
George Manchester


Es wäre schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.Emilio: Hey, jo. Klar. Wir sind alle schon am Start. Meine Notizen liegen bereit.Corey: (schmunzelnd) Ich sag jetzt nichts dazu.
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.Livia: Hi, ich bin Livia und ich schreibe Romance in allen Facetten. Bei mir gibt es Herzklopfen, Drama, große Emotionen, „OH MEIN GOTT“-Momente und Charaktere, die sich genau dann verlieben, wenn es manchmal am kompliziertesten wird. Aber was wäre eine gute Geschichte ohne diese Achterbahnfahrt der Gefühle?Michelle: Hey hey, ich bin Michelle Bianca und kann mich kaum erinnern, wann ich mal nicht geschrieben habe. Am wohlsten fühle ich mich in der MM-Romance Bubble und lese gerne New Adult und Fitzek-Thriller. Themen wie mental health, Mobbing, Bodyshaming und Trauer liegen mir besonders am Herzen – deshalb versuche ich mit meinen Büchern Leser:innen ein offenes Ohr zu schenken.
Macht es euch Spaß, eure Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?Corey: In unseren Buch geht’s um Pädagogen, Motorräder und einen Racheplan, der eigentlich ziemlich simpel war. Dann trifft Rache allerdings auf Liebe und plötzlich sind da Gefühle, die wir eigentlich überhaupt nicht geplant haben. Dazu gibt’s Chaos, Drama und Menschen, die sich viel zu gern einmischen. Hinzu kommt eine Großfamilie, die kein Problem hat, noch eine weitere Person bei sich aufzunehmen. Es wird geflirtet, geknutscht, ge…Emilio hält Corey den Mund zu: Lest es einfach. Nächste Frage bitte.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?Emilio: Siehst du, wie schon die Hörnchen aus dem Kopf unserer Autorinnen sprießen?Michelle: Warte, lass mich das erklären. (erhobener Zeigefinger) Das Leben ist kein Zuckerschlecken. Deshalb ist es mir in Bücher besonders wichtig, meine Charaktere eine Geschichte zu verleihen, die genau das widerspiegelt.Livia: Unterschreib ich so. 😊 Könnt ihr beide euch beschweren, über das Happy End? Ich denke nicht.
Wie viel echte Livia bzw. Michelle steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?Wir haben da einen kleinen Schnipsel:„Ja, ich arbeite in einem Kindergarten“, erzähle ich und Nicolettas Augen leuchten.„Madonna! Die Bambinis!“, sagt sie begeistert, „so viel Energie in so kleinen Körpern!“ Emilio verzieht das Gesicht.„Ähm, Mamma?“, wirft er ein, „du weißt, dass ich auch mit Bambinis arbeite?“ Sie gibt ein Schnauben von sich.„Sì Amore, aber bei dir lernen sie wahrscheinlich zuerst, wie man die Augen verdreht.“
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?Livia: Aus beruflicher Sicht steckt sehr viel von mir in Corey. Ich bin selbst Erzieherin und dadurch fließen natürlich viele Erfahrungen, und auch kleine Situationen aus meinem Berufsalltag in seine Geschichte ein. Ich glaube, beim Schreiben passiert es ganz automatisch, dass kleine Dinge von einem selbst in die Charaktere wandern. Eine bestimmte Reaktion, eine Angewohnheit, ein Satz – oder eben die Liebe zu Gummibärchen. 😊Michelle: Emilio und ich könnten wahrscheinlich unterschiedlicher nicht sein haha. Aber paar Gemeinsamkeiten habe ich trotzdem gefunden. Zwar bin ich keine Lehrerin, aber habe lange überlegt, mein Studium abzubrechen, um Gymnasiallehrerin zu werden xD Habe ich dann aber sein lassen hust hust. Außerdem bin ich tätowiert, leide genauso an einem Reizmagen wie Emilio und höre gerne laute Musik. Metal? Bin dabei. Zudem bin ich einer Familie aufgewachsen, in der ‚sarà perché ti amo‘ eine der wichtigsten Vokabeln ist. Und ich lieb`s.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?Corey: Ich glaube, die beiden hatten am Anfang keinen Plan, was sie mit uns vorhatten. Und irgendwann haben wir einfach das Steuer übernommen und siehe da – wir haben ein Happy End bekommen.Emilio: Sie sind manchmal schon etwas böse, kichern viel herum und schicken sich ständig irgendwelche Biker-Memes.Corey: Brauchen sie das eigentlich zur Inspiration?
