Freitag, 24. April 2026

[Schnipseltime] Lubbock Firefighters - Spin-off 4 - Blood Hunt von Laura Lee Johnes

 

Immer schön den Fokus auf dem Job haltend, kratzte ich meinen blanken Oberkörper unter dem Harness. Die Lederhose begann inzwischen unangenehm zu kleben, die Hitze in dem Laden wurde fast unerträglich, ließ mir den Schweiß in Strömen vom Körper laufen. So schnell ich die Brühe verlor konnte ich kaum Flüssigkeit in mich schütten.

Doch die Typen, auf die der Captain mich angesetzt hatte, tauchten nicht auf. Eine kleine kurzfristige Planänderung aus uns unbekannten Gründen? Oder hatten sie Wind davon bekommen, dass wir sie beobachteten? Wie auch immer, nach mehr als zwei Stunden über dem geplanten Übergabetermin wandte ich mich ab, suchte mir eine halbwegs ruhige Ecke, und betätigte den winzigen Sprechfunk, der als Niete meines Harness getarnt war. „Hernandez hier, ich breche ab. Keine Spur von den Typen. Schönen Feierabend, Leute.“

„Taylor hier“, meldete sich die junge Policewoman laut und deutlich über den Knopf, den ich dafür kurz ans Ohr steckte. „Bestätige: Abbruch.“ Die nächsten Worte waren fast nur ein lüsternes Hauchen, damit die übrigen Kollegen bei ihr nicht mithören konnten. „Lass es ordentlich krachen, Thiago.“

Nicht immer von Vorteil, wenn Kollegen um die eigenen Vorlieben wussten, doch bei Gianna wusste ich, dass sie meine Neigung und die daraus resultierende längere Anwesenheit im Club für sich behielt. Und verdammt, ich war durch die aufgeheizte Stimmung rattig ohne Ende. Es war schwer die Typen, die mich über den gesamten Abend anbaggern wollten, auf Abstand zu halten. Den ‚Verpiss dich!‘-Blick hatte ich, nicht zuletzt dank meiner eisgrauen Augen und massiven Statur, zur Perfektion entwickelt. Der genügte, um ungebetene Vögel zum Umdrehen zu bewegen. Bevor sie mich anquatschten!

Nachdem ich das kleine Gerät aus dem Harness gefummelt hatte, deaktivierte und mit dem anderen in der Hosentasche verschwinden ließ, suchte ich die Waschräume auf. Am Pissoir hielt ich mir die Kerle mühelos mit der antrainierten Unnahbarkeit vom Hals. Nach dem Händewaschen ließ ich mir Wasser über die Arme laufen, klatschte mir mehrere Handvoll davon ins Gesicht und über den Oberkörper, um mir den gröbsten Schweiß abzuwaschen. So erfrischt machte ich mich auf den Weg zur Tanzfläche, klopfte auf dem Weg dorthin meine Hosentaschen ab, ob ich noch alles an mir trug. Handy, Gummis, Gleitgel – perfekt.


[Buchvorstellung einmal anders] Lubbock Firefighters Spin-off 4 - Blood Hunt von Laura Lee Johnes

