Dienstag, 19. Juli 2022

[Autoreninterview] Allie J. Calm

Autoreninterview
Allie J. Calm

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich heiße Daniela und schreibe unter meinem Pseudonym Allie J. CALM New Adult Romane und Liebesgeschichten. Das Schreiben hat mich vom ersten Satz an gefesselt und ich habe das Gefühl damit endlich meinen Platz in dieser Welt gefunden. Vorher habe ich Marketing studiert, war als Unternehmerin selbständig und habe einige Jahre fotografiert.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer gern gelesen und geschrieben, doch die Lust einen eigenen Roman zu verfassen packte mich gerade, als Corona begann. Und es war die perfekte Zeit für mich mit etwas Neuem zu starten und ich kann mir nicht mehr vorstellen etwas anderes zu machen. Das Schreiben macht mich jeden Tag so so glücklich und manchmal wünschte ich, ich hätte früher damit begonnen.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Time to be ENOUGH – ein süßer New Adult Liebesroman mit Ivy und Jacob, die gemeinsam an der Kerrington studieren und sich dort in einander verlieben. Natürlich nicht, ohne das ein oder andere Hindernis zu überwinden ❤️
Time to be ALIVE – in diesem Roman geht es um Olive und Elijah, die schon im ersten Band aufgetaucht sind und dort vor allem Ivy unterstützt haben. Elijah trägt eine Last aus seiner Vergangenheit mit sich, die es ihm schwer macht, sich voll und ganz über die Nähe zu Olive zu freuen. Olive hingegen lebt total im Hier und Jetzt und steht Elijah bei allem zur Seite und beweist dabei sehr viel Stärke und Größe – die man ihr anfangs nicht zutrauen würde.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich habe neben Time to be ENOUGH und Time to be ALIVE noch einen dritten Band in der Kerrington Reihe fertig geschrieben, der im November erscheinen soll. Außerdem noch eine ganz neue New Adult reihe, die in Kanada spielt.
Gerade arbeite ich an meinem ersten Kurzroman, den ich für meine Newsletter Abonnenten schreibe. Anschließend werde ich diesen Sommer noch mit einer dritten Reihe beginnen, die in Australien spielt und ein kleines Crossover mit sich bringt. Doch dieses Mal wird keiner der Protas studieren – sie arbeiten alle bereits.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Am liebsten mache ich Yoga, Sport und lerne Neues. Derzeit arbeite ich einige Grafik Design Kurse durch, die ich im Internet gekauft habe und bin so fasziniert davon, was man alles mit Illustrator machen kann. Das Programm kannte ich noch gar nicht und freue mich schon drauf, das neue Wissen bei den Covern der zweiten New Adult Reihe anwenden zu können.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich habe keine Lieblingsautorin, aber ich lese sehr gern selbst New Adult, Historische Romane und Liebesromane. Eines der letzten Bücher, dass mir wirklich sehr gut gefallen hat war Blue, wo immer du mich findest von Nikola Hotel.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten schreibe ich mit einem Laptopkissen auf der Couch oder in meinem Bett. Ich habe aber auch einen Stehschreibtisch, an dem ich immer länger arbeite. An das Stehen beim Schreiben und Arbeiten muss man sich erst gewöhnen und am Anfang war es ziemlich anstrengend. In Cafés schreibe ich auch sehr gern und bin froh darüber, dass das endlich wieder möglich ist.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
