Samstag, 5. September 2026

[Buchvorstellung einmal anders] The Club - Gefährliches Verlangen von Mia Moreno


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Mara und Niels aus „The Club“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten. Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Mara: Ich bin Mara. Ich studiere Tanz und stehe kurz vor meinem Abschluss. Weil Träume leider keine Miete zahlen, nehme ich einen ungewöhnlich gut bezahlten Job als Hostess in einem elitären Männerclub an. Eigentlich wollte ich nur Geld verdienen. Stattdessen gerate ich in eine Welt, die mein ganzes Leben auf den Kopf stellt.
Niels: Niels Freiherr von Arnsberg. Jurist, Investor und Mitglied des Clubs. Ich schätze gute Manieren, kluge Menschen und elegante Abende. Manche halten mich für arrogant. Ich bevorzuge den Begriff anspruchsvoll.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal fünf Sätzen.
Mara: The Club beginnt mit einem Job, den ich niemals hätte annehmen sollen. Hinter der perfekten Fassade eines exklusiven Berliner Eliteclubs verbergen sich Machtspiele, Geheimnisse und Menschen, die nie ganz die Wahrheit sagen. Je tiefer ich hineingerate, desto schwieriger wird es, Realität und Inszenierung auseinanderzuhalten. Und irgendwann weiß ich nicht mehr, wem ich überhaupt noch vertrauen kann.
Niels: Es geht um Versuchung. Die meisten Menschen glauben, sie wären immun dagegen. Bis sie ihr begegnen.
Glaubt ihr, macht es dem Autorinnenduo Spaß, euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Mara: Leider ja. Ich habe irgendwann aufgehört zu glauben, dass sie es gut mit mir meinen. Immer wenn ich denke, jetzt wird alles besser, kommt die nächste Katastrophe.
Niels: Absolut. Aber ich beschwere mich nicht. Ohne Chaos wäre ich nur ein ziemlich langweiliger reicher Mann.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Mara: Tatsächlich gleich am Anfang. Beim Tanzen kann ich alles um mich herum vergessen. Dieser Satz beschreibt mich wahrscheinlich besser als jede Charakterbeschreibung:
Niels: Unser erster gemeinsamer Tanz. Nicht weil er romantisch ist. Sondern weil dort ein Spiel beginnt, dessen Regeln nur einer von uns kennt.
Was glaubt ihr, wie viel von eurem Autorinnenduo steckt im Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Mara: Zum Glück nicht allzu viel in Niels.
Niels: Frech.
Mara: Ich glaube, sie haben viele eigene Gedanken, Ängste und Sehnsüchte auf verschiedene Figuren verteilt. Deshalb fühlt sich niemand komplett schwarz oder weiß an.
Niels: Bis auf mich natürlich. Ich bin makellos.
Mara: Das sehen wahrscheinlich nur du und dein Spiegel so.
Wie würdet ihr euer Autorinnenduo beschreiben?
Mara: Kreativ. Ein bisschen chaotisch. Und sie diskutieren gefühlt stundenlang darüber, welchen Satz wir sagen dürfen.
Niels: Sie überschätzen Maras Fähigkeit, vernünftige Entscheidungen zu treffen. Und sie unterschätzen regelmäßig meinen Charme.
Wisst ihr, wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Niels: Mitspracherecht? Das ist niedlich.
Mara: Der Club stand von Anfang an im Mittelpunkt. Aber über Untertitel und Feinheiten wurde lange diskutiert. Uns hat allerdings niemand gefragt. Wahrscheinlich aus gutem Grund.
Gefällt euch das Cover zu 100 % oder hättet ihr noch andere Wünsche oder Vorstellungen gehabt?
Mara: Mir gefällt, dass das Cover diese elegante, geheimnisvolle Stimmung einfängt. Genau so fühlt sich der Club an, wenn man zum ersten Mal durch seine Türen tritt. Und der Mann ist natürlich ein absolutes Verkaufsargument.
Niels (lacht abfällig): Als ob. Ich hätte es besser gefunden, wenn ich auf dem Cover wäre.
Mara: Dein Ego hätte da gar nicht drauf gepasst, also wirklich.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Mara: „Ich will wütend und verletzlich sein, nicht perfekt. Ich will tanzen, als würde ich gleich zerbrechen – und genau darin ganz werden.“
Niels :„Manchmal ist der einzige Weg, zu spüren, dass man lebt, ein Risiko einzugehen.“
Danke für das Gespräch
Mara: Danke, dass ihr uns zugehört habt.
Niels: Und denkt daran: Nicht jeder Bösewicht erkennt sich selbst als Bösewicht.

