Montag, 27. Juli 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Crown and Empire - Feuersturm von Karen J. Luis

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Karen J. Luis, um mit ihr über ihr Buch „Crown and Empire - Feuersturm“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Sehr gerne! Das ist ja auch eine sehr originelle Idee, zu der man einfach nicht „nein“ sagen kann.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Magische Kräfte, seit Jahrhunderten verborgen gehalten.
Eine Prophezeiung vom Untergang des Kontinents.
Ein Palast, von Intrigen beherrscht.
Und eine Prinzessin, die alles verliert.
Also ein rasantes Fantasy-Abenteuer mit mehreren Handlungssträngen, die zu einem großen Ganzen verwoben sind.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ich mag die schwierigen, düsteren Zeiten und Situationen. Daher müssen sich meine Figuren durch diverse missliche Lagen kämpfen.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ich mag Laras Charakterentwicklung. Ihr passieren viele schlimme Dinge und sie muss nach und nach damit klarkommen, was ihr alles widerfahren ist. An einer Stelle sagt Odor ihr die schonungslose Wahrheit:
„Du darfst dich nicht deinem Kummer hingeben und dabei vergessen zu leben. Dein Dasein hat sich schlagartig verändert und es gibt kein Zurück mehr. Du kannst es annehmen oder daran zugrunde gehen.“
Das ist einer der Wendepunkte in ihrer Geschichte.
Wie viel echte Karen steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Ich hatte die Idee zu diesem Buch nach meiner Weltreise und im Worldbuilding steckt sehr viel von meinen eigenen Erfahrungen und Eindrücken aus anderen Ländern und Kulturen.
Auch meine Figuren haben einiges von mir. Ich bin zwar nicht so geschickt und furchtlos wie der Pirat Sayil, aber er hat viele meiner Charakterzüge: Er ist spontan, abenteuerlustig und humorvoll. Gleichzeitig besitzt er die Fähigkeit, nicht aufzugeben.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Konsequent und zielorientiert, denn alles in dieser Geschichte ist sehr durchdacht, nichts passiert zufällig. Klar und strukturiert: Es wird nicht lang gefackelt oder um den heißen Brei herumgeredet. Und abenteuerlustig, weil ich meine Charaktere ständig in Schwierigkeiten bringe und ihnen kaum eine ruhige Minute gönne.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Der Arbeitstitel hieß die Phönix-Prophezeiung, da dieser Handlungsstrang eine wesentliche Rolle spielt. Der Verlag meinte, englische Titel sind gerade sehr beliebt, woraufhin ich drei oder vier Vorschläge gemacht habe. Crown and Empire hat dann das Rennen gemacht und passt auch gut zur Geschichte, da es um das Fortbestehen eines Reichs geht. Die Untertitel für Band 1 und 2 - Feuersturm und Ascheregen - stammen von der Verlagslektorin und beziehen sich wiederum auf die Prophezeiung.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Mir gefällt das Cover sehr gut, wobei viele dahinter eine Romantasy erwarten, die es nicht ist.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
„Ein einfaches Leben ist genauso lebenswert wie ein prunkvolles. Glücklichsein hat nichts mit Reichtum zu tun.“
Danke für das Gespräch.
Danke dir! Es hat mir viel Spaß gemacht.