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Tiago Hernandez, um mit ihm über das Buch „Blood Hunt“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Hallo, liebe Claudia! Ich freue mich sehr, endlich auch einmal bei dir sein zu dürfen. Normalerweise schickt Laura ja immer ihren Liebling Raphael und seinen Schatzi vor.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Gerne. Also, für alle die mich noch nicht aus der Serie Lubbock Firefighters kennen (gibt es das wirklich???): Ich bin Police Lieutenant Thiago Hernandez und ein guter Freund des Fire Captains der Station Twenty in Lubbock. Böse Zungen behaupten, ich lege alles flach, was bei drei nicht auf dem Baum ist. Naja … Raphael konnte meinem muskulösen fast zwei Meter Body jedenfalls nicht widerstehen. Und wer mir gegen den Strich geht, den starre ich mit meinen eisgrauen Augen nieder. Feinde und Kriminelle sollten mich fürchten, mit Freunden gehe ich wenn nötig auch durch die Hölle.
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Nun, die Story basiert auf dem Kennenlernen meines Traummannes, den ich leider viel zu früh verlor, wie Fans der Serie wissen. Das ließ mir einfach keine Ruhe und in diesem Spin-off lässt mich Laura eiskalt gegen meine inneren Dämonen und ein gegebenes Versprechen ankämpfen.
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Tja, sie hat mir zumindest versichert, dass ihr das Schreiben dieses Buches verdammt schwer gefallen ist. Sollte es auch, denn sie hat mich gnadenlos durch die Hölle gehen lassen. Spaß sollte ihr das besser nicht gemacht haben. Wobei ich zugeben muss, ein paar schöne Momente hat sie mir ebenfalls geschenkt.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Wenn es nur eine Stelle sein darf, dann ist es das Ende. Das darf ich allerdings nicht verraten, sonst muss ich vor Laura im Zeugenschutz in Deckung gehen, hat sie mir angedroht. Nicht, dass ich nicht mit ihr fertig werden würde. Sie liebt mich irgendwie, das weiß ich. Aber zur Hölle, wenn ich sie gegen mich aufbringe, macht sie Kleinholz aus mir!
Was glaubst du, wie viel Laura steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Sie sagte mal, meine Leidenschaft so intensiv zu lieben und zu hassen hätte ich eindeutig von ihr. Den Biss, nie nachzugeben und was sie immer als Hernandez-Dickschädel bezeichnet, ist ihr eigener. Würde sie jedoch nie zugeben!
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Oh, sie ist mir sehr ähnlich! Laura ist impulsiv, temperamentvoll, dickschädelig und stur, aber ebenso leidenschaftlich und verbissen, wenn sie etwas wirklich will. Wir lieben Ruhe und selbstgewähltes Alleinsein, bevorzugen eine Handvoll echter, wahrer Freunde statt vieler lockeren Bekanntschaften. Ach ja, und bei schönen Autos mit ordentlich Power unter der Haube oder dem Schauen nach heißen Kerlen sagen wir ebenfalls nicht nein.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Mitspracherecht? Da kommt dann Lauras Dickschädel mal wieder hervor. Ich hätte ja andere Ideen gehabt, aber sie meinte, die seinen nicht buchmarkttauglich. Von daher muss ich mich ja mit diesem zufrieden geben. Fest stand er, sobald die Idee zur Story kam, also von Beginn an, und er steht eins zu eins für den Inhalt der Story.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Tausend Prozent! An der Stelle ein Küsschen an unsere Coverdesignerin Mona Lange, die meine Augen so schön in Szene gesetzt hat. Es gäbe kein Motiv, das besser passen würde.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Eindeutig die erste „Liebeserklärung“ meines Mannes Nikolai.
„Nik will Thi. Ganz. So richtig. Mit allem Drum und Dran.“ Daran kommt einfach nichts vorbei.
Danke für das Gespräch.
Liebste Claudia, ich habe dir zu danken. Es war schön, bei dir einmal im Mittelpunkt stehen zu dürfen. *Handkuss geb*

Donnerstag, 23. April 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Die Reiter der Apokalypse - Azrael von J. Luhber


