Donnerstag, 1. Januar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Connected - Sprache der Seelen von Lia Rivers


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Katy und Finn aus „Connected – Sprache der Seelen“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Sehr gerne. Wir freuen uns.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Finn: „Ich bin Finn, 17, und lebe im Heim in Rhode Island. Über meine Vergangenheit spreche ich nicht gern. Meist hänge ich nach der Schule mit einem sehr guten Freund ab und bin an einem geheimen Ort, an dem ich in Ruhe nachdenken kann.“
Katy (schaut Finn fragend und abschätzend an, spielt an ihrer Goldkette herum): „Und ich bin Katy, 16, wohne auch hier im Heim. Ich weiß nicht viel über meine Vergangenheit, und manchmal fühle ich mich … irgendwie verloren.“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Katy: „In letzter Zeit passieren seltsame Dinge und manche Begegnungen fühlen sich so intensiv an. Leider habe ich keine Ahnung, was das soll. Es ist alles irgendwie komplizierter geworden. Connected erzählt von Geheimnissen, unerwarteten magischen Verbindungen und davon, wie man seinen Platz in der Welt finden kann.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Katy (schaut Finn kurz an): „Oh ja! Lia liebt es, uns in die unmöglichsten Situationen zu bringen. Manchmal sitzt sie wahrscheinlich grinsend am Schreibtisch, während wir hier verzweifeln!“
Finn (grinst geheimnisvoll): „Stimmt. Aber ohne das Chaos wäre Connected nur halb so spannend. Und ohne die ganzen unerwarteten Wendungen wüssten wir doch gar nicht, wozu wir wirklich fähig sind.“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Katy (lächelt): „Oh, Lieblingsstellen… da gibt’s echt viele. Ich mag die Momente, in denen alles schiefgeht. Und dann diese kleinen Augenblicke mit… oh, jetzt hätte ich fast gespoilert.
Finn: „Bei mir sind es die Stellen, die richtig knifflig sind und wo man denkt: Wie kommen sie da jetzt wieder raus?“
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Katy: „Oh, bestimmt jede Menge!“
Finn: „Sicher sind viele Träume oder Gedanken in uns hineingeflossen. Aber dann haben wir uns alle selbständig gemacht und weiterentwickelt und sie mit diesen Veränderungen überrascht.“
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Katy (lacht, rollt mit den Augen): „Lia ist ziemlich ehrgeizig. Sie hat unsere Texte oft überarbeitet und den zweiten Teil des Buches sogar komplett umgeschrieben.“
Finn: „Ja… und sie ist immer für eine Überraschung gut. Wir können uns ausleben, aber sie behält immer die Fäden in der Hand.“
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Katy: „Der Reihentitel Connected stand schnell fest, weil er der perfekte Überbegriff für diese Story ist. Der Buchtitel von Band 1 – Sprache der Seelen – hat sich erst später entwickelt. “
Finn: „Stimmt. Wir hatten durch die Entwicklung der Geschichte ein bisschen Mitspracherecht. Wenn man das Buch liest, merkt man sofort, warum er so gut passt.“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Katy (lächelt): „Ich finde es richtig toll! Die Farbgebung ist super, und der Farbschnitt… einfach wow.“
Finn (lehnt sich lässig zurück): „Absolut. Es passt perfekt zur Stimmung der Geschichte. Und wisst ihr, was das Beste ist? Viele kleine Details aus dem Buch haben heimlich ihren Platz auf dem Cover gefunden. Das macht es für mich richtig besonders.“
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Katy: „Manchmal sind die größten Beschützer diejenigen, die du nicht siehst.“ Ich liebe diesen Satz und er ist sooooo wahr. Ich will nicht spoilern, aber es passiert so viel, das ich selbst niemals erwartet hätte.“
Finn: „Ich mag die kleinen Details im Buch und habe kein Lieblingszitat. Am coolsten ist es, wenn jemand dieses Buch liest und unsere Geschichte selbst miterlebt. Das freut mich jedes Mal total.
Danke für das Gespräch
Finn: „Danke fürs Interview! War echt lustig, mal ein bisschen über uns zu reden.“
Katy (lächelt): „Stimmt. Danke! Jetzt wisst ihr wenigstens ein bisschen, was euch erwartet … und den Rest müsst ihr selbst herausfinden.“

