Donnerstag, 6. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Unterwegs zu mir - Zwischen Regenwald und Ozean von Nicole Bergmann


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Franzi, um mit ihr über das Buch „Unterwegs zu mir“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten. Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Hi, ich bin Franzi, 35 Jahre, Mama von zwei wundervollen Kindern (4 und 2 Jahre alt), verheiratet mit Jonas. Beruflich bin ich Projektmanagerin und ich liebe es zu Reisen (zumindest habe ich das geliebt, bevor ich Mutter wurde).
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Mein Alltag zwischen Kindern, Job und Haushalt wächst mir etwas über den Kopf. Im Buch begleitest du uns als Familie auf einer Wohnmobilreise durch Australien. Ich hoffe, dass diese Auszeit vom Alltag mir etwas Entspannung bringt.
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Ich glaube es macht ihr Freude zu sehen, wie ich über mich hinauswachse, und mitzufiebern, wann ich endlich für meine Bedürfnisse einstehe. Doch am meisten Freude hat sie sicher daran mit mir gemeinsam immer und immer wieder durch Australien zu reisen, in jeder Überarbeitungsrunde erneut, obwohl sie schon längst wieder zurück in Deutschland war.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Der erste Sonnenaufgang am Meer direkt nach unserer Ankunft in Australien. Dieses Wunder der Natur ist einfach so magisch. Seitdem liebe ich es am Strand entlang zu spazieren. Mit dem Wellenrauschen im Hintergrund fühle ich mich direkt mehr verbunden mit mir selbst.
Was glaubst du, wie viel Nicole steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Vermutlich mehr, als ihr recht ist. Ich weiß ja, dass sie selbst mir ihrer Familie eine ähnliche Reiseroute durch Australien hatte wie wir und wir ähnliche Erlebnisse zu unseren Highlights zählen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass in mir auch ein Teil Nicole steckt. Sie ist manchmal auch perfektionistischer als es ihr lieb ist.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Super sympathisch, sehr strukturiert mit einem großen Herz.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Ich weiß noch, wie wir an Silvester in Newcastle waren und Nicole das Wort „Ende“ unter den Roman geschrieben hat. Der Untertitel „Zwischen Regenwald und Ozean“ stand schon früh fest, weil wir beide so fasziniert von Cape Tribulation waren, der Ort, an dem der Regenwald aufs Great Barrier Reef trifft. Das war für uns sofort ein Sinnbild für den Roman. Beim Haupttitel hat Nicole sich echt schwer getan, hatte diverse Varianten auf verschiedene Zettel geschrieben, bevor sie ins Bett gegangen ist. Als sie morgens aufgewacht ist, habe ich ihr meinen Wunschtitel ins Ohr geflüstert und sie ist mit einer Sicherheit aufgewacht, dass sie den richtigen Titel für den Roman gefunden hat, sodass sie gar keinen Zettel mehr ziehen brauchte.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Ich bin so verliebt in das Cover. Ich weiß nicht, wann Laura Newman, die Coverdesignerin, uns heimlich in Australien besucht hat. Es ist wie ein echter Schnappschuss. Ich sehe förmlich, wie ich ständig in Gedanken bei meiner Familie bin. Gleichzeitig ist da die wunderschöne Natur Australiens, meine Lieblingsblumen, die Frangipanis. Der Regenbogenlori bringt etwas Farbe und Leichtigkeit ins Cover.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Vertraue dem Leben. Du hast es geschafft, dir diesen Traum zu erfüllen. Du kannst alles schaffen, was du willst.
Danke für das Gespräch.

Mittwoch, 5. August 2026

[Coverinterview] The Maidens Fate von Rebecca Weiß


 
Coverinterview „The Maidens Fate“

Heute habe ich Rebecca Weiß zu Gast auf meinem Blog. Sie wird mir ein paar Fragen zu ihrem neuen Cover beantworten.

