

Elio

Livia


Elio

Livia




Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?Freya: Ich habe ein ganz merkwürdiges Déjà Vu…Kenna: Wirst du auf deine alten Tage senil?Cecil: … Was die beiden meinen ist, dass wir uns freuen, hier zu sein 😊
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.Cecil: Ich bin Cecil. Kurz für Cecilliana. Ich gehöre zu der Protagonistengruppe.Kenna: Mein Name ist Kenna. Ich passe darauf auf, dass Cecil nicht in die nächste Erdgrube fällt oder sich versehentlich selbst irgendwo aufhängt, weil sie wieder zu neugierig war.Freya: Freya.Cecil: Sie freut sich auch!
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?Cecil: Oh okay also es geht um… also … Wow ist das schwer!Kenna: Es geht darum, dass Cecil sich in Schwierigkeiten gebracht hat, weil sie sich an einen der großen Tiergeister gebunden hat.Freya: Ich will diesen Tiergeist haben, um damit die Welt vor der Technik zu retten.Kenna: Wir haben Madame Priesterin also an der Backe, bis es dazu kommt.Freya: Oder vorher dabei draufgehen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?Kenna: Glauben?? Am liebsten würde ich ein paar Ohrfeigen verteilen!Freya: Und die Leute glauben, ich hätte Aggressionsprobleme. Kenna geht wegen jeder Kleinigkeit an die Decke.Kenna: Wir gehen alle naselang fast drauf, nur weil es angeblich lustig ist!Freya: Ich finde das alles höchst amüsant.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?Cecil: Ich mochte das Lied von Freya. Das kommt aber erst so spät …Kenna: Wenn ich mich entscheiden müsste, dann fand ich diesen Move von Freya ziemlich beeindruckend.Freya: … Welchen Move?Kenna: Das mit dem Gehstock. Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich nämlich nicht, dass man so ein Ding auch dafür benutzen kann, anderer Leute Gehirne auf der Straße zu verteilen.Freya: Ah. Dieser Move. Den fand ich eigentlich noch harmlos. Mein persönlicher Favorit ist die Szene, in der Cecil die Magie des Krakengeistes erweckt. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, was für einen Einfluss Salzwasser auf einen Körper hat.Cecil/Kenna: Ew.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?Kenna: Wenn ich drauf wetten müsste, dann werden in dem Buch wohl ein oder zwei Traumata verarbeitet, aber da kann ich nur mutmaßen. Es hat allerdings eine jahrelange Obsession ausgelöst.Cecil: Häh?Freya: Es gibt mehr Bilder und Spinnoffs von mir als von euch.Kenna: Grins nicht so selbstzufrieden. Du hast mehr trauma dumping als Cecil oder ich.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?Cecil: Ungeduldig :DKenna: Süchtig nach Energydrinks, behaupte ich mal.Freya: Ungewöhnlich einfach beeinflussbar.Cecil/Kenna: Häh?Freya: Ihr wärt überrascht, wie sehr man den ganzen Charakterzug mit einem Kompliment beeinflussen kann. Wie glaubt ihr, sind die Bilder von uns zustande gekommen?
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?Freya: Der ursprüngliche Titel lautete „Birds and other kinds of violence“, basierend auf dem Glauben der Cygna an den Schwanengeist.Kenna: Der war dem Verlag leider zu lang, also wurde es runterreduziert. Mir könnte der Titel nicht egaler sein.Cecil: Ich find ihn nach wie vor gruselig … Am liebsten hätte ich etwas Netteres gehabt.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?Kenna: Das Cover ist der WahnsinnCecil: ich finds auch toll!Freya: Wer hätte es gedacht, wir sind einer Meinung.
Danke für das GesprächCecil: Ich glaube, ein Zitat habe ich nicht, aber ich finde die ganze Szene mit Freya in der Kirche wunderschön, weil sie da mal so anders ist.Kenna: Fast ganz am Ende und man braucht vielleicht etwas Kontext, aber ich mochte „Für mich ist es echt.“Freya: Ich glaube, ich bleibe beim Leitsatz „Man mischt Magie nicht mit Technik“.Kenna: Warum überrascht mich das nicht?Freya: Ich bin eben unvorhersehbar vorhersehbar.