[Autoreninterview] Karen J. Luis


Autoreninterview
Karen J. Luis

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, mein Name ist Karen und ich bin seit gut einem Jahr Fantasy-Autorin. Ich komme gebürtig auf Niederösterreich und wohne in Wien, bin leidenschaftliche Weltreisende und habe einen eigenen Campingbus, den ich sogar schon einmal nach Uruguay verschifft habe.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Die Idee zu Schreiben kam mir auf meiner einjährigen Weltreise. Ich habe dort viel gesehen und viel erlebt und dachte mir: Vielleicht sollte ich ein Buch schreiben?
Dass es am Ende Fantasy geworden ist, hat sich erst danach ergeben, weil ich dachte, dann sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Anfangs war es eher ein Experiment, um zu sehen, ob das überhaupt etwas für mich ist. Das Schreiben hat mir dann aber so viel Spaß gemacht, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte. Aus einer beiläufigen Idee ist eine unglaubliche Leidenschaft geworden.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mein Debütroman heißt Crown and Empire – Feuersturm und ist der erste Band einer epischen Fantasy Dilogie. Er ist 2025 im Isegrim Verlag erschienen und war für den österreichischen Phantastikpreis nominiert. Band 2 erscheint diesen Herbst. Das Worldbuilding hat mir sehr viel Spaß gemacht und orientiert sich stark an meinen eigenen Reiseerfahrungen rund um die Welt.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, nachdem ich das Schreiben für mich entdeckt habe, möchte ich es nicht mehr missen. Ich arbeite an einem neuen Projekt, bleibe dem Genre aber treu. Mein aktuelles Projekt geht aber eher in Richtung Dark Fantasy.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
In meiner Freizeit reise ich am liebsten. Aber nachdem ich einen Vollzeitjob habe, fällt auch das Schreiben unter meine Freizeitaktivitäten und da versuche ich, jede Gelegenheit zu nutzen, um an meinen Projekten zu arbeiten.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese sehr gern Joe Abercrombie, Sebastian Fitzek und Dan Brown.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Die Ideen kommen eigentlich in den unterschiedlichsten Situationen, jederzeit und überall. Da ich aber Vollzeit arbeite, schreibe ich überwiegend zu Hause oder abends auf Reisen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich gehe zur Arbeit, wobei mir auf dem Arbeitsweg oft Ideen für meine Geschichten einfallen. Die schreibe ich dann stichwortartig auf, um sie nicht wieder zu vergessen. Den Abend verbringe ich meistens mit meinem Mann, ich treffe mich mit Freundinnen, lese oder lerne Spanisch.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Am liebsten lese ich Psychothriller, am liebsten schreibe ich Fantasy, weil da meiner Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ich versuche nach dem Motto zu leben: „Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich habe schon sehr viele Länder bereist, daher ist es schwierig, eines auszuwählen. Mexiko hat mir extrem gut gefallen. Ich habe dort schon mehr als zwei Monate verbracht und würde sofort wieder hinfahren.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Grundsätzlich bin ich ein kritikfähiger und auch sehr reflektierter Mensch. Ich lese ausnahmslos alle Rezensionen. Manchmal steckt hilfreiches Feedback darin, das nehme ich mir dann auch zu Herzen und versuche, daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Wenn ich die Kritik aber gar nicht nachvollziehen kann und den Eindruck habe, jemand sucht nur nach Fehlern, dann kann das schon schmerzen. Es steckt ja viel Herzblut drin.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich bin in der Buchbranche komplett neu und habe mich davor auch nie damit beschäftigt. Ich wusste weder etwas über Buchsatz noch über Marketing. Ich bin daher sehr dankbar, dass ich einen Verlag gefunden habe, der mir all diese Dinge abgenommen hat.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich freue mich über jede*n, die*der bei mir vorbeischaut und wünsche euch ganz viel Freude am Entdecken neuer Geschichten, neuer Welten und neuer Abenteuer.

Sonntag, 26. Juli 2026

[Schnipseltime] Kardia 1 - Hasse uns von T. J. Morosis


 

Dich habe ich hier nicht erwartet.

Ausgerechnet dein Gesicht inmitten dieser eintönigen Welt zu sehen, ist wie der Klang einer vertrauten Melodie, die man vergessen geglaubt hatte.

Aber dein Körper hat sie nicht vergessen, richtig? Du fühlst sie durch deine Venen rauschen. Erinnerst dich an mich, wie sich die Saiten einer Violine an die Berührung des Streichbogens erinnern.

Singst für mich, unter meinen Händen, unter meinen Lippen.

Und du verfluchst mich dafür. Hasst mich beinahe so sehr wie ich dich liebe.

Doch das ist in Ordnung.

Hasse mich.

Reiß mich in Stücke und hinterlasse dein Mal in mir.

