Donnerstag, 11. Mai 2023

[Buchvorstellung einmal anders] Die Dunkelheit nach dem Zwielicht von A. K. Buchmann



Buchvorstellung einmal anders


Nach dem Autoreninterview drückt mir Anne ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Die Dunkelheit nach dem Zwielicht“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist sie weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da kommt die Autorin wieder in den Raum und setzt sich zu uns.

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Auf jeden Fall ;-)
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Wir freuen uns, hier sein zu dürfen!
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Ich bin eine kurze Mystery-Novelle um ein Haus, das eine besondere Aufgabe hat und seine Bewohner, deren Schicksale durch die Zeiten miteinander verbunden sind.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genau so?
Wir tragen uns gegenseitig durch die Zeiten.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Insgesamt ist die Atmosphäre ja eher düster, aber hin und wieder gibt es auch lustige Stellen, wie die, in welcher der Immobilienmakler Döring sehr betrunken bei Bürgermeister Lenzen anruft:
Döring lehnte sich wieder zurück, trank ein Glas Wasser und wählte eine vierstellige Nummer.
»Ja?«, fragte Bürgermeister Lenzen nach wenigen Momenten am anderen Ende der Leitung.
»Isch bins!«
»Bist du am helllichten Tag besoffen?«
»Hast du ma rausgeguckt? Da is gar nix licht!
»Sag mal, was ist denn in dich gefahren?«
»Lendsen«, lallte Döring, »mit dem verdammten Haus schtimmt was nich!«
Weißt du wie viel Anne tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Mich von meiner Autorin zu trennen, ist völlig unmöglich, aber trotzdem haben wir nichts gemeinsam. Sie hat nicht einmal einen Dachboden.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Döring würde wohl über sie sagen, dass wir nicht alle mit nem Chai-Latte im Coworking-Space sitzen können...
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Der Titel war einfach da und passte, da gab es auf keiner Seite Diskussionen.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Wir lieben das Cover! Genau so haben wir uns die Hauptfigur, Lucy, vorgestellt.
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Ohnehin schwiegen fast alle Beteiligten und leugneten in aller Ruhe und gegen jeden Augenschein, dass sie diese wahnsinnige Nacht mit ihrer unerklärlichen Verwilderung und der blinden Raserei je erlebt hätten.
Obwohl es selbst in Autorenkreisen nicht üblich ist, dass das Buch antwortet, bedanke ich mich bei dem Buch: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir und das tolle Interview.«
Vielen Dank!

[Autoreninterview] A. K. Buchmann


Autoreninterview
A. K. Buchmann

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Da gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen. Ich bin 39 Jahre alt, habe Germanistik und Philosophie studiert und führe ein völlig normales gut bürgerliches Leben.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Die Frage müsste eher lauten, wann ich wieder dazu gekommen bin. Tatsächlich habe ich geschrieben, seit ich schreiben konnte. Allerdings hatte ich nie so recht einen Plan, wie das alles so funktioniert. Wohin man sich z.B. mit einer Kurzgeschichte oder einem Manuskript wendet. Damit konnte mir niemand aus meinem Umfeld helfen, sodass meine Ambitionen im Jugendalter im Sand verlaufen sind. Zwar habe ich dann Germanistik studiert, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, bin dann aber schließlich doch im Berufsalltag versumpft, bis ich mir 2019 in den Kopf gesetzt habe, einen Roman zu schreiben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Erschienen ist bisher nur Die Dunkelheit nach dem Zwielicht, die eigentlich eine Kurzgeschichte ist.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, an einem Roman.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Lesen natürlich. Ich schaue aber auch sehr gerne Serien und Filme.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Oh, da gibt es einige! Die meisten Romane besitze ich tatsächlich von Peter David, einem Autor, der sehr viel für Star Trek geschrieben hat. Im Bereich der Unterhaltungsliteratur lese ich sehr gerne Robert McCammon. Margaret Atwood schätze ich sehr, aber auch Christian Kracht, zudem Klassiker wie Albert Camus oder Georg Büchner.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Schreibtisch mit Laptop darauf, dazu Blick auf einen kleinen Park.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Arbeit, Schreiben, Arbeit, schreiben, lesen, ins Bett gehen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Bei beidem bin ich wenig festgelegt. Tatsächlich würde ich eher Genres ausschließen. Aus dem Bereich Romance besitze ich z.B. keine Bücher und könnte daher auch diese Genres nicht beim Schreiben bedienen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Da fällt mir jetzt spontan keins an, aber für die meisten Lebenslagen finde ich eines in Büchners Dantons Tod.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nein, das habe ich nicht.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Im Rahmen meiner Berufsausbildung gab es einige Lehrjahre, innerhalb derer meine Arbeit ständiger Kritik ausgesetzt war. Sachliche Kritik wertschätze ich. Auf Polemik reagiere ich nicht, wozu auch?
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Mein Hauptaugenmerk liegt auf dem Schreiben. Beim Selfpublishing kommen zu viele Aufgaben auf mich zu, denen ich nicht gerecht werden kann: Buchsatz, Cover und Marketing beispielsweise. Neben Lektorat und Korrektorat müsste ich das alles outsourcen. Ein Verlag nimmt mir all das ab (und kann das vor allem viel besser als ich!).
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Man sollte immer das machen, wofür man brennt – der Rest kommt (fast) von alleine!

