Freitag, 10. Mai 2024

[Buchvorstellung einmal anders] Promise of Redemption von Marie Kärsting


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Alice und Blake aus „Promise of Redemption“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Alice: Klar, sehr gerne.
Blake: Mhm.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Alice: Hey, mein Name ist Alicia Gebara. Aber alle nennen mich Alice oder-
Blake: Nervensäge? Prinzesschen? Verwöhn-
Alice: Und das ist Blake. Mein Ex-Freund. Deshalb ist er auch so mies drauf. Er weiß genau, was er verpasst.
*beide starren sich an*
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Alice: Willst du vielleicht anfangen, wenn du schon immer wieder dazwischensprichst?
Blake: Wenn es sein muss … In dem Buch geht es um den Motorradclub „Los Verdugos“. Wir stammen aus Truckee, das liegt in Nevada-
Alice: Wow, du bist unfassbar langweilig. Also: Es ist eine feurige Bikerromance, in der es nicht nur um den heißen Biker, sondern vor allem um die Frauen in der Branche geht und-
Blake: Hast du mich gerade heiß genannt?
Alice: Ich meinte jemand anderen.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Blake: Ich glaube, dass wir sie eher in schwierige Situationen bringen.
Alice: Auch, wenn es mir widerstrebt … Aber die Knalltüte hat recht.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Alice: Es gibt den Moment, in dem ich meine Kutte erhalte. In dem ich offiziell Teil des Clubs werde. Das war schon ein krasses Gefühl.
Blake: Ich mochte jede Stelle, in der Alice nicht vorkam.
Alice: Lügner…
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Alice: Ich hab sie echt gern, aber sie ist ein ziemliches Weichei.
Blake: Vermutlich ist sie ebenso aufmüpfig, besserwisserisch und stur wie gewisse andere Personen hier.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Alice: Sie hat eine merkwürdige Ader, uns Dinge in die Luft jagen zu lassen.
Blake: Echt mal! Das sollte unbedingt mal jemand im Auge behalten.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Alice: Das Buch sollte erst „A is for Anarchy“ heißen. Natürlich steht das A für meinen Namen.
Blake: Gut, dass der Verlag diesen Titel abgelehnt hat. Der jetzige ist auch passender. Obwohl … Wo ist denn die versprochene Erlösung?
Alice: Halt die Klappe, Holloway!
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Blake: Das Motorrad ist zu klein. Und wer sollen die zwei Turteltäubchen denn sein?
Alice: Ich glaube, das sollen wir sein.
*beide lachen laut*
Alice: Aber unser Clublogo auf dem Cover wäre auch verschärft gewesen.
Blake: Es ist ja im Buch.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Blake: „Nein, können wir nicht. Denn du spielst gern, kannst aber nicht verlieren. Du bist einmal gegangen und kannst immer wieder gehen. Du willst nicht bleiben. Nicht in Truckee und nicht bei mir.“
Alice: Autsch … War das wirklich nötig?
Danke für das Gespräch
Alice: Klar, immer wieder gern.
Blake: Bai, noski!

Donnerstag, 9. Mai 2024

[Buchvorstellung einmal anders] Aurelia - Tochter eines Lanista von Magdalena Steinkogler


