Mittwoch, 15. März 2023

[Reiheninterview] Fantastische Abenteuer von Michaela Göhr

  

 
Reiheninterview


Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Michaela Göhr, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus, ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und lese schließlich einen Klappentext nach dem anderen der Bücher der Autorin „Fantastische Abenteuer“, um schon ein bisschen mehr zu erfahren. Nach einigen Minuten höre ich mehrere feine Stimmchen: »Sie ist nicht da«, »Dann interview einfach uns«, »Deshalb sind wir ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über die Bücher? Vermutlich die Bücher selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da kommt die Autorin auf einmal auf uns zu und setzt sich zu uns.

Wollen wir das Interview nun zu fünft machen?
FA1: Au ja!
FA3: Äh, ich hab eigentlich gar keine Zeit …
FA2: Was hast du denn noch vor?
FA3: Werbung für mich machen. Schließlich bin ich neu und es heißt doch immer, ein Buch muss für sich selbst sprechen …
Autorin: Hey, über Werbung muss ICH mir Gedanken machen! Schließlich hab ich euch selbst veröffentlicht. Und die Leserunde zu Band 3 startet ja auch bald. Also, von mir aus kann’s losgehen.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
FA3: Also, ich hab eigentlich keine …
FA1: Grrr, halt die Klappe!
Könnt ihr euch oder auch die Reihe an sich, bestehend aus den Büchern „Fantastische Abenteuer 1 – Ein unglaubliches Abenteuer“, „Fantastische Abenteuer 2 – Ein Emir in Not“ und „Fantastische Abenteuer 3 – Gefährliche Bande“ meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
FA3: Ich fang an!
FA1: Sollte ich das nicht besser machen?
FA2: Nein, ich!
Autorin: Wenn drei sich streiten …
FA1+2+3: Nö, DU NICHT!
Autorin: Mist, warum habe ich nicht schon einen Sammelband rausgebracht?
FA3: Weil du mich sonst überhaupt nicht loswürdest!
Autorin (stöhnend): Lasst Band 1 anfangen, BITTE!
FA1: HA! In mir lernen die beiden Protagonisten sich kennen. Timo, der ja blind ist, erfährt von Simon, der neu in seine Kindergartengruppe kommt, dass er etwas Besonderes kann. Von da an werden sie die dicksten Freunde. Timo lernt von Simon, wie man klettert, Trampolin springt, Inliner fährt, schwimmt, mit Sprungfederschuhen durch die Gegend hüpft und noch ganz viele andere Dinge. Und Simon, der oft erst handelt und dann nachdenkt, bekommt mit dem schlauen Timo eine tolle Hilfe. Aber es wird ganz schön spannend, weil Simon nämlich von Bösewichten gesucht wird. Und die dürfen ihn nicht finden.
FA2: Verrat nicht alles!
FA1: Wenn ich es nicht darf, dann du erst recht nicht. Immerhin bist du Band 2!
FA3: Und was ist mit mir? Ich spiel nicht mehr mit, wenn ich nichts über mich erzählen darf! Tschüss!
FA1+FA2: Quatsch, bleib hier! Wir brauchen dich doch!
FA2: Ohne dich sind wir keine komplette Trilogie. Und wir mussten schon so lange ohne dich auskommen …
FA3: Na gut. Aber macht schnell, ich hab noch was vor.
FA2: In mir erleben die beiden Freude, die ungefähr anderthalb Jahre älter sind als im ersten Band, Abenteuer in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Weil Simon doch in Band 1 diesen Emir kennenlernt, Scheich Ali, der ihm helfen möchte, seine besondere Vorstellungskraft besser einzusetzen. Ali denkt sich jede Meng knifflige Rätsel für die beiden Jungs aus. Aber im Emirat gibt es noch viel mehr rauszufinden, weil da merkwürdige Sachen passieren. Manche sind ganz schön gefährlich.
FA3: Und bei mir erst! In Band drei müssen Timo und Simon sich mit richtig bösen Jungs herumschlagen. Da sind sie aber schön zwölf. Simon wird manchmal komisch, weil solche Launen wohl zum Erwachsenwerden dazugehören. Und er geht Risiken ein, weil er unbedingt jemanden finden möchte, der genauso ist, wie er selbst. Damit macht er es dem armen Timo ganz schön schwer.