Lass dich von deiner Zwietracht und Zerrissenheit verschlingen.

[Buchvorstellung einmal anders] Kardia 1 - Hasse uns von T. J. Morosis


 
Buchvorstellung einmal anders

Nach dem Autoreninterview drückt mir T.J. ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Kardia – Hasse mich“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist sie weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Ich denke nicht, dass du dich dafür bedanken solltest … Ich bin nicht leicht verträglich.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Du wirst den Klappentext lesen und denken, zu wissen, was auf dich wartet, aber du hast keine Ahnung. Mallory ist keine einfache Akademie. Sie ist noch nicht einmal wirklich Mallory, denn es gab eine Zeit, da hieß sie vollkommen anders. Aber Fakt ist, dass du auf dieser Akademie mehr über dich erfahren wirst, als dir lieb ist.
Wie weit wirst du gehen, wenn dein eigenes Leben und das deiner Liebsten auf dem Spiel steht? Wenn die Grenzen zwischen Mensch und Monster verschwimmen?
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Die Autorin hat damit nicht wirklich etwas zutun. Es sind die Charaktere, die die Geschichte schreiben. Sie entziehen sich der Kontrolle der Autorin, wodurch sich manche Szenen oder Plotstränge vollkommen verändern.
(Nein, nichts davon fällt Morosis leicht, sie schwankt immer zwischen Euphorie und absoluten Imposter Syndrom. RIP.)
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Die, in der die Hauptprotagonistin bemerkt, dass sie eigentlich nicht sterben will und ihr mehr an ihrem Leben liegt, als sie bisher dachte.
Weißt du wie viel T. J. tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Viel zu viel. Wir alle sitzen praktisch in ihrem Gehirn und nötigen sie in Tagträumen, Träumen, während Gesprächen oder banalen Situationen im Alltag. Vom Plotten der Geschichte und Schreiben ganz zu schweigen.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Samael: Traumata. Jede Menge Traumata.
T. J.: Also, so schlimm ist es jetzt auch wieder nicht.
Alys: … Erlebe mal das, was du mich erleben lässt, dann reden wir weiter.
Aron: Ich vermute, T. J. ist eine sensible Seele mit unangebrachten Humor.
T. J.: Das lässt mich etwas märtyrerhaft dastehen, findest du nicht?
Kyle: Das ist doch perfekt. Ihr Menschen neigt immerhin zur Theatralik und Melancholie.
Eliot: Sie ist ein Teil von uns und wir ein Teil von ihr. Niemand kann ohne den anderen bestehen, wir sind eng miteinander verwoben wie die Wurzeln längst verstorbener Bäume. Sie ist unser Ursprung und wir suchen sie heim.
T. J.: … Oder so.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Ich habe mich tatsächlich mit dem Titel bei Whisper beworben und er dürfte gepasst haben, zumindest mussten wir nichts ändern xD
Aber, fun fact: Bei anderen Verlagen habe ich mich davor mit dem Titel Pneuma, also Lebenshauch, beworben, bis mir auffiel, dass es wie eine Lungenentzündung klingt. Also habe ich mich für das griechische Herz entschieden.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich hab tatsächlich einige Wandlungen durchgemacht und T. J. hat geweint, als sie meine derzeitige Aufmachung gesehen hat, also passt sie wohl. Mir ist es einerlei.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Du bist so sanft zu einer Welt die dich quält. – Eliot, Kardia Hasse Uns
Nun betritt die Autorin wieder das Zimmer und blickt mich ungläubig an. Scheinbar ist es selbst in Autorenkreisen nicht üblich, dass das Buch antwortet. Leise flüstere ich dem Buch noch zu: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«

Dann wende ich mich der Autorin zu. »Alle meine Fragen sind beantwortet, ich danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir.«

