Donnerstag, 19. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Zweipfennings geisterhafte Detektei - Erster Fall von Felix Bartsch


 
Buchvorstellung einmal anders

Nach dem Autoreninterview drückt mir Felix seinen Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch des Autors „Zweipfennings geisterhafte Detektei – Erster Fall“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist er weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben dem Autor am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da klettert jemand aus dem Buch und setzt sich zu uns.

Wer bist du denn? Willst du dich den Besuchern des Blogs vorstellen?
Rufus: Blog? Was für ein Blog? Ich war eigentlich auf der Suche nach einem Geist, der hier irgendwo sein müsste. Lange Tentakel, gefräßiges Maul, leerer Blick. Ich bin dem schon seit ein paar Tagen auf den Fersen. Hast du ihn zufällig gesehen? Nicht? Das ist dann wohl ein Problem. Aber gut, wenn ich sowieso schon hier bin, kann ich auch kurz durchschnaufen. Ich heiße Rufus Zweipfennig.
Herzlich Willkommen, Rufus. Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Rufus: Zu dritt? Ist der Geist etwa doch hier? Ach so, es geht um das Buch. Wie langweilig.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Rufus: Hatte ich denn eine Wahl? Ich bin hier ja nur zufällig reingestolpert.
Buch: Sei still, Rufus. Jetzt reden die Erwachsenen.
Rufus haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Buch: Ich bin voll mit verschrobenen Charakteren, viel Humor, seltsamen Geistern und offenbar einer recht packenden Kriminalgeschichte. Da gibt es ein paar Wendungen, aber ich möchte nicht zu viel verraten: Nur so viel: Rufus wird im Verlauf der Geschichte ordentlich in die Mangel genommen. Aber er sitzt ja noch hier, also kann es gar nicht so schlimm gewesen sein.
Rufus: Das sagst du. Du musstest dich ja nicht in einen Kofferraum sperren lassen.
Buch: Jetzt fängt er wieder damit an …
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit dem Autor zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Protagonist genau so?
Buch: Dieser Felix Bartsch macht seine Sache schon gut. Ich bin zufrieden mit ihm als meinem Schöpfer.
Rufus: Bleib mir bitte weg mit dem. Dem habe ich den ganzen Irrsinn doch zu verdanken.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Rufus: Ich mag die Stelle, an der es endlich vorbei ist und ich wieder meine wohlverdiente Ruhe habe. Eine Tüte Gummibärchen, eine leckere Limo und einfach mal die Füße hochlegen. Dann muss ich mich auch nicht mit diesem Hexenzirkel herumschlagen.
Wisst ihr wie viel Felix tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Rufus: In mir steckt niemand, denn noch bin ich nicht völlig geisteskrank geworden. Das kann wirklich passieren, wenn man zu viel Zeit mit Geistern verbringt. Berufsrisiko, quasi. Dann setzen sie sich im Körper fest und brechen immer mal wieder hervor, um die Kontrolle zu übernehmen. Aber noch ist das nicht passiert, hier ist kein Felix drin.
Buch: So meinte sie das doch nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass viel von ihm in mir steckt. Immerhin spiele ich in Koblenz und damit in seiner direkten Lebenswelt. Und auch der Humor kommt ja nicht von ungefähr.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller den Autor beschreiben?
Rufus: Dem ist nicht zu trauen. Der lässt sich immer jede Menge Quatsch einfallen, die mir das Leben schwer macht.
Buch: Aber ohne ihn, würde es uns alle nicht geben.
Rufus: Das ist … faszinierend. Wenn man bedenkt … mit dem richtigen Blickwinkel … mal R zum Quadrat … Also ist er eine Art Gott? Mit Göttern kenne ich mich aus, die regieren die zwölf Sektionen der Nebenwelt. Und wenn er wirklich ein Gott ist, sollte er sich bitte auch da aufhalten und uns nicht das Leben schwer machen.
Buch: Am Ende geht es doch gut aus. Was hast du denn?
Rufus: Du hast ja leicht reden. Du läufst ja nicht mitten in der Nacht nur in Unterwäsche durch die Koblenzer Innenstadt, weil dich ein verrückter Frosthexer angegriffen hat.
Buch: Also ich finde, du übertreibst. Dieser Felix scheint ein echt netter und unterhaltsamer Kerl zu sein.
Rufus: Pfff …
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du als Buch oder du als Hauptcharakter viel Mitspracherecht?
Buch: Der Titel sucht das Buch aus, nicht umgekehrt. Und ich bin sehr zufrieden.
Rufus: Das Buch heißt nach meiner Detektei. Die Werbung kann ich echt gebrauchen. Im Moment werde ich noch wahnsinnig davon, dass mich das Telefon andauernd anschweigt.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Buch: Ich sehe fantastisch aus. Was sollte man daran ändern?
Zum Abschluss würde mich noch jeweils euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Rufus: An einer Stelle darf ich „Heureka“ sagen. Damit ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen.
Nun betritt der Autor wieder das Zimmer und blickt mich ungläubig an. Scheinbar ist es selbst in Autorenkreisen nicht üblich, dass das Buch und sein Protagonist antworten. Leise flüstere ich den beiden noch zu: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«

