Montag, 8. August 2022

[Buchvorstellung einmal anders] Fortellas Geschichten - Schwert der Schönheit von Calvin Cozym



Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf den Autor Calvin Cozym, aber er kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Fortellas Geschichten – Schwert der Schönheit“ von Calvin Cozym. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben dem Autor am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Gerne doch, ich habe hier nur rumgelegen und Buchstaben gezählt.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Ich bin ein Buch voller Kekskrümel und Teeflecke. Naja, sehr abwechslungsreiche Fantasykurzgeschichten findet man dazwischen auch. Übrigens vorgetragen von Fortella. Die kennst du ja schon.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit dem Autor zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Soweit ich weiß, schreibt er gerne die Fieslinge. Aber dieses Mal hat er auch eine ordentliche Portion Humor auf die Seiten geklatscht.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ich bin ein Buch. Ich empfinde keine Emotionen. Aber ich hörte, dass mal wieder die Geschichten mit der Meerjungfrau besonders beliebt sein soll. Das war schon beim ersten Band so, nur da handelte es sich um eine Nixe.
Weißt du wie viel Calvin tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Zu Keksen würde er nie nein sagen. Humor ist ebenfalls ein fester Bestandteil seines Charakters. Und zum düsteren Teil… tja, ich sehe ihn immer in schwarz.
Wie würdest du oder seine Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller den Autor beschreiben?
Tja, der Calvin: ein ausgesprochener Familienmensch mit Freude am Umgang mit Worten und absoluter Musikliebhaber.
Es meldet sich die Feenkönigin zu Wort: Musik? Dieser Krach stört meine Harmonie. Wenn der das nicht ausmacht, werde ich auch über ihn urteilen.
Er wird sie nicht ausmachen, denn stur kann er auch sein.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Der Titel, oder besser der Untertitel hat sich erst am Ende ergeben, muss ich zugeben. Das macht Calvin immer ohne mich. Gemein, ich weiß, aber immerhin hat er mir erklärt, warum er den Titel gewählt hat. Er verbindet die wesentlichen Elemente, die in den Geschichten besonders häufig auftreten.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich bin zu 1000% zufrieden! Ich meine, sieh mich doch mal an!
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren. 
Ich will dir sagen, was das Herz des Berges ist.
Dein Volk, König Gretwan. All diese Zwerge sind das
wahre Herz des Berges.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Donnerstag, 4. August 2022

