Samstag, 17. Januar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Love doesn't ask von Florence D. Halliday


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Kyle, Jane und Avery aus „Love doesn’t ask“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Jane: Hallo, liebe Claudia. Schön, dass du dir Zeit für uns nimmst.
Kyle und Avery nicken bloß skeptisch zum Gruß.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
(Averys Lippen verziehen sich gerade zu einem dämonischen Grinsen, da ergreift Jane schnell das Wort.)
Jane: „Öhm … das sind Avery, er hilft in der Bibliothek aus, in der ich arbeite und das ist Kyle, er ist Koch.“ (Zwischen ihnen hin und her zeigend sieht sie aus, als würde sie gleich dahinschmelzen)
Kyle: Baby Girl, hast du nicht was vergessen?
Jane: (Läuft rot an und sieht ihn etwas besorgt an) „Ich weiß jetzt nicht, ob unser Alter relevant ist, ich …“
Kyle: (Lacht auf, jedoch nicht aus Spott, sondern mit einem Glitzern in den Augen) „Jane, du hast vergessen dich vorzustellen.“
Jane: „Oh. Ja! Entschuldigt. Ich bin Jane und bin Bibliothekars Assistentin.“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Jane: Es ist ein Aufwachen und Erkennen, dass das Leben mehr ist, als die erste Lebenshälfte. Love doesn’t ask, sagt es schon: Liebe fragt nicht, weder nach dem Alter noch wie viele Menschen in einem Herz Platz einnehmen dürfen.
Kyle: Es zeigt auf, dass das Alter nur eine Zahl ist und dass Liebe kein Blatt vor den Mund nimmt.
Avery: und sind wir mal ehrlich, es geht ab und an sehr heiß zu 😏
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Kyle: „Ach ich weiß nicht, manch einer schafft es ganz allein 😏.“
Avery: „Was soll das denn schon wieder heißen? Natürlich macht sie das und hat ganz sicher Spaß daran. Als ob ich allein darauf käme Jane in ihrem Büro…“
Jane: „Ich glaube, du bist dann jetzt mal ruhig! Florence braucht bei deinen Eskapaden nicht viel Fantasie.“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Avery: „Also ich würde sagen, jede Stelle, die ich in Janes‘s…“
Jane: „Sag mal, willst du, dass hier alles geschwärzt werden muss?“
Avery: „Babe. Was denkst du von mir? Ich wollte sagen, jede Stelle im Buch, die ich in deiner Präsenz verbracht habe. Wo deine Gedanken schon wieder hin abdriften. Schlimm bist du. 😏😏“
Jane: „Aha, also gefiel dir auch die Stelle, wo wir mit Chris auf dem Campus saßen?“
(Avery antwortet nicht, ballt bloß die Hände und wirkt plötzlich eiskalt.)
Kyle: „Nein. Uns gefallen am besten die Stellen, nur mit dir. So wie die in meinem Garten. Erinnerst du dich, Jane?“
(Auch Jane antwortet jetzt nicht mehr, jedoch sagt ihr rotes Gesicht mehr als tausend Worte.)
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Jane: „Hier und da wird man, wenn man die Autorin persönlich kennt, ein paar Gemeinsamkeiten mit mir erkennen. Aber denkt daran, 95% ist Fiktion 😉“
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
- Verspielt
- Humorvoll
- Vergesslich
- Romantisch
Wisst ihr, wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Kyle: „Der Titel stand sehr schnell fest. Da haben wir sie mit unserem Chaos schnell drauf gebracht. Und ihr glaubt nicht, wie passend er ist! Wir hatten zwar kein Mitspracherecht, aber auch nichts zu beanstanden.“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Avery: „Naja, ich will ja jetzt keine Schubladen öffnen oder bestücken, aber Rosa ist einfach nicht meine Farbe. Also wenn man mich gefragt hätte, wäre das nicht unbedingt in die Auswahl gekommen. Aber wer fragt uns schon?‘
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Jane: (von ihrer Schwägerin, Lisa)
»Fuuuck! Was zur Hölle, Jane? Wie alt ist er? Wirst du deswegen Ärger mit dem Gesetz bekommen?«
Kyle: (von ihm)
»Dass du denkst, wir müssten nur etwas hinter uns bringen. Möglicherweise geht es dir so. Aber wenn ich mich länger als fünf Minuten für eine Frau interessiere, sie nach sechs Minuten noch nicht unter mir liegt und ich nach zehn Minuten trotzdem noch interessiert bin, dann reicht es mir nicht, es nur aus meinem System zu bekommen. Nur um das klarzustellen.«
Avery: (von ihm)
„Habe schon davon gehört, dass hier jetzt eine unhöfliche Bibliotheksangestellte ihr Unwesen treibt.“
Danke für das Gespräch
Jane: „Wir haben zu danken.“

