Mittwoch, 2. September 2026

[Schnipseltime] Nicky - Ein Kätzchen fasst Vertrauen von Sabine Reifenstahl

 


  »Das erste Mal glaubte ich, das würde sein wie in Filmen, er würde mich lieben und deshalb müsste ich das erwidern. Zulassen. Es hat wehgetan. Ich bat ihn, aufzuhören, hab geweint, aber er hat weitergemacht.«

Die Worte hingen schwer zwischen uns. Ich wartete darauf, dass sich etwas veränderte, die Luft, die Art, wie Greg mich hielt, irgendetwas. Ruhig lag er neben mir und kraulte mich tröstend.

»Danach hab ich mir gedacht, das nächste Mal wird besser«, fuhr ich fort. »War es nicht. Ich hab immer darauf gewartet, dass es so toll wird, wie alle sagen. Und dachte, ich mache was falsch, weil es nur wehtat.« Krampfhaft schluckte ich gegen den Kloß an, der sich in meiner Kehle gebildet hatte. »Der Letzte hat gesagt, er liebt mich. Das hab ich ihm geglaubt, ich wollte es glauben.« Meine Stimme brach erneut, ich räusperte mich. »Als Justin auszog, hab ich aufgehört. Mit allem. Ich wollte nie wieder, dass jemand so nah an mich herankommt.«

Greg zog mich dichter an sich heran und atmete schwer in mein Haar. Ich hörte ein Geräusch wie ein Schluchzen. »Oh Nicky, danke für deine Ehrlichkeit«, flüsterte er schließlich rau. »Das waren Arschlöcher, die dich nicht verdient und dir bewusst wehgetan haben. Es lag nicht an dem, was du hättest tun können, sondern daran, was von ihnen getan werden musste. Sie hätten dich vorsichtig vorbereiten müssen, damit du genießt, statt zu leiden. Du weißt, dass Nein Nein bedeutet, oder?«

»Ich hab mich ja drauf eingelassen. Sie sagten, ich wollte es auch.«

»Und dann wolltest du es beenden. Das ist legitim. Jederzeit. Die Kerle haben dich missbraucht.« Greg nahm sich einen Atemzug Zeit, ehe er weitersprach. »Vermutlich, weil sie dir körperlich überlegen waren und du ihnen nichts entgegenzusetzen hattest.« Er umarmte mich ganz fest. »Nichts davon war deine Schuld.«

»Ich hab es ja zugelassen.«

»Nein, das wurde dir angetan. Es wird nie wieder passieren!« Zum ersten Mal, seit wir uns kannten, hob Greg die Stimme. Nicht stark, aber ich erschrak trotzdem.

Sofort streichelte er mich. »Entschuldige, Kätzchen, ich bin nur sauer, weil dir wehgetan wurde. Die Männer haben dir etwas genommen.« Er holte tief Luft. »Deshalb lehnst du Intimitäten ab.«

»Es tut mir leid. Ich weiß nicht, ob ich nie will. Jetzt gerade kann ich es nicht. Wenn ich daran denke …« Ich brach ab und knautschte Bruno zwischen den Fingern. »Wenn ich daran denke, wird alles in mir zu Eis. Es fühlt sich falsch an, sogar mit dir. Dabei bist du anders.« Mühsam unterdrückte ich die Tränen. »Ich wünschte, es wäre nicht so«, sagte ich leise. »Ich wünschte, ich wäre einfacher.«

»Du bist nicht zu kompliziert, Nicky«, versetzte Greg ruhig. »Du bist verletzt worden.«

»Was, wenn sie mich kaputtgemacht haben? Ich hab Angst, dass ich nie …« Ich schluckte. »Dass ich für dich nie genug sein kann.«

»Ich habe dir versprochen, dich nicht zu drängen.« Sanft drückte er mir einen Kuss aufs Haar. »Das gilt nicht nur für heute Nacht oder diese Woche, sondern solange du brauchst.«

»Und was, wenn ich es nie ertrage?«

[Buchvorstellung einmal anders] Nicky - Ein Kätzchen fasst Vertrauen von Sabine Reifenstahl

 

 

Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Nicky, um mit ihm über das Buch „Nicky – Ein Kätzchen fasst Vertrauen“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
»Hallo, liebe Claudia. Ich freu mich total über die Einladung.« Dankbar nehme ich die Tasse heiße Schokolade und schaue mich um, ob meine Schöpferin irgendwo in der Nähe ist. »Ähm, na ja, im Grunde hatte ich keine Wahl. Die Anweisung kam von ganz oben, also nicht von meinem Dom Greg, sondern von der Autorin. Und ehrlich gesagt bin ich total nervös. Sonst rede ich nicht so viel mit fremden Leuten. Das muss ich erst lernen. Greg hat gesagt, ich soll mir das zutrauen.«
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
»Ich bin Nicky, Anfang zwanzig und nicht besonders kräftig gebaut, was Männer immer wieder ausgenutzt haben.« Bei dem Gedanken schnürt sich mir die Kehle zu und ich bekomme kaum Luft. Aber ich bin ja hier, um von mir zu erzählen. »Schlimmer noch, ich kann weder richtig lesen noch schreiben. Funktionaler Analphabetismus heißt das. Die größten Probleme macht mir nicht die Tatsache an sich, damit habe ich zu leben gelernt. Leider traue mich jedoch nie nach Hilfe zu fragen, wenn ich welche brauche. Es ist mir peinlich, dann halten mich alle wieder für dumm. So wie früher in der Schule.
Ich bin so allein. Dabei wünsche ich mir jemanden, der mich einfach in den Arm nimmt und mir sagt: ›Alles ist gut.‹ Dann müsste ich aber auch diese andere Sache tun. Die, die alle toll finden, nur ich nicht. Es tut weh und ich will das nicht mehr!«
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
»Da zitiere ich einfach mal den Pitch:
Nickys Vertrauen wurde so oft missbraucht, dass er sich von den Menschen zurückzieht, obwohl er Nähe braucht. Ausgerechnet in einem BDSM-Club erhält er sie, ohne bedrängt zu werden. Aber kann ein Dom die Lösung sein, wenn man nur schmusen möchte?«
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Ach je, so eine Frage. »Eigentlich denke ich, Sabine mag mich. Sie macht es mir schwer, damit ich wachsen muss. Manchmal hatte ich das Gefühl, sie testet extra aus, wie viel ich aushalte, bevor sie mir wieder etwas Schönes gönnt. Na ja, sie schickt mir meinen Schultyrannen hinterher oder ich finde heraus, dass Greg etwas mit mir fehlt … Doch selbst in den schlimmsten Momenten war am Ende jemand da, der mich aufgefangen hat. Das war ihr wichtiger, als mich nur leiden zu lassen.«
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
»Der Augenblick, als ich zu glauben begann, dass ich Greg vertrauen kann. Das war im Tierpark, unsere erste, ähm, Session. Keine richtige, aber statt das zu tun, was man im ›Elysion‹ so tut, hat er meinen Wunsch erfüllt.
Damals hab ich Greg etwas über Giraffen erzählt, dass sie beim Trinken umfallen. Es war so lustig, wie er mit mir stritt und dabei so schön mit den Augen rollte.
Spoiler: Er konnte mich nicht überzeugen, dass sie es nicht tun. Da gab er mir dafür die Sicherheit, ihm mein größtes Geheimnis anzuvertrauen.
Wie er darauf reagierte? Müsst ihr schon selbst lesen.«
Was glaubst du, wie viel Sabine steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
»Das müsst ihr sie schon selbst fragen. Ich hab keine Ahnung. Lesen und schreiben kann sie definitiv. Sie scheint zu wissen, wie es sich anfühlt, wenn man Angst hat, sich zu öffnen. Das hat sie toll getroffen. Vielleicht steckt doch mehr von unseren Doms in ihr, denn sie weiß genau, wie man mit uns Subs umgehen muss, damit wir uns wohlfühlen. Und das ist immer das Ziel – nicht Schmerz zum Selbstzweck, nicht Machtspielchen, obwohl unsere Beziehungen nicht gleichberechtigt sind. Bei ihr fühlt es sich einfach richtig an.«
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
»Streng, aber fair, würde ich sagen. Sie schenkt uns nichts, lässt uns stolpern, manchmal auch fallen, gibt uns aber immer die Chance, wieder aufzustehen.
Ich glaube, sie mag Charaktere, die sich ihr Glück erarbeiten müssen.
Als Mensch? Sie ist empathisch genug, um sich vorzustellen, wie ich mich im Laden gefühlt habe, vor dem Regal mit den Weinen, deren Etiketten ich nicht lesen konnte. Oder bei Manfred, als er mich aus dem Job schmiss, weil ich den Zettel an der Bürotür nicht entziffern konnte. Im Vertrauen: Sie hat keinen grünen Daumen. Was ich über Pflanzen weiß, musste sie im Internet recherchieren.«
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
»Mitspracherecht hatte ich keins. So läuft das bei uns nicht, ich bin ja nur die Figur.« Das zuzugeben, fällt mir gar nicht leicht, denn ich fühle mich so echt. »Der Titel stand schon früh fest, denn Kätzchen ist ein Spitzname, den ich liebe. Zu Anfang war ich wirklich wie ein kleines Kätzchen, das sich in eine Ecke verkriecht, sobald sich jemand nähert; misstrauisch, immer bereit wegzulaufen. Mit Greg hat sich alles verändert. Dieses Gefühl beschreibt der Titel.«
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
»Ehrlich gesagt, ja, ich mag beide sehr. Auf dem E-Book-Cover schau ich Greg an, und man sieht, wie wir füreinander fühlen. Da liegt so viel Zärtlichkeit in seinem Blick. Das war früher nie so, ich hab Menschen eigentlich immer nur aus dem Augenwinkel angeschaut, aus Angst, zu viel zu verraten. Auf beiden Covern sieht man mein Collar, das wichtigste, was ich je geschenkt bekommen habe.
Das Taschenbuch-Cover ist irgendwie zurückhaltender, trotz der gefesselten Hände – für Sabine ein Symbol für unsere Beziehungen mit Machtgefälle. Mich hat Greg nie so gefesselt. Rosa Rosen, das ist meine Farbe, und das neue Collar.
Am Anfang war es mir unangenehm, so offen zu zeigen, wie wir miteinander umgehen. Auch da hat mich Greg beruhigt. BDSM ist nichts, wofür ich mich schämen muss. Es ist unser Leben, und wir sind damit glücklich.
Hätte ich mir was wünschen dürfen, wäre da noch ein Kätzchen drauf, oder mein Schiebepuzzle mit dem weißen Tiger, oder eine Giraffe, oder Lavendel oder … Sabine meinte, viel macht nicht viel.«
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
»Zu Hause bedeutete nicht ein Ort, sondern ein Mensch, dessen Herzschlag man auswendig kannte.« Bei den Worten entkommt mir ein Lächeln, denn Greg hat mir das vorgelesen. »Das trifft es für mich einfach am besten. Ich hab so lange gedacht, zu Hause wäre etwas, das man nie wirklich hat, wenn man wie ich aufgewachsen ist. Ohne Eltern, ohne Liebe. Jetzt weiß ich, dass eine Familie nichts mit Blutsverwandtschaft zu tun hat, ich habe Menschen, die immer für mich da sind. Nicht nur Greg und … Nein, mehr verrate ich nicht.«
Danke für das Gespräch.
»Ich danke dir, du warst so nett zu mir. Hast an Schokolade für meine Nerven gedacht. Mit heißer Schokolade kannst du mich zu fast allem verführen.«

