Sonntag, 29. März 2026

[Autoreninterview] Agga Kastell


Autoreninterview
Agga Kastell

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich neige zu schwarzem Humor und bin auch in unangebrachten Situationen zu multiplen Sarkasmen fähig. Ich bin ungeduldig, aber ausdauernd.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe die Lebensgeschichte meiner Großmutter im 1. Und 2. Weltkrieg aufgeschrieben, bevor sie mir nichts mehr darüber erzählen konnte. Dann habe ich nicht mehr aufgehört mit dem Schreiben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
KURZ VOR PARIS – eine satirische Dystopie über Freundschaft in Zeiten des Faschismus. MISSION MERLACORNA – eine Herbstlandenovelle über das Erreichen eines gemeinsamen Ziels trotz Gegensätzen.
20 Anthologien, zu denen ich eine Kurzgeschichte beitragen durfte.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Oh ja. Die Idee dazu trage ich schon lange in mir, aber die Ausarbeitung entwickelt sich quälend langsam.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Lesen. Häkelunterricht für Kinder. Joggen. Biertrinken im Biergarten. Serien binchen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Neil Gaiman Niemalsland
Erin Morgenstern Das sternenlose Meer
Sven Haupt Stille zwischen den Sternen
Stephen King Der schwarze Turm und Duma Key (auf Deutsch: Wahn)
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich habe ein Zimmer als Bibliothek eingerichtet, da steht auch mein Schreibtisch – und eine Procrastinationscouch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Mein Tag fängt abends an, da lege ich mir einen Plan zurecht, was ich am nächsten Tag erledigen möchte. Aufstehen, 1 Stunde Social Media, Arbeiten. Abends: Kontakt mit Freunden, entspannen beim Fernsehen und wenn draußen alles dunkel ist: Ich zitiere Howard Carpendale: „Nachts, wenn alles schläft, solltest du nicht bei mir sein - ich haue in die Tasten.“
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Fantasy – damit kannst du die ausgefallensten Dinge schreiben, du musst es nur gut begründen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Tatsächlich hat bisher jedes meiner Bücher ein Zitat auf der Rückseite. „Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Heinzel her.“ Und: „Wer den Nächsten nicht ehrt, ist der Freundschaft nicht wert.“
Ich habe kein Lieblingszitat, aber wenn etwas schiefgeht, singe ich gerne aus einem alten Hans-Albers-Lied: „Beim ersten Mal, da tut’s noch weh, da glaubt man, dass man’s nie verwinden kann. Doch mit der Zeit, so peu-à-peu, gewöhnt man sich daran.“ Gilt besonders für Absagen und Kritiken.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Schottland. Es ist wild und es ist rau und es ist MAGISCH. Es gibt Whisky, Crannógs, Lochs und viel Geschichte, die nicht vorbei ist.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich sehe mir genau an, womit die Kritik zu tun hat: Mit mir? Mit mir kein bisschen, sondern mit dem, der kritisiert? Oder tatsächlich mit dem Buch und seinem Inhalt? Aus inhaltlicher Kritik lerne ich so viel wie möglich.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Cover, Design, Layout, Buchsatz – davon habe ich keine Ahnung. Deshalb bin ich froh, dass sich Verlage für meine Buchthemen interessieren.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
TRAUT EUCH! Was immer ihr schon mal machen wolltet: traut euch mindestens dreimal, bevor ihr aufgebt.

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