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Azrael und Niall aus „Die Reiter der Apokalypse – Azrael“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Niall: “Sehr gerne. Wir freuen uns, dass wir auf unsere Geschichte aufmerksam machen dürfen.”
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ellie: “Mein Name ist Azrael … Ellie. Ich bin Engel des Todes und erster Reiter der Apokalypse. Niall ist ein junger Druide …”
Niall zieht eine Augenbraue hoch: “Ich dachte, wir hätten uns auf ‘nicht mehr ganz so jung’ geeinigt, wo ich doch schon über vierhundert Jahre alt bin.”
Ellie grinst. “Der nicht mehr ganz so junge Druide ist ein unsterblicher Heiler, der gleichzeitig als Hüter Bücher und Wissen bewahrt, welche nicht verloren gehen dürfen.”
Niall nickt zufrieden.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Niall: “Es geht um Ellie, die für mich die Regeln bricht und damit den Zorn ihres Vaters auf sich zieht. Gut zehn Jahre später werde ich dann in Ereignisse hineingezogen, die … das Potenzial haben, die Welt ins Chaos zu stürzen.”
Ellie bestätigt: “Eine Apokalypse ist definitiv das Letzte, das wir apokalyptischen Reiter wollen.”
Niall seufzt: “Ich wünschte, wir könnten das von euren Eltern auch behaupten.”
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Ellie runzelt die Stirn. “Ich glaube, sie versucht eher, uns zu retten. Mir hat sie jedenfalls einen großen Dienst erwiesen, als sie Niall erschaffen hat.”
Niall lacht. “Erschaffen? Entdeckt wohl eher. Ich bin deutlich älter als J. Luhber. Oder hat sie dich auch erschaffen, Ellie?”
Sie streicht sich eine blonde Haarsträhne hinter das Ohr. “Nein. Unmöglich. Ich bin in himmlischen Gefilden geboren, bevor mir die Flügel genommen wurden. Das war Äonen, bevor die jetzige Welt existierte.”
Niall neigt seinen Kopf. “Mein Reden. Aber ich bin auch froh, dass sie uns zusammengeführt hat. Selbst wenn meine Schwager das gerne mal etwas anders sehen.”
Ellie greift nach Nialls Hand.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Niall blickt nachdenklich nach oben. “Die Pause an der Klippe, nachdem wir Tilos Tuberkulose eingedämmt haben … Das war schön – bis die Pest uns stören musste.
Ellie prustet los. Sie hält sich eine Hand vor den Mund. “Das … ist seine … Spezialität”, keucht sie mit Tränen in den Augen. “Aber Nebet kann das auch ganz gut.” Sie holt tief Luft und erklärt: “Ich mag die Stelle sehr gerne, als ich von dir wissen will, welchen Preis du bezahlt hast und du gekonnt ausweichst. Also das dritte Mal.”
Niall schmunzelt. “Ja, die is auch schön. Obwohl wir auch da wieder gestört wurden. Du hast eine reizende Familie.”
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Niall: “Sie hat ein Faible für Heiler. Liegt wohl auch an ihrem Brotjob.”
Ellie nickt: “Ja, und deine Liebe für Rottweiler oder generell für Hunde ist definitiv auch von ihr.”
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Ellie: “Sie ist hilfsbereit und hat ein erstaunliches Verständnis für das Düstere in uns. Wir Reiter der Apokalypse müssen existieren, um das Gleichgewicht zu halten und das hat sie deutlich gemacht, denke ich.”
Niall: “Und trotzdem bleibt da immer etwas Platz für Hoffnung. Selbst wenn eine Seele zersplittert.”
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Niall zuckt mit den Schultern. “Der stand schon am Anfang fest. Nur Ellies Name kam später dazu, als klar wurde, dass ihre Geschwister ebenfalls noch eine eigene Geschichte bekommen werden.”
Ellie nickt. “Und der Name ist Programm. Wir sind schließlich die Protagonisten, auch wenn wir die Position mit der ein oder anderen Person teilen müssen.” Sie zwinkert Niall zu, der ihr einen Luftkuss zuwirft.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Ellie: “Nachdem J. Luhber stundenlang an der Zeichnung gesessen hat? Ich würde nicht wagen etwas anderes zu sagen als Es ist perfekt!”
“Nicht, dass sie auf noch auf die Idee kommt einen Band 5 zu schreiben, nur um uns doch noch ein anderes Ende zu verpassen”, stimmt Niall ihr zu und grinst breit.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Niall: “Alle Reiter der Apokalypse sind tödlich … Alle bis auf der Tod selbst. Das hat Genna gesagt und mir damit ziemlich viel über dich vertaten.”
Ellie: “Und ich dachte erst, er würde mit dir flirten. Der Heiler ist cleverer, als ich vermutet habe! Das waren Tilos Worte, nachdem du mir wieder meine Schmerzen genommen hast und umgekippt bist.”
Niall vermutet: “Und als Dank dafür hat er mir mit Nebet-Het einen Schrecken einjagen wollen, habe ich das richtig verstanden?”
Kichernd antwortet Ellie: “Das hätte er so oder so getan.”
Danke für das Gespräch
“Wir danken dir, Claudia, dass du uns erlaubt hast, unsere Geschichte vorzustellen.” Niall lächelt warm.
Ellie neigt ihren Kopf. “Auch von mir Danke. Auf dass wir uns in den nächsten Jahren nicht beruflich begegnen.” Sie zwinkert und greift nach Nialls Hand. Schwarze Schatten umfließen sie und hüllen beide ein, bevor sie sich in Nichts auflösen.

Dienstag, 21. April 2026

[Buchvorstellung einmal anders] RHoN - Folkhorror-Anthologie von Philipp Lohmann (Hrsg.)


 

Anthologievorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Autor und dem Herausgeber der Anthologie „RHoN“, um mit ihnen über das Buch und auch die ein oder andere Geschichte zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für die Anthologie zu antworten.
Matthias: Hallo. Sehr gerne.
Philipp: Grüß Gott, wie man hier sagt! Und ich denke, ich spreche für uns beide, ein dickes Dankeschön für die Gelegenheit, unser Projekt hier vorzustellen.
Könnt ihr uns die Anthologie in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Matthias: Die „RHoN“-Anthologie ist eine Sammlung von Folkhorrorgeschichten, die alle in einer fiktiven Dark-Fantasy-Variante meines Heimatlandkreises spielen, welchen ich als Hintergrund für das gleichnamige Pen & Paper-Rollenspiel „Rhon“ entworfen habe. Der Fokus liegt dabei auf sehr düsteren, (Stichwort: Grimdark) pseudo-mittelalterlichen Horrorgeschichten, wie man sie auch im Rollenspiel erleben kann.
Philipp: Wobei man hier etwas Entwarnung geben muss: Rhön-Fachwissen ist für „RHoN“ nicht nötig. Das Setting ist zwar regional inspiriert, aber offen genug gestaltet, damit es auch für die durchschnittlichen Dark-Fantasy-Mittelalter-Fans aus Norddeutschland oder Österreich völlig verständlich und unterhaltsam ist.
Jede Geschichte und jeder Autor ist anders. Jeder Charakter oder auch Wesen erlebt in seiner Geschichte so einiges. Wie wurde entschieden, welche Geschichte am besten in die Anthologie passt. Ob man eher ganz düstere oder leichtere Geschichten aufnimmt.
Matthias: Meine Richtung war ganz klar: Je düsterer, seltsamer und makaberer, desto besser. Das war meine eigene Vorgabe und auch meine Richtlinie bei allen Entscheidungen.
Philipp: Ich kann mich da nur anschließen, als Herausgeber musste ich aber auch ein wenig auf das Gesamtbild achten. Wenn es immer extremer wird, dann kann schnell ein Gewöhnungs- oder gar Abstumpfungseffekt eintreten. Natürlich war die schreiberische Qualität entscheidend, aber wichtig war mir auch eine gesunde Mischung aus verschiedenen Dark Fantasy- & Horror-Subgenres zu finden, damit man zwischendurch mal Luft holen kann, bevor der nächste große Schocker kommt. Zudem, und da waren Matthias und ich direkt von Anfang an auf einer Linie, haben wir offensichtlich KI-generierte Geschichten direkt ausgesiebt.
Habt ihr Lieblingsstellen aus der Anthologie, die ihr uns gerne vorstellen würdest?
Philipp: Da muss ich direkt „Der Bergsee“ von Jan Ritterfeld nennen, generell eine DER Nachwuchstalent-Entdeckungen dieser Anthologie. Das mag jetzt ein sehr persönlicher Grund sein, aber die Geschichte rund um einen magischen Kindstausch hat mich als Jungvater ordentlich getroffen, obwohl sie im Verhältnis sehr harmlos ist.
Matthias: Es fällt mir ungemein schwer, Lieblingsstellen zu nennen, weil dies eine so subjektive Entscheidung ist und ich auch niemanden wirklich bevorzugen will. Daher will ich jetzt eher ein paar Stellen nennen, die mir spontan einfallen: Ich mag zum Beispiel in „Die Fliehburg“ den Einsatz der Trommel. Wie sie das erste Mal erklingt. Das geht schon gut durch Mark und Bein. Oder auch die Berichtsform in „Heulende Nacht“. Ist zwar jetzt weniger eine Stelle, sondern eher ein Stil, aber ich mag diese Art und Weise, weil sie mich sehr an die Geschichten von H.P.Lovecraft erinnern, der für mich bei der Entwicklung von Rhon als Setting eine große Rolle gespielt hat. Und ich will noch den Storytwist in „Die Räuber“ nennen, ohne jetzt spoilern zu wollen. Das fand ich schon ziemlich gut und schön „gory“. Ein Moment, der mich gut gecatcht hat.
Wie viel Zeit steckt in der Anthologie, bis sie tatsächlich fertig war?
Matthias: Die Frage überlasse ich mal voll und ganz Philipp in seiner Funktion als Herausgeber.