Dienstag, 1. September 2026

[Autoreninterview] Nadine H. Engel


Autoreninterview
Nadine H. Engel

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Kreative, rheinische Träumerin, die mit beiden Beinen fest in den Steigbügeln steht, weil man so seinen Ideen schneller hinterherreiten kann.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Eigentlich habe ich schon immer meine Ideen aufgeschrieben. Das älteste Buchprojekt habe ich mit 13 Jahren begonnen. Leider, wie das mit dem Alltag so ist, habe ich das lange nicht wirklich intensiv verfolgt, sondern die Ideen nur notiert. Dafür habe ich ehrenamtlich viele Artikel zu Veranstaltungen für meinen Verband geschrieben. Dann kam die Pandemie und plötzlich sehr viel Zeit in meinen vier Wänden. Darüber habe ich tolle Schreibgruppen und Schreibwettbewerbe entdeckt, die den Wunsch nach Veröffentlichung geweckt haben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mit Elemental Souls erscheint mein drittes Buch. Racing Hope, eine Sportsromance mit eher untypischer Rollenverteilung, ist mein Debütroman. Es geht um die Motocrossfahrerin Nele und ihrem Physiotherapeuten Elias. Zudem gibt es eine Adventskalendernovelle, bei der man Au-pair Natty während der Weihnachtszeit in Australien begleitet.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Natürlich, an Ideen mangelt es ja nie. Ich arbeite an einer Fortsetzung zu einer Reihe, die vermutlich nächstes Jahr erscheint und an einer neuen New Adult Romance Idee.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Mich findet man meistens draußen bei den Pferden. Die Zeit dort ist auch eine wunderbare Inspirationsquelle. Wie oft habe ich dort schon meine Romanideen weitergesponnen? Ich kann es nicht mehr zählen, so oft ist das schon vorgekommen. Zudem gehe ich gerne in Ausstellungen und ich liebe Filme und Serien. Hin und wieder greife ich auch zum Pinsel und Farben um mich an einer Leinwand kreativ auszutoben.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese so viel und muss auch sagen, dass es unglaublich viele tolle Kolleg:innen gibt. Da ist es mir kaum möglich nur einen Favoriten zu nennen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Meistens sitze ich in eher ungesunder Haltung auf der Couch. Auch wenn ich einen wunderschönen Sekretär mit Bürostuhl als Schreibplatz habe, sitze ich da eher selten. Manchmal findet man mich auch am Esszimmer- oder Küchentisch mit dem Laptop.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Normal? Das ist ein Wort, das ich bei Beschreibungen zu meinem Alltag selten verwende … irgendwo zwischen „Oh die Idee muss ich schnell notieren“ und „So, dass muss jetzt aber dringend erledigt werden“ gehe ich Wochentags einem Brotjob nach. Deswegen ist meine kreative Schreibzeit auch eher am Abend bis in die Nacht hinein. Da kann es gut und gerne auch mal 2 Uhr werden, bis mein Bett mich dann sieht.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen nahezu alles. Wirklich, ich lese Jugendbücher, Thriller, Romance, historische Romane, Fantasy und und und … beim Schreiben kristallisieren sich Romance und Fantasy heraus, auch oft in Kombination. Auch wenn ich mich bei Kurzgeschichten ebenfalls in einigen Genre ausgetestet habe. Das ist der Vorteil an Kurzgeschichten. Auf den wenigen Seiten kann man echt mal andere Wege beschreiten. Aber ich komme immer wieder zu meinen beiden Hauptgenre zurück.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ein Zitat, dass mich immer begleitet stammt von Walt Disney: „All our dreams can come true, if we have the courage to pursue them!“ Solange wir den Mut haben, unseren Träumen zu folgen, können sie wahr werden.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Island – da muss ich nicht lange überlegen. Es ist ein faszinierendes Land. Dampfende Erde, sprudelnde Flüsse, gefrorene Berge, rauschende Wellen, beeindruckende Geysire und eine faszinierende Sprache. Zudem haben meine treusten Begleiter dort ihre Wurzeln.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich versuche, aus Kritik zu lernen und mich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig weiß ich, dass man es einfach nicht allen recht machen kann. Daran muss ich mich manchmal selbst erinnern, denn bei dem Wunsch, immer besser zu werden, möchte ich trotzdem ich selbst bleiben und mich nicht verbiegen.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich schätze die Arbeit im Team und liebe den Austausch zu meinen Buchprojekten. Es ist für mich so wertvoll von der Expertise der Profis zu profitieren. So kann ich mich voll und ganz auf das Schreiben konzentrieren und muss mich nicht um die Abläufe drum herum kümmern. Für mich ist es wichtig, dass jemand mir Struktur und Zeitpläne vorgibt, sonst würde ich kein Ende finden.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Fantasie ist das, was uns alle verbindet, uns in fremde Welten und neue Abenteuer eintauchen lässt. Hört nie auf zu Träumen.

