Samstag, 26. Februar 2022

[Reiheninterview] der dämon und die lethargie von Jeanette Y. Hornschuh

 


Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Eve, um mit ihr über die Reihe „der dämon und die lethargie“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über die Reihe zu reden.
Hng… Ich rede nicht so gern mit Menschen…
Kannst du uns die Reihe, bestehend aus den Teilen „der dämon und die lethargie 1“ und „der dämon und die lethargie 2“ mit wenigen Worten vorstellen?
Ein lethargischer Jäger, dem der Mund zugewachsen scheint, schafft es aus mir bis heute unerfindlichen Gründen, eine wunderschöne, hinreißende, überaus intelligente und in jederlei Hinsicht überlege „Dämonin“ mit seinem Bann zu fesseln. Eigentlich wollte er sie mit dem Bann auslöschen, dafür war er jedoch zu schwach. Danach schleppt er sie in der öden Gegend herum, um nach einer Lösung für sein Versagen zu finden. Dabei liegt es ja ganz auf der Hand, wie das Problem zu lösen ist… Jäger sind im Vergleich zu uns „Dämonen“ offensichtlich weniger pragmatisch veranlagt…
Ihr Charaktere wachst mit euren Aufgaben, entwickelt euch weiter, besteht so manche Situation. Was glaubst du? Fällt es der Autorin leichter euch durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ganz klar - es fällt dieser sadistischen Autorin natürlich am leichtesten, uns durch schwierige Situation zu führen! Warum sonst kettet sie mich an diesen emotionslosen Klotz und führt uns hilfesuchend von Ort zu Ort, an denen nur noch mehr emotionslose Spinner lauern?!
Hast du Lieblingsstellen in der Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Meine Lieblingsstellen sind jene, an denen der Jäger dem Tode nahe ist - das kommt nicht so selten vor…
Daneben ist es auch schön, mal eine Pause von der Reise zu machen… Im… Haus des Jägers… Dort duftet es sehr nach Kräutern, denn seine Schwester hat eine unfassbare Menge davon zum Trocknen im Haus aufgehangen. Der Geruch… er ist nicht so unangenehm… wenn man sich daran gewöhnt hat… Ich mag es, auf der kleinen Bank im wilden Garten des Hauses zu verweilen und auf das Dorf herabzublicken, das der Jäger eigentlich vor Meinesgleichen beschützen soll. Der Gedanke, dass die kleinen Menschlein dort unten nichtsahnend ihren Beschäftigungen nachgehen, während sie vom Haus des Jägers aus von ihrem größten Feind beobachtet werden, gefällt mir…
Weißt du wie viel echte Jeanette in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter steckt?
Sie ist nur irgendein Menschlein - welchen Einfluss kann sie schon auf die Geschichte einer unsterblichen „Dämonin“ haben?!
Wie würdest du als Protagonistin die Autorin beschreiben?
Sie scheint mich geradezu zu hassen, hat offensichtlich eine Affinität zu süßen Nahrungsmitteln und ist sterblich - muss man mehr wissen?
Weißt du, wann die Idee stand eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder habt ihr Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Zumindest ich lebe für mich allein! Es gibt niemanden, der darüber bestimmt, was ich wann tue! Ich habe schon immer ein Eigenleben gehabt!
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
„der dämon und die lethargie“ - der Titel stand nicht von Anfang an fest. Haha, und mit dem Titel will sie die kümmerlichen menschlichen Leser nur in die Irre führen! Wer hat hier tatsächlich die Rolle des „Dämons“ inne? Und wer übernimmt den lethargischen Part? Die Grenzen sind nicht so klar, wie es scheint…
Wer ist denn der Coverdesigner?
Die Autorin hat meine Iris gezeichnet und dies als Cover gestaltet… Wenigstens wird so klar, wer den wesentlichen Teil der Geschichte bestimmt!
Bist du mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Auf jedem Cover sollte ich zu sehen sein!
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
„Wir Jäger sind ja leider mit einem so überaus schwachen Gespür gestraft, dass uns die Anwesenheit eines weiteren Unsterblichen nicht einmal aus den Schönheitsschlaf gerissen hätte, wenn er uns höchstpersönlich in der Nase gebohrt hätte!‘‘ - so viel Wahrheit liegt in diesem Zitat…
Danke für das Gespräch.

