Dienstag, 21. April 2026

[Buchvorstellung einmal anders] RHoN - Folkhorror-Anthologie von Philipp Lohmann (Hrsg.)


 

Anthologievorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Autor und dem Herausgeber der Anthologie „RHoN“, um mit ihnen über das Buch und auch die ein oder andere Geschichte zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für die Anthologie zu antworten.
Matthias: Hallo. Sehr gerne.
Philipp: Grüß Gott, wie man hier sagt! Und ich denke, ich spreche für uns beide, ein dickes Dankeschön für die Gelegenheit, unser Projekt hier vorzustellen.
Könnt ihr uns die Anthologie in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Matthias: Die „RHoN“-Anthologie ist eine Sammlung von Folkhorrorgeschichten, die alle in einer fiktiven Dark-Fantasy-Variante meines Heimatlandkreises spielen, welchen ich als Hintergrund für das gleichnamige Pen & Paper-Rollenspiel „Rhon“ entworfen habe. Der Fokus liegt dabei auf sehr düsteren, (Stichwort: Grimdark) pseudo-mittelalterlichen Horrorgeschichten, wie man sie auch im Rollenspiel erleben kann.
Philipp: Wobei man hier etwas Entwarnung geben muss: Rhön-Fachwissen ist für „RHoN“ nicht nötig. Das Setting ist zwar regional inspiriert, aber offen genug gestaltet, damit es auch für die durchschnittlichen Dark-Fantasy-Mittelalter-Fans aus Norddeutschland oder Österreich völlig verständlich und unterhaltsam ist.
Jede Geschichte und jeder Autor ist anders. Jeder Charakter oder auch Wesen erlebt in seiner Geschichte so einiges. Wie wurde entschieden, welche Geschichte am besten in die Anthologie passt. Ob man eher ganz düstere oder leichtere Geschichten aufnimmt.
Matthias: Meine Richtung war ganz klar: Je düsterer, seltsamer und makaberer, desto besser. Das war meine eigene Vorgabe und auch meine Richtlinie bei allen Entscheidungen.
Philipp: Ich kann mich da nur anschließen, als Herausgeber musste ich aber auch ein wenig auf das Gesamtbild achten. Wenn es immer extremer wird, dann kann schnell ein Gewöhnungs- oder gar Abstumpfungseffekt eintreten. Natürlich war die schreiberische Qualität entscheidend, aber wichtig war mir auch eine gesunde Mischung aus verschiedenen Dark Fantasy- & Horror-Subgenres zu finden, damit man zwischendurch mal Luft holen kann, bevor der nächste große Schocker kommt. Zudem, und da waren Matthias und ich direkt von Anfang an auf einer Linie, haben wir offensichtlich KI-generierte Geschichten direkt ausgesiebt.
Habt ihr Lieblingsstellen aus der Anthologie, die ihr uns gerne vorstellen würdest?
Philipp: Da muss ich direkt „Der Bergsee“ von Jan Ritterfeld nennen, generell eine DER Nachwuchstalent-Entdeckungen dieser Anthologie. Das mag jetzt ein sehr persönlicher Grund sein, aber die Geschichte rund um einen magischen Kindstausch hat mich als Jungvater ordentlich getroffen, obwohl sie im Verhältnis sehr harmlos ist.
Matthias: Es fällt mir ungemein schwer, Lieblingsstellen zu nennen, weil dies eine so subjektive Entscheidung ist und ich auch niemanden wirklich bevorzugen will. Daher will ich jetzt eher ein paar Stellen nennen, die mir spontan einfallen: Ich mag zum Beispiel in „Die Fliehburg“ den Einsatz der Trommel. Wie sie das erste Mal erklingt. Das geht schon gut durch Mark und Bein. Oder auch die Berichtsform in „Heulende Nacht“. Ist zwar jetzt weniger eine Stelle, sondern eher ein Stil, aber ich mag diese Art und Weise, weil sie mich sehr an die Geschichten von H.P.Lovecraft erinnern, der für mich bei der Entwicklung von Rhon als Setting eine große Rolle gespielt hat. Und ich will noch den Storytwist in „Die Räuber“ nennen, ohne jetzt spoilern zu wollen. Das fand ich schon ziemlich gut und schön „gory“. Ein Moment, der mich gut gecatcht hat.
Wie viel Zeit steckt in der Anthologie, bis sie tatsächlich fertig war?
Matthias: Die Frage überlasse ich mal voll und ganz Philipp in seiner Funktion als Herausgeber.
