Freitag, 31. Juli 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Kill my Pain - Dunkle Seelenverwandte von Ivy Lang


 

Buchvorstellung einmal anders

Nach dem Autoreninterview drückt mir Ivy ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Kill my Pain – dunkle Seelenverwandte“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist sie weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. Doch da kommt die Autorin wieder in den Raum und setzt sich zu uns.

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Buch: Klar, gerne. Legen wir los.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Buch: Endlich darf ich auch mal zu Wort kommen. Ivy hat Euch ja schon viel erzählt.
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Buch: Ich entstand aus einer eigentlich viel düsteren Idee – einer sehr toxischen Geschichte, die Ivy mal ausprobieren wollte. Aber sie hat sich dann dazu entschlossen, nicht dem Trend zu folgen und die Romance immer krasser zu erzählen. In mir begegnen sich zwei völlig unterschiedliche Menschen auf Augenhöhe. Die Protagonistin Sophie ist eine Frau des Gesetzes, die durch den Mord an ihrem Vater komplett aus der Bahn geworfen wird. Sie lässt sich mit einem kriminellen Mann fürs Grobe (Cent) ein, um den Mörder zu finden, weil sie sich rächen will. Diese dunkle Seite an ihr bricht hervor, während der Cent ihr irgendwann einfach nur helfen will. Sie sind wirklich „dunkle Seelenverwandte“.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genau so?
Buch: Ivy schreibt am liebsten Dialoge, glaube ich. Kommt von Drehbuch schreiben, was sie früher gemacht hat. Sie schreibt schon gerne düstere Settings. Am schwierigsten waren wohl die Kampfszenen.
Ivy: Oh, ja. Dazu habe ich mir sogar Fachliteratur besorgt. (Ich empfehle hier „Fight.Write.“ von Karla Hoch). Abgesehen davon gibt es eigentlich keine Situation, bei der besondere Schwierigkeiten habe beim Schreiben. Wenn ich mal im Flow bin, dann geht es einfach. In diesem Roman allerdings hatte ich ein Problem. Die Protagonisten reden nicht viel bzw. teilen sich viel mit Blicken und non-verbalen Ausdrücken mit. Das war im Lektorat die Hölle, die ganzen Wortwiederholungen wie „schaute“, „blickte“, „Augen“ etc. auszumerzen.
Buch: Stimmt. Das war ein ganz schöner Krampf.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Buch: Meine Lieblingsstelle ist Sophies und Cents erste Begegnung. Sie hält ihn zunächst für den Mörder und vereinbart ein Treffen unter dem Vorwand, ihm einen Auftrag geben zu wollen. Sie treffen sich spät abends in einer Kirche, die wegen Renovierungen gerade geschlossen ist. Sophie hat irgendwie einen Plan, der praktisch voll in Hose geht, sie konfrontiert ihn, aber Cent lässt sie gehen. Er ist gar nicht der Mörder ihres Vaters und auch nicht so bösartig, dass er ihr etwas antun würde. Diese Erkenntnis verstört Sophie erst einmal total. Ein super Auftakt für das, was noch folgt – sie wird Cent noch ganz anders kennenlernen.
Ivy: Ich mag die Szene auch sehr. Meine persönliche Lieblingsszene ist aber eine andere – eine, die gar nicht so wichtig erscheint. Als Sophie mit Cent die Beweise, die sie gesammelt haben, bespricht und er ihr sagt, dass es allein ihre Entscheidung ist, was sie damit macht. Er sagt ihr klar, was es für Konsequenzen haben wird, wenn sie alles an die Polizei gibt. Später sagt er ihr auch, was es bedeutet, Rache zu üben. Doch er hält sie nie von irgendwas ab. Er ist für sie da, aber lässt sie ihre Entscheidungen treffen.
Weißt du wie viel Ivy tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Buch: Sophie trägt sehr viel von Ivys Perfektionismus in sich. Dieses niemals wirkliche Zufriedensein.
Ivy: Ja, das stimmt schon. Nur ist es bei Sophie noch viel ausgeprägter, fast schon auf die Spitze getrieben.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: Sophie ist – wie gesagt – sehr perfektionistisch und ehrgeizig. Sie wirkt auch immer super kontrolliert.
