Donnerstag, 30. Oktober 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Dunkle Schatten über Burg Wolfsegg von Monika Grasl

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Klara und Georg aus „Dunkle Schatten über Burg Wolfsegg“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Klara: Ich bin ebenfalls sehr erfreut.
Georg: Ja, hallo.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Klara: Ich bin Klara von Helfenstein und Burgherrin von Burg Wolfsegg. Seit einigen Jahren bin ich mit meinem Mann Ulrich von Laaber verheiratet. Wobei mein Gemahl aktuell damit beschäftigt ist in den Krieg zu ziehen.
Georg: Georg Moller aus Heitzenhofen, wenn’s beliebt. Mir gehört die Hammermühle und wenn wir mal bei der Wahrheit bleiben, Klara, dein Mann kriecht aktuell wahrscheinlich eher durch den Dreck, als das er wirklich in den Krieg zieht.
Klara: Das ist deine Sicht der Dinge, mein lieber Georg.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Georg: Also, es …
Klara: Wenn ich bitte dürfte. „Dunkle Schatten über Burg Wolfsegg“ handelt von meinem Leben als Burgherrin an diesem Ort. Es dreht sich dabei vieles um die Widrigkeiten mit denen ich mich auseinandersetzen muss und der Tatsache, dass mein Gemahl sich mehr vom Leben erhofft hat.
George: Es geht aber nicht nur darum, sondern auch, dass Klara sich ihrer Gefühle bewusst werden muss. Das sie zu sich selbst stehen soll und herausfindet, was sie am Ende glücklich macht.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Georg: Absolut.
Klara: Nein, soweit würde ich nun wirklich nicht gehen.
Georg: Also bitte, alleine schon diese eine Szene, wo ich …
Klara: Georg, du wirst jetzt nicht darüber reden.
Georg: Warum nicht?
Klara: Weil es viel zu viel von der Handlung vorwegnimmt. Und außerdem hat ihr das gewiss keinen Spaß gemacht.
Georg: Oh doch, sie hatte ihre absolute Freude daran es genauso zu schreiben.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Klara und Georg: Bei der Stelle sind wir uns einig.
Dunkle Schatten liegen über Burg Wolfsegg. An manchen Tagen frage ich mich, ob es mir zusteht, diese Geschichte zu erzählen. Es ist schließlich nicht die meinige, obwohl ich sie ein Stückweit begleitet habe.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Georg: Ich denke, dass sie an einigen Stellen schon unbewusst etwas einfließen lässt.
Klara: Die Autorin behauptet gern von sich keine Romantikerin zu sein, aber ich muss sagen, nach diesem Buch wird sie das nicht länger sagen können.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Klara: Sie ist ein herzenstreuer Mensch. Ich konnte mich bei ihr absolut sicher fühlen, als wir so einige Stellen geschrieben haben.
Georg: Na ja, manchmal hat sie schon einen gewissen Hang dazu jemanden einen Fausthieb zu verpassen.
Klara: Verbal, mein lieber Georg. Nur verbal.
Georg: Mag sein, aber in einer dunklen Gasse will ich ihr nicht über den Weg laufen.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Georg: Also mich hat damals nach dem Titel keiner gefragt.
Klara: Natürlich nicht, das war ein Gespräch unter Frauen. Und ja, der Titel stand bereits lange vor der Geschichte fest. Die Autorin wollte damals von mir wissen, ob er eventuell ein zu düsteres Bild vermittelt, aber ich war damals schon und bin heute noch davon überzeugt, dass nichts anderes den Inhalt besser zusammengefasst hätte.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Klara: Ich muss sagen, ich war bereits beim ersten Anblick absolut verzaubert.
Georg: So ging es mir auch.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Klara: Das hier ist meine.
Klara versuchte dem Anliegen ihres Gatten, die perfekte Gemahlin zu sein, nachzukommen. Doch die Tatsache, dass sie mit einem willensstarken Mann verheiratet war bedeutete nicht zwangsläufig, dass dieser Charakterzug auf sie abfärbte.
Georg: Und das meine.
„Ich führe ungern einen Krieg, der nicht vor meiner eigenen Haustür stattfindet.“
Danke für das Gespräch
Klara: Wir bedanken uns bei dir, meine Liebe.
Georg: Ja, es war wirklich ein nettes Treffen. Was meinst du, Klara, gehen wir noch eine Runde spazieren?
Klara: Ich denke nicht, dass das klug ist. Meine Kammerzofe ist gerade nicht zugegen.
Georg: Dann sollten wir unbedingt einen Spaziergang machen. Du entschuldigst uns, meine Liebe.

Montag, 27. Oktober 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Yes or No - Down the Rabbit Hole von Nadine Schwager und Yves Flavian

