Sonntag, 15. März 2026

[Schnipseltime] No mirrors for monsters 2 - Beautiful Blue von J. A. Monroe

 

Ich schlug um mich, was absolut sinnlos war, aber ich war in Rage.

Sie hatten Elias. Ich konnte es spüren. Das Mal verband uns und ich wusste, dass sie ihn irgendwo festhielten, wo er eigentlich nicht sein konnte. In einer Nische, in einem Spalt zwischen den Welten. An einem Ort, wo er sich selbst verlieren würde, wenn er zu lange dortbliebe.

                  „Ich bringe euch alle um!“, brüllte ich und Speichel flog mir aus dem Mund.

                  „Ja ja. Ich weiß. Du wirst uns alle mit deinen langen schlanken Fingern erwürgen oder uns die Herzen herausreißen.“

Es war Lamya, die auf und ab ging, während Bairos mich mit seiner Fähigkeit auf dem Boden hielt.

                  „Ihr habt keine verfickte Ahnung, was ihr getan habt“, sagte ich und versuchte mich hochzustemmen.

Ich wollte heulen, sie schlagen – verdammt, ich wollte sogar betteln.

                  „Er ist ein netter kleiner Köder, findest du nicht?“ Lamya war neben mir in die Hocke gegangen.

Ich spuckte sie an.

                  „Wow. Echt jetzt?“ Sie wischte sich meinen Speichel von der Wange und hob unbeeindruckt die Augenbrauen.

                  „Weißt du, Dreigh, wir machen das nicht, weil wir dich nicht mögen. Oder weil wir etwas gegen dein Betthäschen haben–“

                  „Nenn ihn nie wieder so! Sprich nicht über ihn. Ich reiße dir die Zunge raus, sobald ich nur den kleinen Zeh bewegen kann“, zischte ich und wand mich erneut in der Schwerkraftsblase.

Bairos lachte dümmlich und Lamya grinste.
                  „Achja? Schade. Ich hätte sonst noch ganz interessante Dinge mit meiner Zunge anstellen können.“ Sie leckte sich lasziv über die Lippen.

                  „Sag schon, Beauty, hast du nie dran gedacht, wie es wäre, wenn es keine Grenzen gäbe? Wenn alle Syn einfach so sein könnten, wie sie wollen? Wenn Halbblüter sich nicht verstecken müssten und ihnen die Fähigkeiten nicht genommen würden?“

Sie tippte mit dem Fuß gegen meine Hüfte.

                  „Du könntest deine eigene Stadt haben. Menschen, die nur dafür da sind, dein Bett zu wärmen und für deine Befriedigung zu sorgen.“

Ich wusste, worauf sie anspielte.

 

                  Sie hatten mich gepackt, als ich versuchte den Wandler von Elias wegzubringen. Ich hätte es wissen müssen. Ich hätte vorsichtiger sein sollen, aber ich wollte ihn zuerst in Sicherheit bringen. Und jetzt hatten sie ihn.

Und ich lag auf diesem verfluchten Betonboden im Keller der beschissenen Papierfabrik und klebte auf der Erde.

                  „Wenn ihr ihm wehtut, wenn ihr ihm auch nur ein Haar krümmt, werde ich einen Weg finden, die ganze Welt niederzubrennen, bis ich euch habe und ihr werdet flehen, dass ich euch schnell töte“, sagte ich und behielt Lamya im Auge.

Sie lachte laut auf. Die Schlampe hielt sich sogar den Bauch.

                  „Dreigh. Du glaubst doch nicht, dass du hier rauskommst? Kas und sein ... wie nennt man das, Mann? – Sie werden mit deinem Bruder festgehalten. Nicht einmal Saul kommt dort hinein. Hier übrigens auch nicht. Unser Zeichner ist mächtig, was er malt, ist nicht zu überwinden.“

                  „Du unterschätzt uns, Lamya.“ Mein Blick blieb auf ihr – scheiß auf Bairos, den würde ich ausknocken, sobald er unaufmerksam wurde. Aber Lamya war gefährlich, das hatte ich beim Kampf in der Bar vor ein paar Wochen bemerkt.

                  „Oh nein, mein hübscher Syn“, sagte sie fast lieblich.

                  „Wir haben deinen Liebhaber. Du unterschätzt uns.“

Ich wollte gerade etwas sagen, da knallte es über uns in der Halle.

Für einen kurzen Moment rührte sich keiner. Dann bewegte sich Bairos und ich nutzte die eine Sekunde, in der er nicht aufpasste und trat ihm die Beine weg.

Es knallte wieder und Lamya, die gerade mit ihrer Fähigkeit Brocken aus der Wand zog, erstarrte.

