Mittwoch, 18. März 2026

[Reiheninterview] More than I von Livia Veros

  

Reiheninterview

Hi, kleine Maus. Schön, dass du heute bei mir bist. Magst du dich vielleicht einmal vorstellen?
Emely: Hallo. Ich bin Emely Collins, 5 Jahre alt und Kirians kleine Schwester.
Wir haben von einigen Leser*innen ein paar Fragen bekommen. Hast du Lust diese zu beantworten?
E: Na klar. Da bin ich dabei.
Sehr schön. Die erste Frage wäre: Wie ist es, einen Musiker als großen Bruder zu haben?
E: Voll cool. Und das Beste ist, dass ich seine Kostüme auswählen darf. 😊 Er sagt, ich bin seine kleine, persönliche Stylingberaterin. Er muss doch gut auf der Bühne aussehen, oder?
Ja, das stimmt. Das machst du bestimmt ganz toll. Sag mal, was magst du denn an Kirian besonders gerne?
E: Alles!! Aber er nimmt mich ganz oft in den Arm und kitzelt mich. Das mag ich voll gerne. Auch wenn ich immer schreie und abhauen möchte. Aber das ist nur Quatsch. Ich glaube, wenn er ans College geht, werde ich ihn ganz doll vermissen. Dann sagt er nicht mehr kleiner Erdbeer-Drache zu mir, weil meine Haare nach Erdbeeren riechen.
Ach Süße. Ich glaube, er vermisst dich bestimmt auch ganz doll.
E: Meinst du wirklich? Aber wer ärgert ihn denn dann immer und hüpft auf seinem Bett herum? Ich werde ihn einfach ganz oft anrufen oder Emojis schicken. Kirian mag irgendwie Auberginen. Die schickt Jessie ihm immer.
Okay? Ähm, kommen wir zur nächsten Frage, Emely. Kannst du dich denn noch an deine erste Erinnerung mit deinem Bruder erinnern?
E: Oh je, das ist schwierig. Aber ich weiß, dass Kirian mir immer vorgesungen hat. Abends im Bett oder wenn ich mal geweint habe. Dann war alles wieder gut. Für mich ist er einfach der beste große Bruder auf der Welt.
Und was magst du an Jessie?
E: Er bastelt mit mir. An Weihnachten und zum Geburtstag. Kirian mag das nicht so. Er mag kein Glitzer, aber Jessie schon. Und weißt du, was Jessie und ich vorhin gemacht haben? Aber du darfst es keinem verraten, ja? Wir haben vorhin Glitzersterne für Kiri gebastelt, und sie heimlich auf seine Gitarre geklebt. Der wird vielleicht gucken. Hihi. 🤭
Wie findest du es eigentlich, dass Kirian und Jessie verliebt sind?
E: Ganz toll. 😍​ Kirian war ganz lange traurig und hat viel geweint. Ich weiß zwar nicht, warum, aber dann kam Jessie und alles war wieder gut. Vielleicht hat Jessie ihm auch etwas vorgesungen.
Das kann schon sein. Du hast die beiden sehr lieb, oder?
E: Bis ins Weltall. Auch wenn manche Leute immer so komisch gucken, wenn sie sich auf der Straße küssen. Ich hab sogar mal einem doofen Mann die Zunge rausgestreckt. Ganz heimlich, weil er gesagt hat, dass man das nicht macht. Aber Verliebte machen das doch.
Du hast vollkommen recht, mit dem was du sagst. Was möchtest du den beiden Verliebten unbedingt einmal sagen?
E: ich hab euch gaaaaanz dolle lieb. 😘 ​Aber es wäre schön, wenn ihr nachts nicht immer so viel Fangen in eurem Zimmer spielen würdet. Ich kann da nicht schlafen.
Ich werde es den beiden ausrichten, wenn ich sie sehen, okay? Und nun darfst du zum Schluss noch etwas den Menschen da draußen sagen.
E: Okay, also wenn ihr mich und die beiden besser kennenlernen wollt, dann solltet ihr Livias Buch lesen. Denn da steht alles drin. Wie sich Kirian und Jessie verlieben, wie sie auch mal weinen und streiten, aber sich dann wieder vertragen. Und vielleicht versteht ihr dann auch, warum ich die beiden so doll lieb hab.