Dienstag, 9. Mai 2023

[Reiheninterview] Das magische Geheimnis der Familie Bernauer von Paula Böhlmann

  


Reiheninterview

Heute treffe ich mich mit Magnus Claudius Wenninger, Elsa, Aurora Bernauer, Jakob Kramer und ihrer Autorin Paula Böhlmann, um mit ihnen über die Reihe „Das magische Geheimnis der Familie Bernauer“ zu sprechen.

Wollen wir das Interview nun zu fünft machen?
Jakob Kramer: „Das ist eine wirklich abscheuliche Runde.“
Paula (Autorin): „Ein Interview nur mit den Antagonist:innen? Das wird wirklich spannend.“
Aurora Bernauer: „Was mache ich hier? Ich bin wohl kaum eine Antagonistin!“
Claudius Wenninger (lacht): „Ich finde es schön, dass mal nicht nur Fiona, Zoe und Violett zur Sprache kommen. Ich habe mehr als genug zu erzählen.“
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über die Reihe zu reden.
Jakob: „Sie dürfen sich geehrt fühlen, dass ich dieses lächerliche Interview erdulde, anstatt den Hexen ihr gerechtes Schicksal beizubringen. Nach dem Interview setze ich die Jagd fort!“
Claudius: „Du jagst uns? Davon habe ich noch gar nichts bemerkt. Vielleicht solltest du etwas härter arbeiten.“
Jakob: „Glaub mir: Deine Hybris wird ihren Tribut fordern!“
Könnt ihr euch oder auch die Reihe an sich, bestehend aus den Büchern „Das magische Geheimnis der Familie Bernauer 1 – Dunkle Versuchung“, „Das magische Geheimnis der Familie Bernauer 2 – Verlockende Macht“ und „Das magische Geheimnis der Familie Bernauer 3 – Zerstörte Illusion“ meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Aurora: „Die Buchreihe handelt von meiner Familie. Unsere ganze Familie wohnt auf unserem luxuriösen Anwesen. Wir sind Hexe und ich habe immer viel Zeit und Energie auf die magische Ausbildung meiner Kinder und Enkelkinder angewendet. Die Geschichte wird aus Perspektive meiner strebsamen, magiebegeisterten Enkelin Fiona und meiner anderen Enkelin Zoe, die leider weder sonderliches Interesse an Magie noch eine wirkliche Begabung hat. Sie badet lieber im Familienreichtum und lebt abscheuliche Machtspielchen in der Schule aus. Außerdem …“
Claudius: „Zoe ist nur ein eingebildetes Mädchen. Wenn du dir von ihr auf der Nase rumtanzen lässt, bis du selbst schuld.“
Aurora (mit abschätzigem Blick auf Claudius): „So wie er sich gerade in meine Ausführungen einmischt, hat sich Claudius Wenninger auch in das Leben meiner Familie eingemischt. Er hat meiner naiven Enkelin Fiona, den Floh ins Ohr gesetzt, eine Schwarzmagierin werden zu wollen.“
Jakob: „Ja, stell dich nur als Opfer dar. Dafür stehlt ihr uns meine Nichte Violett.“
Paula (Autorin): „Im zweiten Band erlebt Fiona neben der Faszination für die schwarze Magie auch die Schattenseiten eines Lebens mit Claudius. Währenddessen versucht Zoe die Scherben ihres Lebens zusammenzukehren und ihr dunkles Geheimnis darunter begraben.“
Aurora: „Und am Ende des zweiten Bandes erklären uns die Hexenjäger den Krieg.“
Jakob (spöttisch): „Willst du uns denn nicht erzählen, was diese Kriegserklärung ausgelöst hat?!“
Aurora: „Ihre Engstirnigkeit und Intoleranz!“
Claudius: „Ich finde schön, dass auch Aurora nun endlich mehr Toleranz für Morde fordert!“
Paula (Autorin): „Was im dritten Teil passiert, wissen die Charaktere nicht. Ich will nur so viel Verraten, dass diese drei Pole der Macht: Familie Bernauer, Schwarzmagier:innen und Hexenjäger:innen aufeinanderprallen. … Es ist schön, dass das mit dem Interview vor Band 3 geklappt hat. Danach wären leider nicht mehr alle der Anwesenden dazu in der Lage.“
Schockierte und empörte Zwischenrufe kommen auf.

