Freitag, 30. Januar 2026

[Schnipseltime] Valerna - Im Bann der See von Denise Zerbani


 Jetzt hör mir genau zu, Valnera. Du wirst deine Kräfte nicht einsetzen, denn ansonsten werde ich hier an diesem Faden an der Kette ziehen und innerhalb von Sekunden schießen die Stacheln an deinem Hals ein tödliches Gift in deine Haut.«

Neyla wurde panisch, denn ohne ihre Kräfte war sie machtlos gegen den grausamen Piraten..
»
Du warst mir von Anfang an ein Dorn in den Augen. Ich weiß das du James verzaubert hast, denn andererseits hätte er sich nie auf dich eingelassen. Wie genau du es angestellt hast ihn so zu verweichlichen weiß ich nicht, aber du hast dich mit der falschen Crew angelegt. Ich habe dich von Beginn an durchschaut. Ein gemeinsames Spiel mit dem Franzosen, der sich als Sklave ausgegeben hat, nur um meinen Platz einzunehmen. Aber jetzt bist du hier. Schau dich an wie du jämmerlich an meiner Leine bist. Denkst du immer noch du seist eine Auserwählte?«

[Buchvorstellung einmal anders] Valerna - Im Bann der See von Denise Zerbani

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Denise Zerbani, um mit ihr über ihr Buch „Valerna – Im Bann der See“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Ich danke dir für diese Chance!
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Es handelt sich um skrupellose Piraten, die Auserwählte, eines uralten, magischen Volkes und eine gefährliche Liebe zu grausamsten Piratenkapitän der Weltmeere.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Tatsächlich fällt es mir einfacher, meine Charaktere durch schwierige oder düstere Zeiten zu führen, weil beim Schreiben so ein höherer Spannungspunkt verfügbar ist und mir das Schreiben auch einfacher fällt.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Das Ende von Band 1!!! Aber ich will nicht spoilern 😂
Wie viel echte Denise steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Die Abenteurerin! Ich liebe Abenteuer und würde direkt mit in See stechen!
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Sie würden mich als Sturkopf mit hoher Willensstärke bezeichnen und als loyale Persönlichkeit.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?

Einst hieß das Manuskript „Black Damnation“ und hat sich in „Valnera“ geändert.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich bin zu 100% zufrieden was mein Verlag gezaubert hat!
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
„Meine Bestimmung ist deine Heilung“
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir!

[Autoreninterview] Denise Zerbani


Autoreninterview
Denise Zerbani

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, ich bin Mädchenmama von zwei wundervollen Töchtern, mit meiner Jugendliebe verheiratet und zuhause in Ravensburg – nahe dem Bodensee.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich schreibe bereits seit meiner Kindheit
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Cataleya-Cirque de Nuit: Zirkus, Romance, Enemies to Lovers
Valnera: Piraten, Romantasy
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich arbeite aktuell an Band 2 von Valnera
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich lese und backe
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Stephen King ist mein ungeschlagener Favorit!
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Da wir gerade unsere Wohnung umgestellt haben, ist mein Büro leider gerade nicht verfügbar und mein Schreibtisch. Deshalb schreibe ich einfach dort, wo ich gerade bin mal im Wohnzimmer, mal im Kinderzimmer oder am liebsten im Garten oder auf dem Balkon
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Morgens erst einmal aufwachen, die Kinder und mich selbst richten. Danach frühstücken und aufräumen und wenn das Baby das erste Schläfchen macht, versuche ich, zum ersten Mal an den Laptop zu sitzen, während die große, eine Aufgabe bekommt. Am liebsten ist sie dann am basteln.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Romance, Romantasy, Dark Romance, New Adult - sowohl beim Schreiben, als auch beim Lesen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Tatsächlich ehrlich gesagt, nein…
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Italien und die USA, beides Länder, welche ich liebend gerne bereist habe.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Glücklich macht mich Kritik nicht, aber ich bin kritikfähig und nehme mir Kritik auch zu Herzen, denn daran kann ich wachsen.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Verlagsbücher haben in der Regel bessere Chancen, das habe ich persönlich im Leben gelernt. Außerdem ist ein Buch wahnsinnig viel Arbeit und mit vielen Kosten verbunden, deshalb möchte ich lieber mit einem Verlag arbeiten.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Glaubt an euch selbst und jagt euren Träumen nach es wird sich lohnen!

