Dienstag, 11. April 2023

[Autoreninterview] Melina Fenja Persson

Autoreninterview
Melina Fenja Persson

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Um es kurz zu machen, Chaosqueen trifft es ganz gut. Ich bin noch 39 Jahre, Ehefrau, Mutter von 3 Kindern aber auch im Alltag Dauernachtwache in einem Pflegeheim.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Vor gut 18 Jahren gab es ein Erlebnis, was ich auf meine Weise verarbeiten wollte und schrieb erstmals ein Buch. Damals noch Autobiografisch, bevor ich für viele Jahre weder zum Buch noch zum PC gegriffen habe. Das kam erst vor ca. 6 Jahren wieder dazu, doch nie schaffte ich das Wort Ende darunter zu schreiben. Also setzte ich mich an ein Plan, der dann zum Erfolg führte. Das erste „Ende“ fühlte sich wahnsinnig gut an und bis heute blieb es in Erinnerung. Anschließend schrieb ich 4 Storys, die allesamt irgendwann in die Tonne flogen, aus Angst zu Veröffentlichen. Bis mir vor gut 2,5 Jahren meine Freundin dazu überredete diesen Schritt zu wagen. So schrieb ich dann an mein Debüt „Broken Chains“.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Da wäre die Broken -Reihe, die im Grunde eines Verbindet – tiefe Freundschaft. Sie alle sind auf ihre Weise gebrochen und doch findet sie im Laufe der Zeit ihre Liebe.
Die Passion-Reihe die derzeit aus 2 Bänden besteht, ist eher im Bereich Softe Bdsm angesiedelt. Im ersten Teil lernen wir Antony und Hazel kennen, die bereits verheiratet sind und für ihre Liebe kämpfen müssen. Denn manchmal liegen unsere tiefsten Sehnsüchte im Verborgenen und nicht jeder kann oder will darüber reden. Im zweiten Teil entführt es uns nach Irland wo wir den heißen Iren kennenlernen. Ein dritter Teil ist geplant, aber ein genaues Datum gibt es noch nicht.,
Eine süße Lovestory findest du in Kiss me little crazy Cupcake. Sie spielt erstmals in Berlin und ist für all diejenigen die es zuckersüß, statt hart und rau mögen. Es geht um Cupcakes, eine kleine Chaosqueen und den Sanitäter Marvin. Und ja, das Chaos ist Vorprogrammiert.
Ein Grinch kommt selten allein, ist ein eiskalte Weihnachtsstory. Die Protas lieben das Eiskunstlaufen und es geht zeitweise sehr sportlich zu. Aber nicht nur das. Auch das Weihnachtsfest spielt natürlich eine Rolle und wie man zwei Weihnachtsmuffel das Glanz an Weihnachten zurückbringen will.
In Your Dark Promise habe ich mich das erste Mal an den Bereich Dark Romance gewagt. Zwei beste Freunde, die für den anderen durchs Feuer gehen. Doch was ist, wenn eine Nacht und ein unvorhersehbarer Zwischenfall ändert. Wenn aus Freunden Feinde werden und Er, nur eines im Sinn hat. Rache?
The King of Skulls and Bones: Eine typische MC-Story oder doch die etwas andere Bikerstory? Auch hier ist Rache ein großes Thema, denn Zara, wird nicht nur den MC aufmischen, sondern Kings Leben. Dabei war mir besonders wichtig, keine naive Frau zu schaffen. Oh nein. Zara hat definitiv Feuer und bringt sich damit immer wieder in Gefahr. King ist eben King. Man muss ihn nicht mögen, aber man wird ihn lieben. Zumindest ist das die Meinung der Leser.
Und dann kommen wir zu Stepbrother I want you. In diesem Buch habe ich zwei Themen kombiniert, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten. Depressionen und eine verbotene Liebe. Aber auch hier: Achtung softe Bdsm!
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, derzeit schreibe ich an einem Buch, worüber ich leider noch nicht allzu viel verraten kann. Nur so viel – es wird erstmals hauptsächlich aus der Sicht der Frau erzählt