Dann wende ich mich dem Autor zu. »Alle meine Fragen sind beantwortet, ich danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir.«

[Autoreninterview] Felix Bartsch


Autoreninterview
Felix Bartsch

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Mein Name ist Felix Bartsch, ich bin 33 Jahre alt und lebe an der Untermosel. Nachdem ich über zehn Jahre als Slam Poet im deutschsprachigen Raum unterwegs war, habe ich es mir nun aus unerfindlichen und vermutlich masochistischen Gründen in den Kopf gesetzt, mich am Buchmarkt als Autor für Urban Fantasy zu etablieren.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das war irgendwie Zufall. Ich habe immer schon gerne kreativ gearbeitet, aber so richtig ging es dann bei einem Schreibworkshop kurz vor dem Abitur los. Da hat mein Deutschlehrer gemerkt, dass ich mehr kann als nur verträumt in der Gegend herumschauen. Davon motiviert, bin ich dann für zehn Jahre in die Poetry-Slam-Szene abgetaucht, wobei auch mein erster Roman, eine satirische Großstadtgeschichte, entstanden ist. Mit Aufkommen von Corona war die Poetry-Slam-Sache für mich dann irgendwie auserzählt und ich habe mich stärker auf Romane konzentriert, habe viel ausprobiert, das Handwerk gelernt und schließlich mit Urban Fantasy das passende Genre gefunden. Ein paar abgelehnte Manuskripte und frustrierende Jahre später und schon kam endlich mein Debüt in dem Bereich raus.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
„Zweipfennigs geisterhafte Detektei“ – ein humorvoller Urban-Fantasy-Krimi rund um den Hexer und Geisterjäger Rufus Zweipfennig. Seit er sich von seinem Hexenzirkel abgewendet hat, läuft es nicht sonderlich gut bei ihm. Als er dann bei einem seiner seltenen Jobs einen eigenartigen Geist einfängt, tritt besagter Hexenzirkel bei ihm auf den Plan, reißt die Ermittlung an sich und zwingt ihn zur Mitarbeit. Schnell steckt er bis zum Hals in einer großen Verschwörung, in der es um mehr als nur um eigenartige Geister geht, sondern um das Fortbestehen der gesamten Hexenzirkel.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Rund um den Protagonisten Rufus Zweipfennig baue ich gerade eine Reihe auf. Der zweite Fall erscheint im November 2026, den dritten überarbeite ich gerade. Danach wollte ich mich mal einem anderen Buchprojekt widmen, dazu möchte ich aber noch nichts verraten.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Der Großteil meiner Freizeit wird – neben dem Schreiben – von meiner Tochter und meinem Hund sehr gut ausgefüllt. Wenn dann noch Zeit bleibt, fotografiere ich gerne. Außerdem stehe ich auch gerne am Herd und koche. Ansonsten natürlich auch viel lesen oder auch Serien bzw. Filme schauen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Bei mir sind natürlich so die Klassiker in meinem Genre sehr angesagt, also Ben Aaronovitch, CK McDonell, Royce Buckingham & Co. Zuletzt habe ich auch mit großer Begeisterung mal mit Brandon Sanderson angefangen. Stephen King geht eigentlich auch immer, aber auch Krimiautor:innen wie Tess Gerritsen landen bei mir immer mal wieder auf der Leseliste. Mein derzeitiges Lieblingsbuch ist die Stranger-Times-Reihe von CK McDonnell. Die macht einfach alles richtig, was ich persönlich an Büchern liebe und brauche.