Donnerstag, 1. Oktober 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Elemental Souls - Fire von Ava Cooper


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Tilly und Alyanon aus „Element Souls – Fire“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Alyanon (nickt Claudia knapp zu): Wir wurden nicht gefragt.
Tilly (schüttelt den Kopf): Ignoriere das Grummelchen. Wir freuen uns sehr darüber!
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Tilly (redet, bevor Alyanon den Mund aufmachen kann): Sehr gerne. Ich bin Tilly, Protagonistin des Buchs „Elemental Souls – Fire“. Ich wollte eigentlich in Singapur ein Umweltprojekt abschließen – eine ziemlich wichtige Sache für mich, übrigens – als dieser Typ hier aufgetaucht ist und mich beschimpft hat.
Alyanon (runzelt grimmig die Stirn): Naja, du warst ja anfangs auch nicht gerade sehr auf Zack. Ich sage dir, dass die Welt dich braucht, damit sie nicht untergeht, und du hast nichts Besseres zu tun, als nach einem Drogentest zu brüllen.
Tilly: Was hätte ich denn sonst machen sollen – die Hacken zusammenschlagen und salutieren?
Alyanon (grinst spöttisch): Mir hätte das gefallen.
Tilly (schüttelt den Kopf): War ja klar.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Tilly: Wie gesagt, die Story beginnt in Singapur, aber dort bleiben wir nicht besonders lange. Ziemlich bald landen wir in der Feuerdimension, weil ich als Erwählte des Feuers einen uralten Splitter an seinen Bestimmungsort bringen soll. Was man halt so macht, wenn man sich langweilt. Nicht. (Sie grinst Alyanon an.) Und dann bekommt man so einen Typen zur Seite gestellt. Unfreundlich, wortkarg und niemals zufrieden.
Alyanon (verschränkt die Arme vor der Brust und sieht sie böse an): Ich habe nun einmal gewisse Ansprüche … Außerdem könntest du ruhig erwähnen, dass ich dir mehrfach das Leben rette …
Tilly (hebt eine Augenbraue an): Und ich deins – aber wer zählt schon mit? Jedenfalls muss ich lernen, meine Magie zu beherrschen, während wir uns durch eine ziemlich gefährliche Welt schlagen. Dabei bekomme ich zunehmend den Verdacht, dass mein grummeliger Begleiter mir etwas verschweigt. Und das ist echt beschissen.
Alyanons Blick wird noch dunkler: Vielleicht hatte ich meine Gründe.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß, euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Alyanon (stößt einen tiefen Seufzer aus): Gegen mich muss sie definitiv etwas haben, hätte sie mich sonst mit einer Elementseele wie Tilly gestraft? Dickköpfig, hitzig und sie hat von nichts Ahnung. Alles muss ich ihr zeigen. Und die Zeit rast.
Tilly (piekst ihn in die Seite): Wenn du das anständig gemacht hättest, wäre sicher alles besser gelaufen. Aber es stimmt schon, Ava kann schon ganz schön fies sein. Da sind zwei Szenen in dem Buch, die beinahe mein Herz gebrochen hätten …
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Tilly (wackelt mit den Augenbrauen): Also, ich mag die Szene sehr, wo ich Alyanon das erste Mal richtig Paroli biete:
Er schnaubt. »Mädchen, das ist keine Illusion, sondern die Realität dieser Welt, die noch ungefähr sechs Wochen hat. Wenn du ihre letzte Rettung bist, sehe ich schwarz.«
Ohnmächtiger Zorn packt mich. Was fällt diesem Arschloch nur ein? Wie kann er mich nur so von oben herab behandeln – wo ich noch nicht einmal weiß, was er hier will? Mit einem Schrei stürze ich mich auf ihn und schubse ihn von mir weg. In meiner Wut ist es mir total egal, dass er größer ist als ich. Ich springe ihn an wie eine angreifende Löwin. Und er bewegt sich einen halben Schritt zurück.
»Du hast mir nichts zu sagen, Alyanon Valanthor! Du hast meinen Befehlen zu gehorchen und nicht umgekehrt.« Hä? Was rede ich denn da? Und woher kenne ich seinen Nachnamen?