Philipp: Sehr viel mehr, als ich jemals erwartet habe ;-) Zu Beginn war es tatsächlich gar nicht viel Arbeit für mich, egal ob Ausschreibung, Geschichtenauswahl oder Verträge, das konnte man jeweils alles mal an einem freien Nachmittag machen. Und Lektorat & Layout waren auch an einen Profi ausgelagert, also bis hierhin wirklich relative Ruhe. Aber nun, sagen wir mal so einen Monat vor Release, stieg das Arbeitspensum dann doch stark an. Alles nochmal kontrollieren, Anfangen mit Social Media, Presseanfragen, die Vorbereitung der Buchpremiere auf dem Marburg-Con und mein persönlicher Endgegner, das Setzen des eBooks – Ich will nicht übertreiben, aber die letzten zwei, drei Wochen habe ich nahezu jede Nacht bis 2 oder 3 Uhr morgens dran gesessen. Hier ein dickes Dankeschön an meine Freundin, dass sie mir da tapfer den Rücken freigehalten hat <3
Wie würden dich die Geschichten als Herausgeber beschreiben?
Matthias: Dass ich wahrscheinlich ein ziemlich kranker Bastard bin (lacht). Nein. Aber mal im Ernst. So schlimm es doch gar nicht. Die Geschichten haben ein gutes Spektrum; von Dark Fantasy über Grusel bis hin zu Gore. Das finde ich schon recht gut und deckt einen Teil von mir – jenen, der Rhon entworfen hat – schon sehr gut ab.
Philipp: Du bist aber auch der netteste kranke Bastard, den man sich vorstellen kann (lacht ebenfalls). Aber Spaß beiseite, ich denke, die Geschichten würden mich als neugierig beschreiben. Ich bin eigentlich gar kein Horror-Fan, aber für die Anthologie bin ich mit staunenden Augen und offenem Herzen einmal quer durch alle möglichen Horror-Subgenres gewandert, völlig unvoreingenommen. Und da habe ich dann die ein oder andere Perle entdeckt, die mir sonst vielleicht verschlossen geblieben wäre.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Zusammenstellens ergeben?
Matthias: Der Titel stand von Anfang an fest. Die Anthologie ist der Vorbote für das Pen & Paper-Rollenspiel Rhon. Natürlich hätten wir da noch irgendwelche ausschweifenden Titel hinzufügen können. Am besten noch einen Untertitel, wie man es von deutschen Filmtiteln kennt, weil das so gar nicht cringe ist... Aber persönlich stehe ich eher auf kurze, prägnante Titel, die neugierig und Lust auf mehr machen. Und „Rhon“ klingt recht nett. Ein wenig wie der Name eine Black-Metal-Band: Kratzig, kalt und sperrig. Und sowas finde ich durchaus spannend.
Philipp: Der Titel stand von Anfang an fest, lediglich die Schreibweise hat sich etwas geändert. Durch ein Missverständnis mit dem Layouter wurde aus „Rhon“ dann „RHoN“ - Was in unserer Hashtag-geprägten Zeit gar nicht mal so verkehrt ist, denn so kann man die Produktlinien als Fan später mal gut auf Social-Media an der Schreibweise unterscheiden: #RhonRPG für das Rollenspiel und alles drumherum, #RHoN für die Anthologie und später die Literatur-Schiene.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Matthias: Das Cover ist im Grunde das gleiche wie beim Rollenspiel. Auch hier mag ich es eher schlicht und einfach, was ich auch oft edler finde als irgendwelche Farb- und Detailexplosionen, die vom Wesentlichen ablenken. Zumal ein schlichtes und einfaches Cover das Problem der Bildersuche, des Arrangements und möglicher Lizenzgebühren sehr gut löst. Auch hier bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: Den Inhalt.
Aber ich bin auch nie 100%ig mit irgendwas zufrieden. Perfektion gibt es im Leben nicht und kann auch nicht erreicht werden. Daher versuche ich lieber mit weniger zufrieden zu sein und dafür etwas zu machen, als bei dem Versuch perfekt zu sein und Fehler zu vermeiden auf der Stelle zu verharren.
Zum Abschluss würde mich noch deine Lieblingszitate aus dem Buch interessieren.
Matthias: „Der Westwind hat noch nie Gutes gebracht.“ Das ist so ein markanter Satz und steht wie ein schwarzes Monument für „Rhon“ und die Anthologie. Und – natürlich auch – „ZCCCHHHH KSSSHHH!“ (lacht)
Philipp: Tatsächlich ist es die Kurz-Vita von Julian Grede, die ich so herzerfrischend ehrlich finde: „Schreibt Kurzgeschichten. Veröffentlichungen: keine. Motivation: hoch. Zweifel: ebenfalls. Beides treibt den Text zuverlässig voran.“
Danke für das Gespräch.