[Autoreninterview] Mia Moreno


Autoreninterview
Mia Moreno

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
“Ich” sind eigentlich wir. Hinter Mia Moreno stecken Anna und Melanie, zwei befreundete Journalistinnen aus Berlin. Vor einigen Jahren haben wir auf einer Party darüber gesprochen, dass wir uns beide gut vorstellen können, gemeinsam zu schreiben. Aus dieser Schnapsidee entstand schnell unsere erste Serie, dann kam ein Verlag auf uns zu und wir schreiben einfach immer weiter.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Wir schreiben beruflich ohnehin beide, haben auch unabhängig voneinander bereits Sachbücher veröffentlicht. Die Idee, gemeinsam zu schreiben, entstand aus dem Wunsch nach einem kreativen Ausgleich.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
“The Club” ist bereits unsere vierte Reihe. Zuvor haben wir bei everlove by Piper “Beautiful Secrets” und “Dangerous Desires” veröffentlich, sowie zuvor unter einem anderen Pseudonym “Playing with Love”. Bisher sind 9 Bücher erschienen. Sie alle handeln von Frauen, die wissen, was sie wollen - und Männern, die genau das zu schätzen wissen. Außerdem spielen unsere Bücher alle in Berlin.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Immer! Nach dem Buch ist vor dem Buch, wie man so schön sagt. Aktuell konzentrieren wir uns voll auf “The Club” - und wir haben tatsächlich etwas Vorlauf.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wir verbringen beide am liebsten Zeit mit unseren Familien, Freunden oder beim Sport.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Hier unterscheiden wir uns tatsächlich am meisten: Während Anna am liebsten Belletristik liest, taucht Melanie gerne in fremde Welten ab und liest auch mal Romantasy.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am Küchentisch - egal an welchem. Wir schreiben zwar auch oft getrennt voneinander, aber gerne auch zusammen am Küchentisch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Da wir beide noch andere Jobs haben und Familien, gleicht eigentlich kaum ein Tag dem anderen. Wir treffen uns meistens einen Tag in der Woche. Dann sitzen wir zusammen, plotten gerne lauthals (immer gut, wenn sonst niemand da ist!) oder schreiben parallel. Zu Mittag gibt’s meist Salat und Brötchen aus dem Supermarkt :)
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Anna liest gerne Belletristik, Melanie durchaus Romance und Romantasy, aber auch andere Genres. Beim Schreiben bleiben wir der Romance treu - obwohl wir festgestellt haben, dass wir es nicht zu dark mögen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Wurzeln und Flügel. Aber lass den Flügeln Wurzeln wachsen und die Wurzeln fliegen. Juan Ramon Jimenez
Hast du ein Lieblingsland und warum?
nein
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Als Journalistinnen haben wir gelernt, mit konstruktiver Kritik umzugehen. Natürlich verletzt Kritik manchmal, aber wir schauen sie uns genau an und wenn sie Bestand hat, nehmen wir sie auch gerne an. Was wir nicht mögen, ist unbegründeter Hate oder wenn subjektive Meinung verallgemeinert wird.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Wir haben ja beides durchgespielt: Wir haben als Selfpublisher angefangen und uns auch bewusst dafür entscheiden. Als dann ein Verlag auf uns zu kam und uns fragte, ob wir etwas für die entwickeln würden, haben wir das ausprobiert. Wir haben viel gelernt und es war auch ziemlich cool, die eigenen Bücher im Handel liegen zu sehen. Aber letztlich wollten wir selbst mehr bestimmen, wie oft und was wir öffentlichen. Verlage sind oft langsam und steif, und am Ende bleibt das Marketing doch bei den Autor*innen selbst hängen. Deshalb sind wir jetzt zurück im Selfpublishing.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Bücher sind immer ein Geschenk. Für uns als Autorinnen ist es die größte Motivation, andere mit unseren Worten zu berühren, sie von ihrem Alltag abzulenken, in andere Welten eintauchen zu lassen. Wir hoffen, dass die Leute nie aufhören zu lesen :)