Mittwoch, 31. Dezember 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Parking Rules - Fake Dating mit dem Eishockey-Captain von Mona Mertin


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Ilian und Anna aus „Parking Rules – Fake Dating mit dem Eishockey Captain“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Anna: Sehr gerne.
Ilian setzt sein Marken-Grinsen auf, das Anna genervt die Augen verdrehen lässt.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ilian: Anna ist die beste Eiskunstläuferin, die ihr je sehen werdet. Schau nicht so, Prinzessin. Es ist die Wahrheit.
Anna: Es ist nur mein Hobby. Ich mache das nicht so professionell wie du.
Ilian: Ich kann keine Sitz-Pirouette drehen.
Anna: Dafür aber ziemlich gut Eishockey spielen. Du bist doch nicht umsonst der Captain.
Ilian: War das etwa ein Kompliment, Prinzessin?
Anna wird rot und weicht seinem Blick aus.
Anna: Ich habe nur die Wahrheit gesagt. Wie du das interpretierst, ist deine Sache.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Ilian: Ich würde sagen, Anna ist endlich zur Vernunft gekommen, hat mich um ein Date gebeten und…
Anna: Es war ein Fake-Date, das weißt du ganz genau. Ich konnte nicht ohne Anhang zur Hochzeit erscheinen, zu der auch mein Ex geht.
Ilian: Und deshalb bist du ja auch freiwillig zu meinem Eishockey-Spiel.
Anna: Doch nur, weil du es im Gegenzug verlangt hast!
Ilian: Aber niemand hat dir befohlen, mich anzugaffen.
Anna verpasst ihm einen Stoß, doch Ilian lacht nur.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Anna: Oh ja, sie hat mich mehrere Male auf dem Eis die wildesten Sprünge absolvieren lassen, und vor Ilian in viele peinliche Situationen gebracht.
Ilian: Peinlich würde ich sie nicht nennen.
Anna wirkt überrascht, ihr Mund öffnet und schließt sich ohne ein Wort, während Ilian sie ernst ansieht.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Ilian: Mir würden da ein paar einfallen, als ich…
Anna schüttelt mit knallroten Wangen den Kopf.
Ilian: An was denkst du denn, Prinzessin? Ich wollte nur erzählen, wie stolz ich war, als du deinen Sprung gemeistert hast.
Anna beißt sich lächelnd auf die Unterlippe, die Wangen feuerrot.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Anna: Ich glaube, mit mir hat sie die meisten Gemeinsamkeiten.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Anna: Sie versucht manchmal uns einzubremsen, aber der Superstar lässt sich nicht viel sagen.
Ilian: Das ist gar nicht wahr.
Anna: Ich lasse das mal unkommentiert. Meistens schreibt unsere Autorin einfach los und wir machen den Rest. Sie meinte, es wäre wie ein Film und sie wäre nur die Zuschauerin
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Ilian: Ich glaube, daran bin ich Schuld.
Anna: Du hättest mir auch einfach den Parkplatz vor der Eishalle lassen können.
Ilian: Nein, du regst dich so süß auf.
Anna: Zum Glück sprechen wir darüber im Buch genauer.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Anna: Ich finde, sie hat uns beide gut getroffen
Ilian: Der Eishockey-Schläger ist nicht ganz perfekt, aber…
Anna: Niemanden interessiert dein blöder Schläger, Superstar.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Anna wird rot, während Ilian grinst, doch sie schweigen beide.
Danke für das Gespräch
Ilian: Danke dir. Komm, Prinzessin, ich hole dir eine Zimtschnecke.
Anna: Danke.