Alyanon: Da hat sie sich endlich bei dir gezeigt – die hitzige Natur des Feuers. (Er lächelt erstaunlich weich.) Uns Anfangsgeplänkel fand ich auch sehr amüsant. Ich erinnere mich besonders an den Moment, an dem ich gemerkt habe, dass sie mich anders sieht als andere Frauen. Als wir auf dem Markt sind und ich einen Umhang anprobiert habe.
Sie tritt einen Schritt näher. Ernst schaut sie an mir auf und ab, sieht mir zum Schluss direkt ins Gesicht. Das ist mir wegen meiner Narben unangenehm, da ihre Haut absolut makellos ist. Aber sie scheint meine Abscheulichkeit nicht zu bemerken, vielmehr lächelt sie. »Er steht dir gut. Das Grün passt hervorragend zu deinen bernsteinfarbenen Augen. Der Kontrast lässt dich sehr markant aussehen.«
Verwirrt sehe ich sie an. Benutzt sie wirklich das Wort markant für mein Gesicht? Ich schaue in den Spiegel, doch ich erkenne nur unschöne Narben. Die Zeiten, in der meine Züge die Frauen und mich erfreut haben, sind lange vorbei. Wut erfasst mich wegen dieses Schicksals.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Alyanon (grinst): Ich bin das, was sie gerne wäre: stark, klug und unerschrocken.
Tilly (rollt mit den Augen): Vergiss nicht bescheiden … Also ehrlich, hätte sie sich keinen netteren Typen ausdenken können?
Alyanon: Das wäre dir viel zu langweilig geworden.
Tilly (muss schmunzeln): Vielleicht … Also, ich denke, ich habe schon ein paar von Avas Seiten: Impulsiv und dickköpfig können wir nämlich beide sein. Außerdem haben wir beide rote Haare. Allerdings hat Ava es nicht so sehr mit den Naturwissenschaften wie ich. Und sie wäre sicher nicht so geduldig wie ich mit Alyanon.
Alyanon (verschluckt sich fast vor Lachen): Ja, klar – du und geduldig.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Alyanon: Wie Tilly in nett.
Tilly (verengt de Augen): Sehr reizend, danke. Ich denke, Ava ist eine Autorin, die besonders gerne dramatische Szenen schreibt – und brutale Prüfungen. Das ist wirklich schrecklich, denn dabei kann sie ziemlich kreativ sein. (Sie erschauert)
Alyanon (zieht sie an sich und haucht ihr einen Kuss auf die Haare): Allerdings schreibt sie auch gerne Liebesszenen. Das ist ein guter Ausgleich, oder?
Tilly (schmiegt sich an ihn): Das stimmt.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Tilly: Der entstand relativ schnell im Team; das Buch ist ja Teil einer 5-bändigen Reihe. Die Autorinnen wollten einen Titel haben, der die Verbundenheit ihrer Protagonistinnen – also von uns – zu ihrem jeweiligen Element verdeutlicht. Das erfüllt „Elemental Souls“. So wurden wir zu Elementseelen und unsere Begleiter heißen Elementwesen oder auch Elementare.
Alyanon (zwinkert ihr zu): Und wenn Tilly gut drauf ist, nennt sie mich Feuerherz.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Alyanon: Es ist okay.
Tilly (schnaubt): Von wegen okay. Hey, schau dir doch mal diese wundervollen Farben und diesen Farbschnitt an. Und den tollen Funkenregen. Das Cover ist ein absoluter Traum.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Tilly: Ich mag diesen Spruch besonders: »Sei das Ende meiner Welt! Oder ihr Beginn. Anfang oder Ende. Wer kann das schon sagen?« Meine Welt wird morgen sowieso enden. Und ich will zumindest heute glücklich sein – weil er mich glücklich macht.
Alyanon (streicht über ihre Wange): Ich bin lieber dein Anfang als dein Ende. Aber manchmal kann man sich das nicht aussuchen. Mir gefällt diese Aussage besonders – weil sie bei meinem Volk eine besondere Bedeutung hat: »Das Feuerherz schlägt nur für dich. Wenn du es haben willst, schenke ich es dir.«
Danke für das Gespräch

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