Freitag, 4. September 2026

[Reiheninterview] Pflege hautnah und Zwischen Lachen und Lebensgefahr von Manuela Schivelbein

 

 


Reiheninterview

Nach dem Autoreninterview drückt mir Manuela ihre Bücher in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe die Bücher hin und her und lese schließlich einen Klappentext nach dem anderen der Bücher der Autorin „Geschichten aus der Praxis“, um schon ein bisschen mehr zu erfahren. Nach einigen Minuten höre ich mehrere feine Stimmchen: »Jetzt ist sie weg«, »Dann interview einfach uns«, »Deshalb sind wir ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über die Bücher? Vermutlich die Bücher selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da kommt die Autorin wieder in den Raum und setzt sich zu uns.

Wollen wir das Interview nun zu viert machen?
Ja! 😊
Hallo danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden. Könnt ihr euch oder auch die Reihe an sich, bestehend aus den Büchern „Pflege hautnah – Geschichten aus der Praxis“ und Band 2 „Zwischen Lachen und Lebensgefahr“ meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Der erste Band handelt von erlebten Situationen in der Pflegeausbildung. Zu meiner Zeit vor 38 Jahren. Da war vieles noch anders, aber einiges hat sich bis heute nicht verändert. Ich habe versucht die Geschichten so zu erzählen, wie sie mich am meisten berührt haben und wie man es evtl. hätte besser machen können. Dann kommen nach jedem Kapitel noch Hinweise und TIPPS.
Band 2: Sind meine Erlebnisse nach der Ausbildung und zeigen auf, wie vielschichtig die Pflege ist und gibt gute Einblicke hinter die Kulissen. Mit allen möglichen ernsten, lustigen und skurrilen Vorkommnisse.
In eurem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in euch enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfach, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genauso?
Ja, da ich alles selbst erlebt habe und nichts beschönige, kann ich mich gut in die Charaktere hineinversetzen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Band 1: Meine erste Tote => Das war und ist so prägend, dass ich dies nie vergessen werde. Es war so schockierend, da ich nicht darauf vorbereitet war.
Band 2: Der Verbandswechsel => Als ich beim Verbandswechsel den Zeh in der Hand hielt war für mich ein Gedankenkarussell und ich hatte erst einmal nur den Gedanken, was soll ich jetzt tun?
Wisst ihr wie viel Manuela tatsächlich in euch oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinen Büchern zu?
Da gibt es erst einmal nichts mehr hinzuzufügen.
Wie würdet ihr oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Sie ist in der Pflege oft eine einsame Kämpferin. Man kann zwar viel in der Theorie lernen, aber bekommt im Alltag oft Dinge präsentiert auf die man nicht vorbereitet ist. Dann ist es auch wichtig, dass man ein gutes TEAM hinter sich hat, damit man sich austauschen kann und nicht in ein Loch fällt. Und wenn dann noch manchmal der Patient ungehalten ist oder so durch den Wind, dass er sich gegen alles sträubt muss man an einem Strang ziehen.
Wie seid ihr eigentlich zu den Titeln gekommen? Standen die schon im Vorfeld fest oder haben sie sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr viel Mitspracherecht?
Die Titel kamen im Laufe des Schreibens erst zustande. Die haben sich einfach so ergeben und sind meines Erachtens sehr gut gelungen. Besonders bei Band 2!
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern?
Ja, ich würde gerne noch etwas verändern, habe aber noch nicht das passende gefunden. Besonders bei Band 2 wäre etwas in die Richtung lachendes Gesicht und ein Notfall bestimmt passender.
Zum Abschluss würde mich noch jeweils euer Lieblingszitat aus den Büchern interessieren.
Band 1: „Der Schmerz war da, ungefiltert, und er blieb“ (Kapitel 2 – Die erste Geburt)
Band 2: „Mein Gehirn machte kurz Pause“ (Kapitel 9 – Der Verbandswechsel mit Überraschung)
Obwohl es selbst in Autorenkreisen nicht üblich ist, dass Bücher antworten, bedanke ich mich bei den Büchern: „Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.

