Montag, 9. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Destroyer - Main Licht in der tiefsten Nacht von Christina H. W.

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Christina H.W., um mit ihr über ihr Buch „Destroyer – Mein Licht in der tiefsten Nacht“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Danke, dass ich die Chance bekommen habe. :)
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
High Society trifft auf organisiertes Verbrechen und das im sonnigen Apulien. Wo jedes Lächeln eine Lüge und jede Umarmung tödlich enden kann und Vertrauen Luxus ist. Ich glaube, dass trifft es sehr gut. Es wird eine Achterbahnfahrt der Gefühle.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Einfaches und schnelles Ja. Ich liebe es, weil man dadurch die Charakterentwicklung sehr deutlich erkennen und auch miterleben kann.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ich glaube ich habe viele – zu viele. :) Aber die Szene, wenn sie merken, dass Gefühle im Spiel sind und sie für den anderen alles tun und opfern würden, dass liebe ich am meisten.
Wie viel echte Christina steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Ich denke, jeder Autor steckt seine Seele in seinen Büchern. So ist es auch bei meinen. Aber wenn ich konkreter gehen müsste, würde ich sagen, dass die Protagonisten niemals aufgeben … denn das tue ich auch nicht.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Luca: Was ist das denn bitte für eine Frage?
Liana: Hör auf, sonst vermasselst du das hier und Band 2 wird uns den Kopf kosten.
Luca schnaubt und lehnt sich gelangweilt zurück.
Liana: Ich würde Christina als sehr loyal bezeichnen, was man auch in der Geschichte widerspiegelt. So wie sie bestimmte Szenen schreibt.
Luca: Ich wäre eher für grausam, weil sie uns durch die Hölle gehen lässt. Oh und nicht zu vergessen, dass sie es liebt mich zu einem Weichei zu machen.
Liana: Gefühle sind wichtig und die hat sie auf jeden Fall. Ein Teil ihrer Art, dass sie nie den Glauben verliert und weiterkämpft und stets das Gute sieht, zeigt sie in Form von ihren Geschichten.
Luca: Gefühle … was für ein Scheiß.
Liana: Hör doch mal auf, am Ende bekommen wir echt noch ärger.
Luca: Du hast perfektionistisch vergessen. Sie will alles perfekt machen.
Liana: Die Bücher sind ja auch ihre Leidenschaft.
Luca: Du Verteidigst sie obwohl sie Band 2 schreibt und uns …
Liana: Schhh … wir sollen darüber noch nichts sagen!
Luca: Ich sage ja auch nichts, nur das …
Liana legt Luca ihre Hand vor den Mund: Luca nicht!
Luca murrt ein: Das wirst du noch bereuen.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Meistens steht der Haupttitel schon im Vorfeld. Destroyer entstand durch den Kern der Geschichte und dass die Welt nicht immer gerecht zu einem ist. Das die Zerstörung in verschiedenen Arten kommt und die Seele sprengt. Von Trauer, Hass, aber der Liebe.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Mehr als zufrieden. Jedes Detail wurde genau so umgesetzt, wie ich es mir gewünscht hatte und alles hat eine Bedeutung.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
»Man sagte auch, dass die Zeit alle Wunden heilen würde. Dieser Fall würde bei mir definitiv nicht eintreten.«
Dieses Zitat zeigt, den tiefen Schmerz von Liana und die Trauer, die sie nie richtig verarbeitet hat.
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir, für deine Zeit und deine Mühe.

[Autoreninterview] Christina H. W.


Autoreninterview
Christina H. W.