Ivy: Eine Leserin hat mir mal gesagt, Sophie würde zum Lachen in den Keller gehen. Das passt sehr gut. Auf der anderen Seite, macht sie ja auch ganz schön was mit.
Buch: Cent liebe ich über alles. Er ist so cool, obwohl er so unnahbar rüberkommt. Sein düsterer Aufzug, ein manly man durch und durch. Er ist so verschlossen, weil er sich aufgrund seiner Vergangenheit als „menschliches Recyclingmaterial“ ansieht. Deshalb arbeitet er allein und möchte sich nicht zu sehr auf zwischenmenschliches einlassen.
Ivy: Ich habe auch einen Crush auf Cent, aber das muss so sein, sonst hätte ich ihn nicht so gut schreiben können. Er verbirgt tiefe Emotionen in sich, aber er tut immer das Richtige.
Buch: Mein liebster Nebencharakter ist Meister Xue. Ich meine, hallo? Ein Kung-Fu-Meister, der Sophie trainiert hat und irgendwie zum Ersatzvater für sie wird.
Ivy: Es mir sehr viel Spaß gemacht, Meister Xue zu schreiben. Er ist immer so ruhig und ganz bei sich, auch weise auf seine Art. Er leitet Sophie immer noch an, obwohl er sie nicht mehr trainiert, zeigt ihr den Weg.
Buch: Sophies Mutter, obwohl sie nur ganz kurz vorkommt, ist auch herrlich. Eine Matrone! Aber, Spaß beiseite: Andy ist ein Schatz, oder?
Ivy: Andy ist eine der Leibwächter von Sophies Vater. Sie und Sophie hatten mal was miteinander. Wahrscheinlich fühlt sich Andy deshalb noch ein bisschen verantwortlich für Sophie, bzw. macht sich Sorgen, als sie von den Racheplänen erfährt.
Buch: Ohne zu viel zu spoilern – ich muss gestehen, ich bin ein bisschen verschossen in Brendan, den anderen Leibwächter von Sophies Vater. Wir sehen ihn ja kämpfen und – meine Güte! – da steigt mein Puls.
Ivy: Ich gestehe offen und gerne, dass ich so einen Bodyguard auch manchmal gerne hätte. Aber… na ja… vielleicht nicht gerade Brendan. Was ist denn eigentlich mit Grace?
Buch: Grace ist toll. Sie hat einen tollen Arc für eine Nebenfigur. Drogenabhängig und ziemlich fertig zu Beginn und dann bessert sich alles für sie. Bei Sophie löst sie zuerst Verurteilung und später Mitleid aus, aber sie zeigt ihr, dass Wunden heilen können.
Ivy: Genau. Sophie sieht, wenn Grace es schafft, dann schafft sie es auch.
Buch: Halt! Wir haben den wichtigsten Nebencharakter vergessen! Mr. Jones, den Kater.
Ivy: Der Streuner, den Cent in seine Obhut nimmt. Ja, er ist tatsächlich nicht ganz unwichtig. Er zeigt, dass Cent ein Herz hat, sorgt ein bisschen für Comic Relief und maunzt im richtigen Moment.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Buch: Frag mich nicht! Ich bin da raus.
Ivy: Ich bin so schlecht im Finden von Titel. Für mich war es einfach ewig lange einfach „Projekt Cent“. Ich habe irgendwann ein paar Ideen für mögliche Titel an den Verlag gesendet und mir gedacht „Die finden schon einen, der passt“. Sie haben tatsächlich den gewählt, den ich als erstes aufgeschrieben habe. Und er passt wirklich perfekt.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Buch + Ivy: Wir lieben es!
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Buch: „Sie schienen sich gegenseitig auf dem tiefen, dunklen Grund der Seele des anderen einzunisten und die Dunkelheit dort nicht zu fürchten, sondern sie sogar willkommen zu heißen.“ – Das beschreibt die Gefühle zwischen Sophie und Cent einfach so treffend. Sie lernen sich von der dunklen Seite her kennen, aber genau das schweißt sie zusammen.
Ivy: Ja, das ist auch mein Lieblingszitat.
Obwohl es selbst in Autorenkreisen nicht üblich ist, dass das Buch antwortet, bedanke ich mich bei dem Buch: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«
Buch: Danke ebenfalls, dass ich mal zu Wort kommen durfte, auch wenn es ungewohnt ist, so über mich zu plaudern.
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir und das tolle Interview.«
Ivy: Vielen, lieben Dank für Deine Zeit und Aufmerksamkeit.

