Freitag, 10. Juli 2026

[Schnipseltime] #maxton.on.ice - Heated Risk von Laura Lee Johnes


Hastig sprang ich auf, nachdem Paxton zuerst diesen komischen Blick bekam, den ich zunächst absolut nicht einordnen konnte. Irgendeine Mischung aus Schreck und … Tja, keine Ahnung. Als ob er den Blick weder abwenden wollte noch konnte. Erst kurz danach spürte ich etwas, was ich eigentlich bestimmt nicht spüren sollte. Davon abgesehen, konnte ich verdammt froh sein, dass mein Handtuch an Ort und Stelle blieb. Darunter sah es nicht viel besser aus.

Ich wusste nicht einmal, ob ich überhaupt erfahren wollte, was genau in dem Moment durch seinen Kopf ging. Zum Glück konnte er nicht in meinen hineinschauen. Oder unter mein Handtuch. Wobei auch mein verdammt schneller Herzschlag gewisse Rückschlüsse hätte zulassen können, der meinen Brustkorb sprengen wollte. Dafür genügte ein Blick in Pax‘ wunderschöne, grüne Augen. Auf seinen ehemals schlaksigen Körper, an dem sich mittlerweile zeigte, dass er auf dem Weg zum Erwachsenwerden war.

Im Gegensatz zu mir, der durch die lange Krankheit mit der Entwicklungsverzögerung zu Kindergartenzeiten immer noch haarlos war und massiv gegen Babyspeck ankämpfte, wie meine Mom es nannte, zeigte sich bei ihm ein Flaum dunkler Körperbehaarung. So dunkel wie seine pechschwarzen Haare waren. Vor allem an und unter den Armen, an den Beinen und, ja ich schämte mich fast es zuzugeben, sogar in seinem Intimbereich sah ich welche. Außerdem begann sich bei ihm der Anflug eines Bartes abzuzeichnen, den er meist Montagsmorgens vor der Schule abrasierte, um den Rest der Woche Ruhe zu haben. Sagte er zumindest; ich vermutete eher Faulheit dahinter, es öfter anzugehen.

Wie auch immer, ich reichte meinem besten Freund, dessen Körper auf dem besten Weg war zu dem eines Mannes zu werden, die Hand und half ihm aufzustehen.

„Danke dir, Kätzchen“, neckte er mich, wofür ich ihm mit dem Ellenbogen einen Knuff in die Rippen gab, in der Hoffnung, meine Verlegenheit damit zu überspielen.

„Ach, halt doch die Klappe“, murmelte ich, noch völlig aus dem inneren Gleichgewicht gebracht. Verdammt, wie schaffte er es nur, so cool zu bleiben? „Überleg dir lieber, welche Pizza es nachher sein soll. Du brauchst ja immer ewig zum Aussuchen“, neckte ich ihn.

„Ich sags ja, die beiden sind wie so ein altes Ehepaar“, stichelte Linus, während er seine Schuhe zuband.


[Buchvorstellung einmal anders] #maxton.on.ice - Heated Risk von Laura Lee Johnes