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hey, ich bin Christina und Autorin im Selfpublishing. Meine Bücher befinden sich alle im Genre Dark, obwohl ich von Fantasy bis hin zu Romance ziemlich breit gefächert bin und jeder somit etwas finden sollte, solange er die Dunkelheit liebt. Denn die Finsternis ist ein wesentlicher Bestandteil. Oh, und ich schreibe, sagen wir mal zu 90% Reihen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das Schreiben hat mich schon immer begleitet und war ein wichtiger Teil meines Lebens. Erst waren es nur kleine Geschichten (Obwohl ich selbst da nie eine Kurzgeschichte geschafft habe und es immer länger wurde) bis ich mein erstes eigene Buch geschrieben habe. Allerdings war das nur für mich, was kaum jemand kennt. Es war eher der Schritt das Buch oder besser die Geschichte, die ich auf Papier geschrieben habe zu veröffentlichen und der Welt zu zeigen, dass hat mir am meisten Angst gemacht hat.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Die Broken Soul, eine Dark Romantasy Reihe, dort sind bereits vier Bände erschienen. Hier geht es um Königreiche, Magie, Rivalität, Kreaturen die unter den Menschen Leben und im mitten des Chaos das Gefährtenband, das langsam wächst und alles überstrahlen wird.
Und dann die Dark Romance Reihe Destroyer, dort ist bisher Band 1 überall erhältlich. Hierbei geht es um die High Society die auf das organisierte Verbrechen trifft und das im sonnigen Apulien. Liebe spielt eine Rolle, aber auch Freundschaft und die Familie.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich arbeite so gut wie immer an etwas. Vor dem Release ist nach dem Release …
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Puh, wenn ich wirklich mal Luft habe, dann ist Lesen noch immer ein wichtiger Bestandteil, aber so viel wie früher schaffe ich definitiv nicht mehr.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Es gibt viele Autoren, die ich mag und die ich in den letzten Jahren kennengelernt habe. Aber Lieblingsautoren oder Bücher habe ich nicht.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schriebe am meinem Laptop, da ich ihn überall mithinnehmen kann, für den Fall der Fälle. Meistens Schreibe ich am Esstisch und das mit Musik und einem Energy Drink – only RedBull. :) Jedoch was die Ideen angeht, habe ich in meinem Handy eine App und Tausend Notizen. Wieso ich es auf dem Handy habe? Weil ich das immer zur Hand habe und wenn etwas in meinem Kopf umhergeistert muss ich es sofort aufschreiben.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Chaotisch. Nein, vielleicht etwas. Ich setze mich eigentlich sofort hin. Checke mein Social Media und schaue, was ich alles erledigen muss. Bis ich dann mal Anfange zu schreiben und in meine Welt versinke. Ab und an mache ich dann eine Pause und erledige andere Sachen die anstehen und Arbeite mich durch meine To-Do Liste. Ja, ich habe eine, aber auch nur, weil ich sonst vor lauter Schreiben und Planen alles andere vergesse und hinterher noch ein größeres Chaos habe. So gesehen besteht mein Alltag aus Schreiben, verbessern, Marketing planen, Projekte planen und wieder schreiben. Nichts so aufregend, oder? :)
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Oh ganz klar. Ich schreibe alles was mit Dark zu tun hat. Dark Romance, Dark Fantasy und so weiter. Aber beim Lesen ist das anders. Am liebsten lese ich Sport-, CEO Romance und außerhalb des Genres, in dem ich Schreibe.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Nein, es gibt viele Zitate die ich im Kopf habe und mir wichtig sind. Wie zum Beispiel »Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, sie zu folgen.« von Walt Disney oder »Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.« von Goethe. Es gibt immer Zitate die passen, doch was bei mir wichtig ist, dass ich niemals aufgebe, egal, was auch passiert und ich denke, dass repräsentiert auch meine Figuren in meinen Büchern, dass sie immer weiterkämpfen, egal, wie Dunkel und Hoffnungslos es sein mag.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ein paar. Amerika, wegen der Vielfalt und den Möglichkeiten. Italien, da ich hierzu einen familiären Bezug habe und so oft es geht, dorthin reise und zum Schluss Spanien, wegen den Erinnerungen, die ich dort gesammelt habe und im Herzen trage.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Konstruktive Kritik ist immer gut, schließlich lernt man niemals aus. Aber alles was unter der Gürtellinie geht, ist tabu. Ich nehme sie an und entscheide dann, wie ich damit umgehe, oder was ich ändere. Aber ich werde immer ich selbst bleiben, schließlich kann man es nicht jedem recht machen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Weil ich die Freiheit liebe. Die Möglichkeit selbst zu entscheiden, was, wie und wann ich schreibe, aber auch dass ich ein Mitspracherecht bei dem Cover und dem Design habe. Ich liebe es und würde nichts ändern wollten. Allerdings schließe ich einen Verlag parse nicht aus.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ohne euch wäre alles nur ein Traum geblieben. Ich danke jedem der meinen Büchern eine Chance gibt und meinen Weg als Autorin verfolgt.