Donnerstag, 29. Januar 2026

[Schnipseltime] Dreh mich, Baby von Marc Weiherhof


 

„Was hast du da eigentlich in dieser Tüte mitgebracht?“

Er lacht, da ist es wieder, sein Emre-Lachen. Warm, ein bisschen spöttisch, ein wenig verlegen. „Ich habe mich gefragt, wie lange es dauert, bis du dich danach erkundigst.“

„Haha“, gebe ich zurück. „Also?“

„Baklava. Selbst gemacht für den Laden.“

Ich blinzle ihn irritiert an. „Du hast … Baklava gemacht?“

„Tu nicht so überrascht. Natürlich. Ich bin Türke, wir haben Honig, Pistaziencreme und Zuckersirup im Blut.“

Mein Lachen erfüllt den Raum. „Na dann los, bring diese Zuckerbomben mal her, du Profi-Bäcker.“

Er steht auf, richtet sich kurz, dann geht er zum Tisch und holt die kleine Papiertüte. Mit einem Seufzen lässt er sich neben mir in die Kissen fallen, als hätte dieser Tag mehr Gewicht gehabt, als er zugeben will.

Langsam öffnet er die Tüte und fördert ein Teigteilchen zutage, das so glänzend ist, dass es eigentlich ein eigenes Warnschild bräuchte. Der Sirup schimmert im Licht, und während er es vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger hält, tropft beinahe eine Spur goldener Feuchtigkeit auf seinen nackten Oberkörper.

Meine Gedanken beginnen zu rasen und ich hoffe inständig, dass ein wenig Zuckersirup auf seinen Pecs landet, nur damit ich einen vollkommen legitimen Grund hätte, ihn mit der Zunge sauber zu machen.

Rein kulinarisch betrachtet. Hygiene und so.

Ich reiße meinen Blick los, bevor meine Fantasie noch eine zweite Staffel produziert, und räuspere mich übertrieben laut. Er merkt es. Natürlich merkt er es. Sein Mundwinkel hebt sich langsam, ein winziges Lächeln, das verrät, dass er sehr genau weiß, wohin meine Gedanken gerade galoppiert sind.

„Willst du probieren?“, fragt er mit einer Stimme, die pure Erotik ausstrahlt und meine Knie zittern lässt.

Ich lehne mich näher, schon halb eingelullt von diesem Duft aus Honig, Butter und etwas, das eindeutig verboten gut ist. Dann hauche ich in meiner verführerischsten Stimme: „Wenn ich morgen im Zuckerkoma liege, ist das deine Schuld.“

Er grinst. „Damit kann ich leben.“

Ich öffne den Mund, strecke die Zunge leicht heraus, langsam, sinnlich, und sein Blick bleibt genau dort hängen. Für einen Moment bewegt er sich nicht. Als hätte ich ihn mit einer einzigen Geste aus dem Konzept gebracht.

Dann kommt er mit dem Baklava-Teilchen näher, bringt es aber nicht sofort an meine Lippen. Er lässt es knapp davor schweben, als wolle er testen, wie weit ich bereit bin zu gehen. Meine Atmung wird tiefer. Seine auch. Das süße Aroma des Honigs verbindet sich mit dem Duft seiner warmen Haut.

„So?“, flüstere ich, meine Stimme kaum mehr als ein Hauch, während meine Zunge ganz leicht die Unterseite des Teigstücks berührt.

Er schluckt sichtbar – und dieser sexy Adamsapfel hüpft auf und ab. Dann führt er das Baklava an meine Lippen, doch statt es mir einfach in den Mund zu geben, zieht er es einen Hauch zurück, gerade genug, um mich noch ein Stück näherkommen zu lassen. Ich folge ihm. Unsere Gesichter sind nur noch Zentimeter voneinander entfernt.

Meine Lippen schließen sich um das Gebäck, und während der Sirup meine Zunge trifft, sehe ich, wie seine Pupillen dunkler werden. Sein Atem streift meine Wange. Wie ein Versprechen. Wie ein Risiko. Wie ein Anfang. Ich kaue langsam, hingerissen vom Geschmack, aber noch mehr von ihm. Er beobachtet jeden Millimeter meines Mundes, als wäre ich das eigentliche Dessert.

