Montag, 6. Juli 2026

[Coverinterview] Alter Ego 1 - In love & danger von Lea M. Beckmann


 
Coverinterview „Alter Ego –
In love & danger“

Heute habe ich Lea M. Beckmann zu Gast auf meinem Blog. Sie wird mir ein paar Fragen zu ihrem neuen Cover beantworten.

Das Cover hat sich verändert in den letzten Tagen, deshalb ein paar Fragen dazu 😊

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel? Bzw. warum veränderte es sich?
Es kam nach dem Titel. Und es hat sich verändert, da es sich um eine Wiederveröffentlichung handelt, weil ich aus dem damaligen Verlag ausgestiegen und jetzt noch einmal ganz neu als Selfpublisherin durchgestartet bin.
Hattest du schon eine genaue Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte?
Beim alten Cover hatte ich eine vage Vorstellung, während ich beim neuen ein ziemlich genaues Bild vor Augen hatte. Die wundervolle Constanze (@coverboutique.de) hat diese Vorstellung dann nochmal um einiges verbessert und mir damit mein absolutes Traumcover hergezaubert.
Welche Bedeutung haben für dich die Blumen, die Scherben, das Geld und das Motorrad?
All diese Elemente geben einen Hinweis auf den Inhalt des Buches. Bei der Blume handelt es um eine Stolz und Stärke symbolisierende Gladiole, die sich Colton, einer meiner beiden Protagonisten, als Tattoo gestochen hat. Auch das Motorrad verweist auf ihn, denn er fährt eines, hat es liebevoll Dianna getauft und nimmt meinen anderen Protagonisten, Phoenix, gerne mal darauf mit. Die Scherben deuten währenddessen darauf hin, dass so einige Vorstellungen und Beziehungen im Laufe der Geschichte unwiderruflich zersplittern und das Geld weist nicht nur auf Phoenix’ immensen Reichtum als Milliardenerbe hin, sondern auch darauf, dass ihm dieser womöglich noch zum Verhängnis wird.
Wolltest du etwas Bestimmtes mit dem Cover ausdrücken?
Ich wollte unbedingt ein Cover, dass die Geschichte widerspiegelt, sodass potenzielle Leser*innen auf einen Blick erkennen können, ob das Buch etwas für sie wäre oder nicht. Und weil es sich bei Alter Ego um eine morally grey Romance handelt, ist auch die Atmosphäre des Coves etwas düsterer geworden.
Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt?
»Vor ein paar Wochen konnte ich dich nicht einmal ausstehen und dann … dann kam dieser Kuss. Und fuck, Phoenix, der hat alles verändert.«
Dieses Zitat ist quasi das Aushängeschild von Alter Ego. Colton als hochverschuldetes Straßengangmitglied und Phoenix als Milliardenerbe könnten unterschiedlicher nicht sein, doch dieser eine Kuss verändert alles. Nicht nur ihre Gefühle füreinander, sondern auch die Geschehnisse um sie herum, denn ihre Liebe ist eine, die in den Augen vieler nicht sein sollte, eine Menge Widersacher hat und mit Hindernissen konfrontiert wird, an denen sie auch zerbrechen könnte.
Bist du nun zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht noch einmal etwas daran ändern wollen?
Ich bin zu 100% zufrieden, also ich schau es mir immer noch gefühlt hundertmal am Tag an und kann immer noch nicht fassen, wie perfekt ich es finde. Habe mich wirklich unwiderruflich verliebt. 😊
Danke, dass du bei dem Coverinterview mitgemacht hast 😊

Freitag, 3. Juli 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Don't fall for the Football Player von Fallon Brooks


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Fallon Brooks, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus, ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Don’t fall for the Football Player“ von Fallon Brooks. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Als ich gerade beginnen will, läuft Fallon auf mich zu und setzt sich zu mir auf die Bank. Nach einer Begrüßung lege ich mal los. 😊