Montag, 20. April 2026

[Reiheninterview] Saiten-Umbruch von Melanie Dommenz

 


Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit Niklas und Rosalie, seiner Mutter, und ihrer Autorin Melanie Dommenz, um mit ihnen über die Reihe „Saiten-Umbruch“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über die Reihe zu reden.

Meli: Danke das du dir die Zeit nimmst.
Könnt ihr uns die Reihe, bestehend aus den Teilen „Ein richtig mieses Date“, „Dreck auf der Seele“ und „Liebe geht nicht verloren“ mit wenigen Worten vorstellen?
Niklas: Im Kern geht es darum, dass ich großen Mist baue, und der Leser darf uns begleiten, wie ich die Kacke ausbade.
Rosalie: *vorwurfsvoll* Niklas!
Niklas: *lächelt amüsiert* Ist doch so.
*jetzt wieder ernst* Familie, Freunde, Liebe, Sex, Erwachsenwerden, Verantwortung tragen, Trauma Verarbeitung, Musik, sind alles starke Themen, die in der Buchreihe im Vordergrund stehen.
Ihr als Charaktere wachst mit euren Aufgaben, entwickelt euch weiter, besteht so manche Situation. Was glaubt ihr? Fällt es der Autorin leichter euch durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Rosalie: Die Geschichte ist zeitweise heftig und geht emotional sehr tief, weil sie so nah an der Realität ist. Meli möchte das die Leser innehalten und nachdenken und sich selbst Fragen stellen. Dennoch bleibt das Lesevergnügen durch Spannung und Humor erhalten. Ich finde sie hat es gut dosiert.
Niklas: Wir alle werden von ihr ordentlich gefordert, aber ihr sitzt auch der Schalk im Nacken. Die Leichtigkeit kommt zurück und sie gibt uns ein tolles Happy End. Ich denke die schwierigen Situationen sind nötig um eben die Entwicklungen in den vielen Bereichen zu zeigen.
Habt ihr Lieblingsstellen in der Reihe, die ihr uns gerne vorstellen würdest?
Rosalie: *schaut liebevoll zu ihrem Sohn* Das Frühstück bei mir in der Küche in Band 3.
Niklas: *frech* Jede einzelne Stelle bei der ich David hochnehmen kann :-)
Meli: Das letzte Kapitel von Band 3 ist mein absoluter Favorit.
Jetzt eine Frage direkt an die Autorin: Wie viel echte Melanie steckt in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
In jeder Figur lebt ein kleiner Funke von mir. Freunde, die es gelesen haben, meinten oft: „Ich konnte hören, wie du das sagst.“ Und die Buchreihe besteht aus Realität und Fiktion. Einiges durfte ich erleben, anderes ist erfunden.
Wie würdet ihr als Protagonisten die Autorin beschreiben?
Rosalie: Gelassen, diszipliniert, liebevoll, führsorglich
Niklas: Fies, pedantisch, …
*bekommt einen Klaps von seiner Mutter* Niklas: Hey, sie hat mir ein Trauma aufgehalst! Zu den guten Dingen wollte ich gerade kommen. Also: Lustig, verständnisvoll, bestärkend,
Wisst ihr, als Hauptcharaktere, wann die Idee stand eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben deine Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Meli: Die Idee daraus eine Reihe zu machen kam vom Verlag. Für mich war es nur ein Buch…mit 730 Seiten :-) Als „Fantasy“ Leser ist diese hohe Seitenzahl für mich nichts Ungewöhnliches. Aber im Bereich Romance wohl eher unüblich.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Meli: Das Manuskript hatte schon immer den Arbeitstitel Saiten-Umbruch. Die Untertitel kamen nach und nach mit den Veröffentlichungen, in Absprache mit dem Verlag.
Wer ist denn der Coverdesigner?
@daylinart
Seid ihr mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Rosalie: Ich liebe jedes davon.
Niklas und Meli nicken heftig!
Meli: Sie sind perfekt.
Danke für das Gespräch.
Meli: Wir haben zu danken für deine Arbeit.