[Autoreninterview] T. J. Morosis


Autoreninterview
T. J. Morosis

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Das ‚Morosis‘ in T. J. Morosis steht für ‚Wahn‘ und ‚Irrsinn‘ und ich denke, das beschreibt mich ganz gut! Das Schreiben ist meine Hyperfixierung und mein ADHS (und vermuteter Autismus) blüht da richtig auf. Sozial gesehen bin ich eine Niete, aber ich gebe mein Bestes!
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich schreibe, seitdem ich schreiben kann. Den Anfang hat meine ältere Schwester gemacht, durch sie fand ich etwas ganz besonderes und gleichzeitig unheimliches wie Fanfictions. Und von da an lief der Ball. So richtig veröffentlicht habe ich aber erst mit Yearning Shadows, da das vollenden eines Manuskripts vorher nicht so mein Ding war, haha …
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Yearning Shadows. Eine kurze Novelle über eine Frau des viktorianischen Englands, die das Schreiben liebt. Doch sie hat die Leidenschaft dazu verloren, als ihr Kindheitsfreund verstarb und fristet seitdem ein trostloses Leben im Herrenhaus, das ihr Freund ihr hinterließ. Bis sich ihr eine unheimliche Gestalt zeigt, die sie dazu drängt, wieder mit dem Schreiben zu beginnen.
Kardia. Eine 4-bändige Reihe über Alys Cole, die als menschliches Haustier an einen Daemon verkauft wird, der sich von ihren Gefühlen ernährt. Er ist Professor an der Mallory Akademie, wo Alys durch die 4 großen Daemon nicht nur mit ihrer Vergangenheit sondern auch mit ihrem wahren Selbst konfrontiert wird.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Eines ist gut, haha … Ich habe 3 Werke in einem Vampiruniversum, ein paar in einem Märchenuniversum und noch welche in einem Faeuniversum geplant. Mal sehen, was als nächstes kommt.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Schreiben, tatsächlich. Da Freizeit für mich die Zeit nach meinem eigentlichen Brotjob ist, ist es schreiben. Aber auch zocken von Videospielen, wenn es sich ergibt!
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Lieblingsautor weniger, aber ich mag Misery von Stephen King und Dunkler Wahn von Dorn Wulff sehr gern. Beides aus dem Psychothriller Genre, was wohl meine Herangehensweise bei meinen Büchern erklärt, auch wenn sie dem Dark Romance/Romantasy Genre angehören.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten schreibe ich in Zügen! Die Tatsache, dass man nur eine gewisse Zeit hat, um zu schreiben (nämlich bis zur Zielstation) und das regelmäßige Geschunkel, die vorbeiziehende Landschaft, das ist genau richtig von den Reizen her, nicht zu viel, nicht zu wenig, die mein Gehirn braucht, um in den Fokus zu kommen.
Sonst wechsle ich ständig Position und Arbeitsplatz, ich habe nicht wirklich einen festen. xD
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Arbeit, zuhause eine Weile lang in Paralyse sitzen, da mir Übergänge sehr schwer fallen und dann trete ich mich zum Schreiben xD
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen ist es Dark Fantasy und Psychothriller, beim Schreiben Dark Romance/Romantase und Dark Fantasy
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Oh, da gibt es einige! (Wenn es Zitate von kontroversen Personen sind, wusste ich es vorher nicht, ich habe zu ihnen nichts gefunden) Zum Beispiel:
Das Einzige, das du beeinflussen kannst, ist, wie du auf Dinge reagierst, die du nicht beeinflussen kannst. – Bassam Tarazi
Jede Person, die du triffst, kämpft in einer Schlacht von der du nichts weißt. Sei gutherzig. Immer. – Robin Williams
Ein Zitat aus meinem Buch, das meine Arbeit und Liebe zum Schreiben beschreibt:
Alys’ Gemälde sind wie das Pochen ihres Herzens. Manchmal sind sie sogar das einzige Lebenszeichen, das von ihr vorhanden ist. – Samael, Kardia Hasse uns
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe Irland und Schottland! Die regnerische Atmosphäre, die Highlands, aaaaah!! Ich liebe alles daran <3
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich habe lange gebraucht, um Kritik nicht als Versagen zu sehen. Mittlerweile freue ich mich und sauge Feedback gierig auf! Ich möchte wissen, wie andere mich und meine Werke erleben und was ich bessern kann, um ein verträglicherer Mensch und eine bessere Autorin zu werden! Immerhin können wir uns nur durch unsere eigenen Augen sehen, aber das ist nur eine unsere Facetten. Wir brauchen auch das Feedback von anderen, um uns wirklich zu kennen, denke ich.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Weil ich im Organisieren und dem ganzen Papierkram eine absolute Niete bin =D
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lest und schreibt, was ihr wollt (solange es sensibel und respektvoll ist). Lasst euch nichts vom Konsumverhalten vorschreiben und genießt bitte das Lesen und Schreiben. Das Leben ist zu kurz für anderes.