[Autoreninterview] Ivy Lang


Autoreninterview
Ivy Lang

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Vielen Dank, dass ich hier sein darf. Ich bin Ivy, Autorin, Geschichtenerzählerin. 2017 habe ich meinen ersten Roman veröffentlicht. Eigentlich komme ich hauptberuflich aus der Medienbranche, habe zuerst in der Film- und Fernsehproduktion gearbeitet. Die letzten 16 Jahre war ich als Beraterin in einer Mediaagentur und nun orientiere ich mich gerade etwas um. Meine Freizeit verbringe ich (abgesehen vom Schreiben und Lesen) mit Zocken, Sport und meinen beiden Männern – meinem Mann und meinem Sohn.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich gehöre zu denen, die das gar nicht so genau sagen können, weil ich schon immer – also, wirklich seit der Grundschule/ seitdem ich schreiben kann – Geschichten schreibe. Die erste Geschichte, die ich auch anderen vorgelesen habe, war „Tapsi, der Tausendfüßler“ – eine Serie keine Episoden um einen kleinen Tausendfüßler, der viel Neues lernen muss. Ich habe nie damit aufgehört, zum Spaß zu schreiben, weil es für mich ähnlich ist wie für andere Leute das Gucken von Serien oder Lesen – Entspannung und auch Eskapismus. Während meines Studiums dann wurden die Geschichten tiefer und umfangreicher. Aus dieser Zeit stammen die meisten meiner Konzepte. Einige davon habe ich bis heute als Romane umgesetzt und drei davon veröffentlicht.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mein erster erschienener Roman „Teufelswetter – Eine Gesichte über Liebe, Sturm und Verbrechen“ ist ein romantischer Mystery-Thriller, in dem der Teufel selbst eine Hauptrolle hat. Coole Erzengel kommen auch drin vor und eine Protagonistin, die ihren Weg finden muss und dabei in große Gefahr gerät.
„Lovers, Sharks & Lions – Trotzdem Liebe“ ist mein zweiter Roman, eine Romantic Suspense mit Mafia-Thematik. Die Protagonistin gerät an die Mafia, weil ihr Bruder dort Schulden hat. Sie ist gezwungen, mit dem Neffen des Capo zusammenzuarbeiten und es entwickeln sich Gefühle zwischen ihnen.
Mein aktueller Roman „Kill My Pain – Dunkle Seelenverwandte“ ist eine Dark Romance mit Consent und einem Crime Plot. Eine Frau des Gesetzes bezahlt einen Kriminellen damit er ihr hilft, den Mörder ihres Vaters zu finden. Dabei erkennen die beiden, dass sie sich ähnlicher sind als erwartet.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ich arbeite aktuell parallel an zwei Projekten, was einerseits nervt, weil ich bei beiden weiterschriebe, aber mich nicht richtig auf eines konzentriere und damit keinem richtig gerecht werde – so nix Halbes und nix Ganzes. Aber andererseits weiß ich einfach noch nicht final, welches das nächste Werk werden wird. Entweder die Dark Music Romance (mit einem verheirateten Love Interest und Redemption Arc) oder die Cyber Punk Romance (mit dem System als Antaonist).
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wenn ich wirklich tun kann, was ich will, dann ist es meistens Lesen oder tatsächlich Schreiben. Ich schreibe nämlich auch an reinen Spaßprojekten, die nicht zur Veröffentlichung gedacht sind. So wie meine immer weiterwachsende, bodenlos kitschige Tolkien Fan Fiction. Daneben zocke ich auch gerne mal oder verbringe Zeit mit meiner Familie oder Freunden. Mein Sohn ist jetzt in dem Alter (10), in dem man super viel gemeinsam machen kann (und noch bin ich ihm nicht zu peinlich), z.B. gehen wir gerne in Freizeitparks und fahren Achterbahn. Mit meinen besten Freundinnen treffe ich mich gerne zum Bummeln oder wir gönnen uns ein bisschen Wellness.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Tja, wer ist mein Lieblingsautor – ist das derjenige, von dem ich die meisten Bücher besitze? – Dann wäre das Don Winslow, der ziemlich krasse Thriller schreibt. Ich habe so ziemlich alle Bücher von ihm, weil ich den Schreibstil so mag. (Er schreibt leider nicht mehr.)
