Samstag, 29. August 2026

[Reiheninterview] Bed & Breakfast Crimes von Jeannine Molitor

  


Reiheninterview

Heute treffe ich mich mit Mina, Ellison, Collin und Mr. Mavel und ihrer Autorin Jeannine Molitor, um mit ihnen über die Reihe „Band & Breakfast Crimes“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über die Reihe zu reden.

Jeannine: Danke, dass wir hier sein und die Geschichten vorstellen dürfen! Es ist immer schön, das mit den Leser*innen teilen zu können. Oder Leute?
Mina, Ellison und Collin nicken einvernehmlich. Mr. Marvel stimmt mit einem lauten „Miau!“ zu.
Könnt ihr uns die Reihe, bestehend aus den Teilen „Mord im Schottenrock“, „Mord im Riesenrad“ und „Mord im schottischen Schloss“ mit wenigen Worten vorstellen?
Mina: Klar, gerne. Ich fange einfach mal an. In „Mord im Schottenrock“ reise ich zum ersten Mal nach Green Hill, um an der Testamentsverlesung meiner verstorbenen Großtante teilzunehmen und komme da in Ellisons B&B unter. Wir sind schnell Freundinnen geworden, aber als wir dann meinen Großcousin Freddie tot in Ellisons Garten gefunden haben, mussten wir uns einfach gemeinsam mit Mr. Marvel des Falles annehmen und ermitteln. Das hat uns dann zu einem richtig eingeschworenen Ermittlertrio zusammengeschweißt.
Ellison: In „Mord im Riesenrad“ sollte dann das B&B von den Besucherströmen aufgrund des großen Jahrmarkts, der in Green Hill stattfinden sollte, profitieren. Ich hatte mich so darauf gefreut und alles gemeinsam mit dem Inhaber geplant! Doch dann findet Mina den Besitzer noch kurz vor der Eröffnung tot in einer Riesenradgondel und …
Mina: *wird ein wenig grün im Gesicht* Erinner mich nicht daran.
Ellison: Entschuldige. Jedenfalls hatten wir dann direkt unseren nächsten Fall, den es zu lösen galt. Und so ein Jahrmarkt verbirgt mehr Geheimnisse, als man denkt. Das sage ich euch!
Collin: Und in „Mord im schottischen Schloss“ hatte ich es tatsächlich mal zu wagen gehofft, ein paar ruhige Urlaubstage mit den beiden Damen …
Mr. Marvel: Miauuuuu!!
Collin: … und natürlich dem Kater auf Duncan Castle, einem echt coolen Schloss in den schottischen Highlands, verbringen zu dürfen. Aber weit gefehlt! Natürlich musste wieder eine Leiche auftauchen und Mina und meine Granny haben sich selbstverständlich wieder Hals über Kopf in die Ermittlungen gestürzt. Mir scheint einfach keine Ruhe vergönnt zu sein.
Mina: Nun hab dich nicht so. Geht doch immer alles irgendwie gut aus oder? *wendet sich an Jeannine* Warum musstest du ihn so schreiben?
Jeannine: Ganz einfach: Du und Ellison habt jemand gebraucht, der euch manchmal ein bisschen in eurem Vorhaben bremst. Er hat dafür andere Qualitäten.
Mina: Ja *kichert leise* Geocaching zum Beispiel.
Collin: *rollt mit den Augen* Ich hätte dir nie davon erzählen dürfen.

Ihr als Charaktere wachst mit euren Aufgaben, entwickelt euch weiter, besteht so manche Situation. Was glaubt ihr? Fällt es der Autorin leichter euch durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?

Mina: Puh, das ist echt eine gute Frage *kaut auf ihrer Unterlippe herum* Ich glaube, dass es vielleicht einfacher ist, einfache und lustige Situationen zu beschreiben, als die düsteren.
Ellison: Das glaube ich auch. Immerhin muss man bei Letzterem dann doch etwas vorsichtiger vorgehen und schauen, dass man nicht zu viel verrät und die Figuren nur in Situationen bringt, aus denen man sie wieder herausholen kann.
Mina: Andererseits … *schaut zu Jeannine, die unter dem Blick ein wenig nervös wird und auf ihrem Stuhl hin und her rutscht* Ich glaube, unserer Autorin machen die schwierigeren, düsteren Zeiten etwas mehr Spaß.
Jeannine *verschmitzt lächelnd* zumindest fliegen da die Finger oftmals irgendwie schneller über die Tastatur.

Habt ihr Lieblingsstellen in der Reihe, die ihr uns gerne vorstellen würdest?