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Aurelia, Azok und der Arena aus „Aurelia – Tochter eines Lanista“ und deren Autorin Magdalena Steinkogler.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Aurelia: Sehr gerne. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, uns zu besuchen.
Azok: *brummt zustimmend*
Arena: Wofür auch immer das gut sein soll …
Ich hatte ein langes Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Aurelia: Ich bin Aurelia, Tochter eines Mannes, den ihr vermutlich nicht kennenlernen wollt. Ich liebe das Schöne und versuche meinen Weg, in dieser erbitterten Welt, zu gehen.
Azok: Gallier. Sklave. Gladiator.
Arena: Der Ort, an dem so viele von euch ihr Blut lassen. Ein heiliger Ort, voller Schmerz und Leid.
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Arena: Episch – also, wenn es um die Szenen geht, in der die Gladiatoren in der Arena um ihr Leben kämpfen müssen. Das sind mir die liebsten.
Aurelia: Es geht um den Wunsch nach Selbstbestimmung und Freiheit im antiken Rom. Um die Liebe und die Widrigkeiten, die das Leben für uns bereit hält.
Azok: Den Kampf um sich und sein eigenes Glück.
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Ja, leider scheint das so. Würde ich ihnen nur Gutes widerfahren lassen, dann wäre die Geschichte doch recht uninteressant. Ich denke, auch im echten Leben, gibt es Stolpersteine und Hindernisse, die einen von seinem Glück fernhalten. In dem antiken Setting und der damaligen Zeit kam noch einiges an Brutalität hinzu, was meine Protas unweigerlich in unangenehme Situationen bringt.
Habt ihr Lieblingsstellen im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Aurelia: Als ich Azok das erste Mal in Vaters Ludus gesehen habe. Ich wusste sofort, dass er der Richtige für mich war. Auch wenn alles dagegen gesprochen hat.
Azok: Der Moment, in dem wir all das hinter uns gelassen haben.
Arena: Jeden Augenblick, in dem Blut auf meinem heiligen Boden vergossen wurde.
Wie viel echte Magdalena steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Das ist eine gute Frage … ich denke einiges. Der Wunsch danach sein Leben selbst zu bestimmen ist sicher in vielen von uns verankert. Aber es gibt sicher auch einige andere Charaktereigenschaften, die ich bei mir selbst wiederfinde.
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Aurelia: Wenn ich ehrlich sein darf, ein bisschen weniger Drama und Schmerz hätten mir bestimmt gut getan, es war ein wirklich harter Weg bis ans Ziel.
Azok: Ich glaube, sie hat zu viele Gladiatorenfilme gesehen *schüttelt den Kopf*
Arena: herrlich brutal. Sie schafft es wirklich atemberaubende Kampfszenen zu schreiben, was vermutlich nur mir gefällt, aber das ist mir egal.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr vielleicht sogar Mitspracherecht?
M: Dass der Titel ein Frauenname wird, stand von Beginn an fest. Das möchte ich auch weiter so durchziehen. Ich beschreibe ja den Weg einer Frau zu ihrem Glück, deshalb passt das ganz gut. Der Untertitel ergab sich dann aus dem Setting.
Aurelia: Mein Name hat sich tatsächlich verändert, denn ich hieß in den ersten Entwürfen gar nicht Aurelia.
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Aurelia: Absolut! Es ist traumhaft und ich könnte mir kein besseres vorstellen.
Azok: *nickt zustimmend*
Arena: Mir wäre es natürlich lieber gewesen, wenn wir die Frau weggelassen hätten und dafür nur das Kolosseum abgebildet wäre. Aber mich fragt ja keiner.
M: Ich bin zwar prinzipiell kein Freund von Personen am Cover, aber das Endergebnis hat mich umgehauen und ich könnte nicht zufriedener sein.
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Aurelia: »Du hast keine Ahnung, was ich zu tun im Stande bin!«
Azok: »Ich werde kämpfen. Ich werde siegen und ich werde zu dir zurückkommen.«
Arena: "Er hörte nur noch das Rauschen seines Blutes in den Adern, das Schlagen seines Herzens und das Knirschen des Sandes unter den Füßen seines Gegners. Mit jedem Schritt, den er näher auf ihn zu machte schwand seine Hoffnung diese Arena lebendig zu verlassen. " Das ist ganz nach meinem Geschmack.
M: Omnia vincit amor – Die Liebe besiegt alles
Vielen Dank für das Gespräch