In eurem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in euch enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genauso?
FA2: Ich bin ein Kinderbuch! Da gibt es keine - äh - düstere Zeiten …
FA3: Bist du sicher?
FA1: Also in mir gibt es schon ziemlich spannende Szenen und auch Situationen, in denen Timo und Simon ganz viel Angst haben. Und die sind keine Memmen!
FA2: Ja, schon … Also, für ein Kinderbuch … Okay, man braucht gute Nerven.
FA3: Wie Drahtseile!
FA1: Also zumindest sollte man sie nicht bei jedem Pups verlieren.
FA2: Du meinst solche Pupse wie Entführungen, Bedrohung mit Waffengewalt oder eine nächtliche Rettungsaktion in der Wüste?
FA3: Ja, ich glaube, solche Dinge sollte der Leser verkraften.
FA1: Aber es gibt auch witzige Sachen!
FA2: Was wäre das Leben ohne was zu lachen? Wie schon gesagt, wir sind Kinderbücher!
FA3: Aber mordsspannende, actiongeladene und absolut fantastische Kinderbücher!
Autorin (achselzuckend): Was soll ich dem hinzufügen? Wo sie recht haben, haben sie recht.
Habt ihr eine oder mehrere Lieblingsstellen, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Autorin (schlägt die Hände über dem Kopf zusammen): Oha, das gibt Mord und Totschlag! Ich geh besser … Warum bin ich überhaupt hier? Hab ich nicht was viel Wichtigeres zu tun?
FA3: Ja, Werbung für meine Leserunde machen!
FA1: Eigentlich könntest du für uns auch mal wieder …
FA2: Ich hab eine Lieblingsstelle! Also, ganz am Ende von mir sind die beiden Jungs auf dem Hoteldach und da …
FA1: Waaas, du willst dein Ende verraten?
FA3: Das geht nicht! Verräter!
FA1: Spoileralarm!
Autorin: Ich sag’s ja …
FA2: Ihr seid gemein. Habt ihr was Besseres?
FA3: Also, bei mir wird es an einer Stelle besonders spannend, weil Timo nämlich ganz alleine mit einem fiesen …
FA1: STOPP!
FA3: Menno.
FA1: Ich mag bei mir das Kapitel, in dem Timo Inliner fahren lernt. Und die Stelle, an der die Klasse in den Zoo geht. Und natürlich die besonders spannenden Sachen, wie zum Beispiel der freie Fall im Freizeitpark oder die Begegnung mit Schmugglern …
FA2: Wieso darf Band 1 ausreden und ich nicht?
FA1: Weil ich nicht spoilere! Ätsch! *streckt die virtuelle Zunge raus
FA3: Na warte! Schlag ihn von mir, Band 2!
FA2: Okay … Fühl dich geschlagen, Band 1. Ha, ich wusste gleich, dass ich dich schlagen kann!
Autorin (stöhnt): Ich schlag euch gleich alle zu!
Wisst ihr wie viel Michaela tatsächlich in euch oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinen Büchern zu?
FA1: Also - äh - unsere Protagonisten sind noch so klein und unsere Autorin ist ziemlich groß und … alt und …
FA2: Ich finde, sie hat sich gut gehalten für ihr Alter.
Autorin: Oh, danke!
FA3: Aber trotzdem passt das nicht.
FA2: Warum nicht? Guck mal, wie sie schreibt. Genau wie ein Kind. Irgendwo in ihr drin ist da eins, ganz bestimmt.
FA3: Meint ihr?
FA1: Ja, wenn du es so siehst … Irgendwie steckt schon was von ihr in unseren Protas.
FA3: Aber sie ist nicht blind!
Autorin: Im übertragenen Sinne schon. Manchmal. Oder ziemlich oft. Jedenfalls übersehe ich … vieles.
FA2: In ihr steckt bestimmt ein kleiner Fantast. Oder ein großer. Oder überhaupt einer. Jedenfalls ist sie auch so spontan.
FA3: Und großzügig.
FA1: Und ein wenig jähzornig.
Autorin: He!
FA1: Okay, ziemlich jähzornig.
Autorin (holt aus) …
FA1 (hastig): … aber das ist ja nicht weiter tragisch. Dafür hat sie trotzdem ein gaaanz großes Herz und würde nie, NIE ihre Bücher schlagen …
Autorin (murmelt): Doch, auf und zu.