Montag, 31. August 2026

[Anthologieinterview einmal anders] Ein zarter Hoffnungsschimmer von Hrsg. Kathrin Samar


 
Anthologievorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Herausgeberin der Anthologie „Ein zarter Hoffnungsschimmer – Spendenanthologie“, um mit ihr über das Buch und auch die ein oder andere Geschichte zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für die Anthologie zu antworten.
Hallo, ich freue mich sehr auf das Interview. Vielen Dank für diese Möglichkeit.
Kannst du uns die Anthologie in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Es ist eine Spendenanthologie zugunsten von „Licht ins Dunkel“. Darin findet ihr Kurzgeschichten und Gedichte von insgesamt 22 Autorinnen, alle zum Thema Hoffnung.
Jede Geschichte und jede:r Autor:in ist anders. Jeder Charakter oder auch Wesen erlebt in seiner Geschichte so einiges. Wie wurde entschieden, welche Geschichte am besten in die Anthologie passt? Ob man eher düstere oder leichtere Geschichten aufnimmt?
Für mich war wichtig, dass bei allen Texten die Botschaft „es gibt immer Hoffnung“ gut herauslesbar ist. Ich war völlig überwältigt über die rege Teilnahme und musste am Ende auch ein paar Absagen erteilen, weil die Text miteinander, so unterschiedlich sie auch sind, dennoch ein rundes Gesamtbild ergeben sollten.
Hast du Lieblingsstellen aus der Anthologie, die du uns gerne vorstellen würdest? 
Es ist unmöglich da eine auszuwählen, jeder Text für sich hat mich zu tiefst berührt und wurde deshalb in der Anthologie aufgenommen.
Wie viel Zeit steckt in der Anthologie, bis sie tatsächlich fertig war?
Etwa ein Jahr insgesamt, von der Idee (wobei die gab es schon mehrere Jahre), zum Aufruf, den Einreichungen, Verträge unterschreiben, Lektorat, Korrektorat, Cover, Bloggersuche … bis sie am 2.9.26 dann erscheinen wird.
Wie würden dich die Geschichten als Herausgeberin beschreiben?
Vermutlich als leicht durcheinander, aber liebeswert mit dem Herz am rechten Fleck.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Zusammenstellens ergeben?
Der Titel „Hoffnungsschimmer“ stand schon ganz zu Beginn an für mich fest. Die letzten Feinheiten, also das „ein zarter“ davor, kamen im Lauf des Projekts hinzu.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ja, das Cover symbolisiert den Titel und den Inhalt finde ich perfekt.
Zum Abschluss würde mich noch deine Lieblingszitate aus dem Buch interessieren.
Ein Zitat direkt habe ich nicht, aber ich würde sagen „gib die Hoffnung niemals auf“ trifft es am besten.
Danke für das Gespräch.
Vielen Dank für das tolle Interview!

Sonntag, 30. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Love, Death & Harmony – Eine Hommage an die Katzen und ihres liebevollen, zerstörerischen und dramatischen Wesens von Monika Grasl


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Monika Grasl, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Love, Death & Harmony – Eine Hommage an die Katzen und ihres liebevollen, zerstörerischen und dramatischen Wesens“ von Monika Grasl. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊


Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Ja, ich bin ja froh, dass du mich hier entdeckt hast.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Sehr gern. Hörst du das Schnurren in meiner Stimme? Also genau darum geht es nämlich zwischen meinen Seiten. Um Katzen. Oder besser gesagt, um das Zusammenleben mit ihnen. Allen voran um die beiden verstorbenen Autorenkater Seppl und Chewy, die das Leben der Autorin ganz schön auf den Kopf gestellt haben.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Oh, es wurden sehr viele Taschentücher bei der Produktion dieses Poesiebandes verbraucht. Die Gedichte sind teilweise eine Hommage an die beiden Kater und spiegeln dadurch ihr Verhalten sehr deutlich wieder.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Uff, das ist schwierig. Da gibt es viele tolle Stellen, aber die hier gefällt mir am besten:
Wir biegen uns wie die Bäume im Sturm.
Jedem Widerstand entgegen.
Weißt du wie viel Monika tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Also es steckt ganz viel von ihr in diesem Band. Einige Gedichte haben zwar nichts mit ihr zu tun, aber sie löst das sehr gut auf, wenn man die nachgestellten Kommentare liest, welche sie zu jedem der Gedichte hinzugefügt hat.
Wie würdest du oder ihre lyrischen Texte die Autorin beschreiben?
Sie ist ein liebenswürdiger Mensch, der sich halt sehr gern mit kontroversen Themen befasst und diese dann auf ihre ganz eigene Art umsetzt. Das stößt nicht immer auf Gegenliebe, aber das hält sie auch nicht davon ab, diesen Weg einfach weiter zu gehen.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Also mich hat ja beim Titel keiner gefragt, den hat die Autorin ganz alleine bestimmt und die Verlegerin war davon auch sofort angetan.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Absolut. Die Verlegerin vom Silberkrone Verlag hat da ein echtes Kunstwerk gezaubert. Vor allem diese kleine Katze auf dem Cover macht schon deutlich, was einen erwartet.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren. 
Die Finsternis ängstigt dich.
Ich halte dich fest und drück dich an mich.
Ganz leise ertönt dein Herzschlag.
Ein Pochen, das meine Seele berührt.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
Ich habe mich auch sehr gefreut. 😊
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Samstag, 29. August 2026