Sonntag, 8. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Lost Souls Pond - Verfluchter Daemonwolf von Hedy Loewe


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Hedy Loewe, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Lost Souls Pond – Verfluchter Daemonwolf“ von Hedy Loewe. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊 Doch da klettern noch drei Protagonisten aus dem Buch und setzt sich zu uns.

Wer seid ihr denn? Wollt ihr euch den Besuchern des Blogs vorstellen?
Heros verneigt sich vor Rona: „Die Dame beginnt“, meint er und lächelt irre charming.
„Hallo, ich bin Rona. Eigentlich war ich bis vor Kurzem Karrierefrau. Wirtschaftsstudium mit Auszeichnung, toller Job, tolle Aussichten. Und dann traf ich auf Damien. Oder vielmehr, er auf mich…“
„Liebe Claudia, ich bin Pater Daniel“, fährt der zierliche Mann in der Mönchskutte fort. „Ich sorge dafür, dass es meinen Schäfchen beim MI7 gutgeht.“
„Da untertreibt er maßlos“, sagt der wunderschöne blonde Mann mit den strahlend blauen Augen. „Heros, Dunkel-Fae“, stellt er sich vor. „Aber das weiß in der Menschenwelt niemand“, zwinkert er mir zu.
Herzlich Willkommen, Rona, Pater Daniel und Heros. Wollen wir das Interview nun zu fünft machen?
„Klar. Das Buch kann einfach die Klappe halten“, witzelt Heros. Pater Daniel rollt mit den Augen. „Das Buch darf auch mitreden“, meint er bestimmt.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
„Aber immer!“, meint Heros. „Die coolen Typen von Pandragian haben uns von dir erzählt. Und dass du so tolle Buchbeiträge machst. Und schon sind wir da!“
Rona, Pater Daniel und Heros haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
„Ich stecke voller Geheimnisse und Wendungen“, beginnt das Buch Lost Souls Pond. „Meine Protagonisten sind sehr unterschiedlich. Mit Heros und Damien treffen die stärksten Gegensätze und magische Mächte aus verschiedenen Welten aufeinander. Die arme Rona wird da mitten hineingeworfen und hat es gar nicht leicht, sich zurechtzufinden. Damien ist nämlich alles andere als einfach. Deshalb ist er auch nicht mit zum Interview gekommen. Er redet nicht gern, schon gar nicht mit Fremden. Gemeinsam sollen Damien, Rona und Heros einem echten Schurken das Handwerk legen. Doch als sie ganz nah an ihm dran sind, passiert etwas, das sich Rona in ihren kühnsten Träumen nicht hätte ausdenken können.“
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt, euch durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Seht ihr es als Protagonisten genauso?
Rona zieht überlegend die Nase kraus. „Hedy hat mir wunderschöne Erlebnisse geschenkt. Ich hätte das gerne noch viel länger genossen. Aber wir sind hier ja nicht in einer Romance, wo es nur um ein Liebespaar mit vorhersehbarem Happy-end geht. Sie hat mich auch ganz schön leiden und schuften lassen. Aber ich hab auch eine Menge gelernt.“
Heros war ernst geworden. „Leiden lassen, dass kann sie. Schenkt mir das Glück meines Lebens, und dann …“ Er bricht ab und sieht verzweifelt aus.
„Aber auch du hast viel gelernt“, sagt Pater Daniel sanft zu Heros. „Und war am Ende nicht alles so, wie es sein sollte?“
