
Buchvorstellung einmal anders
Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Wolfgang Amadé Mozart und seine Autorin, um mit ihnen über das Buch „Ohne Musik wär alles nichts 1“ zu sprechen.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Da ich gerade lange mit deiner Autorin gesprochen habe, wäre es toll, wenn du dich meinen Lesern vorstellen würdest, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?Wolfgang: „Freilich! Nur, wo fangen wir an? Seit Jahrhunderten hat mich niemand mehr zu Wort kommen lassen. Da gibt es tausend Dinge zu erzählen.“Sein rechtes Bein wippte unaufhörlich auf und ab, während seine Finger auf den Oberschenkeln eine Melodie spielten, die außer ihm niemand hören konnte.„Wenn Ihr mich fragt, sollten wir als erstes über meine Musik sprechen. Die ist ja ein Wunder für sich! Hält sich hartnäckig in den Schweinsohren der Menschheit, wenn man bedenkt, dass so manch einer schon längst vergessen ist. Oder Wien! Über Wien gibt es einiges zu erzählen. Und die Oper natürlich. Habt Ihr gewusst, was ich alles auf mich nehmen musste, um den Kaiser auf mich aufmerksam zu machen?“N. P. Sterling lachte und schüttelte den Kopf: „Wolfgang…“Wolfgang: „Ach, und Constanze! Über mein liebstes, bestes Stanzerl, das süße Wanzerl, müssen wir sprechen. Und Papa Haydn! Den dürft Ihr auf keinen Fall vergessen. Und überhaupt…“N. P. Sterling: „Wolfgang, hör dir die Fragen an.“Wolfgang: „Ja ja, ich bin ganz Ohr.“Die Finger spielten weiter auf seinen Oberschenkeln Klavier.
Beschreibt uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.Wolfgang blinzelte irritiert. »Mich vorstellen?«Er deutete mit beiden Händen auf sich, als hätte er sich verhört.„Wolfgang Amadé Mozart? Mein Name ist auf der ganzen Welt bekannt! Meine Opern werden noch immer gespielt – vor ausverkauften Häusern, möchte ich hinzufügen – und jetzt soll ich erklären, wer ich bin?“N. P. Sterling atmete tief durch. „Über die vergangenen Jahrhunderte hättest du ruhig an deiner Bescheidenheit arbeiten können.“Wolfgang lachte charmant. Er räusperte sich. „Der Vollständigkeit halber: Mein Name ist Wolfgang Amadé Mozart. Geboren wurde ich 1756 in Salzburg. Ich bin Komponist, Pianist und Geiger – wobei ich das Klavier eindeutig bevorzuge. Schon als Kind bin ich mit meiner Familie durch halb Europa gereist und habe vor Kaisern, Königen und allem, was sonst noch Rang und Namen hatte, gespielt. Später bin ich nach Wien gegangen, weil mir Salzburg zu eng geworden ist.“Ein selbstzufriedenes Lächeln huschte über sein Gesicht. „Und wie Ihr bereits richtig festgestellt habt, kennt man mich heute noch. Ich würde also behaupten, die Entscheidung war goldrichtig.“N. P. Sterling verdrehte die Augen.Wolfgang grinste. „Was? Ein bisschen stolz wird man ja wohl sein dürfen.“
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen? Hat sie dich richtig eingeschätzt?N. P. Sterling warf Wolfgang einen kurzen Blick zu. Die Frage war eindeutig an sie gerichtet. „Ohne Musik wär alles nichts – Band I erzählt aus dem Leben des 25-jährigen Komponisten Wolfgang Amadé Mozart. Thematisiert werden die Jahre 1781 bis 1783 – jene Zeit, in der er sich zunehmend von seiner Salzburger Familie abkapselt, nach Wien übersiedelt und versucht, sich dort ein selbstständiges Leben aufzubauen. Er findet in Constanze Weber seine Traumfrau und heiratet aus Liebe. Band I beschäftigt sich damit mit einigen der wohl glücklichsten und erfolgreichsten Jahre seines Lebens.“Wolfgang nickte bestätigend. „Das ist aber noch nicht alles! Sie hat das Buch geschrieben, als wäre sie selbst dabei gewesen. Als wäre sie mit mir durch die Wiener Gassen spaziert, hätte neben mir gestanden, während ich komponierte, gestritten, geliebt und versucht habe, meinen eigenen Weg zu gehen.“In seine Stimme legte sich Ernst. „Sie hat meine Musik gehört. Jahrhunderte später. Und dann hat sie die Gefühle, die sie darin gefunden hat, genommen und in Worte verwandelt.“
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?Wolfgang lachte auf. „Oh, die schwierigen natürlich! Darin hat sie eine geradezu beunruhigende Freude.“N. P. Sterling verschränkte empört die Arme vor der Brust und schlug die Beine demonstrativ übereinander.Wolfgang: „Was denn? Kaum läuft es einmal gut für mich, kommt sie schon daher und denkt sich: Das hält jetzt aber schon verdächtig lange an.“Er grinste. „Ein Streit mit meinem Vater hier, ein Problem mit dem Fürsterzbischof dort, ein bisschen Geldnot zwischendurch – und wenn ihr das noch nicht genügt, darf ich mich auch noch mit meinem eigenen Dickschädel herumschlagen.“N. P. Sterling grinste schelmisch. „Man könnte fast meinen, ich hätte mir das ausgedacht. Aber das hast du dir damals alles selbst eingebrockt.“Wolfgang ignorierte sie gekonnt. „Aber ob sie mich richtig eingeschätzt hat? Leider ja. Erschreckend gut sogar. Sie weiß genau, wann ich etwas Dummes tun werde, obwohl ich selbst noch fest davon überzeugt bin, dass es eine ausgezeichnete Idee ist.“Er warf seiner Autorin einen wohlwollenden Seitenblick zu.