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Das ist wirklich langweilig, denn ich schreibe einfach an meinem Schreibtisch. Meinen Hauptberuf als Texter übe ich vor allem im Homeoffice aus und sobald die Arbeit rum ist, wird der Arbeitslaptop einfach gegen meinen Privatlaptop ausgetauscht.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Der ist wirklich nicht besonders, sondern vermutlich wie bei allen Menschen mit Familie: sehr durchstrukturiert und voll mit lauter kleinen Aufgaben. Die meiste Zeit geht es darum, die verschiedenen Bedürfnisse von Kind, Hund, Frau, mir selbst sowie meinen Hauptberuf irgendwie zu jonglieren und dann noch genug Zeit zu finden, um zu schreiben. Ist nicht ganz einfach, aber es funktioniert.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
In beiden Fällen Urban Fantasy. Ich mag einfach die Vermischung von Magischem und Alltäglichem unglaublich gerne. Besonders, wenn dann noch ein wenig Humor und Krimi-Elemente dazukommen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Damit kann ich leider nicht dienen.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nein, überhaupt nicht. Ich bin kein großer Weltreisender, sondern fühle mich am Wohlsten bei meiner Familie zu Hause.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Puh, schwierig. Also anfangs habe ich mich immer schwer damit getan, wenn jemand Kritik geäußert hat. Inzwischen habe ich mir da aber ein dickeres Fell zugelegt. Da hilft vermutlich auch mein Hauptberuf als Texter, weil ich da ständig mit Feedback zu meiner Arbeit konfrontiert bin. Dazu bin ich mit „Zweipfennigs geisterhafte Detektei“ auch einfach so zufrieden, dass ich die Kritik gut abnicken kann. Es kann einfach nicht allen gefallen, kein Buch ist perfekt und irgendwelche Schwächen gibt es immer.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Für mich gibt es drei klare Gründe: Zeit, Geld und Teamwork. Selfpublishing ist enorm kostenintensiv, wenn man Lektorat, Korrektorat, Cover etc. aus der eigenen Tasche zahlen muss. Im Normalfall bekommt man die Kosten nie wieder rein. Außerdem muss man sich da um eine Vielzahl an Aufgaben kümmern, die nichts mit dem Schreiben zu tun haben. Leider habe ich vor allem wenig Zeit und die möchte ich im Idealfall fürs Schreiben und die aktive Bewerbung meiner Bücher verwenden. Wenn mir also Aufgaben rund um die Veröffentlichung abgenommen werden, ist das super. Dazu ist das Schreiben selbst eine eher einsame Tätigkeit und deshalb mag ich es, dann zumindest rund um die Veröffentlichung im Team zu arbeiten. Bisher fühle ich mich bei meinem Verlag Realm & Rune sehr gut aufgehoben und hoffe, dass wir noch lange zusammenarbeiten werden.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Kauft mein Buch. Ich brauche das Geld, um meinen Hund auf die Universität zu schicken, damit er spätestens 2030 meinen Job für mich macht und ich Vollzeit schreiben kann.

