Montag, 23. März 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Der Zorn der Schlange von Barbara Drucker

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Frederigo und Riccardo Visconti Marchese della Motta aus „Der Zorn der Schlange“ und deren Autorin Barbara Drucker.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Federigo: Seit wann umfasst eine Mission auch Interviews?
Autorin: Seit du sie zusammen mit dem Marchese bestreitest.
Federigo: Wäre das nicht eher eine Sache für ihn?
Marchese: Seit wann bist du auf den Mund gefallen, Strega?
Es wäre schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Federigo: Gut, dann mache ich den Anfang. Und zwei Sachen stelle ich gleich einmal klar: Erstens heiße ich nicht Strega, obwohl mir der Name, den mir Riccardo verliehen hat, viel besser gefällt als mein richtiger Kriegername. Der ist nämlich Volpe. Fuchs, nicht Hexe.
Autorin: Und zweitens?
Federigo: Das weißt du genau. Dass du mich für diesen Auftrag in einen Priesterrock gesteckt hast, darüber reden wir noch. Ich bin Schlangenkrieger!
Autorin: Ach komm! Es ist einfach die beste Tarnung.
Federigo: Sagt ausgerechnet die, die statt eines Degens die Feder schwingt.
Marchese: Sie hat aber recht.
Federigo: Willst du mir etwa weismachen, dass du dich als Pfaffe verkleiden würdest?
Autorin: Ich glaube nicht, dass es seine Durchlaucht unter einem Kardinal oder zumindest einem Bischof macht.
Marchese: Warum nicht? Wenn es dem Zweck dienlich ist, gebe ich Ihnen auch einen einfachen Priester.
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Marchese: Womit wir beim Thema wären. Federigo ist auf einer Mission in Passau. Unglücklicherweise grassieren dort Morde an Priestern.
Federigo: Die ich nicht aufklären darf, weil ich für den Orden den Fürstbischof ausspionieren soll. Und Riccardo …
Marchese: … kämpft mit seinen eigenen Dämonen. Ich muss mich vor dem Rat verantworten und meine Zukunft ist alles andere als gewiss. Und dann stellen sie mir auch noch dieses perfide Ultimatum!
Autorin: Das Ihr mit einer ausgewachsenen Intrige kontert. Ihr habt mir einen schönen Strich durch die Rechnung gemacht.
Marchese: Habt Ihr allen Ernstes gedacht, ich ließe es mir tatenlos gefallen?
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Autorin: Mit Spaß hat das ganz und gar nichts zu tun, eher im Gegenteil. Die schwierigen Situationen geben schriftstellerisch nun einmal mehr her und mir fällt es leichter, Intensität durch Action oder Drama aufzubauen als eine schöne Szene so zu gestalten, dass sie nicht flach wird oder gar in Kitsch abdriftet. Aber sie gehen auch ordentlich an die Substanz, weil ich ja tief hineinsteigen und sie selbst fühlen muss, um sie intensiv zu schreiben. Jedes Gefühl, das ich meinen Lesern vermitteln und in ihnen auslösen will, habe ich selbst während des Schreibens wieder und wieder ausgehalten.
Federigo: Das will ich auch stark hoffen.
Marchese: Gerechterweise muss man anmerken, dass wir sehr wohl auch schöne Situationen erleben dürfen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Autorin: Und jetzt bitte nicht spoilern! Das ist nämlich gerade mein Problem. Ich habe einige Lieblingsstellen, aber mit den meisten davon würde ich den Lesern die Überraschung zerstören. Ich liebe Eure Intrige im Rat, Marchese, und den Unfall mit der Kutsche.
Marchese: Ausgerechnet die Kutsche! Doch die Intrige war fürwahr elegant.