Dienstag, 17. März 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Verrat an der Loire von Catherine Duval


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Baron Philippe, um mit ihm über das Buch „Verrat an der Loire“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Avec plaisir, madame! Auch wenn ich schon wieder in einem neuen Fall stecke, habe ich mir unser Treffen gerne eingerichtet. Ich muss aber pünktlich zum Mittagessen weg. Bei Daniel im Café gibt es heute mein Lieblingsgericht.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ich bin Baron Philippe du Pléssis, 12. Duc de Cotignac. Den Titel "Duc" habe ich allerdings erst dazu bekommen, als mein Onkel Jean-Baptiste auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Während meines ersten Falls war das. Ich lebe seitdem abwechselnd auf meinem Schloss, dem Château de Cotignac, leider eine Dauerbaustelle, und in meiner Junggesellenwohnung in der Altstadt von Tours. Sie liegt in der Rue Colbert, einer belebten kleinen Straße mit vielen Restaurants, Cafés und Läden. Meine besten Freunde sind Daniel und sein Partner Eric. Sie haben das "Café du Roi", in dem ich mich sehr gerne zum Essen und Trinken aufhalte. Mein Beziehungsstatus? Kompliziert. Im Prinzip solo. Daniel meint, das sollte ich endlich mal in den Griff kriegen. Und Tante Aude will, dass ich heirate, natürlich am besten in adeligen Kreisen. Aber dafür habe ich keine Zeit - zu viele spannende Ermittlungen, zu viel gutes Essen und guter Wein.
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
In meinem nächsten Fall, "Verrat an der Loire", ermittle ich in den Wäldern von Schloss Chambord. Es geht um zwei Tote, angeblich Jagdunfälle, außerdem um einen mysteriösen wilden Hund. Und ein altes Geheimnis einer noch älteren Adelsfamilie. Aus ihr stammt eines der Opfer. Außerdem bin ich amourös, sagen wir mal, verwirrt...
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Autorin die schöne französische Lebensart und das Loiretal mit seinen Schlössern und der reichen Geschichte genauso liebt wie ich. Daher schätzt sie meine unkonventionellen Ermittlungsmethoden und wechselt zwischen leichtlebigen und düsteren Situationen ab.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Es gibt eine Szene, an der ich mit einem großen Jagdhund namens Bogey aneinandergerate. Bogey meint es gut, aber ich habe riesigen Respekt vor Hunden und außerdem eine relativ ausgeprägte Mysophobie. Das ist die Angst vor Bakterien und Krankheitserregern. Deswegen fand ich das gar nicht witzig. Meine Autorin allerdings hatte richtig Spaß beim Schreiben.
Was glaubst du, wie viel Catherine steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Wie oben schon gesagt, Catherine und ich haben viel gemeinsam. Allerdings steckt in ihr auch ein gutes Quäntchen von Commissaire Charlotte Maigret. Bis auf die Cowboystiefel.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Sie hat viel Sinn für Humor, was man auch in meinen Fällen merkt. Und sie beschäftigt sich lieber mit positiven Dingen. Daher schreibt sie auch keine Krimis, bei denen es um Gewalt oder Grausamkeiten an Kindern oder Frauen geht, sondern Cosy Crime. Und sie liebt natürlich Frankreich. Sie kennt sich wirklich gut aus, auch wenn sie nicht mehr dort lebt. Für ihre Bücher recherchiert sie sehr genau und ist ständig auf der Suche nach etwas Kuriosem, in "Verrat an der Loire" zum Beispiel gibt es eine außergewöhnliche Mordwaffe. Mit der Recherche dafür hat sie viel Zeit verbracht, anstatt sich mal um ihren Haushalt oder Garten zu kümmern. In akuten Schreibphasen lässt sie sich Tag und Nacht von uns Figuren begleiten und wirkt auf ihr Umfeld daher mitunter ziemlich geistesabwesend.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Meine Autorin hat sich einen Arbeitstitel ausgedacht, der mir persönlich gut gefallen hat. Ihr Verlag meinte aber, der sei für einen Thriller passender. Also hat er einen anderen Titel gewählt. Der hat ebenfalls einen sehr guten Bezug zum Inhalt des Buchs. Ich bin also zufrieden.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Schloss Chambord musste unbedingt aufs Cover, das finde ich gut. Da spielt schließlich die Geschichte. Das Bild könnte vielleicht etwas düsterer sein, aber so ist es auch schön. Der Wiedererkennungseffekt zu den beiden anderen Bänden der Reihe ist auf jeden Fall gegeben. Sie werden im Regal gut nebeneinander aussehen.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Schwierige Frage. Da gibt es so viele. Auf jeden Fall Tante Audes Satz: "Nirgends wird so viel gelogen wie auf Beerdigungen." Und meine eigene Aussage: "Ein guter Jäger verletzt nicht, sondern tötet." Klingt grausam. Aber das ist der Mörder ja auch.
Danke für das Gespräch.