„Gut?“, fragt er heiser.

Ich lehne mich näher, so nah, dass ich seine Wärme spüre.

„Frag noch mal …“, flüstere ich, und dieses Mal bin ich es, der ihn herausfordert.

Seine Hand findet meinen Nacken, warm, sicher, gewollt. Sein Gesicht senkt sich. Der Kuss, der folgt, ist kein vorsichtiges Tasten mehr. Er ist tief, langsam, hungrig, süß vom Sirup und zugleich gefährlich nah am Verlieren der Kontrolle. Seine Lippen fangen meine, seine Zunge streift meine, ein kaum hörbares Keuchen entweicht uns beiden, als würde die Welt kurz die Luft anhalten.

„Heilige …“, murmle ich, nachdem sich unsere Lippen trennen. „Das ist illegal gut.“

Er lacht leise. „Das Baklava oder ich?“

„Was ist dieses Baklava-Dings, von dem du immerzu sprichst?“, necke ich ihn und beiße mir sinnlich auf die Unterlippe.

Sein Blick bleibt an meiner Lippe hängen, gleitet dann über mein Gesicht, meinen Hals, als würde er jeden Zentimeter einprägen wollen. Die Luft zwischen uns wird wärmer, dichter, vibrierend vor dem, was möglich wäre, wenn wir beide nicht genau wüssten, dass es heute noch zu früh ist.

Er öffnet die Tüte erneut, und ich sehe ihm zu, wie er das glänzende Teigteilchen hebt, vorsichtiger als eben, fast zärtlich. Wir essen weiter, teilen uns die letzten Baklavas, als würden wir etwas Verbotenes kosten, etwas, das nur uns gehört. Der süße Sirup klebt an meinen Fingern, seine Wärme noch immer an meinen Lippen.