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?Michelle: Anfangs hieß das Buch einfach nur BP, wie Black & Pinki. Im Netz gab es vom Aussehen her zwei tolle Biker dazu. 😍 Dann fokussierten wir uns auf Sonne und Mond, bis wir schließlich das Herz in den Mittelpunkt stellten. Darin liegt eine Doppeldeutigkeit – Herzrasen, Aufregung und ein Punkt, den wir leider nicht spoilern können.Corey: Also Black – für Emilio – und Pinki für mich, hätte mir auch ganz gut gefallen. 😊 Scherz beiseite. Der Titel ist schon mega, und nach dem Lesen versteht man noch einmal ganz anders, warum dieser Titel so eine wichtige Rolle spielt. ❤️Emilio: Ganz ehrlich, bei dem Buch krieg ich schon ab und zu Herzrasen.
Livia: Ich liebe dieses Cover absolut. Als ich es damals bei @jinxed.design gesehen habe, wusste ich – das ist es. Es war nicht schwer, Michelle davon zu überzeugen, da sie von der ersten Sekunde an, total begeistert war. Nach ein paar farblichen und stilistischen Anpassungen, passte es zu 100% zu Emilios und Coreys Geschichte.Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Vielen Dank für das GesprächLivia: Ich will, dass dieses ganze Chaos ausnahmsweise mal gut endet. Dass ich in seiner Nähe aufblühen kann, während um mich herum alles verwelkt.Michelle: Denn Legenden gehen immer auf Risiko und ich bin eine fucking Legende und Corey ist mein bittersüßes Risiko.
Man gönnt sich ja sonst nichts.
Das Hotel war etwas zu teuer für Barbaras Budget, was ihr heute egal war.
Während der katalanische Küstenort unter der Sommerhitze stöhnte, waren die
Räume hier perfekt klimatisiert. Viel Glas, Fliesen und Marmor sowie moderne
Möbel trugen zu einem luxuriösen Stil bei. Palmen und andere Indoor-Pflanzen
sorgten für den südlichen Flair.
Barbara liebte ihr eigenes
Apartment mit Blick aufs Meer, aber es war ein wenig beengt. Da die
Immobilienpreise in Cambrils unverschämt waren, hatte sie sich mit einigen
wenigen Quadratmetern begnügen müssen. Zu ihrem 55. Geburtstag hatte sie sich
daher ein Wochenende in einem Luxushotel gegönnt. Allein das Zimmer war größer
als ihr Wohnzimmer mit der kleinen Küchenecke. Sie genoss den Luxus des Hotels,
insbesondere das Spa. Gestern Abend hatte sie in der Sauna geschwitzt, bis ihre
Haut ganz schrumpelig geworden war.
Nun hatte sie sich aus dem Bett
gequält, um noch vor dem Frühstück ein paar Schwimmzüge zu machen.
Sie fuhr mit dem Aufzug ins
oberste Stockwerk und folgte den Hinweisschildern zu dem Infinity-Pool. Als sie
um die Ecke des Ganges bog, stand auf einmal ein Mann vor ihr, der ihr vage
bekannt vorkam.
Er trug einen Blaumann und hatte
einen Werkzeugkoffer in der Hand. Er war ungefähr in ihrem Alter. Ihr Blick
fiel auf seine Füße: Sandalen und weiße Socken!