[Autoreninterview] Tanya Carpenter

Autoreninterview
Tanya Carpenter

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Oh je, das ist immer eine Herausforderung. Ich bin, wen wunderts, eine Büchereule. Und Eule greift auch direkt meinen Biorhythmus auf. Wenn ich kann, wie ich will, dann bin ich nachts produktiv und schlafe tagsüber. Geht natürlich nur sehr bedingt und wenn, dann im Urlaub oder am Wochenende. Im Großen und Ganzen bin ich aber Workaholic, was mir in vielerlei Hinsicht zugutekommt. Es ist nämlich nicht einfach, einen Vollzeitjob, Haus, Garten, zwei Hunde und das Autorenleben unter eine Hut zu bringen. Und dabei war es bis vor zwei Jahren sogar noch mehr, was ich zu stemmen hatte.
Aber es ist alles irgendwie in Balance. Während der Brotjob mit vielen Zahlen und Tabellen eher trocken ist, beflügelt das Schreiben meine Fantasie. Die Arbeit in Haus und Garten und regelmäßig Sport powern mich aus (ich bin leidenschaftliche Handwerkerin). Den Ausgleich für die Seele schaffen meine Hunde, lange Spaziergänge in der Natur, Musikhören und das Abtauchen in die Werke anderer Autoren. Stillstand ist jedenfalls nichts für mich. Ich liebe Herbst, Mond, Nacht, Kaminfeuer, Stille, Nebel, Schottland, Whisky, Rotwein, Magie, Legenden und alte Kulturen. Im Schreiben besinne ich mich gerade wieder auf meine Wurzeln. Was bedeutet, dass man in den nächsten Monaten mit Vampiren, Gay Romance und Erotik rechnen darf. Aber auch meine Cosy Crime Reihe wird noch eine Weile laufen. Ideen habe ich eh genug für mehr als ein Leben.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Den Anfang nahm es bereits, als ich vier Jahre alt war. Mein Dad hat mir Lesen und Schreiben beigebracht, damit ich die Geschichten, die er mir vorgelesen hat, auch selbst lesen konnte, und die Geschichten, die ich mir mit meiner überschäumenden Fantasie ausgedacht habe, auch aufschreiben konnte. Für mich war das ein Tor in völlig neue Welten. Ich habe seine Begeisterung für Bücher geteilt und mir bis heute bewahrt. Tatsächlich könnte ich gar nicht ohne das Schreiben. Da sind so viele Geschichten und Charaktere in mir. Ich habe nur nach vielen intensiven Jahren mit Vorab-Verträgen und hohem Druck dieses Jahr beschlossen, einen Gang zurückzuschalten. Hab mich von meiner Agentur getrennt, die sehr viele Titel für mich vermittelt hat. Und werde in Zukunft einfach mit weniger Zwang schreiben. So, wie es Spaß macht. So, wie die Geschichten kommen. Also auch in diesem Punkt „back to the roots“. Seit ich diese Entscheidung getroffen habe, fließt die Kreativität wieder. Vorher, das muss ich leider sagen, hab ich manchmal auch um jede Zeile gekämpft, weil ich mehr die Deadlines als die Story im Kopf hatte. Ich möchte diese Erfahrung nicht missen, denn sie hat mich weitergebracht, ich habe mich entwickelt. Aber zum Entwickeln gehört eben auch, seinen eigenen Weg zu finden, mit dem man am besten zurechtkommt, und ich denke, das habe ich getan.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Fünf Sätze ist schwierig bei mittlerweile knapp dreißig Romanen, drei Novellen und über sechzig Kurzgeschichten. Ich habe mit Vampiren angefangen und sie auch nie ganz losgelassen. Inzwischen hab ich aber so ziemlich jedes Genre ausprobiert und gerade dadurch gemerkt, dass mir Romance in ihren unterschiedlichen Subgenre am meisten liegt. Gerne Gay, aber auch Hetero; gerne mit Fantasy, aber auch in Real Life; gerne mit Spannung, aber auch mal mit Humor; gerne mit guter Erotik aber vor allem immer mit viel Gefühl.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich arbeite sogar an mehreren derzeit. Nach dem Gay Romance Crime – Zweiteiler Hard Rules ist schon das nächste Gay-Projekt in Arbeit, das vermutlich auch wieder über zwei Bände laufen wird. Ob im Verlag oder doch eher Selfpublished wird sich zeigen. Außerdem überarbeite ich meine beiden Vampirserien, die definitiv im Selfpublishing wieder erscheinen werden. Dazu noch ein paar Einzeltitel, die mir am Herzen liegen und die ich gerne wieder auf dem Markt sehen würde. Und natürlich stehen die nächsten Cosy Crime Bände zu Eodora Mable in den Startlöchern. Außerdem plane ich eine Hetero Romance mit dem Schwerpunktthema Wolf. Nein, das wird kein Gestaltwandler-Roman, sondern darin geht es um echte Wölfe und ihre Wiederansiedlung.
Ach ja, eine Weihnachtsstory wird es auch wieder geben. Eigentlich ist sogar noch eine Gay-Halloweenstory geplant, aber das könnte zeitlich knapp werden.
Jedenfalls mangelt es nicht an Plänen 😅
