Montag, 13. Juli 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Der rote Apfel von Anja Sander-Theis


 
Buchvorstellung einmal anders

Nach dem Autoreninterview drückt mir Anja ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das in letzter Zeit schon öfter passiert ist, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Der rote Apfel“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist sie weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Anke lächelt. »Sehr gerne. Wobei ich zugeben muss, dass ich etwas nervös bin. Normalerweise werde ich nicht interviewt.« Axel fällt ihr ins Wort. »Klar, Engel .... normalerweise interviewst du andere Menschen ungefragt.«
»Axel! Wir sind seit fünf Sekunden im Gespräch. Lass das!«
Eriks Stimme dringt zu uns durch. »Mama … sorry … er hat aber recht.«
Anke pustete. »Du auch noch?«
Herr Weidemann taucht wie aus dem Nichts auf. »Ich finde Ehrlichkeit grundsätzlich ein guter Einstieg.«
»Sie sollen hier gar nichts finden.«
»Zu spät.«
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Anke rümpft die Nase. »Das ist gar nicht so einfach. Schließlich besteht mein Leben aus einer Familie, die mich regelmäßig an den Rand des Wahnsinns treibt.«
»Und du sie.« Der Apfel zwinkert.
»Das ist nicht bewiesen.«
»Ich bin eine Geschichte über Familie, Schuld, Liebe, Erkenntnisse und die kleinen Katastrophen des Lebens.« Der Apfel bleibt sachlich.
Anke ergänzt. »Und über Menschen, die lernen müssen, dass sie nicht für alles und jeden verantwortlich sind.«
»Genau. Wobei manche etwas länger dafür brauchen als andere.«
Anke hebt den Zeigefinger. »Jetzt werde nicht frech.«
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Der rote Apfel blickt mich von unten heraus an. »Das ist eine interessante Frage. Ehrlich gesagt glaube ich, dass Anja sich in beiden Welten wohlfühlt. Sie lässt ihre Figuren lachen, lieben, und manchmal sich gegenseitig an die Gurgel gehen. Wobei … wenn ich wählen müsste, würde ich sagen, dass sie schwierige Situationen sogar bevorzugt.«
»Na toll. Das erklärt einiges«, fällt Pia ihm ins Wort.
»Sie ist neugierig auf das, was hinter den Fassaden steckt. Wenn Menschen ins Wanken geraten, wenn sie Fehler machen oder sich ihren Schattenseiten stellen müssen, dann kommt sie erst so richtig in Fahrt.«
Aus dem Hintergrund schleicht Erik näher zum Mikro. »Kann ich bestätigen. Das war teilweise anstrengend.«
»Teilweise?« Axel fühlt sich berufen sich einzumischen.
Der junge Mann zuckt mit der Augenbraue. »Gut. Oft.«
»Aber sie quält ihre Figuren nicht aus Bosheit. Sie glaubt nur, dass Menschen sich meist dann verändern, wenn das Leben unbequem wird.« Der rote Apfel verteidigt die Autorin mit Bravour.
Herr Weidemann kann sich nicht zurückhalten. »Eine Erkenntnis kommt selten auf einem Silbertablett daher.«
»Sie hätten das jetzt auch einfach beantworten können, ohne geheimnisvoll zu klingen«, knirscht Anke.
»Wo bliebe denn da der Spaß?«
Der Apfel wackelte mit dem Stiel. »Und genau deshalb hat die Autorin ihn erschaffen.«
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Anke antwortet fix. »Ja. Die Stelle, an der ich begreife, dass Schuld und Liebe nicht dasselbe sind. Mehr verrate ich aber nicht. Schließlich soll das Buch noch gelesen werden.«
Weißt du wie viel Anja tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
»Oh, das weiß ich ganz genau. Sie behauptet zwar gerne, dass wir alle frei erfunden sind, aber das ist höchstens die halbe Wahrheit. Ein bisschen von ihr steckt in fast jedem von uns.« Der Apfel beschwert sich. »Was ist mit den anderen?«
»Die haben ebenfalls etwas von ihr abbekommen. Manche ihre Stärken. Manche ihre Schwächen. Aber wer genau was bekommen hat, das dürfen die Leser gerne selbst herausfinden.«
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Anke antwortet als erstes spontan. »Neugierig.«
»Stur«, ertönt es.
Die Protagonistin verrollt die Augen. »Mensch Axel Schatz!«
»Hartnäckig«, stellt Erik fest.
Jetzt beginnt Anke laut zu lachen. »Und … sie ist fest davon überzeugt, dass Menschen mehr sind als ihre Fehler.«
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Der Apfel streichelt seinen Bauch. »Tatsächlich stand der Titel nicht von Anfang an fest. Aber je länger die Geschichte wuchs, desto deutlicher wurde, dass kein anderer Titel besser zu ihr passen würde. Ein Apfel ist schon sehr symbolträchtig. Du verstehst?«
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
»Never kill a running System.«
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Ich schloss die Haustür hinter mir und statt Putenbraten schlug mir der Geruch von Männerfaulheit entgegen.
Nun betritt die Autorin wieder das Zimmer und blickt mich ungläubig an. Scheinbar ist es selbst in Autorenkreisen nicht üblich, dass das Buch antwortet. Leise flüstere ich dem Buch noch zu: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«