[Reiheninterview] Bed & Breakfast Crimes von Jeannine Molitor

  


Reiheninterview

Heute treffe ich mich mit Mina, Ellison, Collin und Mr. Mavel und ihrer Autorin Jeannine Molitor, um mit ihnen über die Reihe „Band & Breakfast Crimes“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über die Reihe zu reden.

Jeannine: Danke, dass wir hier sein und die Geschichten vorstellen dürfen! Es ist immer schön, das mit den Leser*innen teilen zu können. Oder Leute?
Mina, Ellison und Collin nicken einvernehmlich. Mr. Marvel stimmt mit einem lauten „Miau!“ zu.
Könnt ihr uns die Reihe, bestehend aus den Teilen „Mord im Schottenrock“, „Mord im Riesenrad“ und „Mord im schottischen Schloss“ mit wenigen Worten vorstellen?
Mina: Klar, gerne. Ich fange einfach mal an. In „Mord im Schottenrock“ reise ich zum ersten Mal nach Green Hill, um an der Testamentsverlesung meiner verstorbenen Großtante teilzunehmen und komme da in Ellisons B&B unter. Wir sind schnell Freundinnen geworden, aber als wir dann meinen Großcousin Freddie tot in Ellisons Garten gefunden haben, mussten wir uns einfach gemeinsam mit Mr. Marvel des Falles annehmen und ermitteln. Das hat uns dann zu einem richtig eingeschworenen Ermittlertrio zusammengeschweißt.
Ellison: In „Mord im Riesenrad“ sollte dann das B&B von den Besucherströmen aufgrund des großen Jahrmarkts, der in Green Hill stattfinden sollte, profitieren. Ich hatte mich so darauf gefreut und alles gemeinsam mit dem Inhaber geplant! Doch dann findet Mina den Besitzer noch kurz vor der Eröffnung tot in einer Riesenradgondel und …
Mina: *wird ein wenig grün im Gesicht* Erinner mich nicht daran.
Ellison: Entschuldige. Jedenfalls hatten wir dann direkt unseren nächsten Fall, den es zu lösen galt. Und so ein Jahrmarkt verbirgt mehr Geheimnisse, als man denkt. Das sage ich euch!
Collin: Und in „Mord im schottischen Schloss“ hatte ich es tatsächlich mal zu wagen gehofft, ein paar ruhige Urlaubstage mit den beiden Damen …
Mr. Marvel: Miauuuuu!!
Collin: … und natürlich dem Kater auf Duncan Castle, einem echt coolen Schloss in den schottischen Highlands, verbringen zu dürfen. Aber weit gefehlt! Natürlich musste wieder eine Leiche auftauchen und Mina und meine Granny haben sich selbstverständlich wieder Hals über Kopf in die Ermittlungen gestürzt. Mir scheint einfach keine Ruhe vergönnt zu sein.
Mina: Nun hab dich nicht so. Geht doch immer alles irgendwie gut aus oder? *wendet sich an Jeannine* Warum musstest du ihn so schreiben?
Jeannine: Ganz einfach: Du und Ellison habt jemand gebraucht, der euch manchmal ein bisschen in eurem Vorhaben bremst. Er hat dafür andere Qualitäten.
Mina: Ja *kichert leise* Geocaching zum Beispiel.
Collin: *rollt mit den Augen* Ich hätte dir nie davon erzählen dürfen.

Ihr als Charaktere wachst mit euren Aufgaben, entwickelt euch weiter, besteht so manche Situation. Was glaubt ihr? Fällt es der Autorin leichter euch durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?

Mina: Puh, das ist echt eine gute Frage *kaut auf ihrer Unterlippe herum* Ich glaube, dass es vielleicht einfacher ist, einfache und lustige Situationen zu beschreiben, als die düsteren.
Ellison: Das glaube ich auch. Immerhin muss man bei Letzterem dann doch etwas vorsichtiger vorgehen und schauen, dass man nicht zu viel verrät und die Figuren nur in Situationen bringt, aus denen man sie wieder herausholen kann.
Mina: Andererseits … *schaut zu Jeannine, die unter dem Blick ein wenig nervös wird und auf ihrem Stuhl hin und her rutscht* Ich glaube, unserer Autorin machen die schwierigeren, düsteren Zeiten etwas mehr Spaß.
Jeannine *verschmitzt lächelnd* zumindest fliegen da die Finger oftmals irgendwie schneller über die Tastatur.

Habt ihr Lieblingsstellen in der Reihe, die ihr uns gerne vorstellen würdest?