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel?
Nach dem Titel
Hattest du schon eine genaue Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte?
Bei diesem Buch tatsächlich ja. Es ist aber sogar noch viel schöner geworden, als ich mir vorgestellt habe dank der lieben Magical Cover - Coverdesign
Welche Bedeutung haben für dich die zwei Silhouetten , die Äste, Federn und das Schloss?
Es handelt sich bei dem Buch um eine Märchenadaption zu dem Märchen „Die Gänsemagd“ der Gebrüder Grimm. Die Silhouetten stellen die Protagonistin (Prinzessin Lucia in Weiß) und Antagonistin (ihre Zofe Auria in Schwarz) dar. Die Federn wegen der Gänse(magd). Das Schloss spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte, da es um einen Streit wegen der Macht und Stellung am Hofe geht. Die Äste stehen für die Natur und den Wald, in dem einige Szenen spielen.
Wolltest du etwas Bestimmtes mit dem Cover ausdrücken?
Besonders die Silhouetten sollten die Gegensätzlichkeit der Prinzessin und ihrer Zofe zeigen und etwas magisches beim Betrachten fühlen lassen.
Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt?
„Ich weiß meine Freundin! Aber das hier ist das Leben, das ich mir wünsche!“
Bist du nun zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht etwas daran ändern wollen?
Ich bin nicht nur 100% zufrieden, sondern ich würde sagen 110% ! Die Designerin hat da echt etwas gezaubert, dass ich es mir sogar als Poster habe Drucken lassen und eingerahmt in meine Bibliothek gehängt habe ^^
Danke, dass du bei dem Coverinterview mitgemacht hast 😊

Dienstag, 4. August 2026

[Schnipseltime] Besuch von Felinea Prime von Luzi Morgenstern


 

Schnipsel aus „Besuch von Felinea Prime“

»Die höchstentwickelte, dominante Art nennt sich Mensch. Sie vernichtet aber viele der anderen Lebewesen und ihrer Lebensräume. Wenn sie mit der Zerstörung in diesem Tempo weitermacht, wird Terra in wenigen Jahren bis Jahrzehnten der ansässigen Zeitrechnung unbewohnbar werden …« 

Das Lächeln fiel aus Clawdens Gesicht wie ein nasser Lappen. 

Mensch. 

Wie das in seinen Ohren schon klang. 

~*~*~*~

Clawden konnte ein abfälliges Grinsen kaum unterdrücken. So ein lächerlicher, unwürdiger Name. Minka. Pff.

»Komm mit, ich zeige dir alles.«

Er führte Minka zuerst zum Ausstatter, der ihr im Handumdrehen mithilfe des Quantenfabrikators passende Kleidung fertigte. Immerhin konnte er seinen Gast doch nicht nackt herumlaufen lassen. Da sie Schwierigkeiten damit hatte, auf ihren Hinterbeinen zu gehen, bekam sie außerdem einen Rollator. Weiter ging es kreuz und quer durch das

Raumschiff, zu den Quartieren der Besatzungsmitglieder, in den Trainingsraum, zum

Speisesaal – er demonstrierte dort sogleich, dass man das Wunschessen einfach per Knopfdruck bestellen konnte, ohne dass ein anderes Lebewesen dafür sterben musste. Wie das zivilisierte Gesellschaften eben so machten. Rein mittels ihrer ausgefeilten Quantentechnologie wurde das gewünschte Produkt erschaffen. Minka kam aus

dem Staunen gar nicht mehr heraus, das konnte er ihr deutlich ansehen. Von welch alltäglichen, belanglosen Dingen sie fasziniert war, war beinahe schon … niedlich.

Clawden schüttelte sich.

Quatsch. Natürlich nicht niedlich, sondern bedauernswert!

~*~*~*~

Auf der Brücke – dies schien etwas ähnliches zu sein wie ein Wohnzimmer, es gab einen riesigen Fernseher – erzählte der Kapitän von seinem Heimatplaneten.