Freitag, 16. Januar 2026

[Schnipseltime] Nur ein Blick von Kerstin Imrek


 

Endlich war Lagerfeld zufrieden, beendete seine Visite und wandte sich zum Gehen. Sam atmete erleichtert auf und wollte sich ihm mit gesenktem Kopf anschließen, doch er konnte nicht. Nicht, ohne den Mann zumindest noch einmal kurz anzusehen. Um sich zu vergewissern, dass seine seltsame Reaktion nur ein blöder Zufall gewesen war.
Der Mann schien nur auf den Moment gewartet zu haben. Seine sanften Augen tauchten in die von Sam – drangen bis tief hinab in seine Seele. Schutzlos lag sie vor ihm und versuchte nicht einmal, etwas vor ihm zu verbergen. Wollte sogar, dass er ein Teil von ihr wurde ...
Sam keuchte, stolperte einen Schritt zurück und nutzte den Schwung, um herumzuwirbeln und hinter Lagerfeld aus dem Konferenzraum zu hasten. Seine Beine zitterten und sein Herz trommelte noch immer gegen seine Brust. Ein Schweißfilm lag ihm auf der Stirn.

»Alles in Ordnung?«, fragte Lagerfeld, den Sam auf seiner panischen Flucht beinahe mit sich riss. Er hatte weniger Angst um seinen Untergebenen, sondern um seinen weißen, akkurat gebügelten Anzug, in den Sam im Reflex seine Finger gegraben hatte. Lagerfeld schüttelte sie wie ein lästiges Insekt ab. »Ich muss gleich weiter«, informierte er und entfernte sich mit weit ausgreifenden Schritten. Damit Sam nicht auf die Idee kam, ihn begleiten zu wollen.
Dabei hatte der ganz andere Dinge im Kopf. Dinge, von denen Lagerfeld besser nie erfuhr. Und auch sonst niemand. Vor allem nicht dieser Mann mit seinen hypnotischen Augen.