Samstag, 25. Juli 2026

[Autoreninterview] Josefine James



Autoreninterview
Josefine James

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hi, mein Name ist Josefine James, ich komme aus Graz und schreibe die queeren Bücher, die ich selbst gerne gelesen hätte. Zentrale Themen meiner Geschichten sind Popkultur, Musik, die Entertainmentindustrie und TV. Ich schreibe am liebsten, wenn es draußen dunkel ist, mit einer guten Playlist im Hintergrund, damit ich mich voll und ganz auf meine Geschichten konzentrieren kann.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Eigentlich schreibe ich schon immer. Mein erstes Buch habe ich mit 8 geschrieben, damals noch mit selbst gezeichneten Illustrationen. Aber so richtig ging es erst 2022 los, als ich dank der Covid-Pandemie viel Zeit hatte. Ich schätze, zu diesem Zeitpunkt war es einfacher, in die fiktive Realität meiner Geschichte einzutauchen. Ein Jahr später wurde mein erstes Buch veröffentlicht.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mein Debütroman war die Dualogie Macks. In dieser Coming-of-Age-Geschichte geht es um einen closeted Popstar. Dabei werden Tropes wie private person vs. public persona, forbidden love, hidden identity und found family behandelt.
Mit der Veröffentlichung dieser Bücher habe ich mir nicht nur selbst einen Traum erfüllt, sondern auch den Einstieg in die Bookstagram-Welt gefunden und viele andere Autorinnen kennengelernt. Vor einem Monat erschien außerdem die Anthologie Queer Through the Year - eine Sammlung von 17 Kurzgeschichten von LGBTQIA+-Autorinnen, an der ich mitwirken durfte.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja. Aber es ist eher ein Spaßprojekt, bei dem ich hauptsächlich die Gefühle aus realen Situationen hernehme und sie in ein komplett neues Setting werfe, ohne vorher den Plot zu kennen. Dabei gibt es kein festes Konzept, stattdessen lasse ich mich voll und ganz auf die Charakterentwicklung ein.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Bücher schreiben. Wenn ich dann immer noch Zeit habe gehe ich gerne auf Konzerte, oder im Winter snowboarden.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Taylor Jenkins Reid. Ich würde ihr gerne persönlich für Atmosphere danken – ein Buch, das ich ungefähr sechsmal gelesen habe und das mich jeden Abend dazu motiviert, mir den Sternenhimmel anzuschauen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Die Geschichte beginnt meistens zuerst in meinen Handynotizen, und irgendwann sitze ich dann entweder auf der Couch oder in meinem Büro und schreibe alles auf.
Aber eigentlich ist der Ort gar nicht entscheidend – wichtig ist nur, dass ich mein Handy, meinen Laptop oder zumindest ein Blatt Papier griffbereit habe.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Nach der Arbeit gehe ich nach Hause und mache erst einmal einen langen Spaziergang. Dabei kann es schon vorkommen, dass sich meine Hündin eventuelle Plot-Twists anhören muss, die mir gerade im Kopf herumschwirren.
Im Anschluss ans Abendessen geht’s dann an den Laptop und ich versuche, spätestens um 00:30 Uhr ins Bett zu gehen. Insgesamt verbringe ich ungefähr drei bis vier Stunden pro Tag mit meinen Büchern. Dabei wird nicht nur geschrieben - meistens sitze ich aktuell am Lektorat, da dieses Jahr voraussichtlich noch zwei weitere Bücher erscheinen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese gerne Historical Fiction, wie zum Beispiel Die Nachtigall. Beim Schreiben habe ich mich allerdings auf kein bestimmtes Genre beschränkt. Es muss sich richtig anfühlen und ich muss vollkommen für das Thema brennen, damit ich meine Kreativität voll und ganz entfalten kann.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Eigentlich habe ich kein bestimmtes Zitat, nach dem ich lebe. Ich versuche eher, das Leben so zu nehmen, wie es kommt, und mich auf neue Abenteuer einzulassen.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Portugal. Das Essen, das raue Meer, die Möglichkeit zu surfen, die ungefilterte Natur und die Direktheit der Menschen begeistern mich jedes Mal aufs Neue. Portugal ist so vielfältig und ich kann es kaum erwarten, endlich wieder mal mit meinen Zehen im eiskalten Atlantik zu stehen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Kritik gehört dazu, und ich bin absolut kritikfähig, solange sie konstruktiv geäußert wird und nichts Persönliches ist.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich habe meine ersten Bücher im Selfpublishing veröffentlicht, und ich würde diesen Weg auch wieder gehen, wenn ein Verlag zu viel an einem Buch verändern möchte. Aktuell bin ich mit den beiden Verlagen, bei denen ich bin, aber sehr glücklich und dankbar für die Möglichkeit, meine Bücher veröffentlichen zu dürfen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ja. Lest die Bücher, auf die ihr Lust habt. Es gibt keine Regeln für Geschmack! Aber ich würde mich freuen, wenn die ein oder andere Person meinem aktuellen Buch Things We Couldn’t Keep - einem lesbischen Liebesroman - eine Chance gibt.