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Freizeit ist für mich ein relativer Begriff, denn meine Freizeit ist meist angefüllt mit Dingen, die auch eine gewisse Pflicht in sich bergen. Meine Hunde sind für mich Freizeit, aber es wäre ja keine Option, mich nicht um sie zu kümmern, also ist es auch Pflicht. Ein gewisses Maß an Sport ist für mich ebenfalls unerlässlich, weil ich chronischer Schmerzpatient bin, dennoch sehe ich es als Freizeit, weil es ein Ausgleich zum Job für mich ist. Wenn ich tatsächlich einfach mal die Seele baumeln lassen will, dann sind Musik, Bücher, gute Filme oder Serien immer eine Option. Ich liebe auch Musicals oder gehe gern mal mit jemandem aus meinem engsten Kreis essen. Mit meiner besten Freundin haben wir Spieleabende etabliert, das ist auch immer sehr lustig und entspannend. Und vielleicht kommt ja doch irgendwann wieder die Möglichkeit zu reiten. Zweiundzwanzig Jahre lang hatte ich ein eigenes Pferd und das war immer wie ein kleiner Urlaub. Jetzt ist diese Zeit vorbei, aber wenn irgendwann ein passendes Pflegepferd auftauchen sollte … wer weiß.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Oh, das wird jetzt ein bisschen Werbung, fürchte ich. Ja, ich habe inzwischen eine explizite Lieblingsautorin, obwohl ich eigentlich sehr breit gefächert lese. Aber von dieser einen lese ich inzwischen blind jeden Titel und bisher konnte sie mich immer überzeugen. Dass daraus inzwischen noch eine wundervolle Autorenfreundschaft entstanden ist, sehe ich als zusätzlichen Bonus. Es ist Julia Fränkle alias Svea Lundberg. Ich bewundere die Vielschichtigkeit ihrer Romane und wie viel Emotionen sie „zwischen die Zeilen“ packt. Manchmal bin ich ein bisschen neidisch. Wen ich außerdem sehr gerne lese ist Tommy Herzsprung, allerdings nur im Gay Romance. Seine Thriller sind zu gut, das halte ich nervlich nicht aus. Und ich mag Fenja Wächter, mit der mich ebenfalls eine Freundschaft verbindet und durch die ich mich auch mal an Subgenre rantraue, die ich sonst nicht lesen würde. Ansonsten füllen Autoren wie M.S. Kelts, Chris P. Rolls, Anna Katmore, Elisa Schwarz und Jona Dreyer mein Buchregal. Man merkt es, überwiegend Gay Romance. In anderen Genre würde ich die alten Romane von Anne Rice benennen, die Gabaldon-Outlander-Saga und die beiden Raventhorne-Romane von Rebecca Ryman. Außerdem liebe ich Mary Higgins Clark.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Es gibt zwei Orte, an denen ich hauptsächlich schreibe. In meinem Wohnzimmer, besonders im Winter, wenn das Feuer im Kamin brennt. Oder in meinem Arbeitszimmer. Ich arbeite ja inzwischen auch im Brotjob teilweise im Homeoffice und habe somit einen gut ausgestatteten Arbeitsplatz, was Tisch und Stuhl angeht. Der Laptop ist schnell gewechselt, denn da trenne ich die beiden Berufe strikt. Wichtig ist eigentlich, dass Musik im Hintergrund läuft und dass meine Hunde um mich herumliegen. Dann finde ich schnell in die richtige Stimmung.
Übrigens ist das Arbeitszimmer direkt neben dem Wohnzimmer und durch einen großen Durchbruch sind beide Räume miteinander verbunden, was bedeutet, dass ich den Kamin so oder so im Auge habe. 😉
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Meine Tage beginnen (trotz Eulengen) in der Regel um 5 Uhr morgens. Aufstehen, erste Gassirunde mit den Hunden, dann Fütterung der Raubtiere und eine kurze Runde durchs Badezimmer, um mich tagesfertig zu machen. Anschließend frühstücke ich, gehe nochmal eine kurze Pipirunde mit den Hunden und starte dann entweder im Homeoffice oder mache mich auf den Weg ins Büro. Mein Arbeitstag endet gegen 16 Uhr. Wenn ich zuhause bin, gibt es noch eine Mittagsrunde mit den Hunden. Nach Feierabend dann der letzte Hundegang des Tages, wieder Fütterung (der vier- und der zweibeinigen Raubtiere) und danach starte ich an meinem Autorenlaptop. Eventuell gibt es vorher noch eine Sporteinlage. So sehen die regulären Arbeitstage aus. Am Wochenende und am Urlaub fülle ich die Zeit, die ich sonst im Brotjob arbeite, mit Tätigkeiten in Haus und Garten und manchmal auch schon mit Schreiben. Ansonsten fällt das Schreiben auch an arbeitsfreien Tagen eher auf den späten Nachmittag bis tief in die Nacht hinein. Da kommt mir die Eule dann wieder zugute.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
In beiden Fällen tatsächlich Gay Romance. Aber wie schon erwähnt, bin ich ziemlich flexibel, was das Genre angeht. Eine Story muss mich mit ihrem Kern und ihren Figuren überzeugen, dann ist es egal, ob es ein Krimi, Fantasy oder Romance ist, ob zeitgenössisch oder historisch, ob Gay oder Hetero.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Lebensmotto ist recht klassisch: Lebe deine Träume.
Zitate aus meinen Romanen finde ich immer schwierig. Ich mag den Satz aus dem Ikarus-Evangelium „Glaube ist, was Wissen von Wahrheit trennt“. Außerdem hat Lucien, der Vampirlord aus meiner ersten Serie, ein paar recht interessante Thesen von sich gegeben. Aber das würde hier den Rahmen sprengen.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Schottland. Immer schon. Ich liebe das Land, die Menschen dort, die raue Natur, die Geschichte dieses Landes, die Magie, die einen erfasst, sobald man einen Fuß in die Highlands setzt. Es ist schwer in Worte zu fassen. Ich war immer schon sehr anglophil, mag also generell die britischen Inseln plus Irland, aber Schottland hat mein Herz erobert und seit ich einmal dort war, träume ich davon, dort meinen Lebensabend zu verbringen. Mal schauen, ob ich diesen Traum irgendwann wahrmachen kann.