es geht um Thruds schmerzhaften Versuch, sich aus dem langen Schatten ihres mächtigen Vaters zu befreien.“
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Thrud knurrt unwillig: „Da hat Elin keinen Anteil dran. Das habe ich schon immer selbst geschafft.“
Freya legt Thrud sanft ihre Hand auf den Oberschenkel und drück einmal kurz zu. Dann holt sie Luft: „Unsere Geschichte, zumindest das meiste davon, hat sich abgespielt, lange bevor Elin das Licht der Welt erblickte. Sie hat sie nur aufgeschrieben.“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Freya: „Ich glaube, ich mochte unsere gemeinsame Zeit in Folkwang am liebsten.“ Sie lächelt und wirft Thrud einen zärtlichen Blick zu. Die Göttin der Liebe eben.
Thrud scheint es nicht zu bemerken und legt die Stirn in Falten. „Eigentlich ist die Frage wohl eher: gab es in meinem Leben Zeiten, an die ich mich gerne erinnere. Da fallen mir zumindest ein paar ein, auch wenn sie spärlich gesät sind. Aber ich darf wohl nicht zu viel verraten. Deshalb vielleicht: die erste Zeit nach dem aufgeflogenen Diebstahl.“ Mit einem Seitenblick auf Freya fügt sie rasch hinzu: „Ich meine, als mein Großonkel Loki dafür bezahlen musste, dass er meiner Mutter das Haar abgeschnitten hat. Immerhin ist mein Vater so zu Mjöllnir gekommen, seinem Hammer. Und ich…“ Freya legt den Finger an die Lippen und Thrud verstummt. „Richtig. Das müsst ihr wohl auch selbst nachlesen.“ Sie zuckt die Schultern und rückt ihren Brustpanzer zurecht, dessen Leder mit so vielen, dunklen Flecken bedeckt ist, dass es fast schwarz aussieht. Aber vielleicht ist es auch das flackernde Licht des Feuers, das ihn so erscheinen lässt?
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
„Na, ich hoffe doch, dass sie sich an meinen Bericht gehalten hat“, platzt Thrud entrüstet heraus und reißt die Augen auf.
Freya lacht, und es klingt wie helle Glöckchen. „Du tust immer so gleichgültig, meine Liebe. Aber in Wirklichkeit bist du ja sowas von eitel!“ Thruds Gesicht verschließt sich wieder, aber ihre Mundwinkel zucken. Jetzt legt sie ihre große, kräftige Hand auf Freyas runden Schenkel und wirft ihr einen verstohlenen Blick zu. „Zumindest bringe ich dich noch immer zum Lachen“, brummt sie, aber es klingt zufrieden, nicht beleidigt.
Freya: „Es steckt ungeheuer viel von Thrud in dem Buch, meine Liebe. Schreib das. Die Autorin hat nur wiedergegeben, was Thrud ihr berichtet hat.“
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
„Eine Nervensäge“, brummt Thrud, bevor Freya erklärt: „Thrud ist nicht gerade ein Ausbund an Geduld. Hel weiß, wie sie die lange Zeit im Exil ausgehalten hat. Jedenfalls hat es ihre Ungeduld nicht gezügelt, eher im Gegenteil. Die Autorin ist aufmerksam, rücksichtsvoll und gewissenhaft. Nicht wahr, Thrud?“ Sie legt den Kopf schief und schenkt ihrer Begleitung ein so hinreißendes Lächeln, dass selbst ein Steinriese dahinschmelzen würde. Thrud ist offensichtlich chancenlos gegen den Charme der Liebesgöttin. Sie seufzt und nickt. „Ja, ja, schon richtig. Sie hat sich große Mühe damit gemacht, die alten Geschichten zu recherchieren und mit meinem Bericht abzugleichen. Und sie hat mir viel Verständnis entgegengebracht. Bloß, wenn sie mitleidig wurde, hätte ich sie gerne gegen die Wand geworfen. Nicht, dass ich es wirklich getan hätte“, setzt sie schnell hinzu, als sie die Wolke bemerkt, die über Freyas Stirn zieht.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