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Neo und Yannik aus „Yes or No – Down the Rabbit Hole“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Neo: Danke, es freut uns, wieder hier zu sein. Nicht jedes Wiedersehen verläuft so glücklich, wie wir erst kürzlich erfahren haben. *verschränkt die Finger dabei mit Yanniks*
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Neo: Mein Name ist Neo Richter, ich bin 29 Jahre alt und Journalist. Seit einem halben Jahr lebe ich zusammen mit Yannik auf einem ehemaligen Bauernhof.
Yannik: Ich bin Yannik Schmidt, neunund*räusper* Jahre alt und Schreinerlehrling im ersten Lehrjahr. Früher habe ich in der Personenschutzfirma meines Vaters gearbeitet. Seit meinem Outing haben wir allerdings keinen Kontakt mehr. Mit Neo und meiner Lehre bin ich jetzt sehr viel glücklicher.
Neo: Diesmal spielen unsere Berufe allerdings keine Rolle im Buch. Wir machen nämlich Urlaub.
Yannik: *verdreht die Augen* Urlaub hätte ich mir anders vorgestellt.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Neo: Wir gehen auf eine längst überfällige Reise in die Vergangenheit. Vor neun Jahren bin ich einfach von Zuhause verschwunden, um meine Transition zu beginnen, und jetzt offenbare ich mich meiner Familie.
Yannik: Natürlich reagieren dort nicht alle, wie wir es uns gewünscht hätten. Die Leute in Neos Heimatdorf sind doch ziemlich verstockt.
Neo: Und seltsam.
Glaubt ihr, macht es der Autorin und dem Autor Spaß, euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Yannik: *brummt* Ganz offensichtlich. Obwohl ich diesmal gut darauf hätte verzichten können. Sonst würde dein Ex-Verlobter nicht noch in diesem Kaff wohnen und wir wären ihm niemals über den Weg gelaufen.
Neo: *kneift die Lippen zusammen, seine Gänsehaut ist deutlich sichtbar, nickt*
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Neo: *grinsend* Ich sag nur „Fuchswald“.
Yannik: *muss auch grinsen* Das auf jeden Fall. Und auch das Wiedersehen mit deinen Großeltern.
Neo: Und natürlich das Ende des Buches. Aber was da passiert, verraten wir nicht, das müsst ihr schon selbst lesen.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin oder eurem Autor steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Neo: Das Dorfleben und die Erlebnisse im Dorf könnten schon so manchen eigenen Erfahrungen von Yves entsprungen sein.
Yannik: Und dieses unbedingte Bedürfnis, meinen Liebsten zu beschützen, kommt definitiv aus Nadines Innerstem.
Wie würdet ihr eure Autorin und euren Autor beschreiben?
Yannik: Sadistisch veranlagt. In diesem Buch haben sie uns echt ans Äußerste getrieben.
Neo: Aber man muss ihnen auch zugute halten, dass sie beide sehr romantisch veranlagt sind. Das kommt uns schließlich auch häufig ganz recht.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Neo: Verändert hat er sich öfter. Der Arbeitstitel lautete: Im Dorf des Grauens. *lacht* So schlimm war es dann zum Glück doch nicht.
Yannik: Und nachdem es keine Horrorstory ist, wollten wir die Leser auch nicht in die Irre führen. Dafür sollte unbedingt wieder eine Matrix-Anspielung rein. Der erste Teil, Wake up, Yannik!, referenziert ja ebenso auf Matrix Teil 1.
Neo: Der Vergleich mit dem Kaninchenbau passte einfach ganz gut mit der Reise in die Vergangenheit zusammen. Wir tauchen ein in die düstere Welt, die ich hinter mir gelassen habe.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Yannik: Ich mag es gern, weil es uns diesmal als Einheit zeigt. Wir halten einander im Arm und sehen in dieselbe Richtung. Das ist es doch, was man sich in einer Partnerschaft am meisten wünscht.
Neo: Dass wir gemeinsam in die Vergangenheit blicken, hat uns nur noch näher zusammengebracht.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Yannik: Meins ist wohl das hier:
„Hör jetzt auf, sonst werd ich böse! Wie oft du das jetzt schon zu mir gesagt hast und ich sage dir immer wieder dasselbe: Ich mach das lieber an deiner Seite durch, als dass ich dich das alleine durchstehen lasse.“
Neo: Meins ist auf jeden Fall mit Opa.
„Ich heiße jetzt Neo“, flüsterte er heiser. Er konnte es kaum glauben. „Wie hast du mich erkannt?“
„Ich erkenne doch meinen Lieblingsenkel.“
Danke für das Gespräch.
Neo: Wir sagen danke für deine Zeit und dein Interesse.
Yannik: Können wir schon einen Termin für Teil 3 vereinbaren? *zwinker*

Sonntag, 26. Oktober 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Dürre 3 - Prophezeiung der Dämmerung von D. K. Berg


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin D. K. Berg, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Dürre 3 – Prophezeiung der Dämmerung“ von D. K. Berg. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊 Doch da klettern noch drei Protagonisten aus dem Buch und setzen sich zu uns.