Da fiel ihr ein, woher sie ihn
kannte. Das war Carlos, der Freund ihrer Yogalehrerin. „Hola“, sagte sie und
zog ihren Bademantel enger um sich. Sie hatte in letzter Zeit zugelegt und
wollte vermeiden, dass er einen Blick auf ihre üppigen Kurven warf.
„Moin“, antwortete Carlos
fröhlich.
Egal, wie lange er schon in
Spanien lebte, er würde immer ein Hamburger Jung bleiben, vermutete sie.
Normalerweise wäre sie einem Schwätzchen nicht abgeneigt, aber wenn sie sich zu
lange mit dem Schwimmen aufhielt, käme sie zu spät zum Frühstück. Womöglich
wären die besten Bissen vom Büffet schon weg. Dabei hatte sie das Hotel unter
anderem wegen des hervorragenden Essens ausgewählt. Und wegen des Spas und des
Infinity-Pools natürlich. Sie wollte ein paar Kilos verlieren. Okay, an einem
Wochenende wären wohl nur ein paar Gramm drin, aber das sollte möglich sein.
Also nickte sie Carlos zu und
setzte ihren Weg fort. Da es wirklich früh war, war sie die Erste und Einzige
am Pool. Sie legte ihr orange-gelb-gestreiftes Handtuch in den Spind mit ihrer
Zimmernummer. Den Bademantel platzierte sie auf einer Liege und ging zu der
Treppe, die ins Wasser führte. Einen Kopfsprung würde sie in ihrem Alter nicht
mehr hinlegen. Sie war zufrieden, dass sie sich überhaupt aufgerafft hatte,
Frühsport zu machen.
Einen Moment hielt sie inne und
genoss den Blick über das Blau des Pools hinweg in die Ferne. Das Meer
glitzerte im ersten Sonnenlicht. Es schien tatsächlich, als ob das Wasser des
Schwimmbeckens nahtlos in Mittelmeer übergehen würde. Als könnte sie von hier
oben in die See hinaus schwimmen.
Ein Sonnenstrahl kitzelte ihre
Nase und lenkte sie von der Aussicht ab.
Sie ging vorsichtig die Treppe
hinab und hielt sich dabei am Geländer fest, um nicht auszurutschen. Als ihr
das kühle Wasser bis zu den Oberschenkeln reichte, blieb sie stehen. Sie
blickte auf und bemerkte, dass sie doch nicht alleine war.
Auf der gegenüberliegenden Seite
des Beckens, ganz hinten schwamm ein Mann. Eigentlich schwamm er nicht, sondern
spielte ‚Toter Mann‘. Seine Arme und Beine waren weit ausgebreitet, sein
Gesicht unter Wasser. Er bewegte sich möglichst wenig.
Barbara hatte als Kind mit ihren
Freundinnen gewettet, wer es länger schaffte, ohne eine Schwimmbewegung auf der
Wasseroberfläche zu treiben. Ging das nicht nur im Meerwasser, wo die
Salzkonzentration für einen zusätzlichen Auftrieb sorgte? Im Schwimmbad war es
ihr nie gelungen.
Sie ging tiefer ins Wasser, bis
es ihre Hüften erreichte. Der Pool war in den Morgenstunden noch nicht
besonders warm und es kostete sie Überwindung, mit dem ganzen Körper
einzutauchen und loszuschwimmen. Sie hielt inne und beobachtete den Mann
weiter.
Er rührte sich immer noch nicht.
Das konnte doch nicht sein.
Sein Gesicht hing ins Wasser? Und
das schon seit Minuten?
Langsam sickerte die Erkenntnis
in ihr Bewusstsein: Ein Toter!
Sie schrie gellend auf, stolperte
nach hinten, platschte ins Wasser und kam prustend hoch. Sie krabbelte auf
allen vieren die Treppe hinauf. Auf keinen Fall wollte sie das Wasser mit einer
Leiche teilen!
