Mittwoch, 3. August 2022

[Autoreninterview] Sandra Ruscello

Autoreninterview
Sandra Ruscello

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin eine hoffnungslose Träumerin. Vielleicht passt gerade deshalb meine Berufung, die ich als Autorin gefunden habe, wie die Faust aufs Auge. Meine Fantasie ist grenzenlos und ich liebe es spannende Abenteuer zu erleben. Die müssen nicht immer in physischer Form sein 😉
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das Schreiben fiel mir schon als Jugendliche sehr leicht. Gelesen habe ich als Kind schon gerne und ich glaube das Bücher im Allgemeinen gerade für Kinder sehr wichtig sind, um sicherzustellen, dass die Fantasie der Realität nicht weichen muss.
Nach einer tollen beruflichen Laufbahn ließ mich dieser Gedanke an ein eigenes Buch nicht los, weshalb ich im Alter von 27 Jahren meinen ersten Roman „la vita è seducente“ herausbrauchte.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Ich habe in den letzten 5 Jahren 4 Bücher geschrieben. Die „la vita è“-Trilogie erzählt von einer jungen Frau, die nach Italien zieht, um ihr Glück zu finden. Dies ist eine Liebesromantrilogie, weil die ohne Liebe, kein Leben. Das 4. Buch ist diesem doch sehr konträr: Liebe und Scheitern. Ich wollte mich aber auch mal an ein anderes Genre heranwagen und mich darin ausprobieren, was in enger Zusammenarbeit mit meinem Hauptprotagonisten ein wunderbares Erlebnis war.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, dies wird wieder eine Liebesgeschichte werden.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Entspannen (lacht). Zeit mit meiner Familie verbringen, mein kleiner Sohn hält mich neben dem vielen Schreiben sehr auf Trab. Da ich aber mehrere Firmen habe, unter anderem ein Lifestyle-Label (biba / www.biba-shop.at) gegründet habe, steht diese „freie Zeit“ im Moment etwas hintenan.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Einer meiner Liebsten Autoren ist Paulo Coelho. Ich lese aber gerne quer durch. Am liebsten aber auch über die Liebe und das Leben.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Das tolle am Schreiben ist ja auch gerade, dass man nicht unbedingt einen fixen Platz benötigt. Am liebsten schreibe ich im Frühling/Sommer, wenn es die Temperaturen erlauben in meinem wundervollen Garten. Ansonsten auch gerne am Esstisch, Schreibtisch oder irgendwo, unterwegs in einem Café.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich versuche mich gerade zu erinnern, wann ich zuletzt einen „ganz normalen“ Tag hatte. (lacht) Seitdem ich Mutter bin schreibe ich meistens Vormittags, damit ich den Nachmittag mit meinem Kind verbringen kann. Dort kann ich selber wieder Kind sein. Das inspiriert mich immer wieder aufs Neue, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu erleben, als wir sie als Erwachsene wahrnehmen. Abends wird dann in meinem anderen Label noch gearbeitet, Wein verkostet, Spaß gehabt und das Leben genießen! Irgendwann zwischendurch eine gebührende Pause für meine Yoga-Einheiten lasse ich mir aber nicht nehmen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Amore Amore Amore 😉
Ich lese aber grundsätzlich lieber englische oder italienische Werke in deren Originalsprachen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„Einzigartigkeit ist viel besser als perfekt zu sein.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Italien. Ich liebe die Sprache, ich liebe die Menschen und die Mentalität. Wo der Ursprung dieser Liebe liegt, kann ich dir gar nicht sagen, aber wie auch bei den Menschen, entscheidet das Herz und nicht der Verstand 😉
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Joha. Naja, sagen wir so, natürlich bin ich um jede Kritik froh, schließlich kann man sich dadurch verbessern und wachsen. Ich bin allerdings nur ein Fan von konstruktiver Kritik. Das ist bei den Büchern dann immer so eine Sache. Ich würde sagen: Geschmackssache.
Im Wesentlichen versuche ich aber natürlich Kritik aufzunehmen und zu schauen, welchen Schluss ich daraus ziehen kann.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Bei meinem ersten Roman lag die eigentliche Entscheidung in der Zeit. Ich hatte auch gute Angebote von Verlagen, es hätte aber wesentlich länger gedauert, bis zur Veröffentlichung. Als Selfpublisher konnte ich so in kürzester Zeit die Werke veröffentlichen und ich habe nicht viele wesentliche Unterschiede oder Nachteile kennengelernt. Natürlich bin ich immer noch offen und betrachte diese Entscheidung bei jedem Roman aufs Neue, selbst zu veröffentlichen oder mit einem Verlag zusammenzuarbeiten.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Egal wohin deine Reise geht. Lebe mit Freude, Träume mit Leidenschaft und Liebe mit ganzem Herzen.

