Dienstag, 26. Mai 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Die Lüge der Seeprinzessin von Kerstin Stefanie Rothenbächer

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Baatar und Kiyan aus „Die Lüge der Seeprinzessin“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Baatar runzelt die Augenbrauen: Ich gewähre Dir gerne Audienz, wundere mich aber, dass Du keine Gastgeschenke mitgebracht hast. Offenbar bist Du mit den Sitten in Kabus wenig vertraut.
Kiyan schnauft durch: Ich freue mich, Dich zu treffen, liebe Claudia, lass Dich ja nicht von meinem Vater ins Bockshorn jagen. Er sitzt auf einem Berg voll Gold und es wird ihm wohl nie genug sein.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Kiyan: Ich bin der Sohn des Emirs von Kabus aus „Die Lüge der Seeprinzessin“ und soll die falsche Tochter des Sultans von Yanam heiraten. Minou und ich sind eine absolute Fehlbesetzung, ich liebe Nadira.
Baatar knirscht mit den Zähnen: Du wirst tun, was gut für Kabus ist, und wer weiß das besser als ich, Du Grünschnabel! Meine gute Claudia, Du kannst Dir denken, was ich um die Ohren habe. Ein Reich zu führen ist nichts für Weicheier! Als Emir von Kabus habe ich mein Volk zu schützen und obendrein suche ich nach dem Geheimnis, das mir meine Gattin … ach, das gehört nicht hierher. Falls Du irgendwo ein Krokodil entdeckst, sag mir umgehend Bescheid.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Kiyan schüttelt den Kopf: Wirf meinem Vater einen schiefen Blick zu und er wetzt die Säbel. Nicht mit mir! Ich kämpfe nicht und damit fing die Geschichte schon an. Wie er auf die hirnrissige Idee kommt, mich mit Minou zu verkuppeln, weiß der Geier. Da spielte ich nicht mit und türmte … wer konnte denn ahnen, was das nach sich zieht?
Baatar: Das kommt davon, wenn die Jugend ihren eigenen Ideen folgt. Wer mich herausfordert, sollte später nicht jammern. Manchmal ist ein Geheimnis quälender als die schlimmste Wahrheit.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Baatar ballt die Faust: Ach was! Ein wahrer Herrscher fürchtet keinen Kampf. Ich laufe mich gerade erst warm.
Kiyan: Sag das nicht, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Vielleicht komme ich doch nochmal aus dem Buch und stell sie zur Rede.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Baatar: „Wenn ich sage, wir jagen die Krokodilsbrut und verleiben uns die Nachbarländer ein, wirst du der Erste sein, der zu den Waffen stürmt! Du hast die verdammte Pflicht als mein Sohn!“, nahm der Emir den Faden wieder auf.
Kiyan: Wie sie mich anstachelte und ich ihr nachsetzte!
„Die Maus, die den Tiger fangen will, sollte sich vorsehen, meine Liebe!“
Wenig prinzessinnenhaft drang ihr freches Lachen an meine Ohren und berührte mich tief, viel tiefer, als ich es zulassen wollte.
„Unterschätze mich, Kiyan, das wird ein Spaß!“
Die schreienden Felsen verbargen uns und wir schlüpften durch eine Kluft ins Innere. Unser Schwur, aufeinander zu warten, leuchtete wie Gold in ihren Augen. So viele Jahre voller Sehnsucht im Trost unserer Briefe, die eine gute Seele aus Yanam aufgab und mein verschwiegener Hadschib mir unter mein Kopfkissen legte. Ich musste sie wiedersehen!
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Kiyan grinst: Wie soll sie sonst eine solche Liebe beschreiben wie die zwischen Nadira und mir? Ich bin sehr glücklich, dass sie mir ihr Herz geschenkt hat und damit tausend Sonnenstrahlen durch meinen Körper schickt.
Baatar: Ach komm, in ihr stecken auch andere Gefühle! Diese Neugier, ein Geheimnis lüften zu müssen, kann ziemlich nervenaufreibend sein.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Baatar: Eine Teufelin steckt in der Dame und sie kann mir beinahe das Wasser reichen mit ihrem intriganten Gehabe. Wenn Du das Buch bis zum Ende liest, wirst Du wissen, dass sie Gift im Honig versteckt hat.
Kiyan reibt sich die Stirn: Endlich mal jemand, dem Du nicht gewachsen bist. Kerstin hat mich ganz schön in die Tinte geritten, aber immerhin versucht sie, es wiedergutzumachen. Wer Nadira für mich erfindet, dem breite ich den roten Teppich aus.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Kiyan zerknirscht: Ein wenig geschwindelt hat sie schon und das auch noch meinetwegen. Beim Herrn des Staubs! Das ist echt dumm gelaufen.
Baatar: Sag ich doch! Hättet ihr mal auf mich gehört!
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Baatar: Mein Konterfei hätte sich gut auf dem Umschlag gemacht samt Krone und Säbel, am besten in der großen Halle mit dem Gemälde meiner ersten Schlacht im Rücken und dem Thron, der in purem Gold glitzert.
Kiyan rümpft die Nase: Du siehst es ja selbst, liebe Claudia, mit sowas bin ich aufgewachsen? Ehrlich gesagt, das Cover wühlt mich total auf. Nadira in einem der Mondteiche, gefangen im Schilf. Die Nacht senkt sich herab und der Nebel, der vom Boden aufsteigt, verwandelt ihre Beine in Schuppen. Aufhören!
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Kiyan: „Versprochen ist versprochen 143“
Baatar:
‚Ich werde ihn finden und dann gebe ich ihm, was er verdient!‘
Danke für das Gespräch
Baatar: Ehre, wem Ehre gebührt. Dreh mir meine Worte aber nicht herum, ich habe ein Auge auf Dich.
Kiyan: Ich danke Dir, liebe Claudia.

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