[Buchvorstellung einmal anders] Dreh mich, Baby von Marc Weiherhof



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Miro und Emre aus „Dreh mich, Baby“ und deren Autor Marc Weiherhof.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Miro: Klar. Ich rede gern. Ich habe ein ganzes Buch über nur geredet. Gedanken, Dialoge und Reime.
Emre: Worte sind nicht so meins.
Miro: Das kann ich bestätigen. Bis ich diesen Kerl so weit hatte, dass er mir von seinem Hund erzählt hat, hätte ich ihn am liebsten geschüttelt.
Emre: Und trotzdem hast du mich lieb, Aşkım.
Miro: *lächelt verträumt* Immer, Dönermännchen.
Ich hatte ein langes Gespräch mit eurem Autor, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Miro: Ich bin Miro. Mitte zwanzig, zu viele Ideen, zu wenig Geduld. Ich wollte ein ruhiges Leben und habe stattdessen beschlossen, einen Dönerladen zu eröffnen. Ihr könnt euch vorstellen, dass das nicht gerade zu einem ruhigen Lebensstil beigetragen hat.
Emre: Emre. Ich habe schon einen Imbiss. Läuft gut.
Miro: Und er ist leider unfassbar gut darin, sein dickes, schmackhaftes Fleisch sinnlich zu schneiden und Kebabs im Akkord zu verkaufen. Während ich am ersten Tag kaum Besucher hatte.
Emre: Also bitte. Wenn man vergisst, das Schild auf „geöffnet“ zu drehen, dann kann ich auch nichts dafür.
Miro: *streckt Zunge raus*
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Marc: Auf jeden Fall. Meine Protas sollen sich ja entwickeln dürfen und dafür braucht es nun mal Herausforderungen.
Miro: *lacht auf* Du hättest es wenigstens so drehen können, dass mein Traumladenlokal nicht direkt auf der anderen Straßenseite von Emres Kebab liegt.
Marc: Wo wäre denn da der ganze Spaß geblieben? Außerdem hättet ihr euch dann nicht über die Straße hinweg anschmachten können.
Emre: Das stimmt, so kann ich dich wenigstens im Blick behalten und weiß, dass du dir nicht aus Versehen einen Finger abtrennst.
Miro: Das war einmal!
Emre: Zweimal.
Miro: Eben, das ist nichts. Völlig normal zu Beginn einer Karriere im Dönerbusiness.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Emre: Also mir gefiel unser erstes Date besonders gut. Das war romantisch.
Miro: Du meinst das, wo du mich zur alten Kiesgrube gezerrt hast und ich nicht wusste, ob du ein Serienkiller bist, der seinen Konkurrenten unter dem Kies verscharrt.
Emre: Deine Gedanken sind unfassbar. Es gab Croissants.
Marc: Das war ja nicht alles. Danach gings noch zum Foodtruck Festival. Das war dann so richtig romantisch.
Miro: Stimmt. Der erste richtige Kuss.
Wie viel echter Marc steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Marc: Ich habe mich schon lange gefragt, was passiert, wenn ein Schweizer eine Dönerbude eröffnet. Darum war dieses Buch für mich quasi eine Feldstudie.
Miro. Damit du es nicht selbst machen musst?
Marc: Ganz genau. Außerdem liebe ich einfach chaotische, tollpatschige Protas. Das ist irgendwie mein Markenzeichen. Ganz zu schweigen von Nebenfiguren, die Herzen erobern.
Emre: Sprichst du auf Pogo an? Unseren Hund?
Marc: Absolut. Er ist der kleine Star der Geschichte. Zusammen mit ein paar anderen Dorfbewohnern.
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere euren Autor beschreiben?
Emre: Der Typ beobachtet zu viel.
Miro: Und er merkt sich alles.
Emre: Und schreibt es auf.
Miro: Gemein, aber effektiv. Und er hat manchmal seltsame Formulierungen. Schweizer halt. Aber eigentlich kann man ihn schon irgendwie brauchen.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Marc: Der Titel kam nach langen Nächten voller Assoziationen und Wortspielen als leicht zweideutiges Resultat heraus, das irgendwie perfekt zu Drehspieß, Döner und schwuler Zweisamkeit passt.
Miro: Er meint, dass er sich den Titel ausgesucht hat, der sicher am wenigsten gut für ein Gay Romance Buch geeignet aber immerhin lustig ist.
Emre: Aşkım! Nicht so frech. Ich zumindest, drehe dich super gern, Baby.
Miro: *wird rot*
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Miro: Da Emre und ich auf dem Cover sind und beim Taschenbuch auch Pogo abgebildet ist, bin ich sehr happy.
Emre: Ich hätte auch ohne meine Fresse auf dem Cover leben können.
Marc: Die Rückmeldungen haben gezeigt, dass meine Cover nicht dem aktuellen Zeitgeist entsprechen. Da ist alles in Pastell, mit gezeichneten Figuren und verspielten Schriften. Das bin ich aktuell noch nicht, aber ich werde mich den Wünschen in Zukunft fügen und versuchen, mehr Mainstream Cover zu gestalten.
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Miro: Meines ist von Emre: „Aşkım …“, sagt er, und seine Stimme klingt weich, warm und vertraut. „Ich liebe dich und ich möchte mit dir zusammen sein.“
Emre: Meines ist von Miro: „Mir ist klar, dass es Mut braucht, und ich gebe dir so viel Zeit, die du brauchst.“
Marc: Meine Lieblingsstelle ist: „Und ich liebe dich, Miro. Seit dem Tag, als du auf der anderen Straßenseite aufgetaucht bist, um mir Kunden abzujagen.“
Vielen Dank für das Gespräch
Miro, Emre, Marc: Danke auch. Es hat super viel Spaß gemacht.