[Autoreninterview] Mona Mertin


Autoreninterview
Mona Mertin

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hey, ich bin Mona, Eiskunstläuferin, Tollpatsch und mit der Nase immer in einem Buch 😊
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon in der fünften Klasse angefangen, als ich meinen ersten Laptop bekommen habe. Damals fand ich das Tippen echt cool. Als Teenager habe ich dann meine ersten Fanfictions auf Wattpad geschrieben, und schließlich auch meinen ersten Roman.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Switching Faces/Minds – abgeschlossene Romantasy Dilogie mit grummeligen Drachen, Enemies To Lovers und taffer Protagonistin: Der mächtigste Magier tarnt sich als Fremder, um Rache zu üben – doch stiehlt er sich in ihr Herz oder sie sich in seines?
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Yes, an Band 2 meiner Hockey Romance, und einer Fae Romantasy😊
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Lesen, Eislaufen, Wandern, meinen Mann nerven 😇
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Von Asuka Lionera, Sarah J. Maas und Elle Kennedy lese ich alles 😍
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe am besten eingekuschelt auf der Couch 🤭
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich habe natürlich auch einen Vollzeitjob, aber abends lese und schreibe ich dann. Wenn andere ins Bett gehen, werde ich erst richtig wach 😅 Am Wochenende bin ich im Winter zweimal auf dem Eis und schlafe danach oft auf der Couch ein – aber erst, wenn ich gegessen habe 🤭 Und danach wird dann gelesen oder geschrieben
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Romance und Romantasy 🐲⚔️❤️⛸️
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Leider nicht 🙈 Aber ich denke mir oft: Versuch es einfach. Mehr wie schieflaufen kann es nicht
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Norwegen: Die Fjorde haben es mir angetan, aber auch die alten Wikingerdörfer und Sagen 😊
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Uff. Ich sage immer ja, aber das stimmt wohl nicht so. Ich nehme sie erst persönlich (leider), dann schlafe ich drüber und kann sie professioneller handhaben 🤭
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich habe so lang an meiner Romantasy geschrieben, dass ich nicht ewig auf eine Verlagszusage warten wollte. Außerdem hatte ich das Cover schon genau vor Augen und wollte es genau so in den Händen halten 😊
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Wenn du soweit gelesen hast, musst du unbedingt meinen grummeligen Drachen Askzam oder Eishockey-Captain Ilian aus Schweden kennenlernen 🥰 DANKE!

Dienstag, 30. Dezember 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Gowns & Whispers - The Burden of Heritage von Sophia Dönhoff


 

Buchvorstellung einmal anders

Nach dem Autoreninterview drückt mir Sophia ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Gowns & Whispers – The Burden of Heritage“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist sie weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da kommt die Autorin wieder in den Raum und setzt sich zu uns.

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Klar (;
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Wir freuen uns!
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Gowns: Ich bin „Gowns & Whispers - The Burden Of Heritage“. Bei mir findet ihr eine romantische Geschichte, die euch in das Jahr 1816 nach London entführt. Meine Protagonistin Seraphina ist die älteste von fünf Schwestern und schon länger etwas auf dem „Heiratsmarkt“. Um das Erbe ihrer Familie anzutreten, muss sie heiraten, aber sie mag die Oberflächlichkeit der Gesellschaft nicht. Da taucht dann auch der männliche Protagonist Aziel auf und es wird richtig richtig schön (:
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genau so?
Düster passt nicht zu meinen Charakteren, aber sie erleben schöne Zeiten. Zwischendurch gibt es natürlich auch Spannung, vor allem von den Skandalen außerhalb.
Ich: Ja, Seraphina und Aziel durchstehen Drama, aber es zählen sie schönen Momente.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Der Jagdausflug! Aziel lädt Seraphina zu einem Jagdausflug auf seinem Grundstück ein, aber ihr Pferd erschrickt bei einem Schuss und trägt sie tiefer einen Wald hinein, wo Seraphina sich dann verletzt und Aziel findet sie daraufhin. Hier ist ein Ausschnitt: „Er stieg ab noch bevor sein Pferd zum Stillstand kam, war in zwei Schritten bei ihr. „Seraphina!“ „Ich… ich bin nicht tot“, murmelte sie, aufgerichtet in einer Art halb ironischen Trotz. Sein Blick glitt über sie, erst prüfend, „dann langsam weicher. „Aber blutig. Und sehr unvorsichtig.“ Sie sah zu ihm hoch. „Ich wollte etwas Dramatik. Der Wald ist so… still.“ Er kniete sich neben sie, zog ohne Worte sein Taschentuch hervor und tupfte vorsichtig die Stirn. „Eine Doddington stirbt nicht durch einen Zweig. Nur durch Spott.“ „Und bittere Anwerber?“ Ihre Stimme war leise. „Oder durch… zu viel Nähe?“ Aziel hielt inne. Der Blick zwischen ihnen war plötzlich kein Spiel mehr.“
Weißt du wie viel Sophia tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
In Seraphina ganz viel! Vor allem die Liebe, zu Büchern und Tagebuch schreiben
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: Sie bringt Ordnung in mein Chaos (;
Seraphina: Sie ist jemand, der meine Gedanken ernst nimmt und jede Szene mit so viel Gefühl schreibt, dass ich mich wirklich verstanden fühle.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Tatsächlich stand der schon von vorne ein fest.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ja, es ist zwar schlicht, aber der Brief hat eine hohe Bedeutung für das Buch und rot ist Seraphinas Lieblingsfarbe.
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
„Du bist wie der Mond. Und ich … bin die Sonne. Wir sehen einander kaum, aber ich weiß, du bist da. Ich … ich liebe dich, wie die Sonne den Mond liebt. Aus der Ferne. In aller Stille und mit allem, was ich bin.“
Obwohl es selbst in Autorenkreisen nicht üblich ist, dass das Buch antwortet, bedanke ich mich bei dem Buch: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«
Uns auch!
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir und das tolle Interview.«