Philipp: Sehr viel mehr, als ich jemals erwartet habe ;-) Zu Beginn war es tatsächlich gar nicht viel Arbeit für mich, egal ob Ausschreibung, Geschichtenauswahl oder Verträge, das konnte man jeweils alles mal an einem freien Nachmittag machen. Und Lektorat & Layout waren auch an einen Profi ausgelagert, also bis hierhin wirklich relative Ruhe. Aber nun, sagen wir mal so einen Monat vor Release, stieg das Arbeitspensum dann doch stark an. Alles nochmal kontrollieren, Anfangen mit Social Media, Presseanfragen, die Vorbereitung der Buchpremiere auf dem Marburg-Con und mein persönlicher Endgegner, das Setzen des eBooks – Ich will nicht übertreiben, aber die letzten zwei, drei Wochen habe ich nahezu jede Nacht bis 2 oder 3 Uhr morgens dran gesessen. Hier ein dickes Dankeschön an meine Freundin, dass sie mir da tapfer den Rücken freigehalten hat <3
Wie würden dich die Geschichten als Herausgeber beschreiben?
Matthias: Dass ich wahrscheinlich ein ziemlich kranker Bastard bin (lacht). Nein. Aber mal im Ernst. So schlimm es doch gar nicht. Die Geschichten haben ein gutes Spektrum; von Dark Fantasy über Grusel bis hin zu Gore. Das finde ich schon recht gut und deckt einen Teil von mir – jenen, der Rhon entworfen hat – schon sehr gut ab.
Philipp: Du bist aber auch der netteste kranke Bastard, den man sich vorstellen kann (lacht ebenfalls). Aber Spaß beiseite, ich denke, die Geschichten würden mich als neugierig beschreiben. Ich bin eigentlich gar kein Horror-Fan, aber für die Anthologie bin ich mit staunenden Augen und offenem Herzen einmal quer durch alle möglichen Horror-Subgenres gewandert, völlig unvoreingenommen. Und da habe ich dann die ein oder andere Perle entdeckt, die mir sonst vielleicht verschlossen geblieben wäre.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Zusammenstellens ergeben?
Matthias: Der Titel stand von Anfang an fest. Die Anthologie ist der Vorbote für das Pen & Paper-Rollenspiel Rhon. Natürlich hätten wir da noch irgendwelche ausschweifenden Titel hinzufügen können. Am besten noch einen Untertitel, wie man es von deutschen Filmtiteln kennt, weil das so gar nicht cringe ist... Aber persönlich stehe ich eher auf kurze, prägnante Titel, die neugierig und Lust auf mehr machen. Und „Rhon“ klingt recht nett. Ein wenig wie der Name eine Black-Metal-Band: Kratzig, kalt und sperrig. Und sowas finde ich durchaus spannend.
Philipp: Der Titel stand von Anfang an fest, lediglich die Schreibweise hat sich etwas geändert. Durch ein Missverständnis mit dem Layouter wurde aus „Rhon“ dann „RHoN“ - Was in unserer Hashtag-geprägten Zeit gar nicht mal so verkehrt ist, denn so kann man die Produktlinien als Fan später mal gut auf Social-Media an der Schreibweise unterscheiden: #RhonRPG für das Rollenspiel und alles drumherum, #RHoN für die Anthologie und später die Literatur-Schiene.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Matthias: Das Cover ist im Grunde das gleiche wie beim Rollenspiel. Auch hier mag ich es eher schlicht und einfach, was ich auch oft edler finde als irgendwelche Farb- und Detailexplosionen, die vom Wesentlichen ablenken. Zumal ein schlichtes und einfaches Cover das Problem der Bildersuche, des Arrangements und möglicher Lizenzgebühren sehr gut löst. Auch hier bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: Den Inhalt.
Aber ich bin auch nie 100%ig mit irgendwas zufrieden. Perfektion gibt es im Leben nicht und kann auch nicht erreicht werden. Daher versuche ich lieber mit weniger zufrieden zu sein und dafür etwas zu machen, als bei dem Versuch perfekt zu sein und Fehler zu vermeiden auf der Stelle zu verharren.
Zum Abschluss würde mich noch deine Lieblingszitate aus dem Buch interessieren.
Matthias: „Der Westwind hat noch nie Gutes gebracht.“ Das ist so ein markanter Satz und steht wie ein schwarzes Monument für „Rhon“ und die Anthologie. Und – natürlich auch – „ZCCCHHHH KSSSHHH!“ (lacht)
Philipp: Tatsächlich ist es die Kurz-Vita von Julian Grede, die ich so herzerfrischend ehrlich finde: „Schreibt Kurzgeschichten. Veröffentlichungen: keine. Motivation: hoch. Zweifel: ebenfalls. Beides treibt den Text zuverlässig voran.“
Danke für das Gespräch.