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Lange Spaziergänge mit meinem Hund, ins Kino oder shoppen gehen, aber auch mit meiner Familie verreisen oder mit meinen Freunden einfach zusammensitzen und quatschen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Früher habe ich die Werke von Eyrisha Summers, Samantha J.Green, Sandra Cugier regelrecht verschlungen, da ich eine Zeitlang als Testleserin fungiert habe. Aber seit ich schreibe, komme ich kaum noch dazu.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe am liebsten in meinem Bett und der Laptop auf meinem Schoß. Aber ich bin da auch recht flexibel und schreibe auch mal auf dem Fußballplatz, wenn mein Sohn Training hat oder im Auto. Einen festen Platzt gibt es daher nicht wirklich 😉
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Chaotisch, laut und immer mit Musik. Ich stehe früh auf und habe sofort gute Laune. Was oftmals meine Tennies zu Hause auf die Palme bringt. Also heißt es dann Frühstück, Gassigehen. Haushalt und dann schreiben, bis das Mittagessen auf mich wartet. Und ab Abends 19 Uhr geht es dann wieder zum Schreiben und den Austausch mit meiner Freundin und Testleserin, die vom ersten Wort an, an meiner Seite ist. Zumindest an den freien Tagen. Wenn ich arbeiten bin, sieht es ein wenig anders aus, da der Tag einmal komplett auf links gedreht, da ich bis ca 16 Uhr schlafe, bis ich dann um 20 Uhr zum Nachtdienst muss.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese wie ich schreibe. Alles im Romancebereich.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter Tag.
Oh je, dass ich schwer. Es gibt, sicher einige Zitate, aber keines trifft zu einhundert Prozent zum Schreiben.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nicht direkt. Ich liebe Amerika, Irland und ja, sogar Italien. Allein wegen der Natur, die Strände und das satte Grün. An sich gibt es in jedem Land irgendwas, was mich begeistern kann. Oder zu Ideen anregen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich selbst bin verdammt Kritisch, wieso ich lange gehadert habe , meine Bücher auch wirklich zu Veröffentlichen. Kritik ist gut und wichtig, nur so kann ich mich weiterentwickeln. Jedoch sollte sie fair und sachlich bleiben. Oftmals vergessen das einige. Und dann ist es in meinen Augen keine Kritik mehr, sondern schlichtweg unter der Gürtellinie. Vor allem dann, wenn sie Fake sind!
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Um ehrlich zu sein, habe ich zu viele Visionen im Kopf, um mich unterzuordnen. Oftmals ist bei mir das Cover das erste was ich erstellen lasse, bevor ich mich an eine Story setze. Das würde in einem Verlag schlecht möglich sein. Aber auch die Abläufe und das ganze drum herum ist einfach nicht meins. Ich möchte entscheiden wie ich Vö, wann ich Vö und zu welchen Bedingungen. Und das kann ich nur, wenn ich alles selbst in der Hand habe. Dass ich meine ersten Bücher einem Hörbuch Verlag angeboten habe, war daher schon eine große Überwindung. Aber es hat sich gelohnt.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Vertraue niemanden, außer dir selbst. Verwirkliche deine Träume und frage dich nie, was ist, wenn es nicht gut wird. Wenn da jemand ist, dem es nicht gefällt. Solche Gedanken, halten dich nur auf. Versuche zu lächeln und daran glauben, dass du jemanden erreichen kannst.