Kenna: Wir danken dir!Cecil: Das war lustig!Freya: Es war nicht schrecklich, das gebe ich zu.

Es kam nach dem Titel. Und es hat sich verändert, da es sich um eine Wiederveröffentlichung handelt, weil ich aus dem damaligen Verlag ausgestiegen und jetzt noch einmal ganz neu als Selfpublisherin durchgestartet bin.Hattest du schon eine genaue Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte?
Beim alten Cover hatte ich eine vage Vorstellung, während ich beim neuen ein ziemlich genaues Bild vor Augen hatte. Die wundervolle Constanze (@coverboutique.de) hat diese Vorstellung dann nochmal um einiges verbessert und mir damit mein absolutes Traumcover hergezaubert.Welche Bedeutung haben für dich die Blumen, die Scherben, das Geld und das Motorrad?
All diese Elemente geben einen Hinweis auf den Inhalt des Buches. Bei der Blume handelt es um eine Stolz und Stärke symbolisierende Gladiole, die sich Colton, einer meiner beiden Protagonisten, als Tattoo gestochen hat. Auch das Motorrad verweist auf ihn, denn er fährt eines, hat es liebevoll Dianna getauft und nimmt meinen anderen Protagonisten, Phoenix, gerne mal darauf mit. Die Scherben deuten währenddessen darauf hin, dass so einige Vorstellungen und Beziehungen im Laufe der Geschichte unwiderruflich zersplittern und das Geld weist nicht nur auf Phoenix’ immensen Reichtum als Milliardenerbe hin, sondern auch darauf, dass ihm dieser womöglich noch zum Verhängnis wird.Wolltest du etwas Bestimmtes mit dem Cover ausdrücken?
Ich wollte unbedingt ein Cover, dass die Geschichte widerspiegelt, sodass potenzielle Leser*innen auf einen Blick erkennen können, ob das Buch etwas für sie wäre oder nicht. Und weil es sich bei Alter Ego um eine morally grey Romance handelt, ist auch die Atmosphäre des Coves etwas düsterer geworden.Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt?
Bist du nun zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht noch einmal etwas daran ändern wollen?»Vor ein paar Wochen konnte ich dich nicht einmal ausstehen und dann … dann kam dieser Kuss. Und fuck, Phoenix, der hat alles verändert.«Dieses Zitat ist quasi das Aushängeschild von Alter Ego. Colton als hochverschuldetes Straßengangmitglied und Phoenix als Milliardenerbe könnten unterschiedlicher nicht sein, doch dieser eine Kuss verändert alles. Nicht nur ihre Gefühle füreinander, sondern auch die Geschehnisse um sie herum, denn ihre Liebe ist eine, die in den Augen vieler nicht sein sollte, eine Menge Widersacher hat und mit Hindernissen konfrontiert wird, an denen sie auch zerbrechen könnte.
Ich bin zu 100% zufrieden, also ich schau es mir immer noch gefühlt hundertmal am Tag an und kann immer noch nicht fassen, wie perfekt ich es finde. Habe mich wirklich unwiderruflich verliebt. 😊Danke, dass du bei dem Coverinterview mitgemacht hast 😊

Ich freue mich sehr darauf. Das quatschende Buch auch.Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Amber flieht vor ihrem toxischen Ex und trifft auf Noah, der viel lieber zeichnen würde als Football zu spielen. Aber sein Dad lässt ihn nicht. Als Ambers Ex an der Uni auftaucht, geht sie einen Deal mit Noah ein. Er spielt ihren Freund, dafür überlässt sie ihm ihren Platz im Kunstkurs. Beide müssen lernen für sich und ihre Träume einzustehen.In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Seiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genau so?