»Unsere Planeten sind einander gar nicht so unähnlich.« Clawden machte mit seiner Pfote eine wischende Bewegung zu einer roten Katze, die daraufhin auf ihrem Tisch herumtapste.

 ~*~*~*~

 »Und wenn ihr wollt, nehmen wir euch Katzen dorthin mit.«

»Was passiert dann mit meinen Menschen? Die beiden können ohne meine Schwester und mich unmöglich auf sich aufpassen.«

»Mach dir keine Sorgen, die Menschen werden wir alle vernichten.«

 ~*~*~*~

 »Wenn du sie kennenlernen würdest, würdest du es verstehen!«, fauchte Minka. 

Da hielt der Kapitän inne und murmelte: »… die Menschen kennenlernen …«

»Weißt du was, ich nehme dich mit! Lerne meine beiden Menschen kennen und du wirst schon sehen!«

 ~*~*~*~

 Clawden schnaubte. Natürlich dachte dieses naive Ding so.

»Außerdem sollte doch jeder das machen können, was einen glücklich macht«, fügte sie hinzu.

Glücklich? Clawden musste sich beherrschen, nicht noch einmal zu schnauben oder seine Augen zu verdrehen. Glück, klar. In einer Gesellschaft, die von Macht und Ansehen getrieben war, hatte glücklich sein keinen Platz.

 ~*~*~*~

 War es Ben oder Noah? Clawden war sich immer noch nicht sicher. Einer hatte etwas längere, wuschelige Haare, der andere einen Kurzhaarschnitt. Aber welcher war wer? Es interessierte Clawden allerdings auch nicht sonderlich, daher gab er sich keine Mühe, sie genauer zu studieren. Er war nur daran interessiert, wie sie Minka und Coco behandelten und da war es einerlei, ob es sich um den einen oder den anderen handelte. Menschen waren doch alle gleich.

[Coverinterview] Besuch von Felinea Prime von Luzi Morgenstern


 
Coverinterview
„Besuch von Felinea Prime“

Heute habe ich Luzi Morgenstern zu Gast auf meinem Blog. Sie wird mir ein paar Fragen zu ihrem neuen Cover beantworten.

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel?
Zuerst kam der Titel, der stand sehr bald im Laufe des Schreibprozesses fest. Das Cover habe ich erst kurz vor der Veröffentlichung gestaltet.
Hattest du schon eine genaue Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte?
Eher eine vage Idee, die sich dann im Laufe des Erstellungsprozesses zu einem Gesamtbild zusammengefügt hat. Die Katze im Weltraumanzug stand aber sehr bald fest.
Welche Bedeutung haben für dich die Stadt, der Sternenhimmel, die Katze und der Weltraumanzug?
Der Sternenhimmel war mir wichtig, um das Weltall zu symbolisieren. Außerdem kommt der Alienbesuch das erste Mal des Nachts. Die Katze im Weltraumanzug steht für Captain Clawden. Obwohl er in der Kurzgeschichte genau genommen keinen trägt, aber so wollte ich symbolisieren, dass er der Weltraumreisende ist. Ganz klein versteckt am Cover ist übrigens auch das Liebespaar Ben und Noah – wer findet es? 😊
Wolltest du etwas Bestimmtes mit dem Cover ausdrücken?
Ich wollte, dass man auf den ersten Blick erkennt, dass es eine Science Fiction Geschichte mit Katzen ist und hoffe, dass mir das gelungen ist.
Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt?
Hier eine Lieblingsszene:
Clawden konnte ein abfälliges Grinsen kaum unterdrücken. So ein lächerlicher, unwürdiger Name. Minka. Pff.
»Komm mit, ich zeige dir alles.«
Er führte Minka zuerst zum Ausstatter, der ihr im Handumdrehen mithilfe des Quantenfabrikators passende Kleidung fertigte. Immerhin konnte er seinen Gast doch nicht nackt herumlaufen lassen. Da sie Schwierigkeiten damit hatte, auf ihren Hinterbeinen zu gehen, bekam sie außerdem einen Rollator. Weiter ging es kreuz und quer durch das Raumschiff, zu den Quartieren der Besatzungsmitglieder, in den Trainingsraum, zum Speisesaal – er demonstrierte dort sogleich, dass man das Wunschessen einfach per Knopfdruck bestellen konnte, ohne dass ein anderes Lebewesen dafür sterben musste. Wie das zivilisierte Gesellschaften eben so machten. Rein mittels ihrer ausgefeilten Quantentechnologie wurde das gewünschte Produkt erschaffen. Minka kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, das konnte er ihr deutlich ansehen. Von welch alltäglichen, belanglosen Dingen sie fasziniert war, war beinahe schon … niedlich.
Clawden schüttelte sich.
Quatsch. Natürlich nicht niedlich, sondern bedauernswert!