Wer seid ihr denn? Wollt ihr euch den Besuchern des Blogs vorstellen?
Prof. Beelaird: „Herzlich gern. Hübsch haben Sie es hier. Man könnte fast meinen, man wäre draußen im Freien, haha. Professor Beelaird, angenehm. Ich unterrichte meine Studenten in Historischer Schriftenkunde.“
Jack: „Professor, wir sind im Freien. Das ist anders als auf Terra Nova in den Skycitiy-Türmen. Ich bin Jack. Unfreiwilliger Protagonist der Geschichte, wenn man es so will.“
Georgina: „Georgina Abbot. Ich komme von Luna V und bin … war mit Jack in einer Klasse. Es ist das erste Mal, dass ich von zuhause fort bin.
Herzlich Willkommen, Georgina, Prof. Beelaird und Jack. Wollen wir das Interview nun zu fünft machen?
Prof. Bee: „Ein Interview? Ach, wie reizend!“
Jack: „Wir hatten das Vergnügen doch schon mal. Aber klar, kein Problem.“
Georgina: „Gern.“
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Jack: „Heute ist es sicherlich entspannter, als beim letzten Mal.“
Georgina: „Beim letzten Mal?“
Jack: „Da war mein Onkel dabei. Unlustig…“
Georgina: „Oh. Ich verstehe.“
Georgina, Prof. Beelaird und Jack haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Dürre, Band 3: „Ich bin Teil drei dieser langen Geschichte. In mir kommt es zum Showdown. Es geht um Jacks Rückkehr zu seinem Onkel – eine völlig blöde Idee, wenn Sie mich fragen. Aber, wer tut das schon.“
Jack: „He! Ich hatte es versprochen, schon vergessen?“
Dürre, Band 3: „Ach, ich hatte vergessen, wie unfassbar loyal du bist. Trotzdem, völlig hirnlos, das Ganze. Aber wie dem auch sei. Die geheime Bruderschaft des Lichts will den Jungen in ihre Fänge bekommen und Jack kämpft natürlich um seine Aufnahme an die Sternenakademie.“
Georgina: „Es war so furchtbar, als Du aus dem Ostring zu den Jungen in den Westring gewechselt bist! Du warst wie vom Erdboden verschluckt!“
Jack: „Ich bin nur froh, dass ich Dir irgendwann sagen konnte, was los ist.“
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Seht ihr es als Protagonisten genau so?
Prof. Beelaird: „Die Autorin liebt es dramatisch und durchaus ein wenig düster.
Georgina: „Ich weiß, dass ihr Liebesszenen nicht sonderlich liegen. Daher gibt es auch keine mit Jack und mir. Also, so richtig … ich meine …“
Jack: „Georgie!“
Georgina: „Entschuldigung.“
Dürre: Band 3: Ich kann mich Professor Beelaird hier nur anschließen. Meine beiden älteren Brüder sind genauso gestrickt, wie ich: Viel Drama, sehr herzzerreißend.
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Georgina: „Ich liebe die Stelle, als Jack von Luna V zurückkommt, kurz vor den Prüfungen in der Sternenakademie auftaucht und mein Lernpartner wird. Ich bin ihm förmlich an den Hals geflogen, so froh war ich, dass er wieder da war. Dass sein Onkel ihn übel zugerichtet hatte, hab ich erst hinterher so richtig wahrgenommen.“
Pro. Beelaird: „Meine Lieblingsszene würde jetzt zu viel vorwegnehmen. Aber ich kann sagen, dass ich gern mit Jack zusammengearbeitet habe.“
Jack: „Das kann ich mir gut vorstellen. Nur, dass es dann ganz anders gekommen ist als gedacht, nicht wahr, Professor?“
Dürre, Band 3: „Ich liebe die Stelle, wo Jack das erste Mal nach drei Jahren im Kreis seiner Familie zu Abend isst. Die Stelle hat unheimlich viel Tiefgang.“
Wisst ihr wie viel D. K. Berg tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Habt ihr dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmt ihr dem Buch zu?
Dürre, Band 3: „Die Autorin hat ein gutes Gespür für psychologische Vorgänge, die sie sehr bildhaft in Szene setzen kann. Manchmal komme ich mir vor wie ein Skript zu einem Film, denn das Kopfkino kommt ziemlich gut in Fahrt.“
Jack: „Sie hat meine Probleme, die durch den Aufenthalt auf Lund V aufgetreten sind, in jedem Fall ziemlich deutlich rübergebracht, das stimmt schon.“
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Dürre: „Sie hat ein gutes Gespür für Stimmungen und besitzt die Fähigkeit, die Leserschaft in das Buch förmlich hineinzuziehen. Die meisten können mich und meine älteren Brüder gar nicht aus der Hand legen.“
Jack: „Toll. Die Autorin feierst Du. Aber ich mach die ganze Arbeit! Und bekomme laufend Ärger.“
Prof Beelaird: „Das ist Ihrem ungezügelten Temperament geschuldet, junger Mann. Ich erinnere Sie da gern an die kleine Strafarbeit, die Sie mir anfertigen sollten. Ihr Schriftbild sprach Bände darüber, dass Sie – trotz Ihrem brillanten Verstand! – sich von ihren Emotionen leiten lassen. Das führt zwangsläufig zu Problemen.“
Georgina: „Ich bewundere sie, dass sie so viele unterschiedliche Stränge und Geschichten bis zum Ende nicht verheddert. Meine Mutter ist Geschichtenerzählerin und weiß daher, dass eine Geschichte zu erzählen, nicht so einfach ist, wie es klingen mag.“
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Dürre, Band 3: Mit dem Untertitel hat sie lange gehadert. Daran kann ich mich gut erinnern. Es sollte den Rhythmus der beiden anderen Bücher aufnehmen: in Band 1 hatten wir Schatten, in Band 2 Licht. Da kam der Untertitel „Prophezeiung der Dämmerung“ irgendwann um die Ecke, was ganz gut funktionierte.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Dürre, Band 3: „Das Cover passt mega zum dem Thema des Buches. Waren es bei meinen älteren Brüdern die Orte Luna V und Terra Nova, musste bei mir etwas anderes her. Die Grafikerin von Infinity Gaze hat gut erkannt, dass hier das Computerprogramm einen Schlüsselpart einnimmt. Und das findet sich ja dann auch entsprechend auf dem Cover wieder.
Georgina: Naja… Grün ist die Hoffnung. Und dass Jack und ich als Paar dort verewigt sind spricht auch schon viel für sich.
Jack: „Naja. Es ist ein aufkeimendes Pflänzchen, oder nicht?“
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Dürre Band 3: „Ich mag ja diese Situation hier. Denn auf dem Mond Luna V wird ihnen buchstäblich das Wasser abgegraben…: „Und? Wie sieht es aus?“ Amos tippte ihn ungeduldig mit der Fußspitze an.
„Kein ... Wasser“, keuchte der Junge atemlos, als wäre er mehrere Meilen gerannt. „Ich hab‘ … gegraben … war aber … zu eng … kein Wasser zu finden.“
„Verdammt!“ Amos strich sich frustriert über das Gesicht.
Georgina: „Ich erinnere mich gut an die Situation, wo Jack an die Sternenakademie kommt. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass er eigentlich ein Terra ist. Aber manchmal hat er sich doch fast verraten.“:
„Du suchst jetzt nicht die Fragebögen heraus, oder? Das wäre dann nämlich geschummelt!“ Joe sah ihrem Cousin alarmiert über die Schulter.
„Das könntest du?“ Carry kam neugierig näher.
„Was?“ Jack sah erschrocken auf. „Nein. Natürlich nicht. Woher auch?“
Er warf Joe einen finsteren Blick zu. Weder Carry noch Georgina wussten, dass er tatsächlich ein Terra war, der erst durch seine Computerprogramme in Schwierigkeiten geraten war.
„Ich versuche, eine Art Stundenplan für mich und Georgi zu erstellen, damit wir möglichst effizient arbeiten.“
„Sowas kannst du?“ Carry schaute dem Farmersjungen verblüfft über die Schulter.
„Carry, ich bin vielleicht manchmal ein bisschen beschränkt, aber ich bin nicht blöd“, erklärte Jack etwas ungehalten. „Natürlich kann ich das. Ohne Struktur kann ich nicht arbeiten. So! Plan auf den Komm von Georgina Abbot hochladen.“
„Dokument wurde transferiert“, säuselte die Computerstimme.
„Erstaunlich, wie schnell du gelernt hast, mit dem Strom umzugehen. Als Loonie, meine ich.“ Carry warf ihm einen scharfen Blick zu. Jack überhörte ihren Kommentar geflissentlich.
Jack: „Ich habe in der Geschichte immer wieder meine Zweifel an mir selbst. Wenn ich meine Mädels nicht hätte! Allen voran Joe.“:
„Du wärst enttäuscht, wenn ich die Prüfung nicht schaffe, oder?“
„Natürlich wäre ich …“ Sie hielt inne. „Darum geht es, oder? Du hast Angst, andere zu enttäuschen, wenn du versagst.“ Sie verengte die Augen. „Jack! Es ist sowas von egal, was die anderen denken! Wichtig ist, was du willst! Hör auf, über deine Schulter zu schauen, um herauszufinden, was andere vielleicht wollen. Schau nach vorn und zieh dein Ding durch. Nur das zählt.“
Professor Beelaird: „Ach. Für mich war das hier einer der schönsten Momente!“:
„Guten Abend, Senator Smirnow.“ Er nahm eine militärische Haltung ein, doch der Senator winkte grinsend ab. „Jungä, wirr sind auf Party! Es reicht, wenn wirr uns cheben Chand.“ Verdutzt starrte der Junge einen Moment auf die dargebotene Hand, bevor er sie zögernd ergriff. „Dir noch eine schöne Abend!“ Damit war der Senator wieder verschwunden.
Zu seiner Überraschung lag ein kleiner, zusammengefalteter Zettel auf seiner Handfläche. Schnell schloss er die Finger darum und ging zu seinem Vater, der noch immer in das Gespräch vertieft war. Jack tippte ihm auf die Schulter.
„Ich bin kurz auf der Toilette.“
„Ist gut“, antwortete sein Vater kurz angebunden und gab ihm ein Zeichen, dass er gehen durfte.
So schnell es ging schlängelte sich der Junge durch die Menschenmenge zur Toilette, verriegelte die Tür hinter sich und atmete tief durch. Ein Zettel. Ein Stück Papier! Das konnte nur eines bedeuten: Die Bruderschaft war an ihn herangetreten. Und Senator Smirnow war einer von ihnen. Er merkte verärgert, dass seine Hände zitterten, als er den Zettel vorsichtig auseinanderfaltete. „Wir beobachten Dich. Halte Dich bereit. Lasse Dein Licht leuchten.“
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz dem Buch und den drei Charakteren »Danke, für eure Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
„Wir haben zu danken“, wispert Jack, bevor er mit Georgina und Prof. Beelaird wieder zwischen den Seiten verschwindet.
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Samstag, 25. Oktober 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Toxisch - Denn du bist mein Schmerz von A. C. Ozera