An Tagen innerhalb der Woche stehe ich meist gegen sechs auf und schreibe direkt noch in meinem Bett an der Stelle weiter, an der ich am Tag zuvor aufgehört habe. Dann wecke ich meine Kinder, bereite ihr Frühstück vor und fahre sie zur Schule.
Danach gehe ich meist eine große Runde spazieren und frühstücke anschließend zuhause. Meist schreibe oder überarbeite ich dann weiter und mache irgendwann gegen zwei eine Pause.
Nachdem ich meine Kinder wieder abgeholt habe, verbringe ich den Nachmittag mit ihnen und habe dann ab acht meist nochmal Zeit, um ein wenig zu arbeiten. Oft arbeite ich abends aber nicht mehr und versuche alles in der Zeit vor vier Uhr Nachmittags zu schaffen und manchmal arbeite ich noch bis tief in die Nacht :)
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese sehr gern Liebesromane, historische Romane und natürlich New Adult. Im Moment habe ich sechs Bücher im Genre New Adult fertig geschrieben – einen Kurzroman schreibe ich gerade noch im selben Bereich. Im Anschluss werde ich jedoch einen Ausflug in das reine Liebesroman-Genre machen und die nächste Reihe dort verbringen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ich habe sogar viele Zitate, die zu meinem Leben und meiner Lebensphilosophie passen und nach denen ich handle: hier ist eins, das ich sehr mag:
„Du verbringst die meiste Zeit deines Lebens in deinem Kopf. Mach ihn zu einem schönen Ort.“
Ein Lieblingszitat aus meinen eigenen Büchern: „Dank ihr lebst du noch! Sie hat dir dein Leben geschenkt. Zwei Mal. Ohne sie wärst du heute vermutlich nicht mehr hier. „- von Olive an Elijah.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe viele Länder und es zieht mich immer wieder an ferne Orte. Wenn ich könnte, würde ich die ganze Welt bereisen – doch ich bin auch sehr gern zuhause und bin dankbar hier in Deutschland wohnen zu dürfen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ja, das bin ich. Ich mag Kritik und freue mich, wenn sie konstruktiv ist und berechtigt. Und wenn sie rechtzeitig kommt – darum liebe ich die Arbeit mit meinen Testlesern und schätze sie sehr!
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich bin ein Mensch, der gern von Anfang bis Ende dabei ist, der jeden Schritt lernt, versteht und kontrollieren kann. Außerdem kann ich nicht gut nach Regeln anderer leben und arbeiten – weil sie mich zu sehr einengen. Ich bin gern frei, organisiere mich selbständig und bin immer neugierig. Grenzen mag ich nicht so gern – deshalb war die Entscheidung Selfpublisherin zu werden leicht für mich.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich kann jedem nur empfehlen an sich selbst zu glauben und den eigenen Träumen zu folgen. Tut immer nur das, was ihr wirklich wollt und liebt – denn nur dann werdet ihr glücklich und richtig gut darin sein.