Oder ist es der Autor, von dem meine absoluten Lieblingsbücher stammen? – Das ist dann Justin Cronin, der Autor der „Passage“-Trilogie (auf Deutsch „Der Übergang“). Boah! Was ist das für eine Geschichte! Der erste Band „Der Übergang“ erschien schon 2010, aber ich habe seitdem nie mehr etwas Vergleichbares gelesen. Ich muss es bald mal wieder lesen, fällt mir da ein.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe tatsächlich ganz „klassisch“ an meinem Schreibtisch. Manchmal schreibe ich aber auch mit dem Laptop im Bett, auf der Couch oder im Garten. Es ist bei mir je nach Phase im Projekt so, dass ich manchmal eher spontan schreibe (wenn gerade Zeit ist oder ich eine Idee habe, die raus muss). Nähert sich das Projekt dem Ende oder steht gar eine Deadline zwecks Veröffentlichung an, dann plane ich die Schreibzeit fest ein.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Leider muss ich viel zu früh aufstehen, um den Sohn zu wecken und dafür zu sorgen, dass er fertig für die Schule ist. Ist er dann unterwegs, kümmere ich mich erst mal um mich selbst und gehen dann gegen 8 Uhr an den PC, denn der Brotjob ruft. Meist arbeite ich 4 Stunden, dann Mittagessen und am Nachmittag dann Sport, Einkaufen, Arzttermine, was halt so anfällt. Nachmittags, wenn der Sohn nach Hause kommt, mit ihm ein bisschen Zeit verbringen, Hausaufgaben kontrollieren usw., ihn ggf. zum Sport bringen/ holen. Abends ist dann meist Schreibzeit. An den Tagen, an denen ich nicht für den Brotjob arbeite, verbringe ich den Vormittag mit „Autoren-Krams“: z.B. Social Media Beiträge vorbereiten, aber auch Schreiben, Überarbeiten etc.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Lesen: Thriller/ Krimis, gerne auch mal Mystisches und Romance
Schreiben: Romance plus „Bonus-Genre“ – meine Geschichte haben immer Romantik im Kern, können aber Krimi-/Thriller-Elemente haben oder auch mal in einem mystischen Setting spielen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Mein Lieblingszitat, von dem ich gar nicht weiß, woher es kommt, ist: „It’s better to be hated for what you are than to be loved for what you are not. Please hate me.“ (Es ist besser für das gehasst zu werden, was man ist, als geliebt für werden, für etwas, das man nicht ist. Also, bitte hasst mich.) Für mich bedeutet das: Sei wie du bist – es wird immer welche geben, die dich nicht mögen, aber scheiß drauf. Die brauchst du nicht.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Hmm… Obwohl ich schon recht viel rumgekommen bin in der Welt, bin ich doch ziemlich heimatverbunden. Aber mit Heimat ist nicht nur Deutschland gemeint (weil ich hier wohne), sondern eigentlich Europa. Ich mag viele europäische Länder, weil jedes für sich etwas Tolles hat und aber auch keins perfekt ist.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich bin selbst mein schlimmster Kritiker. Ich weiß, dass sagen viele, die kreativ tätig sind. Aber ich bin wirklich selten zufrieden mit mir und meiner Arbeit (auch im Brotjob oder wenn es um die Familie geht). Wenn von anderen berechtigte und sachliche Kritik kommt, dann nehme ich sie gerne an. Was ich aber überhaupt nicht mag, ist Schmäh-Kritik oder wenn mich jemand kritisiert, der selbst diesen Ansprüchen nicht gerecht wird. Beispiel aus dem Brotjob: Meine Vorgesetze kritisiert Fehler in der Führung meines Teams, die selbst auch bei mir macht. Da kann ich dann schon etwas grantig werden, obwohl ich meinen Teil trotzdem annehmen kann.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Meine ersten beiden Romane habe ich im Selfpublishing veröffentlicht, weil mir die Verlagssuche zu mühselig war, ehrlich gesagt. Vielleicht hat mir auch das Vertrauen in meine Fähigkeiten gefehlt. Zum Verlag kam ich dieses Mal allein durch Zufall. Ich habe aus dem unveröffentlichten Manuskript vorgelesen und sie kamen auf mich zu, dass sie es haben wollen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Vielen Dank, dass Ihr hier seid und mir Eure Zeit widmet, wenn Ihr das hier lest. Lasst euch von niemandem vorschreiben, was Ihr lesen oder gut finden sollt. Glaubt nicht jedem Hype und bleibt offen für Neues.

