Samstag, 8. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Gärten der Stille - Verloren von Lucie Stumm

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Maelis, Sevinh, Caelra und die Holzflöte aus „Gärten der Stille – Verloren“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Maelis: Gerne.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Caelra knufft Sevinh in die Seite
Maelis: Hallo. Ich bin Maelis. Aus dem Kloster des Wissens.
Sevinh: Tu nicht so schüchtern. Ich bin jedenfalls Sevinh, aus Gavindael. Das ist eine ziemlich große und schöne Stadt an einem See.
Caelra: Außerdem bist du ein Langfinger.
Sevinh: Hey!
Caelra: Stimmt doch. Oh, vorstellen. Caelra mein Name. Ich soll auf die anderen aufpassen.
Flöte: Und ich bin einfach immer dabei
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Caelra: wer suchet, der findet?
Maelis: Das ist ein bisschen wenig, oder? Ich meine, es geht um ziemlich verwirrende alte Dinge, die wir da ausgraben.
Sevinh: Ausgraben? Du meinst aus dem Nebel fischen?
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Sevinh: bestimmt!
Maelis: Ich bin mir nicht sicher. Sie lacht eigentlich eher dann, wenn du wieder Blödsinn machst. Ich habe sie auch schon weinen hören.
Caelra: Moment mal! Die ist schuld? Ich muss mal ein ernstes Wörtchen mit ihr reden!
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Flöte: Oh ja! Da, wo ich endlich gefunden werde!
Sevinh: Ich mag die Stelle, wo ich beim Würfelspiel gewinne
Maelis, grinsend: Nicht die, wo Caelra dich retten muss?
Sevinh: Hack du nur weiter auf mir rum! Dann verrate ich den Lesenden von deinem ersten Auftritt!
Flöte: Der war doch gut? Die Stelle mag ich auch sehr.
Maelis: Und ich das Gespräch mit der Äbtissin. Beim Licht, war ich aufgeregt! Aber es ist alles gut gegangen.
Caelra: Für meine Lieblingsstelle müsste ich, wie heißt das, spoilern? Und den Fiesling durfte ich nicht verhauen, obwohl er es wirklich verdient hätte!
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Maelis: ich glaube in jedem von uns ein wenig. Vielleicht liegt das daran, dass sie Rollenspielerin ist
Caelra: Das wird ja immer wilder!
Sevinh: vielleicht ist sie auch Glücksspielerin?
Flöte: Ich weiß, dass sie Blockflöte spielen kann.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Maelis: Der Titel stand schon fest, nur der Untertitel nicht. Aber wir wurden nicht gefragt!
Flöte: sehr schade, ja. Ich finde, dem Titel hätte etwas mehr mit Musik gut gestanden. Ich meine: Stille. Wer will denn Stille?
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Maelis: ich mag es sehr, besonders die Statue. Die sieht aus wie im Kloster.
Caelra: ich hätte ja gern irgendwo noch ein Schwert drin gehabt, aber die Blumen sind schon hübsch
Flöte: Ich finde immer noch, es strahlt zu wenig Musik aus.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Flöte: das Lied von Aela
Maelis: „Ich bin auf niemandes Seite. Es ist eine Frage, ein Angebot. Ob du es annimmst oder nicht, ist deine Entscheidung.“
Sevinh: „Ich bin lieber mit euch unterwegs.“
Danke für das Gespräch

