
Buchvorstellung einmal anders
Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Nele und Matteo aus „Das kleine Hotel in der Toskana“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.
Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?Nele: Wir freuen uns sehr, dass du uns die Chance dazu gibst.Matteo (seufzt leise): Solange es nicht allzu lange dauert – die Küche wartet …
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.Matteo: Prego, die Dame zuerst. Senorina Wirbelwind kann sowieso nicht lange warten. Stimmt’s, tempesta? (Er grinst Nele zu.)Nele: Hat dir schon mal jemand gesagt, dass Sturm kein Kosename ist? (Sie verdreht die Augen, dann lächelt sie Claudia zu.) Also, mein Name ist Nele und ich bin Junior Managerin in einem Luxus-Hotel. Diesen Job liebe ich sehr und ich knie mich ziemlich rein, weil ich einiges erreichen möchte. Nach Meinung meiner Mutter etwas zu viel. Deswegen hat sie mich zu vier Wochen Entspannung in der Toskana verdonnert.Matteo (zieht die Augenbrauen hoch): Verdonnert! Du genießt das Privileg, vier Wochen an einem wunderschönen Fleckchen Erde zu verbringen. Und etwas Ruhe würde dir ganz guttun … Nele bringt nämlich gerade das Leben von meinem Vater und mir ziemlich durcheinander. Sie ist fest entschlossen, zusammen mit Papá unser kleines Hotel zu modernisieren. Ich passe auf, dass die beiden nicht übertreiben. Mein Vater hat nämlich Probleme mit dem Herzen, er darf sich nicht übernehmen. Und Nele fegt nun einmal wie ein Sturm durch alles hindurch.
Glaubt ihr, es macht der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?Nele: Eine Auszeit in der Toskana soll mir helfen, zur Ruhe zu kommen – doch ich kann mich nicht mit diesem ganzen Digital Detox und „Finde dein inneres Kind“ anfreunden. Deswegen flüchte ich und stoße in Porto Bella Luma auf diesen Sturkopf hier. Matteo betreibt mit seinem Vater Giorgio ein kleines Familienhotel, das dringend modernisiert werden muss. Aber Matteo will nichts davon wissen, wie sein Vater angeblich zu krank ist …Matteo (verschränkt die Arme vor der Brust): Das ist Papá ja auch! Er muss sich schonen, da kann er keinen Wirbelwind brauchen, der ihn aufstachelt. Aber am Ende einigen wir uns auf einen Kompromiss: eine Stunde Arbeit, eine Stunde Genuss. Und währen dieser Zeit lernen Nele und ich uns dann etwas besser kennen ...
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?Matteo: Wenn ich mich an ein paar Stellen im Buch erinnere, würde ich sagen: definitiv. Das, was sie Nele später machen lässt, hätte fast mein Vertrauen in sie zerstört.Nele: Und sie hat dir auch nicht gerade zugeredet, netter zu sein. (Sie seufzt schwer.) Aber ich bin und bleibe Optimistin. Irgendwie wird es gut. Irgendwann. Hoffentlich
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?Nele: Ich mag diese Stelle:»Heute hast du übrigens nur die Touristenversion von Porto Bella Luna gesehen«, sagt Matteo mit einem Lächeln.Ich ziehe eine Augenbraue hoch. »Ach ja?«»Definitiv.« Sein Blick wandert kurz zu mir. Diesmal ohne jede Schärfe. »Warte erst mal den Vollmond ab.«»Was passiert dann? Verwandelt ihr euch alle in Werwölfe, die arme Touristen zerfleischen?«Ein leises Lachen entweicht ihm. »Nein, piccola Tedesca. Dann weißt du, woher der Ort seinen Namen hat.«Matteo (Er lächelt ihr verschmitzt zu): Wobei ich den Werwolf auch gut finde … (Beide lachen.) Mir gefällt diese Szene, weil sie so typisch Nele ist.»Alle Achtung, du kannst also auf dein Ziel konzentriert sein.«Nele verzieht den Mund. »Nur solange es einen Anreiz gibt.«Ich lache rau und wundere mich darüber, wie sie mich anschaut. Es ist anders als vorher. Intensiver. Einen Augenblick schauen wir uns weiter in die Augen. Irgendwann grinse ich. »Wie wäre es mit Unentschieden?«»Mit leichtem Vorsprung für mich.«Lachend nicke ich. »Sì. Wenn du darauf bestehst.«
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?Matteo (grinst): Das Temperament hat Nele eindeutig von ihr. Mamma mia, hat sie manchmal beim Schreiben geflucht!Nele (lacht leise): Das nennt sich, Gefühle expressiv auszudrücken. Aber ja, ich glaube schon, dass Heike und ich einiges gemeinsam haben. Sie geht beruflich genauso in ihren Aufgaben auf und muss manchmal aufpassen, sich nicht zu übernehmen. Aber eines weiß ich sicher: Sie wäre auch aus der Casa Essenza abgehauen. Darauf gehe ich jede Wette ein!
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?Nele: Sie ist ziemlich direkt und sagt meistens, was sie denkt. Für uns Figuren ist das allerdings nicht immer ein Vorteil. Sie bringt uns in ziemlich unangenehme Situationen, sorgt für Missverständnisse und lässt uns auch mal ordentlich leiden. Aber sie meint es gut. Sie glaubt an zweite Chancen, an ehrliche Gespräche und daran, dass Liebe manchmal dort entsteht, wo man sie am wenigsten erwartet. Deshalb verzeihe ich ihr das meiste.Matteo (grinst): Da sprichst du nur für dich.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?Nele (zuckt mit den Achseln): Das lief recht entspannt. Digital Publishers hat den Titel vorgeschlagen und wir haben zugestimmt.Matteo: Wir? (zieht eine Augenbraue hoch.) Mich hat keiner gefragt …
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?Matteo: Ich finde, das zeigt viel von meiner wunderschönen Heimat. Deswegen mag ich es.Nele (stößt ihn mit der Schulter an): Ich hätte vielleicht noch ein Eis darauf gepackt. Oder einen Cappuccino.Matteo: Natürlich mit Macadamia-Aroma. (Er zwinkert ihr zu.)
Danke für das GesprächNele: Zu mir passt wohl am besten das: »Stille und ich, wir mögen uns nicht so gern.«Matteo (prustet los): O ja, das passt definitiv zu dir!Nele: Und was ist mit dir, Mr. Kontrolletti??Matteo (Er denkt eine Weile nach, nickt schließlich): Das hier finde ich gut: »Manchmal reicht das, was man hat. Schon mal darüber nachgedacht?«
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