Federigo: Da wäre ich zu gerne dabei gewesen. Ich mag unser Gespräch mit Giacomo und das torkelnde Huhn.
Marchese: Welches Huhn?
Federigo: Kannst du denn immer ernst bleiben, wenn die holde Magd ihre Knickse macht? Die schwankt stärker als ein Küstensegler. Welche Stelle magst du?
Marchese: Da musst du noch fragen?
Federigo: Stimmt. Wie hieß es noch? Nicht spoilern.
Wie viel echte Barbara steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Marchese: Ich denke, wir sind nicht von ungefähr Italiener.
Autorin: Auch wenn ich noch lerne, aber Italienisch ist zumindest leichter als historisches Fechten. Da ist es mit der Mode schon einfacher. Ich teile die Vorliebe des Marchese für elegante Kleidung.
Marchese: Sie haben Giacomo vergessen.
Autorin: Stimmt, der ist für uns beide ein kongenialer Partner. Da fällt mir ein, die Szene mit Eurer Verkleidung liebe ich auch.
Federigo: Verkleidest du dich gerne?
Autorin: Oh ja! Ich habe aber viel zu selten die Gelegenheit dazu.
Federigo: Was habe ich von dir?
Autorin: Deinen Humor. Deine freche, ironische Art kommt definitiv von mir. Obwohl ich nie das Jesuskind hinter der Orgel versteckt habe.
Federigo: Ja, der Streich war wirklich gut.
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Federigo: Oje, das wird riskant. Ist sie rachsüchtig?
Marchese: Nein, keineswegs. Aber ich sehe ohnehin keinen Grund, sie zu schmähen. Sie gibt uns sehr viel Freiheit, unseren eigenen Weg zu finden, aber nie das Heft aus der Hand.
Federigo: Das stimmt, für Vorschläge von uns ist sie immer offen. Aber sie ist wie du, die Entscheidungen trifft sie letztendlich selbst. Mich wundert, dass ihr miteinander klarkommt.
Marchese: Warum nicht? Ich schätze ihre Gewissenhaftigkeit bei der Recherche und ihre Liebe zu historischen Details. Und die für große Szenen.
Federigo: Da seid ihr seelenverwandt. Mir hat sie die Bilder im Dom gezeigt. So überstehe ich die Messen wenigstens einigermaßen.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Autorin: Es war der Arbeitstitel. Normalerweise schafft der es nie aufs Cover, aber diesmal war er perfekt. Ich wollte eine starke, dunkle Emotion.
Marchese: Und ich Narr habe sie Ihnen auch noch geliefert.
Autorin: Ja, das habt Ihr. Und wie Ihr dann mit der Intrige losgelegt habt, hatte ich ständig Angst, dass Euer Zorn zu schnell wieder verraucht.
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Federigo: Würde das etwas ändern? Beim Cover haben wir nichts zu sagen.
Marchese: Ob es so klug war, unseren Ring abzubilden?
Federigo: Ausgerechnet um den Ring machst du dir Sorgen? Im Buch selbst plaudert sie doch noch viel mehr über den Orden aus.
Autorin: Ich bin mit dem Cover zufrieden, sonst hätte ich es nicht freigegeben. Und auf den Ring bin ich stolz, die Schlange darauf habe ich nämlich selbst gezeichnet.
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Marchese: Mir gefällt Sciarlottes Disput mit Scarlatti: „Der Marchese setzt auf den falschen Mann, Gräfin.“ – „Aber auf die richtige Frau.“
Autorin: Ich liebe Eure Worte, Marchese. „Rache ist ein niederes Motiv. Ein Motiv für kleine Geister, denen die Vorstellungskraft für wahre Ziele fehlt.“
Federigo: Ich mag auch eines im Zusammenhang mit Riccardo. „Er lächelte mit der Verbindlichkeit eines Krokodils.“
Vielen Dank für das Gespräch
Autorin: Danke für die Gelegenheit, Claudia.
Federigo: Das könnten wir ruhig öfter machen.

