Samstag, 29. März 2025

[Autoreninterview] Roosa Root


Autoreninterview
Roosa Root

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, ich bin Roosa Root und 38 Jahre alt. Lesepassion, Reisefieber, lautes Lachen und ein unbändiger Optimismus – das sind nur ein paar Dinge, die mich ausmachen. Und natürlich nicht zu vergessen, meine Liebe zu allem, was mit Harry Potter zu tun hat!
Ich lebe mit meiner Familie (wilde Ehe & Mädchenmama) und unseren Tieren (Katze, Hase, Schildkröte) in einem Häuschen mit Geschichte in Österreich und unser Garten wir regelmäßig von einem Maulwurf umgegraben.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Bereits während meiner Grundschulzeit wurde ich von meiner Deutschlehrerin für mein Schreibtalent und meine Fantasie gelobt und habe daraufhin begonnen, erste Kurzgeschichten zu schreiben. Dreiundzwanzig Jahre später entschied und einige Schicksalsschläge reicher, habe ich es dann gewagt mein erstes Buch zu schreiben.
Mit diesem erfüllte ich mir einen über Jahrzehnte lang gehegten Traum. Ganz ehrlich? – Es war die beste Entscheidung meines Lebens.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Ein humorvoller Liebesroman – die Hochzeitsallergikerin
Ein humorvoller Frauenroman – Titel folgt
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich arbeite bereits an den Fortsetzungen beider erschienenen Romane. Ich sage es euch! Während des Schreibprozesses habe ich dermaßen mit den Protagonisten mitgefiebert, mitgelebt und gelacht, und ich hoffe, dass auch ihr genau das beim Lesen tun werdet.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Hat man als berufstätige Mama, Autorin, Haus, Tiere und Garten überhaupt Freizeit? *Grins*. Die wenige freie Zeit verbringe ich gerne mit Lesen, Handarbeiten, Backen, im Theater, Kabarett mit Freunden oder auf Reisen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese Querbeet. Es gibt einfach so viele GUTE Bücher und Vertrags- sowie Selfpublisher-Autoren da draußen.
Wen ich allerdings sehr bewundere und auch gerne einmal persönlich treffen würde sind JK Rowling und Rita Falk.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Zugegeben war ich bis vor Kurzem ein Nomade. Überall da wo gerade Zeit und Platz war, habe ich mich niedergelassen und geschrieben. Allerdings war das für uns alle eher suboptimal. Die Katze miaut, das Kind braucht genau in diesen Momenten etwas und weil man ja irgendwie doch präsent im Raum ist, wird man auch in sämtliche Kommunikation miteinbezogen, obwohl man eigentlich schreiben möchte. Vermutlich habe ich bereits alle mit meiner Schreiberei genervt. Im Moment baut mir mein Liebster deshalb ein eigenes Büro - sogar mit Türe und Schlüssel :-).
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Durch meine unregelmäßigen Arbeitszeiten im Brötchenenjob gleicht kein Tag dem anderen. Grundlegend sieht ein Tag allerdings so aus. Hausarbeit, Putzen, Kochen (und wenn das Gemüse für Töchterleins Geschmack wieder zu groß geschnitten ist, dann improvisieren :-)), die Haustiere hätscheln, zwischen Ballett, Reitunterricht und Gesangsstunde pendeln und zwischenzeitlich immer wieder kurz Zeit abzwacken um an meinem Buch schreiben oder mein Social-Media Profil forcieren. Nur Bügeln, das verweigere ich strikt :-)
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese tatsächlich Querbeet - von der Romance hin bis zum Psychothriller, ausgenommen Biografien, Dark Romance und Fantasy (außer Harry Potter & die Silbertrilogie).
Beim Schreiben beschränke ich mich auf Liebes - und Frauenromane, wenn möglich mit Humor. Wichtig ist mir immer, dass meine Protagonisten bereits Charaktere mit realitätsnahen Erfahrung und Schicksalen sind. Ich liebe es, ihre Weiterentwicklung zu sehen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Komm, setz Deine rosarote Brille auf und lass und die Welt zusammen ein bisschen bunter machen!
„Roosa Root“
Du bist wie eine Farbe. Nicht jeder wird dich mögen, aber es wird immer jemanden geben, dessen Lieblingsfarbe du bist.
„unbekannter Autor“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich reise allgemein sehr gerne in den Norden. Z,B. nach London, Stockholm, Amsterdam, Hamburg, die Nordseeküste, aber auch Bibione ist bereits eine zweite Heimat für mich geworden. Ich liebe den wunderschönen Sandstrand, das braune Meer, die Handtuch -, Sonnenbrillen und Taschenverkäufer – die im Sekunden Takt vor der Liege stehen. Die belebten Gassen am Abend und natürlich unser tägliches Highlight die Kinder-Spielhöllen mit den unzähligen Tickets. Mein Traumziel wäre Schottland!
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich finde konstruktive, sachliche Kritik sehr wichtig, weil sie gleichzeitig die Basis ist, sich weiterentwickeln und zu lernen. Insbesondere bin ich auch immer über das Feedback meiner Probeleser dankbar, um Dinge zu optimieren. Jeder hat andere Ansichten und das ist gut so. Womit ich mir schwer tue ist wenn Menschen unangebracht persönlich werden. Das kommt leider auch vor.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Um ehrlich zu sein, war es ein „ZUFALL“ oder besser „SCHICKSAL“?
Ich hatte vor, mich erst einmal bei Agenturen zu bewerben und nahm dazu über eine Annonce eine Dienstleistung zum Lektorieren des Exposés in Anspruch. Was ich nicht wusste, war, dass diese Dame als Lektorin beim Empire-Verlag arbeitete. Sie war auf Anhieb begeistert von meinen Geschichten. Es hätte mir nichts Besseres passieren können.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Mit einer ordentlichen Portion Liebe und Humor in meinen Geschichten möchte ich der Farbtupfer in Deinem Leben sein und Deine Welt ein wenig bunter werden lassen.
♥ Denn Dein Lachen ist das schönste Kompliment für mich.♥
Danke für eure Großartige Unterstützung, liebe Leser!