Montag, 27. Juli 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Crown and Empire - Feuersturm von Karen J. Luis

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Karen J. Luis, um mit ihr über ihr Buch „Crown and Empire - Feuersturm“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Sehr gerne! Das ist ja auch eine sehr originelle Idee, zu der man einfach nicht „nein“ sagen kann.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Magische Kräfte, seit Jahrhunderten verborgen gehalten.
Eine Prophezeiung vom Untergang des Kontinents.
Ein Palast, von Intrigen beherrscht.
Und eine Prinzessin, die alles verliert.
Also ein rasantes Fantasy-Abenteuer mit mehreren Handlungssträngen, die zu einem großen Ganzen verwoben sind.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ich mag die schwierigen, düsteren Zeiten und Situationen. Daher müssen sich meine Figuren durch diverse missliche Lagen kämpfen.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ich mag Laras Charakterentwicklung. Ihr passieren viele schlimme Dinge und sie muss nach und nach damit klarkommen, was ihr alles widerfahren ist. An einer Stelle sagt Odor ihr die schonungslose Wahrheit:
„Du darfst dich nicht deinem Kummer hingeben und dabei vergessen zu leben. Dein Dasein hat sich schlagartig verändert und es gibt kein Zurück mehr. Du kannst es annehmen oder daran zugrunde gehen.“
Das ist einer der Wendepunkte in ihrer Geschichte.
Wie viel echte Karen steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Ich hatte die Idee zu diesem Buch nach meiner Weltreise und im Worldbuilding steckt sehr viel von meinen eigenen Erfahrungen und Eindrücken aus anderen Ländern und Kulturen.
Auch meine Figuren haben einiges von mir. Ich bin zwar nicht so geschickt und furchtlos wie der Pirat Sayil, aber er hat viele meiner Charakterzüge: Er ist spontan, abenteuerlustig und humorvoll. Gleichzeitig besitzt er die Fähigkeit, nicht aufzugeben.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Konsequent und zielorientiert, denn alles in dieser Geschichte ist sehr durchdacht, nichts passiert zufällig. Klar und strukturiert: Es wird nicht lang gefackelt oder um den heißen Brei herumgeredet. Und abenteuerlustig, weil ich meine Charaktere ständig in Schwierigkeiten bringe und ihnen kaum eine ruhige Minute gönne.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Der Arbeitstitel hieß die Phönix-Prophezeiung, da dieser Handlungsstrang eine wesentliche Rolle spielt. Der Verlag meinte, englische Titel sind gerade sehr beliebt, woraufhin ich drei oder vier Vorschläge gemacht habe. Crown and Empire hat dann das Rennen gemacht und passt auch gut zur Geschichte, da es um das Fortbestehen eines Reichs geht. Die Untertitel für Band 1 und 2 - Feuersturm und Ascheregen - stammen von der Verlagslektorin und beziehen sich wiederum auf die Prophezeiung.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Mir gefällt das Cover sehr gut, wobei viele dahinter eine Romantasy erwarten, die es nicht ist.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
„Ein einfaches Leben ist genauso lebenswert wie ein prunkvolles. Glücklichsein hat nichts mit Reichtum zu tun.“
Danke für das Gespräch.
Danke dir! Es hat mir viel Spaß gemacht.