[Autoreninterview] Marc Weiherhof


Autoreninterview
Marc Weiherhof

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Marc Weiherhof, Schweizer Autor, Baujahr 1985, seit sehr vielen Jahren mit dem gleichen Mann zusammen und offiziell im Besitz einer Katze, die der festen Überzeugung ist, dass ich ihr Butler bin. Ich schreibe queere Geschichten über Männer mit Herz, Macken und gelegentlichem Chaos. Perfekte Figuren interessieren mich nicht. Echtheit schon.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Weil mein Kopf nie ruhig war und Schreiben die einzige Möglichkeit ist, Ordnung ins Gedankendurcheinander zu bringen. Irgendwann habe ich gemerkt, dass aus inneren Monologen oder Erfahrungen Geschichten werden können. Und dass queere Geschichten viel zu oft fehlen oder falsch erzählt werden.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Ich habe queere Romance, Kurzgeschichten, erotische Romane und Thriller veröffentlicht. In meinen Romance Geschichten geht es um Nähe, Humor, Emotionen und Männer, die oft mehr fühlen, als sie zugeben wollen. In den Thrillern dürfen schwule Figuren auch mal Helden, Strippenzieher oder Edelgauner sein. Gemeinsam haben alle Bücher Herz, Tempo und Figuren mit Ecken.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Auf jeden Fall. Momentan überarbeite ich einen meiner ersten Thriller komplett. Damit die Geschichte endlich die Aufmerksamkeit erhält, die sie meines Erachtens auch verdient. Dann habe ich eine neue Romanze angefangen und mein Kopf ist wie immer in hundert Plots gleichzeitig.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich töpfere sehr gern. Keine Alltagsgegenstände, sondern Figuren und Skulpturen. Mal abstrakt, mal witzig. Aber langsam weiß ich nicht mehr, wo ich meine „Kunst“ noch hinstellen soll. Reisen in ferne Länder ist meine größte Passion. Kulturen und Orte entdecken, die sich dann in meinen Büchern wiederfinden.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Achtung, jetzt wird es strange: Ich lese praktisch nie. Aber ich höre mir meine Bücher gerne an, beim Autofahren, Putzen, oder in den Ferien. Ich liebe queere Bücher aller Genres mit sinnlichen Momenten. Dazu Ermittlungsthriller, Mord und Totschlag – was man halt so liest.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten schreibe ich dort, wo ich kurz aus dem Alltag entfliehen kann und dennoch ein gutes Setup habe. Der Bildschirm muss groß sein, damit ich mehrere Fenster gleichzeitig offen haben kann. Recherche, Schreibprogramm, Musik, E-Mail. Alles gleichzeitig. Aber die Ideen entstehen meistens im Alltag oder nachts im Bett, wenn ich eigentlich schlafen sollte.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Arbeiten, schreiben, verwerfen, neu schreiben. Dazwischen beruflicher Alltag, E-Mails und Leben. Katze streicheln, füttern, als König behandeln. Und irgendwann dieser eine Satz, bei dem ich weiß: Jetzt passt es. Auf den sozialen Medien scrollen und staunen über die Kreativität meiner Kolleg*innen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Für mich ein Muss ist MM, also Geschichten mit zwei Männern als Protagonisten. Dort kann es von Gay Romance über Thriller alles geben. Beim Lesen/Hören liebe ich Serien mit mehreren Bänden. Ermittlung und Thriller. Action und Spannung.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ich habe kein festes Motto. Aber ich glaube fest daran, dass Ehrlichkeit mehr bringt als Anpassung. Und dass Liebe selten nach Plan läuft, aber fast immer Mut braucht. Und dass das Leben einen vor diverse Prüfungen stellt, die man hoffentlich erkennt und meistert.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe Afrika, die Landschaft, die Tiere, die Menschen, einfach magisch. Aber auch Asien ist wunderbar oder Amerika? Eigentlich kann ich mich nicht entscheiden. Darum reisen wir auch fast nie ans gleiche Ort. Sondern entdecken immer neue Länder und Orte. Aktuell liegt der Ticker bei 54 bereisten Ländern.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich höre wahrscheinlich viel zu sehr zu, nehme alles viel zu persönlich und mache mir unendlich viele Gedanken. Fluch und Segen zugleich. Ich wünschte, dass ich lockerer sein kann, um mal zu sagen: Who cares?
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Nach zwei eher ernüchternden Verlagserfahrungen wollte ich Freiheit. Selbst entscheiden, wie meine Bücher aussehen, wie sie enden und wie ich sie präsentiere. Selfpublishing ist viel Arbeit, aber es passt zu mir. Mir gefällt es, Covers zu designen, mich in den sozialen Medien zu tummeln, Videos aufzunehmen, neue Sachen zu probieren. Das macht es spannend, aber auch manchmal frustrierend.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lest das, was euch berührt. Unterstützt auch kleine, unabhängige Stimmen. Queere Geschichten sind laut, leise, lustig, schmerzhaft und wunderschön. Und sie gehören mitten ins Regal, nicht an den Rand.