Montag, 10. April 2023

[Buchvorstellung einmal anders] Die Zahnfee von Monika Grasl


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Monika Grasl, um mit ihr über ihr Buch „Die Zahnfee“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Hi, es freut mich, dass wir uns heute treffen 😊 Was meinst du, machen wir nachher noch eine kleine Rundfahrt über die Donau?
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Die Zahnfee ist ein Thriller, der mehrere Elemente der aktuellen Zeit vereint. Die Geschichte ist angesiedelt in Budapest des Jahres 2070 und hat einige sehr neumodische Interpretationen der Umgebung erfahren. Die eigentliche Handlung besticht dabei insbesondere durch Agoston und Yves, welche beide sehr konträre Figuren sind, die letztlich jedoch zusammenarbeiten müssen.
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Wenn man meine Figuren fragt, dann würden sie bestimmt lauthals „JA“ schreien. Tatsächlich verhielt es sich bei der Zahnfee aber etwas anders. Da es ein Einzelband ist kamen viel mehr Emotionen zusammen, welche letztlich natürlich auf die Stimmung drückten. Und da gab es schon die eine oder andere Szene, an der ich länger saß und mit mir haderte, ob ich das den Charakteren so tatsächlich zumuten kann.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Ach her je, das sind so viele. Aber wenn ich eine raussuchen müsste, wäre es diese:
Die Klimaziele waren in den vergangenen vierzig Jahren vehement übergangen worden. Daraus resultierte, dass im Jahr 2070 mehr als die Hälfte der Einwohner an Lungenerkrankungen litten und sich die andere Hälfte mit Staubmasken versuchte, vor diesem Unglück zu bewahren.
Wie viel echte Monika steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Ich denke mal, alleine in Yves steckt eine ziemliche Menge von mir. Das bleibt zwangsläufig nicht aus, wenn man sich so lange mit den Figuren befasst. Sie nehmen dann gewisse Wesenszüge an, die man so gar nicht bewusst einbaut, sondern erst bemerkt, wenn man die Handlung mit einiger Zeit Abstand noch mal liest.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Also sie würden wohl …
Agoston: „Darf ich mal? Ich stelle die Behauptung auf, dass meine Arbeitszeiten von der Autorin übernommen wurden, als Sie das Buch geschrieben hat.“
Yves: „Du bist doch nur gerade so unleidig, weil du noch nichts gegessen hast.“
Agoston: „Genauso wie die Autorin. Die isst während ihrer Schreibstunden auch nichts – das muss man sich mal vorstellen.“
Yves: „Das ist wohl auch der Grund, warum ständig diese sadistische Ader im Raum herumschwebt. Eigentlich ist die Autorin eine ganz liebe, wenn man ihr nicht gerade den Teller klaut.“
Agoston: „Oder die Tastatur.“
Yves: „Wer käme auf diesen Einfall?“
Agoston: „Du, als du dabei warst die eine Szene …“
Danke, ihr beiden. Mehr muss die Menschheit wirklich nicht über mich erfahren.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Der Titel kam mir, nachdem der erste Gedanke zu der Handlung auftauchte. Ich wusste einfach, dass ist er und verändert hat er sich dann während des Schreibens nicht mehr.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Nein, an dem Cover will ich gar nichts ändern. Jasmin von @jasminscoverdesign, die man auf Instagram unter dem Namen findet, hat da in Zusammenarbeit mit dem Silberkrone Verlag tolle Arbeit geleistet.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Mir gefällt persönlich das folgende Zitat sehr gut, da es so hervorragend den Zustand des Jahres 2070 widerspiegelt: „Was ich nicht eintauschen kann, brauche ich nicht. Was ich mit Drogen bezahlen kann, versuche ich zu bekommen und falls ich gerade selbst den nächsten Schuss brauche, dann ergibt sich immer eine Einigung.“
Danke für das Gespräch.
Ich danke dir. Und was meinst du, machen wir jetzt noch einen Abstecher nach Budapest? 😊

Sonntag, 9. April 2023

[Buchvorstellung einmal anders] Wolf & Witch von Laney Bower


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Ava und Caleb aus „Wolf & Witch“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Ava: Gerne. Wenn ich ehrlich bin, dann bin ich etwas nervös.
Caleb: Ich freu mich hier zu sein. Unsere Geschichte müsst ihr einfach kennenlernen.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ava: Ich bin eine Hexe. Bis vor Kurzem war ich noch auf der Suche nach meinem Seelentier.
Caleb: Mit Betonung auf „war“. Zwischenzeitlich hat sie sich meine Tierseele geschnappt. Sie sorgt dafür, dass ich mich in einen Wolf verwandeln kann.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Caleb: Rebellische Außenseiterhexe verbindet sich mit dem Seelentier eines Wolfswandlers, - meiner Wenigkeit – und entpuppt sich als seine Gefährtin.
Ava: Und was ist mit der Magie, die ich entdecke?
Und Williams Geheimnis?
Und der Intrige?
Und…
Caleb: Lass das mal unsere Leser/innen selbst herausfinden. Mein Fokus lag auf dem Wichtigsten: Uns.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Ava: Laney? Sie liebt es, wenn ihre Protagonisten an Herausforderungen wachsen 😉
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Caleb: *grinst*
Ava: *wird rot*
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Ava: Ich liebe es, zu zocken, um runterzukommen. Ebenso wie sie.
Caleb: Sie hat wirklich eine blühende Fantasie, die in jeder Seite steckt – für meinen Geschmack etwas zu blühend…
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Ava: Loyal und fordernd.
Caleb: Wie bereits gesagt: Fantasievoll. Aber zumindest gönnt sie ihren Protagonisten gerne auch etwas Spaß *zwinkert*
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Ava: Das ist eine ziemlich schräge Eigenschaft unserer Autorin: Sie erfindet gerne Geschichten zu Covern. In dem Fall hat sie ein Premade mit dem Titel „Wolf & Witch“ gesehen, es gekauft und innerhalb von zweieinhalb Monaten das dazugehörige Buch geschrieben.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Caleb: Ich würde nichts ändern. Auf dem Cover trägt Ava das Outfit, das sie bei unserem ersten Date anhatte - Ganz meine Hexe.
Ava: Und er ganz mein Wolf *lächelt*
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Ava: Das ist einfach:
„Ja, ich bin seine Gefährtin. Doch darüber hinaus bin ich auch eine Frau. Eine Hexe. Ava. Und wenn ich um ein Gespräch bitte und ihr es mir gewährt, dann habt ihr beide verdammt noch mal zuzuhören!“
Caleb: Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Da hat sie es endlich begriffen 😉
Danke für das Gespräch
Ava: Na, das war ja halb so schlimm *wirkt erleichtert*
Caleb: War mir ein Vergnügen!