[Autoreninterview] Jeanette Y. Hornschuh

Autoreninterview
Jeanette Y. Hornschuh

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hey, ihr Lieben! Ich bin Jeanette, Künstlerin und Autorin der Reihe „der dämon und die lethargie“ - eine Fantasy-Reihe von Dämonen, Jägern und einer aufreibenden Reise, gespickt mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus - wenn das nichts ist! 😉
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Irgendwann hat sich meine Geschichte beim Malen von selbst zusammengesponnen. Sie ist mit der Zeit immer weitergewachsen - seltsam, wie das manchmal so läuft! Anfangs wollte ich die Geschichte gern zeichnen, aber da ich viel zu detailverliebt bin, hat allein die Finalisierung der ersten Szene mehrere Monate in Anspruch genommen… (wie schaffen das Comic-Zeichner nur?!) So kam ich auf die Idee, sie in ein Romanformat zu gießen - mit dem ersten Satz bin ich dann der Sucht verfallen.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Band 1 meiner Reihe „der dämon und die lethargie“ - Verschlingen ist bereits erschienen und überall im Handel als Print oder eBook erhältlich! Band 2 „Zersetzen“ erscheint im März 2022.
Die Geschichte erzählt, wie die Dämonin Eve dem Jäger Levian begegnet. Als dieser versucht, Eve unter Einsatz seines Banns zu „erlösen“, was nicht weniger bedeutet als ihr das Leben zu nehmen, schlägt dies vollkommen unerwartet fehl: Eve löst sich nicht auf und mehr noch - stattdessen bleibt der Bann nun an ihr verhaftet. Levian macht sich mit dem dämonischen Anhängsel im Schlepptau auf den Weg, um eine Lösung für das Problem zu finden. Dabei lauert die Dämonin auf die erstbeste Chance, sich des Problems selbst zu „entledigen“.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich arbeite immer gerade an einem neuen Werk - so viel sei verraten: die Reihe wird so schnell nicht enden!
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Freizeit ist rar - ich nutze sie zum Schreiben, Malen und Basteln. Zeit zum Chillen gibt es bei mir nicht 😊.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Klar: Hanako oder to your Eternity - das sind meisterhafte Werke aus dem Manga-Bereich! Mein Lieblingsroman ist Ronja Räubertochter.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich habe einen ollen grauen Ikea-Sessel zu stehen, um den sich mein Arbeitsplatz herumarrangiert. Da stehen viele Kisten rundherum, in denen Zeichenmappen, Aquarellkästen, Schöpfrahmen und alte Manuskripte schlummern. Es ist wie eine Burg und ich bin der Drache!
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
An einem ganz normalen Tag gehe ich meiner hauptberuflichen Beschäftigung nach (ich bin hauptberuflich als Senior for Transfer Pricing tätig - steuerlich fundierte, betriebswirtschaftliche Unternehmensberatung), verbringe dann Zeit mit meiner Familie, kümmere mich abends um das Buch-Marketing, zeichne dann noch 20 Minuten, dann falle ich ins Bett und schlafe 5 Stunden, bevor der Wecker wieder klingelt…
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Als Leser mag ich Coming of Age - Werke und Fantasy - als Autorin nur Fantasy 😉
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Zitat fürs Leben lautet „Alles ist Kunst und jeder ist ein Künstler!“
Ich zitiere gern folgenden Satz aus meinem Buch: „Ein Menschenschuh brachte mir den Tod - was für eine bescheuerte Art zu sterben…“ - ich bin kein Schuhfan ;-D
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Meine Lieblingsländer sind UK (Musik) und Japan (Kultur und Manga-Szene) 😉.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Überhaupt nicht! ;-D Oh nein, ich verkrafte Kritik nur sehr schlecht und kaue wirklich sehr lange daran - und das immer und immer wieder…
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Am besten gefallen mir beim Selfpublishing die Freiheiten, die man genießt: kein Verlag sagt mir, wie ich meine Geschichte schreiben oder wie ich mein Cover gestalten soll. Ich kann ganz ich selbst sein, das ist wunderbar! Es ist hart, das gesamte Marketing zu stemmen, aber in der Community bekommt man zum Glück tolle Unterstützung!
Gibt es etwas, was du deinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich empfinde tiefste Dankbarkeit für meine Leser, jeder einzelne von euch ist mir sehr wertvoll! Und 1000000Dank an all meine lieben Unterstützer! Ohne euch wäre ich verloren!!!