[Autoreninterview] Sophia Dönhoff


Autoreninterview
Sophia Dönhoff

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, ich bin Sophia Dönhoff, momentan noch 17 Jahre alt. Ich schreibe neben der Schule hauptsächlich Romance. Nebenbei blogge ich auch noch selber - bei mir gibt es alles rund um Bücher.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon Geschichten erzählt, bevor ich überhaupt schreiben konnte.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Meine ersten zwei Bücher sind Kurzgeschichten und handeln ein bisschen was von der Jugend und Liebe. Im Sommer ist mein erster richtiger Roman „Love & Dough“ erschienen, wo ich richtig stolz drauf bin. Und jetzt im Dezember dann „Gowns & Whispers“ der erste Band von den Doddington Schwestern.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, momentan arbeite ich an Bd. 2 von „The Doddington Diaries“ und nebenbei noch an einem kleinen Geheimprojekt, was ich kürzlich angefangen habe.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Natürlich lese ich auch sehr gerne, aber ich tanze auch Garde und verbringe viel Zeit mit meinen Freunden.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ein Lieblingsbuch oder Lieblingsautorin ist tatsächlich extrem schwer herauszufiltern. Aber ich würde auf jeden Fall sagen „Die grausamen Fälle der Audrey Rose“ - Reihe und Melanie Buchelt.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Einen richtigen klassischen Arbeitsplatz hab ich nicht. Bei mir zu Hause wechselt es eigentlich immer. Manchmal am Küchentisch, am Schreibtisch und wenn ich einen langen Tag hatte, dann auch schon mal im Bett.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich gehe noch zur Schule und bin momentan in der Oberstufe. D.h. ich arbeite momentan auf mein Abitur hin. Dementsprechend ist bei mir Schule ein extrem hoher Zeitaufwand. Aber zwischen Freistunden, Klausurenphasen und schlaflosen Nächten entstehen dann irgendwie auch meine Ideen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Romance und Fantasy
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ein Zitat, was ich richtig schön finde: „Somemes you canˋt see through an open window“ Aus „Gowns & Whispers“: „Schönheit ist doch nicht der einzige Wert eines Menschen, oder? Sie steckt in so vielem: in Blumen, in der Natur, in Gebäuden, in der Musik und in den Geschichten der Menschen. Jeder hat etwas Schönes in sich.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Italien, weil ich dort immer schöne Urlaube mit meiner Familie verbringen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Also ich bin nicht komplett kritikunfähig, aber manchmal kann mich Kritik schon echt treffen. Deswegen brauche ich bei konstruktiver Kritik auch mal ein bisschen Zeit um darüber nachzudenken und dann zu schauen, wie ich mich dann verbessern kann.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
In erster Linie, weil ich alles in der Hand haben möchte, was ich mache mit meinen Büchern. Ich bin nicht komplett abgeneigt, irgendwann in der Zukunft mal bei einem Verlag Bücher zu veröffentlichen, aber jetzt erstmal gefällt mir das Selfpublishing sehr gut.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Sei mutig, steh für dich ein und folge deinen Träumen!