Bist du nun zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht etwas daran ändern wollen?

Ich habe Stunden damit verbracht, es so hinzubekommen, wie ist es. In Summe bin ich zufrieden mit dem Ergebnis. Perfekt ist es nicht, aber ich mag es sehr gerne.
Danke, dass du bei dem Coverinterview mitgemacht hast 😊

Montag, 3. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Besuch von Felinea Prime von Luzi Morgenstern


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Minka und Captain Clawden aus „Besuch von Felinea Prime“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Mika: sehr gerne!
Clawden: *grummelt etwas unverständliches*
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Minka: Also! Ich lebe mit meiner Schwester Coco gemeinsam bei unseren Menschen Ben und Noah. In unserer Wohnung fehlt es uns an nichts und wir werden ordentlich verwöhnt. Weißt du, geboren wurden wir auf der Straße und …
Clawden: *wirft Minka einen vielsagenden Blick zu*
Minka: Ich glaube, ich rede zu viel.
Clawden: *räuspert sich* Ich bin Captain Clawden und kommandiere die Purriosity, ein Aufklärungs- und Forschungsschiff auf der Suche nach H2O.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Minka: Das Buch beschreibt, wir Clawden und ich uns kennen lernen. Naja, das ist vielleicht nicht ganz richtig gesagt. Er entführt mich nämlich.
Clawden: *räuspert sich erneut* Wir wollten die uns so ähnliche Lebensform der Katzen näher kennenlernen.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Beide, synchoron: Oh ja!
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Minka: Mir hat besonders gut gefallen, als Clawden mir das Raumschiff gezeigt hat. Und dann, als…
Clawden, unterbricht Minka: Captain Clawden, bitte. Und verrate nicht zu viel, es ist eine Kurzgeschichte.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Minka: Also, ich …
Clawden, drängt sich vor: Ähem. Luzi hegt großes Interesse für das Weltall und Astronomie. Aber auch Science Fiction wie Star Wars und Star Trek lässt das Herz höher schlagen. Von den Charakteren, nun, wir könnten nicht unterschiedlicher sein. Minka ist naiv und einfältig…
Minka: hey!
Clawden: Ich hingegen handle wohlüberlegt und reflektiert.
Minka: Natürlich. Ich habe die Armlehne deines Chefsessels gesehen.
Clawden: Das ist ein Kommandositz.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Minka: Toll!!
