
Buchvorstellung einmal anders
Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Nayomi und Thiago aus „Elemental Souls – Earth“ und deren Autorin Yvonne Wundersee.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Es wäre schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.Nayomi: Das mache ich gerne.Thiago: sieht Nay lächelnd an und nickt nurYvonne: Ich hatte als Autorin ohnehin nicht viel Mitspracherecht. Die zwei haben jeden Plottversuch durchkreuzt. Deshalb kann ich nichts versprechen.
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.Yvonne: Ich bin die Autorin von Elemental Souls – Earth, aber eigentlich habe ich nur getippt, was die beiden Protagonisten mit vorgegeben haben.Thiago: Wir haben dir einfach die Zügel aus der Hand genommen, nachdem du Nay schon in den ersten drei Kapiteln durch die Hölle geschickt hast. (Räuspert sich.) Entschuldigen Sie die Unhöflichkeit. Mein Name ist Thiago.Nayomi: Und ich Nayomi, die- Frau, die durch einen Splitter angeschossen wurde und anschließend durch Nord und Mittelamerika gehetzt wurde. Zum Glück hatte ich Thiago an meiner Seite.
Eine Romantasy, bei der die beiden Protagonisten von Arkansas nach Las Vegas und von dort in den Dschungel Kolumbiens gehetzt werden. Die befreiten Elemente sind ihnen auf den Fersen und wollen auf jeden Fall verhindern, dass sie wieder gebannt werden. Doch auch Thiagos Geheimnis kann die Reise noch vor dem Ziel zum Scheitern bringen.Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Yvonne: Natürlich braucht eine gute Fantasygeschichte Spannung. Die Leserinnen und Leser sollen mit ihren Helden mitfiebern, ihnen die Daumen drücken und mich verfluchen, nur um anschließend erleichtert auszuatmen und zu denken: Was für ein tolles Buch.Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Wie viel echte Yvonne steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?Thiago: Meine liebste Stelle ist, als ich Nay zum ersten Mal geküsst habe. Es war nicht nur wunderschön, sondern es hat mich befreit. Ich habe gemerkt, dass das Monster in mir schweigt und sie nicht zerfetzen will.Nayomi: Oh, ich mag die Szene sehr, in der Thiago uns gerettet hat, nachdem das Element Mineral unser Flugzeug in Gelee verwandelt hat. Das war unglaublich!Yvonne: Ich hatte die größte Freude an der Szene, als ihr euch kennengelernt habt. Thiago hatte keine Ahnung von der Zivilisation und du, liebe Nay, hast versucht ihn loszuwerden. Ein toller Schlagabtausch.
Nay ist eine starke Persönlichkeit, die alles gibt, um ihren Traum zu erfüllen. Sie will Lehrerin werden, aber ohne Unterstützung ist dieser Weg mit viel Verzicht gespickt. Vielleicht kann man meinen Traum vom Schreiben damit gleichsetzen.Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?Thiago: Sie ist eigentlich ganz cool. Wenn wir uns durch unseren Eigensinn mal wieder in ausweglose Situationen gebracht haben, findet sie immer einen Weg, uns da wieder herauszuschreiben. Ein paar Mal war es echt knapp, aber sie hat es geschafft.Nayomi: Sie ist wirklich toll, aber sie zweifelt zu sehr an sich selbst. Wir haben ihr immer wieder gesagt, dass sie das gut macht, aber erst die Rezensionen der Leserinnen und Leser können sie davon überzeugen, dass die Geschichte Herzen gewinnen kann.
Der Titel stand sehr schnell fest. Da Elemental Souls 5 Bücher von 5 Autorinnen sind, mussten wir uns einigen und dieser Titel hat uns allen sofort gefallen.Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Ich habe vor Glück geschrien, als ich das Cover für Erde gesehen habe. Für nichts in der Welt würde ich etwas daran ändern wollen. Das hat Magical Cover Design mal wieder großartig gemacht.Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Vielen Dank für das GesprächNayomi: Hier hat mir Thiago endlich seine Liebe gestanden: »Du hast nicht gefragt, welchen Fehler ich gemacht habe.« Mit dem Daumen streiche ich einen Tropfen von ihrer weichen Haut. »Mein Fehler war es, anzunehmen, dass ich mein Herz verschließen könnte. Aber das kann ich nicht. Nicht, wenn ich in deine Augen sehe, wenn dein Lachen mein Herz zum Summen bringt und deine Tränen wie Klingen in meine Seele schneiden. Ich hatte Angst, Nay. Nur deshalb habe ich dich abgewiesen. Aber das kann ich nicht mehr. «Thiago: Das war der Moment, als ich Nay zum ersten Mal richtig angesehen habe: Ich trete einen Schritt näher. Ein Zweig knackt unter meinen Füßen. Aufgeschreckt ruckt ihr Kopf nach oben. In diesem Moment bricht der Mond durch die Wolken und lässt ihr Gesicht in einem silbernen Glanz schimmern. Die Augen weit aufgerissen, starrt sie mich an. Ihre Iriden sind dunkel, aber die Nacht versteckt, ob sie eher die Farbe von Milchschokolade oder Espresso haben. Ihre Haut strahlt überirdisch und das rot ihrer Lippen leuchtet im Zwielicht beinahe schwarz.Yvonne: Wo bleibt denn die Action? Thiago sieht mich mit hochgezogenen Augenbrauen an und lenkt anschließend meinen Blick mit seinen Augen auf unsere verschränkten Finger, die noch immer in dieses grüne Knistern gehüllt sind und mich inzwischen an das Funkeln einer Wunderkerze erinnern.»Eins.«»Warte, ich habe doch überhaupt keine Ahnung, wie ich das machen soll.«»Zwei.«»Nein! Das wird nicht funktionieren.« Ich sehe über meine Schulter. Verdammt! Der Riss kommt stetig näher. Wenn wir anhalten, schluckt uns der entstehende Schlund. Wir sterben, weil ein Verrückter mich zu noch verrückteren Sachen animiert.»Drei.«
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