
Heute treffe ich mich mit Mina, Ellison, Collin und Mr. Mavel und ihrer Autorin Jeannine Molitor, um mit ihnen über die Reihe „Band & Breakfast Crimes“ zu sprechen.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über die Reihe zu reden.
Könnt ihr uns die Reihe, bestehend aus den Teilen „Mord im Schottenrock“, „Mord im Riesenrad“ und „Mord im schottischen Schloss“ mit wenigen Worten vorstellen?Jeannine: Danke, dass wir hier sein und die Geschichten vorstellen dürfen! Es ist immer schön, das mit den Leser*innen teilen zu können. Oder Leute?Mina, Ellison und Collin nicken einvernehmlich. Mr. Marvel stimmt mit einem lauten „Miau!“ zu.
Mina: Klar, gerne. Ich fange einfach mal an. In „Mord im Schottenrock“ reise ich zum ersten Mal nach Green Hill, um an der Testamentsverlesung meiner verstorbenen Großtante teilzunehmen und komme da in Ellisons B&B unter. Wir sind schnell Freundinnen geworden, aber als wir dann meinen Großcousin Freddie tot in Ellisons Garten gefunden haben, mussten wir uns einfach gemeinsam mit Mr. Marvel des Falles annehmen und ermitteln. Das hat uns dann zu einem richtig eingeschworenen Ermittlertrio zusammengeschweißt.Ellison: In „Mord im Riesenrad“ sollte dann das B&B von den Besucherströmen aufgrund des großen Jahrmarkts, der in Green Hill stattfinden sollte, profitieren. Ich hatte mich so darauf gefreut und alles gemeinsam mit dem Inhaber geplant! Doch dann findet Mina den Besitzer noch kurz vor der Eröffnung tot in einer Riesenradgondel und …Mina: *wird ein wenig grün im Gesicht* Erinner mich nicht daran.Ellison: Entschuldige. Jedenfalls hatten wir dann direkt unseren nächsten Fall, den es zu lösen galt. Und so ein Jahrmarkt verbirgt mehr Geheimnisse, als man denkt. Das sage ich euch!Collin: Und in „Mord im schottischen Schloss“ hatte ich es tatsächlich mal zu wagen gehofft, ein paar ruhige Urlaubstage mit den beiden Damen …Mr. Marvel: Miauuuuu!!Collin: … und natürlich dem Kater auf Duncan Castle, einem echt coolen Schloss in den schottischen Highlands, verbringen zu dürfen. Aber weit gefehlt! Natürlich musste wieder eine Leiche auftauchen und Mina und meine Granny haben sich selbstverständlich wieder Hals über Kopf in die Ermittlungen gestürzt. Mir scheint einfach keine Ruhe vergönnt zu sein.Mina: Nun hab dich nicht so. Geht doch immer alles irgendwie gut aus oder? *wendet sich an Jeannine* Warum musstest du ihn so schreiben?Jeannine: Ganz einfach: Du und Ellison habt jemand gebraucht, der euch manchmal ein bisschen in eurem Vorhaben bremst. Er hat dafür andere Qualitäten.Mina: Ja *kichert leise* Geocaching zum Beispiel.Collin: *rollt mit den Augen* Ich hätte dir nie davon erzählen dürfen.
Ihr als Charaktere wachst mit euren Aufgaben, entwickelt euch weiter, besteht so manche Situation. Was glaubt ihr? Fällt es der Autorin leichter euch durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Mina: Puh, das ist echt eine gute Frage *kaut auf ihrer Unterlippe herum* Ich glaube, dass es vielleicht einfacher ist, einfache und lustige Situationen zu beschreiben, als die düsteren.Ellison: Das glaube ich auch. Immerhin muss man bei Letzterem dann doch etwas vorsichtiger vorgehen und schauen, dass man nicht zu viel verrät und die Figuren nur in Situationen bringt, aus denen man sie wieder herausholen kann.Mina: Andererseits … *schaut zu Jeannine, die unter dem Blick ein wenig nervös wird und auf ihrem Stuhl hin und her rutscht* Ich glaube, unserer Autorin machen die schwierigeren, düsteren Zeiten etwas mehr Spaß.Jeannine *verschmitzt lächelnd* zumindest fliegen da die Finger oftmals irgendwie schneller über die Tastatur.
Habt ihr Lieblingsstellen in der Reihe, die ihr uns gerne vorstellen würdest?
