Mittwoch, 30. September 2026

[Autoreninterview] Johanna Brenne


Autoreninterview
Johanna Brenne

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, ich bin Johanna und schreibe in den phantastischen Genres: Science-Fiction, Fantasy, Dystopie und den ganzen Mix dazwischen. Dabei liebe ich es, eigene Welten zu bauen. Meine Charaktere sind keine klassischen Helden, sondern ein bisschen anders. Verletzlich, unkonventionell. Aber wenn es sein muss, setzen sie sich für das ein, das ihnen wichtig ist.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich hatte schon immer Geschichten im Kopf. Sobald ich scheiben konnte, habe ich versucht, sie auf Papier zu bringen. Am Anfang in meiner schrecklichen Handschrift, irgendwann dann mit einer Schreibmaschine, später am Computer.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Von mir gibt es erstens Kurzgeschichten aus allen Bereichen der Phantastik (in Antholgoien erschienen), zweitens meine Roman-Dilogie „Der Mond von Yazahaan“. Teil 1, „Problem 73“ ist im April 2026 erschienen, Teil 2 „Casdans Traum“, im September 2026. „Der Mond von Yazahaan“ ist dystopische Science-Fiction mit Schwerpunkt auf den Figuren und den Geheimnissen, nicht auf Technik.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich überarbeite gerade einen Jugendroman mit Zielgruppe „Mädchen ab 12“. Der Roman spielt auch auf einer fiktiven Welt. Auch hier wird es eine Menge Geheimnisse geben.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Lesen, in der Natur sein (Gartenarbeit oder Spazieren/Wandern), mit meiner Familie oder Freunden zusammen sein.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich liebe alles von Terry Pratchett, habe aber via Instagram auch viele tolle Bücher von Self-Publishern und kleinen Verlagen gefunden.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich tippe am liebsten ganz klassisch am Schreibtisch am Computer. Wenn ich brainstorme oder über meine Figuren nachdenke, gerne auf dem Boden mit riesigen Flipchart-Bögen. Oder im Garten mit einem kleinen Notizbuch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich hab keine ganz feste Struktur, aber schreiben kann ich am besten am Vormittag oder frühen Nachmittag. Später ist sind dann eher Notizen dran, Recherche oder Schreibbücher-Lesen. Aber momentan ändert sich gerade im familiären Bereich einiges, vielleicht ändert sich dann auch mein Schreib-Rhythmus?
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich liebe Phantastik, sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen. Zur Zeit lese ich viel Urban Fantasy. Beim Schreiben ist es eher eine Art Science-Fiction ohne viel Technik oder Fantasy ohne Magie … Allerdings habe ich auch schon Kurzgeschichten mit Magie drin geschrieben.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst?
Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt? Ich liebe einen Satz aus Terry Pratchetts „Wintersmith“: „This I choose to do.“ Und in „Der Mond von Yazahaan“ sagt jemand: „Zeit, etwas Neues zu träumen.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Das ist schwer. Ich wohne seit längerer Zeit in den Niederlanden, und das auch gerne, aber es zieht mich in mein Heimatland Österreich zurück. Ich liebe die Natur dort sehr.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um? 
Ich hoffe, dass ich mit Kritik umgehen kann. Aber leicht ist das natürlich nie. Ich glaube, es hängt davon ab, wie sie formuliert wird. Konstruktive, respektvolle Kritik versuche ich als Chance zu sehen. – Und wenn es mein Schreiben betrifft: Da gibt es natürlich immer noch viel zu verbessern, insofern sehe ich Kritik als Hilfe auf meinem Weg.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Gerade als Anfänger im Veröffentlichungsprozess bin ich unglaublich dankbar für die professionelle Hilfe an meiner Seite. Falls es sich später auf meinem Weg anbietet, eine Geschichte im Selfpublishing zu veröffentlichen, könnte ich mir das inzwischen aber auch vorstellen. Wenn ich bis dahin genug gelernt habe. ;-)
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Seid anders. Seid ihr selbst. Und steht zu euren Träumen.

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