Clawden: Etwas zu perfektionistisch. Sollte mal das Pareto-Prinzip nachschlagen. Es ist doch normal, dass ein Buch nicht zu hundert Prozent perfekt ist. Sogar in große Verlagsbücher schleicht sich manch ein Tippfehler ein. Aber das Herz und die Leidenschaft stimmen schon so.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Minka: Also, hmm… ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Was soll dieses Felidingsda sein?
Clawden: Das ist mein Heimatplanet. Wir gehören zwar der Großen Allianz an, aber meine Crew und ich stammen von Felinea Prime. Der Titel stand recht bald fest, ist auch naheliegend gewesen. Nicht sehr kreativ, wenn du mich fragst.
Minka: Sei doch nicht immer so kritisch und negativ, Clawden.
Clawden: Captain Clawden.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Minka: Ich LIEBE es!
Clawden: Nun … also, man sieht schon, dass Luzi es selbst gemacht hat. Natürlich steckt da viel Zeit und Liebe drin und so weiter. Aber du weißt schon, was ich meine. Aber trashig passt doch auch Science Fiction. Kann man sich zumindest einreden.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Minka: oooh, da gibt es viele! Puh, wie soll ich mich da nur entscheiden … hmm … gut, ich nehme das da:
»Na, bist du wach, Minka?«, hörte sie die Stimme von Ben. Sie blinzelte ihn an und miaute zur Begrüßung.
»Wie, du bist schon wieder hungrig?«
Er konnte Gedanken lesen! Minka sprang mit einer eleganten Bewegung aus dem Karton.
Clawden: Was soll denn das für ein Lieblingszitat sein?
Minka: Na, weil Ben, einer meiner beiden Herzensmenschen …
Clawden, unterbricht Minka: Ich nehme das hier:
Sternzeit 384.67
Kurs 453.009x -32.123y 1.023z
Ein blauer Punkt erschien auf dem Sichtfenster, rundum nur das tiefste Schwarz des unendlichen Weltalls, durchbrochen vom Funkeln der Sterne, die Lichtjahre entfernt ihre Geheimnisse hüteten.
Minka: Was soll denn das für ein Zitat sein? Das ist einfach nur der erste Satz.
Clawden: Ich bin eben pragmatisch.
Minka: Was heißt pragma..hä?
Clawden, schüttelt den Kopf: Vergiss es. Dann nehme ich eben:
»Die höchstentwickelte, dominante Art nennt sich Mensch. Sie vernichtet aber viele der anderen Lebewesen und ihrer Lebensräume. Wenn sie mit der Zerstörung in diesem Tempo weitermacht, wird Terra in wenigen Jahren bis Jahrzehnten der ansässigen Zeitrechnung unbewohnbar werden …«
Das Lächeln fiel aus Clawdens Gesicht wie ein nasser Lappen.
Mensch.
Wie das in seinen Ohren schon klang.
Minka: Das ist aber nicht sehr nett.
Danke für das Gespräch
Minka: sehr gerne!
Clawden rollt die Augen und grummelt etwas, das sich verdächtig nach „so eine Zeitverschwendung“ anhört.