[Autoreninterview] Magdalena Steinkogler


Autoreninterview
Magdalena Steinkogler

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Magdalena, 34 Jahre und wohne mit meinem Mann, meinen zwei Kindern und meinem Hund am Stadtrand von Wien. Ich schreibe historische Liebesromane, die voller Drama, Intrigen und Hoffnungen, sowie einer großen Portion Liebe sind, unter meinem Klarnamen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe tatsächlich als Teenager begonnen immer wieder Geschichten zu schreiben und so meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen. Mein erstes ernstzunehmendes Manuskript habe ich nach der Geburt meiner Kinder geschrieben. Ein Zitat von Albert Einstein hatte mich schlussendlich dazu gebracht meinen Traum zu verwirklichen – There comes a point in your life, when you need to stop reading other people's books and write your own.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
2022 ist mein Debüt Roman erschienen. "Isabell – von heute an und für immer", ist ein historischer Liebesroman, der im Schottland des 13 Jhdt. angesiedelt ist. Dieses Buch wird nächstes Jahr im Lycrow Verlag neu aufgelegt und bekommt bei der Gelegenheit gleich einen zweiten Teil. Eine Highlander Dilogie, bei der wir eine Protagonistin auf ihrem steinigen Weg zu ihrem Glück begleiten.
Letztes Jahr erschien "Aurelia – Tochter eines Lanista" hier geht es um eine junge Frau, die sich im antiken Rom, gegen den Willen ihres übermächtigen Vaters auflehnt, und nicht gewillt ist, sich den Regeln der Republik zu beugen. Sie kämpft für die Liebe, die Sklaven und ihr eigenes Glück.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Momentan arbeite ich an einer Young Adult / Urban Fantasy Reihe, in der es um Hexen und Werwölfe geht. Also mal ein ganz anderes Genre und auch nicht mit dem Fokus auf Romance. Und zeitgleich an einer historischen Romance, die im goldenen Zeitalter der Piraterie angesiedelt ist.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich liebe es Ausflüge in Museen zu machen, Burgruinen zu entdecken oder ganz gemütlich im Garten zu arbeiten und zur Ruhe zu kommen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich bin ein riesiger Tolkien Fan und liebe die Geschichten und Welten, die er erschaffen hat. Seit ich selbst schreibe, komme ich leider viel weniger zum Lesen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Zumeist schreibe ich ganz klassisch am Schreibtisch, mit einer Tasse Cappuccino, oder einem Tee, meiner Musik (ohne die beim Schreiben gar nichts geht). Wenn mich die Muse küsst, dann tippe ich kurze Szenen oder Dialoge auch mal ins Handy oder schreibe kleine Notizzettel, die ich irgendwann zusammenfüge.
Fun Fact: Meinen ersten Roman habe ich tatsächlich ganz old school auf einem Block mit einem Füller geschrieben.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
An einem idealen freien (Schreib)Tag? Kinder in die Schule bringen, mit dem Hund raus und sobald es geht, ab zum Schreibtisch. Dort wird geschrieben, bis ich die Kinder wieder von der Schule holen muss. Danach ganz normaler Alltag, bis die Kinder im Bett sind, dann manchmal noch eine Schreibsession, je nachdem, wie es mein Mann erlaubt.
An allen anderen Tagen schreibe ich, nach der Arbeit, oder dem normalen Haushalts- und Familienwahnsinn, abends ein zwei Stunden vor dem Schlafengehen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich mag eigentlich viele Genre. Ich lese sehr gerne Fantasy, Romantasy bin aber auch ein riesiger Fan von Dystopien. Bei historischen Liebesromanen ist es mir meist zu wenig dramatisch (und blutig).
Beim Schreiben geht nichts über eine historical romance, mit viel Drama, Schmerz und Intrigen. Aber ich will irgendwann auch in anderen Genre schreiben und meine Komfortzone verlassen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
"The happiness of your life depends on the quality of your thoughts." (Marcus Aurelius)
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich glaube tatsächlich Schottland, obwohl ich dort noch nie war. Es hat etwas Mystisches und Geheimnisvolles an sich, das mich seit langem schon fasziniert.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Wenn sie begründet und konstruktiv ist, dann kann ich gut damit umgehen, schließlich will ich mich stetig weiterentwickeln und verbessern.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Als ich begonnen habe ernsthaft zu Schreiben, war es mir gar nicht wichtig, überhaupt zu veröffentlichen. Ich hab das nur für mich allein gemacht, doch dann hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich wollte es unbedingt in einen Verlag schaffen. Ich habe ehrlich gesagt zu viel Respekt vor Selfpublishing. Beim Verlag hab ich ein Netz, das mich auffängt. Sie übernehmen Marketing, etc. und es fallen dabei keinerlei Kosten für mich an.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Auch wenn ihr normalerweise keine historischen Liebesromane lest, weil ihr vielleicht glaubt, das sind alles nur vorhersehbare "Schinken", dann lasst euch darauf ein, versucht es, denn ich verspreche euch, ihr werdet nicht enttäuscht werden. Bei "Aurelia – Tochter eines Lanista" findet ihr so viel mehr als eine öde Romanze. Es gibt Action, Blut, Schmerz, Leid und ein grandioses Setting im alten Rom.

Mittwoch, 8. Mai 2024

[Buchvorstellung einmal anders] Föhr immer - Dean & Arved von Lili B. Wilms


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Lili B. Wilms, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Föhr immer – Dean & Arved“ von Lili B. Wilms. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊 Doch da klettern noch zwei Protagonisten aus dem Buch und setzt sich zu uns.