[Autoreninterview] Lucie Stumm


Autoreninterview
Lucie Stumm


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, ich bin Lucie, bin 45 Jahre alt und liebe es, in Geschichten abzutauchen und andere darin mitzunehmen. Ich habe zwei Kinder, sie leider nur mäßig gerne lesen, aber verdammt kreativ im Erzählen sind.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Schreiben war eine natürliche Fortsetzung vom Lesen, ich glaube ich habe damit direkt angefangen, als ich es konnte. Dann die üblichen peinlichen Teenagerstorys, die man lieber unter Verschluss hält (aus gutem Grund!), sehr viel Schreiben im Rollenspiel (Das Schwarze Auge und so). Nachdem ich 2024 angefangen habe, eine Buchmesse zu organisieren, habe ich beschlossen, dass ich das Thema Roman noch mal angehe.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher ein Beitrag in der Anthologie „Verborgene Welten“ von Martina Zöchinger, dort gibt es einen kleinen Einblick in die Welt meines Romans, der jetzt am 7.11.26 rauskommt: Gärten der Stille - Verloren
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Dauernd. Ich springe zwischen Bd 2 von Gärten der Stille, einem SciFi Thriller und einer Romance
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Freizeit? Was ist das? 😉
Aber im Ernst: ich lese auch sehr gerne und höre Musik.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Mein guilty pleasure an Büchern? Alle Reihen von Christiane Gohl. Sie schreibt im Bereich Jugendbuch / Pferde
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ein Eck-Schreibtisch mit gerade genug Platz für den Laptop und ganz vielen Notizen und Krimskrams außen rum
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Nachdem die Kids wach sind, geht’s zum Bäcker, um dort Brötchen zu holen und zumindest 20min etwas zu schreiben. Dieses Ritual ist mir sehr wichtig. Dann liegt für mich der Brotjob an. Mit etwas Glück bleibt vor der Rückkehr der Kids noch eine halbe Stunde zum Schreiben. Mittagessen. Spielen, Haushalt. Dies, das und jenes für die Buchmesse vorbereiten, in kleinen 10min Häppchen. Hausaufgaben. Abendessen. Danach ist das Hirn zu matschig für weiteren Output.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen die oben erwähnte „Ponyliteratur“, die mich seit der Kindheit begleitet, sowie Fantasy. Beim Schreiben Fantasy, gefolgt von SciFi und, seit neuestem, Romance.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Geht nicht? Das wollen wir mal sehen!
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Kanada. Sooo viel Weite, so viel Platz, so viel Gegend und so nette Menschen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Jein. Ist etwas abhängig von der Tagesform und wie nah ich emotional an einem Thema bin. Meistens kann ich mit etwas Abstand aber auch Kritik annehmen, bei der ich im ersten Augenblick dachte „Nix is!“
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Viel mehr Freiheiten, keine Deadlines.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Folgt euren Träumen!

Donnerstag, 6. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Unterwegs zu mir - Zwischen Regenwald und Ozean von Nicole Bergmann


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Franzi, um mit ihr über das Buch „Unterwegs zu mir“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten. Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Hi, ich bin Franzi, 35 Jahre, Mama von zwei wundervollen Kindern (4 und 2 Jahre alt), verheiratet mit Jonas. Beruflich bin ich Projektmanagerin und ich liebe es zu Reisen (zumindest habe ich das geliebt, bevor ich Mutter wurde).
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Mein Alltag zwischen Kindern, Job und Haushalt wächst mir etwas über den Kopf. Im Buch begleitest du uns als Familie auf einer Wohnmobilreise durch Australien. Ich hoffe, dass diese Auszeit vom Alltag mir etwas Entspannung bringt.
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Ich glaube es macht ihr Freude zu sehen, wie ich über mich hinauswachse, und mitzufiebern, wann ich endlich für meine Bedürfnisse einstehe. Doch am meisten Freude hat sie sicher daran mit mir gemeinsam immer und immer wieder durch Australien zu reisen, in jeder Überarbeitungsrunde erneut, obwohl sie schon längst wieder zurück in Deutschland war.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Der erste Sonnenaufgang am Meer direkt nach unserer Ankunft in Australien. Dieses Wunder der Natur ist einfach so magisch. Seitdem liebe ich es am Strand entlang zu spazieren. Mit dem Wellenrauschen im Hintergrund fühle ich mich direkt mehr verbunden mit mir selbst.
Was glaubst du, wie viel Nicole steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Vermutlich mehr, als ihr recht ist. Ich weiß ja, dass sie selbst mir ihrer Familie eine ähnliche Reiseroute durch Australien hatte wie wir und wir ähnliche Erlebnisse zu unseren Highlights zählen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass in mir auch ein Teil Nicole steckt. Sie ist manchmal auch perfektionistischer als es ihr lieb ist.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Super sympathisch, sehr strukturiert mit einem großen Herz.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Ich weiß noch, wie wir an Silvester in Newcastle waren und Nicole das Wort „Ende“ unter den Roman geschrieben hat. Der Untertitel „Zwischen Regenwald und Ozean“ stand schon früh fest, weil wir beide so fasziniert von Cape Tribulation waren, der Ort, an dem der Regenwald aufs Great Barrier Reef trifft. Das war für uns sofort ein Sinnbild für den Roman. Beim Haupttitel hat Nicole sich echt schwer getan, hatte diverse Varianten auf verschiedene Zettel geschrieben, bevor sie ins Bett gegangen ist. Als sie morgens aufgewacht ist, habe ich ihr meinen Wunschtitel ins Ohr geflüstert und sie ist mit einer Sicherheit aufgewacht, dass sie den richtigen Titel für den Roman gefunden hat, sodass sie gar keinen Zettel mehr ziehen brauchte.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Ich bin so verliebt in das Cover. Ich weiß nicht, wann Laura Newman, die Coverdesignerin, uns heimlich in Australien besucht hat. Es ist wie ein echter Schnappschuss. Ich sehe förmlich, wie ich ständig in Gedanken bei meiner Familie bin. Gleichzeitig ist da die wunderschöne Natur Australiens, meine Lieblingsblumen, die Frangipanis. Der Regenbogenlori bringt etwas Farbe und Leichtigkeit ins Cover.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Vertraue dem Leben. Du hast es geschafft, dir diesen Traum zu erfüllen. Du kannst alles schaffen, was du willst.
Danke für das Gespräch.