Freitag, 28. März 2025

[Reiheninterview] Die Chronik der Dämonenfürsten von Monika Grasl

    
  




Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Merfyn und Vincent, um mit ihnen über ihre Reihe „Die Chronik der Dämonenfürsten“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über die Reihe zu reden.
Vincent: Hallo.
Merfyn: Meine Güte, du könntest auch etwas mehr sagen, Viny. Also es freut uns jedenfalls sehr, dass wir heute bei dir die Zelte aufschlagen durften.
Könnt ihr uns die Reihe, bestehend aus den Teilen „Die Engel des Todes“, „Die Herrschaft der Dämonenfürsten“, „Der Krieg der Cherubim“, „Mit himmlischem Beistand in der Hölle“, „Der siebte Thron“, „Die Regenten der Hölle“ und „Das Buch von Leben und Tod“ mit wenigen Worten vorstellen?
Merfyn: Viny, willst du was dazu sagen?
Vincent: Erstens, noch einmal ein Viny aus deinem Mund und du bist erledigt. Zu den Büchern. In der Reihe dreht sich alles um die Dämonenfürsten und ihrem Drang danach die Menschen zu unterwerfen, wobei …
Merfyn: Also das kann man so nicht zwangsläufig behaupten. Die Engel sind wahrlich keine Heiligen und machen den Menschen das Leben auch nicht unbedingt leichter. Außerdem gibt es auch bei unseren Leuten einige, die mit den Erdenbewohnern sehr gut auskommen. Und manche sogar mit einem Engel. Autsch, Viny! Warum haust du mich jetzt?
Vincent: Weil du gerade dabei bist die halbe Handlung zu verraten.
Merfyn: Einigen wir uns auf ein Drittel.
Ihr Charaktere wachst mit euren Aufgaben, entwickelt euch weiter, besteht so manche Situation. Was glaubt ihr? Fällt es der Autorin leichter euch durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Merfyn: Die Autorin liebt es uns zu quälen. Wobei ich fast glaube, dass sie die Kampfszenen mehr genießt als wir.
Vincent: Ich würde eher sagen, unsere Autorin ist mit uns an der Reihe, den Erlebnissen und Ereignissen gewachsen. Was wir durchmachen mussten hat uns enger mit ihr verbunden, als sie vermutlich selbst ahnt.
Habt ihr Lieblingsstellen in der Reihe, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Vincent: Ich mag besonders diese Stelle aus Band 6: Die Regenten der Hölle:
Die sieben Todsünden werden wir genannt. Doch sind wir Laster, wenn wir unserem Umfeld lediglich einen Spiegel vorhalten?
Merfyn: Oh ja, die Stelle ist gut. Meine stammt dafür aus Band 7: Das Buch von Leben und Tod:
“Sorgt nur dafür, dass ich bis zur Zeremonie nicht Eure kalte Leiche aus irgendeiner Gosse zerren muss. Die Heulerei des Marquis würde keiner ertragen, davon könnt Ihr ausgehen.”
Wisst ihr wie viel echte Monika in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter steckt?
Vincent: Ich glaube es steckt in jeder Figur etwas von ihr.
Merfyn: Da muss ich Viny zustimmen.
Vincent: Ich bin schockiert.
Merfyn: Geht mir gerade nicht anders. Jedenfalls kann man wohl kaum mit 88 Figuren jonglieren ohne das wenigstens drei Viertel davon persönliche Eigenheiten der Autorin übernehmen. Wobei ich mich bis heute frage, warum sie aus dir einen Kettenraucher gemacht hat, Viny. Sie selbst qualmt ja auch nicht.
Vincent: Und? Du bist ein halber Säufer und sie trinkt auch nicht.
Merfyn: Auch wieder wahr. Einigen wir uns darauf, dass es gewisse Verhaltensmuster gibt, aber nicht alle auf die Autorin selbst schließen lassen.
Wie würdet ihr als Protagonisten die Autorin beschreiben?
Merfyn: Oh, sie ist eine kleine Sadistin und liebt es uns ständig mit unseren ureigenen Ängsten zu konfrontieren.
Vincent: Das Problem bei ihr ist, sie fokussiert sich auf Dinge, die man so nicht erwarten würde. Das führt dann zu ungeahnten Problemen, Katastrophen und wir als Protagonisten müssen das am Ende ausbaden.
