Donnerstag, 5. November 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Mânil - einfach nur der Anfang von Desiderius M. Rainbow

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich im Rahmen der Blogtour zu „Mânil – Einfach nur der Anfang“ mit den Nebencharakteren Lilian, Eule, Shela, Tyrone, Olga, Nelly und Amadeus aus der Mânil-Reihe von Desiderius M. Rainbow, um mit ihnen über das Buch und ihren Autor zu sprechen.

Fragen an Lilian:
Du bist ja keine Magierin. Wie bist du auf die Idee gekommen, Magie zu studieren?
Ich war etwa fünfzehn als die Magieoffenbarung kam und seitdem fasziniert mich das Thema. Als es dann die Möglichkeit gab, das zu studieren, hab ich nicht lange überlegt, mich für einen der wenigen Plätze beworben und ich habe es noch keinen Tag bereut. Was ich nicht gedacht hatte, ist, wie viel Magie man auch wirken kann, wenn man über keine eigenen magischen Kräfte verfügt – zu meinem Glück ist unser Lehrer Suketo davon ebenso begeistert wie ich!
Was hältst du von Suketo?
Er ist ein toller und begeisterter Lehrer und trotz seines sehr verschlossenen und unmöglichen Charakters und seiner diversen Macken, mag ich ihn. Nur seinen Umgang mit Mânil finde ich bisweilen echt fragwürdig. Zudem bin ich zum Glück auch nicht so leicht einzuschüchtern und mach den Mund auf, wenn mir etwas nicht gefällt.
Fragen an Shela:
Du scheinst in allen magischen Bereichen extrem begabt zu sein. Was magst du am liebsten und gibt es etwas, das du nicht kannst?
Ich liebe Wassermagie. Wasser und das Meer beruhigen mich. Natürlich gibt es auch eine ganze Menge, was ich nicht kann! Zum Beispiel macht es mich wahnsinnig, Magie vor anderen zu wirken, obwohl ich weiß, wie stark ich bin und daran auch nicht zweifle. Was mir in erster Linie im Weg steht, ist meine ständige Panik. Aber auch dafür werde ich eine Lösung finden – ich will mich davon nicht aufhalten lassen.
Hast du Suketo schonmal veräppelt und wie hat er es aufgenommen?
Natürlich - meine Illusionen sind zum Beispiel fantastisch und Suketo hat wesentlich mehr Humor, als es scheint. Außerdem braucht man eine Menge davon, um mit ihm zusammen zu leben!
Mânil ist scheinbar ein ähnlicher Überflieger wie du, wie ist das für dich?
Es ist großartig, nicht mehr die gefährlichste, unberechenbare Irre in der Runde zu sein, seine Magie ist der Wahnsinn! (sie grinst und meint das offenbar absolut ernst)
Fragen an Tyrone:
Mânil steht ja auf dich. Könntest du dir ein Date mit ihm vorstellen?
Nein, diese penetrante Nervensäge könnte meinen Geschmack kaum weniger treffen. Und selbst wenn – ich entscheide so etwas nicht allein und muss bei meiner Auswahl ein bisschen mehr bedenken, als nur mein Herz
Warum nimmst du bei Suketo Unterricht, obwohl du ihn nicht magst?
Es spielt keine Rolle, ob ich ihn mag. Er ist ein guter Lehrer - und es ist sichergestellt, dass er tut, was er soll.
Bist du der Böse in der Geschichte?
Definiere böse. Die, bei denen ich zurzeit wohne, würden das wohl bejahen. In der Öffentlichkeit hingegen gelte ich als fähiger Thronfolger. Bin ich also böse? Oder nur pragmatisch? Ich werde Vingada-Cherats erster magiebegabter König und das wird erst der Anfang sein. Dank derer, die hinter mir stehen, wird mir nicht nur Vingada-Charat gehören, sondern auch der Chuncasgalda, ganz Mehrleben – und verdammt nochmal – auch Mânil und vor allem seine Magie wird mein Eigentum sein! Doch letztendlich tue ich vor allem, was nötig ist, um zu bekommen, was ich will. Ich bin kein Sadist wie Suketo.
Fragen an Eule:
Hast du noch Kontakt zu Mânils Familie, jetzt, wo er dort nicht mehr wohnt?
Zuerst ja, weil er seine Briefe an mich dort hinschickte. Ich hab ja keine Adresse oder so. Seit er trotzdem direkt an mich schicken kann, nicht mehr. Aber er hat mich genötigt, dort mal wieder aufzutauchen und es war seltsam - als ob die sich ernsthaft gefreut hätten, mich wiederzusehen...
Bist du verliebt in Mânil?
Nein. Und selbst wenn, zerstöre ich keine Freundschaft mit sowas.
Wie viele Messer trägst du bei dir?
Willst du das herausfinden?
Fragen an Olga:
Hast du schon einmal einen Jungmagier so oft zusammenflicken müssen, wie Mânil?
Nicht, dass ich mich entsinnen könnte!
Warum arbeitest du ausgerechnet bei Suketo, wo du bei deinen Fähigkeiten doch sicher die Wahl hattest?
Weil ich bei ihm kein Prestige-Objekt bin, sondern gebraucht werde. Er hat zwar selbst starke Heilkräfte, benutzt die wohlweislich aber nicht an seinen Schützlingen - ich würde ihm ernsthaft was erzählen, wenn er DAS täte! - Suketo hat nie versucht, sich bei mir anzubiedern und hängt es nicht an die große Glocke, dass Olga Grantelforst bei ihm als Heilerin tätig ist. Außerdem hat er trotz seines sogenannten „Charakters“ das Herz am rechten Fleck.
Bist du Single?
Nein. Ich bin schon seit sehr langer Zeit mit Za zusammen, dem Sapaî (heilkundige Person) der Turmkobolde aus Katurath’ka. Za hat komplett einen an der Waffel, aber ich liebe demm genauso, wie dey ist.
Fragen an Amadeus:
Wie ist dein Verhältnis zu Shela?
Sie ist meine Schwester - wenn auch adoptiert. Es ist schwierig, zu ihr ein Verhältnis aufzubauen, sie ist noch verschlossener als Suketo und mag meistens keine Nähe. Aber sie ist Familie, das zählt und ich hab sie sehr lieb.
Was ist deine Lieblingsmagie?
Ich liebe Erdmagie und jede Art von Kreaturen! Seien es Tiere, Fabelwesen oder auch versehentlich Beschworenes. Ich kann es nicht erklären, aber ich hab einen Draht zu jeder Art von Kreaturen - auch die schrägen... besonders die schrägen, wie Putzi zum Beispiel. Aber ich hab auch ein großes Aquarium und hab mir früher einen Hund gewünscht, obwohl ich ja weiß, dass das mit Putzi nicht geht. Eifersüchtige Krokodile und Hunde sind keine gute Kombination. …Und nach diesem …Vorfall will ich jedoch auch keinen Hund mehr. Es reicht, dass Suketo jetzt einen… - ich soll nicht spoilern.
Fragen an Nelly:
Wie ist dein Alltag in Suketos Haus?
Woher soll ich das wissen?! Ich wusste nicht einmal, dass er ein eigenes Haus hat. Schließlich hat dieser ungehobelte Rüpel sich in meinem breit gemacht.