Dann wende ich mich der Autorin zu. »Alle meine Fragen sind beantwortet, ich danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir.«

[Autoreninterview] Anja Sander-Theis


Autoreninterview
Anja Sander-Theis

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Anja Sander-Theis, lebe in der Pfalz, bin Ehefrau, Mutter, Pflegemutter und inzwischen auch Oma. Bevor ich Bücher geschrieben habe, war ich viele Jahre als Mediengestalterin und selbstständige Unternehmerin tätig.
Was fasziniert mich? Menschen und ihre Geschichten. Dabei stellt sich mir die Frage, warum wir so handeln, fühlen und denken, wie wir es tun und dabei auch manchmal die Kontrolle verlieren. Obwohl wir glauben alles im Griff zu haben. Wahrscheinlich schreibe ich deshalb über Figuren, die nicht perfekt sind. Jeder ist doch auf der Suche. Oder?
Humor gehört für mich dabei genauso zum Leben wie die schwierigen Zeiten. Wir müssen auch die schlechten Tänze tanzen können.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Schon in der Jugend schrieb ich Lyrik. Mit 27 Jahren mein erstes Buch. Das wurde aber nie veröffentlicht.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mein Debüt war ein Sachbuch über die Größte Herausforderung im Leben sich selbst zu lieben. Titel: „Endlich Mich“ 2024 erschienen.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Klar. Meine nächste Geschichte ist im Lektorat und weicht vom roten Apfel ab. Aber der Kern bleibt bestehen. Spiritualität, Humor und Persönlichkeitsentwicklung. Und natürlich schreibe ich zurzeit fleißig an einem neuen Frauenroman. Auch dieser handelt von einer Familienkrise.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Mein Leben fühlt sich für mich wie Urlaub an. Daher sage ich immer, wenn ich die Zeit zum Verreisen finde, dann brauche ich nur einen Ortswechsel. Zuhause sitze ich sonst ständig am Laptop und schreibe. Meine Familie ist meine Basis. Meine Hunde sorgen für meinen Auslauf. Auch beruflich kann ich sagen, tue ich genau das was mir besonders viel Freude bereitet. Ich sehe das als großes Glück.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Das hat in den letzten Jahren sehr gewechselt. Früher lass ich hauptsächlich Sach- und Fachbücher. Daher war mein Debüt wohl auch in diesem Genre. Zurzeit lese ich Ildiko von Kürthy. Wenn ich ihre Bücher lese, komme ich aus dem Lachen nicht mehr heraus. Genau das, was ich brauche, wenn meine To-Do-Liste überquillt und ich den Überblick verliere.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
 