Carlos steckte seinen Kopf durch
die Tür: „Was ist los? Kann ich dir helfen?“
Ihr war nicht zu helfen, das
wusste sie in dem Moment ganz genau. Und dem Mann auch nicht mehr.
Ich bin Barbara, stamme aus Hamburg, lebe aber jetzt im sonnigen Spanien, genauer gesagt in Katalonien im Ort Cambrils. Du glaubst nicht, was man da alles erlebt!Herzlich Willkommen, Barbara. Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
GerneHallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Barbara haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?Als Buch liegt man ja meistens nur so rum, ich freue mich über Abwechslung. Schließlich habe ich einen spannenden Inhalt.Barbara: Und ich habe so aufregende Sachen erlebt, da spreche ich gerne drüber.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Protagonist genau so?Ich bin ein Krimi, der in Katalonien spielt. Ich halte mich für eine gute Urlaubslektüre, denn ich entführe die LeserInnen ans Mittelmeer. Barbara ist die Hauptfigur, darüber hinaus sind Figuren aus meinen Vorgängerbänden „Riskantes Erbe“ und „Tödliches Yoga“ aktiv. Man kann mich aber lesen, ohne die anderen Bände zu kennen. Ich finde es toll, dass hier auch mal ältere Frauen wie Barbara …Barbara: Ich bin nicht alt!… also Frauen mit Lebenserfahrung Abenteuer erleben.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?Es macht Spaß, die schönen Seiten der katalanischen Küste und Kultur vorzustellen. Außerdem ist die Handlung temporeich, es geht um die Geheimnisse eines Reporters, einer Nonne und eines Arztes – das hat Spaß gemacht, die Autorin dahin zu entführen.Barbara: Mir wäre lieber gewesen, es wäre ruhiger zugegangen. Ich hatte Momente, in denen ich richtig Angst hatte. Die Reifen meines Autos wurden abgestochen, ich erhielt einen Drohbrief und mir wurde ein vergifteter Cocktail gereicht – brauch ich alles nicht. Ich würde lieber in der Sonne liegen und einen Kaffee genießen.
Wisst ihr wie viel Katja tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?Barbara: Meine Lieblingsstelle ist der Schluss, weil ich mein Herz an Xavi verloren habe.Buch: Klar, der Schluss fügt alles zusammen, aber am meisten gefällt mir alles, was mit der Figur Ana Maria zusammenhängt, die ihre Tochter sucht. Das ist mir sehr nahe gegangen.
Wie würdest du oder seine Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller den Autor beschreiben?Die Katja hat bestimmt eine multiple Persönlichkeit, soviel, wie die immer schreibt. Mir scheint aber, ein wenig von ihr steckt in Barbara. Die Neugier, diese gewisse Naivität …Barbara: Ich bin nicht naiv!
Die Autorin ist beharrlich, jeden Morgen kam sie zu uns und hat mit uns die Abenteuer erlebt. Sie scheint das mediterrane Leben zu lieben und gutes Essen, denn sie hat dauernd von Restaurantbesuchen fantasiert. Außerdem weiß sie viel über die Geschichte Spaniens, da ist eine ganze Menge herausgekommen, was in den vergangenen Jahrzehnten passiert ist. Und sie liebt das Abenteuer, sonst hätte sie nicht so viele spannende Szenen eingebaut.Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Ha, ha, eine Freundin der Autorin hat den vorgeschlagen. Da er gut zu den vorherigen beiden Bänden passte, blieb er von Anfang an bestehen.Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.Barbara: Ich wäre auch gerne auf dem Cover, aber wahrscheinlich war ich nicht vorzeigbar genug.Buch: Quatsch, das wäre auch ein schöner Anblick. Aber das etwas abstrakte Bild passt gut zu mir, da sich nun jeder Gedanken machen kann, wie brisant es wohl in dem Krimi zugeht.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz dem Buch und Barbara »Danke, für eure Geduld und Antworten« zuzuflüstern.„Was hat sie gesagt?", fragte Natalie.Barbara zögerte einen Augenblick. „Sie sagte, sie kann jetzt in Frieden alt werden."