Sonntag, 17. Juli 2022

[Schnipseltime] Der Fluchjäger von Eliza Rain


 

Nathaniel stand ein Stück von Rose entfernt und musterte sie mit wachen Augen. Sein Blick streifte über ihren Körper, tastete jeden Winkel ab und blieb schließlich bei ihrem Gesicht stehen. Dieser Ausdruck. Diese Entschlossenheit. Er fasste, dass Rose bereit war, sich zu opfern, zu sterben, damit andere überlebten. Das hatte er in all seinen 181 Jahren erst bei einer einzigen Person erlebt: Gloria. Er schloss die Augen, versuchte, das aufkeimende Bild, welches sich in seiner Erinnerung wie ein Puzzle zusammensetzte, zu zerschlagen. Er wollte jetzt nicht über sie nachdenken, geschweige denn ihr Gesicht von seinem inneren Auge sehen.

[Buchvorstellung einmal anders] Der Fluchjäger von Eliza Rain

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Rose, Nathaniel, Chloé und Suki aus „Der Fluchjäger“ und deren Autorin Eliza Rain.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Chloé: Sicher. Es sei denn, Suki hat mal wieder recherchiert, dann kann sie das Interview auch alleine führen, und alle Fragen an uns beantworten.
(Suki rollt genervt mit den Augen): Aber sicher doch, ich mache die ganze Arbeit alleine. Ist ja nix neues.
(Rose hebt entschuldigend die Hände): Tut mir echt leid, aber die beiden sind immer so … ähm … nett zueinander. Mädels, jetzt reißt euch mal bitte zusammen, das hier ist ein Interview.
Es wäre schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
(Chloé hebt kurz eine Hand): Chloé, Hexe.
Suki: Wow, na das nenne ich mal ausführlich. Hi, ich bin Suki, bin 102 Jahre alt und, wie Chloé auch, eine Wächterin der Magie.
Chloé: Ich sag ja, dass sie alles beantworten kann.
Suki: Ernsthaft! Als ob ich das hätte recherchieren müssen!
(Rose winkt resignierend ab): Hi, ich bin Rose. Ich studiere in North Willow und stamme aus der Kleinstadt Ridden Falls, in der meine Eltern eine Reinigung betreiben.
(Nathaniel nickt kurz): Ich bin Nathaniel, ich bin 181 Jahre alt und ein Fluchjäger. Ich spüre Flüche auf und helfe den betroffenen Menschen sich davon zu befreien. Meistens machen das dann Hexen.
Chloé: Du meinst wohl: Immer machen das dann Hexen.
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenigen Sätzen.
„Der Fluchjäger“ ist ein abwechslungsreicher, dynamischer und detailreich beschriebener Fantasyroman, den man nicht mehr aus der Hand legen will. Er vereint die perfekte Kombination aus Magie, Liebe, Hexenpower und bietet unerwartete Wendungen. Ein Muss für jeden Fantasy-Fan!
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Oh ja, in dieser Geschichte muss das sogar unbedingt sein. Ich habe mehr als einmal Rotz und Wasser geheult. Manche Stellen sind wirklich sehr, sehr emotional und ergreifend, da brechen bei mir alle Dämme. Andere lassen einen vor Beklemmung erschaudern, es ist wirklich spannend und immer wieder toll, meine Protagonisten durch diese Situation hindurchzuführen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Als Nathaniel sich über sie legte und sie ansah, so ehrlich, mit Augen so grün, wie ein tiefer Wald voller Märchen und mit wahrhaftiger Zuneigung, wusste sie, dass sie zu Hause war. Bei ihm.
Wie viel echte Eliza steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
In diesem Buch steckt sehr viel von Eliza. Ich habe an mir und meinem Scheibstil gearbeitet, um dem Leser das bestmögliche Lesevergnügen schenken zu können. In dieser Geschichte steckt so viel Herzblut, Leidenschaft, Liebe und auch viele Tränen, mehr noch, als in allen anderen zuvor.
Wie würdet ihr als Charaktere eure Autorin beschreiben?
Chloé: Sie denkt oft zu viel nach und will alles immer richtig gut machen. Und wenn sie dann der Meinung ist, dass es gut ist und es dann ins Lektorat geht, dann hat sie plötzlich große Angst, dass alles schlecht ist. Dabei sagt sie selbst immer: Keep your dream big and your worries small. Da sollte sie einfach mal dran glauben.
Rose: Ich mag sie, besonders ihre Vertipper sind der Brüller.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr vier vielleicht sogar Mitspracherecht?
Nathaniel: Soweit ich weiß, hieß das Buch zuerst „The toxic gift“, also „Die tödliche Gabe“, im Bezug auf den Fluch. Die Umstellung auf „Der Fluchjäger“ kam etwa in der Mitte des Schreibens. Eliza hat den Titel alleine ausgesucht, wir hatten damit nichts zu tun.
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Nathaniel: Aber sowas von!!
Chloé: Das war ja klar. Schließlich ist deine riesige Visage alleine auf dem Cover.
Rose: Ich mag es.
(Chloé rollt mit den Augen)
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Suki: Oh, das ist einfach. „Du Trampel!“
Chloé: Ja, alle wissen jetzt, dass ich ein Trampel bin. Danke. Mein Lieblingszitat ist: Das ist das Dämlichste, was ich je gehört habe. (Lacht laut)
Rose: Also wirklich, das gibt es aber schönere. Meins ist: Ich fühle deine Fluchmagie, sie ist gerade explodiert.
Nathaniel: Meins ist nicht ganz jugendfrei… ich erzähle es lieber nicht.
Alle lachen!
Vielen Dank für das Gespräch
Alle: Sehr gerne :)