Mittwoch, 5. August 2026

[Coverinterview] The Maidens Fate von Rebecca Weiß


 
Coverinterview „The Maidens Fate“

Heute habe ich Rebecca Weiß zu Gast auf meinem Blog. Sie wird mir ein paar Fragen zu ihrem neuen Cover beantworten.

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel?
Nach dem Titel
Hattest du schon eine genaue Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte?
Bei diesem Buch tatsächlich ja. Es ist aber sogar noch viel schöner geworden, als ich mir vorgestellt habe dank der lieben Magical Cover - Coverdesign
Welche Bedeutung haben für dich die zwei Silhouetten , die Äste, Federn und das Schloss?
Es handelt sich bei dem Buch um eine Märchenadaption zu dem Märchen „Die Gänsemagd“ der Gebrüder Grimm. Die Silhouetten stellen die Protagonistin (Prinzessin Lucia in Weiß) und Antagonistin (ihre Zofe Auria in Schwarz) dar. Die Federn wegen der Gänse(magd). Das Schloss spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte, da es um einen Streit wegen der Macht und Stellung am Hofe geht. Die Äste stehen für die Natur und den Wald, in dem einige Szenen spielen.
Wolltest du etwas Bestimmtes mit dem Cover ausdrücken?
Besonders die Silhouetten sollten die Gegensätzlichkeit der Prinzessin und ihrer Zofe zeigen und etwas magisches beim Betrachten fühlen lassen.
Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt?
„Ich weiß meine Freundin! Aber das hier ist das Leben, das ich mir wünsche!“
Bist du nun zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht etwas daran ändern wollen?
Ich bin nicht nur 100% zufrieden, sondern ich würde sagen 110% ! Die Designerin hat da echt etwas gezaubert, dass ich es mir sogar als Poster habe Drucken lassen und eingerahmt in meine Bibliothek gehängt habe ^^
Danke, dass du bei dem Coverinterview mitgemacht hast 😊

Dienstag, 4. August 2026

[Schnipseltime] Besuch von Felinea Prime von Luzi Morgenstern


 

Schnipsel aus „Besuch von Felinea Prime“

»Die höchstentwickelte, dominante Art nennt sich Mensch. Sie vernichtet aber viele der anderen Lebewesen und ihrer Lebensräume. Wenn sie mit der Zerstörung in diesem Tempo weitermacht, wird Terra in wenigen Jahren bis Jahrzehnten der ansässigen Zeitrechnung unbewohnbar werden …« 

Das Lächeln fiel aus Clawdens Gesicht wie ein nasser Lappen. 