[Buchvorstellung einmal anders] Nur ein Blick von Kerstin Imrek


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Sam und Nate aus „Nur ein Blick“ und deren Autorin Kerstin Imrek.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Sam: Natürlich, ich freu mich schon.
Nate: Wir sind wie immer eine Einheit.
Ich hatte ein langes Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Sam: Wir stellen uns gegenseitig vor, okay? Also ich verachte das GSK und ihre brutalen Methoden. Dass Nate zu dieser Einheit gehört, hat mich anfangs wirklich abgeschreckt. Ich dachte, er ist genauso grausam wie die anderen Mitglieder und befolgt blind Befehle. Doch er hat das Gegenteil bewiesen und gezeigt, dass es nicht nur Gut und Böse gibt. Er kämpft stets an meiner Seite und stellt meine Bedürfnisse über seine. Manchmal glaube ich, ich habe ihn gar nicht verdient.«
Nate: Schon bei unserem ersten Blickkontakt habe ich gespürt, dass wir miteinander verbunden sind. Auch wenn es eine Weile gedauert hat, bis Sam sich das eingestanden hat. Es fällt ihm schwer, sich anderen zu öffnen. Dafür hat er ein unerschütterliches Vertrauen in das Gute in jedem Menschen. Leider ein wenig zu viel, was ihn oft in Schwierigkeiten bringt. Und er kann wirklich sehr stur sein. Doch wenn er liebt, dann tut er das bedingungslos.
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Sam: Na ja, es geht darum, wie ich mit meiner Angst, „anders“ zu sein, umgehe. Ich muss lernen, dass ich geliebt werde, so wie ich bin. Und dass ich mir meine Gefühle zu einem Mann eingestehe. Auch wenn unsere Liebe leider geheim bleiben muss, weil sie in unserer Gesellschaft nicht akzeptiert wird.
Nate: Sam führt einen erbitterten Kampf mit sich selbst. Er hasst sich und glaubt auch nicht, dass ihn jemand anderes lieben könnte. Schon gar nicht ich. Er weist mich ganz schon oft zurück, doch ich kämpfe um ihn.
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Ohne Drama und Katastrophen bräuchte ich keine Geschichten schreiben, die wären nämlich stinklangweilig. So brutal es klingt, ich liebe es, meine Charaktere leiden zu lassen, sie zu traumatisieren und in ausweglose Situationen zu werfen. Ebenso liebe ich es, menschliche Abgründe zu erforschen und meine Charaktere auch mal richtig ausrasten zu lassen. Wenn sie etwas Schreckliches tun, haben sie meist einen Grund. Niemand ist nur Gut oder Böse.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Sam: Meine ist klar unsere erste Begegnung. Ich fand es ganz schön peinlich, wie Nate mich angestarrt hat, zugleich war dieser Moment auch ein Wendepunkt in meinem Leben.
Nate: Bei mir war es definitiv Liebe auf den ersten Blick. Ich finde aber die Stelle, in der ich Sam einen Tag lang meine Arbeit zeigen darf, besonders schön. Weil er sieht, dass nicht alle vom GSK grausam sind – und ich schon gar nicht.
Wie viel echte Kerstin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Meine Charaktere sind grundverschieden und haben nicht viel mit mir gemein. Klar, die eine oder andere Meinung deckt sich mit meiner eigenen. Ich mach aber keine Kopie von mir. Wobei ich schon viel Sam in mir selbst finde, wenn ich so darüber nachdenke.
Sam: Ach echt? Deshalb bin ich also so verkorkst! (Spaß!!!)
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Sam: Sie ist eine ganz Liebe, mag Harmonie und ist gern kreativ. Weshalb nur schwer zu glauben ist, welch grausame Schicksale sie sich für uns ausdenkt.
Nate: Stille Wasser sind tief. Aber das Herz hat sie definitiv am rechten Fleck. Und sie ist eine kleine Träumerin.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Sam: Der Titel war einfach da, unsere Autorin kann gar nicht genau sagen wann und wie genau. Aber er hat ihr auf Anhieb gefallen, weil er einfach so perfekt passt. Nur ein Blick kann ein ganzes Leben verändern. Er hat mein Leben verändert.
Nate: Der Titel ist perfekt, ich war sofort damit einverstanden. Die erste Begegnung war und bleibt für immer magisch.
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Nate: Wir lieben es und würden nichts daran ändern wollen!
Sam: Und das ist die Wahrheit, wir wollen uns nicht einschleimen oder so.
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Sam: „Nein, bitte nicht! Bitte doch! Lass mich los! Halt mich fester!“ Das hab ich gedacht, als Nate mich das erste Mal geküsst hat. Ich fühlte mich so zerrissen.
Nate: „Bitte Sam, lass zu, dass du glücklich bist. Dass WIR glücklich sind!“ Die Worte sagen alles, oder?
Vielen Dank für das Gespräch
Sam: Ich danke dir, es hat Spaß gemacht!
Nate: Danke für deine Zeit.
Ich: Ich schließe mich meinen Jungs an. Vielen Dank!