Freitag, 25. Februar 2022

[Schnipseltime] Die Wächter der Wüste von Manel Cass. Larroh





Der Kampf geht weiter, auf Leben und Tod.

[Buchvorstellung einmal anders] Die Wächter der Wüste von Manel Cass. Larroh



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Sessaj und Nasica aus Die Wächter der Wüste, dem zweiten Teil der Raben Trilogie, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.


Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Sessaj: Das freut uns ebenfalls!
Nasica: Danke, dass wir hier sein dürfen.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Sessaj: Ich heiße Sessaj, bin 23 Jahre alt und bin der beste Schwertkämpfer in Luscant. Und das ist mein Bruder Nasica, der Sano.
Nasica schmunzelt: Und du bist ein Großmaul. Ich bin eigentlich kein Sano … nie zum Priester geweiht worden. Und wir sind auch nicht blutsverwandt. Wir hatten nur das Glück, zusammen aufzuwachsen.
Sessaj: Und das macht uns zu Brüdern.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Sessaj: Och ja, die Geschichte mit den Kuros. Eine schlimme Sache. Diese Monster zerstören noch das ganze Land. Und wir haben noch immer keinen Weg gefunden, etwas gegen sie zu unternehmen. Nicht einmal Sam schafft es, den Bann von ihnen zu nehmen.
Nasica: Yatagaras, das ist unsere Göttin, hat bestimmt ihre Gründe, weshalb sie uns diese Monster auf den Hals hetzt. Aber sie zerstört damit so viele Leben. Wir tun, was wir können, um die Menschen zu retten.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Nasica: Der Glaube vieler Menschen ist durch die Ereignisse ins Wanken geraten. Wer oder was auch immer unser Leben schreibt, scheint seine Freude daran zu haben, ein ganzes Land in den Abgrund zu stürzen.
Sessaj: Mir gefällt der Gedanke, dass es neben Yatagaras noch eine mächtigere Instanz gibt. Ich nehme jede Herausforderung an.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Sessaj: Ganz klar, die Stelle, an der ich es Marasco so richtig gezeigt habe.
Nasica: Du hast es ihm nicht gezeigt. Er war es, der dir das Schwert aus der Hand geschlagen hat.
Sessaj: Urgh! Der Kerl hat mich von Anfang an wahnsinnig gemacht! Ich sehe wirklich nicht, was Sam in ihm sieht.
Nasica: Er versucht bloß zu helfen. Ich bin nur froh, dass Sam sich wieder gefangen hat, und hoffe, dass er mit Saya glücklich wird.
Sessaj: Oh ja, dank Sam hat meine Schwester endlich eine Perspektive gefunden. Niemand sonst hätte das tun können. Ich glaube, die beiden sind seelenverwandt.
Nasica lacht: Übertreibs mal nicht.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Nasica: Das kann ich nicht beantworten. Auch wenn ich nie zum Priester geweiht wurde, liegt es mir fern, an etwas anderes als Yatagaras zu glauben.
Sessaj: Mir egal. Aber wenn da tatsächlich jemand ist, der das Buch unseres Lebens geschrieben haben soll, dann will ich mehr Informationen; denn das bedeutet, da ist jemand, den wir bekämpfen müssen.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Sessaj: Rücksichtslos, blutrünstig, zerstörerisch – einfach nur grausam!
Nasica: Nicht alles ist schlecht. Es gab auch Gutes. Sam hat Saya gefunden. Marasco ist wieder aufgetaucht …
Sessaj: Ja, obwohl er besser verschollen geblieben wäre.
Nasica: Sam war uns eine große Hilfe, und ich denke nicht, dass Yatagaras ihn eingeplant hat.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Sessaj: Ich nehme an, weil Luscant das Tor zur Wüste ist. Und diese verfluchten Kuros kommen schließlich aus der Wüste. Wir haben den alten Staudamm zu einem Schutzwall umfunktioniert und versuchen diese Kreaturen davon abzuhalten, ins Landesinnere zu geraten. In diesem Sinne sind wir die Wächter der Wüste.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Nasica: Soviel ist weiß, ist das Sam. Er war einmal ganz staubig von einem Späherflug aus der Wüste zurückgekehrt.
Sessaj: Hätten die nicht besser uns, also die Wächter der Wüste draufgesetzt? Mit dem Staudamm und so? Das wäre doch viel imposanter gewesen.
Nasica: Mir gefällts.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Sessaj: Sam hat es einmal auf den Punkt gebracht. “Ich sag’s ungern, doch wir haben die Kontrolle verloren.” Nicht unbedingt ein Lieblingszitat, aber es beschreibt die Situation doch sehr gut.
Nasica: Ich erinnere mich gern zurück an den Himmelstempel. Wir alle waren so argwöhnisch, was Marasco betrifft, aber Sam blieb standhaft. Er sorgte sich so sehr um ihn, und als ich Sam darauf ansprach, meinte er: “Wenn ich es nicht tue, tut es niemand.”
Sessaj: Unser Argwohn war ja wohl nicht unbegründet.
Nasica: Er hat alles nur für Sam getan.
Danke für das Gespräch
Nasica: War uns eine Ehre. Vielen Dank.
Sessaj: Und viel Spaß mit unserer Geschichte!