Sonntag, 22. März 2026

[Buchvorstellung einmal anders] The Maidens Fate von Rebecca Weiß


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Rebecca Weiß, um mit ihr über ihr neuestes Buch „The Maidens Fate“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Sehr gerne doch! Es ist ja nicht unser erstes Mal 🥰
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Es ist eine Märchenadaption zu dem Märchen „Die Gänsemagd“ von den Gebrüdern Grimm. Leute, die das Märchen kennen und lieben, werden aber trotzdem nicht gelangweilt und mit dem ein oder anderen Plot überrascht sein!
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Mal mehr, mal weniger. Es gibt Dinge, die mir sehr schwer fallen. Interessanterweise zählt der Tod eines geliebten Charakters nicht dazu. Schwieriger finde ich die kleinen hinterhältigen Intrigen zu spinnen und es alles so zu planen und schreiben, dass es zu Anfang nicht zu offensichtlich ist und überraschend für den Leser kommt.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ich würde so gern, aber das wäre ein MEGA-SPOILER! Aber ich kann so viel verraten: Wahre Liebe findet sich immer 🥰
Wie viel echte Rebecca steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
In jedem meiner Charaktere die ich entwerfe steckt ein Teil von mir. Mal mehr, mal weniger. Manchmal sind es Kleinigkeiten, wie die Lieblingsfarbe, Hobbys oder Vorlieben beim Essen, manchmal aber auch große schwere Charakterzüge. Egal ob Anta- oder Protagonist*in.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben? 
Auria würde mich definitiv hassen. Bei Lucia und Dorian denke ich, herrschen eher gemischte Gefühle und Carasius … Ich glaube der würde mich von allen am ehesten mögen 🤣
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Das ist eine witzige Geschichte. Ich hatte eine Idee für einen Rollentausch, Prinzessin und Zofe. Ich habe meine lieben Schreibamiga Lucia davon erzählt und ihre Antwort war „Ähm… das Klingt 1:1 wie das Märchen Die Gänsemagd.“ Ich kannte es nicht, hab’s gegooglet und war schockiert über die Ähnlichkeiten zu meiner Idee, also habe ich gesagt „Warum keine richtige Märchenadaption draus machen?
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich war von Sekunde 1 SO SEHR VERLIEBT, dass mir nicht einmal ein kleiner Schreibfehler aufgefallen ist (der natürlich verbessert wurde, vor Veröffentlichung des Covers). Es war tatsächlich der erste Entwurf, den ich sofort abgesegnet habe. Auch meine Verlegerin war von Anfang an begeistert von dem Cover.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Es ist wirklich schwer da EIN Zitat auszuwählen. Ich liebe Humor und baue gerne den ein oder anderen Schmunzler ein. Hier habe ich eine witzige Stelle, in der zwei Brüder sich nicht ganz über die Absichten einig sind:
»Es ist nicht so, wie du denkst, Brüderchen! Wir haben uns nur unterhalten und Auria war so gerührt, dass wir uns umarmt haben!«
»War Auria so gerührt oder du?« Dieser freche Bursche …
Danke für das Gespräch.
Sehr gerne wieder ❤️

Samstag, 21. März 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Yes or No 3 - Mr. und Mr. Smith von Nadine Schwager und Yves Flavian