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Mav und Pax aus „#maxton.on.ice“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Pax: Hi und vielen Dank, auch im Namen von Mav, dass wir hier bei dir sein dürfen. Ich glaube, in einer solch entspannten Atmosphäre sind wir noch nie zu einem Interview eingeladen worden.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Mav: Gerne. Also ich bin Maverick Lewis, gebürtiger Kanadier und erst durch den Umzug mit meinen Eltern in die USA, wo ich Pax traf, zum Eishockey gekommen. Vorher war ich nur ein kleiner Fanboy.
Pax: Als Sohn vom großen Coach Adams aus den USA bin ich, Paxton, bereits in frühester Kindheit mit dem Hockeyvirus infiziert worden. Dass Mav auch Spaß daran fand, hat unserer Freundschaft echt gut getan und sie verstärkt.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Mav: Ihr dürft dabei sein, als wir uns kennenlernten und zu Teenagern heranwuchsen. Bis dahin traf man nie einen von uns ohne den anderen. Bis zu dem Tag, als ich ein hammergeiles Angebot aus Kanada bekam.
Pax: Damals habe ich echt riesigen Mist gebaut, was man auch auf dem Eis spürte. Ich bin froh, dass wir das irgendwann wieder in den Griff bekommen haben.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Mav: Keine Ahnung, ehrlich. Sie hat uns jedenfalls nichts geschenkt und ganz schön leiden lassen, bis zum Happy End. Okay, vermutlich hatte sie ihren Spaß daran.
Pax: Das Gefühl hatte ich ebenso. Ich bin nur froh, dass sie uns nicht nur leiden ließ.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Pax: Darf ich diesmal zuerst? Weil für mich gab es da nur einen, der zählt: Der Moment, an dem alles begann. Als wir uns zum ersten Mal im Garten trafen. Ohne diese Begegnung wäre alles andere nie passiert.
Mav: Also so betrachtet, gehört er bei mir auf jeden Fall unter die Top 3. Mir gefiel unser erster Kuss am besten. Als wir unsere Gefühle füreinander endlich zuließen.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Pax: Sie hat erzählt, dass Mav sehr viel von ihr hat. Laura war früher auch eher der schüchterne Typ. Und ich vermute, den Hang zum Kuscheln hat er ebenso von ihr. Nicht umsonst hat sie ihm ihren besten „Kuschelfreund“ geliehen.
Mav: Unsere Vorliebe für Pizza mit viel Käse haben wir mitbekommen! Und Pax‘ ihr manchmal aufbrausendes Temperament.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Mav: Leidenschaftlich, emotional, und mit viel Herzblut bei der Sache.
Pax: Stur, unnachgiebig und manchmal verdammt ungeduldig.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Mav: Ja, das hat sie mir mal erzählt. Die Titelsuche war nicht einfach, weil es einfach zu viele gab, die sich rund um Eishockey drehten, und es sollte natürlich etwas sein, was nicht schon mal vorkam oder viel zu ähnlich klang. Sie sprach mit ihrer besten Freundin darüber, sie haben ein bisschen hin und her gebrainstormt – und zack, „#maxton.on.ice“ stand fest!
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Pax: Oh ja, auf jeden Fall! Es spiegelt uns beide in einem innigen Moment, unsere Leidenschaft für Eishockey und in den Flaggen unsere Nationalitäten, was ja keine unwesentliche Rolle in der Story spielt. Den Titel finde ich so richtig peppig und aktuell im Stil.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Mav: Auf jeden Fall das hier, als Pax so völlig selbstverständlich sagte: „Awww, ich bin gerne heiß.“
Pax: Bei mir ist es das hier, als Mav es zugibt: „Paxton Adams, ich liebe dich auch.“
Danke für das Gespräch
Mav: Wir haben zu danken es war mal schön, ein Interview zu führen, dass sich nicht nur um den Sport dreht.
Pax: Dem kann ich mich nur anschließen. Immer nur den Fokus auf unseren sportlichen Leistungen zu sehen, geht einem irgendwann wirklich auf die Nerven. Daher auch von mir herzlichen Dank, liebe Claudia!

Donnerstag, 9. Juli 2026

[Protagonistensteckbrief] Elio und Livia aus Sonnenblumenküsse in der Toskana von Sara Pepe


Elio

Zurückhaltend
ehrgeizig
Bäcker
selbstständig
ruhig
dunkle Vergangenheit
Angst Nähe zuzulassen
knetet lieber Brotteig, als Smalltalk zu machen

Livia

Kreativ
fröhlich
liebt Eis & reisen
Influencerin
orientierungslos
auf der Suche nach Halt & Liebe
Das Handy ist immer griffbereit, um das perfekte Bild zu knipsen.

Dienstag, 7. Juli 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Spirits of Violence von C. I. Ryze





Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Kenna, Cecil und Freya aus „Spirits of Violence“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Freya: Ich habe ein ganz merkwürdiges Déjà Vu…
Kenna: Wirst du auf deine alten Tage senil?
Cecil: … Was die beiden meinen ist, dass wir uns freuen, hier zu sein 😊
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Cecil: Ich bin Cecil. Kurz für Cecilliana. Ich gehöre zu der Protagonistengruppe.
Kenna: Mein Name ist Kenna. Ich passe darauf auf, dass Cecil nicht in die nächste Erdgrube fällt oder sich versehentlich selbst irgendwo aufhängt, weil sie wieder zu neugierig war.
Freya: Freya.
Cecil: Sie freut sich auch!
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Cecil: Oh okay also es geht um… also … Wow ist das schwer!
Kenna: Es geht darum, dass Cecil sich in Schwierigkeiten gebracht hat, weil sie sich an einen der großen Tiergeister gebunden hat.
Freya: Ich will diesen Tiergeist haben, um damit die Welt vor der Technik zu retten.
Kenna: Wir haben Madame Priesterin also an der Backe, bis es dazu kommt.
Freya: Oder vorher dabei draufgehen.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Kenna: Glauben?? Am liebsten würde ich ein paar Ohrfeigen verteilen!
Freya: Und die Leute glauben, ich hätte Aggressionsprobleme. Kenna geht wegen jeder Kleinigkeit an die Decke.
Kenna: Wir gehen alle naselang fast drauf, nur weil es angeblich lustig ist!
Freya: Ich finde das alles höchst amüsant.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Cecil: Ich mochte das Lied von Freya. Das kommt aber erst so spät …
Kenna: Wenn ich mich entscheiden müsste, dann fand ich diesen Move von Freya ziemlich beeindruckend.
Freya: … Welchen Move?
Kenna: Das mit dem Gehstock. Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich nämlich nicht, dass man so ein Ding auch dafür benutzen kann, anderer Leute Gehirne auf der Straße zu verteilen.
Freya: Ah. Dieser Move. Den fand ich eigentlich noch harmlos. Mein persönlicher Favorit ist die Szene, in der Cecil die Magie des Krakengeistes erweckt. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, was für einen Einfluss Salzwasser auf einen Körper hat.
Cecil/Kenna: Ew.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Kenna: Wenn ich drauf wetten müsste, dann werden in dem Buch wohl ein oder zwei Traumata verarbeitet, aber da kann ich nur mutmaßen. Es hat allerdings eine jahrelange Obsession ausgelöst.
Cecil: Häh?
Freya: Es gibt mehr Bilder und Spinnoffs von mir als von euch.
Kenna: Grins nicht so selbstzufrieden. Du hast mehr trauma dumping als Cecil oder ich.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Cecil: Ungeduldig :D
Kenna: Süchtig nach Energydrinks, behaupte ich mal.
Freya: Ungewöhnlich einfach beeinflussbar.
Cecil/Kenna: Häh?
Freya: Ihr wärt überrascht, wie sehr man den ganzen Charakterzug mit einem Kompliment beeinflussen kann. Wie glaubt ihr, sind die Bilder von uns zustande gekommen?
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Freya: Der ursprüngliche Titel lautete „Birds and other kinds of violence“, basierend auf dem Glauben der Cygna an den Schwanengeist.
Kenna: Der war dem Verlag leider zu lang, also wurde es runterreduziert. Mir könnte der Titel nicht egaler sein.
Cecil: Ich find ihn nach wie vor gruselig … Am liebsten hätte ich etwas Netteres gehabt.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Kenna: Das Cover ist der Wahnsinn
Cecil: ich finds auch toll!
Freya: Wer hätte es gedacht, wir sind einer Meinung.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Cecil: Ich glaube, ein Zitat habe ich nicht, aber ich finde die ganze Szene mit Freya in der Kirche wunderschön, weil sie da mal so anders ist.
Kenna: Fast ganz am Ende und man braucht vielleicht etwas Kontext, aber ich mochte „Für mich ist es echt.“
Freya: Ich glaube, ich bleibe beim Leitsatz „Man mischt Magie nicht mit Technik“.
Kenna: Warum überrascht mich das nicht?
Freya: Ich bin eben unvorhersehbar vorhersehbar.
Danke für das Gespräch
Kenna: Wir danken dir!
Cecil: Das war lustig!
Freya: Es war nicht schrecklich, das gebe ich zu.

Montag, 6. Juli 2026

[Coverinterview] Alter Ego 1 - In love & danger von Lea M. Beckmann


 
Coverinterview „Alter Ego –
In love & danger“

Heute habe ich Lea M. Beckmann zu Gast auf meinem Blog. Sie wird mir ein paar Fragen zu ihrem neuen Cover beantworten.