Was glaubst du, wie viel N. P. Sterling steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter? Hat sie alles gefunden oder gibt es da noch etwas verstecktes?Wolfgang lächelte verträumt. „Ich habe für Constanze eine ganze Oper geschrieben! Natürlich ist das meine Lieblingsstelle. Die Entführung aus dem Serail. Mein Stanzerl war meine Inspiration. Ich konnte ihr vielleicht nicht die Welt zu Füßen legen, aber ich konnte Musik schreiben. Also habe ich genau das getan.“N. P. Sterling betrachtete ihn amüsiert. „Du bist und bleibst ein alter Romantiker.“Er zuckte mit den Schultern. „Ich sage nur so viel: Meine Liebesarien sind unangefochten.“
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?Wolfgang: „In mir? Hoffentlich nicht allzu viel. Ich bin schließlich schon jemand.“N. P. Sterling verdrehte die Augen.Wolfgang: „Was denn? Die Frage war doch, wie viel von dir in diesem Buch steckt.“Er grinste, wurde dann aber ernster. „Ihre Liebe zur Musik. Die steckt darin. Und zwar überall. Sie hört Musik nicht einfach nur – sie fühlt sie mit dem ganzen Körper. Besonders klassische Musik. Wenn ein ganzes Orchester zusammenspielt, jedes Instrument seinen eigenen Teil beiträgt und daraus etwas Großes entsteht … das versteht sie. Deshalb konnte sie auch verstehen, was Musik für mich bedeutet.“N. P. Sterling nickte. „Das ist der größte Teil von mir, den ich bewusst in den Roman einfließen ließ. Meine Verbindung zur Musik hat mir geholfen, Wolfgangs Welt nicht nur zu recherchieren, sondern sie emotional nachzuempfinden. Ansonsten habe ich versucht, mich selbst so weit wie möglich zurückzunehmen. Ich wollte seine Gefühle, seine Gedanken und seine Lebensentscheidungen einfangen – auch dann, wenn ich selbst vielleicht anders gehandelt hätte.“N. P. Sterling schmunzelte. „Am Ende sollte es ein Roman über ihn werden. Nicht über mich.“Wolfgang nickte zufrieden. „Einer von uns beiden im Mittelpunkt reicht vollkommen.“N. P. Sterling: „Du meinst dich.“Wolfgang: „Wen denn sonst?“
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?Wolfgang öffnete den schief lächelnden Mund, um einen frechen Kommentar loszuwerden. Er sah seine Autorin an und bekam einen ernsten Gesichtsausdruck. „Neugierig.“N. P. Sterling schnaubte amüsiert. „Das ist das erste, das dir einfällt?“Wolfgang: „Ja, furchtbar neugierig. Diese Frau will alles wissen. Wirklich alles. Vermutlich hat sie mehr Fragen über mein Leben gestellt, als ich mir damals selbst. Sie hört auch zu. Richtig zu, vor allem bei Musik. Sie ist einfühlsam und sensibel. Sie versucht nicht bloß zu verstehen, was ein Mensch getan hat, sondern warum er es getan hat. Was er dabei gefühlt hat. Was ihn angetrieben hat. Und selbst wenn sie eine Entscheidung nicht versteht, hört sie nicht auf zu fragen, bis sie zumindest den Menschen dahinter begreift.“Er denkt eine Sekunde nach und sagt das, was ihm durch den Kopf geht. „Ich glaube, wäre sie mir damals in Wien begegnet, wären wir Freunde geworden. Gute sogar. Sie wäre mir auf Augenhöhe begegnet. Sie hätte mir widersprochen, wenn sie mich für einen Narren gehalten hätte, und mir gleichzeitig zugehört, wenn ich jemanden gebraucht hätte.“N. P. Sterling schluckte gerührt. „Geh hör auf, bevor ich auf der Schleimspur ausrutsche, die du ziehst.“Sofort kehrte das schelmische Funkeln in Wolfgangs Augen zurück. „Warte nur. Ich war noch nicht fertig. Sie kann nämlich mindestens genauso frech sein wie ich.“N. P. Sterling: „Mindestens?“Wolfgang: „Na schön. Fast.“N. P. Sterling lachte. „Da ist er wieder.“Wolfgang: „Du wolltest doch wohl nicht, dass deine Leser am Ende noch glauben, ich sei sentimental geworden.