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich denke schon, denn ich finde es sehr wichtig, dass wir mit konstruktiver Kritik wachsen und uns entwickeln. Wenn wir uns dagegen verschließen, treten wir auf der Stelle oder machen sogar Rückschritte. Es muss aber tatsächlich konstruktiv und fair sein, also begründet und argumentiert. Ich habe in allen Bereichen meines Lebens immer wieder Dinge überdacht und verändert. Beim Umgang mit dem Pferd, den Hunden, beim Heimwerken (ich habe wahnsinnig viel von meiner Ma gelernt), aber auch was allgemeine Standpunkte angeht. Wissen ist dynamisch und immer, wenn ich neues Wissen erlange (wofür ich natürlich ebenfalls offen sein sollte), lohnt es sich, auch alle Dinge zu überdenken, auf die dieses Wissen Einfluss hat. Manchmal werden neue Erkenntnisse den eigenen Standpunkt noch bekräftigen, manchmal aber auch verändern. Das ist auch nicht schlimm. Wir alle machen Fehler und dürfen das auch, denn Fehler sind ebenfalls lehrreich.
Was die Kritikfähigkeit bei meinen Texten angeht, hoffe ich, dass meine Lektoren und Betaleser bestätigen können, dass ich kritikfähig bin. Ich bemühe mich jedenfalls, jeden Einwand und Hinweis sehr ernst zu nehmen und die Stellen zu hinterfragen, auf die sie sich beziehen. Ich persönlich finde den Blick von außen auch unerlässlich, denn beim eigenen Werk wird man zwangsläufig betriebsblind. Das bedeutet nicht, dass ich jede Kritik auch zum Anlass nehme, etwas zu ändern, aber sie gibt mir einen Denkanstoß. Dazu ist es aber eben wichtig, dass sie konkretisiert. Über was genau ist man weshalb gestolpert? Wenn ich das weiß, kann ich darüber nachdenken und es besser machen. Wenn ich kein Feedback bekomme, habe ich diese Chance nicht. Das ist auch der Grund, warum ich so enttäuscht von der reinen Sterne-Bewertung bei Amazon bin. Weil ich die Gründe für eine gute oder eine schlechte Bewertung dadurch oft nicht kenne und keine Möglichkeit habe, mich daran weiterzuentwickeln. Aber das werden wir Autoren nicht ändern können. Feedback ist jedenfalls wichtig. Kritik sinnvoll, wenn sie mit Respekt erfolgt.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich mache inzwischen ja beides, und ich finde, beide Seiten haben Vor- und Nachteile. Als ich mit dem Schreiben angefangen habe, gab es die SP-Möglichkeiten von heute noch nicht. Es gab damals nicht einmal Ebooks. Das fing da gerade erst an. Es gehört eine Menge mehr dazu, ein Buch zu veröffentlichen, als es „nur“ zu schreiben. Schon das ist viel Arbeit, aber meiner Meinung nach sollte es danach mindestens von einer qualifizierten Person gegengelesen werden. Also nicht die beste Freundin, die sowieso alles toll findet, was man so macht. Sondern jemand, der Ahnung hat und auch kritisch ist. Danach folgt die Überarbeitung und dann geht es eigentlich erst ans Erstellen des Buches. Print ist noch mal aufwändiger als Ebook, aber bei beidem finde ich eine vernünftige Formatierung wichtig. Am besten noch ein professioneller Buchsatz. Das ist einfach ansprechender. Idealerweise folgt im Anschluss ein Korrekturlesen – ebenfalls von jemandem, der es kann und am besten nicht dieselbe Person, die lektoriert oder betagelesen hat. So minimiert man die Fehler. Damit sich ein Buch verkauft, braucht es natürlich ein ansprechendes Cover, beim Print sogar ein Rundumcover. Sowas muss man erst mal können. Und wenn das Buch dann erschienen ist, was dank vieler Buchplattformen inzwischen relativ einfach ist, braucht es viel Werbung, damit Leser auch darauf aufmerksam werden. Das kostet Zeit und nicht selten auch Geld. Ich denke, den meisten wird jetzt klar sein, warum ein Verlag ziemlich nützlich sein kann. Man spart sich einfach eine Menge drumherum. Will man ein professionelles Lektorat und einen professionellen Cover-Designer, kostet das schnell mal einige hundert Euro. Ob das Buch das hinterher einspielt, steht zunächst in den Sternen. Das will also gut überlegt sein. Ein Verlag übernimmt all das für mich, dafür ist mein Verdienst pro verkauftem Exemplar natürlich geringer. Im Verlag habe ich auch nur bedingtes Mitspracherecht, was Cover, Titel, Buchsatz, Veröffentlichungstermin, Marketingstrategie, Preis etc. angeht. Obwohl die meisten Verlage da sehr auf Kooperation mit dem Autor setzen und sehr entgegenkommend sind.
Als Fazit kann man einfach sagen, es gibt mehrere Methoden und man muss auch hier die für sich richtige finden. Lässt man sich von einer Agentur vertreten, ist das Selfpublishing sowieso eher keine Option, denn Agenturen vermitteln an Verlage. Aus gutem Grund. Entscheide ich mich irgendwann, die SP-Schiene zu wählen oder hybrid zu veröffentlichen, sind die richtigen Kontakte innerhalb der Buchbranche sehr hilfreich. Ich habe das große Glück, dass ich über die Jahre viel gegenseitige Unterstützung erfahren durfte. Aber das ist eben ein Geben und Nehmen und vor allem ist es keine Selbstverständlichkeit.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Nehmt euch mehr Zeit! Und zwar echte Quality-Time. Macht mal etwas langsamer, seid offen für Kleinigkeiten. Pflegt Kontakte. Seid fair und tolerant. Ein Lächeln kostet nichts, bringt aber unheimlich viel – dem Geber und dem Empfänger. Das Leben ist kostbar.