Habt ihr Lieblingsstellen, die ihr uns gerne vorstellen würdet?Es gibt sehr viele schöne Szenen, aber auch etwas schwerere, da Amber ja vor ihrem toxischen Ex flüchten musste. Und Noah auch noch seinen Weg finden muss. Eine spannende Geschichte mit viel Gefühl und Happy End.Fallon nickt.
Weißt du wie viel Fallon tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?Definitiv das Ende, aber das verrate ich nicht. Es passt so unglaublich gut zur Geschichte. Seufz. Aber diese Stelle liebe ich auch.Flatternd schließe ich die Lider und senke leicht den Kopf. Noahs Fingerspitzen streifen meine Wange, zart wie ein Hauch, dann umfasst er mein Gesicht mit beiden Händen. Meine Haut kribbelt. Mein Herz rast, und ich weiß nicht mehr, warum. Aus Angst, vor Mut? Oder seinetwegen?Seine Lippen streifen meine nur flüchtig – ein kaum vorhandener Kontakt –, und trotzdem jagt er mir einen Schauer durch den ganzen Körper. Furcht. Verlangen. Etwas, das ich vergessen hatte. Etwas, das sich viel zu gut anfühlt.Ich denke nicht nach. Ich schlinge die Arme um seinen Hals und ziehe ihn an mich, näher, als ich sollte, näher, als gut für mich ist.Diesmal küsst er mich richtig. Fest. Sicher. Und ich sinke in den Kuss, als hätte ich viel zu lange die Luft angehalten.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?Vermutlich ziemlich viel. Nicht unbedingt Dinge, die sie erlebt hat, aber ihre Gedanken, Ideen und natürlich ganz viel Herzblut und Zeit.Fallon lächelt. „Besser hätte ich es nicht sagen können.“
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?Eigentlich ganz nett. Mann kann mit ihr reden.Noah schnaubt leise. „Stimmt. Aber sie hat es Amber und mir nicht immer leicht gemacht.“„So schlimm war es nicht.“ Amber stupst ihn liebevoll in die Seite. „Wir sind gewachsen. Nicht nur allein, sondern zusammen und das macht unsere Verbindung doch erst zu etwas ganz speziellem.“Noah schweigt einen Moment. Dann zieht er Amber an sich und küsst sie.
Der Titel ist in Zusammenarbeit mit dem Verlag entstanden. Es wurde geschaut, dass er auch zum ersten Teil der Reihe passt. Und das Buch und Fallon sind sehr zufrieden.Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich liebe es. Und ich weiß, dass es Fallon genau so geht. Die Farben haben es ihr echt angetan.Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.Ich betrete das Zimmer. „Bist du so weit?“„Gleich.“ Amber steht am Bett und stopft ein Heft zu fest in ihre Tasche, als würde sie es bestrafen. Dann dreht sie sich zu mir. Falten durchziehen ihre Stirn. „Warum bist du hier?“„Für das große Spektakel. Ich darf deinen Freund spielen. Ein Traum wird wahr.“ Wie von selbst gleiten meine Mundwinkel nach oben. „Teufelchen.“Keine Ahnung, warum ich sie jetzt so genannt habe, aber es passt zu ihr. Auf den ersten Blick süß, unschuldig. Doch ich weiß es besser. Hinter diesem Blick steckt ein Teufelchen, das mir vor ein paar Tagen fast die Eier abgefackelt hätte.„Teufelchen?“ Ihre Augen werden groß. „Nein. Danke.“„Du wolltest doch, dass es glaubwürdig wirkt. Nichts wirkt intimer als Spitznamen, auch wenn sie bescheuert klingen.“ Extra Bonus: Er gefällt ihr nicht.„Zwei Tage“, murmelt sie. „Okay. Und wie soll ich dich nennen?“Ich grinse noch breiter. „Stecher, Hengst, Gott.“Sie rollt mit den Augen. „Armleuchter. Passt überraschend gut zu dir.“

»Hierher wollte ich mit dir,
um zu schwimmen.«
»Mit all der Kleidung?« Ich
blicke skeptisch auf meine üppigen Stofflagen. »Oder meinst du – nackt?«
Er hebt die Schultern. »Warum
nicht? Außer uns ist niemand in dieser Bucht. Und das wird auch so bleiben,
denn die Insel Hyperborea ist den Göttern vorbehalten.«
»Aber ... du bist hier.«
Verlegen schaue ich ihn an.