Montag, 16. März 2026

[Protagonistensteckbrief] Calliope aus Der Wille der Zauberin von Katharina Fröhlich

 


Protagonistensteckbrief Calliope 

Name: Calliope

Alter: 40 Jahre

Beruf: Große Zauberin

Stärken: Magie, Zielstrebigkeit, Durchsetzungsfähigkeit, gutes Aussehen, Kreativität, Stil,

Schwächen: Größenwahn, Kontrollzwang, Gewalttätigkeit, fehlende Frustrationstoleranz, Distanzlosigkeit, inadäquater Umgang mit Emotionen

Hobbys: ein Land regieren, Menschen kontrollieren, ihren Feuerspucker „ausbilden“, „Zölle“ eintreiben lassen, Entscheidungen treffen, Feste feiern, sich hübsch machen, die Meister der Elemente aufspüren lassen …

Aktuelle Stimmung: Wütend, verdammt wütend. Sie hat ihren Feuerspucker zur Erfüllung eines Auftrags ausgeschickt und ihm dafür seine Freiheit versprochen. Nun hat er es gewagt, nicht zu ihr zurückzukehren. Dieser Versager.

Wunsch für die Zukunft: Sie wünscht sich ihren Feuerspucker zurück, um ihn für seinen Verrat zu bestrafen. Zudem will sie die anderen Meister der Elemente sicher in ihrem Kerker verwahrt wissen.

Lebensmotto: „Du wirst tun, was ich sage. Ob du willst oder nicht.“

Sonntag, 15. März 2026

[Schnipseltime] No mirrors for monsters 2 - Beautiful Blue von J. A. Monroe

 

Ich schlug um mich, was absolut sinnlos war, aber ich war in Rage.

Sie hatten Elias. Ich konnte es spüren. Das Mal verband uns und ich wusste, dass sie ihn irgendwo festhielten, wo er eigentlich nicht sein konnte. In einer Nische, in einem Spalt zwischen den Welten. An einem Ort, wo er sich selbst verlieren würde, wenn er zu lange dortbliebe.

                  „Ich bringe euch alle um!“, brüllte ich und Speichel flog mir aus dem Mund.

                  „Ja ja. Ich weiß. Du wirst uns alle mit deinen langen schlanken Fingern erwürgen oder uns die Herzen herausreißen.“

Es war Lamya, die auf und ab ging, während Bairos mich mit seiner Fähigkeit auf dem Boden hielt.

                  „Ihr habt keine verfickte Ahnung, was ihr getan habt“, sagte ich und versuchte mich hochzustemmen.

Ich wollte heulen, sie schlagen – verdammt, ich wollte sogar betteln.

                  „Er ist ein netter kleiner Köder, findest du nicht?“ Lamya war neben mir in die Hocke gegangen.

Ich spuckte sie an.

                  „Wow. Echt jetzt?“ Sie wischte sich meinen Speichel von der Wange und hob unbeeindruckt die Augenbrauen.

                  „Weißt du, Dreigh, wir machen das nicht, weil wir dich nicht mögen. Oder weil wir etwas gegen dein Betthäschen haben–“

                  „Nenn ihn nie wieder so! Sprich nicht über ihn. Ich reiße dir die Zunge raus, sobald ich nur den kleinen Zeh bewegen kann“, zischte ich und wand mich erneut in der Schwerkraftsblase.