„Na klar stand der fest!“ Thrud schüttelt den Kopf. „Was für eine Frage! Es geht um mich und meine Geschichte. Wie hätte das Buch sonst heißen sollen?“
Freya räuspert sich. „Natürlich, du hast recht, Thrud. Du solltest endlich deine eigene Geschichte erzählen dürfen.“ Sie zögert, dann setzt sie sehr leise hinzu: „Wenn wir das doch alle eines Tages tun könnten.“ Thrud reagiert nicht. Vielleicht hat sie es nicht gehört.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
„Ich finde es wunderbar!“, ergreift diesmal Freya zuerst das Wort. „Der Hammer, der deine Kraft symbolisiert, aber auch deinen Kampf, und deinen übermächtigen Vater, meine liebe Thrud. Und das Rad, für das weibliche, das wiederkehrende Muster, Seithr und die Liebe, das Wiederaufstehen, trotz allem.“
Thrud nickt nachdenklich. „Ja, ich mag es auch sehr. Besonders die Farben. Orange für all den Krieg und das Feuer. Schwarz für all das Leid und den Tod. Und die Funken: immer wieder Hoffnungsschimmer, auch wenn sie gleich wieder verlöschen.“ Sie verstummt und schaut zu Boden. Freya hebt die Hand und streicht zärtlich das struppige, rotblonde Haar zur Seite, das Thrud ins Gesicht gefallen ist.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
„Oh, das ist leicht“, sprudelt Freya hervor und zeigt ihre makellosen Zähne. „Es stammt von dir, Thrud.“ Ihr Blick geht rasch zu der Kriegerin, die interessiert den Blick hebt. Glucksend bringt sie hervor: „Soll ich Türen öffnen?“ Kurz stutzt Thrud, dann lacht sie schallend los. Sie lachen beide, bis ihnen die Tränen über die Wangen kullern. Endlich beruhigen sie sich, und Freya hebt die Hände. „Entschuldigung, aber das ist schon so lange her, und ich glaube, wir hatten es beide vergessen. Es war an einem von Thruds ersten Tagen in Folkwang. Das ist mein Hof in Asgard. Thrud glaubte damals, weibliche Magie – das Seithr – würde sich nur dazu eignen, Türen zu öffnen und zu schließen.“ Sie wischt sich die Tränen aus den Augenwinkeln. „Thrud, willst du auch noch eins loswerden?“
Thrud wird ernst und wiegt nachdenklich den Kopf. Dann sagt sie leise: „Vielleicht dieses: ‚Wenn wir ein geliebtes Wesen verlieren, spielt die Zeit leider kaum eine Rolle. Auch wenn der Schmerz stumpfer wird, bleibt die Lücke. Womöglich wird sie mit den Jahren sogar größer. Unsere Aufgabe ist es zu lernen, mit ihr zu leben.‘“ Ihre Augen füllen sich mit Tränen, und diesmal bleibt das Lachen aus.
Danke für das Gespräch
„Wir haben zu danken“, sagt Freya freundlich, als die beiden Hand in Hand dastehen. Thruds Gesicht ist wieder genauso verschlossen wie bei ihrer Ankunft. Sie nickt, brummt etwas Unverständliches und zieht Freya mit sich. Offensichtlich kann sie es nicht erwarten, zurück an die Arbeit zu gehen.

