Freitag, 10. Juli 2026

[Schnipseltime] #maxton.on.ice - Heated Risk von Laura Lee Johnes


Hastig sprang ich auf, nachdem Paxton zuerst diesen komischen Blick bekam, den ich zunächst absolut nicht einordnen konnte. Irgendeine Mischung aus Schreck und … Tja, keine Ahnung. Als ob er den Blick weder abwenden wollte noch konnte. Erst kurz danach spürte ich etwas, was ich eigentlich bestimmt nicht spüren sollte. Davon abgesehen, konnte ich verdammt froh sein, dass mein Handtuch an Ort und Stelle blieb. Darunter sah es nicht viel besser aus.

Ich wusste nicht einmal, ob ich überhaupt erfahren wollte, was genau in dem Moment durch seinen Kopf ging. Zum Glück konnte er nicht in meinen hineinschauen. Oder unter mein Handtuch. Wobei auch mein verdammt schneller Herzschlag gewisse Rückschlüsse hätte zulassen können, der meinen Brustkorb sprengen wollte. Dafür genügte ein Blick in Pax‘ wunderschöne, grüne Augen. Auf seinen ehemals schlaksigen Körper, an dem sich mittlerweile zeigte, dass er auf dem Weg zum Erwachsenwerden war.

Im Gegensatz zu mir, der durch die lange Krankheit mit der Entwicklungsverzögerung zu Kindergartenzeiten immer noch haarlos war und massiv gegen Babyspeck ankämpfte, wie meine Mom es nannte, zeigte sich bei ihm ein Flaum dunkler Körperbehaarung. So dunkel wie seine pechschwarzen Haare waren. Vor allem an und unter den Armen, an den Beinen und, ja ich schämte mich fast es zuzugeben, sogar in seinem Intimbereich sah ich welche. Außerdem begann sich bei ihm der Anflug eines Bartes abzuzeichnen, den er meist Montagsmorgens vor der Schule abrasierte, um den Rest der Woche Ruhe zu haben. Sagte er zumindest; ich vermutete eher Faulheit dahinter, es öfter anzugehen.

Wie auch immer, ich reichte meinem besten Freund, dessen Körper auf dem besten Weg war zu dem eines Mannes zu werden, die Hand und half ihm aufzustehen.

„Danke dir, Kätzchen“, neckte er mich, wofür ich ihm mit dem Ellenbogen einen Knuff in die Rippen gab, in der Hoffnung, meine Verlegenheit damit zu überspielen.

„Ach, halt doch die Klappe“, murmelte ich, noch völlig aus dem inneren Gleichgewicht gebracht. Verdammt, wie schaffte er es nur, so cool zu bleiben? „Überleg dir lieber, welche Pizza es nachher sein soll. Du brauchst ja immer ewig zum Aussuchen“, neckte ich ihn.

„Ich sags ja, die beiden sind wie so ein altes Ehepaar“, stichelte Linus, während er seine Schuhe zuband.


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