Collin: Jap, immer genau die, in denen die Täter abgeführt werden und wir zum Glück lebend aus der Sache herauskommen.Mina *rollt grinsend mit den Augen* Das ist mal wieder eine typische Collin-Antwort. Also aus allen drei Büchern die Lieblingsstellen zu nennen, ist wirklich schwer. Es war natürlich toll Ellison und Collin kennenzulernen und natürlich Mr. Marvel – ihr seid mir alle unglaublich ans Herz gewachsen und nach Green Hill zu kommen, fühlt sich immer mehr wie nach Hause kommen an. Am lustigsten finde ich glaub ich immer noch die Stelle im ersten Band „Mord im Schottenrock“, als wir gemeinsam den Teig für die Katzenkekse zubereitet haben und Collin diesen probiert hat.Collin: *verschränkt abwehrend die Arme vor der Brust* Eine Vorwarnung wäre wirklich nett gewesen.Mina: Oder, als ich Mr. Marvel bei der Testamentsverlesung geerbt habe. Das war wirklich einfach nur verrückt.Ellison: Hmm… Mir gefällt auch der Moment als deine Großmutter Connie im zweiten Band plötzlich aufgetaucht ist und uns dabei geholfen hat, in das Krankenhaus einzubrechenMina: Oder Collins Einsatz mit der Bratpfanne um uns vor … *schlägt sich eilig die Hände vor den Mund, um nichts zu spoilern* um uns vor jemandem zu beschützen.Ellison: Unser besonderer Fund in der Bibliothek hinter diesem Bücherregal in Band 3!Mina: Skurril war auch Catriona in Band 3, die mit ihrer Schlange spazieren gegangen ist.*Ellison und Mina überschlugen sich beinahe als ihnen immer mehr Lieblingsstellen einfallen, bis sie sich fast vor Begeisterung anschrien*Jeannine: *mit lauter Stimme, um die beiden Frauen zu unterbrechen* Das ist wirklich schwer. *dann ruhiger, als die Aufmerksamkeit auf ihr lag* Es sind gar nicht unbedingt einzelne Szenen, sondern eher die Atmosphäre für mich. Das gemütliche B&B, Ellisons Plaudereien über ihre Liebe zum Gärtnern, Minas Vorliebe für True-Crime-Podcasts und Mr. Marvel, dem es irgendwie immer wieder gelingt, die richtige Spur zu finden … Es hat mir einfach unheimlich viel Spaß gemacht diese Reihe zu schreiben und ihr seid mir alle sehr ans Herz gewachsen.
Jetzt eine Frage direkt an die Autorin: Wie viel echte Jeannine steckt in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Jeannine: Als Autor*in hinterlässt man glaub ich in jeder seiner Geschichten und Figuren ein kleines Stück von sich selbst. Man verarbeitet oft auch unbewusst Erlebnisse, Erinnerungen, Ideen und nutzt bestimmte Charakterzüge und so weiter, wodurch immer wieder etwas von einem selbst miteinfließt. Und irgendwie ist das ein schönes Gefühl auf diese Art und Weise mit seinen Geschichten und Figuren verbunden und damit auch immer ein Teil dieser Geschichte und Welt zu sein. Vor allem dann, wenn es – wie jetzt – am Ende einer Reihe heißt, Abschied zu nehmen.
Wie würdet ihr als Protagonisten die Autorin beschreiben?
Jeannine: Lasst uns das mal anders machen als sonst. Wir zählen jetzt bis drei und dann sagt jeder einfach das erste Wort, das ihm oder ihr in den Kopf kommt. Also … Eins … Zwei …Mr. Marvel: Miauuuu (was vermutlich drei bedeuten soll)Mina: Nett! Ich bin sehr dankbar, die Leichen immer nur gefunden und nicht selbst Opfer geworden zu sein. Wobei es das ein oder andere Mal echt knapp war.Ellison: Geduldig – zumindest was unsere Fortschritte manchmal angeht in der Geschichte. So ganz leicht haben wir es ihr nicht immer gemacht.Collin: Empathisch! Sie hat meine Gefühle perfekt verstanden und mich meistens aus allem rausgehalten. Find ich super.Mina: Du weißt schon, dass Jeannine diejenige war, die dir diese Gefühle erst angedichtet hat oder?Collin: Verstehen tut sie sie trotzdem.Jeannine: Und was sagst du Mr. Marvel?Mr. Marvel mit vor stolz geschwellter Brust: Miau miau miau miaaaau. Miiiau miau miauuu.Jeannine: Aww, das ist das Netteste, das bisher jemals eine meiner Figuren zu mir gesagt hat! *wischt sich ein Tränchen aus dem Augenwinkel* Um mal für alle zu übersetzen: Jeannine ist eine tolle Autorin und wirklich nette Person. Sie hat ganz viel Herzblut in unsere Geschichten gesteckt, deshalb solltet ihr unsere Bücher wirklich lesen. Das würde uns viel bedeuten! Ansonsten ist Jeannine freundlich, hilfsbereit, warmherzig, zuverlässig, humorvoll, kreativ und klug.Mina: Du weißt schon, dass es ihm vor allem um die Katzenkekse geht oder? Du hast ihm in den letzten Büchern so viele von Ellison und mir geben lassen, dass er süchtig danach geworden ist. Und er liebt es auf den Covern vorne zu sein. Wenn es nach ihm ginge, könntest du noch zehn weitere Bände schreiben und er würde den Boden vor deinen Füßen ablecken.Ellison: Wie auch immer. Ich glaube, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass wir sehr dankbar dafür sind, dass sie unsere Geschichten aufgeschrieben und uns Leben eingehaucht hat – auch wenn es nicht immer einfach war. Wir sind wirklich dankbar für die gemeinsame Zeit.*zustimmendes Nicken*Jeannine: Danke, Leute *wieder mit Tränchen in den Augen*
Wisst ihr, als Hauptcharaktere, wann die Idee stand eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben deine Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?Mina: Ich glaube, es stand von Anfang an fest. Aber so richtig bewusst wurde es mir erst, als die Geschichte im ersten Band zu „Mord im Schottenrock“ vorbei war.Collin: Ja, genau! Es hat sich fast angefühlt wie bei einer Achterbahnfahrt. Dieses Ziehen im Bauchnabel … und irgendwie wusste ich dann, dass unsere Geschichte noch nicht auserzählt ist.Jeannine: Ich habe tatsächlich alle drei Bände gleichzeitig geplant und wusste daher direkt, dass es eine Trilogie rund um Mina, Mr. Marvel, Ellison und Collin wird 😊
Jeannine: Ich hatte für alle drei Manuskripte von Anfang an Arbeitstitel, wobei nur der von Band 1 „Mord im Schottenrock“ dann auch als finaler Titel übernommen wurde. Die Titel von Band 2 und 3 haben sich gegenüber meinen Arbeitstiteln ein wenig geändert, aber passen genauso perfekt zum Inhalt!