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Jathan und Caleb aus „Toxisch – Denn du bist mein Schmerz“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Jathan: „Na klar! Immer gerne.“
Caleb wirft ihm einen missmutigen Blick zu. „Du hast doch nur einen Grund gesucht, irgendwas mit mir gemeinsam machen zu können …“
Jathan sieht überall hin, aber nicht zu Caleb.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Caleb: „Ich bin Caleb, ein Wolfswandler und lebe jetzt seit über einem Jahr bei Jathan und zwei anderen Vampiren. Wir haben keine große Wahl; wenn die drei uns nicht verstecken, werden wir früher oder später von einem Haufen sadistischer Vampire eingefangen und versklavt.“
Jathan wift ihm einen hoffnungsvollen Blick zu. „Heißt, ich bin kein sadistischer Vampir?“
Caleb ignoriert ihn. „Endlich konnte auch mein Cousin Damen aus der Gefangenschaft solcher Vampire befreit werden und lebt jetzt ebenfalls bei uns. Es geht ihm ziemlich scheiße, aber wir hoffen alle, dass es besser werden wird.“
Jathan: „Ich helfe auf jeden Fall dabei! Ich bin nämlich ein netter Vampir und unterstütze dich natürlich.“
Caleb verdreht die Augen. „Klar. Weil Nettigkeit der Grund für deine Hilfe ist ...“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Jathan: Es ist der dritte Teil einer ziemlich darken, psychopathischen, traumatisierenden Dark-Paranormal-Romane-Thrill … hab ich was vergessen?
Caleb: „Gay.“
Jathan: „Ah. Also der dritte Teil einer Gay-Dark-Paranormal-Romance-Thrill-Reihe. Wir haben Damen endlich aus der Gefangenschaft retten können, aber er ist uns nicht wirklich dankbar dafü -“
Caleb: „Wei ihm komplett das Gehirn gewaschen wurde. Er kann nichts dafür.“
Jathan: „Sag ich ja auch nicht! Also, noch mal von vorne … Es ist der dritte Teil und wir haben Damen geholfen und jetzt hasst er alles und jeden, weil er eigentlich nur zurück will. Aber irgendwann wird es ihm schon besser gehen. Und in der Zwischenzeit versuche ich, Caleb zu einem Date zu überreden.
Caleb: „Du -“
Jathan: „Pscht. Ich rede. Also, ich versuche das mit dem Date und hoffe, dass er mir eine Chance gibt. Und, dass nicht irgendetwas Unvorhergesehenes passiert, das Damen wieder komplett aus der Bahn wirft, sollte es ihm endlich besser gehen …“
Caleb: „Du solltest drei Sätze sagen ...“
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Beide: „Ja.“
Jathan: „Hey, das war gleichzeitig! Und ich hoffe, ihr machen nicht nur schwierige Situationen Spaß, sondern dass es endlich auch mal zu … Ihr wisst schon. Richtigem Spaß kommt.“
Caleb trocken: „Du meinst, einvernehmlichem Spaß? Hier? In diesen Büchern?“
Jathan: „Man soll nie die Hoffnung aufgeben. Ich hab da ein gutes Gefühl bei, wird schon!“
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Jathan: Grinst nur.
Caleb stößt ihn mit der Schulter an. „Hör auf an so was zu denken!“
Jathans Grinsen wird breiter. „Na du hast ja offenbar an dasselbe gedacht … aber gut. Bleiben wir jugendfrei: Ich habe ein wunderschönes Date für Caleb organisiert. Leider lief es nicht so wunderschön ab wie geplant …“
Caleb: „ …aber die Idee war tatsächlich ganz süß, gebe ich zu.“
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Jathan: „Ich hoffe doch, sie hat einen so umwerfenden Charme wie ich.“
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Caleb: „Sadistisch?“
Jathan: „Hey! Ohne sie würdest du mich nicht kennen. Sag nicht, dir würde dann nichts in deinem Leben fehlen.“
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Caleb: „Keine Ahnung, aber er ist auf jeden Fall logisch. Nicht nur auf physischer, sondern vor allem auf psychischer Ebene ist das Buch … schmerzhaft.“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Jathan: „Na ja, es ist Gay Romance. Mit einem oberkörperfreien Bild von mir würde es sich sicher noch besser verkaufen.“
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Jathan sieht Caleb in die Augen. „‘Ich vertraue dir.‘ Ich kann immer noch nicht glauben, dass du das gesagt hast.“
Caleb wird rot, dann holt er tief Luft. „‘Ich verspreche, dass ich dir nichts tun werde.‘ Sollte eigentlich das bare Minimum sein, aber … Na ja. Wir kennen ja alle das Drumherum. Und es klang … ehrlich.“
Danke für das Gespräch
Jathan: „War uns eine Freude!“
Caleb zieht nur wortlos die Augenbrauen hoch.