Freitag, 7. November 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Vollmondkind 3 - Gemeinsam bleiben von Kerry McKilroy


 

Buchvorstellung einmal anders

 

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Kerry McKilroy, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Vollmondkind – Gemeinsam bleiben“ von Kerry McKilroy. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊 Doch da klettern noch drei Protagonisten aus dem Buch und setzen sich zu uns.

·       Wer seid ihr denn? Wollt ihr euch den Besuchern des Blogs vorstellen?
Zwei der Angesprochenen ignorieren mich. Sie fixieren sich mit zusammengekniffenen Augenbrauen. Der dritte schüttelt den Kopf und seufzt. Mit einem entschuldigenden Lächeln wendet er sich zu mir und sagt: „Hi, ich bin Josh und das sind Tristan und Sam.“

·       Herzlich Willkommen, Sam, Josh und Tristan. Wollen wir das Interview nun zu fünft machen?
Sam: „Es wäre uns eine Freude.“

Tristan verdreht die Augen und murmelt: „Typisch Kerry. So etwas kann sich auch nur diese Autorin ausdenken.“

Das Buch kichert leise und flüstert: „Das wird spannend.“

·       Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Josh: „Sehr gerne.“

·       Sam, Josh und Tristan haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Buch: „Mal sehen … was darf ich denn verraten? Ich bin ja gerade erst ganz frisch veröffentlicht und Kerry sagt, ich darf nicht spoilern. Also, ich bin der dritte Teil der Vollmondkind Saga. Ich stecke voller Emotionen, Spannung und Überraschungen. Die Mondkinder und vor allem Lucy sind in großer Gefahr. Die Dunkelheit ist so mächtig und grausam wie noch nie. Lucy braucht die Hilfe aller, nur gemeinsam können sie am Leben bleiben.“

·       In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Buch: „Kerry hat sich einige großartige Konflikte einfallen lassen und diese im Laufe des Lektorats noch verschärft. Ich glaube, langsam findet sie Gefallen daran, vor allem an den Kampf… ups … das verrate ich besser nicht.“

Seht ihr es als Protagonisten genau so?
Josh: „Ich finde, sie macht beides toll. Aber die spannenden Szenen mag ich persönlich mehr.“

Tristan: „War ja klar. Du als Wächter kannst es kaum abwarten für sie zu kämpfen.“

Josh: „Mit ihr. Lucy ist eine herausragende Kämpferin. Eigentlich braucht sie mich gar nicht.“

Sam: „Josh! Du weißt genau, dass Lucy uns alle braucht und jeden von uns an ihrer Seite haben will.“

·       Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet? (gerne auch mehrere)
Sam: „Meine Nacht mit Lucy auf der Mondkanzel.“
Josh lacht und fragt: „Zweideutiger konntest du es nicht formulieren, oder?“
Tristan kneift die Lippen zusammen, schickt einen wütenden Blick zu Sam und antwortet: „Jeder Moment mit Lucy ist meine Lieblingsstelle.“

·       Wisst ihr wie viel Kerry tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Buch: „In jedem einzelnen Band der Vollmondkind Reihe steckt Kerrys ganzes Herzblut und ihre Seele. Jeder Charakter hat einzelne Elemente von Kerrys Persönlichkeit abbekommen.“
Habt ihr dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmt ihr dem Buch zu?
Josh: „Na ja, ich habe ein lebendes Vorbild, von dem einiges im Buch steckt.“

Sam und Tristan wechseln einen Blick, seufzen und sind sich endlich mal einig. Sam murmelt: „Er nun wieder.“

·       Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben? (Gerne auch als Dialog, falls es leichter fällt 😊 denn wenn das Buch reden kann, können sich die lieben Charaktere auch einmischen 😉)

Buch: „Kerry hat als Autorin in den letzten Jahren wahnsinnig viel gelernt. Wenn ich da manche Storys höre von „Vertrauen finden“ …“

Sam: „Wir haben uns doch alle weiterentwickelt.“

Tristan: „Stimmt, genau wie Kerry, sind wir mit der Geschichte gewachsen, haben viel gelernt und erlebt.“

Josh: „Wir sind erwachsen geworden – und alt.“
Buch: „Manchmal haben wir es Kerry ganz schön schwer gemacht, oder?“
Die drei Männer nicken und grinsen sich an. Tristan ergänzt: „Aber ich weiß aus sicherer Quelle, dass Kerry es sich auch nicht leicht macht. Gerade bei den spannenden, herzzerreißenden Szenen leidet sie mindestens genauso wie wir.“

·       Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Buch: „Ursprünglich war es „Gemeinschaft“. Aber im Laufe der Geschichte wurde klar, dass „Gemeinsam bleiben“ viel besser passt. Man kann es auf verschiedene Arten lesen und verstehen. Und alle passen.“


·       Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?

Buch & Sam gleichzeitig: „Ich liebe das Cover!“
Josh: „Den Löwen fand ich besser.“
Tristan: „Vielleicht gibt es einen vierten Teil und dann werde ich mal gefragt, welches Tier ich cool fände. Wer weiß.“

·       Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Buch: „Ich liebe die Formeln zum Blue Moon Ritual, aber die sind zu lang, um sie hier zu zitieren. Die musst du selbst lesen. Sorry.“
Sam: „LucyLu ich habe versprochen, dass ich dir helfe. Das hier ist wichtig. Du bist wichtig.“
Josh: „Ich beschütze Lucy seit Jahrzehnten. Wenn ich dir sage, sie braucht die Kraftader, um zu überleben, dann ist das so. Ich werde nicht kampflos aufgeben.“
Tristan: „Ich werde bei dir sein, wo immer du bist und egal, was die Hüter dazu sagen.“

 

Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz dem Buch und den drei Charakteren »Danke, für eure Geduld und Antworten« zuzuflüstern.

