
Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Ella, um mit ihr über das Buch „Hundert halbe Schritte – Willkommen am Kämpferhof“ zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Hey! Ich danke dir für die Einladung zum Interview. Es ist schön, hier sein zu dürfen.Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Klar doch! Hallöchen, ich bin Ella, 25 Jahre alt und komme ursprünglich aus Niederösterreich. Hauptberuflich war ich bis vor kurzem als Redakteurin eines Magazins tätig und wäre es bestimmt auch jetzt noch, wenn da nicht dieser dämliche Autounfall gewesen wäre. Der, der mir zwar zum Glück nicht mein Leben, aber leider mein linkes Bein gekostet hat. Seit diesem Tag bin ich einseitig Oberschenkel amputiert und habe einiges durchmachen müssen, um heute hier zu stehen.Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Alles beginnt mit meinem Unfall, durch den ich nicht nur mein Bein, sondern vor allem auch meine Lebensfreude verloren habe. Da ich nicht gut klargekommen bin, haben mich meine Eltern einfach gegen meinen Willen in die Kärntner Berge geschickt, besser gesagt in das Rehazentrum Kämpferhof. Dort habe ich schließlich Samu kennengelernt. Ein ziemlich mürrischer Kerl, wenn auch verdammt attraktiv, der mir zu Beginn den letzten Nerv geraubt hat. Und natürlich auch Bandito und Baxter, die zuckersüßen Alpaka-Zwillinge, die mein Herz im Sturm erobert haben. Zwischen den tiergestützten Therapien und einigen „interessanten“ Erlebnissen, hat sich da ein Funke entwickelt. Den Rest müsst ihr schon selbst lesen.Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Definitiv durch düstere und harte Situationen. Ich glaube mittlerweile, Jenny ist der Teufel in Person. Mich wundert jetzt noch, dass sie mich nicht gekillt hat.Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Wenn ich jetzt sage, dass es die Szene ist, wo Alpaka-Bad-Boy Bandito sich mit mir anfreundet, ist Samu bestimmt angepisst. Deswegen behaupte ich jetzt mal, es ist die Stelle, wo „Tinkerbell“ mich dazu bringt, über meinen Schatten zu springen und die ersten Schritte ohne Krücken und nur mit der Prothese zu gehen. Das war so ein irres Gefühl.Was glaubst du, wie viel Jennifer steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Ich weiß, dass sie Alpakas liebt, deswegen würde ich meinen, ein nicht unwesentlicher Teil. Außerdem ist Sarkasmus genau ihr Humor, der findet sich sowohl bei mir, als auch bei Samu in großer Menge. Eine ihrer Lieblingsbands kommt im Buch vor. Und einige der Aussagen von uns könnten eins zu eins so von ihr stammen.Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Wenn Jenny nicht gerade teuflisch plant, uns mal wieder etwas grausames anzutun, ist sie eigentlich ein lieber Mensch. Sie hilft, wo sie nur kann, ist tierlieb und sehr humorvoll. Obwohl ich ihr einige Dinge bestimmt nie verzeihen werde, habe ich sie trotzdem ins Herz geschlossen.Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?Ha, im Vorfeld! Der war gut! Jenny hat gefühlt eeewig überlegt, bis ihr diese Idee gekommen ist. Die ursprünglichen Varianten waren grauenhaft. Die jetzige Version ist dann dadurch entstanden, dass Samu in einer Szene zu mir gesagt hat, es sind nur hundert halbe Schritte, die ich gehen muss, um mein Ziel zu erreichen. Da hat es klick gemacht.Also Mitspracherecht hatte ich keines, es wurde eher auf Kosten meiner Unsicherheit so entschieden.
Nein, nicht zu 100%, eher zu 100000%. Ich liebe es! Hätte ich selbst nicht besser designen lassen können! Jenny hat gute Vorschläge gemacht und Irene, von @zitronenzart_buchdesign hat es super umgesetzt.Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Danke für das Gespräch.Ich würde nicht sagen „Lieblingszitat“, aber eines, über das ich immer lachen muss:»Wenn du mich noch einmal Hook nennst, sage ich ab jetzt Tinkerbell zu dir. Willst du das?«Der Beginn zweier Spitznamen, die sich fest im Alltag verankert haben.
Danke dir! Es hat so viel Spaß gemacht! Und an alle Bookies: wir lesen uns!