Bairos lachte dümmlich und Lamya grinste.
                  „Achja? Schade. Ich hätte sonst noch ganz interessante Dinge mit meiner Zunge anstellen können.“ Sie leckte sich lasziv über die Lippen.

                  „Sag schon, Beauty, hast du nie dran gedacht, wie es wäre, wenn es keine Grenzen gäbe? Wenn alle Syn einfach so sein könnten, wie sie wollen? Wenn Halbblüter sich nicht verstecken müssten und ihnen die Fähigkeiten nicht genommen würden?“

Sie tippte mit dem Fuß gegen meine Hüfte.

                  „Du könntest deine eigene Stadt haben. Menschen, die nur dafür da sind, dein Bett zu wärmen und für deine Befriedigung zu sorgen.“

Ich wusste, worauf sie anspielte.

 

                  Sie hatten mich gepackt, als ich versuchte den Wandler von Elias wegzubringen. Ich hätte es wissen müssen. Ich hätte vorsichtiger sein sollen, aber ich wollte ihn zuerst in Sicherheit bringen. Und jetzt hatten sie ihn.

Und ich lag auf diesem verfluchten Betonboden im Keller der beschissenen Papierfabrik und klebte auf der Erde.

                  „Wenn ihr ihm wehtut, wenn ihr ihm auch nur ein Haar krümmt, werde ich einen Weg finden, die ganze Welt niederzubrennen, bis ich euch habe und ihr werdet flehen, dass ich euch schnell töte“, sagte ich und behielt Lamya im Auge.

Sie lachte laut auf. Die Schlampe hielt sich sogar den Bauch.

                  „Dreigh. Du glaubst doch nicht, dass du hier rauskommst? Kas und sein ... wie nennt man das, Mann? – Sie werden mit deinem Bruder festgehalten. Nicht einmal Saul kommt dort hinein. Hier übrigens auch nicht. Unser Zeichner ist mächtig, was er malt, ist nicht zu überwinden.“

                  „Du unterschätzt uns, Lamya.“ Mein Blick blieb auf ihr – scheiß auf Bairos, den würde ich ausknocken, sobald er unaufmerksam wurde. Aber Lamya war gefährlich, das hatte ich beim Kampf in der Bar vor ein paar Wochen bemerkt.

                  „Oh nein, mein hübscher Syn“, sagte sie fast lieblich.

                  „Wir haben deinen Liebhaber. Du unterschätzt uns.“

Ich wollte gerade etwas sagen, da knallte es über uns in der Halle.

Für einen kurzen Moment rührte sich keiner. Dann bewegte sich Bairos und ich nutzte die eine Sekunde, in der er nicht aufpasste und trat ihm die Beine weg.

Es knallte wieder und Lamya, die gerade mit ihrer Fähigkeit Brocken aus der Wand zog, erstarrte.

Bairos richtete sich auf, ich trat ihm ins Gesicht.

                  „Fuck!“ Er heulte mit einem näselnden Geräusch auf.

Ich grinste zufrieden – das war seine Nase gewesen.

Wieder ein Knall, dann ein Zischen. Ich war auf den Beinen, bevor Lamya reagieren konnte und riss an ihren Haaren.

Sie schrie auf, kippte nach hinten. Ich legte meine Hand an ihre Kehle, las sie. Und bekam meine Antworten. Sie wusste nicht, wo Magena war, aber ich sah Elias. Er war im Clecyl gefangen.
                  „Das ist dein Todesurteil“, sagte ich leise.

                  „Du kriegst ihn nicht zurück.“ Lamyas Stimme klang erstickt, was mich fast zufrieden grinsen ließ.

Ich drückte fester zu. Lang. Bis sie das bekam, was ich versprochen hatte.

Ihr Körper sackte zu Boden und ich drehte mich zu Bairos um, der mit blutüberströmtem Gesicht auf dem Boden lag.
                  „Ich bin nur ein Lakai. Ich tu nur, was mir gesagt wird“, sagte er flehend.

                  „Bitte, Beauty. Ich kann dir helfen, deinen Freund zurückzuholen.“

Er kroch rückwärts, ich spürte, wie er versuchte, seine Fähigkeit anzuwenden, aber seine Schmerzen waren zu groß.