Dann wende ich mich der Autorin zu „Danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir und das tolle Interview.

[Autoreninterview] Manuela Schivelbein



Autoreninterview
Manuela Schivelbein

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich kurz vorstellen?
Ich hieße Manuela Schivelbein und bin 1972 in Füssen geboren. Ich habe mit 17b Jahren meine Ausbildung zur „Krankenschwester“ angefangen und dann ca. 10 Jahre in dem Beruf gearbeitet. Seit ca. 25 Jahren bin ich als Lehrkraft in der Pflege tätig.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das war eher Zufall. Ich wurde aufgefordert in einer schwierigen Zeit meines Lebens alles aufzuschreiben, was mich so beschäftigt. Und dabei waren auch Themen die ich aus der Pflege kannte. Und mein Mann, wie meine Mama haben dann gesagt mach doch daraus ein Buch.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
„Pflege hautnah – Geschichten aus der Praxis“=> dies ist vor allem für AZUBIS in der Pflege, da es auch zur Reflexion von teilweise schwierigen Situationen dient.
und „Zwischen Lachen und Lebensgefahr“ => das ist für jeden Interessierten, der hinter die Kulissen schauen möchte und sich darüber informieren möchte, was die Pflege alles macht. Und dies ist teilweise in lustigen Szenen aufgearbeitet.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Tennis spielen und Radfahren
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautor, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Viel von Fitzek und Ohlson, ansonsten bin ich gerade auch sehr offen was anderes zu lesen
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Sommer => Terrasse
im Winter => Wohnzimmer
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Früh aufstehen und auf Station mit Schülern verbringen in Form von Begleitung und/oder praktischen Noten. Danach Unterricht in der Schule und dann nach hause gehen und meinen Hobbies nachgehen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Krimi, Thriller und historische Romane lese ich gerne. Ich schreibe im Moment gerne über die Pflege und ihre Handlungen
Hast du eine Lieblingszitat, nach welchen du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„Wer ein warum zum Leben hat, erträgt fast jedes wie!“
„Pflege ist ein schöner Beruf mit vielen Facetten“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Vietnam, da sind die Menschen sehr freundlich und so gechillt
Madeira die Landschaft fasziniert mich
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ja ich bin kritikfähig und für jegliche Kritik offen. Wenn ich sie umsetzen kann und verstehe warum dann versuche ich sie umzusetzen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Aus der Not, da sich kein Verlag dafür interessiert hat. Ich habe einige angeschrieben und meist Absagen oder gar keine Rückmeldung erhalten.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
In stillen Minuten ist ein Buch sehr entspannend

Donnerstag, 3. September 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Elemental Souls - Earth von Yvonne Wundersee

