Montag, 20. Juli 2026

[Schnipseltime] Oscuro - Meine dunkle Blüte von Khris Bile

 



Kassandra

»Ich wähle deine Schwärze. Denn mein Herz gehört doch sowieso schon dir und ohne dich wird mein Leben in einem tristen Grau an mir vorbeiziehen.«

»Ja, ich will hier sein. Ich bin das erste Mal in meinem Leben wirklich glücklich und ja, Alejandro ist ein gefährlicher Mann, aber, glaube mir, ich brauche keine Angst vor ihm zu haben. Ich fühle mich auf eine unbeschreibliche Art und Weise frei, wenn er mich umgibt.«

Immer wieder stelle ich mir diese Fragen, doch am meisten frage ich mich, warum er nicht hier ist, bei mir? Trotz all dem, was ich gesehen habe und nun endgültig verstanden habe, was für ein Mann Alejandro ist, verzehrt sich ein Teil von mir nach ihm. Er hat all das für mich getan, damit ich in Sicherheit bin und dieser kranke Teil in mir fühlt sich geschmeichelt. Gott, ich muss genauso verrückt sein wie er. Doch was soll ich machen? Ich kann und will nicht ohne ihn sein. Er sieht mich, er beschützt mich, er kümmert sich um mich. Nur eben auf seine Art und Weise. Er hat für mich getötet und hat meine Sicherheit über seine eigene gestellt. Ist es daher falsch, immer noch das zu fühlen, was ich nun einmal für ihn fühle?




Lucia

»Ich verstehe deinen Zwiespalt, denn jeder würde nur das Schlechte in dieser Tat oder seinem Wesen sehen, doch du kennst ihn. Du weißt, wie er wirklich ist und das, was du heute gesehen hast, ist nur ein Bruchteil von ihm. Das ist Alejandro, wenn er der Sensenmann, der gehorsame Sicario ist. Doch du kennst die weiche Seite in ihm, die Seite, die dich vergöttert. Und das ist das Einzige, was zählt. Hör auf dein Herz und nicht auf die wilden Gedanken in deinem Kopf oder das, was du glaubst, fühlen zu müssen.«




Alejandro

Ich liebe es, wenn sie so herrisch und kratzbürstig wird. Ihre Wut und Gegenwehr nährt meine Dunkelheit, es ist ein berauschendes Gefühl und ich will immer mehr davon spüren. Deshalb war ich so wütend, als sie wieder eine solche Angst verspürte. Sie soll, nein, sie darf niemals solche Angst vor mir haben. Lieber soll sie mich anschreien, anzicken und mir ihre kratzbürstige Seite zeigen, einfach ihr wahres aufbrausendes Naturell, denn genau das ist es, was ich an ihr verehre. Diese Wut, diese Leidenschaft, einfach sie.

Wenn man genau hinschaut, erkennt man noch die dunklen Augenringe, aber selbst diese können ihrer Schönheit nichts anhaben. Sie ist und bleibt eine wunderschöne, unverwüstliche Blume. Meine Blume.

»Liebe beschreibt nicht einmal ansatzweise das, was ich für dich empfinde. Du bist die Luft, die meine Lungen mit Sauerstoff füllt. Du bist das Blut, das mein Herz zum Schlagen bringt. Du bist das Licht, das durch meine Dunkelheit dringt und die Kraft, die meinen Dämon zähmt. Allein du bist es, für die ich die ganze Welt in Schutt und Asche legen würde. Ich würde immer wieder für dich töten. Ich würde für dich sterben. Weil ich dich begehre und so unfassbar besessen von dir bin, dass ich dich am liebsten mit Haut und Haar in mich aufsaugen würde.«

»Alles was ich tue, alle Entscheidungen, die ich treffe, dienen einzig und allein zu deinem Schutz. Denn du gehörst jetzt zu mir und ich beschütze, was mir gehört.«

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