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Jack und Steffi aus „Yes or No 3 – Mr. und Mr. Smith“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Jack: Hi. Unsere Brüder waren zu beschäftigt damit, Väter zu sein, deshalb müssen wir das übernehmen.
Steffi: Hallo und danke, dass wir hier sein dürfen.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Jack: Ich bin Jack, Yanniks Schwester. Ja, ich weiß, du wunderst dich über den Namen. Eigentlich heiße ich Julia, aber den Spitznamen Jack hab ich seit meiner Jugend und bin ihn nie losgeworden.
Steffi: Yannik hat erzählt, du hast ihn gehegt und gepflegt. *grinst* Ich bin Stefanie, Neos Schwester. Unsere Brüder sind verheiratet. Was sind wir dann eigentlich voneinander, Jack?
Jack: Ähm … Schwippschwägerinnen?
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Steffi: Das ist knifflig, weil wirklich viel passiert. Versuchen wir es damit: Neo und Yannik bekommen unverhofft das Kind von Yanniks Ex-Freundin und müssen mit der neuen Situation irgendwie klarkommen.
Jack: Und zwischen einem zahnenden Baby, vollen Windeln und zwei Vollzeitjobs setzen sie sich gegen Niklas, unseren anderen Bruder, zur Wehr, der ihnen das Kind wegnehmen will.
Steffi: Und Neo fällt es echt schwer, sich mit der neuen Situation anzufreunden. Immerhin wusste er nicht einmal, ob er überhaupt Kinder will.
Jack: Währenddessen wird Yannik von Gewissensbissen zerfressen, weil er Neo das zumutet. Das waren fünf, oder?
Glaubt ihr, macht es dem Autorenduo Spaß eure Brüder in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Jack: Na ja, eigentlich haben sie ihnen ja nur dieses Kind gegeben. Alle die anderen Probleme der zwei sind hausgemacht. Dass Neo seinen Job vorerst aufgibt, um für das Baby dazusein, Yanniks zweite, aber diesmal schwule Pubertät …
Steffi: Die Dysphorie, die Neo dadurch wieder packt … Es soll eben authentisch sein, was die beiden da erleben. Und ich glaube, das ist ihnen schon auch gelungen. Spaß hatten sie dabei wahrscheinlich weniger, es wird doch viel gelitten, so summa summarum.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Jack: Die Testamentseröffnung von Claudia. Das war sehr emotional. Andererseits freue ich mich immer über die Stelle mit der Speisekammer. *lacht*
Steffi: Meine ist die, in der Neo zum ersten Mal von „unserem Baby“ spricht. Definitiv.
Was glaubt ihr, wie viel von Nadine und Yves steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Steffi: Wenn ich raten könnte, würde ich sagen, dass Yannik und Neo den beiden von all ihren Protas am ähnlichsten sind. Beide bodenständig, wollen nur das Beste füreinander, aber manchmal hapert's einfach an den äußeren Umständen, dass das Leben nicht so klappt, wie sie es wollen.
Wie kamen eure Autoren auf die Idee für das Buch?
Jack: *lacht* Das war tatsächlich nur ein Witz, den Yves mal irgendwann gerissen hat, als sie noch Teil 1 geschrieben haben. Und Nadine war sofort begeistert von der Idee, sodass daraus der Plot für Teil 3 entstanden ist. Teil 2 war da nämlich schon fertig geplant.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Steffi: Mr. und Mr. Smith war tatsächlich der Arbeitstitel der Reihe seit Band 1. Als es darum ging, alle drei Bände zu benennen, hat sich Yves gewünscht, dass ein Band genau so heißen soll. Also hat Band 3 diesen Titel bekommen.
Jack: Wir haben sowieso nie Mitspracherecht, wir sind ja „nur“ die Schwestern. Unsere Brüder hören nur höchst selten auf uns. Wobei es ihnen guttun würde, ab und an mal das zu machen, was wir sagen.
Steffi: *amüsiert* Du meinst, sie sollen eigentlich das machen, was du sagst.
Jack: Ganz genau.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Steffi: Nein, es ist perfekt, wie Yves es entworfen hat! Alle drei Cover erzählen eine kleine Geschichte. Auf dem ersten Band stehen die beiden noch getrennt voneinander. Beim zweiten stehen sie mit dem Rücken zum Betrachter, als würden sie in die Vergangenheit schauen.
Jack: Und auf dem dritten stehen sie ganz eng beieinander und wenden sich endlich der Zukunft zu. Total perfekt.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Steffi: Meins ist das hier: „Ich hab versprochen, dass ich immer bei dir bleibe. Ich habe nicht vor, das Versprechen zu brechen.“
Jack: Ich entscheide mich für das hier: „Gar nichts machst du kaputt. Du hältst uns zusammen, du sorgst dafür, dass das hier funktioniert, Neo. Ohne dich wäre ich nichts.“
Danke für das Gespräch.
Jack: Sehr gerne.
Steffi: Danke, dass wir als Nebenfiguren dabei sein durften.