Ich ging weiter auf ihn zu, überlegte, wie ich ihm das Licht ausknipsen konnte. Wieder knallte es und diesmal hörte es sich anders an. Ich zuckte zusammen.

Dann kroch der Schatten über den Boden. Ich hörte ein leises Wispern unter dem Keuchen von Bairos.

                  „Geh“, sagte Saul, noch bevor er seine Gestalt annahm.

[Buchvorstellung einmal anders] No mirrors for monsters 2 - Beautiful Blue von J. A. Monroe

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Beauty und Elias aus „No mirrors for monsters 2 – Beautiful Blue“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Beauty sieht sich um und hebt unbeeindruckt die Brauen.
„Also ich hatte es mir anders vorgestellt, nachdem Kas so geschwärmt hat. Aber gut, Kas eben.“
Elias atmet tief ein und verdreht Augen.
„Nicht jeder rollt einen roten Teppich für dich aus, Beauty. Aber wir freuen uns beide, hier zu sein. Danke für die Einladung.“
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Beauty tut genervt.
„Ich bin ein Syn. Wenn ich jemanden berühre, sehe ich die Wahrheit. Was meistens unterhaltsam ist. Ich hatte nicht vor, lange zu bleiben, weder in dieser Stadt noch bei ihm. Hat nicht geklappt. Jetzt teile ich mir ein Loft, eine Bedrohung und mein Bett mit demselben Menschen. Und nein, ich bereue nichts.“
Sein Blick wird weicher, als er Elias ansieht.
Dieser räuspert sich.
„Ich bin Elias. Mehr braucht es eigentlich nicht. Ich lebe mit einem Syn, der so tut, als wäre ihm alles egal, und ich weiß ziemlich genau, wann das gelogen ist, auch ohne ihn anzufassen. Ich bin geduldig, vielleicht manchmal zu sehr, und halte scheinbar mehr aus, als ich dachte.“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Die Antwort kommt von Beauty.
„Es ist die Geschichte davon, dass ich eigentlich wieder verschwinden wollte – bis er mir dazwischenkam.
Jetzt leben wir zusammen, es gibt Probleme, die größer sind als wir, und eine Bedrohung, die einfach nicht verschwinden will.
Die Grenzen zwischen den Welten bröckeln, ein paar Halbstarke spielen Helden, und wir dürfen hinterher den Schaden ausbaden.
Er nennt das Verantwortung, ich nenne es Stress. Und wir haben Sex – also alles gut.“
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Beauty steht fast vom Stuhl auf.
„Ha! Ganz ehrlich, sie sollte mal ins Nichts. Alter, ich wäre fast durchgedreht. Ganz davon abgesehen, was Eli da mitgemacht hat. Und dann die Scheiße mit dem verdammten Schatten.“
„Beauty, hör auf hier zu fluchen“, flüstert Elias.
Der blonde Syn sieht seinen Mann überrascht an.
„Warum? Es war scheiße. Und du weißt es am Besten.“
Elias nickt halb zustimmend.
„Ja, war es. Und ich denke, sie hat Spaß dran, aber ich denke auch, dass sie genauso leidet, wie wir.“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Beauty grinst anzüglich.
„Mehrere. Also da wäre das Feuerwerk, dann als-“
„Beauty!“
Elias unterbricht ihn lachend.
„Ja, ok. Das Feuerwerk. Und du in deiner Rockstar-Pose. Und, ohne zu spoilern, der Moment, in dem Beauty eine Sache klar wird.“
„Oh, und als Lexie die Sache mit Brody macht“, wirft Beauty ein und lacht laut.
„Zu gut. Das Mädchen ist der Hammer.“
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
„Viel“, sagt Elias, bevor Beauty etwas sagen kann.
„Ok, ich weiß nicht, wie viel von ihr in Beauty steckt, aber in den anderen definitiv. Na ja und Saul… Ok, ok. Nicht in allen. Oder wahrscheinlich doch. Also in Kas und Reid auf jeden Fall. Und Nylian… vielleicht früher. Aber sie ist mir wahrscheinlich etwas ähnlich.“
„Steht sie auf mich?“, fragte Beauty und Elias lacht.
„Idiot. Aber ja, wahrscheinlich.“
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
„Gnadenlos!“, sagt Beauty.
Elias schließt kurz die Augen und atmet tief ein.
„Warum gnadenlos? Wegen… ? Hey, sie hat uns zusammengebracht. Also, ich denke, sie will ihre Figuren fühlen. Ich weiß, dass sie geweint hat. Nicht nur einmal.“
„Und sie hat einen Hang zum Fluchen“, wirft Beauty grinsend ein.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Elias sieht Beauty sanft an.
„Beautiful ist klar. Er. Und Blue ist mein Spitzname, den mein Bruder Reid mit als Kind gegeben hat.“
„Der Titel stand fest, direkt nach The Walk Of Fire. Als klar war, dass Elias und ich eine Geschichte bekommen, war der Titel gefunden, obwohl wir gar nicht Band 2 bekommen sollten. Er blieb auch, im Gegensatz zu den anderen, die nochmal geändert wurden“, fügt Beauty hinzu.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Beauty zuckt mit den Schultern.
„Ist ein bisschen kitschig. Aber wenigstens ist es kein romantisches Herz. Wie nennt man das?“
Elias lacht auf.
„Ich glaube, dafür gibt es keine echt Bezeichnung. Also ich mag das Cover, ich muss tatsächlich sofort an Beauty denken.“
Er sieht den Syn liebevoll an und für einen Moment fällt dessen Maske. Beauty lächelt voller Zuneigung zurück.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Elias errötet und sagt leise:
„Los, Eli. Zeig mir unser privates kleines Feuerwerk.“
Beauty grinst breit und hat definitiv ein Bild vor Augen.
„Oh ja. Das habe ich gesagt. Mein Lieblingszitat ist: Kurz fragte ich mich, ob das ein Stallings-Ding war – so tief und bedingungslos zu lieben.“
Danke für das Gespräch
„Das heißt, wir sind fertig?“, fragt Beauty und steht auf.
Elias seufzt, greift aber nach seiner Hand.
„Danke, dass wir hier sein durften.“
Auf dem Weg hinaus hört man beide noch leise reden.
„Du könntest ruhig etwas netter sein, Beauty. Nein, ich will nicht… ok. Hör auf, sonst schaffen wir es nie nach Hause.“