Donnerstag, 24. Februar 2022

[Schnipseltime] Frühlingsknospen - Ein Mann für jede Jahreszeit

 


Ich werde mich verlieben. Ich, Jenny Rosenthal, werde endlich meinen krummen Deckel finden. Schließlich ist Frühling, die beste Zeit für Schmetterlinge im Bauch. Wobei, wenn ich mich recht an den Biologieunterricht aus meiner Jugend erinnere, müsste es doch eigentlich Raupen im Bauch heißen. Schließlich schlüpfen diese zuerst, müssen sich eine dicke Wampe anfressen, um sie bei ihrer Verpuppung loszuwerden. Moment mal, irgendwie erinnert mich diese Geschichte an irgendwen. Ach ja, an mich. So wie die Raupen habe auch ich mir einen dicken Bauch zugelegt und versuche, mich nun in einen schönen Schmetterling zu verwandeln. Und das alles nur der Liebe wegen.


[Buchvorstellung einmal anders] Frühlingsknospen - Ein Mann für jede Jahreszeit von Aurelia Blum

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Jenny, um mit ihr über das Buch „Frühlingsknospen – Ein Mann für jede Jahreszeit“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Sehr gerne, du bewahrst mich vor einer sehr unangenehmen Fitnessstunde mit dem Medizinball.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Klaro. Ich bin Jenny Rosenthal, 30 Jahre jung, Single und kinderlose Journalistin auf der Suche nach meinem krummen Deckel. Das ist übrigens ein Synonym für sexy Traummann mit Abenteuerlust und Gentleman-Allüren ;-)
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Nach dem Aus meiner langjährigen Beziehung habe ich mich ein halbes Jahr lang meinem Herzschmerz ergeben. Nun ist Schluss damit. Ich starte neu durch - mit einer neuen Figur, einem neuen Mann und neuen Problemen. In Frühlingsknospen begebe ich mich auf die Suche nach meinem Platz im Leben, nur weiß ich eigentlich nicht so genau, wonach ich überhaupt suche. Das herauszufinden ist Aufgabe des Buches, sowie der noch folgenden Bände. Ich hoffe inständig, ich finde es heraus.
Glaubst du, es macht der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Ich fürchte, so genau kann ich das nicht sagen. Am liebsten amüsiert sie sich eigentlich, aber sie wich auch dann nicht von meiner Seite, als ich ihr ein paar Mal ganz schön zugesetzt habe. Oft hat sie den Kopf geschüttelt, und sogar beim Schreiben meiner Geschichte geweint. Aber ich durfte sie auch mehr als einmal herzhaft zum Lachen bringen, so dass sie trotz all der Emotionen die letzten Zeilen meines Buches mit einem Lächeln beenden konnte, das war ihr glaube ich sehr wichtig.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Puh, das ist schwer und hängt davon ab, welche Emotionen ich als wichtiger ansehe: Meine oder die der Leserin. Ich persönlich mag meine verpatze Überraschung auf dem Küchentisch zum Beispiel gar nicht, weiß aber, dass ich mit meiner Aktion viele Frauen zum Lachen gebracht habe.
Was glaubst du, wie viel Aurelia steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Ich denke, die chaotische Handtasche sowie die Liebe zu Zucker, haben wir gemeinsam, aber ansonsten sind wir in vielen Punkten sehr verschieden. Sie liebt Sport, ich muss mich dazu zwingen. Und ich glaube auch, dass sie eine bessere Menschenkenntnis hat als ich. Die anderen Charaktere sind eine bunte Mischung auf Fiktion und Erfahrungen aus ihren und den Beziehungen ihrer Freunde und Familie.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Ungeduldig, direkt und humorvoll.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Der Reihentitel Ein Mann für jede Jahreszeit stand eigentlich von Anfang an fest. Der Buchtitel hat sich aus den Diskussionen ihrer Schreibgruppe ergeben.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Ursprünglich hatte ich keine Torte auf dem Fuß, sondern ein Unterhöschen um es baumeln. Aber das war offenbar zu anzüglich … aber wie ihr wisst, erzeugt Schwarzwälder Kirschtorte ein wohliges Gefühl im Bauch, und lecker ist sie auch. Das Cover passt also zu mir und meiner Geschichte.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
»Das Training war erfrischend und motivierend. Der Plan für meinen Traumkörper steht.« Nicks Blick wandert über meinen Körper. Mit einem Lächeln schiebt er mir den Stuhl zurecht. Ganz der Gentleman eben. Als ich mich hinsetze, spüre ich Nicks Hände hinter mir an der Stuhllehne. Dann seinen Atem an meinem Ohr.
»Mir gefällt schon jetzt, was ich sehe«, flüstert er mir zu, bevor er sich umdreht, um meine Jacke zur Garderobe zu bringen.
Danke für das Gespräch.
Ich habe zu danken für die großartige Gelegenheit, mich und meine Geschichte vorstellen zu dürfen.