Montag, 20. April 2026

[Reiheninterview] Saiten-Umbruch von Melanie Dommenz

 


Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Niklas und Rosalie, seiner Mutter, und ihrer Autorin Melanie Dommenz, um mit ihnen über die Reihe „Saiten-Umbruch“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über die Reihe zu reden.

Meli: Danke das du dir die Zeit nimmst.
Könnt ihr uns die Reihe, bestehend aus den Teilen „Ein richtig mieses Date“, „Dreck auf der Seele“ und „Liebe geht nicht verloren“ mit wenigen Worten vorstellen?
Niklas: Im Kern geht es darum, dass ich großen Mist baue, und der Leser darf uns begleiten, wie ich die Kacke ausbade.
Rosalie: *vorwurfsvoll* Niklas!
Niklas: *lächelt amüsiert* Ist doch so.
*jetzt wieder ernst* Familie, Freunde, Liebe, Sex, Erwachsenwerden, Verantwortung tragen, Trauma Verarbeitung, Musik, sind alles starke Themen, die in der Buchreihe im Vordergrund stehen.
Ihr als Charaktere wachst mit euren Aufgaben, entwickelt euch weiter, besteht so manche Situation. Was glaubt ihr? Fällt es der Autorin leichter euch durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Rosalie: Die Geschichte ist zeitweise heftig und geht emotional sehr tief, weil sie so nah an der Realität ist. Meli möchte das die Leser innehalten und nachdenken und sich selbst Fragen stellen. Dennoch bleibt das Lesevergnügen durch Spannung und Humor erhalten. Ich finde sie hat es gut dosiert.
Niklas: Wir alle werden von ihr ordentlich gefordert, aber ihr sitzt auch der Schalk im Nacken. Die Leichtigkeit kommt zurück und sie gibt uns ein tolles Happy End. Ich denke die schwierigen Situationen sind nötig um eben die Entwicklungen in den vielen Bereichen zu zeigen.
Habt ihr Lieblingsstellen in der Reihe, die ihr uns gerne vorstellen würdest?
Rosalie: *schaut liebevoll zu ihrem Sohn* Das Frühstück bei mir in der Küche in Band 3.
Niklas: *frech* Jede einzelne Stelle bei der ich David hochnehmen kann :-)
Meli: Das letzte Kapitel von Band 3 ist mein absoluter Favorit.
Jetzt eine Frage direkt an die Autorin: Wie viel echte Melanie steckt in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
In jeder Figur lebt ein kleiner Funke von mir. Freunde, die es gelesen haben, meinten oft: „Ich konnte hören, wie du das sagst.“ Und die Buchreihe besteht aus Realität und Fiktion. Einiges durfte ich erleben, anderes ist erfunden.
Wie würdet ihr als Protagonisten die Autorin beschreiben?
Rosalie: Gelassen, diszipliniert, liebevoll, führsorglich
Niklas: Fies, pedantisch, …
*bekommt einen Klaps von seiner Mutter* Niklas: Hey, sie hat mir ein Trauma aufgehalst! Zu den guten Dingen wollte ich gerade kommen. Also: Lustig, verständnisvoll, bestärkend,
Wisst ihr, als Hauptcharaktere, wann die Idee stand eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben deine Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Meli: Die Idee daraus eine Reihe zu machen kam vom Verlag. Für mich war es nur ein Buch…mit 730 Seiten :-) Als „Fantasy“ Leser ist diese hohe Seitenzahl für mich nichts Ungewöhnliches. Aber im Bereich Romance wohl eher unüblich.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Meli: Das Manuskript hatte schon immer den Arbeitstitel Saiten-Umbruch. Die Untertitel kamen nach und nach mit den Veröffentlichungen, in Absprache mit dem Verlag.
Wer ist denn der Coverdesigner?
@daylinart
Seid ihr mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Rosalie: Ich liebe jedes davon.
Niklas und Meli nicken heftig!
Meli: Sie sind perfekt.
Danke für das Gespräch.
Meli: Wir haben zu danken für deine Arbeit.

Sonntag, 19. April 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Heiratsschwindler to go von Eva Lucia Bolsani