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen? Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Ich freue mich sehr darauf. Das quatschende Buch auch.
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Amber flieht vor ihrem toxischen Ex und trifft auf Noah, der viel lieber zeichnen würde als Football zu spielen. Aber sein Dad lässt ihn nicht. Als Ambers Ex an der Uni auftaucht, geht sie einen Deal mit Noah ein. Er spielt ihren Freund, dafür überlässt sie ihm ihren Platz im Kunstkurs. Beide müssen lernen für sich und ihre Träume einzustehen.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Seiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genau so?
Es gibt sehr viele schöne Szenen, aber auch etwas schwerere, da Amber ja vor ihrem toxischen Ex flüchten musste. Und Noah auch noch seinen Weg finden muss. Eine spannende Geschichte mit viel Gefühl und Happy End.
Fallon nickt.
Habt ihr Lieblingsstellen, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Definitiv das Ende, aber das verrate ich nicht. Es passt so unglaublich gut zur Geschichte. Seufz. Aber diese Stelle liebe ich auch.
Flatternd schließe ich die Lider und senke leicht den Kopf. Noahs Fingerspitzen streifen meine Wange, zart wie ein Hauch, dann umfasst er mein Gesicht mit beiden Händen. Meine Haut kribbelt. Mein Herz rast, und ich weiß nicht mehr, warum. Aus Angst, vor Mut? Oder seinetwegen?
Seine Lippen streifen meine nur flüchtig – ein kaum vorhandener Kontakt –, und trotzdem jagt er mir einen Schauer durch den ganzen Körper. Furcht. Verlangen. Etwas, das ich vergessen hatte. Etwas, das sich viel zu gut anfühlt.
Ich denke nicht nach. Ich schlinge die Arme um seinen Hals und ziehe ihn an mich, näher, als ich sollte, näher, als gut für mich ist.
Diesmal küsst er mich richtig. Fest. Sicher. Und ich sinke in den Kuss, als hätte ich viel zu lange die Luft angehalten.
Weißt du wie viel Fallon tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Vermutlich ziemlich viel. Nicht unbedingt Dinge, die sie erlebt hat, aber ihre Gedanken, Ideen und natürlich ganz viel Herzblut und Zeit.
Fallon lächelt. „Besser hätte ich es nicht sagen können.“
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Eigentlich ganz nett. Mann kann mit ihr reden.
Noah schnaubt leise. „Stimmt. Aber sie hat es Amber und mir nicht immer leicht gemacht.“
„So schlimm war es nicht.“ Amber stupst ihn liebevoll in die Seite. „Wir sind gewachsen. Nicht nur allein, sondern zusammen und das macht unsere Verbindung doch erst zu etwas ganz speziellem.“
Noah schweigt einen Moment. Dann zieht er Amber an sich und küsst sie.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Der Titel ist in Zusammenarbeit mit dem Verlag entstanden. Es wurde geschaut, dass er auch zum ersten Teil der Reihe passt. Und das Buch und Fallon sind sehr zufrieden.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich liebe es. Und ich weiß, dass es Fallon genau so geht. Die Farben haben es ihr echt angetan.
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Ich betrete das Zimmer. „Bist du so weit?“
„Gleich.“ Amber steht am Bett und stopft ein Heft zu fest in ihre Tasche, als würde sie es bestrafen. Dann dreht sie sich zu mir. Falten durchziehen ihre Stirn. „Warum bist du hier?“
„Für das große Spektakel. Ich darf deinen Freund spielen. Ein Traum wird wahr.“ Wie von selbst gleiten meine Mundwinkel nach oben. „Teufelchen.“
Keine Ahnung, warum ich sie jetzt so genannt habe, aber es passt zu ihr. Auf den ersten Blick süß, unschuldig. Doch ich weiß es besser. Hinter diesem Blick steckt ein Teufelchen, das mir vor ein paar Tagen fast die Eier abgefackelt hätte.
„Teufelchen?“ Ihre Augen werden groß. „Nein. Danke.“
„Du wolltest doch, dass es glaubwürdig wirkt. Nichts wirkt intimer als Spitznamen, auch wenn sie bescheuert klingen.“ Extra Bonus: Er gefällt ihr nicht.
„Zwei Tage“, murmelt sie. „Okay. Und wie soll ich dich nennen?“
Ich grinse noch breiter. „Stecher, Hengst, Gott.“
Sie rollt mit den Augen. „Armleuchter. Passt überraschend gut zu dir.“
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.

Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für das sehr interessante Interview.«

Als Fallon weggeht, vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Donnerstag, 2. Juli 2026

[Schnipseltime] Götterdimension - Schatten von Troja von Ava Cooper


 

»Hierher wollte ich mit dir, um zu schwimmen.«

»Mit all der Kleidung?« Ich blicke skeptisch auf meine üppigen Stofflagen. »Oder meinst du – nackt?«

Er hebt die Schultern. »Warum nicht? Außer uns ist niemand in dieser Bucht. Und das wird auch so bleiben, denn die Insel Hyperborea ist den Göttern vorbehalten.«

»Aber ... du bist hier.« Verlegen schaue ich ihn an.

»Du wärst nicht die erste Frau, die ich ohne Kleidung gesehen habe.« Um seine Mundwinkel zuckt es.

Das glaube ich ihm sofort. Der Sonnengott hat nicht unbedingt den Ruf, ein Kostverächter zu sein. Auch wenn er nicht so schlimm sein soll wie sein Vater oder Poseidon. Außerdem wirkt es nicht so, als wolle er unser Bad als Auftakt zu einer Verführung inszenieren. Vielmehr scheint es für ihn ganz natürlich zu sein, dass wir uns voreinander entkleiden.

»Na, komm. Du wirst sehen: Das Wasser ist herrlich.«

Lässig lässt er seine Kleidung hinabgleiten, und mein Mund wird augenblicklich so trocken, dass jeder meiner keuchenden Atemzüge kratzig klingt.

Wer jemals den Ausdruck benutzt hat: Er sieht aus wie ein griechischer Gott, muss an Apollon gedacht haben. Er besitzt eine anbetungswürdige Figur, mit schmalen Hüften, schlanken Beinen und einem muskulösen Oberkörper. Jeder einzelne Muskel ist perfekt definiert.

Wie soll ich mich denn nun selbst ausziehen? Mein menschlicher Körper erscheint mir maximal unzureichend, mit kleinen Dellen am Oberschenkel und Pölsterchen am Bauch. Timo hat mir oft gesagt, ich sollte mehr Sport machen, damit meine Figur straffer wird.

Abwehrend hebe ich die Hände. »Nein, das kann ich nicht.«

Apollon kommt auf mich zu – nackt, in all seiner Perfektion – und meine Verlegenheit wächst ins Unermessliche. »Du bist wunderschön, so wie du bist.«

»Kannst du etwa Gedanken lesen?«

Seine Lippen kräuseln sich. »Das muss ich nicht. Deine unsinnige Scham steht dir ins Gesicht geschrieben. Also los, runter mit der Kleidung. Ich schaue auch nicht hin.«

Schon dreht er sich um und geht mit energischen Schritten auf das blaugrün funkelnde Meer zu. Natürlich ist sein knackiges Hinterteil absolut formvollendet. Einen kleinen Moment lang gestatte ich mir einen Blick auf Apollons Kehrseite, dann ziehe ich hastig meine Kleidung aus.

Schnell folge ich ihm ins Wasser, bemüht, im Nass zu versinken, bevor er meinen Körper betrachten kann. Ich erreiche das Meer in der Sekunde, als er mit einem Hechtsprung in die Fluten gleitet. Ich tauche ebenfalls unter und genieße, wie das warme Wasser mich umspült. Ich mache einige Tauchzüge, bevor ich prustend wieder hochkomme.