Ihr als Charaktere wachst mit euren Aufgaben, entwickelt euch weiter, besteht so manche Situation. Was glaubt ihr? Fällt es dem Autor leichter euch durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?

Aurora: „Diese Frage setzt voraus, dass wir alle die gleichen Vorstellungen von einer guten Zeit haben. Das ist jedoch nicht der Fall. Die Autorin kann es nie allen recht machen. Nehmen wir allein Claudius und mich: Für Claudius war Fionas Verrat an der Familie ein Triumph, für mich eine arge Enttäuschung.“
Claudius: „Da die Geschichte aus der Perspektive von Fiona, Zoe und Violett erzählt wird, gibt es ja aber dennoch schöne und schwierige Situationen. Ich glaube, dass unserer Autorin schwierige Szenen mehr Spaß machen, weil da endlich etwas passiert, aber ich weiß, dass sie tief in sich drin will, dass es allen gut geht. So ergeht es den schwachen Menschen, die so etwas Lächerliches wie Mitgefühl entwickeln.“
Jakob: „Ich würde da ein paar Ausnahmen machen. Unsere Werte scheinen sich so zu unterscheiden, dass sie es uns Hexenjägern unnötig schwer macht. Ich habe nicht das Gefühl, dass sie sich im Entferntesten um unser Wohlergehen sorgt.“
Paula (Autorin): „Ich schreibe am liebsten Szenen, in denen ich Geheimnisse vor meinen Charakteren habe. Es mag gemein klingen, aber ich mag das Gefühl von: Ich weiß etwas, was du nicht weißt, und das wird dir nicht gefallen.“
Habt ihr eine oder mehrere Lieblingsstellen, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Aurora: „Da die Autorin meinen Triumphen wenig Aufmerksamkeit schenkt, kann ich in diesen lächerlichen Büchern nicht so etwas wie eine Lieblingsstille benennen.“
Claudius: „Ich erinnere mich sehr gern an mein erstes Treffen mit Fiona zurück. Sie hat sich aufgeführt wie eine junge Aurora.“
Aurora: „Leider konnte sie sich diese Stärke nicht behalten.“
Claudius (spottend): „Warum so schweigsam Jakob Kramer? War die Zeit für die Hexenjäger gar nicht so glorreich, wie erhofft?“
Wisst ihr wie viel Paula tatsächlich in euch oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinen Charakteren zu?
Jakob: „Zu mir sehe ich da wenig Parallelen. Mit ihrer Alle-Lebewesen-sind-gleich-viel-wert-Einstellung, hätte sie nicht das Zeug zur Hexenjägerin.“
Claudius: „Ich glaube, Paula hat uns mehr Eigenschaften mitgegeben, die sie bei anderen verabscheut als welche sie selbst hat.“
Aurora: „Mir hat die Autorin die Stärke ihrer eigenen Großmutter mitgegeben und ihren eigenen Perfektionismus. Ich erkenne auch manchmal meine Enkelin Fiona in ihr. Sie teilen ihre Neugier und Wissbegierigkeit.“
Claudius: „Paula und ich teilen auch die Faszination für die Abgründe der menschlichen Seele, nur sie schaut lieber aus sicherer Entfernung in den Abgrund und versucht die zerbrochenen Stücke zusammenzukleben, anstatt sie für sich zu nutzen. Ich glaube nicht, dass sie so etwas erreichen wird.“
Wie würdet ihr als Protagonisten den Autor beschreiben?
Claudius: „Naiv und harmoniebedürftig. Für so einen Weg wie Fiona wäre sie viel zu feige. Sie wäre schon daran gescheitert, solch ein Geheimnis für sich zu behalten.“
Aurora: „Sie weiß halt, was sich schickt. Sie hätte nie für eine so kindische Rebellion ihre eigene Familie gedemütigt. Sie ist gewissenhaft, aber eher ein Arbeitsbienchen als eine Anführerin.“