 

 

Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

 

 

 

 

Donnerstag, 6. November 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Als fünf Wege sich kreuzten - Osten von Jenna Bella


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Kjira und ihrer Autorin, um mit ihnen über das Buch „Als fünf Wege sich kreuzten“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Jenna: Wir freuen uns, heute hier sein zu dürfen. 😊
Kjira: Danke für deine Zeit.
Da ich gestern lange mit deiner Autorin gesprochen habe, wäre es toll, wenn du dich meinen Lesern vorstellen würdest, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Kjira: Sehr gern. Ich heiße Kjira und bin Nordins Tochter. Schon immer war es mein größter Traum eine Kriegerin zu werden und den Norden vor den anderen Himmelsrichtungen zu schützen. Doch auf einmal wollen meine Eltern, dass ich in den Süden reise und einen völlig Fremden zum Mann nehme. Das ist wirklich ärgerlich.
Beschreibt uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Jenna: Es ist ein Romantasy Book mit den Tropes Love-to-hate-you, Longing-for-true-love und forced-proximity mit einer starken Heldin und einer Prise Spice.
Kjira: Gemeinsam mit Ludvig, meinem besten Freund, reise ich in den Süden. Leider steht unsere Reise unter keinem guten Stern, denn ein Desaster folgt dem nächsten. Ich habe jetzt noch Albträume von dieser Reise.
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen? Hat er dich richtig eingeschätzt?
Kjira: Jenna macht es definitiv große Freude mich leiden zu lassen.
Jenna: Schuldig.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Kjira: Das ist schwierig zu beantworten, denn die Reise in den Süden ist das reinste Abenteuer. Neben vielen gefährlichen Situationen gibt es zum Glück auch so schöne romantische. Am liebsten erinnere ich mich an einen Kuss zurück … und an die vielen Küsse, die nach diesem folgten. :)
Jenna: Ich liebe ja alle Szenen, in denen Kjira nah dem Abgrund ist. Beeindruckend, wie sie sich aus den unmöglichsten Situationen hinauswindet. Sie ist eine wahre Kämpferin und das gefällt mir. Taff, mutig und unerschütterlich.
Was glaubst du, wie viel Jenna steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter? Hat Kjira alles gefunden oder gibt es da noch etwas verstecktes?
Kjira: Ich mag keine Pilze. Die Abneigung über das „Reich der Fungi“ hat Jenna mir als Charakterzug mitgegeben. Mehr fiel mir jedoch nicht auf.
Jenna: Das stimmt nicht. Kjira wünscht sich wahre Liebe und einen Mann, der sie aufrichtig liebt. Auch ich habe mir das immer gewünscht (und zum Glück auch bekommen). 😊
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Kjira: Jenna jongliert mit Wörtern. Sie ist dabei bestrebt, dass sich meine Geschichte flüssig und harmonisch liest. Sie will aus meiner Story und aus allen anderen Geschichten, die sie schreibt, immer das Maximum herausholen, sodass Leser:innen Freude haben. Ständig fallen ihr neue Ideen ein, die mich und die anderen Charaktere überraschen.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Kjira: Der erste Band der Buchreihe hatte viele vorläufige Titel, die sich immer wieder weiterentwickelt haben. Als dann feststand, dass es eine Reihe über fünf Himmelsrichtungen wird, stand der finale Buchtitel fest. Die fünf Wege beziehen sich nämlich auch auf die Himmelsrichtungen. Wer eines von Jennas Bücher gelesen hat, der weiß auch, was die fünfte Himmelsrichtung ist.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Kjira: Es ist perfekt und spiegelt den Osten wider.
Jenna: Ich würde nichts an diesem Cover ändern. Gemeinsam mit drei anderen Himmelsrichtungen werden die Bücher auch einen großen Kompass ergeben und darauf freue ich mich schon sehr.
Was ist jeweils euer Lieblingszitat aus dem Buch?
Kjira: »Mein Herz ist voller Liebe für dich. Auch, wenn wir heute zum ersten und letzten Mal vereint waren, so würde ich an deiner Seite bleiben, nur um deine Hand zu halten.«
Jenna: »Bist du bereit, an meiner Seite zu sterben?«
Danke für das Gespräch.