[Autoreninterview] Karen J. Luis


Autoreninterview
Karen J. Luis

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, mein Name ist Karen und ich bin seit gut einem Jahr Fantasy-Autorin. Ich komme gebürtig auf Niederösterreich und wohne in Wien, bin leidenschaftliche Weltreisende und habe einen eigenen Campingbus, den ich sogar schon einmal nach Uruguay verschifft habe.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Die Idee zu Schreiben kam mir auf meiner einjährigen Weltreise. Ich habe dort viel gesehen und viel erlebt und dachte mir: Vielleicht sollte ich ein Buch schreiben?
Dass es am Ende Fantasy geworden ist, hat sich erst danach ergeben, weil ich dachte, dann sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Anfangs war es eher ein Experiment, um zu sehen, ob das überhaupt etwas für mich ist. Das Schreiben hat mir dann aber so viel Spaß gemacht, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte. Aus einer beiläufigen Idee ist eine unglaubliche Leidenschaft geworden.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mein Debütroman heißt Crown and Empire – Feuersturm und ist der erste Band einer epischen Fantasy Dilogie. Er ist 2025 im Isegrim Verlag erschienen und war für den österreichischen Phantastikpreis nominiert. Band 2 erscheint diesen Herbst. Das Worldbuilding hat mir sehr viel Spaß gemacht und orientiert sich stark an meinen eigenen Reiseerfahrungen rund um die Welt.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, nachdem ich das Schreiben für mich entdeckt habe, möchte ich es nicht mehr missen. Ich arbeite an einem neuen Projekt, bleibe dem Genre aber treu. Mein aktuelles Projekt geht aber eher in Richtung Dark Fantasy.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
In meiner Freizeit reise ich am liebsten. Aber nachdem ich einen Vollzeitjob habe, fällt auch das Schreiben unter meine Freizeitaktivitäten und da versuche ich, jede Gelegenheit zu nutzen, um an meinen Projekten zu arbeiten.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese sehr gern Joe Abercrombie, Sebastian Fitzek und Dan Brown.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Die Ideen kommen eigentlich in den unterschiedlichsten Situationen, jederzeit und überall. Da ich aber Vollzeit arbeite, schreibe ich überwiegend zu Hause oder abends auf Reisen.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich gehe zur Arbeit, wobei mir auf dem Arbeitsweg oft Ideen für meine Geschichten einfallen. Die schreibe ich dann stichwortartig auf, um sie nicht wieder zu vergessen. Den Abend verbringe ich meistens mit meinem Mann, ich treffe mich mit Freundinnen, lese oder lerne Spanisch.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Am liebsten lese ich Psychothriller, am liebsten schreibe ich Fantasy, weil da meiner Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ich versuche nach dem Motto zu leben: „Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich habe schon sehr viele Länder bereist, daher ist es schwierig, eines auszuwählen. Mexiko hat mir extrem gut gefallen. Ich habe dort schon mehr als zwei Monate verbracht und würde sofort wieder hinfahren.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Grundsätzlich bin ich ein kritikfähiger und auch sehr reflektierter Mensch. Ich lese ausnahmslos alle Rezensionen. Manchmal steckt hilfreiches Feedback darin, das nehme ich mir dann auch zu Herzen und versuche, daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Wenn ich die Kritik aber gar nicht nachvollziehen kann und den Eindruck habe, jemand sucht nur nach Fehlern, dann kann das schon schmerzen. Es steckt ja viel Herzblut drin.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich bin in der Buchbranche komplett neu und habe mich davor auch nie damit beschäftigt. Ich wusste weder etwas über Buchsatz noch über Marketing. Ich bin daher sehr dankbar, dass ich einen Verlag gefunden habe, der mir all diese Dinge abgenommen hat.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich freue mich über jede*n, die*der bei mir vorbeischaut und wünsche euch ganz viel Freude am Entdecken neuer Geschichten, neuer Welten und neuer Abenteuer.

Sonntag, 26. Juli 2026

[Schnipseltime] Kardia 1 - Hasse uns von T. J. Morosis


 

Dich habe ich hier nicht erwartet.

Ausgerechnet dein Gesicht inmitten dieser eintönigen Welt zu sehen, ist wie der Klang einer vertrauten Melodie, die man vergessen geglaubt hatte.

Aber dein Körper hat sie nicht vergessen, richtig? Du fühlst sie durch deine Venen rauschen. Erinnerst dich an mich, wie sich die Saiten einer Violine an die Berührung des Streichbogens erinnern.

Singst für mich, unter meinen Händen, unter meinen Lippen.

Und du verfluchst mich dafür. Hasst mich beinahe so sehr wie ich dich liebe.

Doch das ist in Ordnung.

Hasse mich.

Reiß mich in Stücke und hinterlasse dein Mal in mir.

Lass dich von deiner Zwietracht und Zerrissenheit verschlingen.

