
Buchvorstellung einmal anders
Heute treffe ich mich mit der Autorin Kaja Paulan, um mit ihr über ihr neuestes Buch „Ragnamar – Das letzte Wort“ zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Sehr gern.Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Es ist eine düstere Märchenfantasy aus dem Grimmschen Märchenuniversum über Verantwortung, Erinnerung und die Macht der Worte.Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Schwierige Situationen fallen mir leichter. In Krisen zeigen Figuren oft deutlicher, wer sie sind, wozu sie in der Lage sind. Bei schönen Momenten bin ich vorsichtiger, weil sie schnell in Kitsch abrutschen können.Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Meine liebste Stelle ist die, als Mila erkennt, dass man manchmal stärker ist, wenn man loslässt, als wenn man kämpft.Wie viel echte Kaja steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?Ziemlich viel: Meine Fragen, meine Zweifel, meine Haltung zu Verantwortung und Loyalität fließen ein. Auch meine Art, Dinge zu beobachten, findet sich wieder.Aber meine Figuren treffen Entscheidungen, die ich so wahrscheinlich nie treffen würde. Sie gehen weiter und riskieren mehr. Genau darin liegt ja die Freiheit des Schreibens.
Ehrlich? Ich weiß es nicht. Vielleicht würden sie mich kritisch ansehen. Vielleicht würden sie mich gar nicht mögen, weil ich ihnen so viel zumute. Aber ich hoffe, sie würden respektieren, dass ich sie ernst nehme.Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Er stand schon relativ lange fest. Da es viel um Märchen, Bücher und Worte geht, habe ich damit den Kreis geschlossen.Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Ich liebe das Cover sehr.Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Da fällt mir die Auswahl wirklich schwer. Ich nehme mal dies: »Ein einziges Wort, tief in deinem Inneren, kann alles Ungerechte hinwegfegen. Es braucht keine magischen Kräfte, keine Waffen, nur den Glauben, dass es die ganze Zeit in dir war, auch wenn du es nicht bemerkt hast. Welches Wort ist das?«Danke für das Gespräch.
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