Mittwoch, 18. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Sweras - Durch Raum und Zeit von Susanne Sachs


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Susanne Sachs, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus, ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Sweras – Durch Raum und Zeit“ von Susanne Sachs. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Als ich gerade beginnen will, läuft Susanne auf mich zu und setzt sich zu mir auf die Bank. Nach einer Begrüßung lege ich mal los. 😊

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Buch: Wir alle zusammen? Ich weiß nicht.
Sus: Tu nicht so. Das wird schon gut. Ich freue mich auf das Gespräch.
Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Sus: Sehr gerne.
Buch: Danke. Ich bin fürchterlich aufgeregt. Für mich ist das eine ganz neue Erfahrung.
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Buch: Beinahe wäre ich nur ein Kapitel geworden, aber ich durfte selbstständig werden, weil zu viel passiert. Paula muss Abschied nehmen, den auch verkraften. Sie ist nicht besonders gut auf die Reise vorbereitet und Klet kennt sie noch nicht lange. Dann auch noch Familie … Und ich staune selbst, was für Probleme auf dem Raumschiff einen ereilen können. Mal hapert es mit der Gesundheit, mal spinnt die Technik. Außerhalb lauern unglaubliche Gefahren, die machen mir immer noch Angst. Mein Überleben hängt doch mit dran, an den Wesen in mir, die auf der Linsus meine ich. Die müssen ordentlich bangen. Bis Sweras ist es weit und sie sind auf sich gestellt.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genau so?
Buch: Sie ist eine komische Mischung. Mal liebt sie es schön, dann wieder muss es schwierig werden, richtiggehend gefährlich. Zu einfach macht ihr Mühe und zu düster ist, glaube ich, nicht ihr Ding. Warum sie so tickt, kann ich nicht sagen.
Sus: Ha! Du kennst mich gut. Aber spannend sollst du schon sein. Dich trifft es nur indirekt, die Charaktere leiden mehr.
Buch: Hast du ne Ahnung!
Habt ihr Lieblingsstellen, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Buch: Ich habe mich über die Diskussion mit der KI amüsiert.
Sus: Ernsthaft? Für mich war die Passage des Wurmlochs interessant, schräg und bedrohlich mit einem krassen Ereignis am Schluss. Die Flucht kurz vor Ende fand ich auch aufregend. Allerdings mochte ich das Kennenlernen einiger Eigenheiten ebenfalls. Und die Entdeckungen.
Weißt du wie viel Susanne tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Buch: Ein paar Ansichten und Eigenschaft hat sie eingebaut, denke ich. Sie fühlt mit ihren Protas mit, besonders mit Paula. So ist sie.
Sus: Selbstverständlich ist das so. Wie sollte ich gegen mich schreiben? Als gesamtes Buch gelänge mir das nicht.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: Sie sitzt neben uns!
Sus: Soll ich etwa gehen?
Buch: Hör einfach weg. Beklagen kann ich mich nicht. Sus gibt alles und sie neigt nicht zu Grausamkeiten. Sie ist wissbegierig, aber ein bisschen empfindsam. Hihi, bestimmt hätten Paula, Klet und die anderen trotzdem auf einige Erfahrungen gern verzichtet.
2 Stimmen aus der Tiefe: Und ob! Aber nicht auf alle. Ansonsten hast du Buch sicher recht.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Buch: Ach, der Titel. So ähnlich stand der von Beginn an. Aber nein, Sus rätselt rum, probiert und fragt. Am Ende vom Lied ist es doch dieser. Hab mich durchgesetzt.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Buch: Da gibt’s nichts zu meckern. Es vervollständigt den ersten Gesamteindruck.
Sus: Ich bin glücklich damit.
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Buch: Wir haben uns stumm auf eins aus der ersten Szene geeinigt.
„… sah Paula ferne Sterne, denen sie unaufhaltsam entgegenrasten. Als Bild im Bild war ein schwach blauer Punkt abgebildet, die Erde. Nicht mehr lange, dann würde sie nur noch Erinnerung ein.“
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
Buch (flüstert zurück): Hat Spaß gemacht. Danke, dass du die Leute ignoriert hast.
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für das sehr interessante Interview.«
Sus: Herzlich gern. Ich danke dir.
Als Susanne weggeht, vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Dienstag, 17. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Schmetterlinge und verlorene Erinnerungen von Finja Spencer

 


Buchvorstellung einmal anders

Nach dem Autoreninterview drückt mir Finja ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Schmetterlinge und verlorene Erinnerungen“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist sie weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da klettert jemand aus dem Buch und setzt sich zu uns.