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Nayomi und Thiago aus „Elemental Souls – Earth“ und deren Autorin Yvonne Wundersee.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Nayomi: Das mache ich gerne.
Thiago: sieht Nay lächelnd an und nickt nur
Yvonne: Ich hatte als Autorin ohnehin nicht viel Mitspracherecht. Die zwei haben jeden Plottversuch durchkreuzt. Deshalb kann ich nichts versprechen.
Es wäre schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Yvonne: Ich bin die Autorin von Elemental Souls – Earth, aber eigentlich habe ich nur getippt, was die beiden Protagonisten mit vorgegeben haben.
Thiago: Wir haben dir einfach die Zügel aus der Hand genommen, nachdem du Nay schon in den ersten drei Kapiteln durch die Hölle geschickt hast. (Räuspert sich.) Entschuldigen Sie die Unhöflichkeit. Mein Name ist Thiago.
Nayomi: Und ich Nayomi, die- Frau, die durch einen Splitter angeschossen wurde und anschließend durch Nord und Mittelamerika gehetzt wurde. Zum Glück hatte ich Thiago an meiner Seite.
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Eine Romantasy, bei der die beiden Protagonisten von Arkansas nach Las Vegas und von dort in den Dschungel Kolumbiens gehetzt werden. Die befreiten Elemente sind ihnen auf den Fersen und wollen auf jeden Fall verhindern, dass sie wieder gebannt werden. Doch auch Thiagos Geheimnis kann die Reise noch vor dem Ziel zum Scheitern bringen.
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Yvonne: Natürlich braucht eine gute Fantasygeschichte Spannung. Die Leserinnen und Leser sollen mit ihren Helden mitfiebern, ihnen die Daumen drücken und mich verfluchen, nur um anschließend erleichtert auszuatmen und zu denken: Was für ein tolles Buch.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Thiago: Meine liebste Stelle ist, als ich Nay zum ersten Mal geküsst habe. Es war nicht nur wunderschön, sondern es hat mich befreit. Ich habe gemerkt, dass das Monster in mir schweigt und sie nicht zerfetzen will.
Nayomi: Oh, ich mag die Szene sehr, in der Thiago uns gerettet hat, nachdem das Element Mineral unser Flugzeug in Gelee verwandelt hat. Das war unglaublich!
Yvonne: Ich hatte die größte Freude an der Szene, als ihr euch kennengelernt habt. Thiago hatte keine Ahnung von der Zivilisation und du, liebe Nay, hast versucht ihn loszuwerden. Ein toller Schlagabtausch.
Wie viel echte Yvonne steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Nay ist eine starke Persönlichkeit, die alles gibt, um ihren Traum zu erfüllen. Sie will Lehrerin werden, aber ohne Unterstützung ist dieser Weg mit viel Verzicht gespickt. Vielleicht kann man meinen Traum vom Schreiben damit gleichsetzen.
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Thiago: Sie ist eigentlich ganz cool. Wenn wir uns durch unseren Eigensinn mal wieder in ausweglose Situationen gebracht haben, findet sie immer einen Weg, uns da wieder herauszuschreiben. Ein paar Mal war es echt knapp, aber sie hat es geschafft.
Nayomi: Sie ist wirklich toll, aber sie zweifelt zu sehr an sich selbst. Wir haben ihr immer wieder gesagt, dass sie das gut macht, aber erst die Rezensionen der Leserinnen und Leser können sie davon überzeugen, dass die Geschichte Herzen gewinnen kann.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Der Titel stand sehr schnell fest. Da Elemental Souls 5 Bücher von 5 Autorinnen sind, mussten wir uns einigen und dieser Titel hat uns allen sofort gefallen.
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Ich habe vor Glück geschrien, als ich das Cover für Erde gesehen habe. Für nichts in der Welt würde ich etwas daran ändern wollen. Das hat Magical Cover Design mal wieder großartig gemacht.
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Nayomi: Hier hat mir Thiago endlich seine Liebe gestanden: »Du hast nicht gefragt, welchen Fehler ich gemacht habe.« Mit dem Daumen streiche ich einen Tropfen von ihrer weichen Haut. »Mein Fehler war es, anzunehmen, dass ich mein Herz verschließen könnte. Aber das kann ich nicht. Nicht, wenn ich in deine Augen sehe, wenn dein Lachen mein Herz zum Summen bringt und deine Tränen wie Klingen in meine Seele schneiden. Ich hatte Angst, Nay. Nur deshalb habe ich dich abgewiesen. Aber das kann ich nicht mehr. «
Thiago: Das war der Moment, als ich Nay zum ersten Mal richtig angesehen habe: Ich trete einen Schritt näher. Ein Zweig knackt unter meinen Füßen. Aufgeschreckt ruckt ihr Kopf nach oben. In diesem Moment bricht der Mond durch die Wolken und lässt ihr Gesicht in einem silbernen Glanz schimmern. Die Augen weit aufgerissen, starrt sie mich an. Ihre Iriden sind dunkel, aber die Nacht versteckt, ob sie eher die Farbe von Milchschokolade oder Espresso haben. Ihre Haut strahlt überirdisch und das rot ihrer Lippen leuchtet im Zwielicht beinahe schwarz.
Yvonne: Wo bleibt denn die Action? Thiago sieht mich mit hochgezogenen Augenbrauen an und lenkt anschließend meinen Blick mit seinen Augen auf unsere verschränkten Finger, die noch immer in dieses grüne Knistern gehüllt sind und mich inzwischen an das Funkeln einer Wunderkerze erinnern.
»Eins.«
»Warte, ich habe doch überhaupt keine Ahnung, wie ich das machen soll.«
»Zwei.«
»Nein! Das wird nicht funktionieren.« Ich sehe über meine Schulter. Verdammt! Der Riss kommt stetig näher. Wenn wir anhalten, schluckt uns der entstehende Schlund. Wir sterben, weil ein Verrückter mich zu noch verrückteren Sachen animiert.
»Drei.«
Vielen Dank für das Gespräch