Merfyn: Es wundert mich überhaupt, dass nur so wenige von uns draufgegangen sind in den 7 Büchern.
Vincent: Hast du vergessen, was in „Der siebte Thron“ passiert?
Merfyn: Mich schaudert es jetzt noch.
Wisst ihr, wann die Idee stand eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Merfyn: Ich weiß, dass es als Reihe nie geplant war. Kurioserweise hat die Autorin nämlich zuerst „Die Herrschaft der Dämonenfürsten“ geschrieben und dann erst „Die Engel des Todes.“
Vincent: Ja und aus irgendeinem Grund kam sie dann auf den Gedanken, dass sie ein Buch wie „Der Krieg der Cherubim“ schreiben musste.
Merfyn: Allerdings und das Ende hat dann irgendwie dazu beigetragen, dass in ihrem Hirn dann auf einmal 4 weitere Bücher auftauchten. Man kann sagen, durch den Epilog in Band 3 darf man die Schuld dann ruhig den beteiligten Figuren in die Schuhe schieben.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Vincent: Die Titel standen eigentlich vor jedem der eigentlichen Schreibprozesse fest.
Merfyn: Ähm, Viny, ich sag das ungern, aber bei „Mit himmlischem Beistand in die Hölle“ hat die Autorin während des Schreibens den Titel geändert.
Vincent: Das waren zwei Wörter, die sie ausgetauscht hat.
Merfyn: Kann man trotzdem als Änderung betrachten.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Merfyn: Oh, die Cover hat alle die Verlegerin Bettina Ickelsheimer-Förster vom Shadodex – Verlag der Schatten gestaltet. Da fällt mir ein, wir wollten sie doch mal besuchen und mit ihr eine Flasche Wein trinken.
Vincent: Das setzt voraus, dass du den verträgst.
Seid ihr mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Vincent: Also ich finde die Cover großartig. Merfyn?
Merfyn: Was? Oh, entschuldige. Ich habe gerade an der Weinflasche dort drüben geschnüffelt. Cover? Also ich würde daran nichts ändern wollen.
Zum Abschluss würden mich noch eure Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Vincent: Meines ist noch dieses hier aus „Mit himmlischem Beistand in die Hölle“:
Wir waren nicht immer die Bösen und auch nicht immer die Guten. Wir sind, was wir sind. Nicht anders als die Menschen. Mit Fehlern und Gefühlen.
Merfyn: Und meines stammt aus „Die Engel des Todes“:
Als Vincent nichts sagte, fragte er: »Bist du noch dran?«
»Würdest du merken, wenn ich auflege?«
»Sehr witzig, Vincent. Das hier ist wichtig, also konzentriere dich.«
Danke für das Gespräch.
Vincent: Hat uns auch gefreut.
Merfyn: Allerdings. Und, Überraschung, Viny konnte mehr als fünf Wörter reden. AUTSCH! Das sag ich der Autorin, sobald wir zu Hause sind.
Vincent: Wird sie bestimmt brennend interessieren. Nicht natürlich.

Donnerstag, 27. März 2025

[Schnipseltime] Bound soul von Elisa Schwarz

 

XXL LESEPROBE

AJs Wippen auf den Fersen wurde intensiver. Die Hände öffneten und ballten sich im Sekundentakt. So viel aufgestaute, negative Energie. Wahnsinn! Ich sparte mir einen weiteren Anpfiff, er wusste sehr gut, welchen Eindruck er bei mir hinterließ. Ein Kennzeichen zu kennen oder den Halter des Wagens dahinter ausfindig zu machen, waren zwei verschiedene Paar Schuhe.

»Du hast meine Anrufe nicht entgegengenommen«, sagte er kaum hörbar. »Ich wusste mir nicht mehr anders zu helfen.«

Fuuuuck! »Es geht nicht, das habe ich dir gesagt. Mehrfach sogar.« Wie sollte ich mich jemals von ihm fernhalten können, wenn er nur vor mir stehen musste, um mein Verlangen nach ihm anzukurbeln? Es fiel mir verdammt schwer, Haltung zu bewahren. Ihn nicht zu schütteln und gleichsam abzuknutschen.

