Donnerstag, 20. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Neue Zeiten auf der Kö - Die Designerin von Bettina Lausen


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Grace und Luciano aus „Neue Zeiten auf der Kö – Die Designerin“ und deren Autorin Bettina Lausen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Bettina: „Ich lasse Grace und Luciano gern den Vortritt.“
Grace: „Das hat ja schon gut geklappt. Immer hat sie das erste Wort.“
Luciano: „Also ich unterstütze Grace immer!“
Es wäre schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Grace: „Ich bin eine Nippy aus London, doch ich liebe es, neue Kleider zu entwerfen, und Düsseldorf, die Stadt der Mode, hat mich von Anfang an fasziniert.“
Luciano: „Vielleicht verstehen die Zuhörer kein Englisch. Sie hat dort als Kellnerin gearbeitet. Reine Verschwendung ihres Talents. Ich habe noch nie jemanden erlebt, der so viel raffinierte Ideen hat, wenn es um Mode geht. Ich bin übrigens gelernter Schneider und habe eine Schneiderei in Düsseldorf. Ursprünglich stamme ich aus Italien und bin während des Krieges hier gestrandet.“
Bettina: „Gestrandet ist gut, deine Eltern haben dich verstoßen. Und Grace hat noch vergessen zu sagen, dass ihre Großmutter aus Deutschland stammt, doch ihr Vater diesen Umstand am liebsten verheimlichen würde. Ich lebe übrigens in Haan, ganz in der Nähe von Düsseldorf.“
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Luciano: „Eine Liebesgeschichte in der deutschen Stadt der Mode.“
Grace: „Das Buch ist doch noch viel mehr! Was ist mit deiner Schwester, meiner Großmutter und meinem Bruder? Und dann die vielen Ideen und Kleider … und unsere Träume.“
Bettina: „Ich fasse das lieber mal kurz von außen zusammen. Die Londonerin Grace reist gegen den Willen ihrer Eltern zur Hochzeit ihrer Freundin nach Düsseldorf. Dort verliebt sie sich Hals über Kopf in den attraktiven Schneider Luciano. Gemeinsam träumen sie von einer eigenen Modemarke.“
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Bettina grinst: „Natürlich tut es das.“
Grace grinst ebenfalls: „War so klar.“
Bettina: „Aber ohne Stolpersteine wäre eine Geschichte langweilig. Mir ist es auch wichtig, dass die Figuren eine interessante Vergangenheit und Familiengeschichte haben. Meist steckt da noch so viel drin, dass die Vorgeschichte auch einen Roman wert wäre.“
Grace: „Du könntest einen Roman über meinen Bruder schreiben, wie er in Dünkirchen …“
Bettina: „Lieber über deine Großmutter, wie sie aus dem Elternhaus in Bad Godesberg geflohen ist, um dem Mann ihres Herzens nach London zu folgen.“
Grace bekommt feuchte Augen: „Ja, bitte.“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Bettina: „Ich habe es geliebt, die Tanzszenen zu schreiben.“
Grace: „Ich liebe es, zu tanzen.“
Bettina: „Wusstest du, dass du ursprünglich Tänzerin werden solltest, mit Liebe zu Musik und Rhythmus im Herzen?“
Grace: „Das hast du mir noch gar nicht erzählt, aber das wäre auch etwas für mich gewesen. In einem anderen Leben, einem anderen Universum.“ Sie gibt Luciano einen Kuss auf die Wange.
Bettina: „Hier mal ein kleiner Ausschnitt.“
»Noch einen Tanz?«, fragte Luciano kokett.
»Habe ich nicht gesagt, das war der letzte?« Ihr Widerstand war nur halbherzig. Natürlich könnte sie die ganze Nacht mit Luciano Rosati über die Tanzfläche schweben und würde keine Sekunde bereuen, aber ihre Füße schmerzten wirklich. Hätte sie geahnt, dass sie heute stundenlang das Tanzparkett unsicher machen würde, hätte sie flache Schuhe angezogen oder sich welche zum Wechseln mitgebracht.