Bairos richtete sich auf, ich trat ihm ins Gesicht.

                  „Fuck!“ Er heulte mit einem näselnden Geräusch auf.

Ich grinste zufrieden – das war seine Nase gewesen.

Wieder ein Knall, dann ein Zischen. Ich war auf den Beinen, bevor Lamya reagieren konnte und riss an ihren Haaren.

Sie schrie auf, kippte nach hinten. Ich legte meine Hand an ihre Kehle, las sie. Und bekam meine Antworten. Sie wusste nicht, wo Magena war, aber ich sah Elias. Er war im Clecyl gefangen.
                  „Das ist dein Todesurteil“, sagte ich leise.

                  „Du kriegst ihn nicht zurück.“ Lamyas Stimme klang erstickt, was mich fast zufrieden grinsen ließ.

Ich drückte fester zu. Lang. Bis sie das bekam, was ich versprochen hatte.

Ihr Körper sackte zu Boden und ich drehte mich zu Bairos um, der mit blutüberströmtem Gesicht auf dem Boden lag.
                  „Ich bin nur ein Lakai. Ich tu nur, was mir gesagt wird“, sagte er flehend.

                  „Bitte, Beauty. Ich kann dir helfen, deinen Freund zurückzuholen.“

Er kroch rückwärts, ich spürte, wie er versuchte, seine Fähigkeit anzuwenden, aber seine Schmerzen waren zu groß.

Ich ging weiter auf ihn zu, überlegte, wie ich ihm das Licht ausknipsen konnte. Wieder knallte es und diesmal hörte es sich anders an. Ich zuckte zusammen.

Dann kroch der Schatten über den Boden. Ich hörte ein leises Wispern unter dem Keuchen von Bairos.

                  „Geh“, sagte Saul, noch bevor er seine Gestalt annahm.

[Buchvorstellung einmal anders] No mirrors for monsters 2 - Beautiful Blue von J. A. Monroe