Collin: Jap, immer genau die, in denen die Täter abgeführt werden und wir zum Glück lebend aus der Sache herauskommen.
Mina *rollt grinsend mit den Augen* Das ist mal wieder eine typische Collin-Antwort. Also aus allen drei Büchern die Lieblingsstellen zu nennen, ist wirklich schwer. Es war natürlich toll Ellison und Collin kennenzulernen und natürlich Mr. Marvel – ihr seid mir alle unglaublich ans Herz gewachsen und nach Green Hill zu kommen, fühlt sich immer mehr wie nach Hause kommen an. Am lustigsten finde ich glaub ich immer noch die Stelle im ersten Band „Mord im Schottenrock“, als wir gemeinsam den Teig für die Katzenkekse zubereitet haben und Collin diesen probiert hat.
Collin: *verschränkt abwehrend die Arme vor der Brust* Eine Vorwarnung wäre wirklich nett gewesen.
Mina: Oder, als ich Mr. Marvel bei der Testamentsverlesung geerbt habe. Das war wirklich einfach nur verrückt.
Ellison: Hmm… Mir gefällt auch der Moment als deine Großmutter Connie im zweiten Band plötzlich aufgetaucht ist und uns dabei geholfen hat, in das Krankenhaus einzubrechen
Mina: Oder Collins Einsatz mit der Bratpfanne um uns vor … *schlägt sich eilig die Hände vor den Mund, um nichts zu spoilern* um uns vor jemandem zu beschützen.
Ellison: Unser besonderer Fund in der Bibliothek hinter diesem Bücherregal in Band 3!
Mina: Skurril war auch Catriona in Band 3, die mit ihrer Schlange spazieren gegangen ist.
*Ellison und Mina überschlugen sich beinahe als ihnen immer mehr Lieblingsstellen einfallen, bis sie sich fast vor Begeisterung anschrien*
Jeannine: *mit lauter Stimme, um die beiden Frauen zu unterbrechen* Das ist wirklich schwer. *dann ruhiger, als die Aufmerksamkeit auf ihr lag* Es sind gar nicht unbedingt einzelne Szenen, sondern eher die Atmosphäre für mich. Das gemütliche B&B, Ellisons Plaudereien über ihre Liebe zum Gärtnern, Minas Vorliebe für True-Crime-Podcasts und Mr. Marvel, dem es irgendwie immer wieder gelingt, die richtige Spur zu finden … Es hat mir einfach unheimlich viel Spaß gemacht diese Reihe zu schreiben und ihr seid mir alle sehr ans Herz gewachsen.

Jetzt eine Frage direkt an die Autorin: Wie viel echte Jeannine steckt in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?

Jeannine: Als Autor*in hinterlässt man glaub ich in jeder seiner Geschichten und Figuren ein kleines Stück von sich selbst. Man verarbeitet oft auch unbewusst Erlebnisse, Erinnerungen, Ideen und nutzt bestimmte Charakterzüge und so weiter, wodurch immer wieder etwas von einem selbst miteinfließt. Und irgendwie ist das ein schönes Gefühl auf diese Art und Weise mit seinen Geschichten und Figuren verbunden und damit auch immer ein Teil dieser Geschichte und Welt zu sein. Vor allem dann, wenn es – wie jetzt – am Ende einer Reihe heißt, Abschied zu nehmen.

Wie würdet ihr als Protagonisten die Autorin beschreiben? 

Jeannine: Lasst uns das mal anders machen als sonst. Wir zählen jetzt bis drei und dann sagt jeder einfach das erste Wort, das ihm oder ihr in den Kopf kommt. Also … Eins … Zwei …
Mr. Marvel: Miauuuu (was vermutlich drei bedeuten soll)
Mina: Nett! Ich bin sehr dankbar, die Leichen immer nur gefunden und nicht selbst Opfer geworden zu sein. Wobei es das ein oder andere Mal echt knapp war.
Ellison: Geduldig – zumindest was unsere Fortschritte manchmal angeht in der Geschichte. So ganz leicht haben wir es ihr nicht immer gemacht.
Collin: Empathisch! Sie hat meine Gefühle perfekt verstanden und mich meistens aus allem rausgehalten. Find ich super.
Mina: Du weißt schon, dass Jeannine diejenige war, die dir diese Gefühle erst angedichtet hat oder?
Collin: Verstehen tut sie sie trotzdem.
Jeannine: Und was sagst du Mr. Marvel?
Mr. Marvel mit vor stolz geschwellter Brust: Miau miau miau miaaaau. Miiiau miau miauuu.
Jeannine: Aww, das ist das Netteste, das bisher jemals eine meiner Figuren zu mir gesagt hat! *wischt sich ein Tränchen aus dem Augenwinkel* Um mal für alle zu übersetzen: Jeannine ist eine tolle Autorin und wirklich nette Person. Sie hat ganz viel Herzblut in unsere Geschichten gesteckt, deshalb solltet ihr unsere Bücher wirklich lesen. Das würde uns viel bedeuten! Ansonsten ist Jeannine freundlich, hilfsbereit, warmherzig, zuverlässig, humorvoll, kreativ und klug.
Mina: Du weißt schon, dass es ihm vor allem um die Katzenkekse geht oder? Du hast ihm in den letzten Büchern so viele von Ellison und mir geben lassen, dass er süchtig danach geworden ist. Und er liebt es auf den Covern vorne zu sein. Wenn es nach ihm ginge, könntest du noch zehn weitere Bände schreiben und er würde den Boden vor deinen Füßen ablecken.
Ellison: Wie auch immer. Ich glaube, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass wir sehr dankbar dafür sind, dass sie unsere Geschichten aufgeschrieben und uns Leben eingehaucht hat – auch wenn es nicht immer einfach war. Wir sind wirklich dankbar für die gemeinsame Zeit.
*zustimmendes Nicken*
Jeannine: Danke, Leute *wieder mit Tränchen in den Augen*

Wisst ihr, als Hauptcharaktere, wann die Idee stand eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben deine Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?

Mina: Ich glaube, es stand von Anfang an fest. Aber so richtig bewusst wurde es mir erst, als die Geschichte im ersten Band zu „Mord im Schottenrock“ vorbei war.
Collin: Ja, genau! Es hat sich fast angefühlt wie bei einer Achterbahnfahrt. Dieses Ziehen im Bauchnabel … und irgendwie wusste ich dann, dass unsere Geschichte noch nicht auserzählt ist.
Jeannine: Ich habe tatsächlich alle drei Bände gleichzeitig geplant und wusste daher direkt, dass es eine Trilogie rund um Mina, Mr. Marvel, Ellison und Collin wird 😊
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Jeannine: Ich hatte für alle drei Manuskripte von Anfang an Arbeitstitel, wobei nur der von Band 1 „Mord im Schottenrock“ dann auch als finaler Titel übernommen wurde. Die Titel von Band 2 und 3 haben sich gegenüber meinen Arbeitstiteln ein wenig geändert, aber passen genauso perfekt zum Inhalt!