»Das haben Sie gesagt, aber gedacht haben Sie etwas anderes.« Er zog sie in die Arme und schob sie wieder über die Tanzfläche. Grace lachte und ließ sich von ihm treiben. Sie hatte sich noch nie so leicht und gleichzeitig so geschunden gefühlt. Der Schwebezustand war wie eine Sucht.
Wie viel echte Bettina steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
In jedem meiner Bücher steckt ein wenig von mir. Genauso wie meine Charaktere tanze ich gern und habe früher auch mal Formation getanzt.
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Luciano: „Offenherzig und kreativ. Sie hat Verwandte in Italien genauso wie ich.“
Grace: „Sie ist aber auch sehr durchstrukturiert und sie liebt Tee, genauso wie ich.“
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Grace: „Zuerst sollte ich eine Verlegerin werden und eine Modezeitschrift herausbringen, aber Bettina hat schnell gemerkt, dass gar nicht mein größter Wunsch ist. Ich wollte lieber Kleider entwerfen, obwohl ich beim Schneidern zwei Linke Hände habe und gerade mal einen Knopf annähen kann.“ Grace verschränkt die Arme. „Ich habe mich quer gestellt und Bettinas kreativen Prozess lahmgelegt. Sie musste mich neu überdenken und die ganze Handlung umarbeiten.
Bettina: „Ja, dann musste ich sogar zu meiner Verlegerin gehen und fragen, ob ich alles anders machen darf. Zum Glück war sie einverstanden. Der Titel stand dann relativ schnell fest.“
Grace: „Wobei du recherchieren musstest, ob es den Begriff „Designerin“ bereits 1954 gab.“
Bettina: „Das war ein Problem. Geläufig war der Begriff damals noch nicht, dafür heute. Und ich habe einen Beweis in einer Zeitung gefunden, dass der Begriff „Designer“ damals zumindest schon mal aufgetaucht ist.“
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Grace strahlt: „Ich mag es, dass meine rötlichen Haare gut getroffen sind.“
Luciano: „Schade, dass ich nicht auf dem Cover zu sehen bin.“
Grace stößt ihn mit dem Ellenbogen in die Seite: „Es sind immer die Frauen auf dem Cover zu sehen. Das war bei Eva und Zuria doch auch so.“
Luciano: „Stimmt. Die Journalistin und die Fotografin. Da konnten wir die Tradition natürlich nicht brechen.“
Bettina: „Ich mag das Cover auch. Außerdem finde ich es super, dass das Düsseldorfer Rathaus und das Jan-Wellem-Reiterstandbild zu sehen sind. Der Lokalkolorit wird hier sehr deutlich, aber natürlich ist das Buch für alle interessant, die sich für Mode und Geschichte interessieren oder einfach eine schöne Liebesgeschichte lesen möchten.“
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Grace: „Liebe Gott und dich selbst. Dann wird dir alles gelingen. Das stammt von meiner Großmutter.“ Sie grinst.
Luciano: „Du bist immer so sentimental. Mein Lieblingszitat ist: Herr Rosati legte eine Hand auf sein Herz. »Für mich ist Schneidern Leidenschaft.«
Bettina: „Ich mag es, wenn die beiden sich necken. Zum Beispiel, als sie sich das Benrather Schloss anschauten.“ Bevor sie ins Innere durften, mussten sie Filzpantoffeln anziehen. Mit ihren Pumps schwankte Grace anfangs, worüber Luciano herzhaft lachte.
»Probier du mal, mit Pumps in diesen Schluffen zu laufen«, warf sie ihm entgegen.
Vielen Dank für das Gespräch
Grace: „Wir bedanken uns auch.“
Bettina: „Ich danke dir!“