Montag, 29. Dezember 2025

[Schnipseltime] Bollywood & Götterkult von Ava Cooper


 

Als ich in meinem Sari vor der Klasse stehe, bin ich mir auf einmal nicht mehr sicher, ob die Idee so genial war. Um die Mundwinkel unserer Klassenclowns Malte und Lars zuckt es. Ich hätte ahnen müssen, dass ihnen die scheinbare Verkleidung eine Steilvorlage liefert. Aber manchmal denke ich, gleichaltrige Jungs wären reifer, als sie sind.

Ich lasse den Blick weiter wandern durch die Reihen. Auch andere Kerle grinsen amüsiert vor sich hin. Nur Stefan und Karsten, unsere kleinen Streberseelen, wirken beseelt. Zumindest die Mädchen sehen den Sari bewundernd an. Der Bollywoodboom wirkt anscheinend immer noch nach.

Unserem Gemeinschaftskunde-Lehrer, Herrn Lehmann, scheint meine Kleidung ebenfalls zu gefallen. Er lächelt mich so herzlich an wie schon lange nicht mehr. Seit ich ihm mal gesagt habe, wie langweilig ich seinen Unterricht finde. War vielleicht nicht meine cleverste Idee, gebe ich zu.

Mit pochendem Herzen warte ich, dass es acht Uhr wird. Dann schließt Herr Lehmann die Tür und stellt sich neben mich. »Guten Morgen, in die Runde. Heute wird Rike uns etwas über Indien erzählen – ein faszinierendes Land.« Er deutet auf mich. »Bitte, teile dein Wissen mit uns.«

Ich nicke ihm zu und koppele mein Handy mit dem Lautsprecher. Danach drücke ich auf Play und die markanten Klänge einer Sitar füllen den Raum. »Indien ist nicht nur ein Land«, meine Stimme mischt sich harmonisch mit der Musik, »es ist ein ganzer Kontinent. Ein Kontinent der Vielfalt. Ein Ort, an dem Tradition und Moderne aufeinandertreffen ...«

Plötzlich höre ich Gelächter aus der letzten Reihe. »Oh, der wandelnde Teppichladen kann sprechen«, ruft Lars.

Dieser dämliche Vollhonk! Die altbekannte Wut kocht in mir hoch. Diesmal ist sie heißer, aggressiver als sonst. Es kommt mir vor, als spürte ich wieder Flammen auf meiner Stirn. Nein! Keine Hallus in der Schule. Eisern verdränge ich die Gedanken an die dunkle Göttin.

Herr Lehmann, der seitlich von mir sitzt, sieht den Störenfried mit einem strafenden Blick an. Mal sehen, ob ihn das beeindruckt. Sonst fand ich ihre Sprüche manchmal ja lustig. Jetzt, wo mir etwas wichtig ist, nervt es nur.

Ich halte Kali im Zaum, bemühe mich um die indische Gelassenheit, die ich an Amal so bewundere. »Mit über 1,4 Milliarden Einwohnern ist Indien nach China das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt. Und es könnte China in naher Zukunft überholen, weil es keine Ein-Kind-Politik hat.« Halb rechne ich mit einem dummen Spruch, aber oh Wunder, die Lästermäuler aus der letzten Reihe sind ruhig. Vermutlich, weil sie ebenso wenig Bock auf Sitzenbleiben haben wie ich. Zumindest bei Lars könnte das knapp werden, wie ich aufgeschnappt habe.

Ich mache eine kurze Pause, lasse die Zahl wirken. »In der Weltwirtschaft ist Indien eine aufstrebende Macht, mit einem Bruttoinlandsprodukt von über drei Billionen Euro. Das Land hat sich in den letzten Jahren schnell entwickelt und einen enormen Einfluss auf die globale Ökonomie.«

Herr Lehmann wirkt wenig beeindruckt. Na gut, er wollte mehr über das echte Indien hören, das hatte er ja gesagt.

Ich gehe ein paar Schritte, meine Hände gestikulieren, als würde ich die Worte malen. »Aber Indien besteht nicht nur aus Zahlen. Es ist ein Gefühl. Es ist das Land des Taj Mahal, der farbenfrohen Feste, der exotischen Gewürze und von Bollywood. Außerdem beinhaltet der Subkontinent eine faszinierende Mythologie und eine reiche Götterwelt.«

»Passt auf, dass sie euch nicht mit ihrem Zauberstoff erstickt!« Natürlich muss Malte auch lästern.