Mittwoch, 4. November 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Atlas - Dark Secret von Maggie Stone

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Nebencharakteren Ian und Johnny aus „Atlas - Dark Secret“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Ian: „Muss ja. Helena meinte, das gehört zu meinen Pflichten als Patenonkel.“
Johnny: „Hättest du den Job halt nicht angenommen. Ich hätte ihn mit Freuden übernommen. Dann müsstest du jetzt auch nicht hier sitzen. Mit deinen Ja- und Nein-Antworten kann hier ohnehin keiner etwas anfangen.“
Ian: „Du bist immer noch beleidigt?“
Johnny: „Natürlich bin ich beleidigt. Ich wäre ein hervorragender Patenonkel geworden.“
Ian: „Du? Ein nicht zugelassener Arzt mit einer ungesunden Neigung zu Messern und einem Hang zur Dramatik?“
Johnny: „Ja.“
Ian: „Genau deshalb bist du es nicht geworden.“
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ian: „Ich bin Ian ...“
Johnny: „... ein grummeliger Morgenmuffel. Ein Spaßverderber. Ein Schrank von einem Mann mit der Ausstrahlung eines Gefängniswärters.“
Ian: brummt missmutig
Johnny: „Ich hingegen bin ein Virtuose in dem, was ich tue.“
Ian: „Leute foltern? Sie mit deinem Gelaber in den Wahnsinn treiben? Uns auf die Nerven gehen?“
Johnny: „Alles davon.“
Ian: verdreht die Augen „Ich bin Ian. Ich sorge dafür, dass Atlas am Ende des Tages noch weiß, was richtig und was falsch ist. Und ich bin für Helena da, wenn alles um sie herum zusammenzubrechen droht.“
Johnny: „Und ich bin Johnny. Arzt, Genie und tragischerweise nicht der Patenonkel ihrer Tochter.“
Ian: „Zu Recht.“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Johnny: „Es geht um Familie. Für die einen ist das ein warmer Ort voller Liebe, für die anderen eine lebenslange Quelle traumatischer Erlebnisse. Dann mischt man Geheimnisse, Schuldgefühle, Loyalität und eine Prise Paranoia dazu und bekommt genau die Art von Katastrophe, die wir hier erleben. Alle wollen das Richtige tun und verursachen dabei ein mittelschweres Chaos. Und das Ende ... das habe ich bis heute nicht verkraftet.“
Ian: „Es geht um Familie. Um Loyalität. Um Schuld, Geheimnisse und die Menschen, für die wir alles riskieren würden. Jeder kämpft auf seine Weise darum, das zu bewahren, was ihm wichtig ist. Stell dich nicht so an. Das Ende ist nicht annähernd so schlimm, wie du es darstellst.“
Johnny: „Für dich vielleicht nicht.“
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Ian: „Unsere Welt ist nicht einfach. Die Situationen, in die sie uns bringt, sind es deshalb auch nicht.“
Johnny: „Das klingt deutlich vernünftiger als meine Antwort.“
Ian: „Was wäre deine Antwort gewesen?“
Johnny: „Ja.“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Ian: „Maisies Taufe. Nicht wegen der Zeremonie selbst. Sondern weil für einen kurzen Moment alles still war. Keine Bedrohungen. Keine Geheimnisse. Keine Gewalt. Nur Familie.“
Johnny: „Das war klar. Aber du hast recht. Es war ein berührender Moment. Genauso wie Heiligabend. Die Kirche. Das Essen danach. Die ruhigen Szenen, in denen alles in Ordnung scheint.“
Ian: „Das ist es doch, worum es geht. Selbst bei Männern wie uns.“
Johnny: „Stimmt schon. Aber als Luther seine Smith & Wesson Magnum 500 abgefeuert hat, war das ebenfalls ein denkwürdiger Moment.“
Ian: schließt kurz die Augen „Und da ist er wieder. Der Grund, warum du nicht Patenonkel geworden bist.“