[Autoreninterview] Kerstin Imrek


Autoreninterview
Kerstin Imrek

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hi, ich bin Kerstin, 42 Jahre alt, seit 18 Jahren verheiratet und Mama von zwei Mädels und wohne in Rudersberg (Nähe Stuttgart). Ich schreibe schon seit ich 10 Jahre alt bin, zeichne aber auch sehr gern, vor allem meine eigenen Buchcharaktere. Ich lebe von meinem Brotjob als Sachbearbeiterin und habe einen Minijob in einer Buchhandlung im Ort, den ich sehr liebe.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe es einfach schon immer Geschichten geliebt und schon als Kind welche erfunden und mit meinem Bruder nachgespielt. Irgendwann habe ich einfach angefangen, sie aufzuschreiben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Inzwischen sind es fünf. Die abgeschlossene UTOPIA-Reihe mit „Weiße Sonne“, „Die Sonnenstadt“ und dem dazugehörigen Geschichtenband „Ungeschriebene Zukunft“. Danach habe ich „Die Welt nach dem Morgen“, eine Dystopie-Anthologie mit insgesamt 6 Autori*innen (inkl. mir) veröffentlicht. Ganz neu ist der queere Kurzroman „Nur ein Blick“.
Meine Geschichten berühren, schockieren und bleiben im Gedächtnis. Meine Charaktere müssen sich in dunklen und brutalen Zukunftswelten behaupten und dabei ihre Menschlichkeit bewahren.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich schreibe gerade am Ende meiner Fantasydilogie „Catalons Erbe“. Darin geht es um Menschen mit Fähigkeiten in einem Mittelaltersetting und eine verbotene Liebe, die ein ganzes Volk zu zerstören droht.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wenn ich nicht schreibe, lese ich oder zeichne. Ich geh aber auch gern ins Kino.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich mag viele Bücher und das schönste ist, die Autor*innen dazu persönlich zu kennen. Geprägt hat mich aber definitiv „Tom Sawyer“ und „Der Herr der Ringe“.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe meist am Schreibtisch, der in der Wohnzimmerecke steht. Oft sitze ich aber auch auf der Couch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
6.15 Uhr aufstehen, frühstücken, Vesper für die Mädels richten und wenn sie in der Schule sind, geht’s entweder ins Büro oder ich arbeite remote zu Hause. Dienstags und freitags bin ich dann zusätzlich vormittags im Buchladen und nachmittags remote. Dazwischen gibt’s Mittagessen und abends ist dann etwas Ruhe angesagt – wenn ich nicht gerade Zumba habe. Die Ruhe wird dann genutzt, um zu schreiben, oder einfach auch mal nur fernzusehen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich mag beim Schreiben und lesen gleichermaßen Dystopien, also düstere Zukunftsvisionen, wo die Menschen ums Überleben kämpfen müssen. Ich lass mich aber auch gern mal in Fantasiewelten entführen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Das Zitat „Kopf aus, Herz an“ mag ich sehr. Was nicht heißt, dass man nur auf sein Gefühl hören sollte, aber oft ist es einfach der Weg, der glücklich macht.
„Nicht alle Wunder dieser Welt sind mit bloßem Auge sichtbar und schon gar nicht zu erklären“. Das Zitat stammt aus „UTOPIA – Die Sonnenstadt“ und es passt einfach in so vielen Situationen.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nein, ich hab keins.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Mal so, mal so. Im ersten Moment trifft sie mich natürlich sehr und ich will mich verteidigen. Doch ich nutze sie auch, um an mir zu arbeiten. Solange die Kritik konstruktiv ist und man vernünftig miteinander redet, ist alles gut.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich hatte mich damals mit meinem Debüt bei einem Verlag beworben. Leider wurde ich dann gehostet und ich bin aus Frust ins Selfpublishing gegangen. Inzwischen schätze ich meine Freiheiten sehr. Ich bin einfach mein eigener Boss und meine Geschichten so, wie ich sie mag. Was nicht heißt, dass mir keiner reinreden darf. Ich will auch weiterhin im SP bleiben, habe allerdings auch noch eine Geschichte bei einem Verlag eingereicht, wo ich noch auf Antwort warte. Ich kann mir also sehr gut vorstellen, zweigleisig zu fahren in Zukunft.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Meine Geschichten sind nicht perfekt und schon gar nicht Mainstream, dafür liegt meine ganze Leidenschaft und mein Herzblut darin. Wer also echte Geschichten und tief gehende Charaktere mag, der darf gern bei mir bleiben und meine Bücher lesen. Ich würde mich sehr freuen, mich mit euch auszutauschen. Außerdem liebe ich persönliche Begegnungen auf Messen. Das gib mir so viel! Sehen wir uns bald?

Donnerstag, 15. Januar 2026

[Protagonisteninterview] Unscripted Rockstar Kisses von Katja Bleeker


 
Protagonisteninterview
„Unscripted Rockstar Kisses“ von Katja Bleeker mit Jay und Marley