Apollon strahlt mich an. »Na, ist das nicht herrlich?«

»Das ist es.« Ich bin dankbar, dass er mich dazu gebracht hat, meine Scham zu überwinden. Es ist berauschend, das Nass zu spüren, ohne störende Kleidung.

»Im Übrigen gibt es nichts, was du verstecken müsstest. Du hast eine wunderbare Figur.«

»Hey!« Ich spritze ihn mit Wasser voll. »Ich dachte, du wolltest nicht hinsehen.«

Ein Lachen steigt in ihm auf. »Nun, es drängt sich in dem klaren Wasser quasi auf.« Er deutet auf unsere Körper, die man mehr als deutlich im Meer erkennen kann.

Doch plötzlich stört es mich nicht länger. Apollon hat mir gesagt, dass ich schön bin, genauso wie ich bin. Und er meint es so, das merke ich an seinem bewundernden Blick. Außerdem hat er bisher das ausgesprochen, was er denkt. Zum ersten Mal gibt mir ein Mann – ein Gott! – das Gefühl, ein Wunder der Natur zu sein. Bei diesem Gedanken stiehlt sich ein albernes Lächeln auf mein Gesicht.

 

[Buchvorstellung einmal anders] Götterdimension - Schatten von Troja von Ava Cooper

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Apollon und Mira aus „Götterdimension“ und deren Autorin Ava Cooper.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Mira (stößt Apollon leicht an): Kannst du das auch ohne die Musen?
Apollon (verdreht die Augen): Ich bin sehr selbstständig. Zumindest für einen Gott …
Ava (schüttelt den Kopf): O je, das geht ja gut los. Aber keine Bange, Claudia, eigentlich sind die zwei ganz harmlos. Wobei – man sollte Apollon nicht verärgern. Das haben in der Geschichte ein paar gemacht und für diese Personen ging es nie gut aus…
Apollon: Das war früher. Heute bin ich beherrschter.
Es wäre schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Apollon (deutet auf Mira): Die Dame zuerst natürlich.
Mira: Danke, dann lege ich mal los. Also, ich heiße Mira Sommer und ich lebe im Köln des 22. Jahrhunderts. Zumindest am Anfang. Aber dann darf ich als erste Journalistin der Welt ein Dimensionenportal benutzen. Erst habe ich gedacht, dass ist ein Witz – aber dann habe ich gemerkt. Es ist real. Alles!
Apollon: Und die Moiren führten sie zu mir- das nennt man eine wahrlich glückliche Fügung, oder? Immerhin bin ich der Gott des Lichts, der Künste, der Heilung und der Prophezeiung. Ich verkörpere Harmonie und Inspiration – und ich würde mal sagen, das sieht man mir auch an, oder? (Sein Lächeln ist einee Mischung aus Arroganz und Übermut.)
Ava (seufzt leise): Wie gut, dass er nicht eingebildet ist … Was habe ich mir nur dabei gedacht? Aber er hat das Herz trotzdem am rechten Fleck – dafür habe ich als gesorgt. Wer es noch nicht erraten hat: Ich bin Ava, die Autorin, und ich liebe es, mir Geschichten auszudenken. Besonders wohl fühle ich mich in der Fantasy, aber ich schreibe auch sehr gerne Romance. Hauptsache, ein spannender Plot und jede Menge Knistern zwischen den Zeilen.