Samstag, 16. Juli 2022

[Buchvorstellung einmal anders] More than magic Memories von Mariella Rivas

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Chris und Liam aus „More than magic Memories“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Liam: Gerne, wir freuen uns, hier sein zu dürfen.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Chris: Hallo ihr Lieben! Ich bin Christoph Regener, 25 Jahre alt und Fußballprofi.
Liam: Wie? Das war’s schon?
Chris: Was soll ich denn noch erzählen?
Liam: Vielleicht, dass du die gute Seele des Teams bist, immer ein offenes Ohr für alle hast und sogar einen Kollegen in deiner Wohnung aufgenommen hast, nachdem ihn seine Ex vor die Tür gesetzt hat …
Chris: Ach, das ist doch alles selbstverständlich …
Liam: Ist es nicht! Du bist einfach viel zu bescheiden.
(Chris errötet.)
Chris: Genug von mir. Jetzt erzähl mal etwas über dich.
Liam: Okay. Mein Name ist Liam Jackson, ich bin 35 Jahre alt und arbeite als Fußballtrainer. Außerdem habe ich zwei Kinder, eine dreijährige Tochter namens Lucy und einen fünfzehnjährigen Sohn namens Chandler, die ich über alles liebe. Ich würde zwar sicher nicht den Award Vater des Jahres kriegen, aber ich gebe mir Mühe … Außerdem bin ich sehr kreativ und zeichne gern. Reicht das?
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Chris: Liam und ich lernen uns zufällig im Urlaub kennen, verlieren uns dann aber wieder aus den Augen.
Liam: Weil du mir nicht deine Handynummer geben wolltest …
Chris: Ich hatte meine Gründe …
Liam: Na ja … Jedenfalls werde ich ein Jahr später Trainer in Christophs Verein. Dummerweise funkt es noch immer heftig zwischen uns, aber eine Beziehung zwischen Trainer und Spieler ist vertraglich untersagt.
Chris: Wir müssen also versuchen, die Finger voneinander zu lassen …
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Liam: Klar, sie liebt es!
Chris: Na ja … Ich könnte gut auf das ganze Drama verzichten.
Liam: Ach, ohne Drama wäre es doch langweilig. Ein bisschen Nervenkitzel muss schon sein. ;-)
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Chris: Oh ja! Wir sind auf Liams Yacht, um uns herum nur die Sterne …
Liam: Chris zieht sich langsam aus …
Chris (empört): LIAM!
Liam: Was? Ich erinnere mich gern daran. ;-)
Chris: Hm … Ja … Ich auch. Aber das muss doch nicht die ganze Welt erfahren.
Liam: Okay, okay, ich halte ja schon meine Klappe.
Chris: Nein! Du musst noch erzählen, was dein Lieblingsmoment war.
Liam: Als du mit mir aufs Polizeirevier gefahren bist, um meinen Sohn abzuholen.
Chris: DAS ist dein Lieblingsmoment?
Liam: Da habe ich gemerkt, dass du nicht nur in guten Zeiten an meiner Seite sein wirst.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Chris: Ein bisschen was von der Autorin steckt in jedem Buch – und seien es nur die Werte und Moralvorstellungen, die durch das Buch vermittelt werden sollen.
Liam: Wie zum Beispiel?
Chris: Dass es egal ist, wen man liebt. Hauptsache, die Liebe ist echt.
Liam: Und dass jede Form von Ausgrenzung scheiße ist. Man sollte die Leute akzeptieren, wie sie sind, anstatt sie ständig verändern zu wollen. Keiner von uns ist perfekt – und das ist auch gut so.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Liam: Sie ist eine Träumerin, die am liebsten die ganze Welt retten würde.
Chris: Hey, das wollte ich auch sagen!
Liam: Tja, da war ich wohl schneller …
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Chris: Der Titel stand von Anfang an fest und bezieht sich darauf, dass wir uns schon ein Jahr vor der Hauptstory begegnet sind und einige magische Erinnerungen schaffen konnten, die uns seitdem nicht mehr loslassen …
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Liam: Wir lieben es!
Chris: Es zeigt den Moment, als Liam unter dem Apfelbaum saß und mir zum ersten Mal seine Zeichnungen gezeigt hat.
Liam: Haben sie dir denn gefallen?
Chris: Oh ja! Ich hatte das Gefühl, die Welt mit deinen Augen zu sehen. Und immer wenn ich das Cover sehe, muss ich wieder daran denken.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Liam: „Es ist egal, wo man herkommt oder welche Hautfarbe, Religion oder Sexualität man hat – im Grunde sind wir doch alle gleich. Wir atmen dieselbe Luft, empfinden dieselben Emotionen – Liebe, Hass, all das. Manche intensiver, andere weniger stark. Doch unsere Herzen schlagen alle im selben Takt. Manchmal ganz schnell, dann wieder ganz langsam. Sie stehen nie still – und wenn doch, sterben wir alle denselben Tod.“
Chris: „Für die Liebe braucht man vor allem eins: Mut! Sei mutig!“
Danke für das Gespräch
Liam: Gerne! Es hat uns großen Spaß gemacht.