Dienstag, 2. August 2022

[Buchvorstellung einmal anders] Dead Inside - The last wave von T. L. Soturi

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Megan, um mit ihr über das Buch „Dead Inside – The last wave“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten. Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ich bin eine willensstarke, unerschrockene Frau, die bereits als Jugendliche eine Zombie-Apokalypse inkl. vieler Kämpfe überlebt hat, dabei ihre Eltern verlor und gerade dabei war, an der Seite ihres Mannes ein neues Leben sich aufzubauen. Und das Erlebte in einem Manuskript nieder zu schreiben.
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Es geht um den erneuten Ausbruch durch einen Virus, der Menschen sterben und/oder zu Zombies werden lässt. Es geht um soziale Konflikte, durch die Überlebende aufgrund einer vermeintlichen med. Heilung. Es wird dabei die Geschichte hinter dem Virus und dessen Heilmittel aufgedeckt, wo auch das Militär und die Regierung mit involviert war und ist. Megan lernt auf der Reise auch hinzu, z. Bsp. mehr Vertrauen und Verständnis zu zeigen, wobei ihr ungewollter Begleiter, Henry, (einer der "geheilten") seine Menschlichkeit langsam wieder gewinnt.
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Es sind die schwierigen, düsteren und Kampfsituationen, die meine Autorin sehr detailliert und emotional ausführen kann.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Ja, in dem wir gemeinsam versuchen. Henry menschenwürdig mit einem Anzug zu versehen und ihm aufrechtes Gehen und Bewegen antrainieren, damit er verdeckt auf einem Galaempfang mitwirken kann und nicht direkt mit seinem seltsamen Äußeren auffällt.
Was glaubst du, wie viel T. L. steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Da es sich hier um reine Sci-Fi handelt, so gut wie nichts. Vielleicht ein wenig beharrliches Durchhalten in schwierigen Situationen
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
introvertiert, ruhig, besonnen handelnd, immer den vernünftigen Weg einschlagend, absolut tierlieb, ein wenig daydreamer mit viel Fantasie. Etwas außergewöhnlich im positiven Sinn.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
DEAD INSIDE war von Anfang an der Arbeitstitel. Schon beim Schreiben 2013
Da dieser Titel jedoch in den letzten Jahren so in den Medien benutzt wurde, fügte der Verlag noch einen Untertitel zur Abgrenzung hinzu.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Da ich im Allgemeinen meine Buch Cover selbst illustriere, aber hier keine Zeit hatte, wurde in Absprache mit dem Verlag ein angebotenes, vorhandenes Cover genommen, auch aus Zeitgründen, dass dem Buch am nächsten kam.
Danke für das Gespräch.

[Autoreninterview] T. L. Soturi

Autoreninterview
T. L. Soturi


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Da es ein Pseudonym für 2 Personen und speziell für dieses Buch ist - schwierig.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich schreibe schon seit meiner Jugend. Hauptsächlich, weil ich in den Buchläden nicht die Geschichten fand, die ich gerne lesen wollte.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Dead Inside ist mein erstes Manuskript, das bei einem Verlag erschienen ist. Einen weiteren Jugend-Abenteuer-Fantasyroman habe ich 2020 im self publising herausgegeben inkl. eigener Bearbeitung, wie professionelles Lektorat, Korrektur und allen Illustrationen inkl. Cover.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, an der Fortsetzung bzw. Ergänzung zu diesem 2. Roman
Es ist aber vollkommen unabhängig von „Dead Inside“. (Anderes Genre)
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Zum Ausgleich meines Berufes steht mein Hund an erster Stelle, dann Videospiele spielen, zeichnen (manuell und digital) und natürlich schreiben.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich komme beruflich seit einiger Zeit nicht mehr viel zum Lesen. Früher war die „Skullduggery Pleasant“ Reihe mein absoluter Favorit.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Immer da, wo es gerade am ruhigsten ist. Das kann im Obergeschoss am Schreibtisch unter dem Dachfenster sein, am Esstisch oder auf dem Sofa. Hauptsache, ich kann mich konzentrieren.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Mit meinem Hund Gassi gehen, arbeiten (z. Zt. noch halb im home office), essen, mit dem Hund spielen, etwas Fernsehen und/oder ein Konsolenspiel zocken, kurz vorm Schlafengehen noch ein wenig Korrekturlesen. – Schreiben fast nur an Wochenenden, wenn Motivation und Inspiration gerade im Einklang sind.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Sci-Fi und Fantasy. Je weniger klischeehaft, desto besser.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Lebensmotto, was sich nicht immer befolgen lässt:
„Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie andere mich gerne hätten.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Holland – weil die Häuser so hübsch sind, die Menschen so nett und die Sprache so lustig.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Im Allgemeinen bin ich kritikfähig, solange es sich um konstruktive Kritik handelt.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Weil ich zu diesem Zeitpunkt mit Veröffentlichungen noch keine Erfahrung hatte, und der Verlag direkt zugesagt hat.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Wenn Ihr das Buch aufmerksam gelesen habt:
Ja, lasst euch Alle impfen. Der nächste (Corona) Virus kommt.
(Ist jetzt nicht so ganz ernst gemeint) :-))