[Autoreninterview] Luzi Morgenstern


Autoreninterview
Luzi Morgenstern

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Gerne. Ich wohne in Graz mit meinem Mann, unseren zwei Kindern und drei Katzen. Tagsüber bin ich Lehrer, aber des Nachts erwacht mein Autoren-Ich. In meinen Geschichten tauche ich in fremde Welten ab, lerne neue Charaktere kennen und entdecke dabei gleichzeitig mich selbst.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Bereits in meiner Jugend habe ich gerne Geschichten geschrieben (damals noch fanfictions), dann lange Zeit nicht. Über eine Dungeons & Dragons Runde bin ich schließlich vor ein paar Jahren wieder aufs Schreiben gekommen und habe dabei gemerkt, wie sehr ich es liebe.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Neben einigen Anthologie-Beiträgen gibt es von mir bis jetzt folgende Kurzgeschichten:
20 Schicksale – 1 Kuss: Die Liebe ist so vielfältig wie die Menschen selbst. Das Buch erzählt kurze Schnipsel von Begegnungen: erste, letzte, hoffnungsvolle, traurige. All diese queeren Liebesgeschichten verbindet ein Kuss.
Mord in der Murstadt: Begleite einen Ermittler, dessen Privatleben deutlich besser laufen könnte, auf den Abgründen menschlichen Daseins.
Besuch von Felinea Prime: Alieninvasion, aber mit Katzen, die die Erde zerstören wollen. Kann die irdische Katze Minka die Alienkatzen überzeugen, die Erde zu verschonen?
Verbotene Liebe – Im Antlitz des Feindes: Zwischen Krieg und Verrat erblüht eine Liebe, die nicht existieren darf. Können Yinwarin und Fortis gegen den Hass ihrer Welten bestehen? Oder wird ihre verbotene Liebe sie beide ins Verderben stürzen?
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Derzeit finalisiere ich meine erste Veröffentlichung in Romanlänge: Schattenrabe, eine vampirische achillean Romantasy. ET 18.9.
Außerdem überarbeite ich „20 Schicksale – 1 Kuss“ und „Mord in der Murstadt“, da wird es bald neue Versionen geben!
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Natürlich schreiben, aber ich lese auch sehr gerne. Etwa 3x die Woche findet man mich außerdem im Gym.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Da gibt es viele. Am liebsten lese ich queere Romance und Fantasy, aber es darf auch gerne mal was anderes sein. Das letzte großartige Leseerlebnis hatte ich mit „Firewatch“ von Colin Hadler.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Meistens sitze ich einfach mit dem Laptop auf der Couch – was aber nie fehlen darf, ist die Tasse Kaffee. Egal zu welcher Uhrzeit 😊
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ein normaler Tag sieht bei mir so aus: Vormittags bespaße ich fremde Kinder, nachmittags und abends bespaße ich meine eigenen Kinder. Spät Abends kommt es darauf an: Unterricht vorbereiten/nachbereiten oder schreiben oder lesen/fernsehen/Gym. Mein idealer Tag bräuchte definitiv mehr als 24 Stunden …
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beides das gleiche: Queere Romance und Fantasy. Manchmal mache ich auch Ausflüge in andere Genres, sowohl beim Lesen als auch Schreiben.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern etwas zu tun trotz der Angst.
- das Zitat gefällt mir sehr gut, und ich versuche danach zu leben, auch wenn es mir nicht immer so gelingt, wie ich mir das wünsche. Das Zitat habe ich auch in einem Manuskript drin 😊
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Tatsächlich, ja! Japan. Seit meiner Jugend träume ich davon, mal dorthin zu fahren. Seit damals bin ich großer Anime/Manga-Fan, mich fasziniert die Kultur, die Technologie, die Leute, ihr Leben. Noch ist dieser Traum aber nicht in Erfüllung gegangen…
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich würde von mir selbst behaupten, dass ich mit konstruktiver Kritik durchaus umgehen kann. Sie hilft mir weiter, mich zu verbessern und an mir und meinen Skills zu arbeiten.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Im Gegensatz zu Veröffentlichungen bei einem Verlag kann ich alles selbst entscheiden: Angefangen von Cover und Buchsatz bis hin zum Veröffentlichungsdatum. Ich schätze diese Freiheiten sehr.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Seid offen für neues und gebt auch „kleinen“ Selfpublishern eine Chance 😊

Freitag, 31. Juli 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Kill my Pain - Dunkle Seelenverwandte von Ivy Lang


 

Buchvorstellung einmal anders

Nach dem Autoreninterview drückt mir Ivy ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Kill my Pain – dunkle Seelenverwandte“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist sie weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da kommt die Autorin wieder in den Raum und setzt sich zu uns.