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Dayo und Silas aus „Heiratsschwindler to go“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Dayo: Das wird so ein Spaß! Ich habe noch nie ein Interview gegeben, weil … egal. Ich bin so aufgeregt!
Silas: Wenn es dir Freude macht. Aber, nun ja, wäre es vielleicht möglich, dass es nicht in den USA erscheint?
Dayo: Claudias Blog ist auf Deutsch, ich denke, das geht klar.
Silas: Gut.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Dayo: Aber natürlich! Ich bin Dayo Prince, stolzer Besitzer eines VW-Busses und Yoga-Instructor. Achtsamkeitsübungen können wir auch machen, wenn du magst, das ist vielleicht sogar besser für ein Interview. Ich habe ein Faible für Eska Water und Poke-Bowls – beides leider schwer aufzutreiben, wo ich jetzt wohne – und ich bin definitiv der Charmantere von uns beiden.
Silas: Silas Mercier. Ich schnitze Holzfiguren und lebe am Meer.
Dayo: Er ist auch der Charmantere von uns beiden. Hab’ ich das schon gesagt?
Silas: Du hast das Gegenteil gesagt.
Dayo: Ich habe meine Meinung geändert.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Dayo: Ein liebenswerter Mann kommt in ein verschlafenes Küstenstädtchen und trifft auf einen mürrischen Einsiedler mit einer Schrotflinte. Er findet eine Freundin und ein Bild mit Katze. Dann lernt er kochen und geht in einen Pool. Es gibt eine Verfolgungsjagd, Missverständnisse, aber vielleicht ein Happy End. Mehr verrate ich nicht.
Silas: Ein Fremder parkt seinen Bus in meinem Garten.
Dayo: Das war nur ein Satz!
Silas: Aber der sagt schon alles.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Dayo: Definitiv. Ich habe das Gefühl, sie lacht sich manchmal schlapp, während sie tippt. Besonders wenn ich in Schwierigkeiten gerate. Was ich übrigens unfair finde, denn ich bin eigentlich ein sehr unkomplizierter Mensch.
Silas: …
Dayo: Silas?
Silas: Ich überlege, wie ich das höflich formulieren soll.
Dayo: Und?
Silas: Sie hat eindeutig Freude daran.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch? 
Dayo: Oh, da gibt es einige! Die im Pool, oder im Penthouse, als ich höre … aber das ist noch geheim, glaube ich. Oder der Moment in Silas’ Atelier … ja, das ist eindeutig die beste Stelle, oder, Silas?
Silas: Das erste Butter Tart.
Dayo: Das ist deine Lieblingsszene?! Nach allem, was vorgefallen ist??
Silas: Es war ein gutes Butter Tart.
Dayo: Claudia, schreib einfach, Silas' Lieblingsstelle ist die im Atelier. Er traut sich nur nicht, es zuzugeben.
Silas: …
Dayo: Silas?
Silas: Das Butter Tart war wirklich perfekt.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Dayo: Ich glaube, wir müssen all das machen, was sie gerne machen würde. Zum Beispiel in einem VW-Bus durch die Welt reisen.
Silas: Ich weiß nicht, immerhin hat sie schon mehrere Bücher fertiggeschrieben, ganz im Gegensatz zu einer anderen Person, die ich jetzt nicht nennen möchte …
Dayo: Aber sie weiß, wie es ist, schreiben zu wollen, und mehr zu löschen als zu tippen!
Silas: Und wie es ist, allein zu sein. Also, steckt wohl sehr viel von ihr in uns.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Dayo: Sie ist kreativ, und sie hat eindeutig einen hervorragenden Geschmack. Ich bin schließlich ihr Werk!
Silas: Sie ist geduldig.
Dayo: Das versteht sich von selbst. Sonst hätte sie dich kaum erfinden können.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Dayo: Der ist eine bodenlose Frechheit. Keine Ahnung, wie sie auf so etwas kommt!
Silas: Nun, ich finde ihn ganz amüsant.
Dayo: Nur um das hier festzuhalten: Erstens, mich hat niemand gefragt, und zweitens stimmt das nicht. Ich war noch nie verheiratet. Nicht mal verlobt.
Silas (leise): Aber … würdest du gerne?
Dayo: (sprachlos)
Silas: Nächste Frage, bitte.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Dayo: Silas sollte lächeln, er hat so ein schönes Lächeln. Aber wahrscheinlich existiert kein Foto, auf dem er das tut.
Silas: Ich verstehe nicht, warum der Leuchtturm drauf sein muss. Das wird womöglich noch mehr Touristen anlocken.
Dayo: Er tut nur so grummelig, Claudia … in Wahrheit ist seine größte Angst, dass die Gäste ihm alle Butter Tarts wegfuttern.
Silas: Zum Glück sind die wenigstens nicht drauf.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Silas: Bluewater Cove – Where Dreams Set Sail!
Dayo: Ach nö! Das ist doch Werbung aus einem Tourismusprospekt, kein Zitat.
Silas: Aber … es ist wahr geworden.
Dayo: (lange Pause): Okay, wir nehmen das.
Danke für das Gespräch
Dayo: Wir danken dir, Claudia! Und natürlich allen, die das hier lesen. Ohne Buchbloggerinnen wie dich würden Bücher wie unseres einfach in der Versenkung verschwinden! Also, vielen lieben Dank für deine Mühe, auch im Namen von Eva Lu.
Silas: Danke.
Dayo: Mehr hast du nicht zu sagen?
Silas: Dafür dürfte Claudia keine Schwierigkeiten haben, den Kern meiner Aussage zu erfassen.
Dayo: Ich glaube, wir brauchen beide dringend ein Butter Tart.
Silas: Auf Wiedersehen.
Dayo: (seufzt) Auf Wiedersehen, Claudia. Es war uns ein Vergnügen!