»Die haben mehr Götter, als ein Mensch sich merken kann. Und alle sehen seltsam aus.« Lars prustet los.

Meine Stirn wird heißer. Beinahe glaube ich zu spüren, wie Kalis Flammen meine Stirn versengen. Aber das ist natürlich Einbildung. Muss es sein. Außerdem blendet meine Wut sowieso alle anderen Gefühle aus. Mit bebenden Lippen und flammenden Augen wende ich mich den Idioten zu.

Herr Lehmann öffnet den Mund. Doch ich bin schneller.

»Genug!« Meine Stimme hallt durch den Raum, als habe die Göttin selbst gesprochen. Ich fixiere mit meinen Blicken erst Lars, dann Malte, während ich die Wut in mir aufsteigen lasse. »Redet nicht über Dinge, die ihr niemals verstehen werdet. Die indischen Götter sind viel mächtiger, als ihr beiden Flachwichser euch vorstellen könnt!«

Ich hebe meine Arme – sind da nicht auf einmal vier im Schatten zu sehen? – und wedele damit herum. Die Bewegungen sind nicht willkürlich, sondern entspringen einem bestimmten Schema. Seltsame Laute kommen mir über die Lippen, die ich intuitiv als indisch erkenne. Es ähnelt nicht der weichen Sprache, die Amal mit seinen Freunden redet. Sie klingt härter und ich spreche die Worte mit mehr Kraft. Meine Stirn wird wieder heiß, aber ich begrüße die Glut. Ich rieche Rauch. Einbildung. Alles nur Einbildung.

»Scheiße, es brennt!«, brüllt Lars und springt auf. Tatsächlich kokelt es in seiner Hose.

 Keine zwei Sekunden später jumpt Malte wie von der Tarantel gestochen auf. »Bei mir auch!«

Ich weiß nicht, ob ich lachen, weinen oder erstarren soll. Durch mein Innerstes fließen all diese Gefühle auf einmal. Herr Lehmann reagiert sofort. Er läuft mit schnellen Schritten zum Wasserhahn, befüllt eine Vase und geht damit zu den beiden. Er schüttet erst Lars und anschließend Malte etwas über die Hose. Natürlich vorne, wo es glimmt.

»Einnässer!«, ruft nun jemand und die ganze Klasse lacht.

Ich kann nicht anders, ich lache mit. Aber ich merke, dass sich mein Lachen hysterisch anhört. Was um alles in der Welt ist da geschehen? Wieso haben die Jungs gebrannt?

»Das warst du!« Lars schaut mich finster an.

Ich schnaube. »Wie soll ich das denn gemacht haben?«

»Na, mit Voodoo.«

»Klar. Weil das ja auch so typisch indisch ist.«

»So, jetzt reicht es mit euch«, greift Herr Lehmann ein und tritt zu mir nach vorne. »Rike hat ganz bestimmt kein Feuer gelegt, nur weil sie Sanskrit gesprochen hat.«

So heißt also die Sprache, die ich von mir gegeben habe. Es klingelt in mir. Amal hatte etwas darüber erzählt bei seinem Unterricht. Sie ist ein paar tausend Jahre alt. Wieso um alles in der Welt kann ich sie?

»Allerdings schlage ich vor, wir beenden das Referat an dieser Stelle, bevor es weiter aus dem Ruder läuft. Rike, Lars, Malte – mit euch möchte ich nach der Schule reden.«

In meinem Inneren höre ich das leise Lachen von Kali und mein Blut gefriert zu Eis. Was, wenn sie keine Illusion ist?