[Autoreninterview] Aurelia Blum

Autoreninterview
Aurelia Blum

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, ich bin Aurelia, eine waschechte Hamburger Deern mit kölschen Flausen im Kopf. Zusammen mit meinen beiden Töchtern und meinem Mann lebe ich am Stadtrand von Hamburg, wo mir beim Joggen durch den Wald oder in der Badewanne die Ideen für meine Geschichten einfallen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Geschrieben habe ich eigentlich schon als Kind. Die ersten Seiten meines Romans verfasste ich dann, als ich vor meiner Diplomarbeit saß. Statt mich mit ihr zu beschäftigen, lenkte ich mich mit dem Schreiben der ersten Seiten von Frühlingsknospen ab. Die Fertigstellung ließ dann noch mehrere Jahre auf sich warten und nahm erst während meiner Elternzeiten richtig Fahrt auf. In dieser Zeit habe ich auch mehrere Schreibseminare belegt, mich einer Autorengruppe angeschlossen und mit ihnen zusammen an meinen Romanen getüftelt.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Frühlingsknospen ist eigentlich mein Debütroman. Da ich jedoch vier Bände plane, die jeweils in einer Jahreszeit spielen, habe ich die Veröffentlichung auf den Frühling geschoben und zuvor meinen weihnachtlichen Kurzroman Call me Santa – Die schönsten Weihnachtsgeschenke haben keine Hosen an veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um eine Verwechslungskomödie, bei der ein Handwerker Florence Oma mächtig einheizt und ihre Enkeltochter dazu bringt, sich dem Leben und dem bevorstehenden Weihnachtsfest wieder zuzuwenden. Mitte des Jahres erscheint noch eine Kurzgeschichte von mir in einer Anthologie mit dem Thema Maskenball – mehr darf ich dazu noch verraten ;-)
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, am zweiten Band von Ein Mann für jede Jahreszeit. Er soll im Sommer erscheinen und hat ein entsprechendes Setting. Eins kann ich euch schon verraten: Es wird sportlich, nass und heiß.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wenn die Freizeit tagsüber stattfindet, gehe ich gerne im Wald joggen oder treibe anderen Sport wie Tanzen. Abends lese ich natürlich gerne oder treffe mich ganz altmodisch mit Freunden zum Spieleabend und Schnacken. :)
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Oh, da gibt es viele, vor allem, weil ich nicht nur Liebesromane, sondern auch spannende Thriller lese. Entsprechend vielfältig sind auch die Autoren, die ich mag. Jodi Ellen Malpas schuldet mir beispielsweise viele Stunden Schlaf. Aber auch Simon Beckett und Janet Evanovich mag ich lesen. Früher waren es Stephen King und Marion Zimmer Bradley.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ideen entwickeln tue ich überall. Ob beim Spaziergang im Wald, beim Joggen am Strand oder in der Badewanne. Geschrieben wird meist am Esstisch mit Blick in den Garten.