Samstag, 30. Juli 2022

[Buchvorstellung einmal anders] Brennende Lust - Koste mich von Katy Kerry

 






Buchvorstellung einmal anders


Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Katy Kerry, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus, ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Brennende Lust - koste mich“ von Katy Kerry. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Als ich gerade beginnen will, läuft Katy auf mich zu und setzt sich zu mir auf die Bank. Nach einer Begrüßung lege ich mal los. 😊

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Oh ja, es kann losgehen
Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Ich freue mich auch riesig
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Catherine, erst kürzlich geschieden meldet sich auf die Annonce von Sergej, einem berühmten russischen Pianisten, von dem sie im ersten Moment aber nicht weiß, um wem es sich da handelt. Die Art wie er die Annonce verfasst hat, imponiert ihr und so beschließt sie ihn zu treffen….
Den Rest müsst ihr schon selbst lesen
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genau so?
Die Welt ist manchmal düster genug, ich ziehe es vor, die schöne Seite des Lebens und vor allem die erotische zu zeigen.
Habt ihr Lieblingsstellen, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Eine lustig Stelle vielleicht, in der Catherine mit ihrer russischen Freundin Olga über die Männer spricht:
„Zumindest hat er dich zu einer reichen Frau gemacht. Ist ja auch etwas wert“, meint Olga zynisch und tätschelt ihr dabei die Hand. Jetzt müssen beide Frauen lachen. „Wir sind schon böse Weiber“, sagt Olga. „Was soll´s, Gott wird es uns verzeihen“, meint sie lachend.
Weißt du wie viel Katy tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Ich denke, da steckt ganz viel von mir in Catherine. Weißt du, ich zähle zu den Frauen, die sich im Leben nichts gefallen lassen. Ich kämpfe für mein Recht und auch kann ich zur Hyäne werden, wenn es ungerecht zugeht, egal wem es jetzt betrifft.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Katy ist eine selbstbewusst Frau, die weiß, was sie will. Das merkt man auch in ihren Büchern.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Der Titel stellte sich diesmal erst nach dem Lektorat heraus. Ich machte mehrere Vorschläge und einer wurde es dann auch.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Oh ja, ich liebe es! Ich sagte, wie ich es mir vorstellte, und der Coverdesigner hat es perfekt hingekriegt.
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
„Wenn du das Glück auf deiner Seite hast, genieße das stille Vergnügen“
Die Leute, die an uns vorbeigehen, sehen uns schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
Hab ich doch gern gemacht!
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für das sehr interessante Interview.«
Ich danke dir, dass du dir für uns Zeit genommen hast.
Als Katy weggeht, vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Freitag, 29. Juli 2022

[Schnipseltime] Dominium Terrae - Der Fluch der Menschheit von Shada Astart

 