Mittwoch, 19. August 2026

[Schnipseltime] Leni und ihr sprechender Hamster Bixby - Ein magisches Flugabenteuer von Mila Mondlicht


 

Mit einer ganz eleganten Bewegung schwebte Leni, die ihren kleinen Freund Bixby nun sicher auf der Schulter sitzen hatte, hinüber zu dem großen Fenster, das zu dem wilden Garten hinter dem Haus führte. Als sie sich der Glasscheibe näherten, passierte schon das nächste kleine Wunder, denn das Fenster öffnete sich ganz von alleine mit einem leisen, melodischen Klingeln, als wolle die magische Welt die beiden Kinderzimmer-Helden herzlich Willkommen heißen.

Eine herrlich warme Abendbrise wehte ihnen entgegen, die nach frischem Gras, süßen Erdbeeren und einem ganz kleinen bisschen Abenteuer duftete.

»Guck mal, Leni, der Garten!«, piepste Bixby mit ganz großen, glänzenden Knopfaugen und zeigte mit seiner winzigen Pfote voller Aufregung nach unten. »Das ist… das ist überhaupt nicht mehr unser normaler Rasen!«

»Der Zauberpfad wartet auf uns, Bixby«, sagte Leni mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht, nahm all ihren Mut zusammen und stieß sich ganz sacht vom Fensterbrett ab.

~ Kapitel 9

[Coverinterview] Leni und ihr sprechender Hamster Bixby - Ein magisches Flugabenteuer von Mila Mondlicht


 
Coverinterview „Leni und ihr sprechender Hamster Bixby – Ein magisches Flugabenteuer“


Heute habe ich Mila Mondlicht zu Gast auf meinem Blog. Sie wird mir ein paar Fragen zu ihrem neuen Cover beantworten.

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel?
Das Cover entstand nach dem Titel. Der Titel stand schon früh fest und während des Schreibens entwickelte sich nach und nach die Idee für das Cover.
Hattest du schon eine genaue Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte?
Eine genaue Vorstellung hatte ich am Anfang noch nicht. Es gab aber ein paar Dinge, die für mich von Anfang an feststanden. Bixby musste unbedingt auf das Cover, genauso wie der Kissenberg, weil beide eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen. Eigentlich hatte ich auch überlegt, Leni mit auf das Cover zu nehmen. Obwohl sie ein Kind ist und das natürlich etwas anderes ist als ein erwachsener Mensch, gefallen mir Buchcover mit Personen einfach nicht so gut. Deshalb habe ich mich am Ende dagegen entschieden. Alles andere hat sich während des Schreibens nach und nach entwickelt, bis das Cover schließlich so aussah, wie es heute aussieht.
Welche Bedeutung haben für dich der Teddy, der Hamster und das Sternenmeer?
Das Cover zeigt Lenis Kinderzimmer, denn genau dort beginnt das ganze Abenteuer. Der Teddy steht für die gemütliche Atmosphäre eines Kinderzimmers und soll dieses Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Der Hamster ist natürlich Bixby, der mit seinem Traum vom Fliegen die Geschichte überhaupt erst ins Rollen bringt. Das Sternenmeer soll übrigens eigentlich Sternenstaub beziehungsweise glitzernde Magie darstellen. 😄 Der Sternenstaub spielt eine wichtige Rolle, denn durch ihn beginnt die Magie und damit auch das eigentliche Abenteuer. Deshalb war mir wichtig, ihn ebenfalls auf dem Cover aufzugreifen.
Wolltest du etwas Bestimmtes mit dem Cover ausdrücken?
Eigentlich nicht. Mir war einfach wichtig, dass das Cover gemütlich, warm und magisch wirkt. Es sollte schon auf den ersten Blick zeigen, dass die Leserinnen und Leser ein liebevolles Abenteuer erwartet und Lust bekommen, gemeinsam mit Leni und Bixby in diese Welt einzutauchen.
Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt? 
»Zauberei fragt nicht danach, wie groß oder wie schwer man ist, Leni. Zauberei braucht einfach nur ganz viel Freude und ein großes Herz.«
Dieses Zitat ist mein Lieblingssatz aus dem Buch, weil er für mich zeigt, worum es in der Geschichte wirklich geht: Man muss nicht perfekt sein, um etwas Besonderes erleben zu können. Manchmal reichen Mut, Fantasie und ein großes Herz.
Bist du nun zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht etwas daran ändern wollen?
Ja, ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit dem Cover. Für mich fängt es genau die gemütliche, magische Atmosphäre der Geschichte ein. Auch heute würde ich nichts daran ändern.
Danke, dass du bei dem Coverinterview mitgemacht hast 😊