»Du wärst nicht die erste
Frau, die ich ohne Kleidung gesehen habe.« Um seine Mundwinkel zuckt es.
Das glaube ich ihm sofort.
Der Sonnengott hat nicht unbedingt den Ruf, ein Kostverächter zu sein. Auch
wenn er nicht so schlimm sein soll wie sein Vater oder Poseidon. Außerdem wirkt
es nicht so, als wolle er unser Bad als Auftakt zu einer Verführung inszenieren.
Vielmehr scheint es für ihn ganz natürlich zu sein, dass wir uns voreinander
entkleiden.
»Na, komm. Du wirst sehen:
Das Wasser ist herrlich.«
Lässig lässt er seine
Kleidung hinabgleiten, und mein Mund wird augenblicklich so trocken, dass jeder
meiner keuchenden Atemzüge kratzig klingt.
Wer jemals den Ausdruck
benutzt hat: Er sieht aus wie ein
griechischer Gott, muss an Apollon gedacht haben. Er besitzt eine
anbetungswürdige Figur, mit schmalen Hüften, schlanken Beinen und einem
muskulösen Oberkörper. Jeder einzelne Muskel ist perfekt definiert.
Wie soll ich mich denn nun
selbst ausziehen? Mein menschlicher Körper erscheint mir maximal unzureichend,
mit kleinen Dellen am Oberschenkel und Pölsterchen am Bauch. Timo hat mir oft
gesagt, ich sollte mehr Sport machen, damit meine Figur straffer wird.
Abwehrend hebe ich die Hände.
»Nein, das kann ich nicht.«
Apollon kommt auf mich zu –
nackt, in all seiner Perfektion – und meine Verlegenheit wächst ins
Unermessliche. »Du bist wunderschön, so wie du bist.«
»Kannst du etwa Gedanken
lesen?«
Seine Lippen kräuseln sich.
»Das muss ich nicht. Deine unsinnige Scham steht dir ins Gesicht geschrieben.
Also los, runter mit der Kleidung. Ich schaue auch nicht hin.«
Schon dreht er sich um und
geht mit energischen Schritten auf das blaugrün funkelnde Meer zu. Natürlich
ist sein knackiges Hinterteil absolut formvollendet. Einen kleinen Moment lang
gestatte ich mir einen Blick auf Apollons Kehrseite, dann ziehe ich hastig
meine Kleidung aus.
Schnell folge ich ihm ins
Wasser, bemüht, im Nass zu versinken, bevor er meinen Körper betrachten kann.
Ich erreiche das Meer in der Sekunde, als er mit einem Hechtsprung in die
Fluten gleitet. Ich tauche ebenfalls unter und genieße, wie das warme Wasser
mich umspült. Ich mache einige Tauchzüge, bevor ich prustend wieder hochkomme.
Apollon strahlt mich an. »Na,
ist das nicht herrlich?«
»Das ist es.« Ich bin
dankbar, dass er mich dazu gebracht hat, meine Scham zu überwinden. Es ist
berauschend, das Nass zu spüren, ohne störende Kleidung.
»Im Übrigen gibt es nichts,
was du verstecken müsstest. Du hast eine wunderbare Figur.«
»Hey!« Ich spritze ihn mit
Wasser voll. »Ich dachte, du wolltest nicht hinsehen.«
Ein Lachen steigt in ihm auf.
»Nun, es drängt sich in dem klaren Wasser quasi auf.« Er deutet auf unsere
Körper, die man mehr als deutlich im Meer erkennen kann.
Doch plötzlich stört es mich
nicht länger. Apollon hat mir gesagt, dass ich schön bin, genauso wie ich bin.