Auszug aus „Dominium Terrae“

Im Inneren der Wolke © Shada Astart

Fünfzig Jahre hatte Sie gewartet. Fünfzig Jahre! Nun endlich war es so weit. In wenigen Minuten würde Sie ausbrechen und sich mithilfe des vor fünfzig Jahren verschollenen Piloten Alexander Popow und dessen Warbird über Deutschland ausbreiten. Den perfekten Ort für den Durchbruch hatte Sie vor einigen Tagen gefunden. Die Bauarbeiten am Flughafen Frankfurt hatten mehr angerichtet, als den Menschen dort bewusst war. Der Zwischenfall, wie er genannt wurde, hatte Ihr Tür und Tor geöffnet, Ihr die Möglichkeit einer rasanten Ausbreitung offenbart. Ganz anders als ursprünglich geplant, aber Sie war schließlich nicht irgendetwas. Sie war auch nicht das ›Grüne Grauen‹, obwohl Ihr die Bezeichnung gefiel und Sie es für die Menschen wohl auch sein würde – zumindest für viele. Lange genug hatte Sie zugesehen, viel zu lange, und immer wieder gehofft.
Als die Menschen das sogenannte Fracking entdeckten, ahnte Sie, dass Sie Ihre Hoffnung begraben könnte. So wuchs der Entschluss, dem Treiben der Spezies Mensch ein Ende zu bereiten. Genug!
Da seit vielen Jahren schon immer wieder und über den ganzen Erdball verteilt Fracking betrieben wurde, beschloss Sie diese Verwundungen der Erde zu nutzen und auszubrechen. Erst zu Testzwecken, ohne für die Menschen erkennbaren Schaden anzurichten. Doch kam Sie jedes Mal mit weiteren Erfahrungen zurück, die halfen, Ihren Plan in die Tat umzusetzen. Der große Coup war Ihr im Sommer 1973 gelungen, als Sie sich in der Wüste Karakum den Warbird geschnappt hatte. Dass Sie sich im nahezu selben Moment die getarnte Tu-144 einverleibte, war zwar nicht geplant gewesen, für Sie am Ende jedoch ein wahrer Glücksfall, denn nun wurde nicht nur der Pilot des Warbird zu Ihrem Gehilfen, sondern auch die Crew der Tupolew. Dieser spezielle Flieger würde Sie nicht nur mit Überschallgeschwindigkeit über den Erdball tragen, sondern auch in gewaltiger Höhe, sodass die Crew nicht auf anderen Flugverkehr achten müsste. Und das Beste: Den Flieger würde niemand auf dem Radar haben. Das ›Grüne Grauen‹ würde die Menschen aus dem Nichts kommend überfallen. Die Startbahn für die CCCP-DX hatte Sie gefunden. Der Flughafen in Frankfurt war für Ihr Vorhaben ideal, da die Tu-144 auf nur wenigen Airports landen konnte. Alexander Popow würde die Wolke mit dem Warbird als Erstes verlassen, sofort nach oben abdrehen und eine Schleife fliegen. Die landende Tupolew sollte in diesem Moment ein Ablenkungsmanöver darstellen. Kein Mensch würde auf einen kleinen Warbird achten, wenn sich in seinem Schlepptau aus einer gelbgrünen blitzenden Wolke eine Tu-144 schälte und auf dem Flughafen landete. Sobald der Warbird die Stadt überquert hätte, würde die Tu-144 nach Westen starten und Sie rasend schnell um die Nordhalbkugel tragen. Popow würde in der Zwischenzeit seiner geplanten Route nach Norden folgen und in Spitzbergen wenden, um Sie danach Richtung Süden zu bringen. Da Popows Warbird durch Ihren Einfluss viel schneller als ein baugleiches Modell war und wie die CCCP-DX keinen Sprit benötigte, um zu fliegen, würde das Spiel über Westafrika von Neuem beginnen. Die Tupolew sollte die Erde so umrunden, dass sich ihr Weg im nigerianischen Luftraum kreuzte. Und keine drei Tage später wäre alles vorbei.
»Gib der Menschheit zumindest eine Chance«, hatte Popow Sie angefleht.
Und ja, als Gegenleistung für seine zerstörerische Hilfe hatte Sie ihm diesen Wunsch gewährt. Drei Chancen würde Sie den Menschen geben, es besser zu machen. Wie genau diese aussehen würden, hatte Sie jedoch noch nicht entschieden.

[Buchvorstellung einmal anders] Dominium Terrae - Der Fluch der Menschheit und Hidden Tales - Die unglaubliche Geschichte der Hanna S. von Shada Astart

 