Samstag, 18. April 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Woodhaven 9 - Verboten und doch so süß von Kady Burton


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Flora und Dean aus „Woodhaven 9 - Verboten und doch so süß“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Dean: Ich wurde gezwungen. Na ja, vielleicht wurde ich auch mit einer Haggis-Pizza bestochen. Also … ich bin käuflich. Irgendwie.
Flora: Ich bin freiwillig hier, weil schließlich jemand dafür sorgen muss, dass er (deutet schmunzelnd auf Dean) keinen Unsinn erzählt.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Flora: Hi, ich bin Flora und ich lese zu viel, grübel zu viel und verliebe mich wahrscheinlich in den falschen Mann. (nuschelnd – eventuell habe ich mich längst verliebt, aber pssst). Ach ja, und ich trage meistens Schwarz, wobei mein Herz natürlich deutlich weniger düster ist, als viele glauben.
Dean: Dean. Werft, Verantwortung, zu wenig Schlaf. Und offenbar der schlechteste Babysitter der Welt … wobei ich diese Bezeichnung immer noch strikt ablehne.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Dean: Das grenzt an Arbeit (grinst). Ein Mann, der weiß, dass er Abstand halten sollte. Eine Frau, die ihm diesen Abstand unmöglich macht (dabei schielt er demonstrativ Richtung Flora). Ein Haus mit definitiv zu vielen Türen ohne Beschriftung. Zu viele Gedanken. Und Gefühle, die verdammt nochmal nicht erlaubt sind.
Flora:
Es ist die Geschichte darüber, wie man sich hoffnungslos in jemanden verliebt, den man nicht lieben sollte, weil es der beste Freund des Bruders ist. (Wangen werden tiefrot)
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Dean: Dessen bin ich mir ziemlich sicher, sie lacht dabei. Laut. Ich habe es gehört.
Flora: Sie hat uns in ein Badezimmer gesteckt. Nackt. Also ich war nackt. Schätze, das beantwortet die Frage ausreichend. (verzieht dabei das Gesicht, bevor sich doch ein Kichern löst)
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Flora: Alles, was leise ist. Ich liebe die Momente, in denen nichts gesagt wird und trotzdem alles irgendwie da ist. Und vielleicht auch die Szene, in der mein Schweinchenpyjama ihn ein bisschen aus dem Konzept bringt.
Dean: Die Momente, in denen sie lacht. Und die, in denen ich vergesse, dass ich sie eigentlich nicht ansehen sollte.
Beide fangen plötzlich an zu lachen, sagen gleichzeitig nur ein Wort und sehen sich dabei viel zu lange an - Popcorn
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Flora: Wahrscheinlich zu viel. Diese ganzen Gefühle kommen nicht von ungefähr, vielleicht habe ich sogar meinen Hang zu dunkler Poesie von ihr.
Dean: Unsere Autorin ist auch für das Chaos verantwortlich. Definitiv.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Dean: Ich werde mich dazu nicht äußern.
Flora: (schüttelt den Kopf über Dean) Romantisch und ein kleines bisschen sadistisch.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Dean: Mitspracherecht? Ich wurde nicht mal gefragt, ob ich in diese verdammte Geschichte einziehen will.
Flora: Der Titel passt leider viel zu gut. Hätte sie mich jedoch gefragt, wären mir bestimmt einige poetischere Worte eingefallen. (klopft dabei mit den Finger auf das Buch von Edgar Allan Poe)
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Flora: Ich liebe es, zudem fühlt es sich wirklich nach uns an. Ein bisschen weich, ein bisschen intensiv. Und ich liebe den Popcornbecher.
Dean:
Ich hätte vielleicht ein bisschen weniger Herzklopfen draufgepackt. Gut, die Rosen passen, immerhin habe ich sie Flora geschenkt. Also ja, es passt.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Flora: „Nicht jetzt. Versiegle meinen Mund mit tausend Schattenküssen, auf dass mein Herz dich nie vergesse.“ Oder hier das. „Doch wir liebten mit einer Liebe, die mehr war als Liebe.“ Hach, ich kann mich nicht entscheiden. (Lacht und blinzelt verstohlen zu Dean hinüber)
Dean:
„Die Nacht verfluche mein Herz, aber du bist das Einzige, was ich je ohne Zweifel wollte, Flora.“ (auch er sieht Flora an, räuspert sich dann und konzentriert sich dann auf ein imaginäres Steinchen, das er mit dem Fuß wegkickt)
Danke für das Gespräch
Dean: Danke dir. Ich geh dann wieder Abstand halten.
Flora: Ich danke dir, dass du uns hast zu Wort kommen lassen. (sieht sich um und flüstert dann leise) Er ist gleich wieder da, denn er ist nämlich nicht besonders gut im Abstand halten.