Und er meint es so, das merke ich an seinem bewundernden Blick. Außerdem hat er
bisher das ausgesprochen, was er denkt. Zum ersten Mal gibt mir ein Mann – ein
Gott! – das Gefühl, ein Wunder der Natur zu sein. Bei diesem Gedanken stiehlt
sich ein albernes Lächeln auf mein Gesicht.

Es wäre schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.Mira (stößt Apollon leicht an): Kannst du das auch ohne die Musen?Apollon (verdreht die Augen): Ich bin sehr selbstständig. Zumindest für einen Gott …Ava (schüttelt den Kopf): O je, das geht ja gut los. Aber keine Bange, Claudia, eigentlich sind die zwei ganz harmlos. Wobei – man sollte Apollon nicht verärgern. Das haben in der Geschichte ein paar gemacht und für diese Personen ging es nie gut aus…Apollon: Das war früher. Heute bin ich beherrschter.
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.Apollon (deutet auf Mira): Die Dame zuerst natürlich.Mira: Danke, dann lege ich mal los. Also, ich heiße Mira Sommer und ich lebe im Köln des 22. Jahrhunderts. Zumindest am Anfang. Aber dann darf ich als erste Journalistin der Welt ein Dimensionenportal benutzen. Erst habe ich gedacht, dass ist ein Witz – aber dann habe ich gemerkt. Es ist real. Alles!Apollon: Und die Moiren führten sie zu mir- das nennt man eine wahrlich glückliche Fügung, oder? Immerhin bin ich der Gott des Lichts, der Künste, der Heilung und der Prophezeiung. Ich verkörpere Harmonie und Inspiration – und ich würde mal sagen, das sieht man mir auch an, oder? (Sein Lächeln ist einee Mischung aus Arroganz und Übermut.)Ava (seufzt leise): Wie gut, dass er nicht eingebildet ist … Was habe ich mir nur dabei gedacht? Aber er hat das Herz trotzdem am rechten Fleck – dafür habe ich als gesorgt. Wer es noch nicht erraten hat: Ich bin Ava, die Autorin, und ich liebe es, mir Geschichten auszudenken. Besonders wohl fühle ich mich in der Fantasy, aber ich schreibe auch sehr gerne Romance. Hauptsache, ein spannender Plot und jede Menge Knistern zwischen den Zeilen.
Ava: Wie Apollon und Mira schon erzählt haben, spielt die Story in der näheren Zukunft (konkret im 22. Jahrhundert), in der durch eine Art Wurmloch ein Tor zur Götterdimension geschaffen wird. Mira besucht die Götter der griechischen Antike und stößt auf Apollon – der wie vom Donner gerührt ist, weil sie aussieht wie die trojanische Prinzessin Kassandra, die seine Liebe verschmäht hat. Er beschließt, sich an Mira zu rächen, indem er sie in sich verliebt macht. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass sie ganz anders als die trojanische Prinzessin ist. Denn Mira strebt weder nach Macht noch Ruhm, vielmehr sind sie in Apollon den Mann und nicht gegen den Gott. Und der kann manchmal ganz schön süß sein. Während Apollon ihr seine Welt zeigt und beide gegen ihre Gefühle ankämpfen, wird Mira langsam, aber sicher in den trojanischen Krieg hineingezogen. Dabei verwebe ich die wichtigsten Stationen des letzten Kriegsjahres mit der Geschichte von Mira und Apollon, habe mir aber eine autarke eigene Handlung ausgedacht. Diesen Mix finde ich ziemlich spannend.Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?Ava (hebt entschuldigend die Hände): Hey, das wollen die Lesenden doch. Stell dir mal vor, die beiden würden die ganze Zeit nur über den Olymp latschen, sich in heißen Quellen aalen, berühmte Bauwerke ansehen und gemütlich etwas essen und leckere Weine trinken? Dabei keine Intrigen, keine Angriffe, noch nicht einmal ein einziger Streit?Mira: Ich finde, das klingt eigentlich ganz gut … (Seufzt leise.)Apollon (nimmt sie in den Arm): Sei ehrlich, das wäre dir doch viel zu langweilig gewesen.