„Na ja, ein simples Romance-Happy-end geht anders“, kichert das Buch vorlaut. „Aber dafür haben wir auch ernstere Leser, die komplexe Geschichten mit Tiefgang mögen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Das Buch: „Hach, die Stelle im Wirtshaus, als Rona die Laute spielt und die Stimmung die alte Hütte zum Wackeln bringt, fand ich herrlich!“
Pater Daniel: „Wie respektlos Rona sich dem Teufel entgegengestellt hat, das war großartig. Heros, welche war deine Lieblingsstelle?“
Der schöne Fae sieht nachdenklich in die Ferne. „Wenn ich euch das sage, würde ich brutal spoilern und euch mein kaltes Herz offenlegen. Das tue ich definitiv nicht.“
Wisst ihr wie viel Hedy tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Habt ihr dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmt ihr dem Buch zu?
Seltsamerweise ist es Pater Daniel, der antwortet: „Hedy steckt in jedem von uns. Oder eher wir in ihr. Sie kann es nur in ihrem Reallife nicht immer so rauslassen.“ Er lächelt weise. „Also bei mir eigentlich schon. Ich bin sanftmütig. Aber Damiens Wut oder Heros´ Hinterlist, sowas würde sich Hedy nie trauen. Das lässt sie dann lieber an uns aus.“
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Das Buch: Hedy ist einfach viel zu gewissenhaft. Deshalb dauert das mit den neuen Büchern auch so lang. Da muss einfach alles stimmen, bis zum letzten Nebencharakter ist alles durchdacht. Sie hasst es, wenn Fantasybücher Plotlöcher haben, schlampig lektoriert sind oder die Storys zu dünn sind.
Rona: Ja, leider haben diese seichten Sachen oft soo viel Erfolg. Aber wir trösten uns damit, echte Buch-Goldstücke zu sein. (Seufzt)
Heros: Hedy bräuchte echt ein bisschen (viel!) mehr von mir. Sie muss mehr auf den Putz hauen und ihr Licht nicht immer unter den Scheffel stellen. Was sie mir an Selbstbewusstsein auf den Leib geschrieben hat, fehlt ihr leider. Aber dafür hat sie dann so Schätze wie dich, Claudia (Heros lächelt umwerfend charmant), damit Hedys Bücher bekannter werden.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Witzigerweise stand der Titel diesmal schon sehr früh fest. Das hängt einmal mit Damiens Herkunft zusammen, die ja gleich am Anfang der Entstehung festgelegt war, der Titel sollte aber auch romantisch klingen und die Stimmung des Buchs repräsentieren – und nur im Untertitel (Verfluchter Daemonwolf) noch ein bisschen Unheil dazukippen. Und nicht zuletzt hat Hedy nach einem Portal gesucht, das so noch nicht beschrieben wurde. Jedenfalls kennt sie keinen Zeitreiseroman mit so einem Portal wie den Lost Souls Pond.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Das werden die Leser entscheiden! Aber uns gefällt es. Es ist romantisch mit den schönen Schnörkeln, die Sanduhr weist auf die Zeitreise hin und die silberne Distel ist ein Nationalsymbol für Schottland. Herz, was willst du mehr?
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz dem Buch und den drei Charakteren »Danke, für eure Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
„Hey, es war nett mit dir! Pass auf dich auf“, sagt Heros mit seinem charmanten Lächeln. Pater Daniel und Rona winken noch mal und dann sind die drei von einem auf den anderen Augenblick in einem etwas gruseligen Dunst verschwunden.
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Samstag, 7. Februar 2026