Samstag, 14. März 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Wachgeküsst unter Mandelblüten von Maria Buhl


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Maja und Ben und dem Burgturm aus „Wachgeküsst unter Mandelblüten“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Ben: Sehr gerne, wir bemühen uns auch, hochdeutsch mit dir ze redde.
Maja: Das heißt: zu sprechen.
Der Turm: Ich habe Zeit.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Maja: Ich finde, der Turm sollte anfangen, er hat sonst so wenig Gelegenheit zu reden.
Turm: Ich stehe seit fast achthundert Jahren an der gleichen Stelle und wache über Heckenwelsch. Majas Vorfahren haben mich erbaut. Aber keiner von denen hat so viel Zeit mit mir verbracht, wie sie.
Ben: Stimmt, sie hängt ständig da oben ab. Früher hat sie sich da immer versteckt, heute genießt sie mehr den Ausblick.
Maja: Vor allem winke ich Oma Nana zu. Die ist nämlich im Seniorenheim.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Maja: Ich war früher als digitale Nomadin unterwegs, weil ich absolut nicht in dem winzigen Dorf bleiben wollte. Als meine Eltern mir dann in einem Videocall gesagt haben, dass sie nach Spanien ausgewandert sind und ob ich mich bitte um den Verkauf der Burg kümmern soll, bin ich aus allen Wolken gefallen. Ich habe dann versucht, alles herzurichten, damit auch jemand das ganze Ensemble kauft. Und dabei habe ich irgendwie gemerkt, dass ich es eigentlich gar nicht loswerden will, erst recht nicht, als Ben und ich … sagen wir mal: uns nähergekommen sind. Aber es kam dann zum Bruch und ich habe unterschrieben und …
Ben: Es ging ja gut aus, Maja. Wir haben das zusammen hinbekommen.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Ben: Aber hallo. Das größte Problem war, wieder aus diesem Vertrag rauszukommen. Da musste das ganze Dorf mithelfen.
Turm: Ich habe auch geholfen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Ben: Also, meine Lieblingsstelle ist die, wo wir uns das erste Mal geküsst haben. Wir steckten beide noch in diesen Maleranzügen und …
Maja: Ben! Wir verraten nicht, wie es weiterging! Das geht doch nur uns was an!
Turm: Die beiden sind eine bisschen zurückhaltend. Dabei habe ich schon so viel erlebt. Aber ich bin ja eher der schweigsame Typ …
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Maja: Maria hat mir erzählt, dass sie selbst in einem Dorf aufgewachsen ist, wo sie ständig unter Beobachtung war. Sie hat sich aber entschieden, da wegzugehen und ist nicht mehr zurückgekehrt.
Turm: Haha, und jetzt lebt sie doch in einem Dorf. Aber ohne Turm.
Ben: Mir hat sie verraten, dass sie sich schon als Kind einen Turm gewünscht hat. Ich glaube, sogar heute noch. Ich sollte mal mit ihrem Mann reden. Der könnte ihr doch einen bauen. Einen kleinen wenigstens…
Maja: Aber der will das vielleicht nicht, weil er weiß, dass sie dann gar nicht mehr runterkommt, weil sie es da oben genauso lieben könnte wie ich.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Ben: Also, sie sieht super aus und sie …