»Siehst du das hier?«, fragte ich mit gesenkter Stimme. »Das sind 30 Quadratmeter inklusive Dusche, WC, Herd und Kühlschrank. Mehr kann ich mir nicht leisten. Das steht im krassen Gegensatz zu deinem Leben.« Seine Augen glänzten verdächtig und seine Lippe verschwand zwischen den Zähnen. »Okay, AJ? Ist es jetzt bei dir angekommen? Wir passen nicht zusammen.« Aus einem Impuls heraus strich ich ihm über die Wange, sofort drängte er sich der Berührung entgegen. Alles in mir schrie danach, ihn zu packen und so lange zu ficken, bis wir beide vergaßen, wer wir waren. Aber die Realität war eine andere.

Ich ließ von ihm ab, es schmerzte zu sehr. »Wir sind grundverschieden und deshalb geht das nicht mit uns. Tu mir den Gefallen und geh. Hast du vor dem Haus geparkt?«

»Ich habe mich fahren lassen«, gestand er und fasste nach meiner Hand, legte sie sich erneut an die Wange, während sich eine einsame Träne aus seinem Augenwinkel wand. »Ich kann dich nicht vergessen, Kylar. Gib mir bitte eine Chance.«

Die Tür krachte gegen die Wand, AJ zuckte zurück, der sentimentale Moment wurde gesprengt. Joe stand auf der Schwelle. »Dauert das noch länger?« Demonstrativ hielt er erneut die Hand auf. »Kannst gleich einen Zehner mehr für Can mit reinlegen, der wird auch schon ungeduldig.«

AJ fing sich schneller als ich, fischte Scheine aus der Innentasche seines Jacketts und hielt ihm zwei Fünfziger hin. »Reicht das?«

»Für eine halbe Stunde.« Joe beäugte ihn komisch und in mir ging ein Alarm an. Tatsächlich trat mein Nachbar einen bedrohlichen Schritt auf AJ zu. »Will er dich nicht ficken?«, fragte er AJ süffisant. »Ich kann dich rannehmen. Umsonst besorg ich es dir allerdings nicht.«

Harsch riss ich Joe herum. »Fass ihn nie wieder an, ich warne dich! Raus hier!«

»War nur Spaß, Bro.« Er grinste hämisch, zog sich aber zum Glück zurück.

»Fuck, ey«, presste ich hervor und packte AJ am Kragen. »Du dürftest gar nicht hier sein. Die machen dich fertig, Mann. Sobald ich weg bin, bist du fällig. Ruf deinen Fahrer an und lass dich abholen. Jetzt! Ich warte hier mit dir.«

»Du hast echt Angst um mich.« Ein unfassbar bezauberndes Lächeln zeigte sich auf seinem Gesicht. Oh Gott! »Ich bin dir nicht egal. Ich wusste es! Und ich werde jetzt garantiert nicht gehen.« Sachte packte er auf meine Hände, die ich langsam von seinem Kragen löste und wie gelähmt vor ihm stehen blieb.

Mit zitternden Fingerspitzen strich er meine Schläfe entlang, schob mir eine Strähne hinters Ohr und ich saugte die Zärtlichkeit in mich auf, wie er zuvor die meine. »Nimm mich mit. Ich kann dir beim Ausladen helfen und du zeigst mir dafür dein neues Zuhause. Ich organisiere was zum Essen, dann reden wir.«

Mir war zum Heulen zumute. Alternativ zum Schreien. Was machte er mit mir? Ich nahm seine Hand, setzte einen Kuss auf die Innenfläche und drückte sie sanft. Wenn er meine Worte nicht hören wollte und die Größe der Wohnung ihn nicht abschrecken konnte, überzeugten ihn hoffentlich Tatsachen. »Okay, AJ. Okay«, beruhigte ich ihn und mich damit ebenfalls. »Ist gut, du hast gewonnen. Wir werden reden. Pack mit an, dann schließe ich ab und wir fahren los.« Mit hart klopfendem Herzen trat ich von ihm zurück, deutete auf die Kartons. »Nimm einen davon, die anderen beiden nehme ich.«

Selig verzog er die Lippen zu einem Lächeln. »Danke!«

»Abwarten.« Der Abschied war nur aufgeschoben, dabei tat es jetzt schon unfassbar weh. »Ich hoffe, dein Fahrer holt dich auch in der Bronx ab.«

»Uh, spannend! Die Bronx ist im Kommen und zeigt in den letzten Jahren immer mehr schöne Seiten. Gute Entscheidung, den Bezirk zu wechseln.« Er schnappte sich einen der Kartons und stapfte zur Tür. »Stefano fährt mich auch bis zur Küste, wenn ich mir das wünsche, kein Problem. Er weiß, dass ich ihn heute noch brauche und ist abrufbereit.«

»Perfekt«, sagte ich lahm, schob ihn aus der Tür, schloss ordentlich ab und nickte Joe zum Abschied zu, der mit verschränkten Armen im Flur gegenüber an der Wand lehnte.