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Buch: Klar, gerne. Legen wir los.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Buch: Endlich darf ich auch mal zu Wort kommen. Ivy hat Euch ja schon viel erzählt.
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Buch: Ich entstand aus einer eigentlich viel düsteren Idee – einer sehr toxischen Geschichte, die Ivy mal ausprobieren wollte. Aber sie hat sich dann dazu entschlossen, nicht dem Trend zu folgen und die Romance immer krasser zu erzählen. In mir begegnen sich zwei völlig unterschiedliche Menschen auf Augenhöhe. Die Protagonistin Sophie ist eine Frau des Gesetzes, die durch den Mord an ihrem Vater komplett aus der Bahn geworfen wird. Sie lässt sich mit einem kriminellen Mann fürs Grobe (Cent) ein, um den Mörder zu finden, weil sie sich rächen will. Diese dunkle Seite an ihr bricht hervor, während der Cent ihr irgendwann einfach nur helfen will. Sie sind wirklich „dunkle Seelenverwandte“.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genau so?
Buch: Ivy schreibt am liebsten Dialoge, glaube ich. Kommt von Drehbuch schreiben, was sie früher gemacht hat. Sie schreibt schon gerne düstere Settings. Am schwierigsten waren wohl die Kampfszenen.
Ivy: Oh, ja. Dazu habe ich mir sogar Fachliteratur besorgt. (Ich empfehle hier „Fight.Write.“ von Karla Hoch). Abgesehen davon gibt es eigentlich keine Situation, bei der besondere Schwierigkeiten habe beim Schreiben. Wenn ich mal im Flow bin, dann geht es einfach. In diesem Roman allerdings hatte ich ein Problem. Die Protagonisten reden nicht viel bzw. teilen sich viel mit Blicken und non-verbalen Ausdrücken mit. Das war im Lektorat die Hölle, die ganzen Wortwiederholungen wie „schaute“, „blickte“, „Augen“ etc. auszumerzen.
Buch: Stimmt. Das war ein ganz schöner Krampf.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Buch: Meine Lieblingsstelle ist Sophies und Cents erste Begegnung. Sie hält ihn zunächst für den Mörder und vereinbart ein Treffen unter dem Vorwand, ihm einen Auftrag geben zu wollen. Sie treffen sich spät abends in einer Kirche, die wegen Renovierungen gerade geschlossen ist. Sophie hat irgendwie einen Plan, der praktisch voll in Hose geht, sie konfrontiert ihn, aber Cent lässt sie gehen. Er ist gar nicht der Mörder ihres Vaters und auch nicht so bösartig, dass er ihr etwas antun würde. Diese Erkenntnis verstört Sophie erst einmal total. Ein super Auftakt für das, was noch folgt – sie wird Cent noch ganz anders kennenlernen.
Ivy: Ich mag die Szene auch sehr. Meine persönliche Lieblingsszene ist aber eine andere – eine, die gar nicht so wichtig erscheint. Als Sophie mit Cent die Beweise, die sie gesammelt haben, bespricht und er ihr sagt, dass es allein ihre Entscheidung ist, was sie damit macht. Er sagt ihr klar, was es für Konsequenzen haben wird, wenn sie alles an die Polizei gibt. Später sagt er ihr auch, was es bedeutet, Rache zu üben. Doch er hält sie nie von irgendwas ab. Er ist für sie da, aber lässt sie ihre Entscheidungen treffen.
Weißt du wie viel Ivy tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Buch: Sophie trägt sehr viel von Ivys Perfektionismus in sich. Dieses niemals wirkliche Zufriedensein.
Ivy: Ja, das stimmt schon. Nur ist es bei Sophie noch viel ausgeprägter, fast schon auf die Spitze getrieben.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: Sophie ist – wie gesagt – sehr perfektionistisch und ehrgeizig. Sie wirkt auch immer super kontrolliert.
Ivy: Eine Leserin hat mir mal gesagt, Sophie würde zum Lachen in den Keller gehen. Das passt sehr gut. Auf der anderen Seite, macht sie ja auch ganz schön was mit.