Wie würdet ihr oder eure Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
FA3: Hatte wir das nicht gerade?
FA1: Es ging ja nur darum, wie viel Autorin in unseren Protas steckt.
FA2: Aber irgendwie haben wir es umgedreht und gesagt, wie viel Prota in unserer Autorin steckt.
FA3: Also hatten wir das schon!
FA1: Sie hat zugegeben, dass sie manchmal blind ist. Aber ich finde, sie sieht trotzdem hinter die Dinge.
FA2: Hmm. Zumindest ist sie erfinderisch.
FA3: Sonst würde sie wohl keine Bücher schreiben!
FA1: Zumindest keine so fantastischen.
FA3: Zum Glück! Stellt euch vor, ich wäre ein Sachbuch!
FA2: Nicht auszudenken. DU und sachlich! Zwei Welten prallen aufeinander.
FA1: Okay, jetzt mal im Ernst: Wie würdet ihr unsere Autorin beschreiben?
FA3: Groß, blond, blauäugig.
FA1 + FA2 seufzen.
FA2: Das mit dem Sachbuch macht ihm zu schaffen …
Wie seid ihr eigentlich zu den Titeln gekommen? Standen die schon im Vorfeld fest oder haben sie sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr viel Mitspracherecht?
FA3: Ich hatte kein Mitspracherecht - ihr?
FA2: Nö.
FA1: Mein Titel hat sich verändert, weil er vorher zu lang war. Im Grunde könnte man sagen, dass ich dazu beigetragen habe, ihn kürzer und besser zu machen. Ja.
FA2 + FA3: Aha, du warst das also!
FA1: Nun ja, irgendwer musste es ja tun. Und da ich der erste Band unserer Trilogie bin …
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
FA1: Mein Cover hat sich zweimal geändert. Ich fand alle schön. Aber jetzt passe ich natürlich super zu euch anderen. Also ja, ich bin zufrieden.
FA2: Mein Cover und Outfit haben sich nur einmal verändert - zum Besseren, würde ich sagen. Interieur und Format gefallen mir jedenfalls. Und für Jungs finde ich grün schöner als rosa. Obwohl mich ja auch Mädchen gern lesen.
FA3: Das ist schon wieder unfair, ich hatte weder beim Titel noch beim Outfit ein Mitspracherecht! Und ich kann auch gar nicht sagen, ob mir ein anderes besser gefallen würde, weil es für mich ja nur dieses eine gibt …
FA1: Du kannst immer nur meckern, meckern, meckern!
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus den Büchern interessieren.
FA1: Mein Lieblingszitat stammt von Timos Mama.
„Jeder hat eine Aufgabe im Leben, Timo“, hörte ich ihre sanfte Stimme. „Wer weiß – vielleicht besteht deine darin, Simon dabei zu unterstützen, ein großer Held zu werden?“
FA2: Mein Lieblingszitat stammt von Timo.
Ein Wissen durchströmte mich, machte mein Herz leicht wie eine Feder. Und es betraf nicht die Schönheit von Sonnenuntergängen, sondern den Jungen neben mir: Unsere Freundschaft war das Kostbarste der Welt.
FA3: Okay, dann nehme ich das hier:
Manchmal war es nicht leicht, der beste Freund des Fantasten zu sein. Vor allem dann nicht, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte.
Obwohl es selbst in Autorenkreisen nicht üblich ist, dass Bücher antworten, bedanke ich mich bei ihnen: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«
FA1: Endlich bedankt sich mal jemand bei uns! Sonst wird immer nur die Autorin bedacht …
FA3: Ehrlich? Ich dachte, das sei nur, weil ich noch keine Erfahrung damit habe. Schließlich gibt es mich erst seit ein paar Wochen.
FA2: Nö, für mich ist es auch das erste Mal. Hey, cooles Gefühl, wenn man so wertgeschätzt wird …
Autorin: Ich schätze euch alle und hab euch lieb.
FA1: Du bist ja auch unsere Schöpferin. Du musst uns liebhaben!
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für das sehr interessante Interview.«
Autorin: Danke, äh, ich hab mich bei einem Interview noch nie so … überflüssig gefühlt. Aber danke.
Als Michaela weggeht, vertiefe ich mich wieder in die Bücher.