Mittwoch, 28. Januar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Diebstahl adelt von J. Luhber


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Will und Felix aus „Diebstahl adelt“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Will: “Wir freuen uns, dass wir hier sein dürfen.”
Felix neigt lächelnd seinen Kopf.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Will: “Ich bin eine Diebin und Felix ist ein Lügner.”
Felix schnaubt. “Du bist weit mehr als das, Will.”
Will zwinkert ihm zu. “Sind wir das nicht alle?”
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Felix: “In ‘Diebstahl adelt’ geht es darum, wie unglaublich stark und hilfsbereit Will ist und wie sie es schafft, ihre Mitmenschen um den Finger zu wickeln - oder zu manipulieren.”
Will grinst breit: “Ich verbringe sogar viel Zeit mit dir, obwohl ich Lügner nicht ausstehen kann.”
Felix: “Wir waren uns doch einig, dass du auch nicht die Unschuld vom Lande bist. Also, tu nicht so.”
Will ignoriert ihn und sagt: “Im Grunde geht es in dem Buch um das Leben in sozialer Ungerechtigkeit. Man findet Kämpfe und Widrigkeiten - egal, ob im Armenviertel oder im Palast. Es braucht viel, um etwas zu bewirken und zu verändern.”
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß, euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Will zuckt mit den Schultern. “Schwierig war es auch schon, bevor sie mitgemischt hat. Allerdings hat sie es irgendwie geschafft, mich davon zu überzeugen, einem Lügner eine zweite Chance zu geben.”
Felix verdreht die Augen. “Das mit dem Lügen wirst du mich nie vergessen lassen, nicht wahr?”
Will: “Genauso wenig wie deinen Spitznamen.”
Felix seufzt. “Ich glaube, wir haben J. Luhber nicht so viel Spielraum gelassen. Sie hat ihr Möglichstes getan, um das Beste aus unseren Entscheidungen und Fehlern zu machen.”
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Will: “Ich fand die Sonnenaufgänge auf dem Turmdach sehr schön. Und so entscheidend.”
Felix: “Nicht nur das Turmdach. Die Nächte auf den Dächern der Armenviertel, besonders im Feuerschein, haben ebenfalls Licht ins Dunkel gebracht.”
Er lächelt verträumt.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Will sieht Felix fragend an.
Felix: “Sie ist hilfsbereit, so wie du. Und vielleicht habe ich von ihr ein Stück Geduld bekommen, damit ich es mit dir aushalte.”
Will knufft ihn in die Seite.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Will: “Sie will niemandem etwas Böses und leidet immer mit uns mit.”
Felix: “Zuverlässig ist sie auch und harmoniebedürftig.”
Will lächelt: “Und sie kann nicht ohne Romantik. Sie hat es probiert … und will es auch noch mal testen, aber ich bezweifle, dass das funktionieren wird.”
Wisst ihr, wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Will lacht laut. “Der Titel ist meine Schuld!”
Felix schmunzelt. “Wenn du schon solche Sprichwörter in die Welt setzt, dann müssen sie auch genutzt werden.”
Will erklärt: “Der Arbeitstitel war ‘Will’ und wurde für Social Media zu ‘Geheimprojekt 1.0’. Aber ich liebe ‘Diebstahl adelt’!
Felix bestätigt: “Der Titel passt auf jeden Fall. Wir waren alle begeistert.”
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Felix klingt verträumt, als er sagt: “Meine Lieblingsszene. Das Cover ist super.”
Will: “Und ich hätte gedacht, deine Lieblingsszene wäre das Turmdach gewesen.”
Felix: “Ja, aber nicht für ein Cover.” Er zwinkert Will verschwörerisch zu.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Will grinst. “Oben seid Ihr vielleicht eine einflussreiche Persönlichkeit, ‘Eure Majestät’, aber hier unten habe ich alle Macht der Welt. Hier herrsche ich. [...] - Ich habe tatsächlich gewagt, das der Königin genau so ins Gesicht zu sagen.”
Felix presst sich eine Hand vor den Mund und benötigt einen Augenblick, bevor er gesteht: “Ich hätte zu gern ihr Gesicht dabei gesehen. Wenigstens war ich dabei, als sie zu dir sagte: Nein! Wie du so nett angemerkt hattest: Du bist die Herrscherin der Kanalisation und ich habe mich deinem Wunsch gefügt, aber hier bist du in meinem Reich. Mein Herrschaftsgebiet. - Ich liebe eure Schlagabtausche.”
Danke für das Gespräch
Felix verneigt sich leicht. “Wir danken dir, Claudia.”
Will: “Es war uns eine Ehre.”