Mensch. 

Wie das in seinen Ohren schon klang. 

~*~*~*~

Clawden konnte ein abfälliges Grinsen kaum unterdrücken. So ein lächerlicher, unwürdiger Name. Minka. Pff.

»Komm mit, ich zeige dir alles.«

Er führte Minka zuerst zum Ausstatter, der ihr im Handumdrehen mithilfe des Quantenfabrikators passende Kleidung fertigte. Immerhin konnte er seinen Gast doch nicht nackt herumlaufen lassen. Da sie Schwierigkeiten damit hatte, auf ihren Hinterbeinen zu gehen, bekam sie außerdem einen Rollator. Weiter ging es kreuz und quer durch das

Raumschiff, zu den Quartieren der Besatzungsmitglieder, in den Trainingsraum, zum

Speisesaal – er demonstrierte dort sogleich, dass man das Wunschessen einfach per Knopfdruck bestellen konnte, ohne dass ein anderes Lebewesen dafür sterben musste. Wie das zivilisierte Gesellschaften eben so machten. Rein mittels ihrer ausgefeilten Quantentechnologie wurde das gewünschte Produkt erschaffen. Minka kam aus

dem Staunen gar nicht mehr heraus, das konnte er ihr deutlich ansehen. Von welch alltäglichen, belanglosen Dingen sie fasziniert war, war beinahe schon … niedlich.

Clawden schüttelte sich.

Quatsch. Natürlich nicht niedlich, sondern bedauernswert!

~*~*~*~

Auf der Brücke – dies schien etwas ähnliches zu sein wie ein Wohnzimmer, es gab einen riesigen Fernseher – erzählte der Kapitän von seinem Heimatplaneten.

»Unsere Planeten sind einander gar nicht so unähnlich.« Clawden machte mit seiner Pfote eine wischende Bewegung zu einer roten Katze, die daraufhin auf ihrem Tisch herumtapste.

 ~*~*~*~

 »Und wenn ihr wollt, nehmen wir euch Katzen dorthin mit.«

»Was passiert dann mit meinen Menschen? Die beiden können ohne meine Schwester und mich unmöglich auf sich aufpassen.«

»Mach dir keine Sorgen, die Menschen werden wir alle vernichten.«

 ~*~*~*~

 »Wenn du sie kennenlernen würdest, würdest du es verstehen!«, fauchte Minka. 

Da hielt der Kapitän inne und murmelte: »… die Menschen kennenlernen …«

»Weißt du was, ich nehme dich mit! Lerne meine beiden Menschen kennen und du wirst schon sehen!«

 ~*~*~*~

 Clawden schnaubte. Natürlich dachte dieses naive Ding so.

»Außerdem sollte doch jeder das machen können, was einen glücklich macht«, fügte sie hinzu.

Glücklich? Clawden musste sich beherrschen, nicht noch einmal zu schnauben oder seine Augen zu verdrehen. Glück, klar. In einer Gesellschaft, die von Macht und Ansehen getrieben war, hatte glücklich sein keinen Platz.

 ~*~*~*~

 War es Ben oder Noah? Clawden war sich immer noch nicht sicher. Einer hatte etwas längere, wuschelige Haare, der andere einen Kurzhaarschnitt. Aber welcher war wer? Es interessierte Clawden allerdings auch nicht sonderlich, daher gab er sich keine Mühe, sie genauer zu studieren. Er war nur daran interessiert, wie sie Minka und Coco behandelten und da war es einerlei, ob es sich um den einen oder den anderen handelte. Menschen waren doch alle gleich.

[Coverinterview] Besuch von Felinea Prime von Luzi Morgenstern


 
Coverinterview
„Besuch von Felinea Prime“

Heute habe ich Luzi Morgenstern zu Gast auf meinem Blog. Sie wird mir ein paar Fragen zu ihrem neuen Cover beantworten.