Das Cover hat sich verändert in den letzten Tagen, deshalb ein paar Fragen dazu 😊

Wann kam das Cover? Vor oder nach dem Titel? Bzw. warum veränderte es sich?
Es kam nach dem Titel. Und es hat sich verändert, da es sich um eine Wiederveröffentlichung handelt, weil ich aus dem damaligen Verlag ausgestiegen und jetzt noch einmal ganz neu als Selfpublisherin durchgestartet bin.
Hattest du schon eine genaue Vorstellung vom Cover, was sich darauf befinden sollte?
Beim alten Cover hatte ich eine vage Vorstellung, während ich beim neuen ein ziemlich genaues Bild vor Augen hatte. Die wundervolle Constanze (@coverboutique.de) hat diese Vorstellung dann nochmal um einiges verbessert und mir damit mein absolutes Traumcover hergezaubert.
Welche Bedeutung haben für dich die Blumen, die Scherben, das Geld und das Motorrad?
All diese Elemente geben einen Hinweis auf den Inhalt des Buches. Bei der Blume handelt es um eine Stolz und Stärke symbolisierende Gladiole, die sich Colton, einer meiner beiden Protagonisten, als Tattoo gestochen hat. Auch das Motorrad verweist auf ihn, denn er fährt eines, hat es liebevoll Dianna getauft und nimmt meinen anderen Protagonisten, Phoenix, gerne mal darauf mit. Die Scherben deuten währenddessen darauf hin, dass so einige Vorstellungen und Beziehungen im Laufe der Geschichte unwiderruflich zersplittern und das Geld weist nicht nur auf Phoenix’ immensen Reichtum als Milliardenerbe hin, sondern auch darauf, dass ihm dieser womöglich noch zum Verhängnis wird.
Wolltest du etwas Bestimmtes mit dem Cover ausdrücken?
Ich wollte unbedingt ein Cover, dass die Geschichte widerspiegelt, sodass potenzielle Leser*innen auf einen Blick erkennen können, ob das Buch etwas für sie wäre oder nicht. Und weil es sich bei Alter Ego um eine morally grey Romance handelt, ist auch die Atmosphäre des Coves etwas düsterer geworden.
Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt?
»Vor ein paar Wochen konnte ich dich nicht einmal ausstehen und dann … dann kam dieser Kuss. Und fuck, Phoenix, der hat alles verändert.«
Dieses Zitat ist quasi das Aushängeschild von Alter Ego. Colton als hochverschuldetes Straßengangmitglied und Phoenix als Milliardenerbe könnten unterschiedlicher nicht sein, doch dieser eine Kuss verändert alles. Nicht nur ihre Gefühle füreinander, sondern auch die Geschehnisse um sie herum, denn ihre Liebe ist eine, die in den Augen vieler nicht sein sollte, eine Menge Widersacher hat und mit Hindernissen konfrontiert wird, an denen sie auch zerbrechen könnte.
Bist du nun zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht noch einmal etwas daran ändern wollen?
Ich bin zu 100% zufrieden, also ich schau es mir immer noch gefühlt hundertmal am Tag an und kann immer noch nicht fassen, wie perfekt ich es finde. Habe mich wirklich unwiderruflich verliebt. 😊
Danke, dass du bei dem Coverinterview mitgemacht hast 😊

Freitag, 3. Juli 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Don't fall for the Football Player von Fallon Brooks


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Fallon Brooks, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus, ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Don’t fall for the Football Player“ von Fallon Brooks. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Als ich gerade beginnen will, läuft Fallon auf mich zu und setzt sich zu mir auf die Bank. Nach einer Begrüßung lege ich mal los. 😊