[Buchvorstellung einmal anders] Bollywood & Götterkult von Ava Cooper

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Rike, Amal und Laura aus „Bollywood & Götterkult“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Rike, Laura und Amal nicken Claudia zu. Sicher gerne.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Rike: Klar, und bevor meine überschlaue Schwester sich vordrängelt, fange ich mal an. (Sie streckt Laura die Zunge heraus und wirft sich danach grinsend die dunklen Haare zurück.) Also, ich bin Rike, 16 Jahre alt und eigentlich geht es eh um mich. Beziehungsweise um meine Wahnvorstellungen - oder was auch immer diese beschissenen Träume sind, die mich quälen. Nachts und tagsüber. Und das da ist Miss Oberwichtig.
Laura (verdreht die blauen Augen): Danke für die nette Einführung. (Dann lächelt sie Claudia an.) Hi, ich bin Laura, 18 Jahre alt und im Gegensatz zu meiner Schwester weiß ich, was sich gehört. Vielen Dank, dass wir uns vorstellen dürfen. Wir leben in Berlin und sind eine ganz normale Familie. Naja, bis vor kurzem ...
Amal: Und da komme ich vermutlich ins Spiel. Rike hat nämlich Visionen von der indischen Todesgöttin Kali. Und wie man unschwer erkennen kann, stammt meine Familie aus dem Land der Gegensätze. Mein Name ist Amal, ich bin auch 18 Jahre alt und betreibe mit meinem Großonkel ein indisches Restaurant. Da sind Rike und ich uns vor kurzem wiederbegegnet. Und ich habe die Gelegenheit genutzt, unsere Bekanntschaft zu vertiefen.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Rike: Klar, und bevor meine überschlaue Schwester sich vordrängelt, fange ich mal an. (Sie streckt Laura die Zunge heraus und wirft sich danach grinsend die dunklen Haare zurück.) Also, ich bin Rike, 16 Jahre alt und eigentlich geht es eh um mich. Beziehungsweise um meine Wahnvorstellungen - oder was auch immer diese beschissenen Träume sind, die mich quälen. Nachts und tagsüber. Und das da ist Miss Oberwichtig.
Laura (verdreht die blauen Augen): Danke für die nette Einführung. (Dann lächelt sie Claudia an.) Hi, ich bin Laura, 18 Jahre alt und im Gegensatz zu meiner Schwester weiß ich, was sich gehört. Vielen Dank, dass wir uns vorstellen dürfen. Wir leben in Berlin und sind eine ganz normale Familie. Naja, bis vor kurzem ...
Amal: Und da komme ich vermutlich ins Spiel. Rike hat nämlich Visionen von der indischen Todesgöttin Kali. Und wie man unschwer erkennen kann, stammt meine Familie aus dem Land der Gegensätze. Mein Name ist Amal, ich bin auch 18 Jahre alt und betreibe mit meinem Großonkel ein indisches Restaurant. Da sind Rike und ich uns vor kurzem wiederbegegnet. Und ich habe die Gelegenheit genutzt, unsere Bekanntschaft zu vertiefen.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Rike: Na, und ob! Das ist eine fiese Sadistin. Hey, wer verpasst anderen denn solche Träume - oder Visionen (sagt sie mit einem Seitenblick auf Amal)? Meine Hände triefen manchmal vor Blut. Und irgendwie spüre ich auch, dass ich mich verändere. Ich meine, ich bin ja nie ein kleines Mäuschen. Aber jetzt ... Ich wie auch nicht. Irgendetwas passiert mit mir. (Die letzten Worte sagt sie ganz leise.)
Amal (drückt sie an sich): Ich bin sicher, sie meint es nicht böse. Auch sie folgt nur dem Willen der Götter.
Rike (schnaubt): Pah, welchen denn? Dem Gott des "Ich quäle euch alle bis aufs Blut"?
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Rike (lächelt auf einmal schüchtern). Ich mag am liebsten die Stelle von unserem ersten Kuss: Amal senkt den Kopf. Es sind nur wenige Zentimeter, aber sie verändern alles. Seine Lippen nähern sich meinen und mein Herz rast noch schneller. Ich schaue in seine dunklen Augen. Sie sehen unwiderstehlich aus, so tief wie Mondkrater. Eine stumme Frage steht darin. Ob er mich küssen darf. Hell, ja! Am liebsten würde ich meinen Kopf heben und mich gegen ihn pressen. Aber vor Amal werde ich zu einem kleinen Mäuschen, das sich nichts traut. Nur ein leichtes, angedeutetes Nicken, mehr schaffe ich nicht.