Dienstag, 14. März 2023

[Buchvorstellung einmal anders] Siana - Das Puzzlestück von Jasmin Windfeder

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Siana und ihrer Autorin, um mit ihnen über das Buch „Siana – Das Puzzlestück“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Siana: Sehr gern. Bin etwas nervös :-D
Da ich gerade lange mit deiner Autorin gesprochen habe, wäre es toll, wenn du dich meinen Lesern vorstellen würdest, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Siana: Hi Leute da draußen, ich bin Siana und liebe meine Arbeit als Bereiterin. Pferde sind mein Leben. Nur meinen kleinen Bruder Finn, liebe ich noch etwas mehr. <3
Beschreibt uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Siana: Ich finde, Jasmin hat es bei ihrem Interview schon sehr gut beschrieben. Eigentlich kann ich da nichts hinzufügen, sonst müsste ich spoilern und da wäre sie wahrscheinlich nicht so glücklich darüber. (lach)
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen? Hat sie dich richtig eingeschätzt?
Siana: Ganz ehrlich? Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie die schwierigen und emotionalen Stellen richtig genossen hat zu schreiben.
Jasmin: Da muss ich Siana leider recht geben, die emotionalen Stellen kamen mir einfacher über die Tasten als die schönen und leichten. (lach)
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Siana: Ja, aber die kann ich hier leider nicht erzählen, sonst spoilere ich zu viel. Aber sie ist fast am Ende und hat mit meiner Denkweise zu tun.
Was glaubst du, wie viel Jasmin steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter? Hat er alles gefunden oder gibt es da noch etwas verstecktes?
Siana: In mir steckt ganz sicher der eine oder andere Teil Jasmin. Gerade was das Emotionale betrifft, so ähnlich tickt Jasmin auch.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Siana: Außer das sie den Hang von übertreiben hat?
Jasmin: Heeey, ich übertreibe nicht.
Siana: (Lach) Jasmin hat ein großes Herz. Manchmal etwas zu großes, weswegen sie gerne falsche Freunde zu lange in ihrem Leben lässt. Sie kann sehr geduldig sein und versucht aus etwas Schlechtem das Gute zu sehen. Sie hat für jeden immer ein offenes Ohr und würde, wenn sie könnte, sofort helfen.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Siana: Der Titel stand vor meiner Entstehung und wurde kein einziges Mal geändert. Jasmin hat, so erzählt sie es immer, den Titel und die Idee bei einem Spaziergang.
Jasmin: Genau. Ich wollte unbedingt eine neue Geschichte schreiben und habe mich bei diesem Spaziergang gezwungen eine Idee zu finden und es hat tatsächlich geklappt. Plötzlich hatte ich den Titel im Kopf und kurz darauf einige Fetzen der Geschichte. :-D
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Siana: Es ist einfach perfekt!!!
Jasmin: besser kann ich es nicht sagen.
Was ist jeweils euer Lieblingszitat aus dem Buch?
Siana: Eine meiner Lieblingsstelle ist, als jemand zu Finn sagt: »Du wirst eines Tages auch deine Wendy finden.« Das ist eine Szene, bei der mir mein Herz aufgeht. <3
Jasmin: Oh ja, die ist echt schön. Mein Zitat kann ich leider nicht sagen, da es sonst wirklich spoilert.
Danke für das Gespräch.
Siana & Jasmin: Wir danken dir <3