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Ian: „Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Nicht unbedingt in den Entscheidungen, die wir treffen, sondern in den Eigenschaften, die uns ausmachen. Der Wunsch nach Selbstbestimmung. Die Loyalität gegenüber den Menschen, die man liebt. Der Wille, weiterzumachen, auch wenn es schwierig wird.“
Johnny: „Und der Wahnsinn.“
Ian: „Der hoffentlich nicht.“
Johnny: „Doch. Ein bisschen schon. Ich glaube, sie schreibt nicht nur, was sie ist. Sie schreibt auch, was sie gern wäre, was sie niemals sein möchte und all die Dinge dazwischen. Den brutalen Vater. Die unerschütterliche Löwenmutter. Das Chaos. Die Liebe. Das Monster. Den Menschen. Deshalb fühlt sich jeder von uns ein bisschen nach ihr an und gleichzeitig überhaupt nicht.“
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Ian: „Hartnäckig. Ehrgeizig. Loyal. Nachtragend, wenn man es sich mit ihr verscherzt. Sie gibt nicht auf, wenn ihr etwas wichtig ist. Und sie ist deutlich fürsorglicher, als sie andere glauben lässt.“
Johnny: „Verletzlicher, als sie auf den ersten Blick wirkt. Sie tut immer auf taff und stark, aber tief im Inneren ist sie auch nur ein Mädchen, das vor einem Jungen steht und ihn bittet, es zu lieben.“
Ian: „Hast du gerade Notting Hill zitiert?“
Johnny: „Vielleicht.“
Ian: „Du bist unerträglich kitschig.“
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Johnny: „Mitspracherecht? Natürlich nicht. Sie hatte den Titel schon lange vor dem Buch. Erst Helena, dann Atlas. Sollte irgendwann ein dritter Teil kommen, würde der vermutlich Maisie heißen. Man erkennt also ein Muster.“
Ian: „Das nennt man eine Reihe.“
Johnny: „Sie hat einfach ein Faible für besondere Namen. Atlas trägt die Welt auf seinen Schultern. Natürlich konnte ich mit so etwas nicht konkurrieren.“
Ian: „Ach was? Ian bedeutet 'Gott ist gnädig'.“
Johnny: „Und Johnny bedeutet ebenfalls 'Gott ist gnädig'. Atlas bekommt die Bedeutung eines Titanen, der die Welt trägt. Ian und ich teilen uns denselben Namen in unterschiedlichen Verpackungen. Ich glaube, bei uns gingen ihr langsam die Ideen aus.“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Ian: „Es gefällt mir. Die Rosen stehen für Helena und für die Liebe. Die Waffen für die Welt, in der wir leben. Der Schlagring für Atlas und die Dinge, die er mit sich herumträgt. Es zeigt genau den Konflikt der Geschichte: Liebe und Gewalt. Familie und Schuld.“
Johnny: „Mir ist etwas anderes aufgefallen. Helena war hell. Rein. Hoffungsvoll. Dieses Cover ist dunkel. Schwer. Fast verdorben. Als hätte die Dunkelheit alles eingefärbt, was vorher unberührt war. Eigentlich passt das ziemlich gut zu Atlas.“
Ian: „Das war überraschend tiefgründig.“
Johnny: „Ja, das erschreckt mich selbst ein bisschen.“
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Johnny: „›Beim nächsten darfst du Taufpate sein, versprochen.‹“
„Das hat Atlas ganz zu Beginn zu mir gesagt. Und ich schwöre, ich werde ihn bis an mein Lebensende daran erinnern. Ein Versprechen ist ein Versprechen.“
Ian: „›Ich starte in mein neues Leben.‹“
„Ohne zu viel zu verraten: Dieser Satz bedeutet am Ende etwas völlig anderes als am Anfang. Im Verlauf der Geschichte habe ich erkannt, was mir wirklich wichtig ist. Manche Menschen verändern deine Prioritäten. Und manchmal merkt man erst, was Heimat bedeutet, wenn man Gefahr läuft, sie zu verlieren.“
Danke für das Gespräch
Johnny: „Wir sagen danke.“
Ian: nickt