Wer seid ihr denn? Wollt ihr euch den Besuchern des Blogs vorstellen?
Dean: Ich bin Dean. Hauptdarsteller in dem Buch, das du in der Hand hältst. Ich male und lebe auf Föhr.
Arved: Und ich bin Arved. Ich bin auch dabei. Mir gehört ein Bauernhof auf Föhr.
Herzlich Willkommen, Dean & Arved. Wollen wir das Interview nun zu viert machen?
Arved nickt.
Dean: Klar gerne.
Das Buch: Endlich passiert mal was.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Dean: Passt schon.
Das Buch: Ich habe Zeit! Ich bin fertig gestellt und warte darauf, dass sich jemand mit mir beschäftigt.
Dean und Arved haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Das Buch: in wenigen Worten zusammengefasst: Arved hat die Hoffnung auf einen Partner bereits aufgegeben, als Dean Au-pair seiner Nachbarn wird. Obwohl sie sich näherkommen, ist Arved überzeugt, dass der Künstler Föhr, wie andere Menschen zuvor, die ihm wichtig waren, wieder verlassen wird. Während Dean seine Muse wieder findet und zwischen Au-pair-Arbeit und extravaganten Hotelgästen erfährt, was ihm im Leben wichtig ist, lernt Arved zu vertrauen und dass schlechte Erfahrungen nicht sein Schicksal vorbestimmen.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Seht ihr es als Protagonisten genau so?
Dean: Also ich war so mit mir selbst beschäftigt, ich kann dazu kaum was sagen.
Arved: Also, wie viele Leute sich in letzter Zeit bei mir rumtreiben ist wirklich unfassbar. Ich bin froh, dass sie wieder aus meinem Kopf raus ist.
Buch: Dann erzähle ich mal. Neu war für die Autorin sicher, einen Schwerpunkt auch auf die Landschaftsbeschreibung zu legen. Sie liebt es ja, die innere Entwicklung der Charaktere darzustellen. Das Erwachen aus einem emotionalem Dornröschenschlaf und die Protagonisten durch ihre Höhen und Tiefen zu begleiten. Hier hat sie sich aber auf Föhr zurückversetzt gefühlt und sehr genossen, das auszuleben.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Arved: Deans Gesicht, als wir uns am Strand getroffen haben.
Dean: Ha, ha. Dich möchte ich sehen, wenn ich einfach so nackt aus dem Meer steige.
Buch: als sie sich ausgesprochen haben, als Dean aus Hamburg zurückgekommen ist.
Dean: Meine Lieblingsstelle ist ehrlich gesagt, mein Gespräch mit Ava. Ich vermisse sie sehr. Aber es hat mir gezeigt, dass wir uns immer nahe sein werden, egal wo wir uns auf der Welt befinden.
Wisst ihr wie viel Lili tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Buch: Es ist eine Mischung aus persönlichen Geschichten und fiktiven Entwicklungen. Ohne persönliche Erfahrungen und Inspirationen geht es ja nie. Aber das Schöne ist, Figuren völlig frei von der Realität zu schaffen.
Habt ihr dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmt ihr dem Buch zu?
Arved: In der Geschichte stecken tatsächlich viele kleine persönliche Geschichten. Insbesondere in den Nebenhandlungen: die Kinder, Au-pair, die Hotelgeschichten, Leben an einem abgeschiedenen Ort.
Dean: die persönliche Entwicklung war dann aber ganz speziell auf Arved und mich gemünzt.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: Wir haben einen sehr klassischen Aufbau: Es gibt die Helden Arved und Dean.
Dean: Wir sind Helden. (lacht)
Buch: Dann die Nebencharaktere, die, die Charaktere auf dem Weg ihrer Entwicklung unterstützen. Die Klaasens (Arveds Nachbarn und Deans Au-pair-Familie), Anton (Arveds Lehrling), Lennert (Arveds Bruder), Ava (Deans beste Freundin), Isabella (die Museumsdirektorin).
Arved: Es war aber nicht immer alles eitel Sonnenschein.
Buch: Lässt mich hier jemand mal ausreden? Dann haben wir die Antagonisten: Der Klassiker ist Rainer (Arveds Ex), Fritjof (ein zwielichtiger Charakter), Matthis (dessen Rolle etwas gespalten ist. Er ist nicht per se böse.). Auch Arveds Mutter dient der Entwicklung. Jedoch ist das Verhältnis zu Arved schwierig. Aber sind wir mal ehrlich: Das wichtigste Wesen im Buch ist Cindy. Ohne diese Ziege geht nichts.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Das Buch: ich hatte einen Namen, bevor die Geschichte ganz stand. Witzig, dass das Erste, was es von mir gab, ein Name und eine Idee war. Er hat sich dann nie wieder geändert.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Arved: 100% zufrieden. Dean in seiner Jeansjacke ist einfach immer perfekt.
Buch: Ich finde, ich sehe extrem schick aus.
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
»Es ist ein Date!« Er zuckte bei seinen eigenen Worten zusammen. »Ich meine, eine Verabredung. Wir müssen einen Termin vereinbaren, wenn wir uns treffen wollen.« Sein Blick huschte unruhig umher.
Und mein Herz pochte unkontrolliert in meiner Brust. So wie ich vor meinem ersten Schwarm gestanden und die Aufregung mir die Stimme abgeschnürt hatte, verhinderte mein wilder Puls klare Worte. Was gäbe ich für ein echtes Date? Ein „ehrlich gemeintes. Das als Ziel mehr als nur eine schnelle Nummer in einem Hotel hatte. Ein Date mit Dean. Mir war nicht klar, dass ich ein Tagträumer war.
»Es ist ein Date«, stimmte ich zu.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz dem Buch und den beiden Charakteren »Danke, für eure Geduld und Antworten« zuzuflüstern.

Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Dienstag, 7. Mai 2024

[Buchvorstellung einmal anders] Aufstand der Gefühle - Erleben von Marie Loth


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Marie Loth, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Aufstand der Gefühle – Erleben“ von Marie Loth. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Es ist selten, dass uns die Menschen hören. Du scheinst eine der Wenigen zu sein, die dazu fähig sind umso erfreulicher ist es, dass du dem Flüstern meiner Stimme gefolgt bist.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Wie viele vielleicht schon erfahren haben, bin ich ein Fantasybuch der anderen Art. Ich passe in kein bekanntes Muster und dann wieder doch. Meine Schwestern und Brüder prahlen damit, was für Monster in ihnen stecken und mit welcher Magie die Protagonisten diese bezwingen.
Meine Monster sind dieselben, die in jedem sitzen, so grausam und unnachgiebig wie die Menschheit selbst. Genauso wie meine Helden. Der Name des Buches „Aufstand der Gefühle“ ist Programm und die Gefühle spielen, dargestellt durch Avatare die Hauptrolle der Geschichte.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ist es ihr schwergefallen? Nun ja, ich weiß, dass sich die Protagonisten oft in eine andere Richtung entwickelt haben als gewünscht. Marie hat deswegen vieles überarbeitet und neugeschrieben, nur um die Pläne am Ende über den Haufen zu werfen und mir die Macht der Handlungsfreiheit zu überlassen. Die Letzten Seiten, mein Ende war bei weitem anders geplant, aber ich bin wie ich bin und habe meinen eigenen Willen. Dem musste auch Maie sich beugen.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ich habe viele Lieblingsstellen. Am besten gefallen mir die, in denen sich Jasmin gegen Kain oder jemand anderen behaupten muss und so mehr zu sich selbst findet.
Auch die Szenen mit Benjamin sind amüsant. Sein schlechter trockener Humor macht ihn einzigartig.
Weißt du wie viel Marie tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Sie würde es vermutlich nie zugeben, aber es steckt sehr viel von ihr in den Charakteren, sowie in den drei Büchern. Mein Vorgänger zeigt die ersten Schritte, den Versucht etwas zu schaffen, das Bestand hat. Mit mir festigen sich ihre Schritte, der Gang schneller, was sich in Band drei fortsetzt.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Wie würde ich sie beschreiben? Hmmm, das ist eine gute Frage. Sie ist meine Schafferin, meine Mutter, wie ihr Menschen es nennen würdet. Über Jahre hinweg war sie damit beschäftigt meine Seiten zu füllen, Bilder durch Wort zum Leben zu erwecken. Das hat sie alles neben der Arbeit und ihrer Familie geschafft. Sie weiß was, sie will und was sie sich in den Kopf gesetzt hat, zieht sie durch. Manchmal fällt sie auf die Nase, aber sie steht immer wieder auf und macht weiter. Ich bin ein Beweis ihrer Beharrlichkeit.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Die Idee zu dem Titel stammt von ihrem Mann. Er unterstützt Marie in ihrem Traum Bücher zu schreiben und plant die ein oder andere Szene mit. Nebenbei bemerkt, ohne ihn hätte sie nie zu schreiben angefangen.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Das Cover ist der Hammer und spiegelt genau wie der Titel das wider, was in der Geschichte vorgeht. Jasmin findet zu sich selbst, das repräsentiert die leuchtende Jägerin auf dem Bild deutlich. Auch der Schauplatz im Hintergrund, die Wüstenlandschafft gibt Einblick in das Setting, in dem ich spiele.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren. 
„Angst ist nicht die Abwesenheit von Mut“
Der Satz sagt alles. Nur weil im Moment vielleicht ein Gefühl überwiegt, heißt es nicht, dass die anderen nicht mehr in mir stecken. Es ist wichtig zu erkennen, was mich bewegt, was mich hemmt oder vorantreibt, solange ich dabei ich selbst bin.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.

Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Montag, 6. Mai 2024

[Reiheninterview] Bakkai City Chronicles von Fanny Remus

 


Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Melody und One, um mit ihnen über ihre Reihe „Ingenio“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über die Reihe zu reden.
Melody: Sehr gern.
One: brummt unbestimmt
Könnt ihr uns die Reihe „Ingenio“ mit wenigen Worten vorstellen?
Melody: Ich würde sagen, es geht um Freundschaft und darum,
One: Klassische Heldenreise im Cyberpunk-Gewand, vielleicht ein bisschen unoriginell. Aber ich musste immerhin keine Handstände machen.
Ihr Charaktere wachst mit euren Aufgaben, entwickelt euch weiter, besteht so manche Situation. Was glaubt ihr? Fällt es der Autorin leichter euch durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
One: Wenn ich mir das so anschaue, hat sie einen riesigen Spaß daran, uns leiden zu lassen.
Melody: Sei nicht so. Es gibt auch viele schöne Moment. Denk an den Sternenhimmel.
Ein kleines Lächeln zeigt sich in Ones Gesicht. Melody nickt zufrieden.
Habt ihr Lieblingsstellen in der Reihe, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Melody: Das geht aus Spoilergründen nicht. *lehnt sich vor und flüstert: Aber sie haben eigentlich alle mit den Menschen zu tun, die ich auf meiner Reise kennenlerne.
One: Das Ende. Alles andere ist eher anstrengend.
Wisst ihr wie viel echte Fanny in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter steckt?
Melody: Ich – und auch One – haben die Ehre ihre eigenen Worte in die Welt tragen zu dürfen. Sie hat uns verraten, dass in Ingenio so viel von ihr selbst steckt, wie in keinem anderen Manuskript bisher.
One: Was beweist, dass sie einen Hang für große Reden hat. Freut euch auf Band 2, da tobt sie sich richtig aus.
Melody grinst, sagt aber nichts.
Wie würdet ihr als Protagonisten die Autorin beschreiben?
Melody: Mhh, sie muss ein großes Herz haben.
One: Ja, für kalte Arschlöcher. Guck dir nur meinen Vater an.
Melody: Eine Geschichte braucht nun mal einen Antagonisten. Aber am Ende geht es um die Menschenrechte und die Gleichheit aller. Ich bin ihr dankbar, weil sie mir Freunde gegeben hat. Sie ist echt nett.
One: Nett und weird. Ich meine, denk an die Mode in Bakkai. Überall diese grellen Farben…
Melody: Hat ja niemand behauptet, dass sie Geschmack hätte …
Wisst ihr, wann die Idee stand eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Melody: Da wir Fannys erstes Manuskript waren, wissen wir das ganz genau. Es war 2021.
One: In der Nacht zum 14. März hatte sie diesen Traum. Und am 15. März hat sie die ersten Worte geschrieben.
Melody: So genau weißt du das noch?
One: Sie redet doch von nix anderem.
Melody: Na ja, wie auch immer. Erst bei unserer Überarbeitung wurde dann klar, dass es eine Dilogie wird. Flüstert wieder: Sie ist ein bisschen ungeduldig, wisst ihr, und musste viele Szenen noch genauer erzählen, damit die Lesenden alles verstehen.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
One: Das Buch sollte "Cerebrum" heißen, aber im englischsprachigen Raum, gab es diesen Titel schon. Dann wurde es zu "Ingenio".
Melody: Dafür musste sogar ein Detail unserer Geschichte umgeändert werden.
One: Und der Verlag hat dann ganz öffentlichkeitswirksam den Reihennamen "Die Bakkai City Chronicals" dazu gepackt.
Melody: Du sagst das, als wäre das was Schlechtes.
One: Mhh, Marketing.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Melody: Vinachia Burke, die Verlegerin von WunderZeilen Verlag. Und ich muss sagen, sie hat uns perfekt getroffen.
One: Ich weiß, nicht, dieses blau… und sehe ich wirklich so mürrisch aus?
Seid ihr mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Melody: Wie gesagt, es spiegelt perfekt die Atmosphäre wider.
One zuckt mit den Schultern: Ich finde ja, es kommt auf die inneren Werte an, nicht aufs Image.
Zum Abschluss würden mich noch eure Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Melody kichert: Ich musste sehr lachen, als ich das gehört habe:
»Sperr deine verspamte Luke, Butcher. […] Wenn du weiter so einen Spam verbreitest, halten dich bald alle für ein Bugbrain. Lass mal deinen BioLink checken, du hast ja ‘nen Short.«
Aber wer das sagt und warum, müsst ihr selbst lesen.
One: Mhh, an einer Stelle sage ich: »Du bist wie ich.« Klingt banal, war aber ein Schlüsselmoment für mich in Band 1. Wie das Ankommen nach einer langen Reise, auch wenn das in dem Moment niemand außer mir wusste.
Melody wischt sich heimlich eine Träne aus dem Augenwinkel.
Danke für das Gespräch.