Beschreibt uns bitte das Buch in maximal fünf Sätzen.Mara: Ich bin Mara. Ich studiere Tanz und stehe kurz vor meinem Abschluss. Weil Träume leider keine Miete zahlen, nehme ich einen ungewöhnlich gut bezahlten Job als Hostess in einem elitären Männerclub an. Eigentlich wollte ich nur Geld verdienen. Stattdessen gerate ich in eine Welt, die mein ganzes Leben auf den Kopf stellt.Niels: Niels Freiherr von Arnsberg. Jurist, Investor und Mitglied des Clubs. Ich schätze gute Manieren, kluge Menschen und elegante Abende. Manche halten mich für arrogant. Ich bevorzuge den Begriff anspruchsvoll.
Glaubt ihr, macht es dem Autorinnenduo Spaß, euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?Mara: The Club beginnt mit einem Job, den ich niemals hätte annehmen sollen. Hinter der perfekten Fassade eines exklusiven Berliner Eliteclubs verbergen sich Machtspiele, Geheimnisse und Menschen, die nie ganz die Wahrheit sagen. Je tiefer ich hineingerate, desto schwieriger wird es, Realität und Inszenierung auseinanderzuhalten. Und irgendwann weiß ich nicht mehr, wem ich überhaupt noch vertrauen kann.Niels: Es geht um Versuchung. Die meisten Menschen glauben, sie wären immun dagegen. Bis sie ihr begegnen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?Mara: Leider ja. Ich habe irgendwann aufgehört zu glauben, dass sie es gut mit mir meinen. Immer wenn ich denke, jetzt wird alles besser, kommt die nächste Katastrophe.Niels: Absolut. Aber ich beschwere mich nicht. Ohne Chaos wäre ich nur ein ziemlich langweiliger reicher Mann.
Was glaubt ihr, wie viel von eurem Autorinnenduo steckt im Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?Mara: Tatsächlich gleich am Anfang. Beim Tanzen kann ich alles um mich herum vergessen. Dieser Satz beschreibt mich wahrscheinlich besser als jede Charakterbeschreibung:Niels: Unser erster gemeinsamer Tanz. Nicht weil er romantisch ist. Sondern weil dort ein Spiel beginnt, dessen Regeln nur einer von uns kennt.
Wie würdet ihr euer Autorinnenduo beschreiben?Mara: Zum Glück nicht allzu viel in Niels.Niels: Frech.Mara: Ich glaube, sie haben viele eigene Gedanken, Ängste und Sehnsüchte auf verschiedene Figuren verteilt. Deshalb fühlt sich niemand komplett schwarz oder weiß an.Niels: Bis auf mich natürlich. Ich bin makellos.Mara: Das sehen wahrscheinlich nur du und dein Spiegel so.
Wisst ihr, wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?Mara: Kreativ. Ein bisschen chaotisch. Und sie diskutieren gefühlt stundenlang darüber, welchen Satz wir sagen dürfen.Niels: Sie überschätzen Maras Fähigkeit, vernünftige Entscheidungen zu treffen. Und sie unterschätzen regelmäßig meinen Charme.
Gefällt euch das Cover zu 100 % oder hättet ihr noch andere Wünsche oder Vorstellungen gehabt?Niels: Mitspracherecht? Das ist niedlich.Mara: Der Club stand von Anfang an im Mittelpunkt. Aber über Untertitel und Feinheiten wurde lange diskutiert. Uns hat allerdings niemand gefragt. Wahrscheinlich aus gutem Grund.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?Mara: Mir gefällt, dass das Cover diese elegante, geheimnisvolle Stimmung einfängt. Genau so fühlt sich der Club an, wenn man zum ersten Mal durch seine Türen tritt. Und der Mann ist natürlich ein absolutes Verkaufsargument.Niels (lacht abfällig): Als ob. Ich hätte es besser gefunden, wenn ich auf dem Cover wäre.Mara: Dein Ego hätte da gar nicht drauf gepasst, also wirklich.