Dienstag, 3. November 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Was bedeutet denn Liebe? von Anna Maria Kuppe


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Rabauke und Biene aus „Was bedeutet denn Liebe“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Sehr gerne. Wir danken, dass wir so etwas einmal machen dürfen.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Hallo, ich bin David, aber alle nennen mich Rabauke, weil ich immer so viel Unsinn im Kopf habe. Mein Bruder heißt Dennis, aber er wird mit Kosenamen nur Biene genannt, er summt nämlich öfter so wie dieses niedliche Tierchen.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Unserer Katzenmama, der Autorin des Buches, ist es wichtig, dass den Kindern frühzeitig die Werte wie Liebe, Geborgenheit und Füreinander da sein, vermittelt werden. Sie sagt, das war schon immer wichtig, aber in der heutigen Zeit um so mehr. Ihr findet in dem Buch ganz viel Liebe. Mein Bruder Dennis und ich spielen dabei wieder die Hauptrollen, so wie in den Büchern zuvor auch. Ich, Rabauke, bin immer sehr neugierig und stelle daher die Fragen. Da mein Bruder, genannt Biene, immer gut zuhört, kriegt er natürlich alles so mit, was Mama und Oma erzählen und er kann mir meine Fragen problemlos beantworten.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Klar, unsere Mama kennt uns gut. Sie spürt auch, was uns wichtig ist, denn wir verstehen uns auch ohne Worte.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Ja, zum Beispiel in der Geschichte, wo es um die Liebe zwischen Mensch und Tier geht: Die vier verbringen noch viele solcher Tage, die aus vollem Vertrauen, Sicherheit, Geborgenheit und einem Zusammenhalt bestehen.
Oder wo es um die Liebe zwischen Mutter und Kind geht, denn wir sehen jeden Tag, wie liebevoll unsere Katzenmama mit unserer Katzenoma umgeht. „Die Bindung einer Mutter zu ihrem Kind ist sehr stark. Du kannst dir das so vorstellen, als ob die beiden mit einem unsichtbaren Band verbunden sind. Ein Band, das man nicht sehen, aber spüren kann.“
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Sehr viel. Wir sind authentisch, wie ihr Menschen sagt. Die meisten Geschichten haben wir genau so zusammen erlebt. In unserem Alltag geht es meistens immer um Liebe, Geborgenheit, Zusammenhalt. Das ist völlig normal bei uns.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Mama ist immer lieb zu uns. Sie geht arbeiten, um für Oma und uns gut zu sorgen. Das fällt ihr oft nicht leicht, aber wenn sie von einem gestressten Arbeitstag nach Hause kommt, dann sind wir alle für sie da. Wir kuscheln, es gibt Streicheleinheiten und schon sind die Sorgen ganz viel weniger geworden. Sie tut alles für uns, bringt Leckerchen nach Hause, kocht und putzt für Oma.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Klar, wir sind alle ein Team und halten zusammen. Da ich Rabauke ja die Neugierde in Katzengestalt bin, war es nicht schwer, auf diesen Buchtitel zu kommen. Wenn ich etwas ganz genau wissen will, dann frage ich einfach mal nach.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Es ist super. So empfinden wir das, denn es ist alles drin. Wir beide, die allen zeigen, dass wir sie lieb haben. Alles voller Herzen, die ja Liebe symbolisieren. Wolken, Schmetterlinge, Regenbogen, Federn, alles Zeichen, die auch unser Opa aus dem Himmel uns zuschickt. Das ist auch Liebe, so sagt es jedenfalls Oma immer.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
„Ja, es ist ein tiefes Gefühl von Vertrauen, von Sicherheit und eine Gemeinschaft, die auch in schwierigen Zeiten zusammenhält. Man fühlt sich bei dem anderen Menschen, der einem nahe steht, einfach geborgen.“
Danke für das Gespräch
Sehr gerne, wir haben zu danken. Es ist toll, dass es so freundliche Menschen gibt, die uns vorstellen. Finden wir super. Herzlichen Dank, auch im Namen unserer Mama.