Wie seid ihr eigentlich zu den Titeln gekommen? Standen die schon im Vorfeld fest oder haben sie sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr viel Mitspracherecht?

Jakob: „Ich hatte kein Mitspracherecht. So wie immer! “
Aurora: „Die Titel drehen sich nur um Fiona. So wie alles! Glauben Sie mir: Ich habe dem Mädchen genug Beachtung geschenkt. Sie hätte nicht Claudius wählen müssen.“
Paula (Autorin): „Der Reihentitel Das magische Geheimnis der Familie Bernauer stand bereits von Beginn an fest. Nur die Titel der einzelnen Bände habe ich lieber in Absprache mit meinem Verlag als in Absprache mit den Charakteren des Buchs festgelegt.“
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Jakob: „Ich finde es schrecklich. Es glorifiziert diese Kreaturen hinter dem schönen Gesicht der Fiona Bernauer. Es sollte lieber andere Dinge zeigen. Die Gräueltaten des Claudius Wenninger zum Beispiel, damit alle sehen können, was Hexen sind: Monster, die es auszulöschen gilt.“
Claudius: „Ich kann gern mit einer Gräueltat an dir, mein kleiner Inquisitor, Inspiration für eine nachträgliche Korrektur des Covers liefern.“
Claudius setzt zum magischen Schlag an.
Autorin: „Hey, bitte beruhigt euch. Ich gebe euch in meiner Trilogie insgesamt 1273 Seiten, um euch zu zerfleischen. Reicht das nicht? … Ich finde die Cover echt schön. Vom Farbton gefällt mir Teil 3 am besten. Ich liebe dieses Lila!“
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus den Büchern interessieren.
Jakob: „Jakob blieb stehen und überlegte kurz, bevor er auf ihr Flehen einging: »Wir hatten eigentlich eine Abmachung, aber ich will gnädig sein. Was bist du bereit zu tun?« »Alles!«, versicherte sie, ohne auch nur über die Konsequenzen ihrer unüberlegten Erwiderung nachzudenken.“
Aurora: „Aurora war streng, würdevoll und die beeindruckendste Frau, die Fiona kannte.“
Claudius: „Das hat deine Enkelin im allerersten Kapitel über dich gedacht. Seitdem ist so viel passiert. Akzeptiere die Realität, alte Frau! Ein aktuelleres Zitat über Fionas Befinden ist: Sie konnte sich ihr Leben nicht besser vorstellen. Sie war so froh, dass sie das Bernauer-Anwesen verlassen hatte. Egal, was das Leben hier für sie bereithielt, es war perfekt! Es ist mein Lieblingszitat, denn es untermauert meinen Triumph.“
Paula (Autorin): „So aktuell ist das Zitat aber auch nicht, Claudius!“
Danke für das Gespräch.
Aurora: „Ich hätte mir angenehmere Charaktere vorstellen können, die mit mir das Interview bestreiten. Ich danke ihnen dennoch für Ihre Zeit.“
Jakob: „Die kurze Waffenruhe ist passé.“
Claudius: „Ich freue mich schon sehr auf das Finale der Buchreihe und euch Hexenjäger in die Schranken zu weisen.“
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für das sehr interessante Interview.«
Paula (Autorin): „Danke für die Gelegenheit, meine Trilogie vorzustellen.“

Sonntag, 7. Mai 2023

[Buchvorstellung einmal anders] Raven - Das Schicksal der zwei Schwestern von Lavinia Dierssen


Buchvorstellung einmal anders 

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Raven und Col aus „Raven – Das Schicksal der zwei Schwestern“ und deren Autorin Lavinia Diersson. 