Freitag, 20. März 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Nika - Falsche Neun von Frieda Feuerdorn

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Nika, um mit ihr zusammen über das Buch „Nika – Falsche Neun“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Nika: Hi, ich bin auch froh, dass du dich bereiterklärt hast, mit mir ein wenig für zukünftige Interviews zu üben. *Seitenblick geht zu ihrer PR-Agentin*
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Nika: *räuspert sich* Ich bin Nika Sturm, 18 Jahre alt, und ich bin Mittelstürmerin bei der Damenmannschaft Union Berlin … und in der … deutschen Nationalmannschaft. Fußball ist mein Leben, darum habe ich es auch noch nicht geschafft, den Führerschein zu machen. Immerhin habe ich mein Abi schon in der Tasche.
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Nika: Es geht darum, wie und wieso ich plötzlich zu den Profis komme und wie es mir dort ergeht. Es ist nicht leicht als Neuling, und schon gar nicht, wenn man „Das Experiment“ ist. Ich muss mich menschlich und bei den Spielen behaupten, finde und verliere Freunde und darf vor allem den Präsidenten nicht enttäuschen. Die Medien sind dabei ständig auf mich gerichtet und nebenbei lerne ich auch noch den Star meines Bruders kennen, von dem ich nicht so recht sagen kann, was er eigentlich bezweckt.
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Nika: Ich muss ganz schön was mitmachen und manchmal verfluche ich Frieda dafür. Aber sie gibt mir die Chance, zu spielen, und dafür bin ich ihr sehr dankbar. Ich hoffe, dass ich am Ende mein Ziel erreichen darf. Meinen Traum lebe ich dank Frieda ja schon, auch wenn er sich oft nicht so glitzernd darstellt, wie man immer meint.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Nika: Mehrere. Mein Bruder würde sagen, es ist die Stelle, als ich bei Instagram einen peinlichen Fehler begehe. Meine Mutter würde sagen, als sie endlich Gelegenheit hatte, das Bayern-Trikot zu waschen, das ich am Anfang der Geschichte von dem Spieler bekommen hab. Für mich ist es wohl das Duell, auf das ich all die Zeit hingefiebert habe.
Was glaubst du, wie viel Frieda steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Nika: Das ist schwer zu sagen. Ich denke, Frieda hat viel von sich in meine Familie gesteckt. Vor allem Matteo soll ein wenig an ihren eigenen Bruder erinnern. Der nennt sie auch immer Bro.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Nika: Ich habe sie im Schreibprozess vollkommen fokussiert erlebt. Sie hat so viel Herz und Liebe in meine Geschichte gepackt, dass mir ganz warm wird. Die Reihe bedeutet ihr was, da es um mehr als nur den Fußball geht. Es geht um Frauen, um Selbstwert, um Zerrissenheit und Mut. Ich denke, all das ist auch tief in ihr selbst Thema.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Nika: Der Titel trägt meinen Namen und das von Anfang an, auch wenn es erstmal nur ein Arbeitstitel sein sollte. Der Untertitel hat sich aber ein paarmal verändert, bis er feststand. Ich hab mich da rausgehalten und lieber noch ein paar Torschüsse geübt.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Nika: Ich hatte große Angst, dass das Cover mir nicht gefällt. Es musste ja zum Genre passen und da gibt es 2 Möglichkeiten. Die andere war aber zu cozy und wenn meine Geschichte eins nicht ist, dann cozy. Also ja, ich bin sehr glücklich damit, wie es jetzt ist.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Nika: Puh, das ist schwer, denn es gibt soooo viele tolle Sprüche und Sätze dieses mal.
Ich nehme dieses, weil mein Trainer auf dieser Pressekonferenz genau das gesagt hat, was ich in dem Moment gern gesagt hätte. Leider war ich da einfach noch zu grün hinter den Ohren.
„Mit Nika haben wir ein medial unverbrauchtes Gesicht und vor allem Zeit, sie so aufzubauen, wie wir es brauchen. Im Moment mag sie für ein Wagnis stehen, ein Experiment, wenn Sie so wollen. Aber ich gebe Ihnen Brief und Siegel, dass in wenigen Wochen oder Monaten dieses Gesicht hier für Mut und Ehrgeiz stehen wird, und für viele, viele Tore, von denen jedes einzelne für Männer wie Sie ein Tritt in die Eier sein wird.“
Danke für das Gespräch.