Mittwoch, 3. August 2022

[Schnipseltime] La vita von Sandra Ruscello

 

  

„Sei l’amore della mia vita”, hauchte mir Vito zärtlich ins Ohr, nachdem er mein Oberteil langsam über meinen Kopf gestülpt hatte, um mich auszuziehen. Er warf es beiseite und strich mir meine wilden Haare aus dem Gesicht. Nicht eine Sekunde hatte er verstreichen lassen, um mich erneut innig zu küssen.

Seine Zunge massierte meine so sinnlich, wie es auch in der Vergangenheit der Fall gewesen war.
Ich konnte mich nicht wehren, ich war süchtig nach seiner Nähe.
Auch ich zog ihn aus und glitt mit meinen Händen über seinen definierten, maskulinen Körper.
Seine Haut war zart und dennoch so männlich, dass ich meine Finger einfach nicht von ihm lassen konnte. Jede Berührung elektrisierte mich.

Die eindringlichen Gefühle von Begierde und Sehnsucht, die Vito in mir auslöste, betäubten meinen Verstand. Ich wusste nie genau, wo ich bei ihm stand und trotzdem fühlte ich mich geborgen und beschützt.
Unser Treiben war so wild, dass ich schließlich schweißgebadet und zu allem Frust ganz alleine in meinem eigenen Bett aufwachte.
Noch immer krallten meine Finger verkrampft in der Matratze.
Mein Atem raste, mein Puls war außer Kontrolle. 

[Reiheninterview] La vita von Sandra Ruscello

 

  

Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Laura, Antonio, Vito und Vittoria und ihrer Autorin Sandra Ruscello, um mit ihnen über die Reihe „La vita“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über die Reihe zu reden.
Wir freuen uns auch!
Könnt ihr uns die Reihe, bestehend aus den Teilen „La vita è seducente: Das Leben ist verführerisch“, „La vita è sorprendente: Das Leben kommt unerwartet“ und „La vita è squisita: Das Leben ist vorzüglich“ mit wenigen Worten vorstellen?
Laura: Dann beginne am besten ich. Ich war mit meinem Leben nicht mehr ganz zufrieden. Zwar nicht unglücklich, aber etwas fehlte mir. Die Liebe. Weil ich ein Fable für Italien habe, entschied ich mich dorthin zu ziehen. Das mich in Italien so viele Abenteuer und ein wirres hin und her mit den italienischen Männern erwarten würde, hätte ich nicht gedacht. Aber das ganze Chaos hatte auch was Gutes, ich lernte schließlich auch eine Menge über mich selbst, die Liebe und das Leben. Es hält nämlich viele Verführungen bereit, kann sehr überraschend sein, in Momenten, in denen du gar nicht überrascht werden möchtest, stellt dir Hindernisse, Hürden, die dich wachsen lassen, ja über dich hinaus, um dir zu zeigen, dass es doch so vorzüglich sein kann, wenn man das Leben lebt, und nicht nur dabei zusieht, wie es vorüber geht.
Ihr als Charaktere wachst mit euren Aufgaben, entwickelt euch weiter, besteht so manche Situation. Was glaubt ihr? Fällt es dem Autor leichter euch durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Es ist die Kombination aus allem: Glück, Spaß und Pech sind doch eng miteinander verbunden. Die Leichtigkeit des Seins zu beschreiben fällt sicher wesentlich einfacher, doch auf jede Freude folgt meist ein bitterer Fall nach unten.
Habt ihr Lieblingsstellen in der Reihe, die ihr uns gerne vorstellen würdest?
Vito: Frauen waren für mich immer nur ein Zeitvertreib. Ich habe mich schon sehr davor gesträubt mein Herz für jemanden zu öffnen, weil ich nicht enttäuscht werden wollte. Sandra war aber so hartnäckig und hat Laura in mein Leben treten lassen, dass ich kurz davor war, meinen Verstand zu verlieren. Vor allem auch meine Ex-Freundin Vittoria versucht immer wieder mir Steine in den Weg zu legen. Obwohl sie mich eigentlich gar nicht mehr will, passt es ihr nicht, mich glücklich zu sehen.
Eine sehr emotionale Szene für mich war es, als ich Laura nach einem Streit einfach mitten in der Toskana zurückließ. Nachdem Antonio das Gerücht über eine mögliche Schwangerschaft verbreitet hat. Zugegeben, war das keiner meiner Glanzmomente.
Jetzt eine Frage direkt an die Autorin: Wie viel echte Sandra steckt in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Viele Leute haben mich auf diese Trilogie angesprochen und waren der festen Überzeugung, dass ich das wirklich so erlebt habe. Ich versicherte aber, dass dem nicht so war, aber wäre ich in Italien gewesen, und hätte ein Leben wie Laura geführt, wäre es vermutlich sehr in diese Richtung gegangen. Für mich persönlich hätte ich allerdings gehofft, mit weniger nervenaufreibenden Problemen mit den italienischen Männern (lacht)
Wie würdet ihr als Protagonisten die Autorin beschreiben?
Laura: Sandra schickte mich schon auf eine sehr turbulente Reise.
Antonio: Das war für uns alle sehr turbulent, dass könnt ihr glauben.
Vittoria: Sandra hat jedenfalls versucht, die Spannung immer aufrecht zu erhalten, wie es auch in ihrem eigenen Leben immer sehr spannend zu geht. Ihr Weg beinhaltet ebenso viele göttliche Fügungen, die sie dahin brachten, wo sie jetzt ist.
Laura: Hoffnungslos romantisch und immer bedacht, alles und jeden glücklich zu machen.
Vito: Die Geschichte zeigt aber auch, dass das nicht möglich ist und es ebenso Verlierer gibt.
Wisst ihr, als Hauptcharaktere, wann die Idee stand eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben deine Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Antonio: Ich glaube mich zu erinnern, dass Sandra selbst gerade auf einer ihrer zahlreichen Reisen durch Italien unterwegs war, als ihr die Geschichte zu „la vita è“ – mehr oder weniger komplett einfiel.
Vito: Nachdem ihr der erste Teil so gut geglückt war, die Leser den Teil in einem Satz verschlangen, setzte sie sich hin und schrieb weiter. So entstanden die Bücher in kürzester Schreibzeit (man muss bedenken, dass sie zwischenzeitlich Mutter wurde und die Zeit dann auf einmal nicht mehr on-mass zur Verfügung stand)
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Am Anfang war es mehr ein „sich ausprobieren“, ob das mit dem Schreiben was werden könnte. Nach dem mega Feedback vom ersten Teil wurden dann die anderen beiden Teile geschrieben. Es stand aber immer fest, dass es eine Trilogie werden würde. Es steht sogar eine eventuelle Fortsetzung im Raum.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Das Cover zu „seducente“ wurde von einer Künstlerin extra designt. Ich fand es damals sehr passend. Weil ich lange Zeit im Marketing, Grafik und Design gearbeitet habe, und auch vorher schon als Werbetexterin aktiv war, kümmere ich mich um fast alle grafischen Dinge selbst. Ich biete auf meiner Homepage noch viele weitere Services in diese Richtung an.
Seid ihr mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Grundsätzlich bin ich schon zufrieden. Aber wie alles, verändert man sich ja auch ständig und natürlich hätte ich nachträglich noch zig Ideen was man anders hätte machen können. Auch der Schreibstil hat sich natürlich in allen drei Büchern ständig verbessert. Aber irgendwann muss man das Werk auch einfach mal gut sein lassen. Und es war gut.
Zum Abschluss würden mich noch eure Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Seducente:
Vito: „Vieles von dem was passiert ist, war meine Schuld. Und die Schuld der Liebe Es ist schon verrückt, denn ich hatte den Glauben an die Liebe schon fast verloren. Doch dann traf auch ich eine Frau, die mich wieder daran erinnerte, wie es sein kann, wenn man verliebt ist. Wie es war, wenn jemand für einen da war, wenn man auch mal etwas riskieren musste und dabei wusste, dass da jemand war, der wirklich an einen glaubte!“
Sorprendente: „Ich war eben anders und irgendwann würde auch der Mann auftauchen, der genau das an mir schätzen würde. Davon war ich überzeugt.
Squisita: Obwohl ich diesen Mann schon unzählige Male geküsst hatte und es immer überwältigend war, hatte es sich noch nie so richtig angefühlt, wie in jenem Augenblick, bei ihm zu sein. Er war mein bester Freund. Er war auch eine mir verwandte Seele. Aber vor allem und was für mich am allesentschiedensten war – weshalb kein Weg daran vorbeiführte, mit ihm zusammen zu sein: Er war meine große Liebe.
Danke für das Gespräch.