Freitag, 15. Juli 2022

[Buchvorstellung einmal anders] Moro - Das Vermächtnis von Maxi Magga


 

Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Maxi Magga, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus, ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Moro – Das Vermächtnis“ von Maxi Magga. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Ich warte hier nun mal nicht auf den Bus. Wenn meine Autorin schon so pflichtvergessen ist und diesen Termin einfach vergeigt, muss ich wohl oder übel einspringen.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Ich heiße MORO – Das Vermächtnis und bin der jüngere Buchbruder von MORO – Flucht im 24. Jahrhundert von 2021 und Der Abgerichtete von 2020. Wir drei hängen gerne zusammen ab, vor allem die beiden MORO-Bände, wir reißen die Leser aber auch einzeln vom Hocker.
Zwischen meinen Buchdeckeln schnuppert der misshandelte und ausgebeutete Sklave Moro am Geruch der Freiheit. Es wird sich entscheiden, ob der unaufhörliche Kampf David gegen Goliath um sein Lebensrecht und um Menschenwürde erfolgreich kann. Er wird sich fragen müssen, was er der Grausamkeit seiner Besitzer entgegenzusetzen hat, wem er vertrauen kann und wie weit seine Opferbereitschaft noch geht, wenn er andere in Gefahr weiß.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Mit einfachen oder schönen Zeiten hat sie es wirklich nicht so. Sie beklagt sich immer, dass die Charaktere dann zu leise mit ihr reden. Ich kriege selbst manchmal Schluckauf, wenn ich spüre, wie vor allem Moro in meinem Inneren durch tiefschwarze Situationen gejagt wird. Wie ein moderner Hiob, dessen Menschlichkeit ein ums andere Mal einer harten Prüfung unterzogen wird.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Eine? Machst du Witze? Nun gut, wenn ich alle Stellen beschreiben würde, brauchte ja niemand das Buch zu kaufen und dann bekäme ich sicherlich mächtigen Ärger mit meiner Autorin. Es gibt aber tatsächlich eine Szene, die mich noch eine Spur emotionaler werden lässt als die anderen. Wer keine Spoiler will, sollte zu nächsten Frage weitergehen. (Das wollte ich nur mal so gesagt haben.)
Moros Frau und sein Sohn sind nach jahrelanger Suche ausfindig gemacht worden. Er sucht sie in ihrem Versteck auf. Jedes Mal, wenn sich diese Stelle in mir rührt, fahnde ich auf dem Arbeitsplatz meiner Autorin nach Papiertaschentüchern, denn wie diese beiden mit wenigen Worten Moros Freude in Verzweiflung verwandeln, bricht mir das Herz.
Zitat: „Was willst du hier? Deinen Sohn überreden, die Tradition weiterzuführen? Sich auch zu verkaufen?“
Klasse finde ich auch die Stelle, in der die alte Anna sich mit Moros Wunden unterhält, um sie zum Verheilen zu motivieren. Ich meine, dass manche Menschen sogar mit ihren Autos reden, hab ich ja schon gehört, aber dass …?
Weißt du wie viel Maxi tatsächlich in dir oder auch in dem einen oder anderen Charakter steckt?
Das ist schon das große Rätsel seit Der Abgerichtete. Du weißt ja, wie es in ihrer Wohnung aussieht, Katzennippes, wohin das Auge reicht, Ohrensessel mit Blümchenmuster. Und in mir und meinen Brüder? Blut und Schmerz und Kampf ums Überleben. Das ist doch ein bisschen wie in Dr.Jekyll und Mr.Hyde, oder?