Dienstag, 18. August 2026

[Schnipseltime] Eleven - 11 Kurzgeschichten - Psychothriller von Lia Shadow


 

Die Dunkelheit war nicht schwarz. Sie war ein flimmerndes, graues Nichts, das schwer auf Lindas Augäpfeln lastete. Unter den dicken Schichten aus Mull und Klebeband pochte die frische Narbe an ihrer rechten Netzhaut bei jedem Herzschlag.

»Ganz ruhig, Linda. Atme flach. Du weißt, was der Chirurg gesagt hat. Jede Erschütterung, jeder Druck könnte die Heilung ruinieren«, flüsterte eine Stimme.

Die Stimme klang wie die von Mark. Es war sein Klang, seine sanfte Art, die Silben am Ende eines Satzes ein wenig in die Länge zu ziehen. Und doch... da war ein Echo, das nicht stimmte.

Linda wollte instinktiv protestieren und nach der juckenden Binde greifen, doch die nackte Angst vor der ewigen Dunkelheit lähmte sie. Der Chirurg hatte ihr eingeschärft, dass die mikroskopischen Nähte an ihrer Netzhaut wie morsches Garn reißen würden, wenn sie den Verband auch nur einen Millimeter verschob.

Linda lag starr auf dem Rücken. Sie spürte, wie sich die Matratze absenkte, als er sich neben sie auf die Bettkante setzte. Die Federn quietschten - ein vertrautes Geräusch, das sie seit zehn Jahren hörte. Aber der Geruch war falsch.

Mark benutzte ein Aftershave, das nach Zitrus und altem Leder roch. Dieser Mann hier roch nach Chlor und billigen Pfefferminzpastillen.

~ Akte 2: Blindes Vertrauen

[Coverinterview] Eleven - 11 Kurzgeschichten - Psychothriller von Lia Shadow


 
Coverinterview „Eleven – 11 Kurzgeschichten – Psychothriller“


Heute habe ich Lia Shadow zu Gast auf meinem Blog. Sie wird mir ein paar Fragen zu ihrem neuen Cover beantworten.