Samstag, 8. April 2023

[Buchvorstellung einmal anders] Stadt. Land. Lockdown. von Enni Rock


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Protagonistin Katharina, um mit ihr über das Buch „Stadt. Land. Lockdown.“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Na ja, was heißt Zeit gefunden. Eigentlich habe ich ganz friedlich in meiner Geschichte gesessen und bin dem normalen Ablauf gefolgt – bis die Autorin mich plötzlich hierher zitiert hat, um dieses Interview zu geben. Ich bin also nicht wirklich vorbereitet.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Da fängt es schon an: Das ist gar nicht so leicht. In meiner Geschichte wird mein Leben ja etwas auf den Kopf gestellt – ich sage nur Corona und Lockdown. Und plötzlich bin ich in einer anderen Stadt oder vielmehr auf dem Land und weiß nicht mehr, wie mir geschieht. Aber ich heiße auf jeden Fall Katharina, bin Mitte Dreißig und hab es gern geordnet und nach Plan!
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
Wie gesagt, es geht um den ersten Lockdown, den ich plötzlich bei meinen Eltern im Gästezimmer verbringen muss, weil … also aus Gründen. Und nicht genug damit, dass ich mir das Zimmer mit meiner nervigen Schwester teilen muss, ich laufe auch noch ständig dieser wortkargen Hanna über den Weg. Einer Landwirtin! Warum man freiwillig auf dem Land bleibt, statt in die Stadt zu ziehen, ist mir ja ein Rätsel, aber gut … Wo war ich? Jedenfalls sitze ich also fest und muss mich mit Dingen und Menschen auseinandersetzen und als der Lockdown dann endlich vorbei ist und alles weitergehen kann wie zuvor, da ist plötzlich nichts mehr so wie es mal war. Ich sagte ja: Mein Leben wird mal eben auf den Kopf gestellt!
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Oh ja, Spaß hat sie definitiv. So oft wie ich mich lächerlich mache und in ungünstige Situationen bringe! Und ich erwähnte ja meine nervige Schwester? Eine gewisse Schadenfreude unterstelle ich der Autorin da schon!
Wobei, okay, sie geht auch nie zu weit und es gibt auch emotionale Momente für mich, wo sie schon sehr einfühlsam ist und gut auf mich Acht gibt.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Also es gibt da eine frühmorgendliche Begegnung gegen Ende der Geschichte, bei der ich mich anfangs mal wieder um Kopf und Kragen rede, aber dann endet es doch sehr schön. Obwohl ich von einer Kuh angerempelt werde. Aber mehr so, na ja, liebevoll. Denke ich.
Was glaubst du, wie viel Enni steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Liest sie meine Antworten? Nicht, dass ich eine mögliche Fortsetzung riskiere oder sie sich was Gemeines für mich ausdenkt. Aber ich sage mal so: Ich bin wahrscheinlich schon eine Facette von ihr. Ich meine, hallo, mich könnte man sich ja auch gar nicht komplett ausgedacht haben. Dazu bin ich viel zu authentisch, bitte schön! Und schließlich hat Enni selbst im Lockdown und jahrelang im Homeoffice festgesessen. Da ist also garantiert nicht alles reine Fiktion.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Du bringst mich echt in die Bredouille. Also im Großen und Ganzen geht sie schon sehr liebevoll mit ihren Protagonistinnen und Protagonisten um und sie gibt sich viel Mühe mit der Sprache. Da feilt sie manchmal schon sehr lange dran rum, bis so ein Absatz mal stimmt.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Nein, ehrlich gesagt, hat sie mich nicht gefragt. Was schon ziemlich fies ist, denn wer, wenn nicht ich, könnte beurteilen, ob der Titel stimmt? Aber sie hatte schon früh einen Arbeitstitel, der aber leider in der Form schon vergeben war und dann ist es eine leichte Abwandlung davon geworden.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Also ich bin mir nicht sicher, welche der beiden Figuren ich sein soll. Ich vermute die linke Gestalt, aber da fühle ich mich nicht wirklich gut getroffen. Ungünstiger Winkel und so und dieser Hoodie – auch hier wäre etwas Vorwarnung schön gewesen, dann hätte ich mich noch mal umziehen können. Aber sonst gefällt es mir schon ganz gut.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
„Kuhscheiße macht schön.“
Danke für das Gespräch.
Bitte. Aber wenn mir demnächst etwas zustößt, bist du Schuld!