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Zuerst gibt es immer einen Kaffee. Nicht weil ich ihn mag, sondern weil ich ihn brauche. Anschließend bringe ich meine Kinder in Kita und Schule, atme tief durch und gönne mir einen zweiten Kaffee, fahre den Laptop hoch und beginne zu schreiben. Mittags flitze ich dann mit knurrendem Magen zu Kita und Schule, wieder zu Hause esse ich schnell und spiele mit meinen Kindern, fahre sie zum Sport oder tanze mit der Kleinen den Flamingo.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese und schreibe am liebsten humorvolle Liebesromane, bei denen das Prickeln nicht zu kurz kommt. Ansonsten mag ich auch Thriller, mit forensischen Elementen zum Beispiel, sowie spannende Liebesromane mit Thrill.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Lieblingszitat ist von Charles Dickens: „Gibt es schließlich eine bessere Form mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?“
Für mein Reihe Ein Mann für jede Jahreszeit passt sehr gut das in Frühlingsknospen verwende Zitat von Karl Lagerfeld: „Man lernt nur aus seinen Fehlern. Erfolg hat noch keinem geholfen.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Unseren ersten Familienurlaub haben wir in Italien verbracht, und es war Liebe auf den ersten Blick. Die Art und Weise wie uns als junge Eltern begegnet wurde, war herzerwärmend! Nicht wertend, sondern wertschätzend. Allerdings liebe ich generell das Reisen und habe schon 20 Länder bereist, die mich alle begeistern konnten. Von vereisten Wasserfällen auf Island bis hin zur Cocktailbar an der Copacabana war alles dabei – sie zu vergleichen und einen Favoriten herauszupicken, finde ich sehr schwer.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Kritik gehört zum Lernprozess dazu, allerdings fällt es mir mal leichter und mal schwerer damit umzugehen. Für mich macht hier oft der Ton die Musik. Ich habe schon mit mehreren Lektoren und Testlesern zusammengearbeitet, und feststellen müssen, nicht alle können Kritik so äußern, dass ich denke: Oh ja, wenn ich das ändere, wird mein Text besser, doch das ist es, was Kritik für mich wertvoll macht. Aber natürlich gibt es auch Kritik, die mehr über den Rezensenten, als über den Rezensierten aussagt, die versuche ich einfach an mir abprallen zu lassen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich schließe den Verlagsweg generell nicht aus, wollte meine ersten Bücher aber selbstbestimmt veröffentlichen. Zum einen, weil ich leider ein eher ungeduldiger Mensch bin, und es mich verrückt machen würde, mehrere Jahre bis zur Veröffentlichung zu warten, und zum anderen, weil mir die abwechslungsreiche Arbeit als Selfpublisher mit Covergestaltung, Marketing etc. Freude bereitet.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ja. Wer meine Reihe Ein Mann für jede Jahreszeit liest, sollte sich das zuvor erwähnte Zitat von Karl Lagerfeld zu Herzen nehmen. Jenny wird von der Liebe überrumpelt, sie hat keine Hindernisse zu überwinden, um mit Nicholas zusammen zu kommen, aber viele, um mit ihm zusammenzubleiben. Im Fokus der Geschichte steht ihre Beziehung, mit all ihren Höhen und Tiefen. Aber ich verspreche euch: Jenny entwickelt sich in jedem Buch ein Stückchen weiter.