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen? 

Lavinia: „Danke, dass du dir die Zeit für uns nimmst. Ich bin Lavinia, die Autorin und komme zusammen mit Raven und Col zu diesem Interview.“ 

Raven: „Ja, ich freue mich auch da sein zu dürfen. Col? Hörst du zu?“ 

Col: „Dir höre ich immer zu, Liebes.“ räuspert sich „ Hallo zusammen, ich bin Col und klar, ich bin gerne dabei.“ 

Ich hatte ein langes Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet. 

Raven: „Gerne! Ich heiße Raven und stamme aus einer Hexenfamilie in Gummersbach. Ich habe in meinem Leben schon eigenes erleben müssen. Genauer werde ich darauf nicht eingehen, da würde ich zu viel aus dem Buch vorweg nehmen. So viel ist sicher, ich begegne auf meiner Lebensreise Colvin, also Col. Und das wird mein Leben verändern, auch wenn er nicht der erste Vampir ist, den ich in meinem Leben kennenlerne.“ 

Col: „ Ich bin ja auch unglaublich, wessen Leben würde ich nicht verändern?“ 

Lavinia: „Schon gut ihr beiden, nehmt euch ein Zimmer. Wir sind hier bei einem wichtigen Interview.“ 

Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen. 

Raven: „Das übernehme ich. Wenn Col das macht, artet es nur in seinen Angebereien aus.“ lacht laut los „Das Buch ist eine Dilogie in einem Buch. Der erste Band ist als Bonus hinten im Buch und erzählt etwas über Mary. Der zweite Band dreht sich um mich, meine Schwester und ein für den Leser spannendes Abenteuer in Deutschland und Norwegen. Für mich war es jedoch sehr anstrengend, wenn ich mal ehrlich sein darf.“ wirft Autorin genervten Blick zu 

Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein? 

Lavinia: „Ich möchte ehrlich sein, wenn ich meine Geschichten plotte, dann haben sie meist einen positiveren Verlauf. Beim Schreiben entwickeln meine Charaktere jedoch ihr Eigenleben und sind dabei sehr charakterstark, sodass ich mich anpasse. So gesehen sind sie teilweise selbst Schuld. Aber ich gestehe, Ravens Hintergrund ist meine Schuld. Ich möchte in meinem Buch die Thematik aufbringen, wie es ist eine schwere Kindheit gehabt zu haben und die Schwierigkeiten des Lebens meistern zu müssen.“ 

Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet? 

Raven: „Meine Lieblingsstelle im Buch ist definitiv als ich das erste Mal Col gesehen habe. Es war so eine magische Energie zwischen uns, so etwas habe ich noch nie zuvor gespürt.“ 

Col: „Das ist wirklich süß von dir! Ich muss sagen, meine Lieblingsstelle ist in Norwegen. Du hast mit deiner Schwester und deiner Tante einen unglaublich komplizierten Zauber ausgeführt. In all den Hunderten von Jahren habe ich viele starke Hexen gesehen, aber du, Liebes, du bist die mächtigste Hexe, die mir je begegnet ist.“ 

Wie viel echte Lavinia steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter? 

Lavinia: „In jedem meiner Bücher steckt ein Stückchen Wahrheit, ein Stückchen aus meinem Leben. In Raven: Das Schicksal der zwei Schwestern sprechen wir auch über Tabuthemen. So behandeln wir die Thematik wie es ist von der eigenen Mutter verstoßen zu werden. Außerdem besprechen wir auch Vergewaltigungen innerhalb von Beziehungen. Beides habe ich auch erleben müssen und musste bzw. muss damit mehr oder weniger alleine fertig werden. Raven soll Betroffenen zeigen, dass man so was überleben kann und man nie weiß, was einem in der Zukunft passieren wird. Hinter jeder Ecke kann etwas Positives lauern.“ 

Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben? 