Freitag, 24. Oktober 2025

[Charakterkarteninterview] Faded Gods - Der Widerstand des Hermes von Jenn Roberts

 


Charakterkarteninterview „Faded Gods – Der Widerstand des Hermes“

Heute habe ich Jenn Roberts zu Gast auf meinem Blog. Sie wird mir ein paar Fragen zu ihrer Charakterkarte beantworten.

Wann kam die Charakterkarte? Vor oder nach dem Titel / Cover oder gar ganzem Buch?
Die Karte kam erst, nachdem ich das Buch geschrieben hatte.
Hattest du schon eine genaue Vorstellung von der Charakterkarte, was sich darauf befinden sollte?
Ich wollte unbedingt, dass sie eine besondere Szene aus dem Buch zeigt. Weil ich aber mehrere Optionen hatte, habe ich meine Testleserinnen gefragt, welche Szene sie illustriert haben wollen. Die Mehrheit hat die mit dem ersten Splitter ausgesucht.
Welche Bedeutung haben für dich das Pärchen, der kellerartige Hintergrund und der Kristall? Wolltest du etwas Bestimmtes mit der Charakterkarte ausdrücken?
Wie gesagt, es ist eine Szene aus dem Buch. Stell dir vor:
Du bist mit Hermes in einem kuppelartigen Gewölbekeller. Eine rote Flüssigkeit formt sich zu einer Kugel, die mehr und mehr zu einem Stein erstarrt. „Ein Rubin“, hauchst du.
„Der erste deiner Seelensplitter.“
Plötzlich tauchen Bilder vor deinem inneren Auge auf. Du erlebst deinen eigenen T0d, keuchst und merkst, wie der bl:trote Stein in deine Brust eindringt. Dein Innerstes wirbelt durcheinander, ordnet sich neu. Es fühlt sich gut an, als wäre plötzlich ein Teil von dir zurückgekehrt.
„Er ist weg“, sagt Hermes.
„Nein.“ Du tippst dir auf die Brust, lächelst zufrieden. „Er ist genau dort, wo er sein sollte.“
Hast du ein Lieblingszitat oder eine Lieblingsszene, das das Buch am besten beschreibt?
„Ich war nur eine Sterbliche in einer Welt voller verborgener Götter.
Liebe. Lügen. Intrigen. Verrat. Und Sehnsucht.“
Meine Lieblingsszene ist die, in der Hermes und Amaira in einem Gästezimmer der hängenden Klöster sind und über den Spitznamen scherzen, den Amaira ihm verpasst hast – FedEx, der Bote, der Päckchen klaut, die ihm nicht gehören. 😉
Bist du nun zu 100% zufrieden mit der Charakterkarte oder würdest du aus heutiger Sicht noch einmal etwas daran ändern wollen?
Ich bin absolut zufrieden. Diese Szene ist wirklich perfekt von @book_lynni getroffen, die bisher alle meine Charakterkarten gezeichnet hat. Wer sie noch nicht kennt, sollte dringend mal bei ihr vorbei schauen. So talentiert, die Liebe.
Hermes und Amaira, der Seelensplitter und der Beginn einer gefährlichen Reise zurück an die Anfänge und zu sich selbst. Genau das ist der Inhalt der Illustration.
Danke, dass du bei dem Charakterkarteninterview mitgemacht hast 😊
Sehr gerne. Ich danke dir für diese tolle Möglichkeit.

Mittwoch, 22. Oktober 2025

[Protagonisteninterview] Orchidthal - Schatten der Vergangenheit von Kiina Sanderson


 
Protagonisteninterview

Ich treffe mich heute mit Kyra und Nevi aus dem Buch „Orchidthal 3 – Schatten der Vergangenheit“ von Kiina Sanderson.