Sonntag, 19. April 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Heiratsschwindler to go von Eva Lucia Bolsani


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Dayo und Silas aus „Heiratsschwindler to go“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Dayo: Das wird so ein Spaß! Ich habe noch nie ein Interview gegeben, weil … egal. Ich bin so aufgeregt!
Silas: Wenn es dir Freude macht. Aber, nun ja, wäre es vielleicht möglich, dass es nicht in den USA erscheint?
Dayo: Claudias Blog ist auf Deutsch, ich denke, das geht klar.
Silas: Gut.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Dayo: Aber natürlich! Ich bin Dayo Prince, stolzer Besitzer eines VW-Busses und Yoga-Instructor. Achtsamkeitsübungen können wir auch machen, wenn du magst, das ist vielleicht sogar besser für ein Interview. Ich habe ein Faible für Eska Water und Poke-Bowls – beides leider schwer aufzutreiben, wo ich jetzt wohne – und ich bin definitiv der Charmantere von uns beiden.
Silas: Silas Mercier. Ich schnitze Holzfiguren und lebe am Meer.
Dayo: Er ist auch der Charmantere von uns beiden. Hab’ ich das schon gesagt?
Silas: Du hast das Gegenteil gesagt.
Dayo: Ich habe meine Meinung geändert.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Dayo: Ein liebenswerter Mann kommt in ein verschlafenes Küstenstädtchen und trifft auf einen mürrischen Einsiedler mit einer Schrotflinte. Er findet eine Freundin und ein Bild mit Katze. Dann lernt er kochen und geht in einen Pool. Es gibt eine Verfolgungsjagd, Missverständnisse, aber vielleicht ein Happy End. Mehr verrate ich nicht.
Silas: Ein Fremder parkt seinen Bus in meinem Garten.
Dayo: Das war nur ein Satz!
Silas: Aber der sagt schon alles.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Dayo: Definitiv. Ich habe das Gefühl, sie lacht sich manchmal schlapp, während sie tippt. Besonders wenn ich in Schwierigkeiten gerate. Was ich übrigens unfair finde, denn ich bin eigentlich ein sehr unkomplizierter Mensch.
Silas: …
Dayo: Silas?
Silas: Ich überlege, wie ich das höflich formulieren soll.
Dayo: Und?
Silas: Sie hat eindeutig Freude daran.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch? 
Dayo: Oh, da gibt es einige! Die im Pool, oder im Penthouse, als ich höre … aber das ist noch geheim, glaube ich. Oder der Moment in Silas’ Atelier … ja, das ist eindeutig die beste Stelle, oder, Silas?
Silas: Das erste Butter Tart.
Dayo: Das ist deine Lieblingsszene?! Nach allem, was vorgefallen ist??
Silas: Es war ein gutes Butter Tart.
Dayo: Claudia, schreib einfach, Silas' Lieblingsstelle ist die im Atelier. Er traut sich nur nicht, es zuzugeben.
Silas: …