[Autoreninterview] Jasmin Windfeder


Autoreninterview
Jasmin Windfeder

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Jasmin: Hallo Claudia, ja klar, sehr gern. Ich bin Jasmin, 35 Jahre jung und Schweizerin, wohne aber seit drei Jahren mit meinem Mann im Saarland.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Jasmin: Wie fast jeder Autor, habe ich schon immer sehr gern geschrieben. Aber wirklich bewusst eine Geschichte bzw. ein Buch zu schreiben, habe ich erst 2012 angefangen, als ich ein paar Monaten arbeitslos war und nicht wusste, was ich in meiner Zeit machen soll (außer natürlich Jobs zu suchen). Das Schreiben wurde für mich ein Ausgleich, was es bis heute geblieben ist.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Jasmin: Bis jetzt »erst« Siana – Das Puzzlestück. In dem Buch geht es um Siana, eine 24-jährige Bereiterin. Die Pferde und die Arbeit mit ihnen ist ihr Leben. Bis der Sohn ihres Chefs auftaucht und somit ihr geregeltes Leben durcheinanderbringt. Sie ist aber nicht nur dran ihr Herz zu verlieren, sondern alles, was ihr lieb ist. Als dann noch ein Brief und ein Puzzlestück auftauchen, ist das Chaos perfekt und Sianas Leben nah am Abgrund.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Jasmin: Jup. Eigentlich sogar an zwei neuen Werken. Aber nur eines davon wieder mit Pferden. :-D
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Jasmin: Och ganz Verschiedenes. Kommt immer darauf an worauf ich Lust habe. Spazieren gehen, zocken, Malen oder auch einfach mal nichts tun. Dieses Jahr möchte ich aber etwas mehr Sport in meiner Freizeit integrieren :-D
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Jasmin: Ich mag viele Bücher. Gerade die Nina-Reihe von Carina Warnstädt hat es mir angetan. Oder auch das Buch von Sandra Hoffsümmer – Christrosen-Küsse. Beide Autoren und ihre Bücher empfehle ich von Herzen. <3
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Jasmin: Ich schreibe am liebsten an meinem höhenverstellbaren Schreibtisch. Dort steht mein Laptop, meine externe Tastatur und Tischlampe. Der Tisch steht am Fenster und ich kann so immer unseren Garten genießen. <3

 

Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Jasmin: Zurzeit gibt es keinen wirklichen Ablauf mehr. Da ich nach einer längeren Krankheit noch immer am Erholen bin, schlafe ich zum Beispiel auch ganz unterschiedlich lang. Aber der Haushalt hat immer Vorrang und erst dann kommt das Schreiben. ;-)
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Jasmin: Ich lese und schreibe im gleichen Genre: New Adult und Romance.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Jasmin: Ich habe überhaupt kein Zitat. Ehrlich gesagt, habe ich mich schon immer sehr schwer damit getan. Keine Ahnung warum.
Aus dem Buch hätte ich eines, das spoilert aber zu sehr, weswegen ich es hier nicht verraten werde. ;-)
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Jasmin: Australien! Mein Herzensland. <3 Australien hat mich schon immer sehr fasziniert und als ich vor vielen Jahren die Chance hatte, nach Down Under zu fliegen, habe ich mein Herz vollständig verloren. <3
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Jasmin: Sehr gute Frage :-D Ich finde Kritik gut. Aber es kommt immer darauf an, wie und wann sie gesagt wird. Und meistens brauche ich paar Stunde oder sogar Tage, um sie zu verdauen bzw. zu verinnerlichen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Jasmin: Ich war bis letztes Jahr bei einem Verlag. Aber mein Herz schlug schon immer für SP. Es war, als ich das erste Mal davon gelesen habe, Liebe auf den ersten Blick <3
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Jasmin: Ja, und zwar, dass man manchmal auch zwischen den Zeilen lesen muss, um etwas oder jemanden gänzlich zu verstehen. :-)