Wer bist du denn? Willst du dich den Besuchern des Blogs vorstellen?
Ich versuche es sehr gern! Hi, ich bin Lena, 28 Jahre alt und komme gebürtig aus Berlin … naja, zumindest ist es das, woran ich mich erinnern kann, denn mir ist etwas ganz Verrücktes passiert. Nach einem Unfall in den Alpen musste ich feststellen, dass ich mich an die letzten 18 Monate meines Lebens nicht mehr erinnern kann. Und in dieser Zeit scheint viel passiert zu sein, denn auf einmal stecke ich in einem mir völlig fremden Leben … und irgendwie auch zwischen zwei Männern. Also, manchmal weiß ich grad selbst nicht so richtig, wer ich bin.
Herzlich Willkommen, Lena. Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Lena: Das würde mich sehr freuen. Schließlich geht es in dem Buch ja um mich und meine Geschichte. (Zwinkert dem Buch zu, das zustimmend nickt).
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Buch: Wir danken dir, dass du dieses Interview mit uns führen magst.
Lena haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Buch (mit vor Stolz geschwellter Brust): Ich bin die Erfüllung eines Lebenstraumes meiner Autorin Finja Spencer: ihr erstes veröffentlichtes Buch! Die Geschichte in mir steckt voller Spannung, Emotionen und einer Liebe, die unter die Haut geht. Ich kann dir sagen, die liebe Lena macht so einiges durch. Auf der Suche nach sich selbst durchläuft sie schwere und schöne Zeiten, entdeckt tiefe Abgründe und Momente, in denen sie auf Wolken schwebt. Bis ich als Buch das Licht der Welt erblicken durfte, war es ein langer Weg, aber ich bin absolut glücklich, dass Finja ihn genau so mit mir gegangen ist.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Protagonistin genau so?
Buch: Oh, ich glaube, alle Szenen, die emotionsgeladen sind, ob wegen schöner oder schwieriger Situationen, liebt Finja besonders. Da fließen die Worte nur so aus ihr heraus und füllen im Nu unzählige neue Buchseiten.
Lena (pustet hörbar Luft aus): Ja, das Gefühl habe ich tatsächlich auch. Wobei es sich für mich manchmal schon so anfühlt, als wenn sie mich besonders gern durch schwierige Zeiten schickt und ihre Schreibleidenschaft so richtig in Fahrt kommt, wenn sie mir eine unerwartete Überraschung nach der nächsten serviert. Ab und an habe ich es echt nicht besonders leicht mit ihr.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Buch: Oh, da gibt es so viele schöne Stellen, aber ich will vorab ja auch noch nicht zu viel verraten. Eine Stelle, die ich toll und sehr unterhaltsam finde, ist aber beispielsweise die, wo Lena nach ihrem Unfall in dem Bett eines Fremden aufgewacht ist. Mit ihren anfänglichen Gedankengängen beim Wachwerden musste ich innerlich sogar etwas Schmunzeln.
Lena (mit schriller Tonlage): Bitte was? Das war überhaupt nicht witzig, eher ein absolut schrecklicher Moment für mich, ernsthaft. Tze … (schüttelt ungläubig den Kopf).
Ich selbst finde die Stellen besonders schön, die mein Herz bewegt haben, in denen sich zarte Flügelschläge von Schmetterlingen in meinem Inneren regen.
Wisst ihr wie viel Finja tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Buch: Hm, ich glaube da steckt einiges von Finja drin: von ihren Erlebnissen und vielleicht auch Erfahrungen mit unterschiedlichen Charakteren, die sie im Laufe ihres Lebens gesammelt hat, Orte, die sie kennt und ich glaube, Lena teilt auch die ein oder andere Vorliebe oder Eigenschaft mit ihr.
Lena (nickt eifrig): Ja, wir lieben zum Beispiel beide die italienische Küche… und tun uns oft schwer damit, Entscheidungen zu treffen… (zuckt verlegen mit den Schultern).