Raven: „Ich würde Lavinia als sehr offen bezeichnen. Egal wo man herkommt, egal wen man liebt. Lavinia respektiert dich, wenn man mit ihr respektvoll umgeht.“ 

Col: „Lavinia hat mir diese Traumfrau geschenkt, daher muss sie eine tolle Autorin sein. Ich interessiere mich nicht sonderlich für andere Menschen. Raven ist die erste Person, die meine volle Aufmerksamkeit genießt.“ 

Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr als Charaktere vielleicht sogar Mitspracherecht? 

Lavinia: „Raven ist mir seit Jahren durch den Kopf gegeistert, als Person. Irgendwann habe ich Bloody Mary geschrieben und als ich die Geschichte veröffentlicht hatte, passte die Geschichte von Raven perfekt. Daher war für mich klar, dass der Titel passend zu Band 1 Raven gewidmet wird. Der Zusatz „Das Schicksal der zwei Schwestern“ kam später als Anspielung zur Geschichte dazu.“ 

Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen? 

Raven: „Da ich auf dem Cover zu sehen bin, finde ich es klasse! Julia Diederichs hat da tolle Arbeit geleistet!“ 

Col: „Ja, dem kann ich nur zustimmen, Liebes!“ 

Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch. 

Lavinia: >> Ich weiß, wozu dieser Mann fähig ist, besonders wenn er wütend ist. Er weiß jedoch nicht, wozu ich fähig bin, auch ich wusste es nicht als wir uns 1636 das letzte Mal gesehen haben, denn jetzt kann ich ihn töten. Ich räuspere mich und sehe Penny tief in ihre blauen, strahlenden Augen. „Meine Mutter gab mir den Namen, weil er so viel wie 'die Starke' oder 'die Mächtige' bedeutet. Ich fand Raven jedoch passender, auch wenn es lediglich 'Rabe' bedeutet. Aber du weißt ja, was man über Raben so sagt. Sie sind ein Omen des Todes, kommen sie an dein Haus, so heißt es, wird jemand darin sterben.“ Mein Blick gleitet zurück zu Narziss. << 

Raven: >> „Und was will sie?“ Ich erhebe mich von meinem bequemen Sitzplatz, mache eine elegante Drehung auf der Stelle und wackle mit meinen Händen wie ein Jazztänzer neben meinem Körper. Als Antwort bekomme ich lediglich noch mehr irritierte Blicke, weswegen ich ein „Tadaa“ hinterher setze. Genervt rolle ich mit den Augen und setze mich wieder hin. Autorentag Lavinia Diersson – Raven – Das Schicksal der zwei Schwestern „Sie will mich, ihr Nullchecker.“ << 

Col: >> Tränen strömen mein Gesicht hinab und nehmen mir die klare Sicht, als ich kraftlos neben ihr auf die Knie falle. Aus der näheren Distanz erkenne ich eine flache Atmung. „Raven?“ Ich schüttle vorsichtig ihren Körper, doch sie reagiert nicht. „Wo ist Ravens Seele hin? Was habt ihr Miststücke mit meiner Frau gemacht?!“, poltert es unkontrollierbar aus meiner Kehle, begleitet von einem tiefen Knurren. << 

Vielen Dank für das Gespräch 

Lavinia, Col und Raven gleichzeitig: „Wir danken dir!