Hi, schön, dass du dir Zeit für uns genommen hast, Marley. Wie geht es dir, jetzt, da du plötzlich Schauspielerin bist?
Marley: Ich bin mir noch nicht sicher. Das stand nie auf meiner Wunschliste, ich glaube, ich bin eher der ruhigere Typ Mensch. Auch, wenn das manchmal wirklich langweilig ist. Aber ich konnte nicht Nein sagen. Jay stand vor mir. Wenn ihr versteht. JAY! Ich wäre fast aus den Latschen gekippt, als er ins Tinis Laden stand. Und jetzt bin ich die Notbesetzung.
Wie kam es dazu?
Marley: *seufzt* Eikes Schafe sind ausgebrochen. Da ist ein Loch im Zaun und dann stand eines auf dem Deich, als ich auf dem Weg zur Arbeit war. Eikes Schafe sind frech. Und das auf dem Deich hat mich und mein Rad vom Deich geschubst. Ich bin mitten ins Set gekracht und habe dabei die eigentliche Hauptdarstellerin außer Gefecht gesetzt.
Das klingt schlimm. Hoffentlich ist sie nicht zu schwer verletzt.
Marley: Es geht ihr gut.
Und wie geht es bei euch jetzt weiter? Hast du das Drehbuch gelesen und traust es dir zu, den Kurzfilm mit Jay zu drehen?
Marley: Jein, zur Hälfte habe ich es gelesen. Aber ich freue mich. In der ersten Szene, die wir drehen, darf ich ihn küssen. Ich bin nervös und und unsicher und habe gleichzeitig das Gefühl, den Jackpot geknackt zu haben. Hahaha.
Und wie ist er so? Jay?
Marley: Ich glaube er ist nett. Jedenfalls war er das im Café. Allerdings ist er auch schnell wieder verschwunden. Auf dem Weg raus hat er den Kopf geschüttelt und leise geschimpft. Ich beziehe das jetzt nicht auf mich, auch wenn ich zu solchen Gedanken neige. Sehen wir es positiv. Ich lerne Jay kenne! Ich freue mich und mache mir gleich vor Angst in die Hosen. Hahaha
Das ist schön zu hören! Und … Jay? Wie geht es dir mit der neuen Situation?
Jay: Marley ist nicht hier, oder?
Sie ist im Nebenzimmer.
Jay: Sehr gut. Ich bin über jeden Augenblick froh, den wir nicht miteinander teilen müssen.
Was? Warum das denn?
Jay: Weil sie der Worst Case ist. Bea, die eigentliche Besetzung, ist sexy und erfolgreich in ihrem Job und das strahlt sie auch aus. Sie ist professionelle Schauspielerin und mit ihr an meiner Seite wäre der Kurzfilm ein Hit geworden. Aber Marley… das kann nicht gutgehen.
Warum nicht?
Jay: Weil sie nicht hübsch genug ist und nur ein Notnagel ist. Weil sie nicht schauspielern kann, weil sie zu gewöhnlich ist und weil ich sicher bin, dass sie ein hinter dem Mond lebendes Mauerblümchen ist.
Ganz schön harte Worte.
Jay: Gerechtfertigt. Ich brauche einen Erfolg, der Film muss gut werden, damit ich nicht mit meiner Karriere den Bach runter gehe. Mit Marley als meine Drehpartnerin habe ich schon jetzt verloren.
Und was, wenn es doch gut wird?
Jay: Wird es nicht werden! Und ich weis das! Es frustriert und macht mich wütend, dass die Umstände sind wie sie sind, aber mir sind die Hände gebunden. Entweder, ich drehe den Film und willige ein, Marley als meine Filmpartnerin an meiner Seite zu haben, oder mein Manager schmeißt seinen Job hin.
Das klingt nicht gut. Glaubt dein Manager nicht an dich?
Jay: Ich habe in der Vergangenheit ein paar falsche Entscheidungen getroffen, die meinem Ruf geschadet haben und nicht auf du Ratschläge meines Managers gehört. Ist egal. Ist vergangen, kann ich nicht ändern.
Und jetzt? Wie geht es weiter?
Jay: Ich lasse den Scheiß über mich ergehen. Die Kussszene werde ich überleben. Hoffentlich. Scheiße, wenn ich daran denke, dass ich ihr so nahe kommen muss, kriege ich das Kotzen. Sie ist einfach die falsche Besetzung.
Und das denken alle?
Jay: Nein, Gino, der Regisseur und alle anderen sind der Meinung, Marly würde das Ganze authentischer machen und alle anderen ebenso.
Aber du nicht. Meinst du, du schaffst es trotzdem?
Jay: Ich muss. Wenn ich mein Leben und meine Karriere retten will, dann muss ich das durchziehen. Koste es, was es wolle.
Nun gut. Auch wenn das tief hat blicken lassen möchte ich dennoch meinen Dank für das Interview aussprechen, Jay. Ich wünsche dir viel Glück und hoffe, der Film wird so gut, dass du deine Meinung über deine neue Drehpartnerin revidieren kannst.