Tatsächlich sehr unspektakülär. Auch mein Marketing zeigt immer meinen Wirkungsbereich. Wobei die Sitzposition und die Äpfel mehr aus werbetechnischen Gründen so von mir ausgewählt wurden. Normalerweise sitze ich anständig am Tisch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Jetzt bräuchte ich länger. 5:30h stehe ich auf und versuche um 22:00h ins Bett zu gehen. Tatsächlich reichen mir oft diese 16-17 Stunden nicht aus um alles, was in meinem Leben los ist unter einen Hut zu bringen. Beruf, Familie und das Schreiben. Auch habe ich neben den Hunden und dem Schreiben ein außergewöhnliches Hobby: Ich fahre einen gelben Sportwagen, weil ich zum Motorradfahren nicht tauge.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Das ist gleich. Ich mag ruhige Genre und brauche etwas zum Lachen. Belletristik.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Lebe Jetzt. Mehr braucht es nicht.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Kreta. Wahnsinns inspirierende Energie dort.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich liebe konstruktive Kritik. Kritik spornt mich an.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Weil ich generell autark lebe. Mit mir kann ich mich am besten auseinandersetzen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lebt euren Traum. Der kann sich ändern. Wenn er nicht jetzt funktioniert, dann ist das oft nicht verkehrt. Stelle sich einer vor, wenn all unsere Träume in Erfüllung gegangen wären? Heute bin ich froh, dass nicht immer alles eingetreten ist, was ich mir im Leben erträumt habe. Nichts ist so schlecht, dass es nicht für irgendetwas gut ist.

Sonntag, 12. Juli 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Hundert halbe Schritte - Willkommen am Kämpferhof von Jennifer Böhm

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Ella, um mit ihr über das Buch „Hundert halbe Schritte – Willkommen am Kämpferhof“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Hey! Ich danke dir für die Einladung zum Interview. Es ist schön, hier sein zu dürfen.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Klar doch! Hallöchen, ich bin Ella, 25 Jahre alt und komme ursprünglich aus Niederösterreich. Hauptberuflich war ich bis vor kurzem als Redakteurin eines Magazins tätig und wäre es bestimmt auch jetzt noch, wenn da nicht dieser dämliche Autounfall gewesen wäre. Der, der mir zwar zum Glück nicht mein Leben, aber leider mein linkes Bein gekostet hat. Seit diesem Tag bin ich einseitig Oberschenkel amputiert und habe einiges durchmachen müssen, um heute hier zu stehen.
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Alles beginnt mit meinem Unfall, durch den ich nicht nur mein Bein, sondern vor allem auch meine Lebensfreude verloren habe. Da ich nicht gut klargekommen bin, haben mich meine Eltern einfach gegen meinen Willen in die Kärntner Berge geschickt, besser gesagt in das Rehazentrum Kämpferhof. Dort habe ich schließlich Samu kennengelernt. Ein ziemlich mürrischer Kerl, wenn auch verdammt attraktiv, der mir zu Beginn den letzten Nerv geraubt hat. Und natürlich auch Bandito und Baxter, die zuckersüßen Alpaka-Zwillinge, die mein Herz im Sturm erobert haben. Zwischen den tiergestützten Therapien und einigen „interessanten“ Erlebnissen, hat sich da ein Funke entwickelt. Den Rest müsst ihr schon selbst lesen.
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Definitiv durch düstere und harte Situationen. Ich glaube mittlerweile, Jenny ist der Teufel in Person. Mich wundert jetzt noch, dass sie mich nicht gekillt hat.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Wenn ich jetzt sage, dass es die Szene ist, wo Alpaka-Bad-Boy Bandito sich mit mir anfreundet, ist Samu bestimmt angepisst. Deswegen behaupte ich jetzt mal, es ist die Stelle, wo „Tinkerbell“ mich dazu bringt, über meinen Schatten zu springen und die ersten Schritte ohne Krücken und nur mit der Prothese zu gehen. Das war so ein irres Gefühl.
Was glaubst du, wie viel Jennifer steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Ich weiß, dass sie Alpakas liebt, deswegen würde ich meinen, ein nicht unwesentlicher Teil. Außerdem ist Sarkasmus genau ihr Humor, der findet sich sowohl bei mir, als auch bei Samu in großer Menge. Eine ihrer Lieblingsbands kommt im Buch vor. Und einige der Aussagen von uns könnten eins zu eins so von ihr stammen.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Wenn Jenny nicht gerade teuflisch plant, uns mal wieder etwas grausames anzutun, ist sie eigentlich ein lieber Mensch. Sie hilft, wo sie nur kann, ist tierlieb und sehr humorvoll. Obwohl ich ihr einige Dinge bestimmt nie verzeihen werde, habe ich sie trotzdem ins Herz geschlossen.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Ha, im Vorfeld! Der war gut! Jenny hat gefühlt eeewig überlegt, bis ihr diese Idee gekommen ist. Die ursprünglichen Varianten waren grauenhaft. Die jetzige Version ist dann dadurch entstanden, dass Samu in einer Szene zu mir gesagt hat, es sind nur hundert halbe Schritte, die ich gehen muss, um mein Ziel zu erreichen. Da hat es klick gemacht.
Also Mitspracherecht hatte ich keines, es wurde eher auf Kosten meiner Unsicherheit so entschieden.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Nein, nicht zu 100%, eher zu 100000%. Ich liebe es! Hätte ich selbst nicht besser designen lassen können! Jenny hat gute Vorschläge gemacht und Irene, von @zitronenzart_buchdesign hat es super umgesetzt.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Ich würde nicht sagen „Lieblingszitat“, aber eines, über das ich immer lachen muss:
»Wenn du mich noch einmal Hook nennst, sage ich ab jetzt Tinkerbell zu dir. Willst du das?«
Der Beginn zweier Spitznamen, die sich fest im Alltag verankert haben.
Danke für das Gespräch.
Danke dir! Es hat so viel Spaß gemacht! Und an alle Bookies: wir lesen uns!