[Autoreninterview] Lavinia Dierssen

Autoreninterview
Lavinia Dierssen

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen? 
Hi, ich heiße Lavinia, bin im Jahre 1996 geboren worden und lebe im Bundesland Hessen. Neben meiner großen Bücherliebe schlägt mein Herz für Tier – und Naturschutz, Zeit mit meinem Hund zu verbringen oder die große Welt von Film und Fernsehen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Seit ich Schreiben gelernt habe, habe ich Geschichten geschrieben. Für mich war es schon immer ein Ausweg aus der Realität und ich wurde von meinen Lehrern immer gelobt. Veröffentlicht habe ich bis 2022 jedoch nichts. 
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben? 
Oktober 2022 habe ich Band 1 meiner Dilogie veröffentlicht, Bloody Mary: Das Erwachen des Bösen. Wie es bei vielen ersten Veröffentlichungen so ist, gibt es einige Fehler. Daher habe ich Band 1 überarbeitet und zusammen mit Band 2 der Schwestern-Dilogie in meinem neuen Buch veröffentlicht. April 2023 erscheint Raven: Das Schicksal der zwei Schwestern und ist eine Dilogie in einem Buch.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk? 
Ich arbeite gerade an zwei Werken. Im August 2023 werde ich eine Kurzgeschichten-Anthologie veröffentlichen. Die Erzählerin in diesem Buch ist meine Hündin Bella und in dem Buch gibt es tierische und magische Kurzgeschichten mit einer wichtigen Moral. Im November erscheint ein Fantasy-Roman, welcher in Deutschland und Norwegen spielt. Nordische Götter, Dark Romance und ein Spiel mit der Realität verbunden mit ernsten Themen. 
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten? 
Am liebsten bin ich mit meinem Hund im Wald oder am Wasser unterwegs. Natur hat eine sehr beruhigende Wirkung auf mich. 
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst? 
Zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehören die Werke von Lea Diamandis. Auch die Talus Reihe von Liza Grimm bedeutet mir viel. Beide schreiben magische Bücher mit starken Charakteren. 
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst? 
Am liebsten schreibe ich entweder klassisch an meinem Schreibtisch oder bequem auf dem Sofa. Wenn mir unterwegs eine Stelle einfällt, tippe ich sie schnell in meine Notizen-App auf dem Handy. 
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen? 
Ein ganz normaler Tag in meinem Leben beginnt mit einer großen Spaziergang-Runde mit meinem Hund. Danach steht neben dem Haushalt meine Arbeit an, die sehr vielfältig ist. Mal ist es ein Bloggerauftrag, mal arbeite ich an meinen werken, mal arbeite ich für andere Autoren oder Verlage im Bereich Testlesen und Korrektorat/Lektorat. Zwischendurch widme ich mich zeitlich meinem Hund. Der Abend klingt ruhig aus. 
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben? 
Beim Lesen liebe ich das Genre Fantasy und damit verbunden alle Unter-Genres. Außerdem lese ich sehr gerne Sci-Fi und Romance Bücher. Bin aber offen für jedes Genre. Beim Schreiben bewege ich mich jedoch im Fantasy-Bereich. 
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst?
Ein Lieblingszitat, nach welchem ich in meinem Leben handle, ist von Friedrich Schiller: „Jeder Tag ist eine neue Chance, das zu tun, was du möchtest.“ 
Hast du ein Lieblingsland und warum? 
Typisch Schütze bin ich sehr freiheitsliebend, ich habe schon viele Länder bereist und möchte noch so viele weitere Länder „entdecken“. Aber ein Land, welches ich auf jeden Fall bereisen werde, ist Tschechien. Dort liegen meine Wurzeln und ich würde gerne mehr über meine Vergangenheit erfahren. 
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Ich war sehr lange nicht in der Lage Kritik zu ertragen, da ich richtige Kritik und Beleidigungen nicht unterscheiden konnte. Es war ein langer Weg für mich den Unterschied zu lernen. Ich bin noch dabei zu lernen mit Kritik umgehen zu können. Die Arbeit mit meinen Testlesern und meinem Bloggerteam ist mir da eine große Hilfe. 
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen? 
Ich schließe die Arbeit in einem Verlag nicht aus, mit dem richtigen Verlag kann ich mir ebenfalls eine tolle Zukunft vorstellen. Im Selfpublishing habe ich jedoch eine höhere Freiheit was den Inhalt und das Cover angeht. 
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest? 
Zuerst möchte ich mich bei dir für deine Zeit und Mühe bedanken. Es bedeutet mir unglaublich viel, wenn sich jemand für meine Werke interessiert. Nun möchte ich mich an deine Leser wenden. Vielen Dank für eure Zeit mein Interview zu lesen. Ich hoffe, ich kann den ein oder anderen unter euch von meinen Werken überzeugen. Ich stecke sehr viel Liebe in meine Geschichten und alle haben einen ernsten Hintergrund. Solche Geschichten sind kein Mainstream, würden aber vielen Menschen helfen.

