Mittwoch, 15. Juli 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Küss mich wach im Apfelland von Karo Stein


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Kasimir und Lorenz aus „Küss mich wach im Apfelland“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.


Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Lorenz: Ich freue mich, hier zu sein. Es war jedoch nicht leicht, Kasimir vom Webstuhl wegzubekommen.
Kasimir: Am Webstuhl vergesse ich die Zeit und leider auch alle möglichen Termine. Zum Glück hat Lorenz alles im Blick. Dabei habe ich mich schon die ganze Zeit auf das Interview gefreut.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Kasimir: Ich heiße Kasimir Brünink und bin der Erbe von Brünink Stoffe, einem großen Familienunternehmen. Zum Glück muss ich mein Erbe noch nicht antreten, sondern lebe auf dem Bauernhof „Gaymeinsam“, wo ich entweder am Webstuhl oder am Spinnrad sitze. Ich liebe die alten Handwerkstechniken. Wir betreiben den Hof im Übrigen mit sechs anderen Männern, ach nein, jetzt sind es nur noch fünf, aber das ist eine andere Geschichte.
Lorenz: Mein Name ist Lorenz Wagner. Ich bin Privatdetektiv und habe zusammen mit meinem Vater eine kleine Detektei. Früher habe ich in Hamburg gewohnt, aber nun lebe ich auch auf dem Bauernhof und suche nach meiner handwerklichen Bestimmung.
Kasimir: Spinnen ist es schon mal nicht.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Kasimir: Es ist eine Geschichte, die an ein Märchen erinnert. Ich hatte vor acht Jahren einen heftigen Streit mit meinen Eltern und habe mich seitdem vor ihnen versteckt. Obwohl ich mir auf dem Bauernhof „Gaymeinsam“ ein neues Leben aufbauen konnte, wusste ich, dass sie mich irgendwann finden würden. Vermutlich war es die Angst vor diesem Moment, die mich furchtbar müde gemacht hat. Es ist gewissermaßen eine Geschichte über das Erwachen, über Liebe, aber auch über Freundschaft und Zusammenhalt.
Lorenz: Da gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen, abgesehen vielleicht davon, dass die freundschaftlichen Beziehungen der Männer, die gemeinsam auf dem Hof leben, echt intensiv und für einen Außenstehenden ziemlich verwirrend sein können.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Lorenz: Auf jeden Fall. Ich habe sie verflucht, dass ich mich so arschig verhalten habe, obwohl ich selbst keinen besseren Plan gehabt habe.
Kasimir: Ich glaube, sie ist viel zu nett. Ich hätte dich viel lieber in der Brombeerhecke hängengelassen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Kasimir: Meine Lieblingsstelle ist tatsächlich die Szene mit der Brombeerhecke. Lorenz hat mich an meinem Lieblingsort entdeckt. Das war schon ein märchenhafter und magischer Moment.
Lorenz: Unsere erste Begegnung ist meine Lieblingsstelle. Ich bin noch nie einem Mann wie dir begegnet und es hat mich richtig umgehauen… und gleichzeitig war es so schräg und witzig. Es kommt nicht oft vor, dass ich sprachlos bin, aber dein Anblick hat mein Gehirn leergefegt.
Kasimir: Das klingt nicht nach einem Kompliment. Im Übrigen ist das eine ganz furchtbare Szene.
Lorenz: Nein, unbestreitbar die beste im ganzen Buch.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Kasimir: Ich habe ihre Lieblingsserie geerbt. Außerdem konnte sie meine ständige Müdigkeit sehr gut nachvollziehen. Sie schläft nämlich auch gern überall ein.
Lorenz: Sie konnte ihre Liebe für Märchen ausleben.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Kasimir: Dass sie meine Geschichte erst im dritten Anlauf geschafft hat, hat mich ziemlich genervt, aber wenn das Setting für sie nicht stimmt, schreibt sie auch nicht. Da ist sie ein bisschen perfektionistisch. Sie glaubt an die Liebe auf den ersten Blick. Das haben wir natürlich zu spüren bekommen.
Lorenz: Sie ist ungeduldig, wenn sie nicht vorankommt, mag lieber lustige als ernste Szenen und manchmal ist sie auch ein bisschen konfliktscheu.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Kasimir: Der Titel spielt natürlich auf das Märchen „Dornröschen“ an. Ich glaube, der stand schon recht lange fest, aber der Zusatz „im Apfelland“ kam neu hinzu. Gewissermaßen um zu zeigen, dass die Geschichten Gemeinsamkeiten haben.
Lorenz: Dabei habe ich das Apfelland bisher nur aus der Ferne gesehen und warte immer noch auf den versprochenen Appletini, von dem du so schwärmst. Den letzten hast du mit Michel getrunken.
Kasimir: Du bekommst deinen Appletini und natürlich auch einen Besuch im Apfelland. Dann kannst du mich unter einem Apfelbaum küssen.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Kasimir: Ich sehe echt verschlafen darauf aus. Und meine Locken…
Lorenz: Hey, ich liebe deine Locken und diesen Schlafzimmerblick.
Kasimir: Aber das Meer aus Rosen gefällt mir richtig gut. Ich kann ihren Duft regelrecht riechen.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Lorenz: »Sind da Enten auf deinem Schlafanzug?«, fragt Lorenz mit einem amüsierten Unterton in seiner Stimme. »Wo ist der Pokémon - Anzug?«
»Den kannst du gleich anziehen und draußen übernachten, wenn du weiterhin so frech bist.«
»Schon gut. Die Entchen sind sehr süß. Vor allem die auf deinem Arsch.«
»Guck da nicht hin. Die Enten mögen das nicht«, grummle ich und spüre, wie Hitze durch meinen Körper schießt.
Kasimir: »Du siehst aus wie Dornröschen. Ich bin versucht, dich mit einem Kuss aufzuwecken.« Die dunkle Stimme jagt mir einen erregenden Schauer über den Körper. Blinzelnd öffne ich die Augen und schaue direkt in Lorenz‘ Gesicht. Er hockt vor mir. Seine dunkelblauen Augen mustern mich. Ein Lächeln, das mein Herz zum Stolpern bringt, umspielt seinen Mund.
»Jemanden ungefragt zu küssen, ist übergriffig und alles andere als nett.«
»Ich weiß, deshalb habe ich auch nur darüber nachgedacht und meinen Wunsch nicht einfach in die Tat umgesetzt.«
»Wofür ich dir sehr dankbar bin.« Es ist gelogen, denn seine Lippen ziehen mich magisch an. Ich würde zu gern wissen, wie sie sich auf meinen anfühlen.
»Aber jetzt habe ich doch irgendwie gefragt.«
»Leider bin ich nun schon wach.«

Danke für das Gespräch

Lorenz: Wir danken dir. Deine Fragen haben viel Spaß gemacht.
Kasimir: Ja, vielen Dank, dass du dir Zeit für uns genommen hast. Ich verschwinde jetzt wieder an meinen Webstuhl.

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