Dayo: Silas?
Silas: Das Butter Tart war wirklich perfekt.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Dayo: Ich glaube, wir müssen all das machen, was sie gerne machen würde. Zum Beispiel in einem VW-Bus durch die Welt reisen.
Silas: Ich weiß nicht, immerhin hat sie schon mehrere Bücher fertiggeschrieben, ganz im Gegensatz zu einer anderen Person, die ich jetzt nicht nennen möchte …
Dayo: Aber sie weiß, wie es ist, schreiben zu wollen, und mehr zu löschen als zu tippen!
Silas: Und wie es ist, allein zu sein. Also, steckt wohl sehr viel von ihr in uns.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Dayo: Sie ist kreativ, und sie hat eindeutig einen hervorragenden Geschmack. Ich bin schließlich ihr Werk!
Silas: Sie ist geduldig.
Dayo: Das versteht sich von selbst. Sonst hätte sie dich kaum erfinden können.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Dayo: Der ist eine bodenlose Frechheit. Keine Ahnung, wie sie auf so etwas kommt!
Silas: Nun, ich finde ihn ganz amüsant.
Dayo: Nur um das hier festzuhalten: Erstens, mich hat niemand gefragt, und zweitens stimmt das nicht. Ich war noch nie verheiratet. Nicht mal verlobt.
Silas (leise): Aber … würdest du gerne?
Dayo: (sprachlos)
Silas: Nächste Frage, bitte.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Dayo: Silas sollte lächeln, er hat so ein schönes Lächeln. Aber wahrscheinlich existiert kein Foto, auf dem er das tut.
Silas: Ich verstehe nicht, warum der Leuchtturm drauf sein muss. Das wird womöglich noch mehr Touristen anlocken.
Dayo: Er tut nur so grummelig, Claudia … in Wahrheit ist seine größte Angst, dass die Gäste ihm alle Butter Tarts wegfuttern.
Silas: Zum Glück sind die wenigstens nicht drauf.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Silas: Bluewater Cove – Where Dreams Set Sail!
Dayo: Ach nö! Das ist doch Werbung aus einem Tourismusprospekt, kein Zitat.
Silas: Aber … es ist wahr geworden.
Dayo: (lange Pause): Okay, wir nehmen das.
Danke für das Gespräch
Dayo: Wir danken dir, Claudia! Und natürlich allen, die das hier lesen. Ohne Buchbloggerinnen wie dich würden Bücher wie unseres einfach in der Versenkung verschwinden! Also, vielen lieben Dank für deine Mühe, auch im Namen von Eva Lu.
Silas: Danke.
Dayo: Mehr hast du nicht zu sagen?
Silas: Dafür dürfte Claudia keine Schwierigkeiten haben, den Kern meiner Aussage zu erfassen.
Dayo: Ich glaube, wir brauchen beide dringend ein Butter Tart.
Silas: Auf Wiedersehen.
Dayo: (seufzt) Auf Wiedersehen, Claudia. Es war uns ein Vergnügen!

Samstag, 18. April 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Woodhaven 9 - Verboten und doch so süß von Kady Burton