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel?
Das Cover entstand erst nach dem Titel. Der Titel ELEVEN stand für mich schon früh fest, weil er perfekt zum Konzept mit den elf Kurzgeschichten passt. Als das Manuskript fertig war, hatte ich schließlich die passende Idee für das Cover.
Hattest du schon eine genaue Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte?
Am Anfang überhaupt nicht. Während des Schreibens hatte ich immer wieder neue Ideen, aber keine hat sich richtig angefühlt. Erst als das Buch fertig war, kam mir die Idee mit den roten Scherben. Ursprünglich wollte ich zusätzlich noch eine gestrichelte Linie mit elf Lücken einbauen, passend zum Titel ELEVEN. Am Ende habe ich mich dagegen entschieden, weil das Cover ohne dieses Element deutlich besser aussah.
Welche Bedeutung haben für dich die Scherben, der körnige schwarze Hintergrund und die Farbe Rot?
Die Scherben spielen auf den Prolog an und ziehen sich symbolisch durch das gesamte Buch. Jede Geschichte hinterlässt gewissermaßen einen kleinen Splitter beim Leser. Genau dieses Bild greift auch der Prolog auf.
Die Farbe Rot steht für Gefahr, Gewalt und die psychische Anspannung, die sich durch alle elf Kurzgeschichten zieht. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass das Cover sofort ins Auge fällt. Der zweite Band (TWELVE) wird aber eine andere Farbe bekommen, als ELEVEN, sowie auch Band 3 und 4. Die Farbe für Band 2 kann ich schonmal verraten: Gelb/Gold.
Der schwarze Hintergrund hat für mich keine besondere Bedeutung. Er sorgt vor allem dafür, dass die roten Scherben stärker zur Geltung kommen.
Wolltest du etwas Bestimmtes mit dem Cover ausdrücken?
Ehrlich gesagt wollte ich damit gar nichts Bestimmtes ausdrücken. Mir war einfach wichtig, dass das Cover zur Atmosphäre des Buches passt. Als ich die Idee mit den Scherben hatte, wusste ich sofort: Das ist es. Es hat sich einfach richtig angefühlt.
Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt? 
Mein Lieblingszitat stammt aus dem Prolog:
»Jede einzelne von ihnen ist darauf ausgelegt, einen Splitter in dir zu hinterlassen. Einen winzigen Keil aus Glas, der sich tief in dein Bewusstsein schiebt.«
Ich finde, dieser Satz beschreibt ELEVEN perfekt.
Bist du nun zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht etwas daran ändern wollen?
Ich bin tatsächlich zu 100 % zufrieden. Natürlich entwickelt man sich als Autorin immer weiter, aber bei diesem Cover würde ich heute nichts mehr ändern. Es spiegelt den Inhalt genau so wider, wie ich ihn mir vorgestellt habe.
Danke, dass du bei dem Coverinterview mitgemacht hast 😊