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Beauty und Elias aus „No mirrors for monsters 2 – Beautiful Blue“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Beauty sieht sich um und hebt unbeeindruckt die Brauen.
„Also ich hatte es mir anders vorgestellt, nachdem Kas so geschwärmt hat. Aber gut, Kas eben.“
Elias atmet tief ein und verdreht Augen.
„Nicht jeder rollt einen roten Teppich für dich aus, Beauty. Aber wir freuen uns beide, hier zu sein. Danke für die Einladung.“
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Beauty tut genervt.
„Ich bin ein Syn. Wenn ich jemanden berühre, sehe ich die Wahrheit. Was meistens unterhaltsam ist. Ich hatte nicht vor, lange zu bleiben, weder in dieser Stadt noch bei ihm. Hat nicht geklappt. Jetzt teile ich mir ein Loft, eine Bedrohung und mein Bett mit demselben Menschen. Und nein, ich bereue nichts.“
Sein Blick wird weicher, als er Elias ansieht.
Dieser räuspert sich.
„Ich bin Elias. Mehr braucht es eigentlich nicht. Ich lebe mit einem Syn, der so tut, als wäre ihm alles egal, und ich weiß ziemlich genau, wann das gelogen ist, auch ohne ihn anzufassen. Ich bin geduldig, vielleicht manchmal zu sehr, und halte scheinbar mehr aus, als ich dachte.“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Die Antwort kommt von Beauty.
„Es ist die Geschichte davon, dass ich eigentlich wieder verschwinden wollte – bis er mir dazwischenkam.
Jetzt leben wir zusammen, es gibt Probleme, die größer sind als wir, und eine Bedrohung, die einfach nicht verschwinden will.
Die Grenzen zwischen den Welten bröckeln, ein paar Halbstarke spielen Helden, und wir dürfen hinterher den Schaden ausbaden.
Er nennt das Verantwortung, ich nenne es Stress. Und wir haben Sex – also alles gut.“
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Beauty steht fast vom Stuhl auf.
„Ha! Ganz ehrlich, sie sollte mal ins Nichts. Alter, ich wäre fast durchgedreht. Ganz davon abgesehen, was Eli da mitgemacht hat. Und dann die Scheiße mit dem verdammten Schatten.“
„Beauty, hör auf hier zu fluchen“, flüstert Elias.
Der blonde Syn sieht seinen Mann überrascht an.
„Warum? Es war scheiße. Und du weißt es am Besten.“
Elias nickt halb zustimmend.
„Ja, war es. Und ich denke, sie hat Spaß dran, aber ich denke auch, dass sie genauso leidet, wie wir.“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Beauty grinst anzüglich.
„Mehrere. Also da wäre das Feuerwerk, dann als-“
„Beauty!“
Elias unterbricht ihn lachend.
„Ja, ok. Das Feuerwerk. Und du in deiner Rockstar-Pose. Und, ohne zu spoilern, der Moment, in dem Beauty eine Sache klar wird.“
„Oh, und als Lexie die Sache mit Brody macht“, wirft Beauty ein und lacht laut.
„Zu gut. Das Mädchen ist der Hammer.“
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
„Viel“, sagt Elias, bevor Beauty etwas sagen kann.
„Ok, ich weiß nicht, wie viel von ihr in Beauty steckt, aber in den anderen definitiv. Na ja und Saul… Ok, ok. Nicht in allen. Oder wahrscheinlich doch. Also in Kas und Reid auf jeden Fall. Und Nylian… vielleicht früher. Aber sie ist mir wahrscheinlich etwas ähnlich.“
„Steht sie auf mich?“, fragte Beauty und Elias lacht.
„Idiot. Aber ja, wahrscheinlich.“
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
„Gnadenlos!“, sagt Beauty.
Elias schließt kurz die Augen und atmet tief ein.
„Warum gnadenlos? Wegen… ? Hey, sie hat uns zusammengebracht. Also, ich denke, sie will ihre Figuren fühlen. Ich weiß, dass sie geweint hat. Nicht nur einmal.“
„Und sie hat einen Hang zum Fluchen“, wirft Beauty grinsend ein.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Elias sieht Beauty sanft an.
„Beautiful ist klar. Er. Und Blue ist mein Spitzname, den mein Bruder Reid mit als Kind gegeben hat.“
„Der Titel stand fest, direkt nach The Walk Of Fire. Als klar war, dass Elias und ich eine Geschichte bekommen, war der Titel gefunden, obwohl wir gar nicht Band 2 bekommen sollten. Er blieb auch, im Gegensatz zu den anderen, die nochmal geändert wurden“, fügt Beauty hinzu.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Beauty zuckt mit den Schultern.
„Ist ein bisschen kitschig. Aber wenigstens ist es kein romantisches Herz. Wie nennt man das?“
Elias lacht auf.
„Ich glaube, dafür gibt es keine echt Bezeichnung. Also ich mag das Cover, ich muss tatsächlich sofort an Beauty denken.“
Er sieht den Syn liebevoll an und für einen Moment fällt dessen Maske. Beauty lächelt voller Zuneigung zurück.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Elias errötet und sagt leise:
„Los, Eli. Zeig mir unser privates kleines Feuerwerk.“
Beauty grinst breit und hat definitiv ein Bild vor Augen.
„Oh ja. Das habe ich gesagt. Mein Lieblingszitat ist: Kurz fragte ich mich, ob das ein Stallings-Ding war – so tief und bedingungslos zu lieben.“
Danke für das Gespräch
„Das heißt, wir sind fertig?“, fragt Beauty und steht auf.
Elias seufzt, greift aber nach seiner Hand.
„Danke, dass wir hier sein durften.“
Auf dem Weg hinaus hört man beide noch leise reden.
„Du könntest ruhig etwas netter sein, Beauty. Nein, ich will nicht… ok. Hör auf, sonst schaffen wir es nie nach Hause.“

Samstag, 14. März 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Wachgeküsst unter Mandelblüten von Maria Buhl