[Autoreninterview] Vanessa Funk


Autoreninterview
Vanessa Funk

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Mein Name ist Vanessa Funk. Ich bin 34 Jahre alt, verheiratet und liebe zusammen mit meinem Mann und Hund. Ich bin gelernte Buchhändlerin und habe nun seit über 10 Jahre im Vertrieb gearbeitet. Aktuell bin ich für Check24 tätig, was sehr abwechslungsreich und spannend ist. Seit etwa 2024 bin ich nun auch Autorin.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich schreibe eigentlich seit ich schreiben kann. Bereits in der 4 Klasse habe ich ein Stück geschrieben, dass dann in der Schule aufgeführt wurde. Danach folgten einige Kurzgeschichten und dann kam meine Trilogie.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Ahawa Lamia - Flammendes Erwachen: Hier geht es um ein junges Mädchen, dass ein Familiengeheimnis entdeckt und sich dann der Frage stellen muss, wer sie eigentlich ist und wem sie noch vertrauen kann. Natürlich droht Gefahr und sie muss entscheiden, wie sie ihre neue Welt und deren Bewohner retten kann. Es geht um Liebe, Magie, Freundschaft und die Macht der Elemente
Ahawa Lamia - Geheimes Vermächtnis: Hier begleiten wir Sophia weiter auf ihrer Reise durch den Orbis und die Schatten der Vergangenheit. Sie musste schnell erwachsen werden und die Last zweier Welten liegt auf ihren Schultern. Kann sie das schaffen oder bricht sie unter diesem Druck zusammen? Auch hier geht es um Magie, Verrat, Freundschaft, die Elemente und Liebe
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich bin gerade an Band 3 meiner Trilogie und hoffe, dass er bis Ende des Jahres fertig ist.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Neben Job und Schreiben, bleibt nicht mehr viel Zeit. Wenn ich etwas Zeit habe, dann verbringe ich diese mit meinem Mann, dem Hund und meiner Nichte.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Klar, ich liebe die Göttlich Reihe von Josephine Angelini und die Edelstein-Trilogie. Auf die Tribute von Panem und Harry Potter werden von mir immer wieder gelesen. Auch die Fear Street Reihe zieht mich jedes Mal wieder in einen Bann.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe eigentlich überall. Mein Laptop ist fast immer bei mir. Auch wenn die Orthopäden nun einen Anfall bekommen, am meisten schreibe ich im Schneidersitz auf meiner Couch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich stehe auf, mache mich fertig und versorge dann den Hund. Danach arbeite ich oder mache den Haushalt, je nachdem was für eine Schicht ich habe. In der Pause gehe ich wieder mit dem Hund, nach der Arbeit koche ich und tauche mit dann mit meinem Mann aus. Zwischendrin schreibe ich, mache ich Marketing und tue, was sonst noch anfällt.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Bei beidem kann ich klar sagen, Romantasy Youngadult/Newadult. Ich schreibe das, was ich auch gerne lese und wo ich mich am Besten auskenne. Daher wird es von mir auch nie einen Krimi geben.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Tu Gutes dann widerfährt dir auch Gutes. Ich glaube, dass alles was wir tun, eines Tages zu uns zurückkommt. Daher versuche ich so gut, freundlich und nett zu sein, wie ich kann. Da ich hoffe, dass es irgendwann auch bei mir für ein gutes Karma sorgen wird.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe Schottland, da ich schottische Wurzeln habe. Auch England und Deutschland mag ich sehr, da ich finde, dass die Kultur, die Art der Menschen und alles was es dort gibt lohnenswert ist.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich bin immer für Kritik offen, sofern diese konstruktiv ist. Jeder Mensch lernt und kann sich nur so verbessern. Aber Kritik die falsch oder nur gemacht wurde um zu verletzen finde ich schwach und kommt bei mir auch nicht an.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich hatte einige Angebote von Verlagen aber als Buchhändlerin kenn ich die Verträge und Vorgehensweisen genau. Ich wollte mehr Freiheit und die Möglichkeit, es so zu machen, wie ich es möchte. Daher war SP für mich genau der richtige Weg.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ja. Lest mehr Bücher. Nicht nur meine, sondern alles was es in dieser tollen Welt gibt. Lasst euch nicht vom Farbschnitt usw. blenden sondern unterstützt die Autoren, die ihr Herzblut, Geld und alle was sie haben investieren. Das Lesen schafft eine Ebene der Fantasie, das Film und Fernsehen nie erreichen können.

Freitag, 6. Februar 2026

[Schnipseltime] Alpenzauber - Fini & Silvio von Holly O'Rilley


 

Nach einem Abendessen mit Brot und etwas Leberwurst aus einer Glaskonserve, ging ich frühzeitig ins Bett. Immer wieder setzte starker Regen ein und der Sturm rüttelte an meinen Holzfensterläden. Es wurde eine unruhige Nacht und ich schlief nur wenig. Immer wieder schaute ich zum Fenster hinaus, sah im schwachen Mondlicht, wie sich die Bäume bogen.

Der nächste Morgen empfing mich mit Regen, zumindest wehte nur noch ein leichtes Lüftchen, als ich mich auf den Weg in den Schuppen machte. Zum Glück waren meine Mädels wohlauf und hatten auch einige Eier für mich im Nest.

Für eine Weile kraulte ich Lene und Berta. „Heute müsst ihr leider mal drinnen bleiben“, tröstete ich sie. „Das Wetter ist richtig eklig und ich muss morgen erst nach eurem Gehege schauen, nicht dass da etwas hinüber ist und der Fuchs euch holt. Zum Glück habt ihr hier ja Platz genug.“

Während ich sprach, spürte ich einen sanften Lufthauch im Genick.

„Du hast einen schönen warmen Platz bei mir in der Hütte, liebe Fini“, sprach ich in den Raum, sicher, dass sie sich bemerkbar gemacht hatte.