Montag, 13. März 2023

[Schnipseltime] Marla - Die Rache von Simone Wolfe

 

Schnipsel 1:

„Marla, ich grüße dich. Hier ist etwas heißes Wasser und … oh!” Linnea riss die Augen auf. „Marla – du siehst ganz furchterregend aus! Ähm … du solltest dich wirklich waschen … ich hole dir noch etwas zu essen!” Die Albe verließ beinahe fluchtartig die Hütte und auch Rorek entschuldigte sich kurz darauf, so dass Marla alleine zurückblieb. Sie trat vor den Spiegel und erschrak – blasse Haut, dunkle Augenringe, eingefallene Wangen, dunkelrot verschmierte Blutspritzer im Gesicht: Ihr Anblick war wirklich zum Fürchten!


Schnipsel 2:

„Drachen? Hast du gerade Drachen gesagt?” Ihre Stimme tönte schrill durch die nächtliche Stille und die drei Männer brachten sie erschrocken zum Schweigen. Trotzdem konnte Marla ihre Aufregung kaum bändigen – sollte es sich etwa um ihre Drachen handeln? Hier?


Schnipsel 3:

„Rorek – ich muss es tun!”, flüsterte sie aufgebracht, sobald er die Tür wieder geschlossen hatte.
„Das kann ich nicht zulassen! Es ist zu gefährlich!”, gab er ebenso leise zurück.
Marla stemmte angriffslustig ihre Hände in die Hüften. „Hast du vor, mich hier einzusperren? Oder mich zu fesseln?”
„Nein, natürlich nicht!”, stieß Rorek entrüstet aus.
„Dann kannst du dir ja jetzt überlegen, ob du (…)!” Obwohl Marla noch immer kaum mehr als wisperte, gelang es ihr, ihrer Stimme einen resoluten Unterton zu verleihen. Rorek schnaubte wütend.
„Verdammt noch mal, wie kann eine einzelne Person eigentlich so starrsinnig sein?”, zischte er. Marla hielt seinem Blick grimmig stand, wenngleich der Krieger sie mit seiner imposanten Gestalt bedeutend überragte und sie zu ihm aufschauen musste. Weitere gemurmelte Flüche drangen über Roreks Lippen. „Also gut”, beendete er schließlich ihre geflüsterte Auseinandersetzung. „Warte hier. (…)”

Sonntag, 12. März 2023

[Schnipseltime] Proxima - Solaris von C.J.Knittel

 

 

Die Worte des Admirals trafen ihn wie ein Hammerschlag und Amari kam kaum hinterher, sie einzuordnen: »Der Kalte Krieg zwischen der Ostasiatischen Union und den Westmächten ist eskaliert.« Die Stimme des Mannes klang kraftlos und seine Schultern hingen. »Es wurden bereits Nuklear- und Annihilationswaffen eingesetzt. Die führenden Politiker der Allianz gehen davon aus, dass weitere Eskalationen nur eine Frage der Zeit und nicht abzuwenden sind. Die endgültige Beilegung eines Jahrhunderte alten Konflikts, durch gegenseitige totale Auslöschung, scheint unausweichlich.«