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Flora und Dean aus „Woodhaven 9 - Verboten und doch so süß“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Dean: Ich wurde gezwungen. Na ja, vielleicht wurde ich auch mit einer Haggis-Pizza bestochen. Also … ich bin käuflich. Irgendwie.
Flora: Ich bin freiwillig hier, weil schließlich jemand dafür sorgen muss, dass er (deutet schmunzelnd auf Dean) keinen Unsinn erzählt.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Flora: Hi, ich bin Flora und ich lese zu viel, grübel zu viel und verliebe mich wahrscheinlich in den falschen Mann. (nuschelnd – eventuell habe ich mich längst verliebt, aber pssst). Ach ja, und ich trage meistens Schwarz, wobei mein Herz natürlich deutlich weniger düster ist, als viele glauben.
Dean: Dean. Werft, Verantwortung, zu wenig Schlaf. Und offenbar der schlechteste Babysitter der Welt … wobei ich diese Bezeichnung immer noch strikt ablehne.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Dean: Das grenzt an Arbeit (grinst). Ein Mann, der weiß, dass er Abstand halten sollte. Eine Frau, die ihm diesen Abstand unmöglich macht (dabei schielt er demonstrativ Richtung Flora). Ein Haus mit definitiv zu vielen Türen ohne Beschriftung. Zu viele Gedanken. Und Gefühle, die verdammt nochmal nicht erlaubt sind.
Flora:
Es ist die Geschichte darüber, wie man sich hoffnungslos in jemanden verliebt, den man nicht lieben sollte, weil es der beste Freund des Bruders ist. (Wangen werden tiefrot)
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Dean: Dessen bin ich mir ziemlich sicher, sie lacht dabei. Laut. Ich habe es gehört.
Flora: Sie hat uns in ein Badezimmer gesteckt. Nackt. Also ich war nackt. Schätze, das beantwortet die Frage ausreichend. (verzieht dabei das Gesicht, bevor sich doch ein Kichern löst)
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Flora: Alles, was leise ist. Ich liebe die Momente, in denen nichts gesagt wird und trotzdem alles irgendwie da ist. Und vielleicht auch die Szene, in der mein Schweinchenpyjama ihn ein bisschen aus dem Konzept bringt.
Dean: Die Momente, in denen sie lacht. Und die, in denen ich vergesse, dass ich sie eigentlich nicht ansehen sollte.
Beide fangen plötzlich an zu lachen, sagen gleichzeitig nur ein Wort und sehen sich dabei viel zu lange an - Popcorn
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Flora: Wahrscheinlich zu viel. Diese ganzen Gefühle kommen nicht von ungefähr, vielleicht habe ich sogar meinen Hang zu dunkler Poesie von ihr.
Dean: Unsere Autorin ist auch für das Chaos verantwortlich. Definitiv.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Dean: Ich werde mich dazu nicht äußern.
Flora: (schüttelt den Kopf über Dean) Romantisch und ein kleines bisschen sadistisch.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Dean: Mitspracherecht? Ich wurde nicht mal gefragt, ob ich in diese verdammte Geschichte einziehen will.
Flora: Der Titel passt leider viel zu gut. Hätte sie mich jedoch gefragt, wären mir bestimmt einige poetischere Worte eingefallen. (klopft dabei mit den Finger auf das Buch von Edgar Allan Poe)
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Flora: Ich liebe es, zudem fühlt es sich wirklich nach uns an. Ein bisschen weich, ein bisschen intensiv. Und ich liebe den Popcornbecher.
Dean:
Ich hätte vielleicht ein bisschen weniger Herzklopfen draufgepackt. Gut, die Rosen passen, immerhin habe ich sie Flora geschenkt. Also ja, es passt.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Flora: „Nicht jetzt. Versiegle meinen Mund mit tausend Schattenküssen, auf dass mein Herz dich nie vergesse.“ Oder hier das. „Doch wir liebten mit einer Liebe, die mehr war als Liebe.“ Hach, ich kann mich nicht entscheiden. (Lacht und blinzelt verstohlen zu Dean hinüber)
Dean:
„Die Nacht verfluche mein Herz, aber du bist das Einzige, was ich je ohne Zweifel wollte, Flora.“ (auch er sieht Flora an, räuspert sich dann und konzentriert sich dann auf ein imaginäres Steinchen, das er mit dem Fuß wegkickt)
Danke für das Gespräch
Dean: Danke dir. Ich geh dann wieder Abstand halten.
Flora: Ich danke dir, dass du uns hast zu Wort kommen lassen. (sieht sich um und flüstert dann leise) Er ist gleich wieder da, denn er ist nämlich nicht besonders gut im Abstand halten.