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Ava: Wie Apollon und Mira schon erzählt haben, spielt die Story in der näheren Zukunft (konkret im 22. Jahrhundert), in der durch eine Art Wurmloch ein Tor zur Götterdimension geschaffen wird. Mira besucht die Götter der griechischen Antike und stößt auf Apollon – der wie vom Donner gerührt ist, weil sie aussieht wie die trojanische Prinzessin Kassandra, die seine Liebe verschmäht hat. Er beschließt, sich an Mira zu rächen, indem er sie in sich verliebt macht. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass sie ganz anders als die trojanische Prinzessin ist. Denn Mira strebt weder nach Macht noch Ruhm, vielmehr sind sie in Apollon den Mann und nicht gegen den Gott. Und der kann manchmal ganz schön süß sein. Während Apollon ihr seine Welt zeigt und beide gegen ihre Gefühle ankämpfen, wird Mira langsam, aber sicher in den trojanischen Krieg hineingezogen. Dabei verwebe ich die wichtigsten Stationen des letzten Kriegsjahres mit der Geschichte von Mira und Apollon, habe mir aber eine autarke eigene Handlung ausgedacht. Diesen Mix finde ich ziemlich spannend.
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Ava (hebt entschuldigend die Hände): Hey, das wollen die Lesenden doch. Stell dir mal vor, die beiden würden die ganze Zeit nur über den Olymp latschen, sich in heißen Quellen aalen, berühmte Bauwerke ansehen und gemütlich etwas essen und leckere Weine trinken? Dabei keine Intrigen, keine Angriffe, noch nicht einmal ein einziger Streit?
Mira: Ich finde, das klingt eigentlich ganz gut … (Seufzt leise.)
Apollon (nimmt sie in den Arm): Sei ehrlich, das wäre dir doch viel zu langweilig gewesen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Apollon: Ich mag diese Szene, weil sie so viel von Miras Wesen zeigt – und ich war so frei, sie in meine Perspektive umzuändern:
Mira streicht mit den Fingerspitzen über eine schmale goldene Halskette, in deren Mitte sich eine Sonnenscheibe befindet. »Diese Kette gefällt mir.«
Verwirrt runzle ich die Stirn. »Bist du sicher, dass du das möchtest? Das ist nicht besonders wertvoll. Wie wäre es zum Beispiel damit?« Ich halte ein Collier in die Höhe, das aus mehreren Lagen besteht, in die Smaragde, so groß wie Wachteleier, eingearbeitet sind. »Das würde hervorragend an dir aussehen. Die Steine passen gut zu deinen Augen. Sie haben fast genau dieselbe Farbe.« Ich lasse meinen Blick zwischen der Kette und ihrem Gesicht und her schweifen.
Sie wird sofort knallrot. »Die Kette ist beeindruckend, einer Königin würdig. Aber wann soll ich so etwas jemals anlegen? Dazu habe ich keine Gelegenheit. Diese Kette kann ich immer unter einem T-Shirt tragen und dabei an meine Begegnung mit einem Gott denken. Eine ständige Erinnerung.«
Mira (grinst ihn an): Den Teil, wo du den armen Händler fast um seinen Lohn betrogen hättest, lässt du natürlich aus. Aber ich mag diese Szene auch sehr. Außerdem gefällt mir das hier, weil Apollon da zum ersten Mal seine weiche Seite gezeigt hat. Wir haben über den trojanischen Krieg und den Auslöser gesprochen:
So ist es also zu diesem Krieg gekommen. Welch eine Tragik. Und welch eine Story! »Der Mythos von Helena und Paris fasziniert bei uns alle. Unsere Leserinnen und Leser wären begeistert, wenn ich darüber schreibe. Ich möchte verstehen, was ihre Liebe so besonders macht – so absolut.«
Prüfend sieht er mich an. »Ihr Menschen und euer Drang, euch verlieben zu wollen. Wie schade, dass meist nichts Gutes dabei herauskommt.« Trauer erscheint auf seinen Zügen. Wie menschlich er dadurch wieder wirkt. So weich und verletzlich. Ja, er hat gelitten. Er weiß, wie schlimm es ist, jemanden zu verlieren, der einem alles bedeutet hat.