Sonntag, 5. Mai 2024

[Schnipseltime] Lubbock Firefighters - Station Twenty - Band 1 von Laura Lee Johnes

 

Weit war ich nicht gekommen, als durch den Lärm der Stadt leise Hilfeschreie an mein Ohr drangen. Suchend blickte ich mich um, versuchte auszumachen, woher die Schreie kamen. Ein leichter Brandgeruch stieg mir in die Nase, dem ich instinktiv folgte. Über einem Häuserblock nahm ich dicke Rauchschwaden wahr. Kaum dass ich um die nächste Ecke bog, in eine dort befindliche Einfahrt schaute, sah ich aus einem Hinterhoffenster im zweiten Stock große Flammen schlagen.

„Verdammt“, kam es über meine Lippen, als mir eine nach Hilfe schreiende, völlig zerzauste Frau entgegengestürzt kam. Ihre Kleidung war ebenso wie ihr Gesicht völlig von Ruß überzogen, aber immerhin schien sie glimpflich davon gekommen zu sein.

„Ich brauche Hilfe“, schrie sie erneut, sich in meine Arme werfend. „Mein Bruder, er ist noch da drin. Er ist eingeklemmt und kommt nicht raus. Sie müssen ihm helfen“, brüllte sie, sich immer wieder umschauend.

Natürlich überlegte ich nicht lange und packte sie an den Schultern, zwang sie, mich anzusehen. „Sagen Sie mir, wo genau er ist.“ Tränen hatten helle Spuren auf ihrem Gesicht gezogen.

Völlig aufgelöst brachte sie nur Wortfetzen hervor. „Erster Stock, rechte Wohnung. Das erste Zimmer rechts. Da, wo die Flammen herkommen. Er ist eingeklemmt und kommt nicht raus“, wimmerte sie.

„Holen Sie Hilfe und rufen Sie die 911 an. Ich kümmere mich um ihren Bruder“, sagte ich eindringlich und rannte auf das brennende Haus zu. Im Laufen zog ich mein Shirt aus, band es notdürftig über Mund und Nase. Nicht optimal, aber besser als nichts.

Dunkle Rauchschwaden schlugen mir entgegen, kaum dass ich durch den Eingang trat. Es war purer Leichtsinn, ohne passende Ausrüstung den Flammen entgegenzulaufen, verdrängte das jedoch. So gut es möglich war hielt ich schützend die Hand vor meine Augen, versuchte möglichst flach zu atmen. Dass im Hintergrund die Sirenen der Firetrucks zu hören waren, gab mir ein gutes Gefühl, doch bis die Kollegen eingreifen konnten, wäre es vielleicht zu spät für den Bruder der Frau.