»Einmal die Treppe runter, unten nach links, die zweite Tür führt raus auf den Hof«, wies ich AJ an und drängte ihn gleich darauf an Can vorbei, der gelangweilt und rauchend auf einem kaputten Stuhl unter einem undichten Partyzelt lümmelte. Auch ihm nickte ich lediglich zu. Dieses Kapitel meines Lebens war beendet. Wir verstauten die drei letzten Kartons, gleich darauf glitt ich neben AJ auf den Fahrersitz und zog einen Mundwinkel hoch. »Bereit, dich in den Abgrund der Armut entführen zu lassen?«

[Buchvorstellung einmal anders] Bound Soul von Elisa Schwarz

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Aljoscha Jassin, um mit ihm über das Buch „Bound Soul“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Hi, allerseits. Ich freue mich, heute mit dir über unsere Geschichte zu plaudern und sie dir näherbringen zu dürfen. Danke für die Einladung.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ja, klar. Ich bin Aljoscha Jassin, 25 Jahre alt und habe mein Architekturstudium in diesem Jahr abgeschlossen. Direkt im Anschluss bin ich in die Firma meines Vaters eingestiegen, da ich diese als bestes Startbrett für meine Zukunft ansehe. Ich lebe in Manhattan, bewohne dort ein Loft am Central Park und habe Studium und Beruf bisher an oberste Stelle in meinem Leben gesetzt.
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Ja, was soll ich sagen. Bisher habe ich nichts vermisst in meinem Leben. Erst als ich bei einem unglücklichen Zusammenstoß auf Kylar traf, merkte ich, was mir wirklich fehlt: Ein Partner, der mich liebt und vor allem mit mir umzugehen weiß. Ich habe sofort die Verbindung zwischen Kylar und mir gespürt und mal ehrlich: die Chemie, die zwischen uns gegriffen hat, haben sogar alle umstehenden Personen bemerkt. Das war wie ein Befreiungsschlag für mich. Kylar als meinen Partner und Dom anzuerkennen war das Beste, was mir passieren konnte. Ich habe viel über mich und auch über uns gemeinsam gelernt und bin an dieser Beziehung gewachsen.
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Alle Lebensabschnitte, durch die sie mich bzw. uns geführt hat, haben ihre Daseinsberechtigung. Ich mag sehr, dass sie unsere Beziehung nicht nur in den Anfängen durchleuchtet hat, sondern uns viel Zeit gab, uns zu festigen, um aus Kylar und mir eben das Paar zu machen, das alle Höhen und Tiefen gemeinsam meistern kann.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Schwierig. Ich glaube, es ist die Stelle, an der Kylar unsere „Probezeit“ aufgehoben hat und mich kurz zuvor auf eine Schaukel an einer Eiche setze. Das war heiß – und bis dahin das Schärfste, was ich jemals erlebt habe.
Was glaubst du, wie viel Elisa steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Gar nicht so viel, weil sie mit unserer Geschichte selbst ihr gewohntes Terrain verlassen hat. Dafür bin ich ihr auch mehr als dankbar. Denn alles andere wäre uns nicht gerecht geworden.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Sie war sehr nett zu uns im Buch. Bis auf diese eine Stelle, dafür mag ich sie nicht. Das hat nicht nur mir, sondern vor allem Kylar den Boden unter den Füßen weggezogen. Sie meinte, das war nötig, damit wir uns daran erinnern, was wirklich wichtig ist und im Leben zählt. Im Nachgang gebe ich ihr Recht – gemein war es trotzdem.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Uh, Titelfindung und Elisa – das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wie immer hat sie sich sehr schwer getan, obwohl der Titel so, wie er nun ist, klar auf der Hand gelegen hat. Einen besseren gibt es nicht. Mitspracherecht, hm, nicht so wirklich.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Ich liebe es. Wenn ich dürfte, würde ich viel öfter vor Kylar knien. Die Zeit lässt es nicht zu. Unsere Leben lassen es nicht zu. Wenn es allerdings passt und ich mich vor ihn knien darf, macht es die Welt ein Stück besser für mich. Kylar sagt dazu: In mich kehrt Ruhe ein, sobald ich mich auf ihn konzentriere und damit trifft er es auf den Punkt. Weißt du eigentlich, wie schön es ist, wenn der Geist auch mal abschalten darf?
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
„Ich bin nicht deine zweite Wahl.“ Das sagte Kylar anfangs zu mir und forderte Prio 1 in Bezug auf seine Person bei mir ein. Das war erst mal schwierig zu filtern, aber mir war klar: Wenn ich ihm diese nicht einräume, dann räumt er sie für mich auch nicht ein. Es war also eine Win-win-Situation und ich bin unfassbar stolz auf mich, damals zugestimmt zu haben.
Danke für das Gespräch.
Ich habe zu danken und hoffe, Kylar ist mit meinen Antworten zufrieden ;)

Mittwoch, 26. März 2025

[Protagonisteninterview] Juri und Niels aus Hold my Little Heart, Daddy von Jessica Martin

 



Protagonisteninterview


Ich treffe mich heute mit Juri und Niels aus dem Buch „Hold my Little Heart, Daddy“ von Jessica Martin.