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Maja und Ben und dem Burgturm aus „Wachgeküsst unter Mandelblüten“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Ben: Sehr gerne, wir bemühen uns auch, hochdeutsch mit dir ze redde.
Maja: Das heißt: zu sprechen.
Der Turm: Ich habe Zeit.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Maja: Ich finde, der Turm sollte anfangen, er hat sonst so wenig Gelegenheit zu reden.
Turm: Ich stehe seit fast achthundert Jahren an der gleichen Stelle und wache über Heckenwelsch. Majas Vorfahren haben mich erbaut. Aber keiner von denen hat so viel Zeit mit mir verbracht, wie sie.
Ben: Stimmt, sie hängt ständig da oben ab. Früher hat sie sich da immer versteckt, heute genießt sie mehr den Ausblick.
Maja: Vor allem winke ich Oma Nana zu. Die ist nämlich im Seniorenheim.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Maja: Ich war früher als digitale Nomadin unterwegs, weil ich absolut nicht in dem winzigen Dorf bleiben wollte. Als meine Eltern mir dann in einem Videocall gesagt haben, dass sie nach Spanien ausgewandert sind und ob ich mich bitte um den Verkauf der Burg kümmern soll, bin ich aus allen Wolken gefallen. Ich habe dann versucht, alles herzurichten, damit auch jemand das ganze Ensemble kauft. Und dabei habe ich irgendwie gemerkt, dass ich es eigentlich gar nicht loswerden will, erst recht nicht, als Ben und ich … sagen wir mal: uns nähergekommen sind. Aber es kam dann zum Bruch und ich habe unterschrieben und …
Ben: Es ging ja gut aus, Maja. Wir haben das zusammen hinbekommen.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Ben: Aber hallo. Das größte Problem war, wieder aus diesem Vertrag rauszukommen. Da musste das ganze Dorf mithelfen.
Turm: Ich habe auch geholfen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Ben: Also, meine Lieblingsstelle ist die, wo wir uns das erste Mal geküsst haben. Wir steckten beide noch in diesen Maleranzügen und …
Maja: Ben! Wir verraten nicht, wie es weiterging! Das geht doch nur uns was an!
Turm: Die beiden sind eine bisschen zurückhaltend. Dabei habe ich schon so viel erlebt. Aber ich bin ja eher der schweigsame Typ …
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Maja: Maria hat mir erzählt, dass sie selbst in einem Dorf aufgewachsen ist, wo sie ständig unter Beobachtung war. Sie hat sich aber entschieden, da wegzugehen und ist nicht mehr zurückgekehrt.
Turm: Haha, und jetzt lebt sie doch in einem Dorf. Aber ohne Turm.
Ben: Mir hat sie verraten, dass sie sich schon als Kind einen Turm gewünscht hat. Ich glaube, sogar heute noch. Ich sollte mal mit ihrem Mann reden. Der könnte ihr doch einen bauen. Einen kleinen wenigstens…
Maja: Aber der will das vielleicht nicht, weil er weiß, dass sie dann gar nicht mehr runterkommt, weil sie es da oben genauso lieben könnte wie ich.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Ben: Also, sie sieht super aus und sie …
Maja: Nun hör aber auf. Du sollst nicht nach anderen Frauen schauen! Viel wichtiger ist, dass sie so liebenswert ist. Sonst hätte sie mich nie so schreiben können. Oder uns am Ende kein Happy End gegönnt.
Turm: Ich mag sie schon, weil sie Türme liebt. Das sagt doch alles über sie!
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Ben: Na, da ich Maja unter Mandelblüten geküsst habe, lag der schon nahe.
Maja: Was wohl eher Zufall war. Du hättest mich auch unter Kirschblüten geküsst.
Turm: Aber in der Pfalz blühen viel mehr Mandeln als Kirschen. Und das auch noch viel früher als irgendwo sonst in Deutschland. Ich liebe es, von oben übers Land zu schauen und überall sind rosa Wolken zu sehen.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Turm: Ich wollte mit drauf. Aber irgendwer hat entschieden, dass das rosa und fluffig sein soll.
Ben: Du bist eindeutig nicht rosa und fluffig.
Maja: Wir wollten ein Cover, das einen sofort an Liebe und an die Pfalz denken lässt. Daher passen die Mandelblüten ganz wunderbar.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Turm: Diese Stelle:
Der Makler beugt sich vor, legt die Hände übereinander auf den Tisch. »Wollen Sie das versuchen? Dafür müssten Sie tief in die Tasche greifen. Dekorieren, ausmisten, umgestalten. Erst investieren, so wie man Immobilien von einem Homestager herrichten lässt, zur Not mit geliehenen Möbeln. Diese werden ja nicht mitverkauft, sie sollen nur ein Bild im Käufer erzeugen, damit er weiß, was er damit machen kann. Schaffen Sie das?«
Ich sehe es vor meinen Augen. Das Haupthaus als Märchenschloss. Der Hof als Platz für eine Sommernachtsfantasie, wie sie manchmal in diesen Landmagazinen abgebildet sind. Und der Turm? Rapunzels Gefängnis. Eine Prinzessin, die von dort aus über das Land schaut und ihren Untertanen zuwinkt. Meine Vorstellung ist auf einmal so real, dass ich gar nicht anders kann, als zuzusagen. »Ich will es auf jeden Fall versuchen.«
Ben: Eindeutig unser erster Kuss:
Wir tragen die Stücke nach unten, die wir eben ausgesucht haben. Erst als wir draußen sind, nehmen wir die Masken ab. »Puh«, sage ich und beginne, den Anzug abzustreifen. »Bin ich froh, dass wir die nicht ständig tragen müssen.«
Und genau in diesem Moment, mit den Armen noch in den Ärmeln, mich verrenkend, packt Ben mich und zieht mich an sich.
»Verdammt!«, flüstert er. »Ich möchte dich küssen, Maja.«
Maja: Für mich ist es der Moment, an dem ich zurückkehre:
Ich bleibe stehen, als sich zwischen den Bäumen der erste Blick auf den Ort zeigt. Der Turm, meine Burg, erscheint zuerst.
Diese Stelle habe ich schon früher geliebt. Es ist, als käme das Dorf aus einem Traum zum Vorschein. Mein Herz schlägt fest, so fest, dass es meinen Brustkorb mitbewegt. Ich blinzle, weil mein Blick verschwimmt. Zugleich habe ich so ziemlich das breiteste Grinsen im Gesicht, das man sich vorstellen kann.
Danke für das Gespräch
Turm: Ich wette, du hast zum ersten Mal mit einem Turm gesprochen. Danke, dass ich dabei sein durfte.
Maja: Ich hoffe, dass ganz viele Leute sich in das Buch verlieben, so wie ich mich in Heckenwelsch verliebt habe.
Ben: He! Wieso in Heckenwelsch? Ich dachte, du liebst mich? Komm her, ich muss dich wohl küssen, um dich daran zu erinnern!