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel?
Zuerst kam der Titel, der stand sehr bald im Laufe des Schreibprozesses fest. Das Cover habe ich erst kurz vor der Veröffentlichung gestaltet.
Hattest du schon eine genaue Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte?
Eher eine vage Idee, die sich dann im Laufe des Erstellungsprozesses zu einem Gesamtbild zusammengefügt hat. Die Katze im Weltraumanzug stand aber sehr bald fest.
Welche Bedeutung haben für dich die Stadt, der Sternenhimmel, die Katze und der Weltraumanzug?
Der Sternenhimmel war mir wichtig, um das Weltall zu symbolisieren. Außerdem kommt der Alienbesuch das erste Mal des Nachts. Die Katze im Weltraumanzug steht für Captain Clawden. Obwohl er in der Kurzgeschichte genau genommen keinen trägt, aber so wollte ich symbolisieren, dass er der Weltraumreisende ist. Ganz klein versteckt am Cover ist übrigens auch das Liebespaar Ben und Noah – wer findet es? 😊
Wolltest du etwas Bestimmtes mit dem Cover ausdrücken?
Ich wollte, dass man auf den ersten Blick erkennt, dass es eine Science Fiction Geschichte mit Katzen ist und hoffe, dass mir das gelungen ist.
Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt?
Hier eine Lieblingsszene:
Clawden konnte ein abfälliges Grinsen kaum unterdrücken. So ein lächerlicher, unwürdiger Name. Minka. Pff.
»Komm mit, ich zeige dir alles.«
Er führte Minka zuerst zum Ausstatter, der ihr im Handumdrehen mithilfe des Quantenfabrikators passende Kleidung fertigte. Immerhin konnte er seinen Gast doch nicht nackt herumlaufen lassen. Da sie Schwierigkeiten damit hatte, auf ihren Hinterbeinen zu gehen, bekam sie außerdem einen Rollator. Weiter ging es kreuz und quer durch das Raumschiff, zu den Quartieren der Besatzungsmitglieder, in den Trainingsraum, zum Speisesaal – er demonstrierte dort sogleich, dass man das Wunschessen einfach per Knopfdruck bestellen konnte, ohne dass ein anderes Lebewesen dafür sterben musste. Wie das zivilisierte Gesellschaften eben so machten. Rein mittels ihrer ausgefeilten Quantentechnologie wurde das gewünschte Produkt erschaffen. Minka kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, das konnte er ihr deutlich ansehen. Von welch alltäglichen, belanglosen Dingen sie fasziniert war, war beinahe schon … niedlich.
Clawden schüttelte sich.
Quatsch. Natürlich nicht niedlich, sondern bedauernswert!

Bist du nun zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht etwas daran ändern wollen?

Ich habe Stunden damit verbracht, es so hinzubekommen, wie ist es. In Summe bin ich zufrieden mit dem Ergebnis. Perfekt ist es nicht, aber ich mag es sehr gerne.
Danke, dass du bei dem Coverinterview mitgemacht hast 😊

Montag, 3. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Besuch von Felinea Prime von Luzi Morgenstern