Hi, schön, dass ihr heute Zeit findet, ein wenig mit mir über das bald erscheinende Buch zu sprechen.
Niels: Hallo. Schön, dass wir da sein dürfen.
Juri: Hallo auch von mir und vielen Dank für die Einladung.
Wie geht es euch heute?
Juri: Gut, denke ich. Es ist ein bisschen aufregend, hier zu sein, aber ich freue mich auf deine Fragen.
Niels: Ich bin tatsächlich etwas nervös, weil es mein erstes Interview überhaupt ist. Außerdem wurde unser Buch ja gerade erst veröffentlicht und das ist so aufregend gewesen.
Juri: Furchtbar aufregend! Jetzt können alle Leute unsere Liebesgeschichte lesen. Verrückt, oder?
Würdet ihr euch meinen Lesern vorstellen?
Juri: Ups, ja natürlich. Ich bin Juri, einer der Protagonisten aus Jessicas neuem Roman und ähm… ja, ich bin derjenige, der es Niels ein bisschen schwer macht, fürchte ich.
Niels: Uns beiden, würde ich sagen. Aber nicht aus Boshaftigkeit, sondern weil Liebe irgendwie immer ein bisschen kompliziert ist. Ich bin übrigens Niels, Juris Daddy und Partner. Ich bin Gebärdensprachdolmetscher in einer psychologischen Beratungseinrichtung und Juri arbeitet beim Bundesverwaltungsamt.
Juri: Genau. Wir sind beide Anfang 30, leiten und betreuen zusammen mit zwei anderen Leuten den CSD-Treff in unserer Stadt und… hm. Was willst du denn noch so wissen?
Was ist euer höchstes Lebensziel?
Juri: Ui, das ist ja gleich eine ganz schwierige Frage. Darüber muss ich erst mal nachdenken.
Niels: Zufrieden und glücklich sein, schätze ich. Wir sind beide keine materialistisch eingestellten Menschen.
Juri: Na ja, bis auf Spielzeug, das brauche ich schon. Sonst macht das Spielen keinen Spaß.
Niels, schmunzelt: Okay, ja, da geb ich dir recht. Mein Vampi braucht sein Spielzeug natürlich.
Juri: Genau. Aber davon abgesehen… Ein echtes höchstes Lebensziel haben wir nicht, denke ich. Jedenfalls nicht so was wie die Besteigung des Mount Everest oder so. Wir helfen einfach gern anderen Menschen, das treibt uns irgendwie an. Der CSD-Treff, Niels‘ Übersetzungsarbeit für Gehörlose und Gehörgeschädigte während ihrer Therapiesitzungen und bei der Notseelsorge. Uns da einzubringen und helfen zu dürfen, erfüllt uns.
Wie kann man sich euren ganz normalen Alltag vorstellen?
Niels: Wie bei jedem anderen Paar vermutlich auch? Wir gehen arbeiten, in der Freizeit übernehmen wir unsere Ehrenämter, treffen uns mit Freunden und–
Juri: Spielen mit meiner Eisenbahn. *kichert* So ganz wie jedes andere Paar sind wir dann wohl eher doch nicht, Daddy.
Niels, grinst: Das verbuche ich mal unter Freizeitbeschäftigung. Aber vielleicht zum besseren Verständnis: Juri und ich praktizieren Ageplay. Wir lassen also regelmäßig den Alltag, Alltag sein, und konzentrieren uns auf Juris kindliche Seite. Dann spielt er ausgelassen und vergisst für eine Weile alle Erwachsenensorgen. Meine Aufgabe als Daddy ist es, dafür zu sorgen, dass er sich entspannen kann und sich um den ganzen Erwachsenenkram nicht kümmern muss.
Juri: Und dabei entspannt Niels dann auch, weil er sich in dieser Zeit nur noch auf mich konzentriert und die Arbeit oder irgendwelche belastenden Dinge in den Hintergrund treten. So tanken wir beide Kraft für den Stress des Alltags.
Welche Stolpersteine und Hoppalas würdet ihr gerne aus eurem Leben eliminieren?
Juri: Hoppalas. Das ist ja ein süßes Wort. Das übernehme ich in meinen Alltag.
Niels: Ich kann mir die Hoppalas meines Vampi schon vorstellen, die mich zukünftig erwarten. *lacht* Aber wenn du von Stolpersteinen und Hoppalas sprichst, dann meinst du wohl eher keine großen Dinge wie Kriege, Hunger oder Homophobie.
Juri: Glaub ich auch nicht. Es sind wohl eher so persönliche Hindernisse gemeint. Ich stehe mir ja hin und wieder noch selbst im Weg, was das Spielen als Little betrifft. Wir sind Mitglieder des Gipfelstürmer und obwohl mir der Club sehr gefällt und ich mich dort grundsätzlich sehr wohl fühle, fällt es mir manchmal noch schwer, dort wirklich meinem Little das Sagen zu überlassen.
Niels: Das ist doch völlig okay. Bei aller Intimität ist es eben doch ein halböffentlicher Raum, weil es dort eben nur nicht wir beide sind. Aber wenn dein bester Freund Ferris da ist, kannst du deine Hemmungen ablegen.
Juri, lacht: Stimmt, mit Ferris zusammen Unsinn anzustellen, macht einfach zu viel Spaß. Da schaffe ich es zuverlässig, meinem inneren Little das Denken zu überlassen.
Wenn ihr einen Wunsch frei hättet, wie würdet ihr ihn verwenden?
Niels: Mehr Empathie und Fairness auf der Welt.
Juri: Oh, ja, dafür bin ich auch. Ich selbst bin mit einem homophoben und ziemlich boshaften Onkel aufgewachsen. Es war echt ätzend und leider prägt so was. Wenn wir alle unser Gegenüber so sein lassen, wie er oder sie sein möchte, dann gibt es auch weniger Konflikte und Hass, dafür aber mehr Liebe und Zufriedenheit. Das wünsche ich mir für uns alle.
Niels, lächelt: Das hast du schön gesagt, Baby.
Herzlichen Dank für eure Zeit.
Niels: Danke, dass wir da sein durften.
Juri: Ja, vielen Dank. Und allen Leserinnen und Lesern unserer Geschichte wünschen wir viel Vergnügen. Eisenbahnspenden nehmen wir über Jessica entgegen.
Niels: Vampi. Du hast doch schon mehr Eisenbahnen, als auf die Schienen passen.
Juri: Hast recht. Schienenspenden leitet Jessica gern an uns–
Niels: Oh Gott, bitte schickt keine Schienen! Auch keine Züge! Vielen Dank, Claudia, dass wir da sein durften. Wir gehen jetzt mal lieber.
Juri: Halten wir auf dem Heimweg am Spielzeugladen?