Donnerstag, 19. März 2026

[Protagonisteninterview] Riccardo Visconti Marchese della Motta aus Der Zorn der Schlange von Barbara Drucker


 

Protagonisteninterview
Riccardo Visconti
Marchese della Motta

Ich treffe mich heute mit Riccardo Visconti Marchese della Motta aus dem Buch „Der Zorn der Schlange“ von Barbara Drucker.

Guten Tag, schön, dass Sie heute Zeit finden, ein wenig mit mir über das Buch zu sprechen.
Die Freude ist ganz auf meiner Seite.
Wie geht es Ihnen heute?
Die üblichen Eingangsfloskeln? Wenn ich aufrichtig antworte, wäre ich diesmal kein unterhaltsamer Gesprächspartner. Also lassen Sie uns annehmen, dass weder mein Zorn noch meine Schuldgefühle meine Stimmung trüben.
Würden Sie sich meinen Lesern vorstellen?
Ich bin Riccardo Visconti Marchese della Motta, Schlangenkrieger und Ratsmitglied im Schlangenorden. Zumindest auf den ersten Seiten des Buches.
Was ist Ihr höchstes Lebensziel?
Meine Freiheit. Dass ich Großmeister des Ordens werden will, habe ich nie verhehlt.
Wie kann man sich Ihren ganz normalen Alltag vorstellen?
Das hängt sehr stark von meiner Mission ab und ob ich mich bei Hof aufhalte. Im Wesentlichen beginnt mein Tag mit sorgfältiger Toilette und Korrespondenz. Dann natürlich Ausritte, Waffen- und Kampfübungen, denn Müßiggang wäre bei meinem Beruf tödlich. Nachmittags lese ich, abends nehme ich am Gesellschaftsleben teil. Stellen Sie sich darunter geistreiche Konversation vor, Glücksspiel, Theater und Konzerte oder gelehrte Dispute. Ich denke jedoch, dass Sie weniger an meinem Alltag interessiert sind, als vielmehr an meinen geheimen Aktivitäten. Als da wären Spionage, Intrige und ja, Sie schielen zu Recht auf meinen Degen. Ich trage ihn nicht nur als Standessymbol.
Welche Stolpersteine und Hürden würden Sie gerne aus Ihrem Leben eliminieren?
Die Gehorsamspflicht im Orden wäre die allererste. Dann die Unvereinbarkeit von Ehre, Liebe, Loyalität und Pflicht, sie ist mehr als ein Stolperstein und an ihr beiße ich mir seit geraumer Zeit die Zähne aus. Drittens das Verhältnis mit Cesare Scarlatti, meinem ehemaligen Mentor, das ist nun deutlich getrübt. Ich vermisse unsere gemeinsamen Pläne und Gespräche und kann sie doch nicht wieder aufnehmen.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, wie würden Sie ihn verwenden?
Ich halte nichts von magischen Wünschen. Wenn ich mir meine Wünsche nicht aus eigener Kraft erfüllen kann, bin ich der Falsche für sie.
Herzlichen Dank für Ihre Zeit.
Es war mir wie immer ein Vergnügen.

Mittwoch, 18. März 2026

[Reiheninterview] More than I von Livia Veros

  