[Autoreninterview] Maria Buhl


Autoreninterview
Maria Buhl

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin eine Romantikerin durch und durch – ich glaube fest an die Liebe und daran, dass sie alles verändern kann. Ich lebe in der wunderschönen Pfalz, wo der Frühling früher kommt, die Sommer wärmer sind und der Herbst mit der Weinlese die schönste Zeit des Jahres ist. Hier schreibe ich über die Liebe und über Heimat – wo und wie man sie finden kann, warum es wichtig ist, sich irgendwo zu Hause zu fühlen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
In meinem Kopf leben Geschichten, die wollten irgendwann aufs Papier …
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Wachgeküsst unter Mandelblüten ist mein erstes Buch.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Natürlich, ich möchte noch mehr Geschichten aus dem kleinen Pfälzer Dorf Heckenwelsch erzählen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wandern im Pfälzer Wald! Der ist zu jeder Jahreszeit schön und es gibt unglaublich viele Wege, die wunderbar ausgeschildert sind. Dazu Burgen und Hütten, in denen man einkehren kann. Das ist übrigens eine Besonderheit hier. Niemand muss hungern oder dürsten, um jede Ecke und selbst im hintersten Winkel gibt es eine bewirtschaftete Hütte des Pfälzerwaldvereins.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Natürlich, am meisten liebe ich Kleinstadtromane. Mal von der Ostsee, mal aus Bayern.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Sobald es warm genug dafür ist, sitze ich im Garten und schreibe dort. Unter dem blühenden Apfelbaum oder dem Flieder, im Sommer im Gartenhaus im Schatten. Da kommen die Ideen wie Schmetterlinge zu mir.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Arbeit, Arbeit, Arbeit … Nein, im Ernst, natürlich habe ich auch Freizeit. Ich koche sehr gerne, treffe mich mit Freundinnen und nutze jede freie Minute zum Lesen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese sehr gerne, was ich auch schreibe: Kleinstadtromane, Regionalromane, auch Krimis. Die ich nie schreiben könnte, weil ich nicht wüsste, wie ich die Hinweise verstecken sollte. Da bleibe ich lieber bei der Liebe.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Hm, kein richtiges Zitat, eher eine Lebenseinstellung: Wenn du selbst Liebe schenkst, kommt auch Liebe zurück.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Hier in der Pfalz ist Frankreich sehr nah – wir leben eigentlich auf französische Art, genießen gerne, alles, was man genießen kann. Deshalb: Frankreich.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich kritisiere, wo ich Ungerechtigkeit sehe. Und wenn mich jemand in vernünftigem Ton kritisiert, akzeptiere ich das. Nur nicht, wenn sie mit Beleidigungen oder persönlichen Angriffen verbunden ist.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Weil ich glaube, dass dieses Buch ganz wunderbar bei einem Verlag aufgehoben ist, der sich auf regionale Bücher spezialisiert hat. Gmeiner arbeitet mit den örtlichen Buchhandlungen zusammen, das passt wirklich sehr gut.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Vielleicht das, was Oma Nana im Buch auch sagt: Es sind nicht die Häuser, die Zuhause ausmachen, sondern nur die Menschen, die darin wohnen. (Wobei Oma Nana das auf Pfälzisch sagt😂)