Dienstag, 25. März 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Eisenheim von Rudolf A. Feichtinger


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Ghorza Feuermähne, um mit ihr über das Buch „Eisenheim“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Ist zwar gerade alles sehr stressig, aber ja für so etwas wichtiges nehme ich mir gerne Zeit.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Mein Name lautet Ghorza Feuermähne, vermutlich wegen meiner roten Haare. Ich bin Geistseherin im Stamm von Gnarok Steinbrecher und ich bin eine Orkin. Meine Aufgabe ist es den Willen der Ahnengeister zu interpretieren und so meinem Stamm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Die Geister schicken mich zu den Menschen, eigentlich alten Feinden meines Volkes, doch offenbar soll aus alten Feinden neue Freunde werden. Dunkle Geister kehren zurück und die Menschen versuchen ebenso gegen diese vorzugehen, brauchen dabei aber Hilfe.
Glaubst du macht es dem Autor mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Vermutlich zweiteres, die ganze Geschichte ist ja doch eher düster.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Die, in der die Menschen mir endlich glauben. Es war so frustrierend, sie mögen zwar sich ändern wollen, sind aber so stur und so voller Vorurteile. Es war als hätte ich gegen eine Wand geredet. Als sie mir dann endlich geglaubt haben, war es so viel leichter.
Was glaubst du, wie viel Rudolf steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Ich nehme an viel, aber ich kenne ihn ja nicht wirklich und ich kenne auch nicht alle Charaktere, ich treffe ja tatsächlich nur auf sehr wenige, schließlich bin ich ja nicht die einzige Protagonistin und was den anderen widerfährt weiß ich nicht so genau.
Wie würdest du deinen Autor beschreiben?
Grausam, er legt mir schon sehr viele Steine in dem Weg. Manchmal habe ich das Gefühl es gefällt ihm, wenn seine Figuren Probleme haben.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Nun ja, der Titel mach schon Sinn, schließlich trägt er den Namen des Landes in dem sich alles abspielt. Ob es noch andere Titel gab weiß ich allerdings nicht.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Oh ja, man sieht die Feste Rabengipfel, der Ort an dem ich mich größtenteils aufhalte, ebenso ist Schwarzgeist auf dem Cover, das ist mein Rabe und Totemtier.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
„Aus alten Feinden werden neue Freunde!“ Das sagen mir die Ahnengeist gleich zu Beginn in einer Vision und es ist auch der Grund warum ich mir die ganzen Strapazen antue.
Danke für das Gespräch.
Bitte, die Geister haben es so gewollt, jetzt muss ich aber wieder los, ich muss nach Norden zu den Wyrajken, dort scheint sich etwas zu regen und so wie ich den Autor kenne nichts Gutes. Hoffentlich legt er mir dieses mal weniger Steine in den Weg, würde mich mal über einen herzlichen Empfang freuen.