Mittwoch, 2. September 2026

[Schnipseltime] Nicky - Ein Kätzchen fasst Vertrauen von Sabine Reifenstahl

 


  »Das erste Mal glaubte ich, das würde sein wie in Filmen, er würde mich lieben und deshalb müsste ich das erwidern. Zulassen. Es hat wehgetan. Ich bat ihn, aufzuhören, hab geweint, aber er hat weitergemacht.«

Die Worte hingen schwer zwischen uns. Ich wartete darauf, dass sich etwas veränderte, die Luft, die Art, wie Greg mich hielt, irgendetwas. Ruhig lag er neben mir und kraulte mich tröstend.

»Danach hab ich mir gedacht, das nächste Mal wird besser«, fuhr ich fort. »War es nicht. Ich hab immer darauf gewartet, dass es so toll wird, wie alle sagen. Und dachte, ich mache was falsch, weil es nur wehtat.« Krampfhaft schluckte ich gegen den Kloß an, der sich in meiner Kehle gebildet hatte. »Der Letzte hat gesagt, er liebt mich. Das hab ich ihm geglaubt, ich wollte es glauben.« Meine Stimme brach erneut, ich räusperte mich. »Als Justin auszog, hab ich aufgehört. Mit allem. Ich wollte nie wieder, dass jemand so nah an mich herankommt.«

Greg zog mich dichter an sich heran und atmete schwer in mein Haar. Ich hörte ein Geräusch wie ein Schluchzen. »Oh Nicky, danke für deine Ehrlichkeit«, flüsterte er schließlich rau. »Das waren Arschlöcher, die dich nicht verdient und dir bewusst wehgetan haben. Es lag nicht an dem, was du hättest tun können, sondern daran, was von ihnen getan werden musste. Sie hätten dich vorsichtig vorbereiten müssen, damit du genießt, statt zu leiden. Du weißt, dass Nein Nein bedeutet, oder?«

»Ich hab mich ja drauf eingelassen. Sie sagten, ich wollte es auch.«

»Und dann wolltest du es beenden. Das ist legitim. Jederzeit. Die Kerle haben dich missbraucht.« Greg nahm sich einen Atemzug Zeit, ehe er weitersprach. »Vermutlich, weil sie dir körperlich überlegen waren und du ihnen nichts entgegenzusetzen hattest.« Er umarmte mich ganz fest. »Nichts davon war deine Schuld.«

»Ich hab es ja zugelassen.«

»Nein, das wurde dir angetan. Es wird nie wieder passieren!« Zum ersten Mal, seit wir uns kannten, hob Greg die Stimme. Nicht stark, aber ich erschrak trotzdem.

Sofort streichelte er mich. »Entschuldige, Kätzchen, ich bin nur sauer, weil dir wehgetan wurde. Die Männer haben dir etwas genommen.« Er holte tief Luft. »Deshalb lehnst du Intimitäten ab.«

»Es tut mir leid. Ich weiß nicht, ob ich nie will. Jetzt gerade kann ich es nicht. Wenn ich daran denke …« Ich brach ab und knautschte Bruno zwischen den Fingern. »Wenn ich daran denke, wird alles in mir zu Eis. Es fühlt sich falsch an, sogar mit dir. Dabei bist du anders.« Mühsam unterdrückte ich die Tränen. »Ich wünschte, es wäre nicht so«, sagte ich leise. »Ich wünschte, ich wäre einfacher.«

»Du bist nicht zu kompliziert, Nicky«, versetzte Greg ruhig. »Du bist verletzt worden.«