[Autoreninterview] Jennifer Böhm


Autoreninterview
Jennifer Böhm

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hey, mein Name ist Jennifer Böhm – gerne einfach nur Jenny genannt – und ich bin Autorin aus dem wunderschönen Burgenland in Österreich. Hauptberuflich arbeite ich eigentlich im Bereich der Buchhaltung und Lohnverrechnung in einer Steuerberatungskanzlei, daher sind die Bücher für meine eine Art Ausgleich zu den Zahlen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon als Kind gerne Geschichten geschrieben und nach meiner Matura in der Handelsakademie schließlich angefangen, an meinem größten Jugendtraum zu arbeiten: ein Buch schreiben. Mittlerweile schreibe ich seit etwa acht Jahren regelmäßig.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Insgesamt gibt es mittlerweile neun veröffentlichte Bücher von mit. Drei davon sind Romane: „Hundert halbe Schritte – Willkommen am Kämpferhof“, „Bet on Life – Glück auf Bewährung“ und „Like a Lion in the Storm.“ Dann gibt es auch noch zwei Kinderbücher und der Rest sind Kurzgeschichten.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, tatsächlich steht bereits das nächste Buch in den Startlöchern, eine cozy Summer-Romance, die Lust auf „Meer“ macht.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Schreiben natürlich! Und lesen oder spazieren gehen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Absolut! Ich liebe quasi alle Bücher von Colleen Hoover und Ayla Dade. Außerdem habe ich kürzlich die Liebes-/Dramaromane von Rebecca Yarros für mich entdeckt.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Seit mein Partner und ich letzten Herbst in ein Haus gezogen sind, habe ich ein eigenes Schreibzimmer. Dort steht ein gemütliches Schlafsofa drinnen mit vielen Pölstern und einer Decke. Da chille ich dann abends mit meinem Laptop und schreibe.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Wochentags ist 5:40 Uhr Tagwache. Vor der Arbeit gibt’s noch einen kleinen Spaziergang. Von 07:30 bis 16:30 bin ich in der Steuerberatungskanzlei. Zurück daheim wird gekocht und gemeinsam mit meinem Partner gegessen. Dann folgt der Haushalt, bevor wir oft noch einen gemeinsamen Spaziergang machen. Und ab etwa 20:30 wird für ca. zwei Stunden geschrieben. Dann gibt’s eventuell noch Netflix vor dem Schlafen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
In beiden Fällen Romance / New Adult
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein persönliches Lebenszitat stammt vom österreichischen Duo Pizzera & Jaus: „Nimm’s Leben net so tragisch“
Und ein Zitat aus dem Roman beschreibt meine Arbeit gut: „Auch halbe Schritte führen dich näher ans Ziel“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Neben meiner Heimat Österreich würde ich mal sagen Zypern. Einfach, weil es zwischen dem wunderschönen Meer und den Bergen so viel zu bieten hat. Die Menschen sind sehr herzlich dort und ich habe mich im Urlaub in dieses Land verliebt.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Konstruktive Kritik kann ich ziemlich gut annehmen. Aber wenn jemand mich oder meine Arbeit ungerechtfertigt kritisiert, nehme ich mir das schon ziemlich zu Herzen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Mein Debütroman ist in einem Verlag erschienen, wo ich allerdings nicht nur positive Erfahrungen gemacht habe. Deswegen wollte ich beim nächsten Roman einen Weg gehen, bei dem ich freier in meinen Entscheidungen bin und selbstbestimmt handeln kann.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Wann immer euch der Alltag zu viel wird, lasst euch von einem guten Buch in den Bann ziehen. Denn auch, wenn die Probleme dadurch nicht verschwinden, könnt ihr ihnen auf diese Weise für ein paar Stunden entfliehen. Lesen ist wie Medizin.