Doch plötzlich spürte ich sehr deutlich, dass ein Luftzug durch den Schuppen zog. Fast wie Zugluft. „Ich weiß nicht, was du mir damit sagen willst“, redete ich mit meiner unsichtbaren Mitbewohnerin weiter. Ich begann die Hühnerecke zu reinigen, dabei trafen mich immer stärkere Luftströme, die unmöglich von irgendwelchen Ritzen und Spalten, an denen es durchzog, kommen konnten. Die gab es nämlich nicht!

„Fini, die Mädels müssen doch versorgt werden“, brummte ich. „Die mögen es sauber und wollen frisches Futter und Wasser haben.“

Prompt fielen einige meiner Gartengeräte um. „Es reicht jetzt, Josefine!“ Dabei wurde ich etwas lauter, sodass meine Hühner erschrocken von mir wegsprangen. „Ich bin gleich fertig, dann kann ich dir dein Hörbuch anschalten. Falls ich das dann überhaupt will“, setzte ich nach.

Ungläubig schüttelte ich den Kopf, als schließlich die Schubkarre umfiel. So hatte Fini sich noch nie aufgeführt. Bisher war mein Almgeist sehr friedlich und ruhig, von ihren kleinen Streichen abgesehen.

„Was willst du denn von mir?“, brummte ich vor mich hin, ohne eine Antwort zu erwarten. Denn gesprochen hatte sie nie mit mir.

 

[Autoreninterview] Holly O'Rilley

 