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Minka und Captain Clawden aus „Besuch von Felinea Prime“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Mika: sehr gerne!
Clawden: *grummelt etwas unverständliches*
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Minka: Also! Ich lebe mit meiner Schwester Coco gemeinsam bei unseren Menschen Ben und Noah. In unserer Wohnung fehlt es uns an nichts und wir werden ordentlich verwöhnt. Weißt du, geboren wurden wir auf der Straße und …
Clawden: *wirft Minka einen vielsagenden Blick zu*
Minka: Ich glaube, ich rede zu viel.
Clawden: *räuspert sich* Ich bin Captain Clawden und kommandiere die Purriosity, ein Aufklärungs- und Forschungsschiff auf der Suche nach H2O.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Minka: Das Buch beschreibt, wir Clawden und ich uns kennen lernen. Naja, das ist vielleicht nicht ganz richtig gesagt. Er entführt mich nämlich.
Clawden: *räuspert sich erneut* Wir wollten die uns so ähnliche Lebensform der Katzen näher kennenlernen.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Beide, synchoron: Oh ja!
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Minka: Mir hat besonders gut gefallen, als Clawden mir das Raumschiff gezeigt hat. Und dann, als…
Clawden, unterbricht Minka: Captain Clawden, bitte. Und verrate nicht zu viel, es ist eine Kurzgeschichte.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Minka: Also, ich …
Clawden, drängt sich vor: Ähem. Luzi hegt großes Interesse für das Weltall und Astronomie. Aber auch Science Fiction wie Star Wars und Star Trek lässt das Herz höher schlagen. Von den Charakteren, nun, wir könnten nicht unterschiedlicher sein. Minka ist naiv und einfältig…
Minka: hey!
Clawden: Ich hingegen handle wohlüberlegt und reflektiert.
Minka: Natürlich. Ich habe die Armlehne deines Chefsessels gesehen.
Clawden: Das ist ein Kommandositz.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Minka: Toll!!
Clawden: Etwas zu perfektionistisch. Sollte mal das Pareto-Prinzip nachschlagen. Es ist doch normal, dass ein Buch nicht zu hundert Prozent perfekt ist. Sogar in große Verlagsbücher schleicht sich manch ein Tippfehler ein. Aber das Herz und die Leidenschaft stimmen schon so.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Minka: Also, hmm… ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Was soll dieses Felidingsda sein?
Clawden: Das ist mein Heimatplanet. Wir gehören zwar der Großen Allianz an, aber meine Crew und ich stammen von Felinea Prime. Der Titel stand recht bald fest, ist auch naheliegend gewesen. Nicht sehr kreativ, wenn du mich fragst.
Minka: Sei doch nicht immer so kritisch und negativ, Clawden.
Clawden: Captain Clawden.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Minka: Ich LIEBE es!
Clawden: Nun … also, man sieht schon, dass Luzi es selbst gemacht hat. Natürlich steckt da viel Zeit und Liebe drin und so weiter. Aber du weißt schon, was ich meine. Aber trashig passt doch auch Science Fiction. Kann man sich zumindest einreden.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Minka: oooh, da gibt es viele! Puh, wie soll ich mich da nur entscheiden … hmm … gut, ich nehme das da:
»Na, bist du wach, Minka?«, hörte sie die Stimme von Ben. Sie blinzelte ihn an und miaute zur Begrüßung.
»Wie, du bist schon wieder hungrig?«
Er konnte Gedanken lesen! Minka sprang mit einer eleganten Bewegung aus dem Karton.
Clawden: Was soll denn das für ein Lieblingszitat sein?
Minka: Na, weil Ben, einer meiner beiden Herzensmenschen …
Clawden, unterbricht Minka: Ich nehme das hier:
Sternzeit 384.67
Kurs 453.009x -32.123y 1.023z
Ein blauer Punkt erschien auf dem Sichtfenster, rundum nur das tiefste Schwarz des unendlichen Weltalls, durchbrochen vom Funkeln der Sterne, die Lichtjahre entfernt ihre Geheimnisse hüteten.
Minka: Was soll denn das für ein Zitat sein? Das ist einfach nur der erste Satz.
Clawden: Ich bin eben pragmatisch.
Minka: Was heißt pragma..hä?
Clawden, schüttelt den Kopf: Vergiss es. Dann nehme ich eben:
»Die höchstentwickelte, dominante Art nennt sich Mensch. Sie vernichtet aber viele der anderen Lebewesen und ihrer Lebensräume. Wenn sie mit der Zerstörung in diesem Tempo weitermacht, wird Terra in wenigen Jahren bis Jahrzehnten der ansässigen Zeitrechnung unbewohnbar werden …«
Das Lächeln fiel aus Clawdens Gesicht wie ein nasser Lappen.
Mensch.
Wie das in seinen Ohren schon klang.
Minka: Das ist aber nicht sehr nett.
Danke für das Gespräch
Minka: sehr gerne!
Clawden rollt die Augen und grummelt etwas, das sich verdächtig nach „so eine Zeitverschwendung“ anhört.