[Autoreninterview] Sandra Ruscello

Autoreninterview
Sandra Ruscello

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin eine hoffnungslose Träumerin. Vielleicht passt gerade deshalb meine Berufung, die ich als Autorin gefunden habe, wie die Faust aufs Auge. Meine Fantasie ist grenzenlos und ich liebe es spannende Abenteuer zu erleben. Die müssen nicht immer in physischer Form sein 😉
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das Schreiben fiel mir schon als Jugendliche sehr leicht. Gelesen habe ich als Kind schon gerne und ich glaube das Bücher im Allgemeinen gerade für Kinder sehr wichtig sind, um sicherzustellen, dass die Fantasie der Realität nicht weichen muss.
Nach einer tollen beruflichen Laufbahn ließ mich dieser Gedanke an ein eigenes Buch nicht los, weshalb ich im Alter von 27 Jahren meinen ersten Roman „la vita è seducente“ herausbrauchte.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Ich habe in den letzten 5 Jahren 4 Bücher geschrieben. Die „la vita è“-Trilogie erzählt von einer jungen Frau, die nach Italien zieht, um ihr Glück zu finden. Dies ist eine Liebesromantrilogie, weil die ohne Liebe, kein Leben. Das 4. Buch ist diesem doch sehr konträr: Liebe und Scheitern. Ich wollte mich aber auch mal an ein anderes Genre heranwagen und mich darin ausprobieren, was in enger Zusammenarbeit mit meinem Hauptprotagonisten ein wunderbares Erlebnis war.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, dies wird wieder eine Liebesgeschichte werden.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Entspannen (lacht). Zeit mit meiner Familie verbringen, mein kleiner Sohn hält mich neben dem vielen Schreiben sehr auf Trab. Da ich aber mehrere Firmen habe, unter anderem ein Lifestyle-Label (biba / www.biba-shop.at) gegründet habe, steht diese „freie Zeit“ im Moment etwas hintenan.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Einer meiner Liebsten Autoren ist Paulo Coelho. Ich lese aber gerne quer durch. Am liebsten aber auch über die Liebe und das Leben.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Das tolle am Schreiben ist ja auch gerade, dass man nicht unbedingt einen fixen Platz benötigt. Am liebsten schreibe ich im Frühling/Sommer, wenn es die Temperaturen erlauben in meinem wundervollen Garten. Ansonsten auch gerne am Esstisch, Schreibtisch oder irgendwo, unterwegs in einem Café.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich versuche mich gerade zu erinnern, wann ich zuletzt einen „ganz normalen“ Tag hatte. (lacht) Seitdem ich Mutter bin schreibe ich meistens Vormittags, damit ich den Nachmittag mit meinem Kind verbringen kann. Dort kann ich selber wieder Kind sein. Das inspiriert mich immer wieder aufs Neue, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu erleben, als wir sie als Erwachsene wahrnehmen. Abends wird dann in meinem anderen Label noch gearbeitet, Wein verkostet, Spaß gehabt und das Leben genießen! Irgendwann zwischendurch eine gebührende Pause für meine Yoga-Einheiten lasse ich mir aber nicht nehmen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Amore Amore Amore 😉
Ich lese aber grundsätzlich lieber englische oder italienische Werke in deren Originalsprachen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„Einzigartigkeit ist viel besser als perfekt zu sein.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Italien. Ich liebe die Sprache, ich liebe die Menschen und die Mentalität. Wo der Ursprung dieser Liebe liegt, kann ich dir gar nicht sagen, aber wie auch bei den Menschen, entscheidet das Herz und nicht der Verstand 😉
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Joha. Naja, sagen wir so, natürlich bin ich um jede Kritik froh, schließlich kann man sich dadurch verbessern und wachsen. Ich bin allerdings nur ein Fan von konstruktiver Kritik. Das ist bei den Büchern dann immer so eine Sache. Ich würde sagen: Geschmackssache.
Im Wesentlichen versuche ich aber natürlich Kritik aufzunehmen und zu schauen, welchen Schluss ich daraus ziehen kann.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Bei meinem ersten Roman lag die eigentliche Entscheidung in der Zeit. Ich hatte auch gute Angebote von Verlagen, es hätte aber wesentlich länger gedauert, bis zur Veröffentlichung. Als Selfpublisher konnte ich so in kürzester Zeit die Werke veröffentlichen und ich habe nicht viele wesentliche Unterschiede oder Nachteile kennengelernt. Natürlich bin ich immer noch offen und betrachte diese Entscheidung bei jedem Roman aufs Neue, selbst zu veröffentlichen oder mit einem Verlag zusammenzuarbeiten.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Egal wohin deine Reise geht. Lebe mit Freude, Träume mit Leidenschaft und Liebe mit ganzem Herzen.