Hi, schön, dass ihr heute Zeit findet ein wenig mit mir über das Buch zu sprechen.
Nevi: Danke, dass wir hier sein dürfen.
Kyra: Ich freue mich, wieder hier zu sein. Im Gegensatz zu Nevi gebe ich nicht so oft Interviews.
Nevi (hebt eine Augenbraue): Das liegt daran, dass du Interviews meist meidest.
Kyra: Nein, das liegt daran, dass ich nicht ständig Lust habe, über mich zu reden.
Nevi (lächelt): Das überrascht mich nicht. Du redest lieber über alle anderen und vergisst dich selbst dabei.
Wie geht es euch heute?
Kyra: Heute habe ich einen guten Tag. Und ja, das ist erwähnenswert.
Nevi (nickt lächelnd): Das stimmt. Ich dufte den Palast verlassen, und du bist erstaunlich gelassen geblieben.
Kyra: Hey! Das klingt jetzt schlimmer, als es ist.
Nevi (schmunzelt): Es klingt genauso, wie es ist. Aber ich bin stolz auf dich.
Würdet ihr euch meinen Lesern vorstellen?
Nevi: Mein Name ist Nevi Floranthal, ich bin Orchidthals Kronprinzessin.
Kyra: Mein Name ist Kyra Matthews. Ich bin vor einem Jahr aus Amerika hierhergezogen. Seitdem stolpere ich ständig in Palastintrigen und… naja… in Nevi.
Nevi (trocken, hebt eine Augenbraue): Stolpern trifft es ganz gut.
Kyra (grinst): Das ‚stolpern‘ war übrigens ihre Schuld, nicht meine.
Was ist euer höchstes Lebensziel?
Nevi: Mein Leben wurde und wird immer von der Krone bestimmt werden. Daher ist es mein Ziel, eine gerechte Königin zu sein.
Kyra (zieht eine Grimasse): So hohe Ziele kann ich nicht bieten. Meine Ziele sind deutlich einfacher: mit meinen Liebsten glücklich sein und Nevi bei ihren Aufgaben unterstützen.
Nevi (schmunzelt): Einfacher? Ich bin mir nicht sicher, ob mit mir glücklich sein so einfach ist.
Kyra (grinst): Stimmt. Aber genau deshalb bin ich ja da, um dich daran zu erinnern.
Wie kann man sich euren ganz normalen Alltag vorstellen?
Nevi (lacht): Normaler Alltag? Den gibt es seit dem zweiten Attentat nicht mehr. Meine Mutter hat eine Ausgangssperre verhängt, also bin ich fast nur noch im Palast. Morgens Selbstverteidigung, bis in den Nachmittag hinein Besprechungen, und irgendwann bleibt ein bisschen Zeit für mich…
Kyra (schnell dazwischen): …die du meistens damit verbringst, dich wieder in Schwierigkeiten zu bringen.
Nevi (zieht eine Augenbraue hoch): Was soll mir schon auf dem Palastgelände passieren?
Kyra: Du fragst, wie mein Alltag aussieht? Da hörst du es: Ich renne den ganzen Tag hinter Nevi her, um sie davon abzuhalten, sich in Gefahr zu bringen. Eine echte Sisyphusarbeit - diese Frau ist so unvernünftig.
Nevi (trocken): Ich bin nicht unvernünftig, du bist overprotective. Das hat dir auch Dr. West erklärt.
Kyra (grinst): Wenn du das meinst. Apropos Dr. West. Genau wie Nevi gehören auch bei mir Therapiesitzungen zum Alltag. Nur dass sie das dezent verschweigen wollte.
Nevi (hebt eine Augenbraue): Ich nenne das Diskretion.
Kyra: Ich nenne das ‚bequemes Auslassen‘. Und während Nevi in ihren Besprechungen sitzt, bekomme ich Etikette-Training. Ja, wirklich. Wer auch immer entschieden hat, dass ich Manieren brauche… danke dafür.
Welche Stolpersteine und Hoppalas würdet ihr gerne aus eurem Leben eliminieren?
Nevi: Eliminieren klingt hart, aber die Antwort ist ganz eindeutig: mein Onkel. Ohne ihn könnte ich ein normales Leben führen und müsste nicht ständig Angst haben, dass mir jemand nach dem Leben trachtet.
Kyra trocken): Normal? Das nennst du normal? Dein „normal“ besteht aus Palastintrigen, endlosen Besprechungen und Etikette-Regeln.
Nevi (schmunzelt): Und aus dir. Vergiss das nicht.
Kyra (grinst): Schön, dass du mich zwischen Intrigen und Attentaten einsortierst. Aber ja, auch ich sage: dein Onkel. Ohne ihn hätten wir endlich ein Leben ohne Angst.
Wenn ihr einen Wunsch frei hättet, wie würdet ihr ihn verwenden?
Nevi: Ich würde mir Frieden für Orchidthal wünschen, damit die Menschen endlich sicher leben können.
Kyra (grinst): Und ich würde mir wünschen, dass Nevi mal einen ganzen Tag ohne Besprechungen verbringt.
Nevi: Einen ganzen Tag? Das klingt unrealistisch.
Kyra: Gut, dann eben einen halben. Aber mit Kuchen.
Herzlichen Dank für eure Zeit.
Nevi: Danke, dass wir hier sein durften.
Kyra (grinst): Vielleicht sehen wir uns beim nächsten Mal auf unserer Hochzeit. Ach nein, dafür müsste Nevi mir ja erst einen Antrag machen.
Nevi (trocken): Du bist immer so ungeduldig.
Kyra (zwinkert): Tja, irgendwer muss dich ja auf Trab halten.

Dienstag, 21. Oktober 2025

[Schnipseltime] Heirate nicht - Ne te marie pas! von Sabine Brandl


 

Sie öffnete die Augen, rieb sich Shampoo ins Haar, schloss die Lider erneut. Rutschte so weit herab, wie es ging, die Wanne war angenehm groß, sie musste die Beine nur leicht anwinkeln. Als sie eine bequeme Position gefunden hatte, spürte sie einen kalten Luftzug im Gesicht. Was, Geisterbesuch? Jetzt? Während sie badete? Nervös sah sich Nora nach allen Seiten um.

»Du kannst mich nicht sehen«, hörte sie Maries Stimme. »Ich habe keinen Körper mehr.«

Reflexartig bedeckte Nora ihre Brüste und zog die Knie eng an ihren Körper heran. »Und du?«, fragte sie. »Kannst du mich sehen, Marie?«

»Ja. Aber ich kann auch wegschauen, wenn dir das lieber ist.«

Eilig stieg sie aus der Wanne und hüllte sich in das große weiße Badetuch. »Kann man denn hier keine Privatsphäre haben?«

[Buchvorstellung einmal anders] Heirate nicht - ne te marie pas! von Sabine Brandl