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Lena: Finja hat definitiv eine blühende Phantasie, was da alles in ihrem Kopf entsteht… Aber wenn sie dann schreibt, hat sie oft gar keinen genauen Plan, wohin das ein oder andere Kapitel sie führt. Da steht nur die Grundstory und sie schaut dann beim Schreiben einzelner Kapitel fasziniert zu, was wir daraus machen. Also, sie ist kreativ, aber auch ein bisschen chaotisch, finde ich.
Buch (räuspert sich): Naja, so chaotisch finde ich Finja jetzt nicht. Also beim Überarbeiten des Manuskriptes war ihr Perfektionismus schon ziemlich nervenaufreibend. Unzählige Male ist sie akribisch über irgendwelche Textstellen oder Formulierungen, um sie zu verbessern. Da habe ich innerlich schon ab und an mit den Augen gerollt.
Lena (lacht kurz auf): Ja, das stimmt auch wieder. Einigen wir uns darauf, dass beim Schreiben scheinbar zwei Herzen in Finjas Brust schlagen.
Buch: Genau, das beschreibt sie ziemlich gut.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du als Buch oder du als Hauptcharakter viel Mitspracherecht?
Buch: In der gesamten Entstehungszeit der Geschichte war der Arbeitstitel „Schmetterlinge am Horizont“. Als es dann in die Überarbeitungsrunden ging, meldete ich mich ganz leise mit Zweifeln zum Titel bei Finja. Ich fand, er passte nicht mehr so hundertprozentig zu meiner Geschichte, klang zu romantisch und blumig und verriet zu wenig, dass es eine spannende Geschichte mit Tiefgang ist. Finja hörte zum Glück auf mich und überdachte den Titel nochmal.
Lena: Ich kann dir sagen, sie kam da echt in dieser Phase nochmal auf die sonderbarsten Ideen zum Buchtitel. Letzten Endes war aber klar, dass im Titel auch weiter erwähnt werden sollte, dass Schmetterlinge eine Rolle spielen (das Cover mit dem Schmetterling war zu dieser Zeit auch schon ausgesucht) und naja, außerdem geht es in dem Buch ja um meine Reise, nachdem ich meine Erinnerungen verloren habe. Und so wurde es dann dieser einfache Titel, der einfach zum Inhalt passt.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Lena: Ich finde das Cover wunderschön. Das war Liebe auf den ersten Blick.
Buch: Oh ja, ich liebe mein Outfit. Der Schmetterling, die Lichtfunken, die Schneeflocken und diese wundervollen Farben passen perfekt zu mir und meinem Inhalt.
Zum Abschluss würde mich noch jeweils euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Buch: Eines meiner Lieblingszitate richtete einer der beiden männlichen Protas an Lena, als sie sich Sorgen gemacht hat: „Alles kommt, wie es kommen soll. Darauf haben wir keinen Einfluss. Ob wir uns nun Gedanken darüber machen oder nicht. Was das Leben uns bringt, passiert so oder so. Wichtig ist, den Augenblick zu leben und nicht über das Morgen zu grübeln.“
Lena (lächelt): Ja, ich erinnere mich genau an den Moment, wahre Worte, die mich mit etwas mehr Leichtigkeit erfüllten. Eines meiner Lieblingszitate ist: „Man sollte kein neues Kapitel beginnen, bevor man das alte nicht richtig beendet hat.“ Besonders wegen dem Zusammenhang und der Situation, in der es gefallen ist. Welche das ist, möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten.
Nun betritt die Autorin wieder das Zimmer und blickt mich ungläubig an. Scheinbar ist es selbst in Autorenkreisen nicht üblich, dass das Buch und seine Protagonistin antworten. Leise flüstere ich den beiden noch zu: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«
Buch und Lena: Wir danken dir, für dieses tolle Gespräch.
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Alle meine Fragen sind beantwortet, ich danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir.«