[Buchvorstellung einmal anders] Kardia 1 - Hasse uns von T. J. Morosis


 
Buchvorstellung einmal anders

Nach dem Autoreninterview drückt mir T.J. ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Kardia – Hasse mich“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist sie weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Ich denke nicht, dass du dich dafür bedanken solltest … Ich bin nicht leicht verträglich.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Du wirst den Klappentext lesen und denken, zu wissen, was auf dich wartet, aber du hast keine Ahnung. Mallory ist keine einfache Akademie. Sie ist noch nicht einmal wirklich Mallory, denn es gab eine Zeit, da hieß sie vollkommen anders. Aber Fakt ist, dass du auf dieser Akademie mehr über dich erfahren wirst, als dir lieb ist.
Wie weit wirst du gehen, wenn dein eigenes Leben und das deiner Liebsten auf dem Spiel steht? Wenn die Grenzen zwischen Mensch und Monster verschwimmen?
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Die Autorin hat damit nicht wirklich etwas zutun. Es sind die Charaktere, die die Geschichte schreiben. Sie entziehen sich der Kontrolle der Autorin, wodurch sich manche Szenen oder Plotstränge vollkommen verändern.
(Nein, nichts davon fällt Morosis leicht, sie schwankt immer zwischen Euphorie und absoluten Imposter Syndrom. RIP.)
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Die, in der die Hauptprotagonistin bemerkt, dass sie eigentlich nicht sterben will und ihr mehr an ihrem Leben liegt, als sie bisher dachte.
Weißt du wie viel T. J. tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Viel zu viel. Wir alle sitzen praktisch in ihrem Gehirn und nötigen sie in Tagträumen, Träumen, während Gesprächen oder banalen Situationen im Alltag. Vom Plotten der Geschichte und Schreiben ganz zu schweigen.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Samael: Traumata. Jede Menge Traumata.
T. J.: Also, so schlimm ist es jetzt auch wieder nicht.
Alys: … Erlebe mal das, was du mich erleben lässt, dann reden wir weiter.
Aron: Ich vermute, T. J. ist eine sensible Seele mit unangebrachten Humor.
T. J.: Das lässt mich etwas märtyrerhaft dastehen, findest du nicht?
Kyle: Das ist doch perfekt. Ihr Menschen neigt immerhin zur Theatralik und Melancholie.
Eliot: Sie ist ein Teil von uns und wir ein Teil von ihr. Niemand kann ohne den anderen bestehen, wir sind eng miteinander verwoben wie die Wurzeln längst verstorbener Bäume. Sie ist unser Ursprung und wir suchen sie heim.
T. J.: … Oder so.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Ich habe mich tatsächlich mit dem Titel bei Whisper beworben und er dürfte gepasst haben, zumindest mussten wir nichts ändern xD
Aber, fun fact: Bei anderen Verlagen habe ich mich davor mit dem Titel Pneuma, also Lebenshauch, beworben, bis mir auffiel, dass es wie eine Lungenentzündung klingt. Also habe ich mich für das griechische Herz entschieden.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich hab tatsächlich einige Wandlungen durchgemacht und T. J. hat geweint, als sie meine derzeitige Aufmachung gesehen hat, also passt sie wohl. Mir ist es einerlei.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Du bist so sanft zu einer Welt die dich quält. – Eliot, Kardia Hasse Uns
Nun betritt die Autorin wieder das Zimmer und blickt mich ungläubig an. Scheinbar ist es selbst in Autorenkreisen nicht üblich, dass das Buch antwortet. Leise flüstere ich dem Buch noch zu: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«

Dann wende ich mich der Autorin zu. »Alle meine Fragen sind beantwortet, ich danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir.«