Collin: Jap, immer genau die, in denen die Täter abgeführt werden und wir zum Glück lebend aus der Sache herauskommen.
Mina *rollt grinsend mit den Augen* Das ist mal wieder eine typische Collin-Antwort. Also aus allen drei Büchern die Lieblingsstellen zu nennen, ist wirklich schwer. Es war natürlich toll Ellison und Collin kennenzulernen und natürlich Mr. Marvel – ihr seid mir alle unglaublich ans Herz gewachsen und nach Green Hill zu kommen, fühlt sich immer mehr wie nach Hause kommen an. Am lustigsten finde ich glaub ich immer noch die Stelle im ersten Band „Mord im Schottenrock“, als wir gemeinsam den Teig für die Katzenkekse zubereitet haben und Collin diesen probiert hat.
Collin: *verschränkt abwehrend die Arme vor der Brust* Eine Vorwarnung wäre wirklich nett gewesen.
Mina: Oder, als ich Mr. Marvel bei der Testamentsverlesung geerbt habe. Das war wirklich einfach nur verrückt.
Ellison: Hmm… Mir gefällt auch der Moment als deine Großmutter Connie im zweiten Band plötzlich aufgetaucht ist und uns dabei geholfen hat, in das Krankenhaus einzubrechen
Mina: Oder Collins Einsatz mit der Bratpfanne um uns vor … *schlägt sich eilig die Hände vor den Mund, um nichts zu spoilern* um uns vor jemandem zu beschützen.
Ellison: Unser besonderer Fund in der Bibliothek hinter diesem Bücherregal in Band 3!
Mina: Skurril war auch Catriona in Band 3, die mit ihrer Schlange spazieren gegangen ist.
*Ellison und Mina überschlugen sich beinahe als ihnen immer mehr Lieblingsstellen einfallen, bis sie sich fast vor Begeisterung anschrien*
Jeannine: *mit lauter Stimme, um die beiden Frauen zu unterbrechen* Das ist wirklich schwer. *dann ruhiger, als die Aufmerksamkeit auf ihr lag* Es sind gar nicht unbedingt einzelne Szenen, sondern eher die Atmosphäre für mich. Das gemütliche B&B, Ellisons Plaudereien über ihre Liebe zum Gärtnern, Minas Vorliebe für True-Crime-Podcasts und Mr. Marvel, dem es irgendwie immer wieder gelingt, die richtige Spur zu finden … Es hat mir einfach unheimlich viel Spaß gemacht diese Reihe zu schreiben und ihr seid mir alle sehr ans Herz gewachsen.

Jetzt eine Frage direkt an die Autorin: Wie viel echte Jeannine steckt in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?

Jeannine: Als Autor*in hinterlässt man glaub ich in jeder seiner Geschichten und Figuren ein kleines Stück von sich selbst. Man verarbeitet oft auch unbewusst Erlebnisse, Erinnerungen, Ideen und nutzt bestimmte Charakterzüge und so weiter, wodurch immer wieder etwas von einem selbst miteinfließt. Und irgendwie ist das ein schönes Gefühl auf diese Art und Weise mit seinen Geschichten und Figuren verbunden und damit auch immer ein Teil dieser Geschichte und Welt zu sein. Vor allem dann, wenn es – wie jetzt – am Ende einer Reihe heißt, Abschied zu nehmen.

Wie würdet ihr als Protagonisten die Autorin beschreiben? 

Jeannine: Lasst uns das mal anders machen als sonst. Wir zählen jetzt bis drei und dann sagt jeder einfach das erste Wort, das ihm oder ihr in den Kopf kommt. Also … Eins … Zwei …
Mr. Marvel: Miauuuu (was vermutlich drei bedeuten soll)
Mina: Nett! Ich bin sehr dankbar, die Leichen immer nur gefunden und nicht selbst Opfer geworden zu sein. Wobei es das ein oder andere Mal echt knapp war.
Ellison: Geduldig – zumindest was unsere Fortschritte manchmal angeht in der Geschichte. So ganz leicht haben wir es ihr nicht immer gemacht.
Collin: Empathisch! Sie hat meine Gefühle perfekt verstanden und mich meistens aus allem rausgehalten. Find ich super.
Mina: Du weißt schon, dass Jeannine diejenige war, die dir diese Gefühle erst angedichtet hat oder?
Collin: Verstehen tut sie sie trotzdem.
Jeannine: Und was sagst du Mr. Marvel?
Mr. Marvel mit vor stolz geschwellter Brust: Miau miau miau miaaaau. Miiiau miau miauuu.
Jeannine: Aww, das ist das Netteste, das bisher jemals eine meiner Figuren zu mir gesagt hat! *wischt sich ein Tränchen aus dem Augenwinkel* Um mal für alle zu übersetzen: Jeannine ist eine tolle Autorin und wirklich nette Person. Sie hat ganz viel Herzblut in unsere Geschichten gesteckt, deshalb solltet ihr unsere Bücher wirklich lesen. Das würde uns viel bedeuten! Ansonsten ist Jeannine freundlich, hilfsbereit, warmherzig, zuverlässig, humorvoll, kreativ und klug.
Mina: Du weißt schon, dass es ihm vor allem um die Katzenkekse geht oder? Du hast ihm in den letzten Büchern so viele von Ellison und mir geben lassen, dass er süchtig danach geworden ist. Und er liebt es auf den Covern vorne zu sein. Wenn es nach ihm ginge, könntest du noch zehn weitere Bände schreiben und er würde den Boden vor deinen Füßen ablecken.
Ellison: Wie auch immer. Ich glaube, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass wir sehr dankbar dafür sind, dass sie unsere Geschichten aufgeschrieben und uns Leben eingehaucht hat – auch wenn es nicht immer einfach war. Wir sind wirklich dankbar für die gemeinsame Zeit.
*zustimmendes Nicken*
Jeannine: Danke, Leute *wieder mit Tränchen in den Augen*

Wisst ihr, als Hauptcharaktere, wann die Idee stand eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben deine Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?