Mittwoch, 14. Januar 2026

[Autoreninterview] Diana S.B. Schneider


Autoreninterview
Diana S.B. Schneider

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Diana Schneider, Fantasy- und Romantasy-Autorin aus Graz (Österreich). In meinen Geschichten verbinde ich Magie, Emotionen und starke Frauenfiguren, die ihren eigenen Weg suchen – oft gegen Widerstände, Zweifel und alte Wunden kämpfen. Schreiben ist für mich nicht nur Erzählen, sondern auch eine Form von innerer Wahrheit und leiser Rebellion gegen das, was uns kleinhalten will.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Geschichten haben mich schon immer begleitet. Schon als Kind habe ich mir Welten ausgedacht, Figuren zum Leben erweckt und Szenen im Kopf weitergesponnen. Leider ist dies lange Zeit in den Hintergrund gedrückt. Irgendwann wurde aus diesem inneren Erzählen und einem Traum der Wunsch, diese Welten auch aufzuschreiben – zuerst für mich selbst, später für Leserinnen und Leser, die sich darin wiederfinden.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher sind mehrere Romane von mir erschienen, darunter Das Amulett des Nordens, Das Vermächtnis der Hüterin sowie Hexenkunst & Herzgeflüster – The Tricky Love Potion.
Meine Fantasyromane entführen in nordisch inspirierte Welten voller Magie, alter Mächte und Schicksalsbindungen. Hexenkunst & Herzgeflüster ist Urban Fantasy mit Humor, Herz und einer Prise Chaos. Allen Büchern gemeinsam ist der Fokus auf weibliche Figuren, die nach und nach lernen wie stark sie wirklich sind.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja – sogar an mehreren. Aktuell arbeite ich an einer neuen Fantasy-Trilogie mit einer sehr dichten, magischen Welt sowie an weiteren Projekten, die sich thematisch mit Identität, innerer Stärke und dem Ursprung von Magie beschäftigen. Manche Ideen sind noch leise, andere drängen bereits sehr deutlich nach außen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Zeit mit meiner Familie ist mir sehr wichtig. Außerdem liebe ich ruhige Momente – lesen, spazieren gehen, Musik hören oder einfach nichts müssen. Oft entstehen gerade in diesen stillen Augenblicken neue Ideen oder Szenen ganz von selbst.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese sehr genreübergreifend, von Jane Austen bis J.R.R. Tolkien. Ich greife aber besonders gern zu Fantasy und emotionalen Geschichten mit Tiefe. Autor:innen, die starke Welten erschaffen und Figuren mit innerem Konflikt zeichnen, faszinieren mich besonders. Ich mag Dan Brwon ebenso wie Patrick Rothfuss, Mira Valentin oder Roland Hebesberger. Bücher sind für mich Rückzugsort, Inspiration und manchmal auch Trost.
Lieblingsbücher? Ach auf die Gefahr hin, dass es langweilig klingt: So ziemlich alles von J.R.R. Tolkien, aber auch Stolz und Vorurteil oder Der Schwarm.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Mein Arbeitsplatz ist kein festes Konstrukt, obwohl ich mittlerweile einen kleinen Schreibtisch in meinem Schlafzimmer habe. Ich schreibe manchmal auch nachts am Handy, in der Straßenbahn, kritzle mir Notizen in ein kleines Buch oder hinterlasse mir Sprachnachrichten.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ein normaler Tag ist oft ein Balanceakt zwischen Alltag, Arbeit, Familie, Organisation und Schreiben. Es gibt To-do-Listen, Termine und Verpflichtungen – und dazwischen versuche ich mir bewusst Zeit für meine Geschichten zu nehmen. Nicht jeder Tag ist kreativ, aber jeder Tag ist Teil des Weges.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen liebe ich Fantasy, Urban Fantasy und emotionale Romane. Beim Schreiben schlägt mein Herz ganz klar für Fantasy und Romantasy – für Geschichten, in denen Magie und Gefühle untrennbar miteinander verbunden sind.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Leitsatz ist: „Das Leben ist zu kürz für später. Erfüll dir deine Träume – jetzt!“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Italien. Ich liebe das Meer, das Essen und das Lebensgefühl. Ich fühle mich aber auch zu nordischen Ländern hingezogen – wegen der Landschaft, der Mythen, der Ruhe und dieser ganz eigenen, melancholischen Magie. Diese Faszination spiegelt sich auch stark in meinen Geschichten wider. Leider konnte ich mir den Wunsch dorthin zu reisen bisher noch nicht erfüllen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Kritik gehört für mich zum kreativen Prozess dazu. Konstruktive Kritik hilft mir zu wachsen und meine Texte weiterzuentwickeln. Wichtig ist für mich dabei der respektvolle Umgang – denn in fast jeder Geschichte steckt ein Teil von mir.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Selfpublishing gibt mir kreative Freiheit. Ich kann meine Geschichten so erzählen, wie sie erzählt werden wollen – ohne Kompromisse bei Inhalt, Ton oder Themen. Außerdem liebe ich die Nähe zu meinen Leser:innen und den direkten Austausch. Sollte sich die Gelegenheit ergeben, wäre ich aber auch für andere Wege und Möglichkeiten offen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Habt keine Angst davor euch eure Träume zu erfüllen – egal ob ihr sie schreibt, malt oder in einer anderen Form auslebt. Magie beginnt oft dort, wo wir den Mut haben sie wirken zu lassen. Danke, dass ihr meine Welten betretet und ihnen Leben schenkt. ✨