[Autoreninterview] T. J. Morosis


Autoreninterview
T. J. Morosis

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Das ‚Morosis‘ in T. J. Morosis steht für ‚Wahn‘ und ‚Irrsinn‘ und ich denke, das beschreibt mich ganz gut! Das Schreiben ist meine Hyperfixierung und mein ADHS (und vermuteter Autismus) blüht da richtig auf. Sozial gesehen bin ich eine Niete, aber ich gebe mein Bestes!
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich schreibe, seitdem ich schreiben kann. Den Anfang hat meine ältere Schwester gemacht, durch sie fand ich etwas ganz besonderes und gleichzeitig unheimliches wie Fanfictions. Und von da an lief der Ball. So richtig veröffentlicht habe ich aber erst mit Yearning Shadows, da das vollenden eines Manuskripts vorher nicht so mein Ding war, haha …
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Yearning Shadows. Eine kurze Novelle über eine Frau des viktorianischen Englands, die das Schreiben liebt. Doch sie hat die Leidenschaft dazu verloren, als ihr Kindheitsfreund verstarb und fristet seitdem ein trostloses Leben im Herrenhaus, das ihr Freund ihr hinterließ. Bis sich ihr eine unheimliche Gestalt zeigt, die sie dazu drängt, wieder mit dem Schreiben zu beginnen.
Kardia. Eine 4-bändige Reihe über Alys Cole, die als menschliches Haustier an einen Daemon verkauft wird, der sich von ihren Gefühlen ernährt. Er ist Professor an der Mallory Akademie, wo Alys durch die 4 großen Daemon nicht nur mit ihrer Vergangenheit sondern auch mit ihrem wahren Selbst konfrontiert wird.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Eines ist gut, haha … Ich habe 3 Werke in einem Vampiruniversum, ein paar in einem Märchenuniversum und noch welche in einem Faeuniversum geplant. Mal sehen, was als nächstes kommt.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Schreiben, tatsächlich. Da Freizeit für mich die Zeit nach meinem eigentlichen Brotjob ist, ist es schreiben. Aber auch zocken von Videospielen, wenn es sich ergibt!
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Lieblingsautor weniger, aber ich mag Misery von Stephen King und Dunkler Wahn von Dorn Wulff sehr gern. Beides aus dem Psychothriller Genre, was wohl meine Herangehensweise bei meinen Büchern erklärt, auch wenn sie dem Dark Romance/Romantasy Genre angehören.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten schreibe ich in Zügen! Die Tatsache, dass man nur eine gewisse Zeit hat, um zu schreiben (nämlich bis zur Zielstation) und das regelmäßige Geschunkel, die vorbeiziehende Landschaft, das ist genau richtig von den Reizen her, nicht zu viel, nicht zu wenig, die mein Gehirn braucht, um in den Fokus zu kommen.
Sonst wechsle ich ständig Position und Arbeitsplatz, ich habe nicht wirklich einen festen. xD
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Arbeit, zuhause eine Weile lang in Paralyse sitzen, da mir Übergänge sehr schwer fallen und dann trete ich mich zum Schreiben xD
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen ist es Dark Fantasy und Psychothriller, beim Schreiben Dark Romance/Romantase und Dark Fantasy
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Oh, da gibt es einige! (Wenn es Zitate von kontroversen Personen sind, wusste ich es vorher nicht, ich habe zu ihnen nichts gefunden) Zum Beispiel:
Das Einzige, das du beeinflussen kannst, ist, wie du auf Dinge reagierst, die du nicht beeinflussen kannst. – Bassam Tarazi
Jede Person, die du triffst, kämpft in einer Schlacht von der du nichts weißt. Sei gutherzig. Immer. – Robin Williams
Ein Zitat aus meinem Buch, das meine Arbeit und Liebe zum Schreiben beschreibt:
Alys’ Gemälde sind wie das Pochen ihres Herzens. Manchmal sind sie sogar das einzige Lebenszeichen, das von ihr vorhanden ist. – Samael, Kardia Hasse uns
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe Irland und Schottland! Die regnerische Atmosphäre, die Highlands, aaaaah!! Ich liebe alles daran <3
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich habe lange gebraucht, um Kritik nicht als Versagen zu sehen. Mittlerweile freue ich mich und sauge Feedback gierig auf! Ich möchte wissen, wie andere mich und meine Werke erleben und was ich bessern kann, um ein verträglicherer Mensch und eine bessere Autorin zu werden! Immerhin können wir uns nur durch unsere eigenen Augen sehen, aber das ist nur eine unsere Facetten. Wir brauchen auch das Feedback von anderen, um uns wirklich zu kennen, denke ich.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Weil ich im Organisieren und dem ganzen Papierkram eine absolute Niete bin =D
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lest und schreibt, was ihr wollt (solange es sensibel und respektvoll ist). Lasst euch nichts vom Konsumverhalten vorschreiben und genießt bitte das Lesen und Schreiben. Das Leben ist zu kurz für anderes.