Wer ist denn der Coverdesigner?

Jeannine: Die Cover wurden von der lieben Christin von ArtC.ore-Design / Wildly & Slow Photography erstellt – und ich bin immer noch total begeistert davon, wie süß sie einfach geworden sind! 😊

Seid ihr mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?

Jeannine: Ich persönlich bin total zufrieden und liebe sowohl die Farben als auch die ganzen kleinen Details, die perfekt zum Inhalt der Bücher passen.
Mr. Marvel: Miau!
Mina: Mr. Marvel mag vor allem, dass er auf allen drei Covern im Vordergrund steht. Immerhin ist er auch ein ganz wunderbarer Ermittler, daher: Ehre, wem Ehre gebührt!

Zum Abschluss würden mich noch eure Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.

Jeannine: Kurzer Vorschlag: Wie wäre es, wenn wir uns alle ein Lieblingszitat aus dem dritten Band aussuchen? Über die anderen beiden haben wir ja schon ein wenig mehr aus dem Nähkästchen geplaudert und so zum Abschluss der Reihe…
Mina: Gute Idee! Hmmm… Ich weiß schon! *räuspert sich und trägt dann in ihrer besten Collin-Stimme vor*:
»Du hast das ganze Chaos wegen einer Schwimmnudel angerichtet? Wir haben Anfang Oktober. Herbst. Mal abgesehen davon habe ich hier noch nie eine gesehen, bist du dir sicher, dass du eine hast?«
»Nein, bin ich mir nicht«, erwiderte sie, ohne sich von dem Schrank abzuwenden. Aber ich bin mir sicher, dass wenn ich eine habe, ich sie hier zwischengelagert hätte.«
Mina prustete los, während Collin seine Großmutter perplex anblinzelte – was Mina nur noch mehr zum Lachen brachte.
Ellison: Das mag ich auch! 😊
Collin: Ich habe auch noch eins!:
Ach du heilige Mutter aller True-Crime-Podcasts! Beinahe wäre Mina bei dem Anblick ein Schrei entwichen, denn in Catrionas Händen befand sich nichts Geringeres als eine Schlange. Eine größtenteils orange Schlange mit schwarzen und weißen Ringen. Automatisch wich Mina zwei Schritte zurück.
»Athene ist noch ein Baby und deine Katze wollte sie definitiv angreifen«, sagte Catriona mit vorgerecktem Kinn und schloss anschließend, nachdem sie der kleinen Schlange einen beinahe liebevollen Blick geschenkt hatte, langsam die Handfläche wieder über sie. »Sie bekommt davon ja ein Trauma fürs Leben.«
Collin: Ich finde es irgendwie lustig, wie sehr Mina sich dabei erschrocken hat *grinst fies, worauf Mina ihm die Zunge rausstreckt*
Jeannine: Eines meiner Lieblingszitate aus „Mord im schottischen Schloss ist das folgende:
Bevor sie in das Abteil ging, drehte sie sich ein weiteres Mal um und winkte Ellison, Collin und Mr. Marvel zu, der es sich auf dem Arm der B&B-Besitzerin gemütlich gemacht hatte. Sie alle waren längst Teil ihrer Familie geworden und mit jedem Mal fiel ihr der Abschied von ihnen schwerer. Eine einzelne Träne lief ihre Wange herunter. Zum Glück war es nicht allzu lang bis Weihnachten, sie würde diese drei Chaoten nämlich unfassbar vermissen.
Jeannine: Ich finde darin spürt man total die Liebe, Freundschaft und Zusammengehörigkeit zwischen den Figuren und genauso wie Mina, ist auch mir der Abschied jedes Mal ein bisschen schwerer gefallen.

Danke für das Gespräch.

Jeannine: Danke, dass wir wieder hier sein durften! Es hat einmal mehr großen Spaß gemacht und ist immer wieder schön, die Geschichten auch auf diese Weise in die Welt tragen und auch mal die Figuren zu Wort kommen lassen zu dürfen. Vielen lieben Dank dafür! 😊 

Freitag, 28. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Der Kampf des Eiswolfs von Chris Modd


