
Protagonisteninterview
Riccardo Visconti
Marchese della Motta
Riccardo Visconti
Marchese della Motta
Ich treffe mich heute mit Riccardo Visconti Marchese della Motta aus dem Buch „Der Zorn der Schlange“ von Barbara Drucker.
Guten Tag, schön, dass Sie heute Zeit finden, ein wenig mit mir über das Buch zu sprechen.
Die Freude ist ganz auf meiner Seite.Wie geht es Ihnen heute?
Die üblichen Eingangsfloskeln? Wenn ich aufrichtig antworte, wäre ich diesmal kein unterhaltsamer Gesprächspartner. Also lassen Sie uns annehmen, dass weder mein Zorn noch meine Schuldgefühle meine Stimmung trüben.Würden Sie sich meinen Lesern vorstellen?
Ich bin Riccardo Visconti Marchese della Motta, Schlangenkrieger und Ratsmitglied im Schlangenorden. Zumindest auf den ersten Seiten des Buches.Was ist Ihr höchstes Lebensziel?
Meine Freiheit. Dass ich Großmeister des Ordens werden will, habe ich nie verhehlt.Wie kann man sich Ihren ganz normalen Alltag vorstellen?
Das hängt sehr stark von meiner Mission ab und ob ich mich bei Hof aufhalte. Im Wesentlichen beginnt mein Tag mit sorgfältiger Toilette und Korrespondenz. Dann natürlich Ausritte, Waffen- und Kampfübungen, denn Müßiggang wäre bei meinem Beruf tödlich. Nachmittags lese ich, abends nehme ich am Gesellschaftsleben teil. Stellen Sie sich darunter geistreiche Konversation vor, Glücksspiel, Theater und Konzerte oder gelehrte Dispute. Ich denke jedoch, dass Sie weniger an meinem Alltag interessiert sind, als vielmehr an meinen geheimen Aktivitäten. Als da wären Spionage, Intrige und ja, Sie schielen zu Recht auf meinen Degen. Ich trage ihn nicht nur als Standessymbol.Welche Stolpersteine und Hürden würden Sie gerne aus Ihrem Leben eliminieren?
Die Gehorsamspflicht im Orden wäre die allererste. Dann die Unvereinbarkeit von Ehre, Liebe, Loyalität und Pflicht, sie ist mehr als ein Stolperstein und an ihr beiße ich mir seit geraumer Zeit die Zähne aus. Drittens das Verhältnis mit Cesare Scarlatti, meinem ehemaligen Mentor, das ist nun deutlich getrübt. Ich vermisse unsere gemeinsamen Pläne und Gespräche und kann sie doch nicht wieder aufnehmen.Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, wie würden Sie ihn verwenden?
Ich halte nichts von magischen Wünschen. Wenn ich mir meine Wünsche nicht aus eigener Kraft erfüllen kann, bin ich der Falsche für sie.Herzlichen Dank für Ihre Zeit.
Es war mir wie immer ein Vergnügen.
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