Wie viel echte Ava steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Ava: Alle meine Figuren habe einiges von mir mitbekommen. Aber Mira hat besonders viel von mir, weil ich ja auch gelernte Journalistin bin. Auch vom Wesen her kann sie ihre Abstammung nicht leugnen – immer geradeheraus und bloß nicht devot sein. Noch nicht einmal vor griechischen Göttern. Wieso auch? Wann haben die schon jemals jemanden bestraft 🤣
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Mira (mustert Ava mit gerunzelter Stirn, dreht sich wieder zu Claudia): Puh, naja – wie drücke ich es höflich aus? Ava kann schon echt knüppelhart sein. Die hat keine Aktien damit, ihre Figuren zu foltern oder auch mal sterben zu lassen. Manche schmerzliche Tote folgen der Ilias, da hatte sie wenig Spielraum. Bis zu einem gewissen Grad hält sie sich an die Überlieferungen. Aber da gibt es so ein paar andere Szenen, wo ich mich frage: Musste das sein?
Apollon (nickt ernst): Letztlich sind alle Wege sind festgeschrieben, die Moiren bestimmen unsere Schicksale. Oder in diesem Fall Ava und die Moiren zusammen – tödliche Mischung … Allerdings schenkt sie uns immer wieder neue Hoffnung. Kein Opfer, ohne dass wir etwas dazu gewinnen. Und sie arbeitet immer wieder gefühlvolle Szenen hinein, bei denen wir Kraft tanken können.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Mira: Das kam im Verlauf der Geschichte: Ich betrete Apollons Welt ja durch ein Dimensionenportal, weil die göttliche Welt eine andere Dimension ist. Nämlich die Götterdimension. Der Untertitel „Schatten von Troja“ deutet an, dass es dabei auch um den Trojanischen Krieg geht.
Apollon: Der Arbeitstitel war übrigens Götterdämmerung, wobei das ja wohl Assoziationen zu anderen Göttern weckt. Das habe ich irgendwann einmal dezent angemerkt. Und Ava hat sofort eingesehen, dass ich Recht habe. Natürlich. Ich bin schließlich auch der Gott der Künste.
Ava (leicht gereizt): Hey, das wusste ich vorher schon. Aber das klang halt griffig. Und ein Arbeitstitel muss nicht hundertprozentig sein, Mr. Gott der Künste.
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Apollon: Ich finde, es symbolisiert sehr gut, worum es geht – die wunderbare Zeit der griechischen Antike. Wobei ich ja finde, es hätte ruhig eine Statue von mir darauf sein können …
Mira (knufft ihn lachend): Götter und ihre Egos! Also, ich finde es wunderschön so. Und ich hoffe, dass es den Lesenden auch gefällt.
Ava: Danke, Mira. Ich liebe das Cover auch sehr!
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Mira (mit strahlenden Augen): Ich bin eine hoffnungslose Romantikerin, deswegen ist mein schönstes Zitat diese Stelle: »Ich liebe dich, Mira Sommer. Mit jeder Faser meines Seins. Du bist wärmer als die Sonne, tiefer als das Meer und reiner als das Licht. Du bist wie Ambrosia für meine Seele. Mein unsterbliches Leben ist nichts wert, wenn ich es nicht mit dir teilen kann.«
Apollon (lächelt weich und haucht ihr einen Kuss auf die Stirn): So ist es auch, omorfiá mou – meine Schönste. Mir gefällt es am besten, wie Mira meinem Vater Paroli geboten hat, als er sie gefragt hat, wieso sie glaubt, der Liebe eines Gottes würdig zu sein: »Er hätte jede Frau auswählen können und hat sich für mich entschieden. Für diese Gnade werde ich immer dankbar sein, denn nichts lässt sich damit vergleichen, von einem Gott geliebt zu werden.«
Vielen Dank für das Gespräch