Ein unfassbar weiches Lächeln erscheint auf seinen verführerischen Lippen. Mein Herz setzt einen Schlag aus. Automatisch schließe ich die Augen, spitze den Mund ein wenig ... Alles in mir ist ein einziges Durcheinander erwartungsvoller Vorfreude. Jedes Atom in meinem Körper fiebert der Berührung entgegen.
Dann legen sich seine Lippen auf meine und ich glaube zu träumen. Sie sind so warm und weich, bedecken meinen Mund. Wie von selbst öffnen sich meine Lippen ein wenig, damit unsere Zungen sich miteinander verschränken können. Gleichzeitig drückt er mich enger an sich. Ich spüre seine Nähe so intensiv, dass es mir beinahe Angst macht. Aber eben nur fast. Der größere Teil von mir genießt diesen Kuss.
Nicht so schön, aber umso aussagkräftiger ist diese Szene:
Plötzlich verschwimmt das Bild im Fenster, verwirbelt wie Wasser, das durch einen Ablauf fließt. Kurz darauf wird es wieder klar. Allerdings erblicke ich nicht länger mich selbst, sondern eine Figur mit dunkler, fast schwarzer Haut, vier Armen und einem flammenden Haupt.
Kali! Wirken die verdammten Träume etwa immer noch in mir nach? Ich schlage die Hände vor das Gesicht und die Figur im Fenster tut es mir nach. Entsetzen kriecht in mir hoch und mir wird eiskalt. Was geht hier vor sich? Werde ich verrückt? Warum habe ich auf einmal Halluzinationen?
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Laura: Das ist immer schwer zu sagen. Aber es ist ja oft so, dass sich viel von den Autor*innen in ihren Figuren widerspiegeln. Wenn ich so an Rikes Temperament denke, befürchte ich, Avas Eltern und ihre Geschwister hatten es nicht immer einfach mit ihr. Was dann von ihr ihr mir ist, weiß ich nicht.
Rike (grinst): Vielleicht dein nerviges Angeber-Gehabe.
Laura: Oder meine Intelligenz. (Sie hebt eine Augenbraue.)
Rike (verengt ihre Augen): Willst du etwa sagen, ich wäre blöd?
Amal (geht dazwischen): Ihr seid beide clever, jede auf eine andere Weise.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Rike: Bösartig, grausam und verschissen gut darin, mich in Schwierigkeiten zu bringen.
Amal: Anderseits hat sie uns zusammengeführt. (Nimmt mit einem sanften Lächeln Rikes Hand). Und das ist wunderbar. Oder - göttliche Fügung (Er grinst verschmitzt).
Laura (presst die Lippen zusammen): Die Frage ist, welchen Gottes - und wieso ... Ich bin mir ja nicht so sicher, was genau sie damit bezweckt, uns in solche Situationen zu schicken. Aber ich glaube einfach daran, dass es sie einen bestimmten Zweck verfolgt.
Rike: Sicher - weil sie sich darüber tot lacht.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Amal: Der stand schneller fest als unsere Namen. (Er schmunzelt). Ava hat ja tatsächlich beide Elemente - es kommen sowohl indischen Götter drin vor als auch eine Bollywood-Tanzeinlage. Bei der ich mitmache - und sogar Rike und Laura. Auch wenn meine Hübsche sich erst geziert hat.
Rike (schnaubt): Natürlich habe ich das! Herumhüpfen und grinsen ist nun mal nicht mein Ding.
Laura: Aber sie macht das gut! Und der Titel passt toll zur Story, finde ich.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Laura: Es ist pink! Natürlich mag ich es.
Rike (verdreht die Augen): War ja klar ... Also, für mich hätte es auch Schwarz sein können. Aber ja, es ist okay. Die Details sind ganz witzig mit den Ornamenten und den Figuren. Und man sieht die Berliner Skyline im Hintergrund. Das ist cool.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Amal (drückt lächelnd Rikes Hand): Tatsächlich hat Rike mir das schönste Geschenk gemacht, als sie gesagt hat: »Natürlich reichst du mir! Du bist alles, was ich will. Ich will keinen Gott, sondern dich. Genau dich. Und nicht nur dich.«
Rike (drückt sich an ihn): Und ich mag dieses Zitat: Unsere Liebe ist ein Geschenk, das ich für immer bewahren möchte. Vielleicht schaffen wir das auch. Immerhin haben uns zwei Götter zusammengebracht.
Danke für das Gespräch