Donnerstag, 23. Juli 2026

[Schnipseltime] Zwischen Sehnsucht, Begierde und Angst - Ungeahnte Tiefen (Vegas 1) von Jay J. Walker

 

Er schließt die Augen und presst seine Lippen aufeinander. »Also ungefähr eine Million.«

Ich nicke wortlos und verziehe meinen Mund.

Seine Nasenflügel blähen sich auf, er atmet tief ein und ich befürchte das Schlimmste.

Mein Inneres Ich zieht sich zu ihrer Sicherheit einen Helm auf und geht unter dem Tisch in Deckung.

»Ich hatte nicht daran gedacht, dass man in einer Beziehung solche Gespräche führen muss.«

»Naja, die Gespräche hören sich bei anderen vielleicht etwas anders an, aber im Endeffekt ist es das, was eine Beziehung ausmacht. Man redet, man plant, man geht Kompromisse ein. Vielleicht streitet man sich auch das ein oder andere Mal. Ganz sicher sogar! Und wir haben da sicher auch sehr viel Potenzial für.«

»Und man muss daran denken, was passiert, wenn etwas passiert…«

»Ja, das sollte man. Du bist Polizist, ich bin eine tollpatschige Katastrophe auf zwei Beinen…«

Er lacht leise und schüttelt den Kopf. »Okay. Du kannst das Haus kaufen. Aber es wird vertraglich festgehalten, dass ich dir Miete zahle, wenn ich wieder einziehen sollte. Ich werde es vermieten und die Miete auf ein separates Konto einzahlen, womit ich dann Dinge so gut es geht selbst zahlen kann, wie Flüge oder was auch immer. Die Kreditkarte ist für Notfälle und Haushaltszeug und ich werde dich informieren, wenn ich sie nutze.«

»Einverstanden. Danke.«

Jake lacht. »Du schenkst mir Geld und bedankst dich noch dafür?«

Ich lehne mich an seine Schulter und atme erleichtert auf.

Mein Inneres Ich kriecht wieder aus dem Versteck hervor und setzt den Helm ab.

»Aber…«, setzt er an und mein Inneres Ich geht wieder panisch in Deckung und lässt dabei beinahe den Helm fallen.

»Aber ich möchte, dass du dich jetzt endlich schonst, kleines Äffchen.«