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen? Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Ich freue mich sehr darauf. Das quatschende Buch auch.
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Amber flieht vor ihrem toxischen Ex und trifft auf Noah, der viel lieber zeichnen würde als Football zu spielen. Aber sein Dad lässt ihn nicht. Als Ambers Ex an der Uni auftaucht, geht sie einen Deal mit Noah ein. Er spielt ihren Freund, dafür überlässt sie ihm ihren Platz im Kunstkurs. Beide müssen lernen für sich und ihre Träume einzustehen.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Seiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genau so?
Es gibt sehr viele schöne Szenen, aber auch etwas schwerere, da Amber ja vor ihrem toxischen Ex flüchten musste. Und Noah auch noch seinen Weg finden muss. Eine spannende Geschichte mit viel Gefühl und Happy End.
Fallon nickt.
Habt ihr Lieblingsstellen, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Definitiv das Ende, aber das verrate ich nicht. Es passt so unglaublich gut zur Geschichte. Seufz. Aber diese Stelle liebe ich auch.
Flatternd schließe ich die Lider und senke leicht den Kopf. Noahs Fingerspitzen streifen meine Wange, zart wie ein Hauch, dann umfasst er mein Gesicht mit beiden Händen. Meine Haut kribbelt. Mein Herz rast, und ich weiß nicht mehr, warum. Aus Angst, vor Mut? Oder seinetwegen?
Seine Lippen streifen meine nur flüchtig – ein kaum vorhandener Kontakt –, und trotzdem jagt er mir einen Schauer durch den ganzen Körper. Furcht. Verlangen. Etwas, das ich vergessen hatte. Etwas, das sich viel zu gut anfühlt.
Ich denke nicht nach. Ich schlinge die Arme um seinen Hals und ziehe ihn an mich, näher, als ich sollte, näher, als gut für mich ist.
Diesmal küsst er mich richtig. Fest. Sicher. Und ich sinke in den Kuss, als hätte ich viel zu lange die Luft angehalten.
Weißt du wie viel Fallon tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Vermutlich ziemlich viel. Nicht unbedingt Dinge, die sie erlebt hat, aber ihre Gedanken, Ideen und natürlich ganz viel Herzblut und Zeit.
Fallon lächelt. „Besser hätte ich es nicht sagen können.“
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Eigentlich ganz nett. Mann kann mit ihr reden.
Noah schnaubt leise. „Stimmt. Aber sie hat es Amber und mir nicht immer leicht gemacht.“
„So schlimm war es nicht.“ Amber stupst ihn liebevoll in die Seite. „Wir sind gewachsen. Nicht nur allein, sondern zusammen und das macht unsere Verbindung doch erst zu etwas ganz speziellem.“
Noah schweigt einen Moment. Dann zieht er Amber an sich und küsst sie.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Der Titel ist in Zusammenarbeit mit dem Verlag entstanden. Es wurde geschaut, dass er auch zum ersten Teil der Reihe passt. Und das Buch und Fallon sind sehr zufrieden.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich liebe es. Und ich weiß, dass es Fallon genau so geht. Die Farben haben es ihr echt angetan.
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Ich betrete das Zimmer. „Bist du so weit?“
„Gleich.“ Amber steht am Bett und stopft ein Heft zu fest in ihre Tasche, als würde sie es bestrafen. Dann dreht sie sich zu mir. Falten durchziehen ihre Stirn. „Warum bist du hier?“
„Für das große Spektakel. Ich darf deinen Freund spielen. Ein Traum wird wahr.“ Wie von selbst gleiten meine Mundwinkel nach oben. „Teufelchen.“
Keine Ahnung, warum ich sie jetzt so genannt habe, aber es passt zu ihr. Auf den ersten Blick süß, unschuldig. Doch ich weiß es besser. Hinter diesem Blick steckt ein Teufelchen, das mir vor ein paar Tagen fast die Eier abgefackelt hätte.
„Teufelchen?“ Ihre Augen werden groß. „Nein. Danke.“
„Du wolltest doch, dass es glaubwürdig wirkt. Nichts wirkt intimer als Spitznamen, auch wenn sie bescheuert klingen.“ Extra Bonus: Er gefällt ihr nicht.
„Zwei Tage“, murmelt sie. „Okay. Und wie soll ich dich nennen?“
Ich grinse noch breiter. „Stecher, Hengst, Gott.“
Sie rollt mit den Augen. „Armleuchter. Passt überraschend gut zu dir.“
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.

Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für das sehr interessante Interview.«

Als Fallon weggeht, vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Donnerstag, 2. Juli 2026

[Schnipseltime] Götterdimension - Schatten von Troja von Ava Cooper


 

»Hierher wollte ich mit dir, um zu schwimmen.«

»Mit all der Kleidung?« Ich blicke skeptisch auf meine üppigen Stofflagen. »Oder meinst du – nackt?«

Er hebt die Schultern. »Warum nicht? Außer uns ist niemand in dieser Bucht. Und das wird auch so bleiben, denn die Insel Hyperborea ist den Göttern vorbehalten.«

»Aber ... du bist hier.« Verlegen schaue ich ihn an.