Reiheninterview

Hi, kleine Maus. Schön, dass du heute bei mir bist. Magst du dich vielleicht einmal vorstellen?
Emely: Hallo. Ich bin Emely Collins, 5 Jahre alt und Kirians kleine Schwester.
Wir haben von einigen Leser*innen ein paar Fragen bekommen. Hast du Lust diese zu beantworten?
E: Na klar. Da bin ich dabei.
Sehr schön. Die erste Frage wäre: Wie ist es, einen Musiker als großen Bruder zu haben?
E: Voll cool. Und das Beste ist, dass ich seine Kostüme auswählen darf. 😊 Er sagt, ich bin seine kleine, persönliche Stylingberaterin. Er muss doch gut auf der Bühne aussehen, oder?
Ja, das stimmt. Das machst du bestimmt ganz toll. Sag mal, was magst du denn an Kirian besonders gerne?
E: Alles!! Aber er nimmt mich ganz oft in den Arm und kitzelt mich. Das mag ich voll gerne. Auch wenn ich immer schreie und abhauen möchte. Aber das ist nur Quatsch. Ich glaube, wenn er ans College geht, werde ich ihn ganz doll vermissen. Dann sagt er nicht mehr kleiner Erdbeer-Drache zu mir, weil meine Haare nach Erdbeeren riechen.
Ach Süße. Ich glaube, er vermisst dich bestimmt auch ganz doll.
E: Meinst du wirklich? Aber wer ärgert ihn denn dann immer und hüpft auf seinem Bett herum? Ich werde ihn einfach ganz oft anrufen oder Emojis schicken. Kirian mag irgendwie Auberginen. Die schickt Jessie ihm immer.
Okay? Ähm, kommen wir zur nächsten Frage, Emely. Kannst du dich denn noch an deine erste Erinnerung mit deinem Bruder erinnern?
E: Oh je, das ist schwierig. Aber ich weiß, dass Kirian mir immer vorgesungen hat. Abends im Bett oder wenn ich mal geweint habe. Dann war alles wieder gut. Für mich ist er einfach der beste große Bruder auf der Welt.
Und was magst du an Jessie?
E: Er bastelt mit mir. An Weihnachten und zum Geburtstag. Kirian mag das nicht so. Er mag kein Glitzer, aber Jessie schon. Und weißt du, was Jessie und ich vorhin gemacht haben? Aber du darfst es keinem verraten, ja? Wir haben vorhin Glitzersterne für Kiri gebastelt, und sie heimlich auf seine Gitarre geklebt. Der wird vielleicht gucken. Hihi. 🤭
Wie findest du es eigentlich, dass Kirian und Jessie verliebt sind?
E: Ganz toll. 😍​ Kirian war ganz lange traurig und hat viel geweint. Ich weiß zwar nicht, warum, aber dann kam Jessie und alles war wieder gut. Vielleicht hat Jessie ihm auch etwas vorgesungen.
Das kann schon sein. Du hast die beiden sehr lieb, oder?
E: Bis ins Weltall. Auch wenn manche Leute immer so komisch gucken, wenn sie sich auf der Straße küssen. Ich hab sogar mal einem doofen Mann die Zunge rausgestreckt. Ganz heimlich, weil er gesagt hat, dass man das nicht macht. Aber Verliebte machen das doch.
Du hast vollkommen recht, mit dem was du sagst. Was möchtest du den beiden Verliebten unbedingt einmal sagen?
E: ich hab euch gaaaaanz dolle lieb. 😘 ​Aber es wäre schön, wenn ihr nachts nicht immer so viel Fangen in eurem Zimmer spielen würdet. Ich kann da nicht schlafen.
Ich werde es den beiden ausrichten, wenn ich sie sehen, okay? Und nun darfst du zum Schluss noch etwas den Menschen da draußen sagen.
E: Okay, also wenn ihr mich und die beiden besser kennenlernen wollt, dann solltet ihr Livias Buch lesen. Denn da steht alles drin. Wie sich Kirian und Jessie verlieben, wie sie auch mal weinen und streiten, aber sich dann wieder vertragen. Und vielleicht versteht ihr dann auch, warum ich die beiden so doll lieb hab.

Dienstag, 17. März 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Verrat an der Loire von Catherine Duval