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Nora und Marie aus „Heirate nicht – ne te marie pas!“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Nora: Na klar, gerne.
Marie: Kein Problem, aber bitte mach schnell, ich weiß nicht, wie lange meine Energie reicht.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Nora: Ich bin Nora Schober, 36 Jahre und die Hauptfigur des Romans und bedauerlicherweise auch das schwarze Schaf in meiner Familie. Meine kleine, von allen geliebte Schwester Sophie will einen unsympathischen Typen heiraten – ganz nobel und prunkvoll auf einer Burg - und ich soll das verhindern. Weil mir das ein Geist zugeflüstert hat.
Marie: Und ich bin jener Geist. Mein Wirkungsbereich ist die Junior Suite auf Burg Rabenfels, wo Nora untergebracht ist. Da ich ein Zimmergeist bin, kann ich nicht aus der Suite heraus und meine Spukkräfte sind leider begrenzt.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Nora: Es ist eine lesbische Romanze mit Spukelementen, würde ich sagen. Ich soll eine Hochzeit verhindern und zugleich in der Vergangenheit meiner Oma Evelyn recherchieren, die damals mit der noch lebenden Marie befreundet und in sie verliebt war. Ich soll in Erfahrung bringen, wie Marie damals ums Leben gekommen ist.
Marie: Aber dabei bist du nicht allein - Unterstützung kriegst du von deiner Oma und mir - und auch von der hübschen Barfrau Lucy, die dir ordentlich den Kopf verdreht.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Nora: Ganz bestimmt. In welch stressige Situationen ich gesteckt werde! Nicht nur im Kreis meiner konfliktbeladenen Familie, das allein würde schon reichen. Aber ich soll zudem auf der Burg randalieren, indem ich eines der kostbaren Fenster zerstöre und werde dann noch vom Verlobten meiner Schwester attackiert!
Geist: Ich habe es als Geist ja sowieso nicht leicht. Spuken ist verdammt anstrengend. Aber ich muss diese Hochzeit unbedingt verhindern! Der Braut Sophie wird es sonst so gehen wie mir damals – ihr Gatte wird sie ermorden!
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Nora: Ich mag diese Stelle, weil es die Absurdität meiner Situation zeigt:
»Was soll ich? Ein Fenster einwerfen? Randalieren? Du hast sie doch nicht mehr alle …«
»Was ich vor allem nicht mehr habe, ist ein Körper, um das selbst zu tun«, sagte Marie schneidend. »Fällt dir etwas Besseres ein?«
Marie: Ich mag die Stelle, weil sie mal Noras romantische Seite zeigt:
Lucys Lächeln war unglaublich. Süß und edel wie Pralinen und strahlend wie die Sommersonne. Natürlich waren diese Vergleiche schrecklich kitschig und plump und führten im Zusammenspiel sogar zu zerlaufener Schokolade, aber Noras euphorischer Kopf produzierte diese Vergleiche unwillkürlich.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Nora: Also da müsstest du Sabine schon selber fragen. Ich weiß nur, dass sie gerne über Dinge schreibt, die sie nachfühlen kann und eine spannende Story drum herum baut.
Marie: Stimmt. Sabine verbindet gerne lesbische Liebesgeschichten mit Spuk oder Krimi, weil ihr das gefällt und sie selbst gerne Bücher in dem Genre liest. Sie geht dabei auch mal in die Tiefe und schneidet ernstere Themen an, wie Probleme beim Outing oder Homophobie, bleibt dabei aber unterhaltsam und spielt auch gerne humorvoll mit Klischees.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Nora: Ich würde sagen, Sabine ist verträumt, zielstrebig, eigensinnig und kann auch sehr romantisch sein, wenn sie will. Manchmal aber auch ein wenig grummelig und nachdenklich, so wie ich.
Marie: Ich mag Sabines Fantasie, ihr fallen so viele Geschichten ein! Wie sie selbst wohl auf einen Geist reagieren würde? Zu gerne würde ich mal bei ihr spuken.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Nora: Der eigentliche Titel war schnell gefunden – die Ergänzung „Ne te marie pas!“- was eine Übersetzung von „Heirate nicht“ ist – kam erst später, als Sabine die Idee hatte, dass ich einen Zettel mit dieser Botschaft beschriften soll, um ihn gemeinsam mit einem Stein durch das Fenster der Hochzeitssuite zu werfen.
Marie: Sabine fand es witzig, dass mein Name „marie“ auf Französisch „heiraten“ heißt, sie wollte das mit im Titel haben.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Nora: Mir gefällt es. Es ist düster und geheimnisvoll.
Marie: Ich mag es auch, sogar den lustigen Geist, der mich symbolisieren soll, auch wenn echte Geister natürlich unsichtbar sind.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Nora: So entstand ein Teil des Buchtitels:
Sie griff zu ihrem Handy und ließ sich »Heirate nicht« auf Französisch übersetzen. Da musste sie grinsen. Das hieß tatsächlich »Ne te marie pas«. Das Wort »heirate« hieß so wie ihr Zimmergeist! Na, wenn das mal kein Omen war!
Marie: Ich mag es ja gerne dramatisch und romantisch:
Lucy kam auf Nora zu, setzte sich neben sie auf die Bettkante und nahm sie vorsichtig in die Arme. »Ich weiß es nicht«, sagte sie leise. »Deine Geistergeschichten kann ich jedenfalls nicht glauben. Aber ich weiß, dass ich es nicht aushalte, dich weinen zu sehen.«
Danke für das Gespräch
Nora: Sehr gerne!
Marie: Gerne. Ich ziehe mich jetzt wieder zurück. Bye, bye!

Montag, 20. Oktober 2025

[Buchvorstellung einmal anders] So close yet so far - Marvin & Melissa von Anita Hauck

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Marvin und Melissa aus „So close yet so far“ und deren Autorin Anita Hauck.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Melissa: Klar, ich freu mich.
Marvin stöhnt genervt und verdreht die Augen.
Anita: Marvin, musst du schon wieder den Misanthropen raushängen lassen? Wir bekommen hier die Chance, uns vorzustellen.
Marvin: Selbst schuld, du hast mich so geschaffen. Aber gut … dann lasst uns starten.
Ich hatte ein langes Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Melissa: Hi, liebe Leser, ich bin Melissa, 18 Jahre alt und die Protagonistin im Buch. Ich reise gerne, liebe gutes Essen und verbringe gern Zeit mit meinen Freunden, meiner kleinen Schwester Leni und meinem Freund.
Marvin: Und ich bin Marvin.
*Kurze Pause*
Wie, ich muss noch mehr sagen? Na gut … ich bin 19 Jahre alt und gelernter Installateur. Ich mag sämtliche Filme aus dem Marvel-Universum.
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Marvin: Alles fängt damit an, dass Melissa einen Streit mit ihrem Vater hat und klatschnass durch den Regen zum Bus flüchtet. Daraufhin halte ich ihr in letzter Sekunde die Tür auf und ja … so treffen wir uns zum ersten Mal.
Melissa: Wobei du anfangs ein echter Kotzbrocken bist mit deinen Vorurteilen. Aber dann lernen wir uns besser kennen und verlieben uns. Wir müssen so einige Hürden nehmen und um unser Glück kämpfen. Vor allem, weil wir aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen kommen. Doch Anita steht zum Glück auf Happy Ends.
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Anita: Geht so. Also ich …
Marvin und Melissa lachen beide laut auf.
Marvin: Geht so? Ist das dein Ernst, du Sadistin?
Melissa: Da muss ich ihm leider recht geben …
Anita: Na fein, tut mir leid. Aber ihr seid doch in eurer Entwicklung gewachsen und die Leser fühlen richtig schön mit euch mit und finden euch sympathisch und nahbar.
Marvin: Wie gut, dass du dir deine Taten schönreden kannst …
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Melissa: Meine ist die Stelle, wo Marvin mich ENDLICH küsst. Ich dachte schon, das passiert in diesem Leben nicht mehr.
Marvin: Hm, das ist schwer. Die Kuss-Szene hatte schon richtig viel Tension. Meine Lieblingsszene ist die, in der ich sehnsüchtig auf dem Bahnsteig auf dich warte und dich aus dem Zug heraus endlich wieder lächeln sehe.
Anita: Oooooh, manchmal bist du mir so süß und kitschig geraten. Die Leser werden es lieben, auch wenn du selbst es schrecklich findest.
Wie viel echte Anita steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Melissa: In mir steckt einiges an Anita.
Anita *lacht*: Na ja, so viel Geld wie du hab ich leider nicht.
Melissa: Aber du bist auch sehr empathisch und mitfühlend. Hast das ein oder andere erlebt, das ich im Buch auch erlebe.
Marvin: Ich weiß, dass sie, wie ich, in einer Arbeiterfamilie aufgewachsen ist und ihr das Thema „Soziale Herkunft“ deswegen wichtig ist. Deswegen steckt auch ganz viel Herzblut in Anitas Buch. Und das mit den Selbstzweifeln … das hat sie leider auch.
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Melissa: Ziemlich chaotisch, ich könnte so ja nicht arbeiten. Die schreibt kreuz und quer irgendwelche Szenen, mal eine in der Mitte, mal den Schluss, dann überarbeitet sie wieder den Anfang …
Marvin: An Durchsetzungsstärke und Entscheidungsfreude mangelt es ihr auch. Wir haben schon ziemlich oft unseren eigenen Willen durchgesetzt. Vor allem die Nebencharaktere. Ich meine, hallo? Steven und Livia haben einfach ein eigenes Buch eingefordert und bekommen das jetzt tatsächlich!
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Marvin *lacht*: Da wären wir wieder beim Thema Chaos und Entscheidungsfreude. Es gab mehrere Arbeitstitel, bis sie dann irgendwann bei dem gelandet ist. Da haben wir uns zurückgehalten, aber wir finden es cool, dass unsere Namen im Untertitel stehen.
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Melissa: Es ist perfekt, ich liebe, liebe, liebe dieses Cover! Das Highlight ist natürlich das Gänseblümchen, das sich durch die ganze Geschichte zieht. Und da Anitas Lieblingsfarbe grün ist, war eigentlich von Anfang an klar, dass das Cover diese Farbe haben wird.
Marvin: Ich hab übrigens noch immer nicht verarbeitet, dass es große Gänseblümchen gibt … auch wenn keiner danach gefragt hat.
Anita: Das wissen wir, Marvin.
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Marvin: Es gibt eine Szene, in der Melissa und ich eine Sandburg bauen. Und davor sagt sie etwas sehr schönes zu mir. Dabei bin ich wirklich emotional geworden.
Melissa: Und kurz darauf schlägst du vor, Pärchenfotos zu machen, obwohl du das total hasst, und sagst dazu: „Vielleicht ist mit dir alles ein bisschen weniger dämlich.“ Das war wirklich süß!
Vielen Dank für das Gespräch
Alle drei in Chor: Sehr gern! :)