Freitag, 13. März 2026

[Autoreninterview] Barbara Drucker


Autoreninterview
Barbara Drucker

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Barbara Drucker, in Wien geboren, aufgewachsen und hängengeblieben. Ich liebe meine Stadt und lasse auch die eine oder andere Geschichte hier spielen. Die findet ihr unter meinem Pseudonym B.D. Winter, unter dem ich Gay Romantic Suspense und Romane im White-Collar-Milieu veröffentliche. „Der Zorn der Schlange“ publiziere ich aber wie alle meine historischen Romane unter meinem Klarnamen. Ich bin promovierte Literaturwissenschaftlerin und schon von daher sehr tief in die Epoche eingearbeitet, doch mittlerweile ist mir das wissenschaftliche Korsett viel zu eng und ich arbeite neben dem fiktionalen Schreiben als Schreibcoach und Storytelling-Trainerin.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ursprünglich habe ich begonnen, weil mir der Lesestoff ausgegangen ist. Es gab da diesen besonderen Moment, wo ich kein Buch nach meinem Geschmack finden konnte, also habe ich mir selbst eines geschrieben. Diese Geschichte liegt unveröffentlicht in meiner Schublade – ich müsste sie radikal überarbeiten, um sie veröffentlichungsreif zu machen.
Als ich bereits populärwissenschaftlich publizierte, hat mich ein Fanfiction-Verlag um eine Geschichte für eine Anthologie gebeten. Ich kann mich noch sehr genau an meine fieberhaften Überlegungen erinnern. Ich brauchte nämlich eine Viertelstunde, um zuzusagen. In der erste Minute wusste ich, dass ich es machen will, in den restlichen vierzehn überzeugte ich mich selbst, dass ich meinen wissenschaftlichen Ruf damit nicht ruiniere. Diese Frage stellt sich zum Glück heute nicht mehr.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Da sind einmal die ersten beiden Bände der historischen Reihe: „Das Gift der Schlange“ und „Der Schwur der Schlange“. In diesen Mantel-und-Degen-Abenteuern bewegt sich ein Meisterspion im späten 18. Jahrhundert zwischen dem Hof und einem mächtigen Geheimbund, die Bücher sind entsprechend mit jeder Menge Action, Intrigen und historischem Flair gespickt. Unter meinem Pseudonym B.D. Winter habe ich „Tanz der Ikonen“ und „Poker mit Hai“ veröffentlicht. Beide sind Gay Romantic Suspense und spielen in Wien, wo ein gewiefter Unterhändler die russische Mafia austrickst.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich bin bei den Vorarbeiten zu einem sehr bekannten Opern-Stoff, den ich aus einer anderen Perspektive erzähle. Mehr möchte ich dazu noch nicht verraten, weil ich fast täglich neue Aspekte und Facetten entdecke. Diesmal wird eine Frau im Mittelpunkt stehen und sie soll genauso charismatisch werden wie der Marchese.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Meine Hobbys sind ziemlich unspektakulär. Ich lese Romane, schaue Netflix oder gehe ins Kino, in Konzerte und Musicals. Ich liebe Kunst und besuche sehr gerne Museen, verbringe viel Zeit mit Persönlichkeitsentwicklung und bin ein richtiger Ausbildungsjunkie.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich schätze Elizabeth George für ihre ausgefeilten Charaktere und Dan Brown für die großen Themen, die er in spannende Romane verpackt. Die „Eddie-Flynn“-Reihe von Steve Cavanagh, die „Achtsam Morden“-Reihe von Karsten Dusse und Thorsten Schleifs Bücher um den Richter Siggi Buckmann bestelle ich regelmäßig vor, um gleich beim Erscheinen zu lesen. Und letztes Jahr habe ich Gaeta Schoeters für mich entdeckt. Dann ist da natürlich noch Schiller, ihn liebe und bewundere ich, ihn könnte ich auch wieder einmal lesen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten schreibe ich zu Hause an meinem Schreibtisch. Ohne Tisch geht für mich gar nichts, auch wenn ich unterwegs bin, richte ich mir immer einen Schreibtisch ein. Das ist ein Grund, warum ich am liebsten in Apartments mit Blick aufs Meer Urlaub mache. Ich brauche Ruhe beim Schreiben, im Zug oder im Kaffeehaus bin ich schrecklich unproduktiv. Ich bin auch kein Co-Working-Space-Typ.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Idealerweise beginne ich den Tag mit Morgenseiten, dann checke ich die E-Mails und kümmere mich um mein Business. Ich verbringe viel Zeit am Schreibtisch, mit meinen eigenen Romanen, mit Strategiearbeit, Contenterstellung, Weiterbildung oder Coachen via Zoom. Und obwohl ich mir immer wieder vornehme, zu vernünftigen Zeiten ins Bett zu gehen, arbeite ich gerne bis spät in die Nacht hinein, vor allem bei kreativen Tätigkeiten.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Wenn Geheimbund oder Anwalt draufsteht, bin ich sofort dabei. Obwohl ich Anwaltsromane liebe, traue ich mich aber nicht selbst drüber. Über das amerikanische Rechtssystem weiß ich nämlich zu wenig und das österreichische erscheint mir ziemlich trocken. Anders ist es mit historischen Romanen, da fuchse ich mich gerne hinein. Sie müssen aber unbedingt spannend geschrieben sein, mit Histo-Romance oder verkappten Lexikonartikeln fange ich wenig an. Und immer wieder gerne lese ich große Mythen aus anderen Perspektiven erzählt.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ (Friedrich Schiller) Ohne Kunst und Kreativität wären wir doch nur geistlose Wesen, erst sie machen uns zu Menschen. Bei eigenen Zitaten muss ich passen. Sie spiegeln mehr meine Werte und Figuren wider, aber weniger meine Arbeit.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Eindeutig Italien. Ich liebe die Kunst, die Kultur, die Farben, die Sonne und das Meer, das Essen und die Mode. Die Sprache, den Lebensstil, ich könnte noch stundenlang weiterschwärmen. Italien ist ein Land mit Stil. Der Sinn für Schönheit und Eleganz ist Teil der italienischen DNA, und Italiener verstehen es, das Leben zu genießen. Einerseits sind sie quirlig und andererseits ist alles langsamer als bei uns. Der italienische Lebensstil täte uns allen gut.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Negative Kritik ist wohl für jeden schwierig, und der erste Impuls ist auch bei mir Abschmettern oder Rechtfertigung. Mein Testleser kann da ein Lied davon singen. Doch nach dem ersten Mauern denke ich die Kritik nochmals durch. Eine Schauspielerin gab mir einmal folgenden Tipp: Die meisten Menschen meinen mit ihrer Kritik gar nicht dich, sondern sind unzufrieden mit sich selbst. Frage dich bei Kritik also immer: Wer kritisiert? Warum kritisiert er? Nützt dir die Kritik? Dieser Rat half mir enorm. Wenn Kritik mir nützt, nehme ich sie mir zu Herzen, denn nur so kann ich mich weiterentwickeln.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Für „Das Gift der Schlange“ hatte ich ganze 14 Verlage angeschrieben. Heute weiß ich, dass das so gut wie nichts ist. Man sagte mir, es müsste im Mittelalter spielen und eine weibliche Heldin haben, ich wollte aber nun mal den Marchese und das 18. Jahrhundert. Diese Entscheidung war rückblickend gesehen absolut richtig, sonst wäre ich beim Histokitsch gelandet.
Das Selfpublishing bietet mir viele Vorteile, so die freie Stoffwahl und die Mitsprache bei Cover und Buchsatz. Für renommierte Verlage bin ich aber dennoch offen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Denn sie haben vor allem die Pressekontakte und die Verbindung zum stationären Buchhandel.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Wenn du es liebst, tu es, egal, wie lange du dafür brauchst oder wie oft dir das Leben dabei in die Quere kommt. „Der Zorn der Schlange“ wäre nie erschienen, wenn ich mich von durchaus schweren Krisen aus der Bahn hätte werfen lassen. Bleib dir selbst treu und nimm dir genügend Zeit, um Qualität abzuliefern. Wachstum ist kein Schneller-Höher-Weiter, sondern geht in die Tiefe.