»Was, wenn sie mich kaputtgemacht haben? Ich hab Angst, dass ich nie …« Ich schluckte. »Dass ich für dich nie genug sein kann.«

»Ich habe dir versprochen, dich nicht zu drängen.« Sanft drückte er mir einen Kuss aufs Haar. »Das gilt nicht nur für heute Nacht oder diese Woche, sondern solange du brauchst.«

»Und was, wenn ich es nie ertrage?«

[Buchvorstellung einmal anders] Nicky - Ein Kätzchen fasst Vertrauen von Sabine Reifenstahl

 

 

Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Nicky, um mit ihm über das Buch „Nicky – Ein Kätzchen fasst Vertrauen“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
»Hallo, liebe Claudia. Ich freu mich total über die Einladung.« Dankbar nehme ich die Tasse heiße Schokolade und schaue mich um, ob meine Schöpferin irgendwo in der Nähe ist. »Ähm, na ja, im Grunde hatte ich keine Wahl. Die Anweisung kam von ganz oben, also nicht von meinem Dom Greg, sondern von der Autorin. Und ehrlich gesagt bin ich total nervös. Sonst rede ich nicht so viel mit fremden Leuten. Das muss ich erst lernen. Greg hat gesagt, ich soll mir das zutrauen.«
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
»Ich bin Nicky, Anfang zwanzig und nicht besonders kräftig gebaut, was Männer immer wieder ausgenutzt haben.« Bei dem Gedanken schnürt sich mir die Kehle zu und ich bekomme kaum Luft. Aber ich bin ja hier, um von mir zu erzählen. »Schlimmer noch, ich kann weder richtig lesen noch schreiben. Funktionaler Analphabetismus heißt das. Die größten Probleme macht mir nicht die Tatsache an sich, damit habe ich zu leben gelernt. Leider traue mich jedoch nie nach Hilfe zu fragen, wenn ich welche brauche. Es ist mir peinlich, dann halten mich alle wieder für dumm. So wie früher in der Schule.
Ich bin so allein. Dabei wünsche ich mir jemanden, der mich einfach in den Arm nimmt und mir sagt: ›Alles ist gut.‹ Dann müsste ich aber auch diese andere Sache tun. Die, die alle toll finden, nur ich nicht. Es tut weh und ich will das nicht mehr!«
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
»Da zitiere ich einfach mal den Pitch:
Nickys Vertrauen wurde so oft missbraucht, dass er sich von den Menschen zurückzieht, obwohl er Nähe braucht. Ausgerechnet in einem BDSM-Club erhält er sie, ohne bedrängt zu werden. Aber kann ein Dom die Lösung sein, wenn man nur schmusen möchte?«
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Ach je, so eine Frage. »Eigentlich denke ich, Sabine mag mich. Sie macht es mir schwer, damit ich wachsen muss. Manchmal hatte ich das Gefühl, sie testet extra aus, wie viel ich aushalte, bevor sie mir wieder etwas Schönes gönnt. Na ja, sie schickt mir meinen Schultyrannen hinterher oder ich finde heraus, dass Greg etwas mit mir fehlt … Doch selbst in den schlimmsten Momenten war am Ende jemand da, der mich aufgefangen hat. Das war ihr wichtiger, als mich nur leiden zu lassen.«
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
»Der Augenblick, als ich zu glauben begann, dass ich Greg vertrauen kann. Das war im Tierpark, unsere erste, ähm, Session. Keine richtige, aber statt das zu tun, was man im ›Elysion‹ so tut, hat er meinen Wunsch erfüllt.
Damals hab ich Greg etwas über Giraffen erzählt, dass sie beim Trinken umfallen. Es war so lustig, wie er mit mir stritt und dabei so schön mit den Augen rollte.
Spoiler: Er konnte mich nicht überzeugen, dass sie es nicht tun. Da gab er mir dafür die Sicherheit, ihm mein größtes Geheimnis anzuvertrauen.
Wie er darauf reagierte? Müsst ihr schon selbst lesen.«
Was glaubst du, wie viel Sabine steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