Wer ist denn der Coverdesigner?
Jeannine: Die Cover wurden von der lieben Christin von ArtC.ore-Design / Wildly & Slow Photography erstellt – und ich bin immer noch total begeistert davon, wie süß sie einfach geworden sind! 😊
Seid ihr mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Jeannine: Ich persönlich bin total zufrieden und liebe sowohl die Farben als auch die ganzen kleinen Details, die perfekt zum Inhalt der Bücher passen.Mr. Marvel: Miau!Mina: Mr. Marvel mag vor allem, dass er auf allen drei Covern im Vordergrund steht. Immerhin ist er auch ein ganz wunderbarer Ermittler, daher: Ehre, wem Ehre gebührt!
Zum Abschluss würden mich noch eure Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Jeannine: Kurzer Vorschlag: Wie wäre es, wenn wir uns alle ein Lieblingszitat aus dem dritten Band aussuchen? Über die anderen beiden haben wir ja schon ein wenig mehr aus dem Nähkästchen geplaudert und so zum Abschluss der Reihe…Mina: Gute Idee! Hmmm… Ich weiß schon! *räuspert sich und trägt dann in ihrer besten Collin-Stimme vor*:»Du hast das ganze Chaos wegen einer Schwimmnudel angerichtet? Wir haben Anfang Oktober. Herbst. Mal abgesehen davon habe ich hier noch nie eine gesehen, bist du dir sicher, dass du eine hast?«»Nein, bin ich mir nicht«, erwiderte sie, ohne sich von dem Schrank abzuwenden. Aber ich bin mir sicher, dass wenn ich eine habe, ich sie hier zwischengelagert hätte.«Mina prustete los, während Collin seine Großmutter perplex anblinzelte – was Mina nur noch mehr zum Lachen brachte.Ellison: Das mag ich auch! 😊Collin: Ich habe auch noch eins!:Ach du heilige Mutter aller True-Crime-Podcasts! Beinahe wäre Mina bei dem Anblick ein Schrei entwichen, denn in Catrionas Händen befand sich nichts Geringeres als eine Schlange. Eine größtenteils orange Schlange mit schwarzen und weißen Ringen. Automatisch wich Mina zwei Schritte zurück.»Athene ist noch ein Baby und deine Katze wollte sie definitiv angreifen«, sagte Catriona mit vorgerecktem Kinn und schloss anschließend, nachdem sie der kleinen Schlange einen beinahe liebevollen Blick geschenkt hatte, langsam die Handfläche wieder über sie. »Sie bekommt davon ja ein Trauma fürs Leben.«Collin: Ich finde es irgendwie lustig, wie sehr Mina sich dabei erschrocken hat *grinst fies, worauf Mina ihm die Zunge rausstreckt*Jeannine: Eines meiner Lieblingszitate aus „Mord im schottischen Schloss ist das folgende:Bevor sie in das Abteil ging, drehte sie sich ein weiteres Mal um und winkte Ellison, Collin und Mr. Marvel zu, der es sich auf dem Arm der B&B-Besitzerin gemütlich gemacht hatte. Sie alle waren längst Teil ihrer Familie geworden und mit jedem Mal fiel ihr der Abschied von ihnen schwerer. Eine einzelne Träne lief ihre Wange herunter. Zum Glück war es nicht allzu lang bis Weihnachten, sie würde diese drei Chaoten nämlich unfassbar vermissen.Jeannine: Ich finde darin spürt man total die Liebe, Freundschaft und Zusammengehörigkeit zwischen den Figuren und genauso wie Mina, ist auch mir der Abschied jedes Mal ein bisschen schwerer gefallen.
Danke für das Gespräch.
Jeannine: Danke, dass wir wieder hier sein durften! Es hat einmal mehr großen Spaß gemacht und ist immer wieder schön, die Geschichten auch auf diese Weise in die Welt tragen und auch mal die Figuren zu Wort kommen lassen zu dürfen. Vielen lieben Dank dafür! 😊