»Du wärst nicht die erste Frau, die ich ohne Kleidung gesehen habe.« Um seine Mundwinkel zuckt es.

Das glaube ich ihm sofort. Der Sonnengott hat nicht unbedingt den Ruf, ein Kostverächter zu sein. Auch wenn er nicht so schlimm sein soll wie sein Vater oder Poseidon. Außerdem wirkt es nicht so, als wolle er unser Bad als Auftakt zu einer Verführung inszenieren. Vielmehr scheint es für ihn ganz natürlich zu sein, dass wir uns voreinander entkleiden.

»Na, komm. Du wirst sehen: Das Wasser ist herrlich.«

Lässig lässt er seine Kleidung hinabgleiten, und mein Mund wird augenblicklich so trocken, dass jeder meiner keuchenden Atemzüge kratzig klingt.

Wer jemals den Ausdruck benutzt hat: Er sieht aus wie ein griechischer Gott, muss an Apollon gedacht haben. Er besitzt eine anbetungswürdige Figur, mit schmalen Hüften, schlanken Beinen und einem muskulösen Oberkörper. Jeder einzelne Muskel ist perfekt definiert.

Wie soll ich mich denn nun selbst ausziehen? Mein menschlicher Körper erscheint mir maximal unzureichend, mit kleinen Dellen am Oberschenkel und Pölsterchen am Bauch. Timo hat mir oft gesagt, ich sollte mehr Sport machen, damit meine Figur straffer wird.

Abwehrend hebe ich die Hände. »Nein, das kann ich nicht.«

Apollon kommt auf mich zu – nackt, in all seiner Perfektion – und meine Verlegenheit wächst ins Unermessliche. »Du bist wunderschön, so wie du bist.«

»Kannst du etwa Gedanken lesen?«

Seine Lippen kräuseln sich. »Das muss ich nicht. Deine unsinnige Scham steht dir ins Gesicht geschrieben. Also los, runter mit der Kleidung. Ich schaue auch nicht hin.«

Schon dreht er sich um und geht mit energischen Schritten auf das blaugrün funkelnde Meer zu. Natürlich ist sein knackiges Hinterteil absolut formvollendet. Einen kleinen Moment lang gestatte ich mir einen Blick auf Apollons Kehrseite, dann ziehe ich hastig meine Kleidung aus.

Schnell folge ich ihm ins Wasser, bemüht, im Nass zu versinken, bevor er meinen Körper betrachten kann. Ich erreiche das Meer in der Sekunde, als er mit einem Hechtsprung in die Fluten gleitet. Ich tauche ebenfalls unter und genieße, wie das warme Wasser mich umspült. Ich mache einige Tauchzüge, bevor ich prustend wieder hochkomme.

Apollon strahlt mich an. »Na, ist das nicht herrlich?«

»Das ist es.« Ich bin dankbar, dass er mich dazu gebracht hat, meine Scham zu überwinden. Es ist berauschend, das Nass zu spüren, ohne störende Kleidung.

»Im Übrigen gibt es nichts, was du verstecken müsstest. Du hast eine wunderbare Figur.«

»Hey!« Ich spritze ihn mit Wasser voll. »Ich dachte, du wolltest nicht hinsehen.«

Ein Lachen steigt in ihm auf. »Nun, es drängt sich in dem klaren Wasser quasi auf.« Er deutet auf unsere Körper, die man mehr als deutlich im Meer erkennen kann.

Doch plötzlich stört es mich nicht länger. Apollon hat mir gesagt, dass ich schön bin, genauso wie ich bin. Und er meint es so, das merke ich an seinem bewundernden Blick. Außerdem hat er bisher das ausgesprochen, was er denkt. Zum ersten Mal gibt mir ein Mann – ein Gott! – das Gefühl, ein Wunder der Natur zu sein. Bei diesem Gedanken stiehlt sich ein albernes Lächeln auf mein Gesicht.