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Liv und Grom aus „Der Kampf des Eiswolfs“, um mit ihnen über das Buch und ihren Autor zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Liv: Wir sind schon ganz gespannt. Öffentlichkeitsarbeit fällt sonst nicht in unser Aufgabengebiet.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Liv: Ich bin Liv Winterklaue, Tochter des Häuptlings des Winterklauenstammes und eine erfahrene Kriegerin. Als solche bin ich unverzichtbar für unseren Stamm, denn unser Dorf wird häufig von wilden Ungeheuern überfallen. Aber eines Tages werde ich eine Armee zusammenstellen und alle Bestien ausrotten, damit wir in Ruhe leben können.
Grom: Ich bin Grom von den Schwarzorks aus dem Osten. Ich bin in der Eiswüste gelandet, weil ich einen Riesen im Armdrücken besiegen wollte. Aber diese Ungeheuer verstecken sich vor mir.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Liv: Wie schon erwähnt, möchte ich nach einem Angriff eines Riesen auf unser Dorf alle Bestien ausrotten. Aber ich habe mich zu sehr auf diese Gefahr konzentriert und andere Bedrohungen ausgeblendet. Ein hinterhältiger Verrat und die Invasion eines Magiers aus dem Süden belehren mich eines Besseren. Verwundet und gedemütigt entkomme ich aus der Eiswüste und suche fortan einen Weg, um meine Heimat mit neuen Gefährten wieder zu befreien. Wenn ich nur wüsste, was dieser Magier von uns will.
Glaubt ihr, macht es dem Autor Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Liv: Ich fürchte schon. Aber noch mehr Spaß daran hat diese eine Testleserin, die überall kommentiert hat, dass er es mir nicht so einfach machen soll. Aber bei ein paar Szenen musste ich wirklich schlucken.
Grom: Das Leben besteht nun mal aus Herausforderungen und Rückschlägen. Warum sollte es im Buch anders sein? Wichtig ist, dass wir danach stets wieder aufgestanden sind.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Liv: Ich liebe die Eisspiele, bei denen die Stämme des Nordens gegeneinander antreten. Fast hätte ich einen Wettkampf gewonnen. Aber das war vor den schrecklichen Ereignissen, die danach folgten.
Grom: Es gibt viele tolle Stellen. Die meisten würden raten, es sind die Passagen wo ich mit meiner Axt einem großen Monster zeige, wer der Stärkste ist. Aber mir gefällt die Stelle sehr, wo ich Fealsam mit meiner Heilkunst retten kann.
Was glaubt ihr, wie viel von eurem Autor steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Liv: Sehr viel. Es ist zum einen die Gedankenwelt, aber es werden auch andere Themen und Sichtweisen aus dem Leben des Autors behandelt.
Grom: Ich habe auch fas Gefühl, dass einige Szenen aus einer persönlichen Erfahrung heraus geschrieben sind. Auch das wiederkehrende Motiv, dass die Nordmenschen im Einklang mit der Natur leben sollten, kommt bestimmt von ihm.
Wie würdet ihr euren Autor beschreiben?
Liv: Er lässt sich einfach viel zu leicht ablenken. Wie häufig ich wissen wollte, wie es weitergeht und plötzlich recherchiert er über eine Stunde zum Schiffbau eines Langschiffes, dabei war in der Szene nur ein Detail interessant.
Grom: Dafür lebt er wirklich die Welt, die er beschreibt. Da er unzählige Nebengeschichten im Kopf hat, wird bei der Überarbeitung nochmal ganz viel angefasst, da viele Informationen nur in seinem Kopf sind und für die Leser nicht zugänglich sind.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Liv: Der Arbeitstitel war lange Zeit ein ähnlicher, bis im Schreibprozess klar wurde, dass es kein Einzelband, sondern eine Trilogie wird. Dann passte der Titel plötzlich besser zum kommenden Band 2 und über Nacht stand ein neuer Titel auf dem Cover.
Grom: Ich war ehrlicherweise überrascht. Mir gefiel der erste Titel besser, aber dann warte ich eben auf Band 2.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Grom: Ich bin schon enttäuscht, dass ich es nicht mit aufs Cover geschafft habe.
Liv: Mir gefällt es. Aber ich weiß, dass Chris sich lange unsicher war. Bei Band 2 plant er zwei Versionen erstellen zu lassen und dann in seinem Newsletter abstimmen zu lassen. So können die Leser:innen mitentscheiden, wenn sie sich anmelden.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Liv: »Erfolg ist immer nur eine Momentaufnahme. Wenn du nicht hart dafür arbeitest, es zu wiederholen, werden deine guten Taten schnell in Vergessenheit geraten.«
Das hat mir mein Vater geraten und es ist viel wahres dran, wie ich selbst feststellen musste.
Grom: »Dank euch weiß ich wieder, dass es noch viele Wunder zu entdecken gibt. Ja, ich glaube sogar zu erahnen, dass das Leben noch mehr zu bieten hat, wenn man bereit ist, ein Risiko einzugehen.«
Das sagte Fealsam zu uns, nachdem wir sein Leben gerettet haben. Es hat mich tief berührt.
Danke für das Gespräch

Montag, 24. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Verbotene Liebe - Im Antlitz des Feindes von Luzy Morgenstern

