Autoreninterview
Jule Marek
Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, ihr Lieben. Ich bin Jule und habe trotz grauer Haare eine Menge Temperament und Flausen im Hirn. Und Ideen für Bücher.Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Es war immer ein vager Traum, bis ich mit meinem Mann in Australien und Neuseeland war. Ich habe einen Reiseblog geschrieben (travel-down-under.com) Auf langen, schweigsamen Wanderungen ist der erste Plot in meinem Kopf entstanden. Als wir nach Hause kamen, konnte mich nichts mehr davon abhalten, den Roman zu schreiben. Doch dieses erste Werk wartet noch auf seine Veröffentlichung. Ich habe inzwischen technisch und stilistisch so viel dazugelernt, dass ich ihn komplett überarbeiten muss, auch wenn mich meine Testleser schon lang dazu drängen.Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?Die Romance, um die es hier geht, ist mein Debüt. Ein Roman über Liebe wider Willen, Swingtanzen und Burnout aus den Perspektiven von Jan und Sophie.Am 28.8. erscheint mein neuer Roman. Er schildert aus vier Perspektiven sehr unterschiedlicher Frauen, welche Chancen wir vergeben, wenn wir uns mit typisch weiblichem Hickhack das Leben schwer machen. Der Roman ist kurzweilig und spannend erzählt, aber was ganz anderes als die Romance davor.
Oh ja. Ich versuche die Lebensgeschichte meiner Oma und meiner Tante als autofiktionalen Roman über Emanzipation in der Nachkriegszeit zu schreiben. Aber bis der rauskommt, wird es noch lange dauern. Vielleicht schaffe ich es, dazwischen eine bereits zur Hälfte geschriebene Romance über Noah und Lily rauszubringen, die beide als Radiomoderatoren arbeiten.Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich muss Sport treiben, sonst gehe ich auseinander, denn ich koche gern kreativ und mit Einflüssen aus der ganzen Welt. Deshalb fahre ich Rad, wandere, tanze, und ja, ich spiele Golf. Keine Vorurteile bitte. Das ist ein wunderbares Spielvergnügen, auch für ganz normale Leute, mit sehr viel Zeit im Grünen.Hast du auch Lieblingsbücher und Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich liebe Saskia Louis. Hinsichtlich humorvoller Liebesromane ist sie mein unerreichtes Vorbild, genau wie Susan Elizabeth Phillips. Zum Schreiben gebracht hat mich Diana Gabaldon mit ihrer Outlanderreihe. Vor allem mit dem ersten Buch. Früher waren es auch Bücher von Marion Zimmer-Bradley oder Barbara Wood – Fantasy at it's best. Aber tatsächlich ist die Liste der Genre und Autoren endlos.Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich arbeite meist am Schreibtisch, gegenüber vom Homeoffice-Arbeitsplatz meines Mannes. Ich bin einfach gern in seiner Nähe. Musik in den Ohren, zwei große Bildschirme vor der Nase – und los geht's.Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich starte den Morgen gegen 7 mit Kaffee und Sudoku. Dann gibt es veganen Quark mit Obst, Walnüssen und Kürbiskernen, und spätestens um 9 sitze ich am Schreibtisch. An den drei Tagen, an denen mein Mann im Homeoffice ist, koche ich uns ganz spießig zwischen 12.30 und 13.30 Uhr, wenn ich allein bin, auch gerne mal erst gegen drei oder vier. Wenn ich ganz viel Glück habe, kocht mein Sohn Noah, das letzte meiner Kinder, das noch zu Hause wohnt. Er ist Kochlehrling und hat, wie alle meine Kinder, einen ausgezeichneten kulinarischen Geschmack. Man könnte auch sagen, wir sind alle verfressen 😊Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich habe weder beim einen noch beim anderen einen Liebling. Ich liebe die Ablenkung. Nur Krimis, Psychothriller oder Horror findet bei mir nicht statt. Dafür fiebere ich zu sehr mit. Aber Sci-Fi-Krimis wie Ready Player One sind auch dabei. Deshalb erwarten euch bei meinen Büchern auch noch einige Genre mehr als bisher. Die Plotideen stapeln sich.Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Hast du ein Lieblingsland und warum?Mein Lieblingszitat:"Gott, gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ (Ich hole mir nämlich gern mal eine blutige Stirn 😊)Hinsichtlich meiner Bücher würde ich sagen, dass deren gesamte Handlung am besten widergibt, was meine Arbeit ausmacht und warum ich schreiben muss.
Ich mag Italien sehr gern, aber Neuseeland hat mich auch unglaublich beeindruckt. Ich liebe die Sonne, die Wärme und die Natur.Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich bin unglaublich analytisch. Ich schiebe die Verletzung, die Kritik in mir bewirkt, zur Seite und untersuche, was dran ist und was ich annehmen kann. Insbesondere in persönlichen Beziehungen versuche ich die Sichtweise des Kritikers nachzuvollziehen, um der Kritik gerecht zu werden. Aber ich weigere mich, mich wie früher, selbst zu zerfleischen angesichts meiner Fehler. Bestimmte Punkte kann ich nicht ändern. Ich habe es erfolglos versucht. Aber dann verstehe ich zumindest die Kritik und gestehe meinen Fehler ein.Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Anfangs war es keine Wahl. Die Wahrscheinlichkeit jenseits der 50 noch einen Verlag zu finden, ist noch geringer, als für alle anderen. Inzwischen hatte ich ein Angebot. Aber ich entscheide gern (mit) über Inhalte, Cover und Vermarktung. Das Angebot müsste echte Vorteile haben, wie z.B. Präsens in Buchhandlungen, um es anzunehmen.Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ja natürlich. Gebt meinen Büchern bitte eine Chance. Ich verspreche euch Lesevergnügen. Und danke, für euer Interesse an mir und meinen Geschichten.
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