Wie viel echte Ava steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?Apollon: Ich mag diese Szene, weil sie so viel von Miras Wesen zeigt – und ich war so frei, sie in meine Perspektive umzuändern:Mira streicht mit den Fingerspitzen über eine schmale goldene Halskette, in deren Mitte sich eine Sonnenscheibe befindet. »Diese Kette gefällt mir.«Verwirrt runzle ich die Stirn. »Bist du sicher, dass du das möchtest? Das ist nicht besonders wertvoll. Wie wäre es zum Beispiel damit?« Ich halte ein Collier in die Höhe, das aus mehreren Lagen besteht, in die Smaragde, so groß wie Wachteleier, eingearbeitet sind. »Das würde hervorragend an dir aussehen. Die Steine passen gut zu deinen Augen. Sie haben fast genau dieselbe Farbe.« Ich lasse meinen Blick zwischen der Kette und ihrem Gesicht und her schweifen.Sie wird sofort knallrot. »Die Kette ist beeindruckend, einer Königin würdig. Aber wann soll ich so etwas jemals anlegen? Dazu habe ich keine Gelegenheit. Diese Kette kann ich immer unter einem T-Shirt tragen und dabei an meine Begegnung mit einem Gott denken. Eine ständige Erinnerung.«Mira (grinst ihn an): Den Teil, wo du den armen Händler fast um seinen Lohn betrogen hättest, lässt du natürlich aus. Aber ich mag diese Szene auch sehr. Außerdem gefällt mir das hier, weil Apollon da zum ersten Mal seine weiche Seite gezeigt hat. Wir haben über den trojanischen Krieg und den Auslöser gesprochen:So ist es also zu diesem Krieg gekommen. Welch eine Tragik. Und welch eine Story! »Der Mythos von Helena und Paris fasziniert bei uns alle. Unsere Leserinnen und Leser wären begeistert, wenn ich darüber schreibe. Ich möchte verstehen, was ihre Liebe so besonders macht – so absolut.«Prüfend sieht er mich an. »Ihr Menschen und euer Drang, euch verlieben zu wollen. Wie schade, dass meist nichts Gutes dabei herauskommt.« Trauer erscheint auf seinen Zügen. Wie menschlich er dadurch wieder wirkt. So weich und verletzlich. Ja, er hat gelitten. Er weiß, wie schlimm es ist, jemanden zu verlieren, der einem alles bedeutet hat.
Ava: Alle meine Figuren habe einiges von mir mitbekommen. Aber Mira hat besonders viel von mir, weil ich ja auch gelernte Journalistin bin. Auch vom Wesen her kann sie ihre Abstammung nicht leugnen – immer geradeheraus und bloß nicht devot sein. Noch nicht einmal vor griechischen Göttern. Wieso auch? Wann haben die schon jemals jemanden bestraft 🤣Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?Mira (mustert Ava mit gerunzelter Stirn, dreht sich wieder zu Claudia): Puh, naja – wie drücke ich es höflich aus? Ava kann schon echt knüppelhart sein. Die hat keine Aktien damit, ihre Figuren zu foltern oder auch mal sterben zu lassen. Manche schmerzliche Tote folgen der Ilias, da hatte sie wenig Spielraum. Bis zu einem gewissen Grad hält sie sich an die Überlieferungen. Aber da gibt es so ein paar andere Szenen, wo ich mich frage: Musste das sein?Apollon (nickt ernst): Letztlich sind alle Wege sind festgeschrieben, die Moiren bestimmen unsere Schicksale. Oder in diesem Fall Ava und die Moiren zusammen – tödliche Mischung … Allerdings schenkt sie uns immer wieder neue Hoffnung. Kein Opfer, ohne dass wir etwas dazu gewinnen. Und sie arbeitet immer wieder gefühlvolle Szenen hinein, bei denen wir Kraft tanken können.