Montag, 2. November 2026

[Coverinterview] Das Herz der Vildnis von Ursula Walden


 
Coverinterview 
„Das Herz der Vildnis“

Heute habe ich Ursula Walden zu Gast auf meinem Blog. Sie wird mir ein paar Fragen zu ihrem neuen Cover beantworten.

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel?
Nach dem Titel. Der Stand relativ schnell fest und als die Rohfassung geschrieben war, habe ich das Cover bei Yola in Auftrag gegeben.
Hattest du schon eine genaue Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte?
Sehr grob. Ich bin tatsächlich nicht sehr gut darin, Dinge zu visualisieren. Ich wusste, welche Elemente ich mir darauf vorstellen kann, aber die tolle Zusammenstellung kam von Yola.
Welche Bedeutung haben für dich der Hirsch, das Fläschchen, das Messer und die Zweige?
Der Hirsch spielt eine sehr zentrale Rolle in der Geschichte, er bringt den Auslöser in die Ereignisse. Das Fläschchen wird immer mal wieder auftauchen, aber welche Rolle es spielt, muss man beim Lesen herausfinden. Auch das Messer ist ein kleiner Hinweis auf wichtige Ereignisse, aber da kann ich nicht spoilern.
Die Zweige stehen für den Wald. Der Großteil der Geschichte spielt unter dem Blätterdach der großen Vildnis.
Wolltest du etwas Bestimmtes mit dem Cover ausdrücken?
Vor allem wollte ich die Atmosphäre der Geschichte greifbar werden lassen. Tanzende Lichter, ein dämmriger Wald, die entfernte Gestalt eines Hirschs. Yola hat das perfekt eingefangen. Die Elemente drum herum sind Hinweise, kleine Dinge die Sinn ergeben, wenn man das Buch gelesen hat.
Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt?
Zitat:
»Wenn du dich durch meine Augen sehen könntest, Vyra Fördra, wüsstest du, dass ich dich niemals wegstoßen könnte.«
Szene:
Unter ihren Füßen erstreckte sich samtiges Moos, das im Dämmerlicht der silbernen Lichtkugeln sanft schimmerte. Silbermiere blühte überall zwischen den emporgereckten Grashalmen, so hochgewachsen, dass sie die weißen Blütenkelche mit den Fingerspitzen berühren konnte, ohne sich bücken zu müssen. Alles um sie herum leuchtete. Silbereichen, deren glitzernde Stämme dicker waren als die der Bäume am Waldrand, säumten die Blumenwiese, überdachten sie mit einem schützenden Baldachin ihrer Zweige, undurchdringbar und unzerstörbar. Rote und blaue Veilchen bedeckten den Boden zwischen den anderen Pflanzen. Ohne Zweifel, sie befand sich im Dymskoga inmitten der Vildnis. Die vertraute Stille umhüllte sie wie eine unausgesprochene Gewissheit. Doch an genau diesem Ort war sie sicher niemals zuvor gewesen.
Unsicher, was sie tun sollte, machte Vyra einige vorsichtige Schritte tiefer in die Menge der Silbermieren hinein. Und kaum, dass sie dies tat, spürte sie ein leichtes Ziehen hinter ihrem Brustbein, das ihr bedeutete, weiterzugehen. Ohne weiter darüber nachzudenken, folgte Vyra diesem Impuls, bis sie an einen See gelangte, dessen Wasser spiegelglatt und unbewegt dalag. Zunächst hatte sie es kaum als das erkannt, was er war. Die Silbermiere und die silbernen Lichter spiegelten sich darin wie ein endlos weiter Sternenhimmel, verwandelten die Wasseroberfläche in einen Spiegel und zugleich in einen unendlichen Abgrund, dessen Ausmaß nicht ersichtlich war. Und dort, inmitten des schwarzen Sees mit dem Meer aus Silber, thronte eine riesige Trauerweide, alt und knorrig, den Stamm von Efeu und Schimmerkraut umwuchert. Die ausladende Krone des Baumes ließ lange Zweige um sie herum gen Wasser hängen. Die Spitzen berühren fast den See, verharrten regungslos in der unbewegten Luft.
»Mein Kind.«
Die gewaltige Stimme vibrierte in Vyras Geist, füllte sie ganz aus.
»Tossala«, wisperte Vyra und ging unwillkürlich auf die Knie, den Blick fest auf die große Wächterseele der Vildnis gerichtet.
»Ich habe auf dich gewartet«, erklang die allumfassende Stimme in ihr. Und ein Gefühl von Sehnsucht, die nicht ihr gehörte, breitete sich in Vyra aus.
Ihre Hand wanderte über ihr Herz und verharrte dort. »Gewartet? Auf mich?«
Das Gefühl wurde stärker. »Ich habe nach dir gerufen.«
Bist du nun zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht etwas daran ändern wollen?
Ich stehe zu 100% hinter dem Cover und würde es genauso wieder nehmen!
Danke, dass du bei dem Coverinterview mitgemacht hast 😊