“N. P. Sterling: „Wo kämen wir da hin?“Wolfgang zwinkerte ihr zu. „Siehst du? Genau deshalb wären wir Freunde gewesen.“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?Wolfgang: „Der Titel stand bereits fest, bevor sie das erste Kapitel geschrieben hatte. Und Mitspracherecht hatte ich gewissermaßen auch – schließlich stammen die Worte von mir. „Ohne Musik wär alles nichts“. Das habe ich einmal in einem Brief geschrieben.“Seine Finger bewegten sich unbewusst auf seinen Oberschenkeln, als spielten sie eine Melodie. „Ich weiß noch, warum ich diese Worte geschrieben habe. Musik war für mich nie bloß Arbeit. Sie war auch kein hübscher Zeitvertreib und schon gar nichts, das ich einfach ablegen konnte, wenn ich nach Hause kam. In meinem Kopf ist immer Musik. Eine Melodie, eine Harmonie, irgendein Takt – manchmal alles gleichzeitig. Ich hörte sie, bevor eine einzige Note auf dem Papier stand.“N. P. Sterling schmunzelte. „Praktisch. Da hast du mir die Titelsuche abgenommen.“Wolfgang: „Bitte. Gern geschehen. Ein besseren hättest du ohnehin nicht gefunden.“N. P. Sterling grinste: „Wo er recht hat, hat er recht.“
Was ist jeweils euer Lieblingszitat aus dem Buch?N. P. Sterling betrachtete das Cover. „Zu hundert Prozent? Nein. Ich glaube, da darf ich ganz ehrlich sein. Das Cover ist ein Kompromiss zwischen meiner ursprünglichen Vorstellung und dem Budget, das mir damals zur Verfügung stand. Das Lektorat des Romans war eine große finanzielle Investition und hatte für mich Priorität. Für die Covergestaltung blieb danach schlicht nur noch ein begrenzter Rahmen. Manchmal wird vermutet, ich hätte das Cover selbst mit KI erstellt. Tatsächlich stammt es von einer Grafikdesignerin, die ich über Fiverr beauftragt habe. Sie hat mit dem Budget gearbeitet, das ich damals zur Verfügung hatte, und daraus ist das Cover entstanden, das Band I heute trägt.“Wolfgang schüttelte verständnislos den Kopf. „Also ich hätte mir Geld geliehen. Bei Freunden, Bekannten – irgendjemand hätte sich schon gefunden. Dann hätte ich das prächtigste Cover entwerfen lassen, das man je gesehen hat.“N. P. Sterling: „Und danach?“Wolfgang: „Danach wäre ich vermutlich zahlungsunfähig gewesen.“N. P. Sterling: „Und genau deshalb habe ich mich um das Cover gekümmert.“
Danke für das Gespräch.N. P. Sterling: „Mein Lieblingszitat ist: „Musik ist geschaffen für Jedermann.““Wolfgang nickte anerkennend. „Eine ausgezeichnete Wahl. Stammt schließlich von mir.“N. P. Sterling ignorierte den Einwurf gekonnt. „Ich mag diesen Satz, weil er in wenigen Worten ausdrückt, was Musik für mich bedeutet. Sie braucht keinen bestimmten Bildungsstand, keinen gesellschaftlichen Rang und auch kein besonderes Vorwissen. Musik darf jeden Menschen erreichen. Und gerade klassische Musik wird heute manchmal behandelt, als müsste man sie erst verstehen lernen, bevor man sie fühlen darf. Das sehe ich anders.“Wolfgang lächelte zufrieden. „Da sind wir uns einig.“N. P. Sterling: „Und dein Lieblingszitat?“Wolfgang: „“Außerdem bin ich ein Fürst der Musik.“ Mein Name ist Jahrhunderte nach meinem Tod noch bekannt, meine Musik wird auf der ganzen Welt gespielt und meine Opern füllen die Häuser.“Er grinste. „Wenn das keinen Fürsten der Musik aus mir macht, weiß ich auch nicht.“
N. P. Sterling: „Vielen Dank für die Einladung. Es hat mir Spaß gemacht.“Wolfgang: „Ich bedanke mich ebenfalls. Und falls noch Fragen offen sind – Ihr wisst ja jetzt, wo Ihr mich findet.“N. P. Sterling zog die Augenbrauen hoch. „Am Zentralfriedhof, gleich neben Beethoven?“Er zwinkerte. „In deinem Buch. Dort erzähle ich Euch den Rest selbst.“
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