Mina: Ich glaube, es stand von Anfang an fest. Aber so richtig bewusst wurde es mir erst, als die Geschichte im ersten Band zu „Mord im Schottenrock“ vorbei war.
Collin: Ja, genau! Es hat sich fast angefühlt wie bei einer Achterbahnfahrt. Dieses Ziehen im Bauchnabel … und irgendwie wusste ich dann, dass unsere Geschichte noch nicht auserzählt ist.
Jeannine: Ich habe tatsächlich alle drei Bände gleichzeitig geplant und wusste daher direkt, dass es eine Trilogie rund um Mina, Mr. Marvel, Ellison und Collin wird 😊
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Jeannine: Ich hatte für alle drei Manuskripte von Anfang an Arbeitstitel, wobei nur der von Band 1 „Mord im Schottenrock“ dann auch als finaler Titel übernommen wurde. Die Titel von Band 2 und 3 haben sich gegenüber meinen Arbeitstiteln ein wenig geändert, aber passen genauso perfekt zum Inhalt!

Wer ist denn der Coverdesigner?

Jeannine: Die Cover wurden von der lieben Christin von ArtC.ore-Design / Wildly & Slow Photography erstellt – und ich bin immer noch total begeistert davon, wie süß sie einfach geworden sind! 😊

Seid ihr mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?

Jeannine: Ich persönlich bin total zufrieden und liebe sowohl die Farben als auch die ganzen kleinen Details, die perfekt zum Inhalt der Bücher passen.
Mr. Marvel: Miau!
Mina: Mr. Marvel mag vor allem, dass er auf allen drei Covern im Vordergrund steht. Immerhin ist er auch ein ganz wunderbarer Ermittler, daher: Ehre, wem Ehre gebührt!

Zum Abschluss würden mich noch eure Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.

Jeannine: Kurzer Vorschlag: Wie wäre es, wenn wir uns alle ein Lieblingszitat aus dem dritten Band aussuchen? Über die anderen beiden haben wir ja schon ein wenig mehr aus dem Nähkästchen geplaudert und so zum Abschluss der Reihe…
Mina: Gute Idee! Hmmm… Ich weiß schon! *räuspert sich und trägt dann in ihrer besten Collin-Stimme vor*:
»Du hast das ganze Chaos wegen einer Schwimmnudel angerichtet? Wir haben Anfang Oktober. Herbst. Mal abgesehen davon habe ich hier noch nie eine gesehen, bist du dir sicher, dass du eine hast?«
»Nein, bin ich mir nicht«, erwiderte sie, ohne sich von dem Schrank abzuwenden. Aber ich bin mir sicher, dass wenn ich eine habe, ich sie hier zwischengelagert hätte.«
Mina prustete los, während Collin seine Großmutter perplex anblinzelte – was Mina nur noch mehr zum Lachen brachte.
Ellison: Das mag ich auch! 😊
Collin: Ich habe auch noch eins!:
Ach du heilige Mutter aller True-Crime-Podcasts! Beinahe wäre Mina bei dem Anblick ein Schrei entwichen, denn in Catrionas Händen befand sich nichts Geringeres als eine Schlange. Eine größtenteils orange Schlange mit schwarzen und weißen Ringen. Automatisch wich Mina zwei Schritte zurück.
»Athene ist noch ein Baby und deine Katze wollte sie definitiv angreifen«, sagte Catriona mit vorgerecktem Kinn und schloss anschließend, nachdem sie der kleinen Schlange einen beinahe liebevollen Blick geschenkt hatte, langsam die Handfläche wieder über sie. »Sie bekommt davon ja ein Trauma fürs Leben.«
Collin: Ich finde es irgendwie lustig, wie sehr Mina sich dabei erschrocken hat *grinst fies, worauf Mina ihm die Zunge rausstreckt*
Jeannine: Eines meiner Lieblingszitate aus „Mord im schottischen Schloss ist das folgende:
Bevor sie in das Abteil ging, drehte sie sich ein weiteres Mal um und winkte Ellison, Collin und Mr. Marvel zu, der es sich auf dem Arm der B&B-Besitzerin gemütlich gemacht hatte. Sie alle waren längst Teil ihrer Familie geworden und mit jedem Mal fiel ihr der Abschied von ihnen schwerer. Eine einzelne Träne lief ihre Wange herunter. Zum Glück war es nicht allzu lang bis Weihnachten, sie würde diese drei Chaoten nämlich unfassbar vermissen.
Jeannine: Ich finde darin spürt man total die Liebe, Freundschaft und Zusammengehörigkeit zwischen den Figuren und genauso wie Mina, ist auch mir der Abschied jedes Mal ein bisschen schwerer gefallen.

Danke für das Gespräch.