[Autoreninterview] Ursula Walden


Autoreninterview
Ursula Walden

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin eine Mischung aus leidenschaftlicher Naturwissenschaftlerin und kreativem Chaosmensch. Daher meine beiden Tätigkeiten: Ökologie/Biodiversität und das Schreiben.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe als Kind alles gelesen, was mir unter die Finger kam. Das reichte irgendwann nicht mehr und ich wollte all die Geschichten, die in meinem Kopf herumschwirrten, aufschreiben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
„Das Herz der Vildnis“ von Oktober 2026 ist mein Debüt. Es ist eine High Fantasy Geschichte um eine junge Frau, die nicht weiß, wie man auf sich selbst vertraut und Angst davor hat den nächsten Schritt zu wagen. Das Schicksal führt sie in einen magischen Wald. Es ist eine Geschichte über Selbstfindung, Freundschaft, Verlust und Hoffnung. Außerdem mit casual queerem Worldbuilding, sapphic Subplot und Neopronomen-Repräsentation.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, tatsächlich kämpfen gerade zwei Ideen um meine Aufmerksamkeit. Aber vor allem schreibe ich jetzt eine Weile an meiner Masterarbeit, das wird meinen kreativen Output erstmal etwas eindämmen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Schreiben, Gaming, Lesen. Kommt aber nicht oft vor, meistens sind es dann eher Ausflüge mit den Kindern.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Meine Lieblingsbücher einzugrenzen ist schwer. Da wäre „Gezeitenruf“ von Yola Stahl, „Das dunkle Herz des Waldes“ von Naomi Novik und „Das dunkle Wort“ von Sylvia Englert. Von Naomi Novik und Yola Stahl kaufe ich blind, lese und liebe ich sowieso!
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Zeigen nicht, das Chaos will echt niemand sehen, haha. Ich arbeite an einem Desktop PC, ich bin irgendwie nicht so der Typ für Tablets und Laptops. Ich brauche eine große, klackernde Tastatur vor mir. Ansonsten ist der liebste Ort zum Schreiben der See in Schweden.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Unspektakulär. Bei mir ist normaler Familien-Alltag. Es dreht sich hauptsächlich um die Kinder und den Hund, wenn die Kinder schlafen oder betreut sind arbeite ich fürs Studium oder schreibe. Wir lesen viel, gehen draußen spielen und wenn das Wetter ganz übel ist gibt es auch mal Mario Kart.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Bei beidem eindeutig Fantasy, am liebsten High Fantasy oder Romantasy. Beim Schreiben geht die Waage noch ein bisschen mehr Richtung High Fantasy.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„Einmal ist besser als keinmal und besser spät als nie.“ War schon in der Schule mein Motto…
Aus dem Buch würde ich wohl sagen: „Perfektion ist eine Illusion.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Schweden. Dort ist mein Herz zu Hause und ein Teil von mir hofft noch immer, dort irgendwann vielleicht für immer zu Hause zu sein. Die Natur, die Seen, die Menschen dort, alles ist weniger hektisch, freundlicher und für mich einfach eine absolute Wohltat.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich glaube das hängt stark von der Art der Kritik ab. Ich freue mich über wertschätzendes Feedback, auch wenn es mal einen unangenehmen Punkt trifft. Man kann nur besser werden, wenn man ehrliche Kritik bekommt. Aber sie sollte konstruktiv und eben wertschätzend sein.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Weil ich die Freiheiten des Selfpublishings nutzen möchte. Es war immer mein Traum in einem Verlag zu veröffentlichen, aber persönliche, eher negativ geprägte, Erfahrungen mit Verlagen und die allgemeine Entwicklung in der Branche haben mich umdenken lassen. Nun habe ich volle Kontrolle über Optik und Inhalt und suche selbst aus, mit wem ich arbeiten möchte.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Sei mutig, nutze deine Chancen und glaube nicht, was andere über dich sagen. Und wenn du scheiterst, dann weißt du, dass du es wenigstens versucht hast.