Donnerstag, 12. März 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Kurschatten, Leberknödel und Mord von Elisabeth Grimm


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Misti, um mit ihm über das Buch „Kurschatten, Leberknödel und Mord“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Miau!
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ich bin ein sehr stattlicher Kater. Wie Ihr wisst, sind Katzen und vor allem Kater die Krone der Schöpfung. Hast du Thunfisch?
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Was ist ein Buch? Ich wollte Thunfisch! Aber die Elisabeth sitzt ständig am Schreibtisch, anstatt mir den Bauch zu kraulen. Es geht um so wirres Zeug wie Mord. Aber auch um Essen. Essen ist gut.
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Davon gehe ich aus. Sonst würde sie es kaum machen. Obwohl Menschen echt krass wirres Zeug machen.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Ganz viele. Wenn ich gefüttert werde, oder wenn ich gefüttert werde. Ach ja, wenn ich gefüttert werde. Hast du Thunfisch?
Was glaubst du, wie viel Elisabeth steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Ein bisschen in jedem Charakter? Schließlich haben Menschen viele Anteile. Nur Kater sind zu hundert Prozent der Kater, der sie sind.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Sie hat Knabberstangen, Knusperlis und Thunfisch und ist Klasse im Bauch streicheln.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Elisabeth wollte ein Buch schreiben, das in ihrer Heimat Rheinland-Pfalz spielt und zu ihren Büchern gehören natürlich Essen und Trinken. Schließlich hat sie von mir gelernt, was wichtig ist. Elisabeth hat früher in einer Kurklinik gearbeitet und auch in einem Café. Es ist einfacher, die Abläufe zu beschreiben, die man kennt. Und sorry, liebe Leser, sie schreibt natürlich voll zugespitzt und mit Augenzwinkern. Wir haben großen Respekt vor jedem, der bereit ist, sich mit sich selbst auseinanderzusetzten, z.B. im Rahmen einer psychosomatischen Kur und wünschen allen, die diesen Weg auf sich nehmen, dass es ihnen in ihrem Leiden hilft.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Ich liebe die Cover der Serie. Ich komme dort echt gut zur Geltung. Das Lätzchen hätte es für meinen Geschmack nicht gebraucht. Wir Kater essen sehr manierlich.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
„Schrecklich, schrecklich!“, sagte Frau Nolde und bückte sich erneut, um den Kater zu streicheln. „Wie muss es dir erst gehen, du Armer, tsstsstsss.“
Danke für das Gespräch.
Sehr gerne. Mrauuu!