Maja: Nun hör aber auf. Du sollst nicht nach anderen Frauen schauen! Viel wichtiger ist, dass sie so liebenswert ist. Sonst hätte sie mich nie so schreiben können. Oder uns am Ende kein Happy End gegönnt.
Turm: Ich mag sie schon, weil sie Türme liebt. Das sagt doch alles über sie!
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Ben: Na, da ich Maja unter Mandelblüten geküsst habe, lag der schon nahe.
Maja: Was wohl eher Zufall war. Du hättest mich auch unter Kirschblüten geküsst.
Turm: Aber in der Pfalz blühen viel mehr Mandeln als Kirschen. Und das auch noch viel früher als irgendwo sonst in Deutschland. Ich liebe es, von oben übers Land zu schauen und überall sind rosa Wolken zu sehen.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Turm: Ich wollte mit drauf. Aber irgendwer hat entschieden, dass das rosa und fluffig sein soll.
Ben: Du bist eindeutig nicht rosa und fluffig.
Maja: Wir wollten ein Cover, das einen sofort an Liebe und an die Pfalz denken lässt. Daher passen die Mandelblüten ganz wunderbar.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Turm: Diese Stelle:
Der Makler beugt sich vor, legt die Hände übereinander auf den Tisch. »Wollen Sie das versuchen? Dafür müssten Sie tief in die Tasche greifen. Dekorieren, ausmisten, umgestalten. Erst investieren, so wie man Immobilien von einem Homestager herrichten lässt, zur Not mit geliehenen Möbeln. Diese werden ja nicht mitverkauft, sie sollen nur ein Bild im Käufer erzeugen, damit er weiß, was er damit machen kann. Schaffen Sie das?«
Ich sehe es vor meinen Augen. Das Haupthaus als Märchenschloss. Der Hof als Platz für eine Sommernachtsfantasie, wie sie manchmal in diesen Landmagazinen abgebildet sind. Und der Turm? Rapunzels Gefängnis. Eine Prinzessin, die von dort aus über das Land schaut und ihren Untertanen zuwinkt. Meine Vorstellung ist auf einmal so real, dass ich gar nicht anders kann, als zuzusagen. »Ich will es auf jeden Fall versuchen.«
Ben: Eindeutig unser erster Kuss:
Wir tragen die Stücke nach unten, die wir eben ausgesucht haben. Erst als wir draußen sind, nehmen wir die Masken ab. »Puh«, sage ich und beginne, den Anzug abzustreifen. »Bin ich froh, dass wir die nicht ständig tragen müssen.«
Und genau in diesem Moment, mit den Armen noch in den Ärmeln, mich verrenkend, packt Ben mich und zieht mich an sich.
»Verdammt!«, flüstert er. »Ich möchte dich küssen, Maja.«
Maja: Für mich ist es der Moment, an dem ich zurückkehre:
Ich bleibe stehen, als sich zwischen den Bäumen der erste Blick auf den Ort zeigt. Der Turm, meine Burg, erscheint zuerst.
Diese Stelle habe ich schon früher geliebt. Es ist, als käme das Dorf aus einem Traum zum Vorschein. Mein Herz schlägt fest, so fest, dass es meinen Brustkorb mitbewegt. Ich blinzle, weil mein Blick verschwimmt. Zugleich habe ich so ziemlich das breiteste Grinsen im Gesicht, das man sich vorstellen kann.
Danke für das Gespräch
Turm: Ich wette, du hast zum ersten Mal mit einem Turm gesprochen. Danke, dass ich dabei sein durfte.
Maja: Ich hoffe, dass ganz viele Leute sich in das Buch verlieben, so wie ich mich in Heckenwelsch verliebt habe.
Ben: He! Wieso in Heckenwelsch? Ich dachte, du liebst mich? Komm her, ich muss dich wohl küssen, um dich daran zu erinnern!