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Yinwarin und Fortis aus „Verbotene Liebe – Im Antlitz des Feindes“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Yinwarin: Sehr gerne!
Fortis nickt zustimmend
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Yinwarin: Das ist Fortis, ein starker und gefürchteter Ork-Krieger. In seinem Clan war er aber eher ein Außenseiter.
Fortis: Yinwarin ist der zukünftige Anführer der südlichen Waldelfen. Er versucht, allen Erwartungen gerecht zu werden, aber das stellt ihn vor große Herausforderungen. Außerdem ist er das schönste Wesen, das ich jemals gesehen habe. Und …
Yinwarin, verlegen: Nun hör schon auf.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Fortis: Die Kurzgeschichte beschreibt, wie wir uns kennenlernten. Ich hatte den Auftrag meines Clans, mit einem Spähertrupp nach einem geeigneten neuen Lebensraum zu suchen. Dass ich Yinwarin begegne und sich damit mein Leben auf den Kopf stellt, war definitiv nicht geplant.
Yinwarin: Außerdem war ich zu der Zeit verlobt. Wie wir aus dieser denkbar ungünstigen Lage gekommen sind, könnt ihr in dort nachlesen.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Fortis: Ich glaube schon.
Yinwarin: Das Leben hat seine Höhen und Tiefen. Ohne Tiefen könnte man die Höhen doch gar nicht schätzen. Außerdem wachsen wir an den Herausforderungen selbst und wachsen zusammen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Fortis: Die Szene am See.
Yinwarin: Stimmt. Das war magisch. Für mich aber auch die Begegnungen mit Helesatra. Sie ist eine ganz besondere Elfe, die mir geholfen hat, die Augen zu öffnen.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Fortis: Naja, Luzi ist weder ein Ork-Krieger, noch ein Elf, also …
Yinwarin: Nicht so, Fortis, im übertragenen Sinn. Ich denke, ein Stück der Autoren steckt immer in dem Buch und den Charakteren, ob sie wollen oder nicht. Dieses „Gefangen sein in einem Leben bzw. Erwartungen und davon ausbrechen wollen“ steckt in erstaunlich vielen Geschichten von Luzi. Das ist möglicherweise kein Zufall.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Fortis: So wie Helesatra hat sie immer ein offenes Ohr für alle und hilft gerne weiter. Sie ist gewissenhaft und pflichtbewusst wie Yinwarins Vater. Aber auch neugierig und leidenschaftlich wie Yinwarin.
Yinwarin: …und kann manchmal so stur sein wie Fortis. Damit hätten wir die vorherige Frage nochmal ausführlicher beantwortet.
Wisst ihr, wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Yinwarin: Der Titel stand schon sehr bald fest, aber der Untertitel kam etwas später noch hinzu, um das Buch von anderen Werken zu unterscheiden.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Fortis: Ich glaube, da sind wir uns einig, dass das Cover perfekt ist, so wie es ist. Es entspricht genau unseren Wünschen und wurde super umgesetzt. Besser hätte es nicht sein können! Gestaltet wurde es übrigens von Mo Weinert @mo.coverdesigns
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Yinwarin: das hier ist mein Lieblingszitat:
»Warum hast du mich nicht getötet? Du hattest genug Gelegenheiten.«
»Das ist ganz einfach: Du bist das schönste Wesen, das ich jemals gesehen habe. Wie hätte ich dich da töten können?«
Fortis: und das meines:
»Ich weiß, dass wir nicht zusammen sein sollten, nicht zusammen sein dürfen. Unsere Völker hassen sich, wir sollten uns hassen, aber … Ich kann es nicht. Ich will es nicht.«
Danke für das Gespräch
Yinwarin: Immer gerne!
Fortis nickt zustimmend

Sonntag, 23. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Freundesfeind - Weltenflucht-Chroniken 2 von Tea Loewe


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Mexx und ihrer Autorin, um mit ihnen über das Buch „Freundesfeind – Weltenflucht-Chroniken 2“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten. Beschreibt uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
"Teeeaaaa", schnarrt Mexx. Ihre grünen Zöpfe wackeln, wenn sie auch deutlich verfilzter aussehen als in Teil 1.
Die Autorin zuckt entschuldigend mit den Schultern. "Sie ist weiterhin sehr … besonders. Aber gut. Kommen wir zu Teil 2 der Weltenflucht-Chroniken mit dem verdächtig wirkenden Namen 'Freundesfeind'. Es ist die Fortsetzung meiner neuen Sciencefiction-Serie, die im postapokalyptischen Nordschweden spielt, überrollt von einer Alieninvasion, so wie der gesamte Planet.
"Scheiß Welt", wirft Mexx ein und legt den Kopf schief.
"Ja", stimmt Tea zu. "Durch und durch. Aber immerhin kommt ihr der Lösung des Rätsels näher, das Saras Vater Rikkard für sie zurückgelassen hat."
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen? Hat sie dich richtig eingeschätzt?
Mexx lacht schallend auf, dann fällt ihre Mimik in sich zusammen und die Mundwinkel fallen. "Tea ist scheiße, genau wie die Welt. Mit Mord und Totschlag kann ich, aber dass sie mir dieses Bullshitgelaber an die Ohren hängt ..." Mexx verstummt, als würde ihr jetzt erst klar, wie viel sie gesprochen hat. "Düüüüster, eindeutig." Sie vergräbt die Hände in den Hosentaschen und funkelt Tea wütend an.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Tea nickt. "Hast du dich jemals gefragt, wie die Erde aus dem Weltall aussieht? Wie dieser dünne Film Atmosphäre uns schützt vor einer Umgebung, in der wir niemals leben könnten und die unseren sicheren Tod bedeuten würde? Sara kommt zu diesen Überlegungen, und ich finde, sie machen uns bewusst, wie wertvoll dieser kleine Ameisenhügel im All ist, den wir hier bewohnen.
Was glaubst du, wie viel Tea steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter? Hat er alles gefunden oder gibt es da noch etwas verstecktes?
"Tea ist scheiße", wirft Mexx von der Seite ein und kickt einen Stein davon.
Entschuldigend lächelt Tea. "Eigentlich bin ich echt nett. Eher zu nett, und recht naiv. In Sara steckt vielleicht ein bisschen was von mir, wobei ich sie mutiger finde, als ich jemals sein könnte. In meinen Welten steckt dann wohl das Grauen, das mir manchmal auch im Alltag oder in den Nachrichten begegnet, das irgendwo hin muss, damit ich nicht verrückt werde. Vielleicht lässt es sich ja irgendwann zwischen die Seiten verbannen. Das Gute muss nur oft genug gewinnen."
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
"Scheiße", sagt ich doch.
"Deine Wortwahl ist recht begrenzt", mahnt Tea. "Das kannst du besser."
Mexx kichert. "Kann ich. Bescheuert, brachial, zum Kotzen, fanatisch, gemein, grauenhaft, abscheulich, furchtbar und entsetzlich."
"Danke", sagt Tea und atmet angespannt aus. "Ich kann auch Liebesromane schreiben."
Mexx' Blick ist geladen wie eine Waffe. "Als Myla. Tea ist gnadenlos."
"Das stimmt wohl."
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
"Keine Mitsprache, bei nichts", antwortet Mexx knapp.
Tea nickt. "Der Titel stand bereits bei Serienstart. Auch die Titel für die kommenden drei Bände stehen bereits, werden aber noch nicht verraten."
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
"Irgendetwas kann man immer besser machen", sagt Tea. "Aber wir mögen es sehr und glauben, dass es seine Zielgruppe erreichen kann. Wer Sciencefiction, eine verlorene Erde und auch das Weltall mag und nichts gegen ein paar Aliens hat, kommt auf seine Kosten."
Was ist jeweils euer Lieblingszitat aus dem Buch?
Tea schmunzelt und zitiert: "Diese Kugel war nicht davon abhängig, dass der Mensch sie gut behandelte. Sie überlebte von allein."
Mexx schüttelte die grünen Zöpfe. "Das ist alles eine Frage der Perspektive."
Danke für das Gespräch.