Danke für das GesprächMara: „Ich will wütend und verletzlich sein, nicht perfekt. Ich will tanzen, als würde ich gleich zerbrechen – und genau darin ganz werden.“Niels :„Manchmal ist der einzige Weg, zu spüren, dass man lebt, ein Risiko einzugehen.“
Mara: Danke, dass ihr uns zugehört habt.Niels: Und denkt daran: Nicht jeder Bösewicht erkennt sich selbst als Bösewicht.
“Ich” sind eigentlich wir. Hinter Mia Moreno stecken Anna und Melanie, zwei befreundete Journalistinnen aus Berlin. Vor einigen Jahren haben wir auf einer Party darüber gesprochen, dass wir uns beide gut vorstellen können, gemeinsam zu schreiben. Aus dieser Schnapsidee entstand schnell unsere erste Serie, dann kam ein Verlag auf uns zu und wir schreiben einfach immer weiter.Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Wir schreiben beruflich ohnehin beide, haben auch unabhängig voneinander bereits Sachbücher veröffentlicht. Die Idee, gemeinsam zu schreiben, entstand aus dem Wunsch nach einem kreativen Ausgleich.Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
“The Club” ist bereits unsere vierte Reihe. Zuvor haben wir bei everlove by Piper “Beautiful Secrets” und “Dangerous Desires” veröffentlich, sowie zuvor unter einem anderen Pseudonym “Playing with Love”. Bisher sind 9 Bücher erschienen. Sie alle handeln von Frauen, die wissen, was sie wollen - und Männern, die genau das zu schätzen wissen. Außerdem spielen unsere Bücher alle in Berlin.Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Immer! Nach dem Buch ist vor dem Buch, wie man so schön sagt. Aktuell konzentrieren wir uns voll auf “The Club” - und wir haben tatsächlich etwas Vorlauf.Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wir verbringen beide am liebsten Zeit mit unseren Familien, Freunden oder beim Sport.Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Hier unterscheiden wir uns tatsächlich am meisten: Während Anna am liebsten Belletristik liest, taucht Melanie gerne in fremde Welten ab und liest auch mal Romantasy.Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am Küchentisch - egal an welchem. Wir schreiben zwar auch oft getrennt voneinander, aber gerne auch zusammen am Küchentisch.Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Da wir beide noch andere Jobs haben und Familien, gleicht eigentlich kaum ein Tag dem anderen. Wir treffen uns meistens einen Tag in der Woche. Dann sitzen wir zusammen, plotten gerne lauthals (immer gut, wenn sonst niemand da ist!) oder schreiben parallel. Zu Mittag gibt’s meist Salat und Brötchen aus dem Supermarkt :)Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Anna liest gerne Belletristik, Melanie durchaus Romance und Romantasy, aber auch andere Genres. Beim Schreiben bleiben wir der Romance treu - obwohl wir festgestellt haben, dass wir es nicht zu dark mögen.Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Wurzeln und Flügel. Aber lass den Flügeln Wurzeln wachsen und die Wurzeln fliegen. Juan Ramon JimenezHast du ein Lieblingsland und warum?