[Autoreninterview] Maria Buhl


Autoreninterview
Maria Buhl

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin eine Romantikerin durch und durch – ich glaube fest an die Liebe und daran, dass sie alles verändern kann. Ich lebe in der wunderschönen Pfalz, wo der Frühling früher kommt, die Sommer wärmer sind und der Herbst mit der Weinlese die schönste Zeit des Jahres ist. Hier schreibe ich über die Liebe und über Heimat – wo und wie man sie finden kann, warum es wichtig ist, sich irgendwo zu Hause zu fühlen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
In meinem Kopf leben Geschichten, die wollten irgendwann aufs Papier …
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Wachgeküsst unter Mandelblüten ist mein erstes Buch.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Natürlich, ich möchte noch mehr Geschichten aus dem kleinen Pfälzer Dorf Heckenwelsch erzählen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wandern im Pfälzer Wald! Der ist zu jeder Jahreszeit schön und es gibt unglaublich viele Wege, die wunderbar ausgeschildert sind. Dazu Burgen und Hütten, in denen man einkehren kann. Das ist übrigens eine Besonderheit hier. Niemand muss hungern oder dürsten, um jede Ecke und selbst im hintersten Winkel gibt es eine bewirtschaftete Hütte des Pfälzerwaldvereins.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Natürlich, am meisten liebe ich Kleinstadtromane. Mal von der Ostsee, mal aus Bayern.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Sobald es warm genug dafür ist, sitze ich im Garten und schreibe dort. Unter dem blühenden Apfelbaum oder dem Flieder, im Sommer im Gartenhaus im Schatten. Da kommen die Ideen wie Schmetterlinge zu mir.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Arbeit, Arbeit, Arbeit … Nein, im Ernst, natürlich habe ich auch Freizeit. Ich koche sehr gerne, treffe mich mit Freundinnen und nutze jede freie Minute zum Lesen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese sehr gerne, was ich auch schreibe: Kleinstadtromane, Regionalromane, auch Krimis. Die ich nie schreiben könnte, weil ich nicht wüsste, wie ich die Hinweise verstecken sollte. Da bleibe ich lieber bei der Liebe.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Hm, kein richtiges Zitat, eher eine Lebenseinstellung: Wenn du selbst Liebe schenkst, kommt auch Liebe zurück.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Hier in der Pfalz ist Frankreich sehr nah – wir leben eigentlich auf französische Art, genießen gerne, alles, was man genießen kann. Deshalb: Frankreich.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich kritisiere, wo ich Ungerechtigkeit sehe. Und wenn mich jemand in vernünftigem Ton kritisiert, akzeptiere ich das. Nur nicht, wenn sie mit Beleidigungen oder persönlichen Angriffen verbunden ist.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Weil ich glaube, dass dieses Buch ganz wunderbar bei einem Verlag aufgehoben ist, der sich auf regionale Bücher spezialisiert hat. Gmeiner arbeitet mit den örtlichen Buchhandlungen zusammen, das passt wirklich sehr gut.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Vielleicht das, was Oma Nana im Buch auch sagt: Es sind nicht die Häuser, die Zuhause ausmachen, sondern nur die Menschen, die darin wohnen. (Wobei Oma Nana das auf Pfälzisch sagt😂)