Buchvorstellung einmal anders
Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Brisante Brandung“ von Katja Kleiber. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«
Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊 Doch da klettert noch jemand aus dem Buch und setzt sich zu uns.
Wer bist du denn? Willst du dich den Besuchern des Blogs vorstellen?
Ich bin Barbara, stamme aus Hamburg, lebe aber jetzt im sonnigen Spanien, genauer gesagt in Katalonien im Ort Cambrils. Du glaubst nicht, was man da alles erlebt!Herzlich Willkommen, Barbara. Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
GerneHallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Barbara haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?Als Buch liegt man ja meistens nur so rum, ich freue mich über Abwechslung. Schließlich habe ich einen spannenden Inhalt.Barbara: Und ich habe so aufregende Sachen erlebt, da spreche ich gerne drüber.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Protagonist genau so?Ich bin ein Krimi, der in Katalonien spielt. Ich halte mich für eine gute Urlaubslektüre, denn ich entführe die LeserInnen ans Mittelmeer. Barbara ist die Hauptfigur, darüber hinaus sind Figuren aus meinen Vorgängerbänden „Riskantes Erbe“ und „Tödliches Yoga“ aktiv. Man kann mich aber lesen, ohne die anderen Bände zu kennen. Ich finde es toll, dass hier auch mal ältere Frauen wie Barbara …Barbara: Ich bin nicht alt!… also Frauen mit Lebenserfahrung Abenteuer erleben.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?Es macht Spaß, die schönen Seiten der katalanischen Küste und Kultur vorzustellen. Außerdem ist die Handlung temporeich, es geht um die Geheimnisse eines Reporters, einer Nonne und eines Arztes – das hat Spaß gemacht, die Autorin dahin zu entführen.Barbara: Mir wäre lieber gewesen, es wäre ruhiger zugegangen. Ich hatte Momente, in denen ich richtig Angst hatte. Die Reifen meines Autos wurden abgestochen, ich erhielt einen Drohbrief und mir wurde ein vergifteter Cocktail gereicht – brauch ich alles nicht. Ich würde lieber in der Sonne liegen und einen Kaffee genießen.
Wisst ihr wie viel Katja tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?Barbara: Meine Lieblingsstelle ist der Schluss, weil ich mein Herz an Xavi verloren habe.Buch: Klar, der Schluss fügt alles zusammen, aber am meisten gefällt mir alles, was mit der Figur Ana Maria zusammenhängt, die ihre Tochter sucht. Das ist mir sehr nahe gegangen.
Wie würdest du oder seine Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller den Autor beschreiben?Die Katja hat bestimmt eine multiple Persönlichkeit, soviel, wie die immer schreibt. Mir scheint aber, ein wenig von ihr steckt in Barbara. Die Neugier, diese gewisse Naivität …Barbara: Ich bin nicht naiv!
Die Autorin ist beharrlich, jeden Morgen kam sie zu uns und hat mit uns die Abenteuer erlebt. Sie scheint das mediterrane Leben zu lieben und gutes Essen, denn sie hat dauernd von Restaurantbesuchen fantasiert. Außerdem weiß sie viel über die Geschichte Spaniens, da ist eine ganze Menge herausgekommen, was in den vergangenen Jahrzehnten passiert ist. Und sie liebt das Abenteuer, sonst hätte sie nicht so viele spannende Szenen eingebaut.Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Ha, ha, eine Freundin der Autorin hat den vorgeschlagen. Da er gut zu den vorherigen beiden Bänden passte, blieb er von Anfang an bestehen.Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.Barbara: Ich wäre auch gerne auf dem Cover, aber wahrscheinlich war ich nicht vorzeigbar genug.Buch: Quatsch, das wäre auch ein schöner Anblick. Aber das etwas abstrakte Bild passt gut zu mir, da sich nun jeder Gedanken machen kann, wie brisant es wohl in dem Krimi zugeht.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz dem Buch und Barbara »Danke, für eure Geduld und Antworten« zuzuflüstern.„Was hat sie gesagt?", fragte Natalie.Barbara zögerte einen Augenblick. „Sie sagte, sie kann jetzt in Frieden alt werden."
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.
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