Samstag, 6. Mai 2023

[Schnipseltime] Ein Flüstern am Horizont von Mariella Woolf


 

Als sie gerade hineinsteigen wollte, tauchte Jett vor ihr aus dem Wasser und hielt ihr gentlemanlike die Hand hin. Unsicher legte sie ihre hinein und er schloss seine. Aeryn schnappte nach Luft – das Gefühl war berauschend. Sie hob den Blick und sah Jett direkt in die Augen. Sein halblanges, nasses Haar hing ihm ins Gesicht, die Wimpern klebten nass aneinander und an seinem Hals und den breiten Schultern glitzerten überall kleine Wassertropfen, die sich langsam den Weg nach unten bahnten. Wie in Trance löste Aeryn ihren Blick von seinem, gab sich der Versuchung hin und folgte neugierig den Tropfen. Unter seiner glatten, sonnengeküssten Haut zeichneten sich imposante Muskeln ab. Aeryn leckte sich nervös über die trockenen Lippen. An Jetts flachem, muskulösem Bauch stoppte sie – ihr war, als würde er regelrecht danach schreien, von ihr berührt und liebkost zu werden … mit den Lippen … Die Badehose klebten ihm wie eine zweite Haut an seinem traumhaften Körper, ließ keinen Interpretationsspielraum. Großer Gott. Wo bin ich hier gelandet?!

[Buchvorstellung einmal anders] Ein Flüstern am Horizont von Mariella Woolf




Buchvorstellung einmal anders



Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Mariella Woolf, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Ein Flüstern am Horizont“ von Mariella Woolf. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Hallo Claudia. Ich bin wirklich glücklich, bist du meinem Ruf gefolgt … lacht frech.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Lausche dem Flüstern und öffne dein Herz? Wenn du dich darauf einlassen kannst, wirst du dieses Buch lieben.
Was machst du, wenn man dir weh getan hat? Wirst du jemals wieder vertrauen können? Dir? Dem Leben?
Ein Flüstern am Horizont ist ein sehr gefühlvolles und starkes Buch. Es lässt die Leser nicht nur ins australische Outback eintauchen, sondern auch in intensive Gefühlswelten und in die Welt der Spiritualität. Das alles mit einer großen Prise Sexyness.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Mariella fühlt mit, fiebert mit und leidet mit. So gelingt es ihr die Protagonisten durch jede Situation hindurchzuführen. Allerdings muss ich sagen, dass bestimmte Situationen sie auch sehr berühren. Dann braucht sie manchmal Abstand, um diese Schwere, die dadurch entsteht, verarbeiten zu können.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Argwöhnisch sah sie erst ihn an, dann die angebotene Hand. Zögerlich erhob sie sich und wischte sich um Würde ringend ihre Hände an der Hose ab. Sie atmetet tief durch. Noch einmal musterte sie ihn.
„Ich …“ Ihre Stimme brach. Gehetzt glitt ihr Blick zwischen ihm und dem Boden hin und her, dann schien sie eine Entscheidung zu treffen. Ohne Jett auch nur einen einzigen Moment aus den Augen zu lassen, streckte sie ihm vorsichtig ihre Finger entgegen und er umschloss sie sanft. Aeryns Atem ging immer noch heftig – sie kämpfte sichtbar mit sich. Zitternd lag ihre zarte Hand in seiner von der Arbeit rauen Pranke, und Jett spürte, dass sie ihm gerade etwas Entscheidendes geschenkt hatte – Vertrauen …
Er würde den Teufel tun und dieses Vertrauen missbrauchen.
Weißt du wie viel Mariella tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Da dieses Buch ein Herzenswunsch von Mariella war, Spiritualität, Schamanismus mit einer Liebesgeschichte zu vereinen würde ich sagen, dass sehr viel von ihr darin steckt.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: Sie ist eine Perfektionistin – eine gute Eigenschaft, doch damit macht sie sich des Öfteren das Leben schwer. Ich wünschte, sie würde alles ein bisschen lockerer sehen.
Aeryn: Sobald sie schamanisch arbeitet, ist sie im Vertrauen und das ist ein magischer Moment. Sie wird eins mit sich und dem großen Ganzen.
Jett: Wir sollten nicht zu viel verraten, das mag sie nicht.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Der Titel kommt direkt aus der Zwischenwelt. Da der ursprüngliche Titel nicht passte, machte Mariella dazu eine Schamanische Reise. Ein Flüstern am Horizont ist das Ergebnis.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Das Cover ist absolut passend und widerspiegelt das Mystische der Geschichte. Es gefällt mir sehr gut.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren. 
„Das ist die Magie des Universums.“
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.