[Autoreninterview] Elisabeth Grimm


Autoreninterview
Elisabeth Grimm

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen? 
Moin, ich bin Elisabeth, lebe in der Nähe von Hamburg und bin stolze Katzenmama.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich war eine Leseratte. Sobald ich lesen konnte, habe mich immer wieder im Schreiben versucht. Mit sechzehn bin ich mit dem Mofa extra ein paar Dörfer weit gefahren, um Zehnfingertippen zu lernen. Schließlich soll es ja schnell gehen, mit dem Bücher schreiben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Ich habe die achtbändige Cosy-Krimi-Reihe um Lenas Café geschrieben. Das erste Buch ist „Dampfnudeln, Butterkuchen und Mord“ und das aktuelle „Kurschatten, Leberknödel und Mord“. Die Krimis spielen in Lenas Café in der fiktiven Kleinstadt Ahrensloe im hohen Norden. Ich schreibe eher humorvoll und leicht. Es werden jedoch auch Themen wie Depression oder Gewalt (Mord) berührt. Daneben gibt es noch den sehr gefühlvollen Coming-of-Age-Roman Mika und Cäcilie, in dem die junge Cäcilie einen Selbstmordversuch überlebt und zurück ins Leben findet. Am 14.02. eine Inselliebe Reihe mit „Sanfter Wind auf salzigen Wunden“ (New Adult, Slow-Burn und Enemies to Lovers).
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich schreibe gerade den zweiten Band der Inselliebe Reihe „Sanfte Klänge in salzigem Wind“. Und ich habe mit einer neuen Cosy-Krimi-Reihe angefangen, die direkt am Meer spielt.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Lesen, Schreiben, Kuchen backen, Fahrrad fahren und die Katze durchschnuffeln.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich liebe Agatha Christie und die Krimis von M.C. Beaton um Agatha Raisin. Auch eher skurrile Bücher wie Skulduggery Pleasant von Derek Landy und The Stranger Times von C.K. McDonnel lese ich sehr gerne.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich sitze im früheren Kinderzimmer meines Sohnes und schaue aus dem Fenster. Im Moment ist alles weiß da draußen und meine Katze rennt durch den Schnee.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
An normalen Arbeitstagen gehe ich zur Arbeit. An den anderen drei Tagen in der Woche schreibe ich. Auch am Wochenende. Meistens vormittags und nachmittags mache sich solche Sachen wie Wäsche waschen und Bürokratie oder habe frei.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Das deckt sich weitgehend. Ich liebe Krimis und gefühlvolle Bücher und genau das schreibe ich auch. Sehr gerne mag ich auch skurril. Eine Idee dazu schwirrt mir gerade im Kopf herum. Neben den vielen anderen Ideen. Insgesamt bin ich eher cosy.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mir fällt nur ein, was meine Mutter in mein Poesiealbum geschrieben hat. Von Gothe: „Drein greifen, packen ist das Wesen jeder Meisterschaft“. Oder meine Schwester: „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andre packt sie kräftig an und handelt“, möglicherweise von Dante Alighieri. Es beschreibt, was in meiner Familie wichtig war und was mich und meine Figuren prägt: Im Handeln verändern wir uns und die Welt.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich lebe sehr gerne in Schleswig-Holstein.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich finde sachliche Kritik bringt uns weiter; damit kann ich gut umgehen. Mögen tue ich sie allerdings nicht immer 😉.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich hatte tatsächlich ein Angebot von einem Verlag, fand es aber nicht ansprechend. Ich bin viel zu ungeduldig, um ein Jahr und länger auf die nächste Veröffentlichung zu warten.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Habt Spaß beim Lesen und im Leben! Und streichelt ab und zu eine Katze!