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?Mira: Das kam im Verlauf der Geschichte: Ich betrete Apollons Welt ja durch ein Dimensionenportal, weil die göttliche Welt eine andere Dimension ist. Nämlich die Götterdimension. Der Untertitel „Schatten von Troja“ deutet an, dass es dabei auch um den Trojanischen Krieg geht.Apollon: Der Arbeitstitel war übrigens Götterdämmerung, wobei das ja wohl Assoziationen zu anderen Göttern weckt. Das habe ich irgendwann einmal dezent angemerkt. Und Ava hat sofort eingesehen, dass ich Recht habe. Natürlich. Ich bin schließlich auch der Gott der Künste.Ava (leicht gereizt): Hey, das wusste ich vorher schon. Aber das klang halt griffig. Und ein Arbeitstitel muss nicht hundertprozentig sein, Mr. Gott der Künste.
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.Apollon: Ich finde, es symbolisiert sehr gut, worum es geht – die wunderbare Zeit der griechischen Antike. Wobei ich ja finde, es hätte ruhig eine Statue von mir darauf sein können …Mira (knufft ihn lachend): Götter und ihre Egos! Also, ich finde es wunderschön so. Und ich hoffe, dass es den Lesenden auch gefällt.Ava: Danke, Mira. Ich liebe das Cover auch sehr!
Vielen Dank für das GesprächMira (mit strahlenden Augen): Ich bin eine hoffnungslose Romantikerin, deswegen ist mein schönstes Zitat diese Stelle: »Ich liebe dich, Mira Sommer. Mit jeder Faser meines Seins. Du bist wärmer als die Sonne, tiefer als das Meer und reiner als das Licht. Du bist wie Ambrosia für meine Seele. Mein unsterbliches Leben ist nichts wert, wenn ich es nicht mit dir teilen kann.«Apollon (lächelt weich und haucht ihr einen Kuss auf die Stirn): So ist es auch, omorfiá mou – meine Schönste. Mir gefällt es am besten, wie Mira meinem Vater Paroli geboten hat, als er sie gefragt hat, wieso sie glaubt, der Liebe eines Gottes würdig zu sein: »Er hätte jede Frau auswählen können und hat sich für mich entschieden. Für diese Gnade werde ich immer dankbar sein, denn nichts lässt sich damit vergleichen, von einem Gott geliebt zu werden.«

Das Cover kam vor dem Titel – es ist aus der Charakter-Illu entstandenHattest du schon eine genaue Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte?
Eigentlich nicht.Welche Bedeutung haben für dich das Pärchen, das Buch und die Zeichen auf seiner Haut?
Wie gesagt: Es ist ursprünglich die Charakter-Illu, die eine Szene aus dem Buch zeigt. Eros erwischt Penny in seiner Bibliothek, wie sie in dem Buch liest, in dem von ihm und seinem Fluch berichtet wird. Die Tattoos auf seiner Haut sind alles Zeichen für Liebe und Hass – die Kernkompetenzen des Liebesgottes.Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt?
Bist du nun zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht etwas daran ändern wollen?Diese Szene, in der Eros von seiner Vergangenheit einholt wird, mit folgendem Zitat:„Ist das jetzt eine Anspielung auf damals, Mutter?“Ihre Augen glitten grausam und kühl über mich hinweg. „Nenn es, wie du willst, Eros. Fakt ist aber, hättest du dich damals meinem Befehl nicht widersetzt, wärst du jetzt nicht in dieser Lage.“„Und was ist das deiner Meinung nach für eine Lage?“„Du begehrst die Seele einer Frau, die niemals für dich bestimmt war, weil sie eigentlich einem anderen gehört. Du lässt das Mädchen, das du wahrhaftig liebst, für diese Seele sterben.“ Aphrodite nickte wissend. „Es ist wahr, Eros. Ich kann es fühlen.“
Ich definitiv. Liebe diese Szene, liebe auch das Cover sehr. Aber ich denke, dass viele es anders sehen und vielleicht deshalb nicht zu diesem Buch greifen. Und weil es keinen Farbschnitt hat.Danke, dass du bei dem Coverinterview mitgemacht hast 😊
Danke, dass ich auch mit Eros und Penny wieder dabei sein durfte. <3