[Autoreninterview] Finja Spencer


Autoreninterview
Finja Spencer

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, ich bin Mama von zwei Jungs, Ehefrau und Frauchen eines tollen Dalmatiner-Buben. Mit meiner Familie wohne ich im wunderschönen Oderbruch. Neben der Organisation des Familienchaos und meinem Lieblingshobby, dem Schreiben, gehe ich auch noch einem Brotjob im Büro nach, bin also ein typischer „Schreibtischtäter“ ;-)
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Bereits in meiner Jugend habe ich meine Liebe zum Schreiben entdeckt und Kurzgeschichten verfasst. Schon damals entstand der Traum in mir, irgendwann in meinem Leben mal ein eigenes Buch zu veröffentlichen, ruhte dann aber jahrelang. Bis ich mein Hobby vor einigen Jahren wieder für mich entdeckte und anfing, meinen ersten Roman zu schreiben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher ist im Oktober letzten Jahres mein Debüt-Roman „Schmetterlinge und verlorene Erinnerungen“ erschienen. Es ist eine Geschichte mit Spannung, Tiefgang, ganz viel Herz und der Botschaft, wie wichtig es ist, auf seine innere Stimme zu hören und an einen Lichtschimmer auch in dunklen Zeiten zu glauben.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich schreibe aktuell an meinem zweiten Roman. Die Geschichte ist ganz anders als „Schmetterlinge und verlorene Erinnerungen“, aber auch hier gibt es wieder tiefe Emotionen und (hoffentlich unerwartete) packende Wendungen, eingebettet in Traumsettings mit Rockstar-Vibes.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich liebe die langen Streifzüge mit meinem Hund durch die Natur, um dort all die beruhigenden Eindrücke aufzusaugen und den Kopf frei zu bekommen. Genauso gern gehe ich aber auch mal feiern und tanzen oder Achterbahnfahren mit meinen Jungs. Je nachdem, wie stressig der Alltag ist, verbringe ich meine Freizeit mal am liebsten ganz ruhig und dann auch wieder gern voller Aktion.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Meine absolute Lieblingsautorin ist Mila Olsen. Die „Entführt-Reihe“ von ihr hat mich vor Jahren so begeistert, wie keine anderen Bücher zuvor, und „Whisper I love you“ emotional unheimlich tief berührt. Seitdem kaufe ich ihre Neuerscheinungen quasi „blind“, also ohne, dass der Klappentext da für mich ausschlaggebend wäre.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Zum Schreiben brauche ich es ruhig und kuschelig. Bisher habe ich deshalb sehr gern mit dem Laptop auf dem Schoß auf der Couch geschrieben. Vor ein paar Wochen habe ich mir aber den Traum von einer eigenen Lese- und Schreibecke erfüllt: mit Bücherregalen, einem ganz kuscheligen Sessel und einem kleinen Tischchen. Und es ist so gemütlich geworden.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Normale Wochentage sind bei mir oft ein Jonglieren zwischen der Arbeit in meinem Brotjob und den Terminen meiner Jungs. Dazwischen ein lauffreudiger Hund, der bei Wind und Wetter seine großen Spazierrunden einfordert, und der Haushalt, der erledigt werden will. Zum Schreiben komme ich da oft sehr unregelmäßig, meist am Abend oder am Wochenende.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich liebe Romance, aber die Geschichten sollten nicht zu seicht sein, sondern schon Tiefgang und etwas Fesselndes mitbringen, gern auch überraschende Wendungen. Und nach dem Motto „Schreibe die Geschichte, die du selbst gern lesen würdest!“ ist das auch genau das Genre, in dem ich schreibe.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ein Lieblingszitat von mir ist: „Folge deinem Herzen, es kennt den Weg zum Glück!“. Ich bin eher ein Herzmensch, der sich mit gewissen Entscheidungen kopfmäßig zwar manchmal schwertut, letzten Endes aber tatsächlich meist mit dem Verstand rechtfertigt, was das Herz eigentlich will und somit auf das richtige Gefühl vertraut.
Eines meiner Lieblingszitate aus meinem Buch ist: „Man sollte kein neues Kapitel beginnen, bevor man das alte nicht richtig beendet hat“. Das beschreibt tatsächlich auch meine Vorgehensweise beim Schreiben. Während ich manchmal fasziniert höre, dass andere an mehreren Projekten gleichzeitig schreiben, bin ich immer nur voll fokussiert auf ein einziges Projekt und erledige da dann auch einen Bearbeitungsschritt nach dem anderen.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Es gibt noch so unheimlich viele Länder, die ich gern sehen möchte … und bei denen ich mir vorstellen könnte, dass eines von ihnen mein neues Lieblingsland wird. Bisher bin ich fasziniert von England, wo ich schon mehrfach war. Dort gefällt mir der Lifestyle, der Mix aus Moderne und Historie, die Infrastruktur, die wunderschönen Gebäude, Kirchen und Burgen und die liebenswürdige, lockere Art der Menschen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich bin offen für Kritik und hinterfrage mich oder mein Handeln dann dazu. Manchmal nehme ich sie mir allerdings auch zu sehr zu Herzen, nehme Gesagtes und Gesten zu persönlich und mache mir unzählige Gedanken dazu, die oft völlig unnötig sind.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich habe mich für das Selfpublishing entschieden, weil ich somit einfach frei bin. Ich habe die Freiheit alles genau so zu gestalten und umzusetzen, wie ich es möchte ohne mich bspw. an Vorgaben eines Verlages halten zu müssen. Und vor allem habe ich die Freiheit, alles in meinem Tempo zu machen. Ich habe keine vorgegebenen Termine oder Abgabefristen und das ist mir sehr wichtig. Unter Druck bin ich weniger kreativ und Fristen einhalten zu müssen, wäre für mich purer Stress, da das Schreiben ja quasi neben Arbeit und Familie mein Hobby ist, zu dem ich oft nur unregelmäßig komme. Druck und Fristen würden mir da mit Sicherheit komplett die Lust und Freude nehmen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Verfolgt eure Träume und verliert sie niemals aus den Augen. Auch wenn das Leben euch manchmal Steine in den Weg wirft, wird es sich immer irgendwann auszahlen, darum zu kämpfen.