Buch: Cent liebe ich über alles. Er ist so cool, obwohl er so unnahbar rüberkommt. Sein düsterer Aufzug, ein manly man durch und durch. Er ist so verschlossen, weil er sich aufgrund seiner Vergangenheit als „menschliches Recyclingmaterial“ ansieht. Deshalb arbeitet er allein und möchte sich nicht zu sehr auf zwischenmenschliches einlassen.
Ivy: Ich habe auch einen Crush auf Cent, aber das muss so sein, sonst hätte ich ihn nicht so gut schreiben können. Er verbirgt tiefe Emotionen in sich, aber er tut immer das Richtige.
Buch: Mein liebster Nebencharakter ist Meister Xue. Ich meine, hallo? Ein Kung-Fu-Meister, der Sophie trainiert hat und irgendwie zum Ersatzvater für sie wird.
Ivy: Es mir sehr viel Spaß gemacht, Meister Xue zu schreiben. Er ist immer so ruhig und ganz bei sich, auch weise auf seine Art. Er leitet Sophie immer noch an, obwohl er sie nicht mehr trainiert, zeigt ihr den Weg.
Buch: Sophies Mutter, obwohl sie nur ganz kurz vorkommt, ist auch herrlich. Eine Matrone! Aber, Spaß beiseite: Andy ist ein Schatz, oder?
Ivy: Andy ist eine der Leibwächter von Sophies Vater. Sie und Sophie hatten mal was miteinander. Wahrscheinlich fühlt sich Andy deshalb noch ein bisschen verantwortlich für Sophie, bzw. macht sich Sorgen, als sie von den Racheplänen erfährt.
Buch: Ohne zu viel zu spoilern – ich muss gestehen, ich bin ein bisschen verschossen in Brendan, den anderen Leibwächter von Sophies Vater. Wir sehen ihn ja kämpfen und – meine Güte! – da steigt mein Puls.
Ivy: Ich gestehe offen und gerne, dass ich so einen Bodyguard auch manchmal gerne hätte. Aber… na ja… vielleicht nicht gerade Brendan. Was ist denn eigentlich mit Grace?
Buch: Grace ist toll. Sie hat einen tollen Arc für eine Nebenfigur. Drogenabhängig und ziemlich fertig zu Beginn und dann bessert sich alles für sie. Bei Sophie löst sie zuerst Verurteilung und später Mitleid aus, aber sie zeigt ihr, dass Wunden heilen können.
Ivy: Genau. Sophie sieht, wenn Grace es schafft, dann schafft sie es auch.
Buch: Halt! Wir haben den wichtigsten Nebencharakter vergessen! Mr. Jones, den Kater.
Ivy: Der Streuner, den Cent in seine Obhut nimmt. Ja, er ist tatsächlich nicht ganz unwichtig. Er zeigt, dass Cent ein Herz hat, sorgt ein bisschen für Comic Relief und maunzt im richtigen Moment.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Buch: Frag mich nicht! Ich bin da raus.
Ivy: Ich bin so schlecht im Finden von Titel. Für mich war es einfach ewig lange einfach „Projekt Cent“. Ich habe irgendwann ein paar Ideen für mögliche Titel an den Verlag gesendet und mir gedacht „Die finden schon einen, der passt“. Sie haben tatsächlich den gewählt, den ich als erstes aufgeschrieben habe. Und er passt wirklich perfekt.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Buch + Ivy: Wir lieben es!
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Buch: „Sie schienen sich gegenseitig auf dem tiefen, dunklen Grund der Seele des anderen einzunisten und die Dunkelheit dort nicht zu fürchten, sondern sie sogar willkommen zu heißen.“ – Das beschreibt die Gefühle zwischen Sophie und Cent einfach so treffend. Sie lernen sich von der dunklen Seite her kennen, aber genau das schweißt sie zusammen.
Ivy: Ja, das ist auch mein Lieblingszitat.
Obwohl es selbst in Autorenkreisen nicht üblich ist, dass das Buch antwortet, bedanke ich mich bei dem Buch: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«
Buch: Danke ebenfalls, dass ich mal zu Wort kommen durfte, auch wenn es ungewohnt ist, so über mich zu plaudern.
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir und das tolle Interview.«
Ivy: Vielen, lieben Dank für Deine Zeit und Aufmerksamkeit.