Samstag, 22. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] You have to Remember von Yvonne Wundersee


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Maze und Cat aus „You have to Remember“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Guten Abend! Wir freuen uns sehr, heute bei dir sein zu dürfen.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Cat: Ich bin Cat – Autorin eines Romance-Bestsellers und ziemlich kaputt. Ich liebe Excellisten und die Einsamkeit meiner Wohnung. Alles um mich herum und in mir ist grau, damit mir niemand mehr wehtun kann. Zumindest war das mein Leben, bis Maze entschieden hat, dass ich noch immer zu ihm gehöre.
Maze: Mein Eingreifen war aber auch dringend notwendig. Es musste dich doch jemand daran erinnern, wer du wirklich bist. Auch wenn ich mir vorher hätte überlegen müssen, dass das mit meinem Mafia-Hintergrund nicht die beste Idee ist. Ich könnte mich noch immer dafür schlagen, dass ich dich in Gefahr gebracht habe.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
You habe to Remember ist eine Dark Romance mit ein wenig Fantasy und den wichtigsten Tropes: Second Chance, Mafia, Healing of broken hearts, Shapeshifter.
Dieses Buch ist für jeden Lesenden, der tiefe Gefühle, viel Spice und ausweglos erscheinende Hindernisse liebt. Dabei ist Maze eine GreenFlag, auch wenn er mit der Entführung seiner Cat eine falsche Entscheidung trifft. Doch wenn es um Cat geht, ist er zu allem bereit.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Natürlich!!! Sie muss ja nicht solche Sachen schreiben. Wir wären auch lieber die Protagonisten eines Cozy-Liebesromans geworden, aber Yvonne weigert sich ja so etwas zu schreiben. Ich hätte auch einfach bei Cat klingeln und ihr einen Blumenstrauß unter die Nase halten können. Zusammen wären wir ein Essen gegangen und puff! – Liebe ist wieder da. Aber nein! Sie muss mich ja in die Mafia stecken und mir ein Tuch mit Chloroform in die Hand drücken. Typisch!
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Cat: Ich liebe die Szene, als Maze mir Boxen beigebracht hat. Er hat an mich geglaubt und dem Grau keinen Platz gelassen. Denn Maze ist Farbe, so intensiv, dass man sie nicht ausblenden kann.
Maze: Meine liebste Szene ist, als Cat mich erkannt hat. Ihr Blick, die Atemlosigkeit, die Verwirrung – und doch habe ich sofort die Liebe in ihren grauen Augen aufblitzen sehen. Da wusste ich, dass wir uns nie verloren hatten. Ich musste nur die Angst besiegen.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Cat (lacht): Ich bin Yvonne. Jede Faser von mir ist sie. Ich bin ihre Hoffnung, ihre Angst und der Spiegel ihrer Abgründe.
Maze: Und ich bin alles, was sie sich von einem Mann wünscht. Ist schon genial, oder?
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Sie ist eine unsichere Person, die es gut kaschieren kann. Sie lacht, obwohl sie weinen will. Sie kümmert sich um andere, obwohl sie selbst zerbrochen ist. Yvonne lebt für das Schreiben, denn hier kann sie sich so zeigen, wie sie ist. Sie kann die tiefen Verletzungen zeigen, die sie in sich trägt und heilt damit Stück für Stück. Wir mögen Yvonne echt gern.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Der Arbeitstitel war „Wie in deinem Buch“, aber gerade im Dark Romance Bereich gehen deutsche Titel nicht so gut. Also musste was Englisches her. You have to Remember zeigt tiefe Emotionen und weckt die Neugier – hoffentlich.
Uns hat sie dabei aber nicht gefragt. Da ist sie sehr übergriffig gewesen.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Wir lieben das Cover, weil es anders ist. Nicht das normale schwarze Cover mit Totenköpfen und Blümchen. Hier strahlt alles Gefahr und Sinnlichkeit aus. Aber es bleibt zu hoffen, dass die Leser und Leserinnen es annehmen und ebenfalls lieben.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Cat: Wie sehr ich mich geirrt hatte, als mich dieser Gedanke quälte: Es ist kein Ob, sondern ein Wann. Die Zurückweisung und die Abscheu werden kommen, und dann die Schläge, die Demütigungen. Liebe zerstört Menschen, wenn sie nicht in wunderschönen Geschichten mit Happy End in Büchern steht.
Maze: Ich presse mir die Mündung an die Schläfe. „Die Schlüssel zur Haustür sind in meiner Hosentasche.“ Damit sehe ich ihr in die Augen, verliere mich in dem Grau, das schon immer mein Hafen war. – Ich wäre lieber gestorben, als Cat noch einmal zu verlieren.
Danke für das Gespräch

Freitag, 21. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Shadow Whisper - Die Fae von Irvin von Nina Loon