Donnerstag, 6. April 2023

[Schnipseltime] Lope - Christ & Rafael von Laura Lee Johnes

 

Wie lange ich mit der kranken Stute meine Runden drehte, wusste ich nicht, als endlich einer unserer Tierärzte durch die Hallentür kam.
„Na, wen haben wir denn da?“, erkundigte sich Dr. Nolden und reichte mir kurz die Hand.
„Das ist Glenna, fünf Jahre jung und erst seit sechs Wochen hier. Sie gehört einem Kunden, Rafael Köhler. Wir vermuten eine wetterbedingte Kolik“, fasste ich knapp zusammen, während wir zu seinem Auto gingen. Darin befand sich alles, was ein mobiler Tierarzt so brauchte.
Er stellte ein paar Fragen, begann währenddessen mit der Untersuchung. „Ich stimme eurem Verdacht zu, werde ihr jetzt entsprechende Medikamente verabreichen“, meinte er schließlich. „Du weißt ja Bescheid, kennst dich damit aus. Die nächsten Stunden solltet ihr ein Auge auf sie haben.“ Er zog zwei Spritzen auf, die sich Glenna zum Glück ohne Proteste verabreichen ließ. Bei ihrer Größe und Masse hätten wir sonst ernsthafte Probleme bekommen. Sie war groß genug, dass ich nicht über ihren Rücken schauen konnte und gefühlt doppelt so breit wie eine meiner Stuten.
Er streichelte der Stute über den Hals. „Meldet euch, falls es nicht bald besser wird. Dann komme ich nochmal vorbei.“

Der Tierarzt fuhr gerade zum Tor hinaus, als Rafael im Laufschritt den Innenhof durchquerte. Abgehetzt wirkte er, sein Gesicht mit dem ernsten Ausdruck war gerötet, die Haare nass und verwuschelt. Sein Blick fixierte die Stute.

„Glenna, was machst du denn nur?“, brachte er aufgeregt hervor, als er uns erreichte. Liebevoll tätschelte er ihren Hals, bevor ich ihm ihren Führstrick in die Hand drückte. Dann wandte er sich mir zu: „Tut mir leid, dass ich nicht erreichbar war, die Arbeit …“ Er schluckte. „Danke, dass du, beziehungsweise ihr euch um sie gekümmert habt.“
„Schon okay“, gab ich leicht lächelnd zurück. „Dafür sind wir ja da. Es scheint ihr bereits besser zu gehen, wie es aussieht schlagen die Medikamente gut an.“
Leicht schüttelte er den Kopf. „Selbst wenn, ich sehe das nicht als selbstverständlich an. Und ich bin so froh, dass es ihr bereits besser geht. Ich habe mir echt Sorgen gemacht. In dem anderen Stall wurde ein Pferd wegen einer Kolik eingeschläfert, ihm war nicht mehr zu helfen.“

„Das hatten wir hier auch schon“, gestand ich betrübt. „Es ist schrecklich, aber kann leider immer mal passieren. Du solltest noch ein paar Runden mit ihr laufen. Ich mache inzwischen ihre Box fertig, die nächsten Tage sind Sägespäne besser als Stroh und ihr Heu bekommt sie vorsichtshalber in mehreren kleinen Portionen“, erklärte ich auf seinen fragenden Blick hin. „In einer Viertelstunde kannst du mit ihr rüberkommen.“
„Danke nochmals, Chris. Es tut gut zu wissen, dass sie hier so gut versorgt wird.“ Ein schüchternes Lächeln zeigte sich in seinen Mundwinkeln.
„Und das, wo er eigentlich ein Date heute Abend hätte“, kicherte Nina, die plötzlich hinter uns stand.
Prompt bekam Rafael einen roten Kopf. „Oh, verdammt, das … das …“, stammelte er, sichtlich nervös zu mir schauend.