Dienstag, 30. Juni 2026

[Coverinterview] Eros' Fluch - Tales of Devine Sistrs 1 von Jenn Roberts


 
Coverinterview „Eros‘ Fluch – Tales of Devine Sisters“


Heute habe ich Jenn Roberts zu Gast auf meinem Blog. Sie wird mir ein paar Fragen zu ihrem neuen Cover beantworten.

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel?
Das Cover kam vor dem Titel – es ist aus der Charakter-Illu entstanden
Hattest du schon eine genaue Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte?
Eigentlich nicht.
Welche Bedeutung haben für dich das Pärchen, das Buch und die Zeichen auf seiner Haut?
Wie gesagt: Es ist ursprünglich die Charakter-Illu, die eine Szene aus dem Buch zeigt. Eros erwischt Penny in seiner Bibliothek, wie sie in dem Buch liest, in dem von ihm und seinem Fluch berichtet wird. Die Tattoos auf seiner Haut sind alles Zeichen für Liebe und Hass – die Kernkompetenzen des Liebesgottes.
Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt?
Diese Szene, in der Eros von seiner Vergangenheit einholt wird, mit folgendem Zitat:
„Ist das jetzt eine Anspielung auf damals, Mutter?“
Ihre Augen glitten grausam und kühl über mich hinweg. „Nenn es, wie du willst, Eros. Fakt ist aber, hättest du dich damals meinem Befehl nicht widersetzt, wärst du jetzt nicht in dieser Lage.“
„Und was ist das deiner Meinung nach für eine Lage?“
„Du begehrst die Seele einer Frau, die niemals für dich bestimmt war, weil sie eigentlich einem anderen gehört. Du lässt das Mädchen, das du wahrhaftig liebst, für diese Seele sterben.“ Aphrodite nickte wissend. „Es ist wahr, Eros. Ich kann es fühlen.“
Bist du nun zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht etwas daran ändern wollen?
Ich definitiv. Liebe diese Szene, liebe auch das Cover sehr. Aber ich denke, dass viele es anders sehen und vielleicht deshalb nicht zu diesem Buch greifen. Und weil es keinen Farbschnitt hat.
Danke, dass du bei dem Coverinterview mitgemacht hast 😊
Danke, dass ich auch mit Eros und Penny wieder dabei sein durfte. <3

Sonntag, 28. Juni 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Nika - Letzter Elfer von Frieda Feuerdorn


 

Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Frieda Feuerdorn, um mit ihr über ihr Buch „Nika 2 – Letzter Elfer“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Es freut mich, heute mit dir hier sein zu dürfen, ich komme geradewegs von einer Lesung in einer wundervollen Location und bin noch ganz euphorisch.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Der zweite Band von NIKA bringt die beiden Hauptprotagonisten näher zusammen. Nika erfährt, wie es in einem anderen Team sein kann und muss gleichzeitig über große Probleme hinauswachsen. Zudem steht eine EM an und das mit einer zerrütteten Nationalelf. Ob das gutgeht?
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Es ist gar nicht so leicht, meine Charaktere zu „führen“, da sie regelmäßig glauben, nicht zusammen sein zu können. Ich schreibe aber sehr gerne sowohl spannende Fußballszenen als auch romantische Zusammenkünfte (wobei letztere mir bei diesem Paar echt Kopfzerbrechen bereiten, was schonmal tagelang dauern kann, wenige Seiten zu schreiben…)
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
In diesem Buch liebe ich ganz besonders den Morgen, als Álvaro in einem sehr verletzlichen Moment für Nika da ist. Und die Szene, wo Nika einen wichtigen Elfmeter schießen muss, obwohl das in der Vergangenheit eher nicht so gut geklappt hat. Und ich liebe den Moment, als Leander mit einem Strauß Rosen vor ihrer Tür steht. Warum er das tut und ob die Blumen wirklich ihr gelten, müsst ihr selbst lesen.
Wie viel echte Frieda steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Die echte Frieda lauert überall. Ich glaube manchmal, Nika ist so ein bisschen wie mein „inneres Kind“ voller Tatendrang und Träume und Trotz und Gefühle.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Also Leander würde sich definitiv als den coolsten und besten Kerl im Buch beschreiben. Gracia würde ihm da absolut widersprechen. Miguel hält sich sicher für schlau und denkt, dass er Nika und Álvaro komplett durchschaut hat. Silas glaubt, dass alle ihn hassen werden, wenn sein Geheimnis ans Licht kommt, und Sofia hält sich für die „große“ Schwester ihres Bruders. Álvaro denkt auf jeden Fall schlechter von sich, als er es nötig hat, und ist unsicher. Nika fühlt Schuld, obwohl sie es nicht muss, lernt aber mehr und mehr, dass sie was auf sich halten darf.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Der Haupttitel „Nika“, stand sofort fest. Ich wollte nichts. Was der Geschichte einen falschen Anstrich gibt. „Letzter Elfer“ setzt eine Zahlenfolge fort. Wir haben ja mit der falschen Neun angefangen und enden letztlich mit der verfluchten Dreizehn. Diese Idee war nicht sofort da, aber als sie mir kam, war sofort klar: Das ist es.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich liebe das Cover. Es ist dynamisch und voller Action, gleichzeitig drückt es durch die Farben nochmal viel aus. Nein ich liebs einfach.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
„Ich will keine Show, Álvaro. Ich will nur dich. Dein Gefühl, deine Hingebung. Ich will, dass du mich hältst und nicht mehr loslässt.“
Danke für das Gespräch.