 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Shada Astart, um mit ihr über ihre Anthologien „Hidden Tales – Die unglaubliche Geschichte der Hanna S.“ und „Dominium Terrae – Der Fluch der Menschheit“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für deine Anthologien zu antworten.
Hallöchen, freut mich, dass ich mich ein bisschen mit dir unterhalten darf. Hab ja sonst nicht viel zu melden, da ich in der Regel weggesperrt bin. Umso mehr genieße ich jetzt die Zeit, in der ich mal an die Tastatur darf. (Schau mer mal, wie lange.)
Kannst du uns deine Anthologien in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
In „Hidden Tales“ geht es um Hanna S., die per Geocaching-App zu versteckten mysteriösen/gruseligen Geschichten gelotst wird. Sie muss dann feststellen, dass die Storys alle einen wahren Kern besitzen, außerdem kriegt nur sie allein die Koordinaten. Die Geschichten werden immer beängstigender und greifen dann auch eine mögliche Zukunft auf.
„Dominium Terrae“ erzählt die Geschichte einer mysteriösen und zerstörerischen gelbgrünen Wolke, die aus dem Erdreich dringt und sich dann systematisch über den Planeten ausbreitet. Gibt es eine Chance, diesem Ding zu entkommen? Und was haben zwei Flugzeuge (eine Tu-144 und ein Warbird), die 1973 verschwunden sind, damit zu tun?
In deinen Anthologien versammeln sich ja auch einige andere Autoren, die ihre Charaktere so einiges erleben lassen. Wie ist deine Einschätzung? Fällt es den Autoren leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Und greift der Verlag da manchmal ein, falls es zu dunkel oder zu hell wird?
Hm, da die Geschichten eh etwas düsterer sein sollen, kann ich schlecht einschätzen, ob ihnen das leichter fällt. Ich denke, dass Autor*innen, die bei den Ausschreibungen dazu mitmachen, schon lieber in dieser Richtung schreiben und es denen deshalb auch leichter von der Hand geht. Und ja, sollte eine Story zu arg in eine Richtung abdriften, versuchen wir das schon entsprechend zu bremsen. Z.B. wenn es zu blutig wird oder auch zu schmalzig.
Hast du Lieblingsstellen, die du uns aus den Anthologien gerne vorstellen würdest?
Och, man hat immer irgendwelche Lieblingsstellen, die man z.B. gern vorliest. Oder auch ein paar kurze Zitate aus den Geschichten. Da ich aber hier nun niemanden bevorzugen möchte, halt ich mich da mal vornehm zurück.
Wie viel echte Shada oder Wesen der anderen Autoren steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Was die anderen Autor*innen betrifft, kann ich da natürlich nichts dazu sagen. Viele kennt man ja nur oberflächlich durch die Korrespondenz.
Bei Shada … in Dominium Terrae steckt nichts von ihr. Liegt wohl vor allem daran, dass es kaum Charaktere gibt, die von Anfang bis Ende dabei sind. Und die, die öfters auftauchen, haben meist nur kürzere Auftritte.
Bei Hidden Tales hat Shada zumindest ihre Vorliebe fürs Geocaching einfließen lassen und dass sie es gern mysteriös mag. Ansonsten hat Protagonistin Hanna S. nichts mit ihr gemeinsam.
Wie würden die Charaktere die Autoren oder auch die Verlegerin beschreiben? 
Lassen wir mal Hanna S. zu Wort kommen. Was würde sie über mich sagen. Mal davon abgesehen, dass wir in der Realität nicht mal zusammen geochachen gehen würden, würde sie mich wohl auch als seltsam betiteln. Wunderlich. Irgendwie komisch.
Hanna S.: „Besser einen großen Bogen um Shada machen, falls sie mal wieder frei rumläuft. Das schont eure Nerven, glaubt mir. Die Verlegerin … die geht so.“
Na, wenigstens das :–)
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Ausschreibungsprozesses verändert?
Ach, die Titel kommen immer irgendwie im Laufe der Arbeit zustande. Man hat zwar das Ausschreibungsthema, das eignet sich aber selten wirklich für einen Buchtitel.
Bei „Hidden Tales“ haben wir lange überlegt, da wir eigentlich keinen englischen Titel (mehr) wollten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Leute einfach weniger danach greifen. Aber „Versteckte Geschichten“ o.ä. klang halt blöd.
Bei „Dominium Terrae“ war es ähnlich, deshalb auch beide Male die deutschen Untertitel.
Wobei Dominium Terrae auch der Titel einer Story im Buch ist und der passte halt am Ende wie die Faust aufs Auge.
Bist du zu 100% zufrieden mit den Covern oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Also mir gefallen die Cover verdammt gut. Ich kann natürlich nicht für die auch an den Werken beteiligten Autor*innen sprechen, aber du weißt ja, ich bin nicht kritikfähig. Meckereien sind an anderer Stelle zu melden.
Danke für das Gespräch.
Auch ich bedanke mich für das Gespräch. Hat mich gefreut. Aber jetzt muss ich sehen, dass ich von der Tastatur wegkomme, die BIF mault schon wieder.
Also … bye bye.

