
Heute treffe ich mich mit Kaitlin, um mit ihr über die Dilogie „My Golden Secret“ zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über die Reihe zu reden.
Hi Claudia, freut mich, dass du dir dafür Zeit nimmst!Kannst du uns die Reihe, bestehend aus den Teilen „My Golden Secret“ und „My Fake Secret“ mit wenigen Worten vorstellen?
In beiden Bänden geht es darum, dass Frauen wie ich auf Männer treffen, die eigentlich weit über ihnen stehen, weil sie verdammt reich sind. Aber sie lernen, dass es nicht um Reichtum geht, sondern nur darum, dass man zusammenpasst – und das tun wir, weil die Verbindung zwischen uns so viel tiefer geht als eine der üblichen Liebesgeschichten.Ihr Charaktere wachst mit euren Aufgaben, entwickelt euch weiter, besteht so manche Situation. Was glaubst du? Fällt es der Autorin leichter euch durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Von Margaux weiß ich, dass sie sehr gerne lockere Szenen schreibt, die dich zum Lachen bringen, aber richtig heftig wird es, wenn wir unsere dunkelsten Momente erleben. Das gleicht sie dadurch aus, dass sie uns eine Menge Leidenschaft erfahren lässt.Hast du Lieblingsstellen in der Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Weißt du wie viel echte Margaux in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter steckt?Mh, ja!!! Bei mir sind es zwei: Der Moment, in dem ich das erste Mal auf Cormac treffe. Weißt du, ich war auf einem Steg an einem See in den Bergen über Los Angeles und auf einmal taucht da ein Adonis aus dem Wasser … Gott, ich war völlig überwältigt. Er war völlig nackt. Kannst du dir das vorstellen? Ich bin rückwärts gestolpert, und auf einmal kniete er neben mir und er war so …. Überwältigend. Sorry, ich wiederhole mich, oder? Kann nicht anders. Puh, mir ist verdammt heiß! Hast du die Heizung an?Ach ja, du willst mehr? Weißt du, einmal in seiner Hütte, da hat er eine Suppe gekocht und von mir verlangt, dass ich mich hinknie und mich füttern lasse. Gott, das war so … heiß. Und so viel mehr. Das ist, als würde die ganze Welt aufhören, sich zu drehen. Ich habe nur noch ihn wahrgenommen, nur noch ihn vor mir gesehen, ihn gerochen, war völlig bei ihm und bei mir. Ich glaube, das war der Moment, in dem ich mich das erste Mal im Leben ganz habe fallen lassen. So richtig ..
Na, ich war ja in ihrem Kopf und ich kann dir sagen, dass da schon so einiges von dem ist, was sie schreibt. Sie weiß noch sehr genau, wie es sich anfangs anfühlt, wenn man sich das erste Mal einem Mann ganz unterwirft. Und selbst, wenn sie die Situation nicht genau so erlebt hat, weiß sie doch, wie es ist, wenn man sich fesseln lässt oder wenn so eine Hand auf einen Hintern … upps! Too much information, oder?Wie würdest du als Protagonistin die Autorin beschreiben?
Sie ist … liebevoll. Das ist mir gleich aufgefallen. Sie mag mich und eigentlich alle Figuren, die sie schreibt. Und sie gibt sich ganz viel Mühe, einen richtig kennenzulernen. Wir alle leben eine Weile in ihrem Kopf, ehe sie uns rauslässt. Wir reden viel, sie fragt nach, wie es uns geht, was wir gerne tun würden und was eher nicht. Was wir uns wünschen, wie weit wir gehen wollen. Cormac hat das auch gesagt. Sie hat ihn nicht dazu gedrängt, etwas zu tun, was er nicht wollte. Und erst recht Annabelle und Zachary. Ich weiß nämlich, dass Margaux eigentlich eine härtere Beziehung schreiben wollte, aber die beiden wollten nicht. Es passte nicht zu ihrem Charakter. Annabelle ist so eine Arme, was die in ihrer Kindheit erlebt hat – sie braucht einfach jemanden, der ihr all seine Liebe gibt, sich um sie kümmert, sie ermutigt. Und Zachary ist genau dieser Typ. Ein bisschen Daddy, aber das hört er nicht so gerne. Und Margaux hat das akzeptiert und die beiden genau so geschrieben. Sie passen zueinander und sie passen jetzt genau in diese Geschichte, die sie in My Fake Secret erzählt.Weißt du, wann die Idee stand eine Dilogie zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder habt ihr Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Hm, darf ich dir was verraten? Aber sags nicht weiter! Ich glaube, es könnten auch mehr als zwei Bücher werden. Es gibt da noch Valerie. Und Mark und Desmond und Catalina … Aber ich hab nichts gesagt. Ich bin einfach froh, dass Annabelle jetzt ihr Happy End bekommen hat. Ich sag nur, dass die anderen auch eins verdient hätten …Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Also, der Titel von My Golden Secret kam von Cormac. Ist ja schließlich sein Geheimnis. Bei My Fake Secret kam der Vorschlag von Annabelle. Sie ist diejenige, die sich mit Tropes auskennt.Wer ist denn der Coverdesigner?
Das Cover wurde von Jenny von Books-of-Art entworfen, natürlich nach Vorschlägen von Margaux. Die Farbe zum Beispiel, die wollte Margaux unbedingt haben. Auch das Dunkelrot von My Fake Secret – einfach toll, oder?Bist du mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Ich? Ich bin nur eine Protagonistin, ich würde nichts ändern. Ich liebe mein Blau, das ist so intensiv, irgendwie leidenschaftlich. Und der Farbschnitt – hast du den gesehen? Ich kann euch nur empfehlen, das Taschenbuch zu holen. Das sieht absolut traumhaft aus im Regal. Das neue, rote Cover ist genauso schön geworden! Aber da gibt es den Farbschnitt bei Margaux auf einer Messe.Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Danke für das Gespräch.Bei My Golden Secret ist es: „Er konnte sie sich verdammt gut auf den Knien vorstellen, den Mund offen, die Augen auf ihn gerichtet. Nur auf ihn. Auf jedes Wort von ihm horchend, auf jeden Befehl wartend. Den Arsch rot von seiner Hand, vielleicht Fesselspuren an ihren Handgelenken.“ Weil ich mich genau so gefühlt habe.Bei Annabelle ist es diese Stelle: „Endlich fing Zachary ihren Blick auf. »Alles gut?« Er drückte ihre Hand und ihr wurde bewusst, dass sie seine fast zerquetschte. Mit einem Glucksen ließ sie los. »Sorry.«»Kein Problem: Ich bin gerne dein Halt.«Hach, ist das nicht total süß? So gehen die beiden miteinander um.
Ich danke dir, dass ich mich mit dir unterhalten durfte. Das dürfen wir Protas ja nicht gerade häufig. Margaux achtet ganz eifersüchtig darauf, dass wir nur mit ihr reden …