neinBist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Als Journalistinnen haben wir gelernt, mit konstruktiver Kritik umzugehen. Natürlich verletzt Kritik manchmal, aber wir schauen sie uns genau an und wenn sie Bestand hat, nehmen wir sie auch gerne an. Was wir nicht mögen, ist unbegründeter Hate oder wenn subjektive Meinung verallgemeinert wird.Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Wir haben ja beides durchgespielt: Wir haben als Selfpublisher angefangen und uns auch bewusst dafür entscheiden. Als dann ein Verlag auf uns zu kam und uns fragte, ob wir etwas für die entwickeln würden, haben wir das ausprobiert. Wir haben viel gelernt und es war auch ziemlich cool, die eigenen Bücher im Handel liegen zu sehen. Aber letztlich wollten wir selbst mehr bestimmen, wie oft und was wir öffentlichen. Verlage sind oft langsam und steif, und am Ende bleibt das Marketing doch bei den Autor*innen selbst hängen. Deshalb sind wir jetzt zurück im Selfpublishing.Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Bücher sind immer ein Geschenk. Für uns als Autorinnen ist es die größte Motivation, andere mit unseren Worten zu berühren, sie von ihrem Alltag abzulenken, in andere Welten eintauchen zu lassen. Wir hoffen, dass die Leute nie aufhören zu lesen :)

Ja! 😊Hallo danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden. Könnt ihr euch oder auch die Reihe an sich, bestehend aus den Büchern „Pflege hautnah – Geschichten aus der Praxis“ und Band 2 „Zwischen Lachen und Lebensgefahr“ meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
In eurem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in euch enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfach, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genauso?Der erste Band handelt von erlebten Situationen in der Pflegeausbildung. Zu meiner Zeit vor 38 Jahren. Da war vieles noch anders, aber einiges hat sich bis heute nicht verändert. Ich habe versucht die Geschichten so zu erzählen, wie sie mich am meisten berührt haben und wie man es evtl. hätte besser machen können. Dann kommen nach jedem Kapitel noch Hinweise und TIPPS.Band 2: Sind meine Erlebnisse nach der Ausbildung und zeigen auf, wie vielschichtig die Pflege ist und gibt gute Einblicke hinter die Kulissen. Mit allen möglichen ernsten, lustigen und skurrilen Vorkommnisse.
Ja, da ich alles selbst erlebt habe und nichts beschönige, kann ich mich gut in die Charaktere hineinversetzen.Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Wisst ihr wie viel Manuela tatsächlich in euch oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinen Büchern zu?Band 1: Meine erste Tote => Das war und ist so prägend, dass ich dies nie vergessen werde. Es war so schockierend, da ich nicht darauf vorbereitet war.Band 2: Der Verbandswechsel => Als ich beim Verbandswechsel den Zeh in der Hand hielt war für mich ein Gedankenkarussell und ich hatte erst einmal nur den Gedanken, was soll ich jetzt tun?
Da gibt es erst einmal nichts mehr hinzuzufügen.Wie würdet ihr oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Sie ist in der Pflege oft eine einsame Kämpferin. Man kann zwar viel in der Theorie lernen, aber bekommt im Alltag oft Dinge präsentiert auf die man nicht vorbereitet ist. Dann ist es auch wichtig, dass man ein gutes TEAM hinter sich hat, damit man sich austauschen kann und nicht in ein Loch fällt. Und wenn dann noch manchmal der Patient ungehalten ist oder so durch den Wind, dass er sich gegen alles sträubt muss man an einem Strang ziehen.Wie seid ihr eigentlich zu den Titeln gekommen? Standen die schon im Vorfeld fest oder haben sie sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr viel Mitspracherecht?
Die Titel kamen im Laufe des Schreibens erst zustande. Die haben sich einfach so ergeben und sind meines Erachtens sehr gut gelungen. Besonders bei Band 2!Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern?
Ja, ich würde gerne noch etwas verändern, habe aber noch nicht das passende gefunden. Besonders bei Band 2 wäre etwas in die Richtung lachendes Gesicht und ein Notfall bestimmt passender.Zum Abschluss würde mich noch jeweils euer Lieblingszitat aus den Büchern interessieren.
Obwohl es selbst in Autorenkreisen nicht üblich ist, dass Bücher antworten, bedanke ich mich bei den Büchern: „Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.“Band 1: „Der Schmerz war da, ungefiltert, und er blieb“ (Kapitel 2 – Die erste Geburt)Band 2: „Mein Gehirn machte kurz Pause“ (Kapitel 9 – Der Verbandswechsel mit Überraschung)