[Buchvorstellung einmal anders] Lope - Chis & Rafael von Laura Lee Johnes




Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Chris und Rafael aus „Lope – Chris & Rafael“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Chris: Wir haben dir zu danken.
Rafael: Es ist schön, dass wir uns und unsere Geschichte vorstellen dürfen.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Rafael: Also ich bin Rafael Köhler, Ende 20, ein ziemlicher Reitanfänger und meine große Liebe ist meine Stute Glenna. Daher habe ich auch Chris‘ Hilfsangebot angenommen.
Chris: Mein Name ist Chris Stein. Ich reite seit ich denken kann, bin inzwischen Anfang 30, und froh, dass ich mit meine Berufung zum Beruf machen konnte.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Rafael: Mach du mal, Schatz.
Chris: Jajaja, der alte Mann kann sich ja zum Deppen machen. Tja, was soll ich sagen? Ihr lernt uns und unsere Vergangenheit kennen. Dürft miterleben, wie wir uns besser kennenlernen, und vom Rest würde ich ja fast sagen: Lasst euch überraschen. Es wird auf jeden Fall heiß und emotional.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Chris: Also bei mir hatte sie wohl keine Hemmungen, mir die volle Breitseite zu verpassen. Mit meinem Süßen ist sie da ja wesentlich zaghafter umgegangen. Gut, vermutlich besser für meine Nerven.
Rafael: Du hast ihr wohl einige graue Haare beschert. Mich liebt sie. *grinst süffisant
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Chris: Naja, wenn du so fragst, ja. Den ersten Kuss zwischen Rafael und mir werde ich wohl niemals vergessen.
Rafael: *errötend* Ja, auf jeden Fall. Chris hat mir ein wirklich unvergessliches Erlebnis beschert.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Rafael: Also auf jeden Fall spüre ich ihre Liebe zu Pferden, die sie uns mitgegeben hat. Aber sonst?
Chris: Bei mir ist es wohl, dass ich mir manchmal viel zu viele Gedanken mache. Und ich weiß ja, dass Rafaels Rolle in dem Buch ursprünglich anders sein sollte. Ich darf die Liebe von ihr zu ihm ausleben.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Rafael: Ich kann nur Gutes …
Chris: Als ihr Liebling würde ich jetzt auch nichts Schlechtes sagen.
Rafael: Das ändert nichts daran, dass sie sehr emotional und manchmal vielleicht sogar zu empathisch ist.
Chris: Auf jeden Fall ist sie ein Genussmensch. Ich durfte noch nie so intensive schöne Momente erleben.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Chris: Ich hatte die Idee dazu. Lope ist der langsame Galopp der Westernpferde. Es spiegelt gut, dass Rafael und ich uns zwar schnell näher kamen, aber dann doch nicht so rasant, wie wir es gerne gehabt hätten.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Rafael: Ich wäre natürlich schon happy gewesen, wenn wir selbst auf dem Bild wären. Aber dummerweise fiel ich ja aus dafür. Mit den beiden Models sind wir jedoch ganz gut getroffen.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Chris: Dass Rafael zu mir sagte: „Es genügt mir zu wissen, dass du mich zu nichts drängst, was ich nicht will.“
Rafael: Und ich mochte, als Chris folgendes zu mir sagte: „Danke, dass du mir vertraust und an mich glaubst.“
Danke für das Gespräch
Rafael: Wir haben zu danken. Das war wirklich eine tolle Erfahrung.
Chris: Dem kann ich mich nur anschließen. War sehr angenehm, dich getroffen zu haben.

Mittwoch, 5. April 2023

[Schnipseltime] Das Lied der Reiter von M.C. Larroh

 

Wenn die Natur doch so farbenfroh war, warum sollte dann die künstlerische Ausdruckskraft der Menschen schlecht sein?