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: Wenn ich so darüber nachdenke, würde ich fast sagen, sie ist ein herzloses …
Moro: Ist sie nicht. War sie nicht oft genug die einzige, die nachts wach im Bett lag, weil sie um mich geweint hat?
Offizier der Guardians: Du bist vielleicht naiv. Diese Heulerei war doch völlig überflüssig. Sie hätte nur etwas anderes schreiben müssen.
Buch: Halt! Stopp mal bitte. Dann wäre ich so nicht auf der Welt. Unvorstellbar.
Hausmädchen (seufzt): Ach ja, die schönsten Stellen sind doch immer noch die traurigen. Die hat unsere Autorin in einem Rutsch runtergeschrieben.
Moro: Mit Tränen in den Augen, sag ich.
Buch: Ist gut jetzt, oder? Ok, sie ist also empathisch. Einverstanden. Mit einer Vorliebe für grausame Szenen.
B.Sarr: Und sie hat auf uns gehört. Vergesst das nicht. Man, was konnte ich da aus meiner Lebensweise heraus alles einbringen! Sie hat uns machen lassen und quasi nur mitgeschrieben.
Vanisa: Machen lassen? Mich ja wohl nicht. Sonst wäre ich heute noch mit Moro verheira…
Alle: Halt die Klappe!
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Das war so mittendrin. Fest stand zunächst nur, dass er sich dem Titel des zweiten Bandes anpassen sollte. Dann hat die Maxi ein bisschen herumexperimentiert. Wir, also die Charaktere und ich, hatten einige Mühe ihr klarzumachen, zu welchem Ziel die Geschichte uns trieb. Letztendlich hat sie es ja verstanden.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich liebe es und würde nie etwas anderes tragen wollen.
Kannst du uns vielleicht auch schon verraten, ob die Autorin viele echte Plätze eingebaut hat oder ob die Orte im Buch der Fantasie entspringen?
Klar kann ich das. Diese Orte existieren alle nur in ihrer Fantasie. Ich für meinen Teil hätte es ja lieber gesehen, wenn sie mehr Orte benannt hätte, aber sie hat mich mit dem Argument abgeschmettert, dass es eigentlich um das geht, was sich im Inneren der Menschen abspielt. Da kann ich natürlich nicht mitreden.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren. 
Da gibt es für mich nur einen Favoriten, die Stelle, die ich aus gutem Grund auch auf meinem Buchrücken ausgedruckt trage: Was, um alles in der Welt, habe ich getan - haben ich und meinesgleichen getan -, dass wir so abgrundtief verachtet, ja gehasst werden; dass jeder Kellerassel mehr Recht auf Leben und Würde zugebilligt wird als uns?
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

[Schnipseltime] Nicht Mutter Theresa von Claudia Iwer

 

"Ich will auf dem Gipfel des Kilimandscharo stehen, kubanische Zigarren in Trinidad rauchen und die argentinische Sonne auf meinem Gesicht spüren. Ich will dir Asunción zeigen und mit dir auf den Stadtmauern von Lucca mit einem Prater entlangfahren. Vor allem aber will ich schlafen. Ich möchte wieder so sorglos schlafen, wie zu der Zeit, als ich noch ein Junge war. Oder so wie ich schlief, in den kurzen Wochen, in denen du bei mir warst."