Freitag, 17. April 2026

[Wusstest du schon, dass] Steamboat Springs aus dem Buch Welcome to Steamboat Springs von Daisy Bale

 


Wusstest du schon, dass ...

... Steamboat Springs eine Stadt im US-Bundesstaat Colorado (USA) ist?

... der Ort Spitznamen hat? Diese lauten Ski Town USA oder The Boat

... die Stadt am Fuße der Park Range, also einem Teilgebirge der Rocky Mountains liegt?

... der Ort einer der populärsten Wintersportorte der Vereinigten Staaten ist?

... die Region um Steamboat Spring ursprünglich von den Ute-Indianern besiedelt wurde, die in den Tälern jagten, sich im 19.Jahrhundert die ersten Trapper (Pelztierjäger) ansiedelten und dann die ersten Viehzüchter folgten?

... 1913 der Norweger Carl Howelsen die erste Sprungschanze bauen ließ?

... der "Winter-Karneval", eine bis heute noch alljährliche Veranstaltung mit Schirennen und Schispringen, Schlittenhundfahrten und Lichtershows am Mount Werner und dem Howelsen Hill durchgeführt wird?

... 1970 eine Gondelbahn zum Mount Werner gebaut wurde? Es war die weltweit letzte in Betrieb genommene Anlage nach dem Bell/Wallmannsberger System.

... 1977 die 1. Special Olymics in den Disziplinen Ski Alpin, Schilanglauf und Einkunstlauf veranstaltet wurden?

Donnerstag, 16. April 2026

[Rotagonisteninterview] Daniele aus Die Route - Kühn und Molinari ermitteln von Claudia Raute

 


Protagonisteninterview mit Daniele


Ich treffe mich heute mit Daniele aus dem Buch „Die Route – Kühn und Molinari ermitteln“ von Claudia Raute.

Hi, schön, dass sie heute Zeit finden, ein wenig mit mir über das Buch zu sprechen.

Einen wunderschönen guten Tag wünsche ich Ihnen, Frau Stadler. Danke, dass ich hier sein darf.
Wie geht es Ihnen heute?

Sehr gut, danke der Nachfrage. Auch in Husum ist jetzt der Frühling angekommen, und das genieße ich sehr.
Würden Sie sich meinen Lesern vorstellen?

Sicher. Ich bin Daniele Molinari, vierundvierzig Jahre jung und habe zur Hälfte deutsche Wurzeln. Meine Mutter ist gebürtige Italienerin. Ich habe lange für die italienische Polizei gearbeitet. Bevor ich nach Husum gekommen bin, als verdeckter Ermittler.
Was ist Ihr höchstes Lebensziel?

Ein friedliches Leben mit dem Menschen, den ich liebe – meiner Sabine.
Wie kann man sich Ihren ganz normalen Alltag vorstellen?

Ich unterstütze Sabine und die Husumer Kriminalpolizei mehr oder weniger aus dem Hintergrund. und wieder zieht es mich inkognito aber auch nach Italien. Es gibt da so einen Fall …
Welche Stolpersteine und Hoppalas würden Sie gerne aus Ihrem Leben eliminieren?

Ich würde gerne nicht mehr von der italienischen Müllmafia verfolgt werden, um endlich wieder frei leben zu können. Aber ich fürchte, dieser Wunsch ist Utopie…
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, wie würden Sie ihn verwenden? 

Siehe die Stolpersteine. Ich wünschte mir, ich könnte ohne Angst mit Sabine quer durchs Land reisen und müsste nicht immer Augen und Ohren in alle Richtungen offen halten, weil ich entdeckt werden könnte.
Herzlichen Dank für Ihre Zeit.

Ich danke Ihnen für die Fragen und das charmante Interview.