Freitag, 10. Juli 2026

[Schnipseltime] #maxton.on.ice - Heated Risk von Laura Lee Johnes


Hastig sprang ich auf, nachdem Paxton zuerst diesen komischen Blick bekam, den ich zunächst absolut nicht einordnen konnte. Irgendeine Mischung aus Schreck und … Tja, keine Ahnung. Als ob er den Blick weder abwenden wollte noch konnte. Erst kurz danach spürte ich etwas, was ich eigentlich bestimmt nicht spüren sollte. Davon abgesehen, konnte ich verdammt froh sein, dass mein Handtuch an Ort und Stelle blieb. Darunter sah es nicht viel besser aus.

Ich wusste nicht einmal, ob ich überhaupt erfahren wollte, was genau in dem Moment durch seinen Kopf ging. Zum Glück konnte er nicht in meinen hineinschauen. Oder unter mein Handtuch. Wobei auch mein verdammt schneller Herzschlag gewisse Rückschlüsse hätte zulassen können, der meinen Brustkorb sprengen wollte. Dafür genügte ein Blick in Pax‘ wunderschöne, grüne Augen. Auf seinen ehemals schlaksigen Körper, an dem sich mittlerweile zeigte, dass er auf dem Weg zum Erwachsenwerden war.

Im Gegensatz zu mir, der durch die lange Krankheit mit der Entwicklungsverzögerung zu Kindergartenzeiten immer noch haarlos war und massiv gegen Babyspeck ankämpfte, wie meine Mom es nannte, zeigte sich bei ihm ein Flaum dunkler Körperbehaarung. So dunkel wie seine pechschwarzen Haare waren. Vor allem an und unter den Armen, an den Beinen und, ja ich schämte mich fast es zuzugeben, sogar in seinem Intimbereich sah ich welche. Außerdem begann sich bei ihm der Anflug eines Bartes abzuzeichnen, den er meist Montagsmorgens vor der Schule abrasierte, um den Rest der Woche Ruhe zu haben. Sagte er zumindest; ich vermutete eher Faulheit dahinter, es öfter anzugehen.

Wie auch immer, ich reichte meinem besten Freund, dessen Körper auf dem besten Weg war zu dem eines Mannes zu werden, die Hand und half ihm aufzustehen.

„Danke dir, Kätzchen“, neckte er mich, wofür ich ihm mit dem Ellenbogen einen Knuff in die Rippen gab, in der Hoffnung, meine Verlegenheit damit zu überspielen.

„Ach, halt doch die Klappe“, murmelte ich, noch völlig aus dem inneren Gleichgewicht gebracht. Verdammt, wie schaffte er es nur, so cool zu bleiben? „Überleg dir lieber, welche Pizza es nachher sein soll. Du brauchst ja immer ewig zum Aussuchen“, neckte ich ihn.

„Ich sags ja, die beiden sind wie so ein altes Ehepaar“, stichelte Linus, während er seine Schuhe zuband.