Dienstag, 2. August 2022

[Buchvorstellung einmal anders] Dead Inside - The last wave von T. L. Soturi

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Megan, um mit ihr über das Buch „Dead Inside – The last wave“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten. Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ich bin eine willensstarke, unerschrockene Frau, die bereits als Jugendliche eine Zombie-Apokalypse inkl. vieler Kämpfe überlebt hat, dabei ihre Eltern verlor und gerade dabei war, an der Seite ihres Mannes ein neues Leben sich aufzubauen. Und das Erlebte in einem Manuskript nieder zu schreiben.
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Es geht um den erneuten Ausbruch durch einen Virus, der Menschen sterben und/oder zu Zombies werden lässt. Es geht um soziale Konflikte, durch die Überlebende aufgrund einer vermeintlichen med. Heilung. Es wird dabei die Geschichte hinter dem Virus und dessen Heilmittel aufgedeckt, wo auch das Militär und die Regierung mit involviert war und ist. Megan lernt auf der Reise auch hinzu, z. Bsp. mehr Vertrauen und Verständnis zu zeigen, wobei ihr ungewollter Begleiter, Henry, (einer der "geheilten") seine Menschlichkeit langsam wieder gewinnt.
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Es sind die schwierigen, düsteren und Kampfsituationen, die meine Autorin sehr detailliert und emotional ausführen kann.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Ja, in dem wir gemeinsam versuchen. Henry menschenwürdig mit einem Anzug zu versehen und ihm aufrechtes Gehen und Bewegen antrainieren, damit er verdeckt auf einem Galaempfang mitwirken kann und nicht direkt mit seinem seltsamen Äußeren auffällt.
Was glaubst du, wie viel T. L. steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Da es sich hier um reine Sci-Fi handelt, so gut wie nichts. Vielleicht ein wenig beharrliches Durchhalten in schwierigen Situationen
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
introvertiert, ruhig, besonnen handelnd, immer den vernünftigen Weg einschlagend, absolut tierlieb, ein wenig daydreamer mit viel Fantasie. Etwas außergewöhnlich im positiven Sinn.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
DEAD INSIDE war von Anfang an der Arbeitstitel. Schon beim Schreiben 2013
Da dieser Titel jedoch in den letzten Jahren so in den Medien benutzt wurde, fügte der Verlag noch einen Untertitel zur Abgrenzung hinzu.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Da ich im Allgemeinen meine Buch Cover selbst illustriere, aber hier keine Zeit hatte, wurde in Absprache mit dem Verlag ein angebotenes, vorhandenes Cover genommen, auch aus Zeitgründen, dass dem Buch am nächsten kam.
Danke für das Gespräch.

[Autoreninterview] T. L. Soturi

Autoreninterview
T. L. Soturi


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Da es ein Pseudonym für 2 Personen und speziell für dieses Buch ist - schwierig.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich schreibe schon seit meiner Jugend. Hauptsächlich, weil ich in den Buchläden nicht die Geschichten fand, die ich gerne lesen wollte.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Dead Inside ist mein erstes Manuskript, das bei einem Verlag erschienen ist. Einen weiteren Jugend-Abenteuer-Fantasyroman habe ich 2020 im self publising herausgegeben inkl. eigener Bearbeitung, wie professionelles Lektorat, Korrektur und allen Illustrationen inkl. Cover.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, an der Fortsetzung bzw. Ergänzung zu diesem 2. Roman
Es ist aber vollkommen unabhängig von „Dead Inside“. (Anderes Genre)
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Zum Ausgleich meines Berufes steht mein Hund an erster Stelle, dann Videospiele spielen, zeichnen (manuell und digital) und natürlich schreiben.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich komme beruflich seit einiger Zeit nicht mehr viel zum Lesen. Früher war die „Skullduggery Pleasant“ Reihe mein absoluter Favorit.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Immer da, wo es gerade am ruhigsten ist. Das kann im Obergeschoss am Schreibtisch unter dem Dachfenster sein, am Esstisch oder auf dem Sofa. Hauptsache, ich kann mich konzentrieren.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Mit meinem Hund Gassi gehen, arbeiten (z. Zt. noch halb im home office), essen, mit dem Hund spielen, etwas Fernsehen und/oder ein Konsolenspiel zocken, kurz vorm Schlafengehen noch ein wenig Korrekturlesen. – Schreiben fast nur an Wochenenden, wenn Motivation und Inspiration gerade im Einklang sind.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Sci-Fi und Fantasy. Je weniger klischeehaft, desto besser.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Lebensmotto, was sich nicht immer befolgen lässt:
„Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie andere mich gerne hätten.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Holland – weil die Häuser so hübsch sind, die Menschen so nett und die Sprache so lustig.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Im Allgemeinen bin ich kritikfähig, solange es sich um konstruktive Kritik handelt.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Weil ich zu diesem Zeitpunkt mit Veröffentlichungen noch keine Erfahrung hatte, und der Verlag direkt zugesagt hat.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Wenn Ihr das Buch aufmerksam gelesen habt:
Ja, lasst euch Alle impfen. Der nächste (Corona) Virus kommt.
(Ist jetzt nicht so ganz ernst gemeint) :-))