Montag, 16. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Wolkendampf und Wunderglaube - oder wie man sich einen Freund bestellt von Simone Tonn


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Rina und Lino aus „Wolkendampf und Wunderglaube – oder wie man sich einen Freund bestellt“ und deren Autorin Simone Tonn.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Rina: „Echt jetzt?“
Lino: „Sehr gerne, die Dame!“
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Rina: Alles fing damit an, dass ich diesen Koffer fand! Und da war gleich klar: ich werde auf eine fantastische Abenteuerreise gehen! Das hat mich mega viel Mut gekostet, weil ich ja echt ganz allein war! Aber ich hab ja bald den da getroffen… (boxt Rino liebevoll auf die Rüstung).
Lino: Was hab ich nicht alles ertragen? (Er rollt in gespieltem Entsetzen die Augen und grinst Rina an.) An ihren Flugkünsten musste sie erstmal arbeiten!
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Simone: Auf den besagten Spaziergängen habe ich mich monatelang in dich, Rina, hineinversetzt und ergründet, wie es dir geht und warum. Was du willst, was du brauchst. Durch alles, was ich durchgemacht habe, bin ich geworden, die ich bin. Und das wollte ich dir nicht vorenthalten. Sorry. War nötig!
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Rina: als ich Linos dicken Rhinozerospopo in Edwin Elsters Lastwagen sah, war ich überglücklich.
Lino: Ja, auch von hinten bin ich nicht zu verachten! Meine Lieblingsstelle erzählt von meiner besten Entscheidung: Als ich das Schild bei den ChicChicks entdecke und mich entschließe, mir eine Wellness-Behandlung zu gönnen! (Stolz deutet er auf seinen Glitzerstein am Horn.)
Wie viel echte Simone steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Rina: Bei und beiden hat es lange gedauert, echte Freunde zu finden.
Simone ergänzt: Gemeinsam ist uns auch die wilde Entschlossenheit, unser eigenes Ding zu machen. Was wir uns in den Kopf setzen, ziehen wir durch!
Lino: Simone und ich hinterfragen einfach alles. Außerdem umgeben wir uns gerne mit schönen Dingen. Wir lieben es ästhetisch und anspruchsvoll.
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Rina: Simone kann ganz schön nerven, wenn sie das EINE Wort sucht! Insgesamt ist sie aber echt o.k. Wir durften so ziemlich machen, was wir wollten und haben so coole, schräge Freunde gefunden! Alles wurde so bunt und magisch!
Lino: Das liebe ich an ihr: keine Vorstellung ist zu groß, kein Plan zu verrückt!
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr drei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Lino: Erst waren wir nur Rhina und Rhino. Zweieinhalb Jahre lang. Dann haben Lisa und Simone recherchiert. Wegen dem Titelschutz. Da stellte sich heraus, dass es den Namen Rhina Rhino schon gab! Unvorstellbar! Warum ich jetzt Lino heiße, verrate ich nicht! Das steht im Buch.
Rina: Und der neue Titel ist dann einfach aus den Wolken geplumpst. So ist das, wenn man sich was bestellt. Es kommt einfach!
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Rina: Lisa hat das Cover super hingekriegt! Schau mal meine Locken an!
Lino: ein bisschen diskutieren musste ich schon, aber dann habe ich meinen goldenen Panzer bekommen. Das war ganz schön tricky für Lisa. Aber sie ist halt Vollprofi. Und jetzt bin ich sehr stolz!
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Rina: ich mag die Stelle, an der Tante Tilda sagt: „Das ist also dein Freund! Das freut mich außerordentlich!“ Ich war nämlich so so sehr glücklich, in dem Moment.
Lino: ich mag den Ohrwurm „Olwäis luk an se reid side of leid!“ Er grinst. Von einem Rhinozerosohr zum anderen.
Vielen Dank für das Gespräch

[Autoreninterview] Simone Tonn


Autoreninterview
Simone Tonn


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Simone Tonn, geboren am Bodensee. Lebe seit 36 Jahren in Bayern.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon als Jugendliche geschrieben. Romane und Gedichte.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Wolkendampf und Wunderglaube – oder: wie man sich einen Freund bestellt ist ein Buch über meine Herzensbotschaft „Glaube an deine Wünsche, sie können Wirklichkeit werden!“ Es ist ein Mutmachbuch und lädt mit seinen wunderschönen Illustrationen meiner ältesten Tochter @lisa.bilis zum Träumen und Staunen ein.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Demnächst erscheint ein Gedicht von mir in der Anthologie „Hoffnungszeilen“. Herausgeberinnen Sandra Andres und Laura Windmann.
Ansonsten möchte ich mich dieses Jahr einigen Kurzgeschichten widmen und damit an weiteren Ausschreibungen teilnehmen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich bin sehr viel in der Natur, liebe Waldspaziergänge, Schwimmen, Walking, Rad fahren.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich liebe alles von Jojo Moyes zum Abtauchen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich habe ein großes Arbeitszimmer unterm Dach, von da aus blicke ich über alle Dächer unseres Dorfes. Es ist gleichzeitig mein Atelier und Näh- und Bastelzimmer.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Früh einige Stunden am Schreibtisch, Calls in der Küche am Stehtisch mit dem Walking-Pad, einen schönen Spaziergang am Tag und am Abend nochmal eine Runde Laufen mit meinem Mann. Derzeit mit Stirnlampe.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich mag alles jenseits der Sachlichkeit. Gerne mit viel Herz und Humor und einem großen Schuss (alltäglicher) Magie. Positiv, kraftvoll, nachdenklich und zum Wegträumen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Motto: Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.
Hauptaussage in Wolkendampf und Wunderglaube: Glaube an deine Träume, sie können Wirklichkeit werden!
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich mag alles mit viel Wasser drumherum, raue Küsten, kroatische Inseln, Skandinavien. Und ich mag meine Wahlheimat Bayern. Da gibt es auch viele wunderschöne Seen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich mag konstruktive Kritik sehr und setze Sinnvolles dankbar um.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Freiheit! Die Selbstbestimmtheit über jeden Schritt ist großartig. Abgesehen davon, wären wir als Illustratorin (meine Tochter) und ich gemeinsam bei keinem Verlag untergekommen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Glaub´ an dich und geh deinen Weg unbeirrt! Vertraue dabei deiner inneren Stimme!