[Autoreninterview] Rudolf A. Feichtinger


Autoreninterview
Rudolf A. Feichtinger

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Mein Name ist Rudolf Alexander Feichtinger. Ich bin aktuell 32 Jahre alt und derzeit in Salzburg wohnhaft, ursprünglich aber aus Ebensee im schönen Salzkammergut. Ich bin Vollblut Nerd, ich liebe Tabletop (Warhammer), Pen and Paper, ich betreibe LARP und ich bin außerdem auch noch ein Metalhead und Vater von zwei Katzen :)
Hauptberuflich bin ich Bewährungshelfer in Salzburg, habe davor Pädagogik und Erziehungswissenschaften studiert.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Puh, ich schreibe eigentlich seit dem ich, glaub ich 12 oder so war. Ich hab damals schon viel gelesen und mir gedacht, ich möchte auch eigene Geschichten schreiben. Hab dies dann mal mehr und mal weniger stark verfolgt. Es ist jedenfalls für mich ein tolles Hobby, ich freue mich, dass ich mittlerweile auch Werke veröffentliche und diese gut ankommen, aber es ist in erster Linie ein Hobby für mich, welches ich gerne mache und mir Kraft gibt :)
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Derzeit sind von mir zwei Romane erschienen.
„Eisenheim“, das erste Buch, das in der von mir erdachten Welt Agahma spielt. Es ist ein Dark Fantasy Werk, welches in diese Welt einführt und die ersten Missstände dieser zeigt, Rassismus (Menschen gegen Nichtmenschen wie Zwerge und Orks), eine starke Kirche die Magie unterdrückt und politische Intrigen.
„Ostheim“, dieses Buch setzt direkt an den Geschehnissen von Eisenheim an, hat aber auch wie Eisenheim eine in sich abgeschlossene Geschichte. Ich empfehle dennoch, es als zweites zu lesen, da es Spoiler für Eisenheim enthält.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
„Nordlande“, das dritte Agahma Buch ist derzeit im Lektorat und soll noch 2025 erscheinen. Ebenso schreibe ich gerade an einer Trilogie in dieser Welt, da bin ich gerade mittendrin :)
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich fechte sehr gerne, bin auch Mitglied bei INDES Salzburg und mittlerweile auch Cotrainer für das Langschwerttraining. Ebenso bemale ich gerne meine Warhammerfiguren oder spiele Tabletop oder Pen and Paper Spiele. Last but not least, schreibe ich natürlich sehr, sehr gerne, da es für mich auch eine Art Psychohygiene ist.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese sehr gerne Science Fiction Bücher, aktuell die X Wing Reihe aus dem Star Wars Expanded Universe. Aber einer meiner Lieblingsautoren ist Christoph Hardebusch, seine „Die Trolle“ Reihe habe ich verschlungen und sie hat mich auch etwas geprägt :)
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ganz unspektakuläre, bei mir Zuhause auf dem Schreibtisch. Ich bin leider leicht ablenkbar, das heißt ich schließe meist die Vorhänge, Handy weg, Musik für die Stimmung und los geht’s :)
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Meist fange ich um 9 zu arbeiten an, diese geht dann im Schnitt bis ca. 15 Uhr, dann heim, dann etwas Freizeit und am Abend Sport. Schrieben tue ich meist am Wochenende am Vormittag, da bin ich am kreativsten.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Lesen aktuell Science Fiction, Schreiben aktuell Dark Fantasy, wobei ich auch Pläne für Sci Fi habe ;)
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Puh – hm. Ehrlich gesagt nein, bin nicht so der Motto Mensch XD
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich war zwar noch nie dort, aber ich will unbedingt mal nach Island, bin generell eher im Norden denn im Süden daheim.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Konstruktive Kritik ist mir sehr wichtig. Mich interessiert Feedback sehr und ich nehme es auch zu Herzen. Ob und wie ich es dann umsetze ist meine Entscheidung.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Mehr Freiheiten, ich hatte ein Angebot bei einem Verlag, hat dann aber nicht so gepasst und ich bin sehr froh nun den Selfpublisher Weg gegangen zu sein.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Genießt euer Leben :)