Mittwoch, 15. April 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Der Untergang Ijaras - Stahl und Asche von Malte Schiefer


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Helgrin und Vaspart aus „Der Untergang Ijaras – Stahl und Asche“, um mit ihnen über das Buch und ihren Autor zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten. Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Helgrin: Ich bin Helgrin, die Tochter des Schmieds. Ich lebe in Hügelheim, einem Dorf am Rande des Dunkelwaldes.
Vaspart: Ich bin Vaspart, Aurator und damit Finanzermittler aus Ijaria, der Hauptstadt des Freien Reiches.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Helgrin: Meine Geschichte handelt von meinem Leben in Hügelheim. Ich bin dort ausgegrenzt – aber ich möchte dazugehören! Alle nennen mich Dämmerling, weil ich keine Mutter habe. Und dann ist da Astrin – ich glaube, mein Vater ist in sie verliebt, aber ich mag sie nicht besonders. Oder vielleicht doch? Irgendwie finde ich sie verdächtig.
Vaspart: Meine Finanzermittlungen bringen mich genau in die Gegend, wo Helgrin wohnt. Ich bin auf der Spur von etwas, was eine Verschwörung gegen den König sein könnte. Aber, um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, worauf ich mich da einlasse, auch wenn ich glaube, alles im Griff zu haben.
Glaubt ihr, macht es dem Autor Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Helgrin: schweigt dazu.
Vaspart: Nun, das glaube ich nicht. Ich muss annehmen, dass er keine andere Wahl hatte. Anders ist das sonst nicht zu erklären.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Helgrin: Am Ende lerne ich jemanden kennen, der mir sehr wichtig wird.
Vaspart: Ganz am Anfang kehre ich von der Arbeit zurück nach Hause und treffe auf meine Frau. Das ist, wie ich leider sagen muss, der einzige Moment, den ich als Lieblingsmoment bezeichnen kann. Der Rest wird dann doch eher … nunja.
Was glaubt ihr, wie viel von eurem Autor steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Helgrin: Ich glaub' viel. Aber ich kann nicht sagen, was.
Vaspart: Wünschen kann man es ihm nicht unbedingt. Aber irgendwo muss das alles ja herkommen, nicht wahr? Immerhin hat er auch die Nebenfiguren geschrieben, und auch die decken eine ziemliche Bandbreite ab.
Wie würdet ihr euren Autor beschreiben?
Helgrin: Er ist die ganze Zeit bei uns geblieben.
Vaspart nickt: Ja, das kann man dann wohl so sagen. Das zumindest.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Vaspart: Er plottet ja alles durch, daher wird er ihn wohl schon gewusst haben. Mir jedenfalls war er zu keinem Zeitpunkt bekannt. „Stahl und Asche“? Vielleicht hätte der Titel mich hellhörig werden lassen.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Helgrin: Sie ist darauf. Auf dem Pferd.
Vaspart: Ja, warum ausgerechnet sie? Am Anfang als ich es gesehen habe, dachte ich, ich sollte das sein. Das wäre auch mehr in meinem Sinne gewesen. Aber ja, passend ist das schon, irgendwie, immerhin spielt sie für uns beide eine Rolle.
Helgrin: Und der Hammer gehört mir.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Helgrin: „Arme und Füße baumelten aus dem Wagen. Dann, ganz langsam, schob sich ein Gesicht nach vorn. Ein ernstes Gesicht, dachte Helgrin sofort, ein stilles Gesicht. Sie trat noch näher an den Wagen heran, und jetzt sah sie, dass das Mädchen scharfe Gesichtszüge hatte und langes schwarzes Haar, das zu einem Zopf geflochten war.“
Vaspart: „Es war die Mauer Ijarias, aus ihrem strahlend weißen Stein, hoch und erhaben, unbezwingbar. Fern im Osten ging gerade die Sonne auf und schickte ihre Strahlen über das weite Land. Ein warmer Wind wehte ihr über das Gesicht, und sie sah, wie die weißen Steine im Licht der aufgehenden Sonne aufleuchteten. Aber das hier war keine Erinnerung, nichts, was sie erlebt hatte, das wusste sie. Das hier war …“ Hier muss ich abbrechen, alles andere würde leider zu viel verraten.
Danke für das Gespräch