Autoreninterview
Holly O'Rilley


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo Claudia und alle ihre lieben FollowerInnen! Ich bin Holly O’Rilley, gebürtige Saarländerin und seit Jahren mit dem Schreibvirus infiziert. Meine ersten Veröffentlichungen hatte ich bereits vor sehr langer Zeit, doch damals, aus Unwissenheit, so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur mitnehmen konnte. Ich bin einige Zeit im beruflichen Stress versunken und wage jetzt einen Neuanfang. Ich mag Pferde, koche, lese und schreibe gerne.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Gelesen habe ich immer gerne, seit ich es konnte. Es war so im Teenageralter, als ich zunächst mit dem Schreiben von Gedichten begann. Aus heutiger Sicht wohl eher schlecht als recht. Nachdem meine Aufsätze in der Schule in Deutsch immer länger wurden, wir in einer Aktionswoche das Thema Geschichten und Schreiben hatten, begann ich auch in meiner Freizeit zu schreiben. In diversen Foren habe ich dann die ersten Kurzgeschichten eingestellt und mich dank einiger lieber Menschen verbessert und etwa vor zehn Jahren mit Selfpublishing begonnen.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Aktuell ist zum Beispiel „Zwei Herzen für Luna“ erhältlich, eine MMF-Romance, in der ein MM-Paar die verzweifelte Luna nach einem Streit mit ihrem Mann aufnimmt und ihr beim Start in ein neues Leben hilft.
Dann wäre da „Nora + Innes – Sei mein Fußballgott“, der Auftakt einer Reihe, bei der Trainerin Nora die Fußballer des SC Auerbach aufmischt.
Für alle, die es humorvoll mögen, wäre vielleicht „Himmelsfluch und Höllensegen“ ein gutes Buch, bei dem die beiden Helfer von ‚Big Boss‘ und ‚Luzifer‘ den schusseligen Harry Schwachkopfski auf die Sprünge helfen.
Außerdem habe ich in Co-Work mit Laura Lee Johnes an den beiden Hetero-Spin-offs ihrer Lubbock Firefighter-Serie mitgeschrieben, „Just one Touch too much“ und dem bald erscheinenden „The One with Fire“.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, an „Peer + Kira“ dem zweiten Band der Reihe „Sei mein Fußballgott“, das ich für etwa Mitte nächsten Jahres vorgesehen habe. Nebenbei überarbeite ich zusätzlich meine älteren Werke, die zwischendurch deutlich verbessert zurück auf den Markt kommen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Neben lesen – ich wusste, ich hatte vorhin bei der Vorstellung etwas vergessen – schaue ich gerne Serien an. Aktuell sind da The Rookie, 9-1-1, Greys Anatomie und ähnliche hoch im Kurs. Im Sommer nehme ich mir gerne die Zeit zum Grillen, wobei ich da gerne von den überall gegenwärtigen Würstchen und Steaks abweiche und Neues ausprobiere. Ich mag sehr gerne Fisch, Käse und Gemüse vom Grill.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Auf jeden Fall! Besonders freue ich mich natürlich über die Bücher meiner Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich seit Jahren zusammenarbeite, Harry Baumann, Caroline Simanek und Mona Lange. Auch unter meinen Kundinnen im Lektorat und Korrektorat habe ich einige, auf die ich mich immer wieder freue. Wenn dann noch private Lesezeit bleibt, greife ich immer wieder mal gerne auf die alten Bücher von Jackie Collins oder Evelyn Sanders zurück, bei neuen Büchern schaue ich, was mich anspricht. Helden strake Frauen stehen da recht hoch im Kurs.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Als bekennende Frostbeule sitze ich gerade jetzt zur kalten Jahreszeit meist in Decken eingemummelt auf Couch oder Bett, den Laptop auf dem Schoß und heißen Tee oder Kaffee in Griffweite daneben. Im Sommer bevorzuge ich den Balkon mit kalten Getränken.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Chaotisch. Ich passe meine Schreibzeit den Arbeitszeiten im Schichtdienst meines Partners an. Demnach wird auch zu unterschiedlichen Zeiten gekocht und alles ständig umgeschmissen oder rumherumorganisiert. Da ich aber selbst jahrelang chaotische Arbeitszeiten gelebt habe, ist das für mich tatsächlich Normalzustand.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Das Leben ist hart genug, daher bevorzuge ich beim Lesen eher Liebesromane und ein Stückchen heile Welt ohne große Dramen. Beim Schreiben darfs dabei gerne mal heiß zur Sache gehen, aber es sollte insgesamt alles in einem realistischen Rahmen bleiben.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
‚Lächle und sei froh, es hätte schlimmer kommen können!‘ trifft es eigentlich ganz gut. Als Chaot nimmt man ohnehin alles, wie es kommt, und macht das Beste daraus. Aus meinen Büchern würde mir da jetzt leider gar keins einfallen.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Tatsächlich gar keins. Alle haben ihre eigenen Vor- und Nachteile, besonders was Mentalität, Landschaft und Essen angeht. Sehen würde ich unter diesen Aspekten gerne mal viele – besonders Australien/Neuseeland, die skandinavischen Länder, aber auch Kanada und die USA oder so. Vor allem die Regionen, in denen es warm ist.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Wenn die Kritik sachlich vorgebracht und fachlich Hand und Fuß hat, sehr gerne. Selbst wenn ich im ersten Moment meist schlucken muss, dient es ja der Verbesserung. Alle anderen gehen mir am Hintern vorbei.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Mich haben zu Beginn besonders die langen Wartezeiten auf Reaktionen von Verlagen bis hin zur potenziellen Veröffentlichung abgeschreckt. Zumal die Chancen für Neulinge meist ohnehin nicht so prickelnd sind. Inzwischen weiß ich sehr zu schätzen, für alle möglichen Belange, bei denen ich Hilfe benötige, mit den Menschen zusammenzuarbeiten, die ich mir selbst aussuche und über alles selbst die Kontrolle zu haben.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Behaltet euren Spaß an Büchern und Lesen und bitte, unterstützt besonders die Autorinnen und Autoren, die ihre Bücher/Cover/Illustrationen nicht von GenKI erstellen lassen.

Donnerstag, 5. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Das rätselhafte Drachenmal von Sabrina Kyrell