Sonntag, 1. November 2026

[Buchvorstellung einmal anders] All in for us - Heated Hearts 1 von Genovefa Adams


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Chase und Wesley aus „All in for us – Heated Hearts“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Chase: Sehr gern. Ist mal etwas anderes, sonst rede ich immer über Eishockey.
Wesley: Für mich ist das das allererste Interview. Ich bitte also um etwas Geduld.
Chase *schnaubt*: Wes kann alles. Einfach so auf Anhieb. Ich glaube nicht, dass Interviews da eine Ausnahme darstellen.
Wes: Überschätzt du mich da nicht ein bisschen?
Chase: Nope.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Chase: Klar. Hi, ich bin Chase O’Connell,Eishockeyspieler bei den New York Penguins …
Wes: Und Sexsymbol.
Chase: Und Sexsym… was?
Wes *grinst*: Ich bin nicht der einzige, der dir gern beim Aufwärmen auf dem Eis zusieht.
Chase: Äh. Okay …
Wes: Ich bin Wesley Winter, Programmierer und neu in New York. Eigentlich komme ich wie Chase aus einer Kleinstadt in Vermont.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Chase: Ein Programmiergenie zieht nach New York und zufällig ist sein neuer Nachbar der Ex, der ihn nie vergessen hat.
Wes: Ich habe dich doch auch nie vergessen.
Chase: Vorsicht, gleich haben wir unsere Sätze aufgebraucht.
Wes: Besagter Ex ist Eishockeyprofi und erzählt seiner Familie aus irgendeinem unerfindlichen Grund, dass sie jetzt ein Paar sind und gemeinsam heimkommen, um Weihnachten zu feiern.
Chase: Ob aus der Fake-Beziehung eine richtige wird, erfahrt ihr dann im Roman.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Wes: Ich wüsste nicht, was daran Spaß machen sollte. Ich war gerade dabei, nach zehn verdammten Jahren mit Chase abzuschließen, und dann steht er auf einmal vor mir.
Chase: Klingt, als würdest du das bereuen.
Wes: Nein, natürlich nicht. Ich finde nur, sie hätte vorher fragen können.
Chase: Hättest du nein gesagt?
Wes *zieht eine Grimasse*: Vermutlich schon.
Chase: Dann bin ich froh, dass sie nicht gefragt hat.
Wes: Okay, zugegeben, ich auch. Das darf sie aber nie erfahren.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Chase *grinst*: Ja, und zwar …
Wes: Hey, keine intimen Details, ja?
Chase: Aber …
Wes: Meine Lieblingsstelle ist die mit Chase besoffen am See.
Chase: Ich war nicht besoffen. Nur angeschickert.
Wes: Mhm.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Wes: Ich glaube, wir sind ihr beide nicht besonders ähnlich, und wären im wahren Leben trotzdem gut mit ihr befreundet.
Chase: Aber die Message des Buchs kommt direkt von ihrem Herzen: dass niemand sich dafür schämen muss, wer er ist.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Wes: Wenn ich so an die Seeszene denke, hat sie echt Humor.
Chase: Hör doch mal mit dem See auf.
Wes: Rückblickend war das echt witzig. Ich hatte in dem Moment allerdings echt Angst, dass du auf die Nase fliegst.
Chase: Ich finde, Genovefa hat überhaupt keinen Sinn für Humor.
Wes *grinst*
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Chase: Der Titel kommt vom Verlag und passt einfach perfekt zu uns, finde ich.
Wes: Oh ja, das sehe ich auch so.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Chase: Von mir aus hätte es gereicht, Wesley aufs Cover zu setzen. Ich meine, wer will mich schon sehen?
Wes: Die ganzen Eishockeygroupies vielleicht?
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Wes: Der kommt von Chase: »Ich habe, äh, einen Videokurs gemacht.«
Chase *verdreht die Augen*: War ja klar, dass das kommt. Aber ich habe auch einen und zwar von Wes: »Jetzt noch einen Rückzieher zu machen, wäre ungefähr eine so gute Idee wie ein Algorithmus mit einem Big O von .« Keine Ahnung, was das heißt. Klingt aber gut, oder?
Danke für das Gespräch
Chase: Danke für die Einladung.
Wes: Ja, vielen Dank. War gar nicht so schlimm, wie ich dachte.