[Buchvorstellung einmal anders] Proxima-Solaris von C.J. Knittel


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Autor C. J. Knittel, um mit ihm über sein Buch „Proxima Solaris“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Hallo Claudia, danke für deine Fragen. Ich freue mich darauf, sie zu beantworten.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenigen Sätzen beschreiben?
In Proxima-Solaris geht es um einen Konflikt zwischen China und dem Westen. Allerdings findet dieser Konflikt im Weltraum statt, denn die Erde wurde durch einen Weltkrieg vollständig verwüstet und entvölkert. Der Weltuntergang stellt für die Überlebenden aber keinen ausreichenden Grund dar, den Krieg zu beenden.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Da ich da selbst noch nie drüber nachgedacht habe, würde ich hier nicht unterscheiden. Schwierig wird es erst, wenn eine Figur ganz verschwinden soll. Sei es durch Tod in der Geschichte, oder wenn sie ganz gestrichen werden soll. Es sei denn, es ist der Zweck einer Figur, zu sterben. Ich hänge natürlich an ausgearbeiteten Figuren.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Es gibt mehrere Stellen, die zu schreiben mir besonders viel Spaß gemacht hat. Wie wäre z. B. diese:
»Taten das andere Länder etwa nicht? Die USA haben der Welt jahrhundertelang ihren Willen aufgezwungen.«
Amari zuckte mit den Schultern und verzog die Mundwinkel. »Wenn Sie das als Fehler sehen, muss das Reich der Mitte ihn doch nicht wiederholen.«
Chun zog die Augenbrauen hoch und grinste. »Und wenn es kein Fehler ist? Sieht man nicht am Beispiel Europas, was geschieht, wenn es keine Führungsnation gibt? Viel Gerede, wenig Einigkeit. Europa war jahrhundertelang der Vasall der USA. Ohne den amerikanischen Bürgerkrieg wären sie es bis zu ihrem Untergang zweihundert Jahre später geblieben. Aber jetzt werden die Karten endgültig neu gemischt. In eintausend Jahren wird jeder ein Bürger des Chinesischen Großreiches sein oder dessen Feind.«
Wie viel echter C.J. steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Naja, ein bisschen was von sich selbst streut wohl jeder Autor in seine Geschichten und seine Figuren ein. Das sind aber eher Nuancen. Nur jemand der den Autor gut kennt weiß welche Stelle autobiographische Aspekte enthält. Ein Beispiel: Wenn in einem meiner Bücher ein Kartenspiel vorkommt oder erwähnt wird, dann ist es mit Sicherheit Poker. Das ist nun mal mein Lieblingskartenspiel. Warum sollten meine Figuren Black Jack spielen, wenn ich keinen Bezug zu diesem Spiel habe?
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Normalerweise fällt es mir leicht einen Titel zu finden. Meistens steht der Titel schon bevor ich zu schreiben anfange. Diesmal habe ich länger überlegt und bin schließlich zu der Einsicht gekommen, dass es Sinn macht das Buch nach dem Raumschiff zu benennen, um dessen Besatzung es geht.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Das Cover ist sehr gut, da würde ich heute nichts mehr ändern wollen.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Tja, schwierig, als Autor hängt man irgendwie an jedem Wort. Kaum möglich da eines auszuwählen. Aber wenn du unbedingt eines hören willst, zitiere ich Lieutenant Margolis: „Es lebe der Transhumanismus!“
Danke für das Gespräch.
Danke für dein Interesse!

Samstag, 11. März 2023

[Buchvorstellung einmal anders] More than shining stars von Mariella Rivas


 

Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Freddy und Valerio aus „More than shining stars“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.


Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Freddy: Sehr gerne, wir freuen uns, hier sein zu dürfen.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Freddy: Äh, hallo. Mein Name ist Freddy … Frederico Marques … und ich bin Fußballspieler beim AC Barcelona.
Valerio: Wie? Das war’s schon? Da gibt es doch noch so viel mehr über dich zu erzählen.
Freddy: Was denn zum Beispiel?
Valerio: Dass du trotz deines Ruhms total bescheiden und bodenständig geblieben bist, dich für andere einsetzt und …
Freddy: Ach komm, tu nicht so, als wäre ich hier der Held. Du bist es doch, der täglich loszieht, um die Welt zu retten … Du hilfst ehrenamtlich im Flüchtlingsheim aus, kümmerst dich um Obdachlose und hilfst deiner alten Nachbarin beim Tragen ihrer schweren Einkaufstüten …
Valerio: Ach, das ist doch alles selbstverständlich.
Freddy: Ist es nicht …
Valerio: Für mich schon.
Freddy: Siehst du, genau das meine ich.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Freddy: Nachdem ich meinen Freund Raul mit einem anderen Mann im Bett erwischt habe, laufe ich überfordert davon und lande in Valerios Armen.
Valerio: Wir waren in der Grundschule die allerbesten Freunde, haben uns seitdem aber nicht mehr gesehen.
Freddy: Ich bin sofort fasziniert von ihm, schaffe es aber nicht, mich auf ihn einzulassen – zu tief sind die Wunden, die mir Raul zugefügt hat.
Valerio: Und auch ich zögere aus Angst, dass unsere Welten zu verschieden sind, um zusammenzupassen. Immerhin verkörpert er – als steinreicher Fußballspieler – alles, was ich verachte …
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Freddy: Ich glaube nicht. Sie leidet bestimmt ganz furchtbar mit uns mit …
Valerio: Ich lass dich mal in dem Glauben. ;-)
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Valerio: Wie wir Kyril, den kleinen Flüchtlingsjungen, gerettet haben und er als Dank Freddy mit einer Bananenschale beworfen hat, weil er damals einen Lieblingsverein aus der Champions League geschossen hat.
Freddy: DAS ist deine Lieblingsstelle? Ernsthaft?
Valerio: Unseren ersten Kuss fand ich auch ganz schön. Und unseren zweiten … Und unseren dritten …
Freddy: Das klingt schon viel besser.
Valerio: Und was war deine Lieblingsstelle?
Freddy (schluckt): Als ich dir mein größtes Geheimnis anvertraut habe. Es war … befreiend, endlich darüber zu sprechen.
(Valerio nimmt Freddys Hand und drückt sie aufmunternd): Das war so mutig von dir, Querido …
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Valerio: Ich denke, in jedem von uns steckt ein bisschen was von ihr.
Adrien (taucht wie aus dem Nichts auf): Außer in mir! Ich bin vollkommen einzigartig!
Freddy: Adrien, was machst du denn hier?
Adrien: Nichts, ich wollte nur mal kurz das Interview crashen … Bin auch schon wieder weg.
Valerio: Okaaaay … Also, wo waren wir stehengeblieben?
Freddy: Keine Ahnung, ich hab den Faden verloren …
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Valerio: Sie ist sehr kreativ, spontan, verträumt und romantisch.
Freddy: Außerdem ist sie eine richtige Leseratte, die man kaum ohne ein Buch in der Hand antrifft.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Freddy: Der Titel ist eng mit der Story verknüpft. Wie verraten wir aber nicht. Das müsst ihr selbst rausfinden. ;-)
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Valerio: Wir lieben das Cover!
Freddy: Es passt optisch perfekt zu den anderen Büchern der „More than“-Reihe.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Valerio: „Ich habe mein Leben lang für eine bessere Welt gekämpft. Doch was ist, wenn ich auf verlorenem Posten kämpfe? Wenn die Welt gar nicht mehr gerettet werden kann? Was mach ich dann mit meiner verbliebenen Zeit?“
„Den Augenblick genießen?“
Freddy: „Aber wieso hast du dich dann nie gemeldet?“ Seine Frage brachte mich ein wenig aus dem Konzept. „Ich … ähm … weiß es nicht. Ich habe wohl gedacht, dass unsere Welten zu verschieden wären, um noch zusammenzupassen.“
„Da drin vielleicht.“ Er tippte auf meine Schläfe. „Aber hier drin nicht.“ Seine Hand wanderte zu meinem Herzen – und blieb darauf liegen.
Danke für das Gespräch