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Amalia, Keylam und Emil aus „Shadow Wisper- Die Fae von Irvin“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Emil: Ich habe nur kurz Zeit.
Amalia: Gerne, was möchtest du wissen?
Keylam (beäugt Emil misstrauisch): Klar. Ich würde alles für Amalia machen.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Emil: Ich bin Thronerbe und werde in naher Zukunft das Reich Alsuna reagieren.
Amalia: Keylam und ich sind Waisen und zusammen in einem Kinderheim aufgewachsen. Er hat mir geholfen, meine Sprach wiederzufinden.
Keylam: Ich arbeite in den Stallungen und Avis als Zofe im Palast.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Emil: Ein Erbe, dass an allerhand Verpflichtungen geknüpft ist und folgenreiche Entscheidungen erfordert.
Amalia: Zwei Herzen, die in unterschiedliche Richtungen ziehen.
Keylam: Zwei Seelen, die untrennbar miteinander verbunden sind.
Amalia: Ein Vermächtnis, das alles ändert.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Amalia: Ich glaube, dass sie selbst an den Herausforderungen wächst, vor die sie uns stellt.
Keylam: Naja, sonst wäre es ja keine Geschichte, oder?
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
»Ich werde dich nicht vergessen.« Er legte mir eine Hand auf die Wange und drückte seine Lippen auf meine. Ein warmes Gefühl durchflutete meinen Bauch. Key roch nach Seife, Heu und Kräutern. Seine Locken kitzelten mich im Gesicht und mussten dringend geschnitten werden.
Sanft drückte er mich an sich. Er war der Einzige, der das durfte. »Sobald ich genug Geld habe, hole ich dich. Versprochen.«
Ich legte mein Gesicht an seinen Hals und sog den vertrauten Duft tief ein. Ruhe durchströmte mich. Wir wussten beide, dass er sein Versprechen nicht halten würde, denn bis er genug Geld gespart hatte, wären Jahre vergangen.
Mein Herz pochte laut. Dieser Blick. Seine blassblauen Augen hatten sich vernichtend in meine gebohrt, das Kinn arrogant in die Höhe gereckt und sein Gesichtsausdruck war unergründlich gewesen. Der Zusammenstoß mit mir war ein Ärgernis, ich war nichts weiter als eine Kakerlake an seinem Schuh. Schäumende Wut stieg in mir auf.
Es ist eine Maske, sieh dahinter, direkt in sein Herz. Du täuschst dich, flüsterte mir die raue, durchdringende Frauenstimme zu.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Keylam: Avis ist furchtlos, sie muss nur ihre innere Stärke finden.
Avis: Key ist mein bester Freund und der Grund, warum ich heute so bin, wie ich bin.
Emil: Das beantwortet die Frage nicht. Sicher, ja steckt ein Teil von ihr in den Büchern.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Emil: Diszipliniert.
Amalia: Kreativ.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Emil: Urspr. ist das Buch ja unter den Namen „Das Wispern der Ahnen“ erschienen und hat dann dieses Jahr ein Upgrade erhalten.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Vielleicht gibt es im Leben nur die eine große Liebe. Ich weiß, wer meine ist, und ich bin machtlos dagegen. Doch die Zeit mit dir werde ich für immer in meinem Herzen bewahren.
Du warst immer meine Stütze und mein Ansporn, mutig zu sein.
»Ich wollte schweigen und dich nicht drängen, aber ich halte es nicht mehr aus. Da ist ein Feuer in mir, das an mir zehrt und mich verbrennt. Und alles, woran ich denken kann, bist du. Jedes Mal, wenn ich dich wiedergesehen habe, sind meine Gefühle hochgekocht und haben das zerstört, was ich mir aufgebaut habe. Es gab immer nur dich.
Danke für das Gespräch

Donnerstag, 20. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Neue Zeiten auf der Kö - Die Designerin von Bettina Lausen