[Autoreninterview] Shada Astart

Autoreninterview
Shada Astart

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Im Grunde bin ich als Shada Astart das Alter Ego der Verlagsinhaberin des Shadodex – Verlag der Schatten (Bettina Ickelsheimer-Förster, auch einfach BIF genannt). Das, welches man besser hinter Schloss und Riegel hält und nicht unbedingt auf die Menschheit loslässt, wenn es nicht unbedingt sein muss. Drum muss ich immer zu Hause bleiben, wenn es auf Buchmessen oder Cons geht.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Da mein anderes Ich ja schon länger schreibt und auch schon viele Kurzgeschichten vor Verlagsgründung veröffentlich hat, dachte ich mir: Das kann ich auch – und vor allem besser. Also, Platz da, lass mich mal ran.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher sind 2 Bücher erschienen. Das sind „Hidden Tales – die unglaubliche Geschichte der Hanna S.“ und „Dominium Terrae – der Fluch der Menschheit“.
In „Hidden Tales“ geht es um Hanna S., die per Geocaching-App zu versteckten mysteriösen/gruseligen Geschichten gelotst wird. Sie muss dann feststellen, dass die Storys alle einen wahren Kern besitzen, außerdem kriegt nur sie allein die Koordinaten. Die Geschichten werden immer beängstigender und greifen dann auch eine mögliche Zukunft auf.
„Dominium Terrae“ erzählt die Geschichte einer mysteriösen und zerstörerischen gelbgrünen Wolke, die aus dem Erdreich dringt und sich dann systematisch über den Planeten ausbreitet. Gibt es eine Chance, diesem Ding zu entkommen? Und was haben zwei Flugzeuge (eine Tu-144 und ein Warbird), die 1973 verschwunden sind, damit zu tun?
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ähm, nö, ich darf grad nicht.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Freizeit? Definiere Freizeit. Meine Freizeit ist ja die Arbeitszeit meines anderen Ichs.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Eigentlich habe ich keine Lieblingsautor*innen. Wenn dann wirklich eher Bücher. Und da nenne ich am Liebsten immer „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende, die mich als Kind schon dazu anstachelte, selbst zu schreiben. Und dann „Azrael“ von Wolfgang Hohlbein, welches mir dann das Genre vorgab sozusagen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Zeigen? Lieber nicht! Der Tisch ist ein einziges Chaos aus Zetteln, Stiften, Tassen, Lippenstiften, Kabeln, Büchern …
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Frag das die Bettina, die versaut mir ja regelmäßig den geplanten Tag, weil die arbeiten muss. Daher läuft die meiste Zeit der Laptop, an dem sie die Leut mit Lektorat, Korrektorat nervt, Mails beantwortet, ein bisschen an Covern bastelt … anderen Leut auf Social Media auf den Zeiger geht … Ach, das ist immer so viel, dass ich eben meist zu kurz komme.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich mag vor allem dunkle Phantastik und Mystery. Verschont mich mit Romantasy, High Fantasy, Weltenbau … Die Story sollte für mich immer auf der Erde spielen oder zumindest von dort ausgehen und zwar phantastische Elemente beinhalten, aber es sollte sich im Rahmen halten.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Na ja, danach handeln wäre zu viel gesagt und es gibt auch keins aus meinen Werken, das ich jetzt besonders hervorheben möchte, aber ich mag allgemein den Spruch von Adalbert de Chamisso: „Ein Wort, ein Buch, ein Autor sind nichts als einzelne Wassertropfen. Alle zusammen ergeben den Strom, der alles hinwegreißt und den keine Kraft zurückfließen lassen kann.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Eindeutig Norwegen. Warum? Jeder denkt jetzt wahrscheinlich, weil Norwegen natürlich viel zu bieten hat in Sachen Sagen, Legenden … Ja und nö. Ich liebe auch die Landschaft, die Polarlichter, das Eisige … Ich würde mich am liebsten irgendwo da oben in der Einöde mit zig Hunden und ein paar Rentieren einnisten und die halbe Polarnacht in den Himmel glotzen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Nein, bin ich nicht. Was glaubst du, warum ich immer zu Hause bleiben muss. Die Vernünftige ist die andere.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
War naheliegend, wo das andere Ich doch Verlagsinhaberin ist.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Don’t dream it, be it :–)