[Buchvorstellung einmal anders] #maxton.on.ice - Heated Risk von Laura Lee Johnes


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Mav und Pax aus „#maxton.on.ice“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Pax: Hi und vielen Dank, auch im Namen von Mav, dass wir hier bei dir sein dürfen. Ich glaube, in einer solch entspannten Atmosphäre sind wir noch nie zu einem Interview eingeladen worden.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Mav: Gerne. Also ich bin Maverick Lewis, gebürtiger Kanadier und erst durch den Umzug mit meinen Eltern in die USA, wo ich Pax traf, zum Eishockey gekommen. Vorher war ich nur ein kleiner Fanboy.
Pax: Als Sohn vom großen Coach Adams aus den USA bin ich, Paxton, bereits in frühester Kindheit mit dem Hockeyvirus infiziert worden. Dass Mav auch Spaß daran fand, hat unserer Freundschaft echt gut getan und sie verstärkt.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Mav: Ihr dürft dabei sein, als wir uns kennenlernten und zu Teenagern heranwuchsen. Bis dahin traf man nie einen von uns ohne den anderen. Bis zu dem Tag, als ich ein hammergeiles Angebot aus Kanada bekam.
Pax: Damals habe ich echt riesigen Mist gebaut, was man auch auf dem Eis spürte. Ich bin froh, dass wir das irgendwann wieder in den Griff bekommen haben.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Mav: Keine Ahnung, ehrlich. Sie hat uns jedenfalls nichts geschenkt und ganz schön leiden lassen, bis zum Happy End. Okay, vermutlich hatte sie ihren Spaß daran.
Pax: Das Gefühl hatte ich ebenso. Ich bin nur froh, dass sie uns nicht nur leiden ließ.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Pax: Darf ich diesmal zuerst? Weil für mich gab es da nur einen, der zählt: Der Moment, an dem alles begann. Als wir uns zum ersten Mal im Garten trafen. Ohne diese Begegnung wäre alles andere nie passiert.
Mav: Also so betrachtet, gehört er bei mir auf jeden Fall unter die Top 3. Mir gefiel unser erster Kuss am besten. Als wir unsere Gefühle füreinander endlich zuließen.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Pax: Sie hat erzählt, dass Mav sehr viel von ihr hat. Laura war früher auch eher der schüchterne Typ. Und ich vermute, den Hang zum Kuscheln hat er ebenso von ihr. Nicht umsonst hat sie ihm ihren besten „Kuschelfreund“ geliehen.
Mav: Unsere Vorliebe für Pizza mit viel Käse haben wir mitbekommen! Und Pax‘ ihr manchmal aufbrausendes Temperament.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Mav: Leidenschaftlich, emotional, und mit viel Herzblut bei der Sache.
Pax: Stur, unnachgiebig und manchmal verdammt ungeduldig.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Mav: Ja, das hat sie mir mal erzählt. Die Titelsuche war nicht einfach, weil es einfach zu viele gab, die sich rund um Eishockey drehten, und es sollte natürlich etwas sein, was nicht schon mal vorkam oder viel zu ähnlich klang. Sie sprach mit ihrer besten Freundin darüber, sie haben ein bisschen hin und her gebrainstormt – und zack, „#maxton.on.ice“ stand fest!
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Pax: Oh ja, auf jeden Fall! Es spiegelt uns beide in einem innigen Moment, unsere Leidenschaft für Eishockey und in den Flaggen unsere Nationalitäten, was ja keine unwesentliche Rolle in der Story spielt. Den Titel finde ich so richtig peppig und aktuell im Stil.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Mav: Auf jeden Fall das hier, als Pax so völlig selbstverständlich sagte: „Awww, ich bin gerne heiß.“
Pax: Bei mir ist es das hier, als Mav es zugibt: „Paxton Adams, ich liebe dich auch.“
Danke für das Gespräch
Mav: Wir haben zu danken es war mal schön, ein Interview zu führen, dass sich nicht nur um den Sport dreht.
Pax: Dem kann ich mich nur anschließen. Immer nur den Fokus auf unseren sportlichen Leistungen zu sehen, geht einem irgendwann wirklich auf die Nerven. Daher auch von mir herzlichen Dank, liebe Claudia!

Donnerstag, 9. Juli 2026

[Protagonistensteckbrief] Elio und Livia aus Sonnenblumenküsse in der Toskana von Sara Pepe


Elio

Zurückhaltend
ehrgeizig
Bäcker
selbstständig
ruhig
dunkle Vergangenheit
Angst Nähe zuzulassen
knetet lieber Brotteig, als Smalltalk zu machen

Livia

Kreativ
fröhlich
liebt Eis & reisen
Influencerin
orientierungslos
auf der Suche nach Halt & Liebe
Das Handy ist immer griffbereit, um das perfekte Bild zu knipsen.