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Dorotea und Nick aus „Das rätselhafte Drachenmal“ und deren Autorin Sabrina Kyrell.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Sabrina: Klar!
Dorotea: Ich helfe gern.
Nick: Wenn es mich nicht an der Durchführung meines Auftrages hindert…
Es wäre schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Nick: Ich heiße Takayamapunik, aber die Menschen auf der Erde können das nicht aussprechen. Notgedrungen habe ich daher den Namen „Nick“ akzeptiert. Der Auftrag ist wichtiger als mein Name. Es geht schließlich um Leben und Tod meines Volkes.
Dorotea: ich heiße Dorotea und habe gerade Ella verloren. Ich weiß nicht, wer meine leiblichen Eltern sind, aber Ella hat mich als Baby adoptiert und war die beste Mutter, die ich mir hätte wünschen können. Ich wollte nur trauern. Aber dann tauchte Nick auf und konfrontierte mich mit einer haarsträubenden Geschichte.
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Sabrina: Das übernehme ich dann mal. Eine unheimliche Begegnung bei Nacht im verschneiten Park führt für Dorotea zu einer abenteuerlichen Reise – auch in ihre eigene Vergangenheit.
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Sabrina: Diese Frage gilt wohl der Autorin und die Antwort lautet: ja! Ein wenig Sadismus braucht es schon! „Einfach schön“ ist unglaubwürdig und lebensfremd. Und wie im richtigen Leben, so wachsen auch Figuren an den Schwierigkeiten, die sie überwinden (oder nicht überwinden).
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Nick: Der Morgen, als ich in Doroteas Schlafzimmer komme und sie merkt, dass sie nicht geträumt hat, dass ich echt bin. Wenn ich an die Angst in ihren Augen denke, muss ich heute noch grinsen.
Dorotea: Ich fand das überhaupt nicht lustig! Keine Frau würde es lustig finden, wenn ein Mann in ihre Wohnung eindringt! Aber ich habe die Situation gut gemeistert.
Nick: Das sagst du! Also ist das auch deine Lieblingsstelle?
Dorotea: Natürlich nicht! Meine Lieblingsstelle kommt viel später und deshalb darf ich nichts darüber erzählen.
Sabrina: Ich halte mich da raus…
Wie viel echte Sabrina steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Sabrina: In jeder Figur und in jedem Buch steckt „echte Sabrina“ drin, mal mehr, mal weniger. Hier ist es zum Beispiel Doroteas Mitgefühl, ihre Hilfsbereitschaft und Unternehmungslust und ihr Beruf. Sie ist nämlich Schriftstellerin. Nick hat meine Beharrlichkeit.
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Dorotea: Sabrina mutet mir einiges zu, aber sie lässt mich nicht hängen. Sie testet gern aus, ist offen für neue Wege und hat immer ein stimmiges Ende im Blick.
Nick: Ich würde sagen, sie ist okay.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Sabrina: Über den Titel habe ich zwar schon während des Schreibens Gedanken gemacht, hatte aber keine zündende Idee. Die kam erst beim Überarbeiten.
Nick: Ich will es mal so sagen: sie hat endlich kapiert, welche Bedeutung das Drachenmal hat und es in den Titel aufgenommen.
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Nick: Das Cover zeigt den Moment meiner Ankunft, also ja, ich bin sehr zufrieden damit.
Dorotea: Das Cover fängt die Stimmung jener Nacht wunderbar ein; mir gefällt es auch.
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Dorotea: Es gibt viele solcher Stellen, aber ich entscheide mich für diese da:
In meiner Schulter verspürte ich plötzlich wieder dieses Ziehen, das mich in letzter Zeit öfter heimgesucht hatte. Es war wahrscheinlich der Stress rund um Ellas Tod, dann die Beerdigung und die Einsamkeit, die diese Verspannungen in Schultern und Nacken hervorgerufen hatten. Eigenartigerweise spürte ich dieses Ziehen aber nur in der linken Schulter. Verspannungen in nur einer Schulter? Ich nahm mir vor, sobald der Fremde fort war, würde ich meine Schulter und das Muttermal untersuchen. Vielleicht war es ja auch eine Entzündung oder so etwas. Doch das musste noch warten. Zuerst musste ich den Fremden loswerden.
Kopf hoch, sprach ich mir selbst Mut zu. Du schaffst das!
Nick: Das ist ja ziemlich nett, aber ich bevorzuge diese hier:
„Ich suche jemanden. Vielleicht kennst du sie. Sie heißt Ella.“
Mir klappte die Kinnlade herunter. Rasch stellte ich die Teetasse ab, so sehr zitterten meine Hände. Ella? Der Typ fragte nach Ella? Tausend Fragen schossen durch meinen Kopf. Wer ist der Kerl? Kripo? Verdeckter Ermittler? Geheimdienst? Mafia? Und vor allem: was konnte Ella getan haben, um die Aufmerksamkeit solcher Typen auf sich zu ziehen?
Vielen Dank für das Gespräch