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Baron Philippe, um mit ihm über das Buch „Verrat an der Loire“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Avec plaisir, madame! Auch wenn ich schon wieder in einem neuen Fall stecke, habe ich mir unser Treffen gerne eingerichtet. Ich muss aber pünktlich zum Mittagessen weg. Bei Daniel im Café gibt es heute mein Lieblingsgericht.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ich bin Baron Philippe du Pléssis, 12. Duc de Cotignac. Den Titel "Duc" habe ich allerdings erst dazu bekommen, als mein Onkel Jean-Baptiste auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Während meines ersten Falls war das. Ich lebe seitdem abwechselnd auf meinem Schloss, dem Château de Cotignac, leider eine Dauerbaustelle, und in meiner Junggesellenwohnung in der Altstadt von Tours. Sie liegt in der Rue Colbert, einer belebten kleinen Straße mit vielen Restaurants, Cafés und Läden. Meine besten Freunde sind Daniel und sein Partner Eric. Sie haben das "Café du Roi", in dem ich mich sehr gerne zum Essen und Trinken aufhalte. Mein Beziehungsstatus? Kompliziert. Im Prinzip solo. Daniel meint, das sollte ich endlich mal in den Griff kriegen. Und Tante Aude will, dass ich heirate, natürlich am besten in adeligen Kreisen. Aber dafür habe ich keine Zeit - zu viele spannende Ermittlungen, zu viel gutes Essen und guter Wein.
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
In meinem nächsten Fall, "Verrat an der Loire", ermittle ich in den Wäldern von Schloss Chambord. Es geht um zwei Tote, angeblich Jagdunfälle, außerdem um einen mysteriösen wilden Hund. Und ein altes Geheimnis einer noch älteren Adelsfamilie. Aus ihr stammt eines der Opfer. Außerdem bin ich amourös, sagen wir mal, verwirrt...
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Autorin die schöne französische Lebensart und das Loiretal mit seinen Schlössern und der reichen Geschichte genauso liebt wie ich. Daher schätzt sie meine unkonventionellen Ermittlungsmethoden und wechselt zwischen leichtlebigen und düsteren Situationen ab.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Es gibt eine Szene, an der ich mit einem großen Jagdhund namens Bogey aneinandergerate. Bogey meint es gut, aber ich habe riesigen Respekt vor Hunden und außerdem eine relativ ausgeprägte Mysophobie. Das ist die Angst vor Bakterien und Krankheitserregern. Deswegen fand ich das gar nicht witzig. Meine Autorin allerdings hatte richtig Spaß beim Schreiben.
Was glaubst du, wie viel Catherine steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Wie oben schon gesagt, Catherine und ich haben viel gemeinsam. Allerdings steckt in ihr auch ein gutes Quäntchen von Commissaire Charlotte Maigret. Bis auf die Cowboystiefel.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Sie hat viel Sinn für Humor, was man auch in meinen Fällen merkt. Und sie beschäftigt sich lieber mit positiven Dingen. Daher schreibt sie auch keine Krimis, bei denen es um Gewalt oder Grausamkeiten an Kindern oder Frauen geht, sondern Cosy Crime. Und sie liebt natürlich Frankreich. Sie kennt sich wirklich gut aus, auch wenn sie nicht mehr dort lebt. Für ihre Bücher recherchiert sie sehr genau und ist ständig auf der Suche nach etwas Kuriosem, in "Verrat an der Loire" zum Beispiel gibt es eine außergewöhnliche Mordwaffe. Mit der Recherche dafür hat sie viel Zeit verbracht, anstatt sich mal um ihren Haushalt oder Garten zu kümmern. In akuten Schreibphasen lässt sie sich Tag und Nacht von uns Figuren begleiten und wirkt auf ihr Umfeld daher mitunter ziemlich geistesabwesend.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Meine Autorin hat sich einen Arbeitstitel ausgedacht, der mir persönlich gut gefallen hat. Ihr Verlag meinte aber, der sei für einen Thriller passender. Also hat er einen anderen Titel gewählt. Der hat ebenfalls einen sehr guten Bezug zum Inhalt des Buchs. Ich bin also zufrieden.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Schloss Chambord musste unbedingt aufs Cover, das finde ich gut. Da spielt schließlich die Geschichte. Das Bild könnte vielleicht etwas düsterer sein, aber so ist es auch schön. Der Wiedererkennungseffekt zu den beiden anderen Bänden der Reihe ist auf jeden Fall gegeben. Sie werden im Regal gut nebeneinander aussehen.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Schwierige Frage. Da gibt es so viele. Auf jeden Fall Tante Audes Satz: "Nirgends wird so viel gelogen wie auf Beerdigungen." Und meine eigene Aussage: "Ein guter Jäger verletzt nicht, sondern tötet." Klingt grausam. Aber das ist der Mörder ja auch.
Danke für das Gespräch.