Dienstag, 13. Januar 2026

[Coverinterview] Zita und Joris - Eine besondere Freundschaft von Sonja Bethke-Jehle


 
Coverinterview „Zita und Joris – Eine besondere Freundschaft“


Heute habe ich Sonja Bethke-Jehle zu Gast auf meinem Blog. Sie wird mir ein paar Fragen zu ihrem neuen Cover beantworten.

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel?
Das Cover hatte Irene von Zitronenzart bereits als Premade auf ihrer Homepage stehen. Es gefiel mir wegen der Farben so gut, aber es passte leider nicht ganz zu der Geschichte. Ich schrieb Irene an und gemeinsam passten wir das Cover so an, dass es zu der Geschichte passte. Also gewissermaßen gab es das Cover vorher, aber wir mussten es an den Text anpassen.
Hattest du schon eine genaue Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte?
Jein. Auf dem Cover ist ein Bild von der allerletzten Szene. Die hatte ich schon von Anfang an genauso vor Augen und habe darauf hingeschrieben. Aber die Farben und Formen hatte Irene unabhängig davon entwickelt und es hat einfach gut gepasst. Es war wie Liebe auf den ersten Blick als ich das Premade sah :)
Welche Bedeutung haben für dich das Pärchen, die Regentropfen und die Zweige?
Das Pärchen ist eine prägende Szene, auf die sich alles im Buch hinarbeitet. Die Regentropfen und die Zweige hatte Irene bereits auf dem Premade. Sie haben mir optisch gut gefallen. Aber ich habe später im Text Regentropfen hinzugefügt, weil ich während des Schreibens das Cover auf dem zweiten Bildschirm offen hatte und es einfach super gepasst hat. Also das Cover hat mich auch ein wenig beim Schreiben inspiriert :)
Wolltest du etwas Bestimmtes mit dem Cover ausdrücken?
Meine Idee war, die platonische Freundschaft zwischen Joris und Zita aufzuziehen wie eine Liebesgeschichte. Ich wollte die Bedeutung einer platonischen Liebe klar machen. Damit das nicht zu Missverständnissen führt, habe ich dann den Untertitel: Eine besondere Freundschaft hinzugefügt.
Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt?
„Joris schaffte nicht nur eine räumliche Distanz zu ihr, sondern er bewegte sich auch emotional von ihr weg, obwohl er physisch nie nah bei ihr gewesen war. Er streifte alles ab, was sie sich in den letzten Jahren erkämpft hatte. Während er durch Skandinavien wanderte, nackt in wilden Seen schwamm und Fabio in einem kleinen Zelt küsste, verweilte sie in einer seltsamen Wartestellung. Alles war bereit. Das Haus. Ihre Beziehung. Selbst das Kinderzimmer. Genau das hatte sie sich gewünscht. Doch ihr war auch bewusst, dass Benny und sie seit vielen Jahren Platz für etwas gemacht hatten, das noch nicht da war. Und das vielleicht auch niemals kommen würde.“
(Einer meiner) Lieblingssätze: Joris hatte das Gefühl, den Wind zu spüren, der durch die engen, steilen Fjorde jagte und ihm Tränen in die Augen getrieben hatte.
Bist du nun zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht etwas daran ändern wollen?
Ich bin total zufrieden!
Danke, dass du bei dem Coverinterview mitgemacht hast 😊