Samstag, 31. Oktober 2026

[Schnipseltime] Eine Katze namens Nemesis - Don't mes with a black cat von Guido Ewert


 

Aftershave, das so widerlich roch, dass man es auf zehn Meilen gegen den Wind wahrnehmen konnte. Ich musste mich schwer zusammenreißen, um ihn nicht gleich für seine Tat büßen zu lassen, aber es hatte sich schnell gezeigt, dass er nur ein ganz kleines Licht in einer größeren Organisation war. Mit zusammengebissenen Zähnen schluckte ich meine Wut herunter und studierte stattdessen seine Gewohnheiten. Inzwischen kannte ich jede Station seiner Lieferkette. Heute würde er wieder seine Vorräte auffüllen. Wie gut, dass der Himmel bedeckt war und Wolken das Mondlicht schluckten. Die Nacht war so schwarz wie ich. ›I am the invisible cat, i am the invisible cat ...‹. Eine abgewandelte Version eines Queen Hits spielte Ohrwurm in meinem Oberstübchen. ›Mr. Hoodie‹ klopfte an die schmale Tür an der Rückseite eines Gebäudes. Die im Türblatt eingelassene Klappe öffnete sich und eine Gesichtskontrolle erfolgte. Ich hatte mich derweil so nah an ihn rangeschlichen, dass ich mich mit ihm durch die Tür schlängeln konnte, sorgsam darauf bedacht nicht mit seinen Beinen oder denen des Türstehers zusammenzustoßen. Ich folgte ihm einen dunklen Gang entlang, bis zum Eingang eines großen Raums, in dem sich das Drogenlabor und Lager befanden. Jetzt hieß es warten. Lautlos erklomm ich eine Empore, kletterte noch etwas höher und machte es mir auf einem der Stahlträger, die sich unter der Decke entlangzogen, so bequem wie möglich. Ich döste eine Weile vor mich hin, bis irgendwann die Lichter im Raum erloschen und alle Menschen verschwunden waren.  Ein paar Mal blinzeln, ausgiebig recken und strecken und schon konnte es losgehen. Ich verließ meine Position und sah mich genauer um. Als Erstes checkte ich den Rest des Gebäudes aus. Es war vollkommen leer. Vorsichtshalber suchte ich alles zweimal ab, dann widmete ich mich wieder dem Labor. Die Chemikalien waren allesamt in einem Schrank versperrt. Da kam ich nicht so leicht ran. Schade. In einem kleinen Nebenraum wurde das fertige Produkt gelagert. Hübsche, durchsichtige Plastikbeutel, gefüllt mit weißem Pulver. Ich grinste innerlich. Showtime.