Jeannine: Danke, dass wir wieder hier sein durften! Es hat einmal mehr großen Spaß gemacht und ist immer wieder schön, die Geschichten auch auf diese Weise in die Welt tragen und auch mal die Figuren zu Wort kommen lassen zu dürfen. Vielen lieben Dank dafür! 😊 

Freitag, 28. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Der Kampf des Eiswolfs von Chris Modd


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Liv und Grom aus „Der Kampf des Eiswolfs“, um mit ihnen über das Buch und ihren Autor zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Liv: Wir sind schon ganz gespannt. Öffentlichkeitsarbeit fällt sonst nicht in unser Aufgabengebiet.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Liv: Ich bin Liv Winterklaue, Tochter des Häuptlings des Winterklauenstammes und eine erfahrene Kriegerin. Als solche bin ich unverzichtbar für unseren Stamm, denn unser Dorf wird häufig von wilden Ungeheuern überfallen. Aber eines Tages werde ich eine Armee zusammenstellen und alle Bestien ausrotten, damit wir in Ruhe leben können.
Grom: Ich bin Grom von den Schwarzorks aus dem Osten. Ich bin in der Eiswüste gelandet, weil ich einen Riesen im Armdrücken besiegen wollte. Aber diese Ungeheuer verstecken sich vor mir.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Liv: Wie schon erwähnt, möchte ich nach einem Angriff eines Riesen auf unser Dorf alle Bestien ausrotten. Aber ich habe mich zu sehr auf diese Gefahr konzentriert und andere Bedrohungen ausgeblendet. Ein hinterhältiger Verrat und die Invasion eines Magiers aus dem Süden belehren mich eines Besseren. Verwundet und gedemütigt entkomme ich aus der Eiswüste und suche fortan einen Weg, um meine Heimat mit neuen Gefährten wieder zu befreien. Wenn ich nur wüsste, was dieser Magier von uns will.
Glaubt ihr, macht es dem Autor Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Liv: Ich fürchte schon. Aber noch mehr Spaß daran hat diese eine Testleserin, die überall kommentiert hat, dass er es mir nicht so einfach machen soll. Aber bei ein paar Szenen musste ich wirklich schlucken.
Grom: Das Leben besteht nun mal aus Herausforderungen und Rückschlägen. Warum sollte es im Buch anders sein? Wichtig ist, dass wir danach stets wieder aufgestanden sind.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Liv: Ich liebe die Eisspiele, bei denen die Stämme des Nordens gegeneinander antreten. Fast hätte ich einen Wettkampf gewonnen. Aber das war vor den schrecklichen Ereignissen, die danach folgten.
Grom: Es gibt viele tolle Stellen. Die meisten würden raten, es sind die Passagen wo ich mit meiner Axt einem großen Monster zeige, wer der Stärkste ist. Aber mir gefällt die Stelle sehr, wo ich Fealsam mit meiner Heilkunst retten kann.
Was glaubt ihr, wie viel von eurem Autor steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Liv: Sehr viel. Es ist zum einen die Gedankenwelt, aber es werden auch andere Themen und Sichtweisen aus dem Leben des Autors behandelt.
Grom: Ich habe auch fas Gefühl, dass einige Szenen aus einer persönlichen Erfahrung heraus geschrieben sind. Auch das wiederkehrende Motiv, dass die Nordmenschen im Einklang mit der Natur leben sollten, kommt bestimmt von ihm.
Wie würdet ihr euren Autor beschreiben?
Liv: Er lässt sich einfach viel zu leicht ablenken. Wie häufig ich wissen wollte, wie es weitergeht und plötzlich recherchiert er über eine Stunde zum Schiffbau eines Langschiffes, dabei war in der Szene nur ein Detail interessant.
Grom: Dafür lebt er wirklich die Welt, die er beschreibt. Da er unzählige Nebengeschichten im Kopf hat, wird bei der Überarbeitung nochmal ganz viel angefasst, da viele Informationen nur in seinem Kopf sind und für die Leser nicht zugänglich sind.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Liv: Der Arbeitstitel war lange Zeit ein ähnlicher, bis im Schreibprozess klar wurde, dass es kein Einzelband, sondern eine Trilogie wird. Dann passte der Titel plötzlich besser zum kommenden Band 2 und über Nacht stand ein neuer Titel auf dem Cover.
Grom: Ich war ehrlicherweise überrascht. Mir gefiel der erste Titel besser, aber dann warte ich eben auf Band 2.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Grom: Ich bin schon enttäuscht, dass ich es nicht mit aufs Cover geschafft habe.
Liv: Mir gefällt es. Aber ich weiß, dass Chris sich lange unsicher war. Bei Band 2 plant er zwei Versionen erstellen zu lassen und dann in seinem Newsletter abstimmen zu lassen. So können die Leser:innen mitentscheiden, wenn sie sich anmelden.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Liv: »Erfolg ist immer nur eine Momentaufnahme. Wenn du nicht hart dafür arbeitest, es zu wiederholen, werden deine guten Taten schnell in Vergessenheit geraten.«
Das hat mir mein Vater geraten und es ist viel wahres dran, wie ich selbst feststellen musste.
Grom: »Dank euch weiß ich wieder, dass es noch viele Wunder zu entdecken gibt. Ja, ich glaube sogar zu erahnen, dass das Leben noch mehr zu bieten hat, wenn man bereit ist, ein Risiko einzugehen.«
Das sagte Fealsam zu uns, nachdem wir sein Leben gerettet haben. Es hat mich tief berührt.
Danke für das Gespräch