»Das müsst ihr sie schon selbst fragen. Ich hab keine Ahnung. Lesen und schreiben kann sie definitiv. Sie scheint zu wissen, wie es sich anfühlt, wenn man Angst hat, sich zu öffnen. Das hat sie toll getroffen. Vielleicht steckt doch mehr von unseren Doms in ihr, denn sie weiß genau, wie man mit uns Subs umgehen muss, damit wir uns wohlfühlen. Und das ist immer das Ziel – nicht Schmerz zum Selbstzweck, nicht Machtspielchen, obwohl unsere Beziehungen nicht gleichberechtigt sind. Bei ihr fühlt es sich einfach richtig an.«
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
»Streng, aber fair, würde ich sagen. Sie schenkt uns nichts, lässt uns stolpern, manchmal auch fallen, gibt uns aber immer die Chance, wieder aufzustehen.
Ich glaube, sie mag Charaktere, die sich ihr Glück erarbeiten müssen.
Als Mensch? Sie ist empathisch genug, um sich vorzustellen, wie ich mich im Laden gefühlt habe, vor dem Regal mit den Weinen, deren Etiketten ich nicht lesen konnte. Oder bei Manfred, als er mich aus dem Job schmiss, weil ich den Zettel an der Bürotür nicht entziffern konnte. Im Vertrauen: Sie hat keinen grünen Daumen. Was ich über Pflanzen weiß, musste sie im Internet recherchieren.«
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
»Mitspracherecht hatte ich keins. So läuft das bei uns nicht, ich bin ja nur die Figur.« Das zuzugeben, fällt mir gar nicht leicht, denn ich fühle mich so echt. »Der Titel stand schon früh fest, denn Kätzchen ist ein Spitzname, den ich liebe. Zu Anfang war ich wirklich wie ein kleines Kätzchen, das sich in eine Ecke verkriecht, sobald sich jemand nähert; misstrauisch, immer bereit wegzulaufen. Mit Greg hat sich alles verändert. Dieses Gefühl beschreibt der Titel.«
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
»Ehrlich gesagt, ja, ich mag beide sehr. Auf dem E-Book-Cover schau ich Greg an, und man sieht, wie wir füreinander fühlen. Da liegt so viel Zärtlichkeit in seinem Blick. Das war früher nie so, ich hab Menschen eigentlich immer nur aus dem Augenwinkel angeschaut, aus Angst, zu viel zu verraten. Auf beiden Covern sieht man mein Collar, das wichtigste, was ich je geschenkt bekommen habe.
Das Taschenbuch-Cover ist irgendwie zurückhaltender, trotz der gefesselten Hände – für Sabine ein Symbol für unsere Beziehungen mit Machtgefälle. Mich hat Greg nie so gefesselt. Rosa Rosen, das ist meine Farbe, und das neue Collar.
Am Anfang war es mir unangenehm, so offen zu zeigen, wie wir miteinander umgehen. Auch da hat mich Greg beruhigt. BDSM ist nichts, wofür ich mich schämen muss. Es ist unser Leben, und wir sind damit glücklich.
Hätte ich mir was wünschen dürfen, wäre da noch ein Kätzchen drauf, oder mein Schiebepuzzle mit dem weißen Tiger, oder eine Giraffe, oder Lavendel oder … Sabine meinte, viel macht nicht viel.«
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
»Zu Hause bedeutete nicht ein Ort, sondern ein Mensch, dessen Herzschlag man auswendig kannte.« Bei den Worten entkommt mir ein Lächeln, denn Greg hat mir das vorgelesen. »Das trifft es für mich einfach am besten. Ich hab so lange gedacht, zu Hause wäre etwas, das man nie wirklich hat, wenn man wie ich aufgewachsen ist. Ohne Eltern, ohne Liebe. Jetzt weiß ich, dass eine Familie nichts mit Blutsverwandtschaft zu tun hat, ich habe Menschen, die immer für mich da sind. Nicht nur Greg und … Nein, mehr verrate ich nicht.«
Danke für das Gespräch.
»Ich danke dir, du warst so nett zu mir. Hast an Schokolade für meine Nerven gedacht. Mit heißer Schokolade kannst du mich zu fast allem verführen.«