[Autoreninterview] Lia Shadow und Mila Mondlicht


Autoreninterview
Lia Shadow und Mila Mondlicht

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hey, ich bin Lia Shadow und schreibe Psychothriller. Unter dem Namen Mila Mondlicht veröffentliche ich außerdem Kinderbücher. Ich bin 20 Jahre alt, komme aus NRW und habe seit über fünf Jahren leuchtend rote Haare. Beim Nachfärben sieht mein Badezimmer jedes Mal aus wie ein Tatort aus einem Psychothriller. 🙈
Das Schreiben ist aktuell mein Vollzeitjob und meine größte Leidenschaft - ich liebe es, Geschichten zu erzählen und Menschen damit zu begeistern.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Zum Schreiben bin ich durch Sebastian Fitzek gekommen. Nachdem ich Der Nachbar gelesen hatte, war ich so begeistert von Psychothrillern, dass ich selbst welche schreiben wollte. Irgendwann kam dann die Idee dazu, auch noch in einem zweiten Genre zu schreiben. Da ich zwei kleine Brüder habe und Kinderbücher schon immer etwas Besonderes für mich waren, habe ich mich schließlich dafür entschieden, auch Kinderbücher zu schreiben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Im Genre Psychothriller sind von mir bereits drei Werke erschienen: „Shadows of Revenge“ im Februar 2026, die Raphael-Steinberg-Reihe im März und „ELEVEN“ im Mai.
Mein Debüt „Shadows of Revenge“ erzählt die Geschichte von Paula, deren beste Freundin Mara unter mysteriösen Umständen verschwindet und die daraufhin in ein gefährliches Spiel gezogen wird, in dem sie niemandem mehr trauen kann.
Danach habe ich die Raphael-Steinberg-Reihe geschrieben: drei kurze, in sich abgeschlossene Fälle um den Hamburger Hauptkommissar Raphael Steinberg, der immer wieder an die dunklen Seiten der menschlichen Psyche gerät.
Mit „ELEVEN“ bin ich dann noch einen Schritt weiter gegangen und habe elf kurze, sehr düstere Geschichten zusammengestellt, die sich um Momente drehen, in denen eine einzige Entscheidung alles verändert.
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Im Genre Kinderbücher habe ich bereits zwei Bücher und ein Cozy-Malbuch veröffentlicht.
Mein erstes Kinderbuch „Der Fuchs & Der Frosch“ erschien am 1. Juni 2026 und erzählt von Finn, dem stolzen, trockenen Fuchs, und Fridolin, dem nassen Frosch, die lernen, die Welt des anderen zu verstehen.
Am 30. Juni folgte „Leni und ihr sprechender Hamster Bixby“ - ein magisches Flugabenteuer, in dem die achtjährige Leni und ihr kleiner Hamster Bixby gemeinsam entdecken, dass ihre Welt voller echter Zauberei steckt.
Gleichzeitig habe ich ein Cozy-Malbuch herausgebracht, das nicht nur für Kinder, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene geeignet ist.
Mir macht es große Freude, mit diesen Büchern eine warmherzige und magische Seite zu zeigen. 🫶🏻
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, sogar an mehreren. Aktuell schreibe ich an TWELVE, dem zweiten Band meiner FIFTY: THE ARCHIVE-Reihe und dem Nachfolger von ELEVEN. Während ELEVEN aus elf Kurzgeschichten besteht, werden es in TWELVE zwölf Kurzgeschichten. Zwei davon sind bereits fertig - für die restlichen zehn warte ich momentan noch auf die zündenden Ideen.
Außerdem probiere ich mich gerade an einem neuen Genre: Ugly Cry Romance. Bisher habe ich die Geschichte nur grob geplottet, aber ich bin gespannt, was daraus wird. Veröffentlichen würde ich sie ebenfalls unter meinem Pseudonym Lia Shadow.
Auch meine nächsten Kinderbücher sind schon in Planung. Ich möchte eine Reihe über die Geschwister Mia und Ben und ihren Kater Milo schreiben, die gemeinsam als Detektiv-Trio die kleinen und großen Rätsel des Alltags lösen. Die Geschichten sollen gemütlich, witzig und voller Entdeckergeist sein.
Ihr kennt ja vermutlich alle die Conni-Pixi-Bücher, oder? Davon gibt es ja über 100 Geschichten. Genau das hat mich inspiriert. Mein Traum ist es, irgendwann selbst eine große Kinderbuchreihe mit 50 bis 100 Geschichten über Mia, Ben und Milo zu schreiben. Das wird natürlich sehr sehr lange dauern, aber ich finde den Gedanken einfach total schön. Die Geschichten werden dann nach und nach zunächst als E-Books erscheinen und später auch als Taschenbücher - entweder einzeln, als Sammelbände oder vielleicht sogar beides.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
In meiner Freizeit lese ich am liebsten. Ab und zu zocke ich auch gerne oder treffe mich mit Freundinnen. Außerdem bin ich oft mit einer Freundin oder meinem Freund auf dem E-Scooter unterwegs (am meisten mit meinem Freund). Wir fahren dann einfach irgendwo durch die Gegend, ohne wirklich ein Ziel zu haben.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Mein bisheriges Jahreshighlight ist „Kein Ort dieser Welt“ von Marie Döling. Es war tatsächlich das erste Buch, das mich zum Weinen gebracht hat. Auch ihre anderen Bücher haben mir unglaublich gut gefallen, deshalb gehört sie definitiv zu meinen Lieblingsautorinnen.