Dienstag, 23. Juni 2026

[Protagonisteninterview] mit Lysandra aus Spirits of Violence von C. I. Ryze

 


 
Protagonisteninterview mit Lysandra


Ich treffe mich heute mit Lysandra aus dem Buch „Spirits of Violence“ von C. I. Ryze.

Hi, schön, dass du heute Zeit findest ein wenig mit mir über das Buch zu sprechen.
Hi! Freut mich auch. Ist ja schwierig genug heutzutage Aufmerksamkeit zu bekommen 😊 Und dann auch noch alleine. Wenn ich rot werden könnte, würde ich es wohl tun.
Wie geht es dir heute?
Ich konnte vorhin ein paar nervige Bugs aus meinem Computersystem ZEUS eliminieren, also ist meine Laune entsprechend gut. Danke der Nachfrage.
Würdest du dich meinen Lesern vorstellen?
Mein Name ist Lysandra. Ich bin die Anführerin der Chimära, einer Gruppe aus Tech-Enthusiasten, die den größten Einfluss auf unsere moderne Gesellschaft haben. Anders als die traditionellen Magiewirker aus der alten Zeit wollen wir den Menschen das Leben einfacher machen.
Was ist dein höchstes Lebensziel?
Vermutlich sollte ich so etwas wie „Weltfrieden“ sagen, aber um ehrlich zu sein bin ich hinter Freya her. Sie schlüpft schon seit mehreren Jahrzehnten durch meine Finger.
Wie kann man sich deinen ganz normalen Alltag vorstellen?
Normal ist relativ, schätze ich. Die meiste Zeit kommuniziere ich mit ZEUS, koordiniere andere Chimära oder muss Leute für ihre Dummheit zur Rechenschaft ziehen. Manchmal ziehen wir aber altes Tech aus dem Boden. Das ist immer spannend. Dadurch bekommt man Einblicke in die alte Welt.
Welche Stolpersteine und Hoppalas würdest du gerne aus deinem Leben eliminieren?
Ganz ehrlich? Am liebsten würde ich alle, die altes Blut in sich tragen, zusammensammeln und mit einem Chip zu Chimära machen. Das würde ihnen zwar zeigen, dass wir als Chimära es gut meinen, aber leider würde es sie auch umbringen.
Außerdem würde ich gerne diese Bugs aus meinem Analysesystem beseitigen.
Wenn du einen Wunsch frei hättest, wie würdest du ihn verwenden?
Ich hätte gerne Freya zurück.
Herzlichen Dank für deine Zeit.
Ich danke dir!