[Buchvorstellung einmal anders] Nicht Mutter Theresa von Claudia Iwer

 



Buchvorstellung einmal anders

Nach dem Autoreninterview drückt mir Claudia ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Nicht Mutter Theresa“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist er weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da kommt die Autorin wieder in den Raum und setzt sich zu uns.

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Warum nicht :D
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Buch: Es ist eine Ehre für mich. Alle wollen immer nur mit Claudia reden.
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Bei mir könnt ihr Theresa kennenlernen, die eine komplizierte Kindheit hatte. Jetzt – als Erwachsene – ist sie oft nachdenklich, manchmal traurig und gern für sich. Sie lernt aber jemanden kennen: Max. Der zeigt Theresa das Leben von seiner schönen Seite. Leider hat er ein Geheimnis.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Unsere Lieblingsstelle ist das Ende. Aber das können wir euch nicht vorstellen, wir würden spoilern 😉
Eine andere schöne Stelle ist eigentlich sehr traurig. Aber für Theresa ist sie ein Schlüsselerlebnis, denn sie erkennt, wie wichtig es ist, sich so anzunehmen, wie man ist:
„Die Erle braucht keine fröhlichen, bunten Wiesen, sondern gibt sich auch mit einer kargen Gegend zufrieden. Theresa wollte das nicht. Sie wollte keine Stadterle sein in einer morbiden Umgebung, sondern ein knorriger alter Landbaum. Und sie wollte die Blumen. Auch dann, wenn die Blumen lieber unter einem anderen, fröhlicheren Baum gestanden hätten.“
Weißt du wie viel Claudia tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Es steckt viel drin von Personen, die die Autorin kennengelernt hat. Aber man kann nicht sagen, dass Theresa oder auch Max der Autorin nachempfunden worden sind.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben? 
Claudia lässt uns viel Freiraum. Wir wechseln öfter mal die Richtung und sie lässt uns ziehen. In dieser Hinsicht ist sie flexibel.
Ansonsten ist es aber nicht sehr spannend mit ihr. Max hätte gern mal eine wilde Fahrt mit einem Sportwagen gemacht und Karl hätte am liebsten einen Revolver geschwungen. Aber da war mit Claudia nix zu machen.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Der Titel war schon vor mir da. Ich hatte kein Vetorecht ☹
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Theresa: Ich habe ja nichts dagegen auf dem Cover abgebildet zu sein. Aber musste es ausgerechnet im Badeanzug sein.? Claudia und ich liegen darüber noch im Clinch.
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Claudia:
„Vor allem aber will ich schlafen. Ich möchte wieder so sorglos schlafen, wie zu der Zeit, als ich noch ein Junge war. Oder so, wie ich schlief in den kurzen Wochen, in denen du bei mir warst. Es gibt so viel, was ich noch erleben will. Glaub mir, Theresa. Ich werde alles daransetzen, dass ich all das auch erleben kann.“
Theresa:
„Max hatte nicht nur vor, ein Leben voller Abenteuer zu führen. Er hatte vor, all das mit ihr zu erleben. In seinen Planungen vorzukommen, war für sie so ungewohnt wie unwägbar. Und dennoch war alles plötzlich selten klar: Das musste Liebe sein.“
Obwohl es selbst in Autorenkreisen nicht üblich ist, dass das Buch antwortet, bedanke ich mich bei dem Buch: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir und das tolle Interview.«