Ein weiteres Highlight war „Breathless Without You“ von Olive Wilson, das ich bereits vorab als Bloggerin lesen durfte. Es hat mich emotional total mitgenommen - zum Weinen hat nicht mehr viel gefehlt. Einige Tränen hatte ich immer wieder in den Augen beim lesen. Außerdem ist Olive einfach Mega sympathisch und ich freue mich schon sehr auf ihre nächsten Bücher. Sie gehört definitiv auch zu meinen Lieblingsautorinnen.
Wenn es um Psychothriller geht, führt für mich aber kein Weg an Sebastian Fitzek vorbei. Er ist mein absoluter Lieblingsautor in diesem Genre. Ich habe bereits viele seiner Bücher gelesen und mein Ziel ist es, irgendwann einmal alle gelesen zu haben.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten schreibe ich auf dem Sofa oder draußen im Garten - und tatsächlich fast immer auf meinem Handy. Generell schreibe ich am liebsten an Orten, an denen ich es gemütlich habe. Sobald ich mit dem Schreiben fertig bin, übertrage ich alles auf den PC und kümmere mich um die letzten Schritte, zum Beispiel die Seitenzahlen. Wobei… wenn ich ehrlich bin, übernimmt das meistens mein Vater, weil ich dafür irgendwie einfach zu blöd bin. 😅
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Mein Schlafrhythmus ist ehrlich gesagt ziemlich chaotisch. Meistens gehe ich erst nach 5 Uhr morgens schlafen und stehe erst zwischen 15 und 17 Uhr auf. Ab und zu bekomme ich meinen Rhythmus zwar wieder in den Griff, aber das hält meistens nicht lange. Die Nacht ist für mich einfach die kreativste Zeit. Dann lese ich, schreibe an meinen Büchern oder sammle neue Ideen.
Wenn ich aufstehe, wird erst einmal eine Zigarette geraucht - vorher bin ich wirklich nicht zu gebrauchen. Danach esse ich meistens eine Kleinigkeit zum „Frühstück“. Den restlichen Tag verbringe ich oft mit Lesen oder Schreiben. Zwischendurch spiele ich gerne Kartenspiele mit meiner Oma oder meinem Freund, fahre mit dem E-Scooter durch die Gegend, schaue mit meinem Freund einen Film, oder treffe mich mit Freundinnen.
Abendessen gibt es bei mir dann meistens erst gegen 22 Uhr, da ich vorher oft noch keinen Hunger habe.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen und Schreiben steht Psychothriller für mich ganz klar auf Platz 1. Beim Lesen greife ich außerdem seit neuestem sehr gerne zu Romance-Büchern - am liebsten zu denen, die einen emotional komplett zerstören. Bücher mit Ugly Cry treffen da genau meinen Geschmack.
Und natürlich schreibe ich auch sehr gerne Kinderbücher. Es macht einfach Spaß, zwischen den düsteren Psychothrillern in eine fantasievolle, gemütliche Welt einzutauchen. :)
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ein Lieblingszitat, nach dem ich mein Leben ausrichte, habe ich tatsächlich nicht - zumindest fällt mir spontan keins ein.
Es gibt aber ein Zitat aus dem Buch Kein Ort dieser Welt von Marie Döling, das mich sehr berührt hat und das ich gleichzeitig unglaublich schön und traurig finde. Falls jemand das Buch gerade liest oder noch lesen möchte, möchte ich vorsichtshalber eine kleine Spoilerwarnung aussprechen - ich bin mir nicht sicher, ob das Zitat etwas vorwegnimmt. :)
»Zwischen all diesen Kapiteln habe ich vergessen, ob wir Prolog oder Epilog waren.«
Dieses Zitat hat sich bei mir einfach eingebrannt. Es ist eines dieser Zitate, die man liest und die einem noch lange im Kopf und im Herzen bleiben.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ein richtiges Lieblingsland habe ich tatsächlich nicht. Ich war bisher nur in den Niederlanden, deshalb fehlt mir einfach noch der Vergleich.
Durch die Serie Haus des Geldes habe ich allerdings eine kleine Faszination für Tokio und Rio entwickelt. Die beiden Städte wirken unglaublich spannend und stehen deshalb definitiv auf meiner Reiseliste. Ich hoffe, dass ich sie eines Tages selbst erleben kann.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich kann mit Kritik gut umgehen und nehme sie auch gerne an - solange sie respektvoll und konstruktiv formuliert ist. Kritik gehört einfach dazu und man kann immer etwas dazulernen.
Wenn mir allerdings jemand respektlos oder beleidigend begegnet, reagiere ich auch entsprechend. Ich finde, Respekt sollte keine Einbahnstraße sein.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Am Anfang habe ich tatsächlich darüber nachgedacht, den klassischen Weg über einen Verlag zu gehen. Am Ende habe ich mich aber bewusst für das Selfpublishing entschieden. Für mich war es einfach der passendere Weg, weil ich die volle Kontrolle über meine Bücher behalten wollte - vom Cover über den Inhalt bis hin zur Veröffentlichung. Ich mag die Freiheit, alle Entscheidungen selbst treffen zu können und meine eigenen Ideen genau so umzusetzen, wie ich sie mir vorstelle.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, dass sie nie die Freude am Lesen verlieren. Bücher haben die wunderbare Fähigkeit, uns in andere Welten mitzunehmen, uns zum Nachdenken zu bringen oder uns einfach ein paar schöne Stunden zu schenken. Und falls ihr meine Bücher noch nicht kennt, schaut gerne mal vorbei - vielleicht ist ja genau die richtige Geschichte für euch dabei. 📚