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Grace und Luciano aus „Neue Zeiten auf der Kö – Die Designerin“ und deren Autorin Bettina Lausen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Bettina: „Ich lasse Grace und Luciano gern den Vortritt.“
Grace: „Das hat ja schon gut geklappt. Immer hat sie das erste Wort.“
Luciano: „Also ich unterstütze Grace immer!“
Es wäre schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Grace: „Ich bin eine Nippy aus London, doch ich liebe es, neue Kleider zu entwerfen, und Düsseldorf, die Stadt der Mode, hat mich von Anfang an fasziniert.“
Luciano: „Vielleicht verstehen die Zuhörer kein Englisch. Sie hat dort als Kellnerin gearbeitet. Reine Verschwendung ihres Talents. Ich habe noch nie jemanden erlebt, der so viel raffinierte Ideen hat, wenn es um Mode geht. Ich bin übrigens gelernter Schneider und habe eine Schneiderei in Düsseldorf. Ursprünglich stamme ich aus Italien und bin während des Krieges hier gestrandet.“
Bettina: „Gestrandet ist gut, deine Eltern haben dich verstoßen. Und Grace hat noch vergessen zu sagen, dass ihre Großmutter aus Deutschland stammt, doch ihr Vater diesen Umstand am liebsten verheimlichen würde. Ich lebe übrigens in Haan, ganz in der Nähe von Düsseldorf.“
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Luciano: „Eine Liebesgeschichte in der deutschen Stadt der Mode.“
Grace: „Das Buch ist doch noch viel mehr! Was ist mit deiner Schwester, meiner Großmutter und meinem Bruder? Und dann die vielen Ideen und Kleider … und unsere Träume.“
Bettina: „Ich fasse das lieber mal kurz von außen zusammen. Die Londonerin Grace reist gegen den Willen ihrer Eltern zur Hochzeit ihrer Freundin nach Düsseldorf. Dort verliebt sie sich Hals über Kopf in den attraktiven Schneider Luciano. Gemeinsam träumen sie von einer eigenen Modemarke.“
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Bettina grinst: „Natürlich tut es das.“
Grace grinst ebenfalls: „War so klar.“
Bettina: „Aber ohne Stolpersteine wäre eine Geschichte langweilig. Mir ist es auch wichtig, dass die Figuren eine interessante Vergangenheit und Familiengeschichte haben. Meist steckt da noch so viel drin, dass die Vorgeschichte auch einen Roman wert wäre.“
Grace: „Du könntest einen Roman über meinen Bruder schreiben, wie er in Dünkirchen …“
Bettina: „Lieber über deine Großmutter, wie sie aus dem Elternhaus in Bad Godesberg geflohen ist, um dem Mann ihres Herzens nach London zu folgen.“
Grace bekommt feuchte Augen: „Ja, bitte.“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Bettina: „Ich habe es geliebt, die Tanzszenen zu schreiben.“
Grace: „Ich liebe es, zu tanzen.“
Bettina: „Wusstest du, dass du ursprünglich Tänzerin werden solltest, mit Liebe zu Musik und Rhythmus im Herzen?“
Grace: „Das hast du mir noch gar nicht erzählt, aber das wäre auch etwas für mich gewesen. In einem anderen Leben, einem anderen Universum.“ Sie gibt Luciano einen Kuss auf die Wange.
Bettina: „Hier mal ein kleiner Ausschnitt.“
»Noch einen Tanz?«, fragte Luciano kokett.
»Habe ich nicht gesagt, das war der letzte?« Ihr Widerstand war nur halbherzig. Natürlich könnte sie die ganze Nacht mit Luciano Rosati über die Tanzfläche schweben und würde keine Sekunde bereuen, aber ihre Füße schmerzten wirklich. Hätte sie geahnt, dass sie heute stundenlang das Tanzparkett unsicher machen würde, hätte sie flache Schuhe angezogen oder sich welche zum Wechseln mitgebracht.
»Das haben Sie gesagt, aber gedacht haben Sie etwas anderes.« Er zog sie in die Arme und schob sie wieder über die Tanzfläche. Grace lachte und ließ sich von ihm treiben. Sie hatte sich noch nie so leicht und gleichzeitig so geschunden gefühlt. Der Schwebezustand war wie eine Sucht.
Wie viel echte Bettina steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
In jedem meiner Bücher steckt ein wenig von mir. Genauso wie meine Charaktere tanze ich gern und habe früher auch mal Formation getanzt.
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Luciano: „Offenherzig und kreativ. Sie hat Verwandte in Italien genauso wie ich.“
Grace: „Sie ist aber auch sehr durchstrukturiert und sie liebt Tee, genauso wie ich.“
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Grace: „Zuerst sollte ich eine Verlegerin werden und eine Modezeitschrift herausbringen, aber Bettina hat schnell gemerkt, dass gar nicht mein größter Wunsch ist. Ich wollte lieber Kleider entwerfen, obwohl ich beim Schneidern zwei Linke Hände habe und gerade mal einen Knopf annähen kann.“ Grace verschränkt die Arme. „Ich habe mich quer gestellt und Bettinas kreativen Prozess lahmgelegt. Sie musste mich neu überdenken und die ganze Handlung umarbeiten.
Bettina: „Ja, dann musste ich sogar zu meiner Verlegerin gehen und fragen, ob ich alles anders machen darf. Zum Glück war sie einverstanden. Der Titel stand dann relativ schnell fest.“
Grace: „Wobei du recherchieren musstest, ob es den Begriff „Designerin“ bereits 1954 gab.“
Bettina: „Das war ein Problem. Geläufig war der Begriff damals noch nicht, dafür heute. Und ich habe einen Beweis in einer Zeitung gefunden, dass der Begriff „Designer“ damals zumindest schon mal aufgetaucht ist.“
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Grace strahlt: „Ich mag es, dass meine rötlichen Haare gut getroffen sind.“
Luciano: „Schade, dass ich nicht auf dem Cover zu sehen bin.“
Grace stößt ihn mit dem Ellenbogen in die Seite: „Es sind immer die Frauen auf dem Cover zu sehen. Das war bei Eva und Zuria doch auch so.“
Luciano: „Stimmt. Die Journalistin und die Fotografin. Da konnten wir die Tradition natürlich nicht brechen.“
Bettina: „Ich mag das Cover auch. Außerdem finde ich es super, dass das Düsseldorfer Rathaus und das Jan-Wellem-Reiterstandbild zu sehen sind. Der Lokalkolorit wird hier sehr deutlich, aber natürlich ist das Buch für alle interessant, die sich für Mode und Geschichte interessieren oder einfach eine schöne Liebesgeschichte lesen möchten.“
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Grace: „Liebe Gott und dich selbst. Dann wird dir alles gelingen. Das stammt von meiner Großmutter.“ Sie grinst.
Luciano: „Du bist immer so sentimental. Mein Lieblingszitat ist: Herr Rosati legte eine Hand auf sein Herz. »Für mich ist Schneidern Leidenschaft.«
Bettina: „Ich mag es, wenn die beiden sich necken. Zum Beispiel, als sie sich das Benrather Schloss anschauten.“ Bevor sie ins Innere durften, mussten sie Filzpantoffeln anziehen. Mit ihren Pumps schwankte Grace anfangs, worüber Luciano herzhaft lachte.
»Probier du mal, mit Pumps in diesen Schluffen zu laufen«, warf sie ihm entgegen.
Vielen Dank für das Gespräch
Grace: „Wir bedanken uns auch.“
Bettina: „Ich danke dir!“