Sonntag, 16. August 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Das Weinfest von Monika Grasl


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Monika Grasl, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Das Weinfest“ von Monika Grasl. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Freut mich auch. Ich habe nicht oft die Gelegenheit, dass sich jemand mit mir als Buch unterhalten will
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Also ich bin „Das Weinfest“ und wie der Titel schon sagt, dreht sich bei mir alles um den Wein und um ein großes Fest, das abgehalten werden soll. Das Ganze steht unter einem sehr mysteriösen Vorzeichen, wie schon im ersten Kapitel deutlich wird. Und im Laufe des Buches wird es stellenweise für den Hauptprotagonisten richtig unheimlich.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Oh, die Autorin liebt es, wenn sie ihre Figuren vor Herausforderungen stellen kann. Das wird besonders bei Pfarrer Hynek deutlich. Beinahe habe ich ja Mitleid mit dem Kerl. Er versucht alles, um dieses Fest zu verhindern und weiß nicht mal, was die wahren Hintergründe dieses Weinfestes sind.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Der junge Mann wusste, dass er sich zügeln musste. Allein der Gedanke, wie der Wein seine Kehle hinabfloss, trieb ihn dazu, seinen Becher erneut zu füllen. Sein Alltag war von einer Düsternis erfüllt, die er seit Jahren nicht mehr ablegen konnte.
Weißt du wie viel Monika tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Also ich weiß, dass es für die Figuren kein reales Vorbild gab. Vielmehr sollten wir den Fokus auf die Situation Wein und Weinlese legen. Denn tatsächlich hat die Autorin da einiges an 23 Jahren Hintergrundwissen zu dem Thema. Immerhin war ihr Papa ein Hobbywinzer mit 150 Weinstöcken und die Arbeit dahinter war nicht zu verkennen.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben? 
Sie ist auf jeden Fall eine sehr strukturierte Person. Manchmal ein wenig nervig in ihrem Überperfektionismus, aber im Handumdrehen kann sie auch eine ziemliche Chaotin sein. Ich weiß nicht, wie man bei dem Schreibtischzuständen mitunter was wiederfindet.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Der Titel war von der Autorin tatsächlich bereits vor der eigentlichen Geschichte festgesetzt. Ich würde sagen, der passt auch 100%.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich find das Cover super. Es vermittelt hervorragend den Inhalt und passt auch großartig in die gesamte Moonflower Edition vom Shadodex – Verlag der Schatten.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren. 
»Das kommt ganz darauf an, wie dein Vorschlag aussieht. Immerhin kann man einen Menschen schlecht zu einem Opfer auserwählen, wenn er nicht weiß, wofür er in den Tod gehen soll.«
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
Hat mich ebenfalls gefreut 😊
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.