[Autoreninterview] Anita Hauck


Autoreninterview
Anita Hauck

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Anita und schreibe New Adult Romane mit tiefgründigen Themen und Figuren, die auf Charakterentwicklung stehen. Mit meinem Partner und einem großen Rudel Bücher lebe ich in Wien. Wenn ich nicht schreibe oder lese, findet man mich auf Reisen, im Fußballstadion oder bei einem gemütlichen Spieleabend mit Freunden.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Bereits als Kind habe ich gern abenteuerliche Geschichten geschrieben und Comics gezeichnet. Im jungen Erwachsenenalter ist die Leidenschaft dann etwas in den Hintergrund gerückt, doch seit vier Jahren schreibe ich mit Herz und Seele Liebesgeschichten.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
„So close yet so far“ (Band 1 der „Meadow Flowers“-Reihe) ist mein Debütroman und am 05.09.25 erschienen.
In meinem Buch trifft die behütete und im Luxus aufgewachsene Melissa auf Marvin – einen tätowierten, „einfachen“ Handwerker, der in der Brennpunktsiedlung des Bezirks lebt. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Je tiefer sie allerdings hinter die Fassade des anderen blicken, desto mehr scheint sie zu verbinden. Aber haben zwei Menschen aus so unterschiedlichen Verhältnissen überhaupt eine Chance auf die große Liebe? Und was, wenn das Leben dazwischenfunkt?
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, derzeit schreibe ich an Band 2 der „Meadow Flowers“-Reihe, in dem die Leser:innen ein Wiedersehen mit zwei Nebenfiguren aus „So close yet so far“ erleben.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich bin leidenschaftliche Fußball-Anhängerin mit Jahreskarte fürs Stadion. Außerdem liebe ich es zu reisen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Meine Lieblingsautorin ist Kyra Groh. Bei ihren Büchern müsste ich nicht einmal den Klappentext lesen, um sie zu kaufen
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten schreibe ich in einem gemütlichen Café oder auf einer langen, entspannten Zugfahrt.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
In beiden Fällen New Adult. Ich lese auch gern RomComs.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Nein
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nein
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Würde ich schon sagen, solange sie konstruktiv und respektvoll ist. Wenn dies nicht der Fall ist, versuche ich, sie mir nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Als ich im stillen Kämmerlein begonnen habe, SCYSF zu schreiben, hab ich es als Ausgleich zum Brotjob gesehen. Dann hat es Form angenommen und irgendwann kam der Wunsch auf, die Geschichte in die Welt zu tragen. Als mein Manuskript fertig war, war ich zu ungeduldig, darauf zu hoffen, vielleicht irgendwann 2027 veröffentlicht zu werden. Die Freiheiten (in Bezug auf Inhalt, Titel, Cover etc.) waren natürlich auch ein wichtiger Punkt.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Wenn ihr euch für eine Liebesgeschichte mit Tiefgang interessiert, der es trotz Emotionalität nicht an Leichtigkeit und Humor fehlt, freue ich mich, wenn ihr meinem Buch eine Chance gebt.

Sonntag, 19. Oktober 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Wienerberg von Mina Albich


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Mara und xXx aus „Wienerberg“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Mara: Ui, find ich cool, dass du mich interviewst!
xXx: Naja. Bin eher lichtscheu. Aber Zeit hab ich jetzt genug.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Mara: Also, ich bin acht Jahre alt. Meine Lehrerin sagt, ich bin manchmal komisch, deshalb war ich auch schon bei der Schulpsychologin. Ein paar Mal. Weil die glaubt, ich hab Asperger. Ich bin halt manchmal traurig, weil mein Papa früh gestorben ist. Und weil ich meinen Opa nicht mehr sehen darf. Dabei hat der sooo tolle Bücher!
Nachdem ich einen Knochen gefunden habe, hat mich die Mama zu einer Psychologin geschickt. Aber die Nicky ist okay, die hört mir wenigstens zu und hält mich nicht für plemplem. Außerdem hat sie einen total lieben Hund. So einen hätte ich auch gerne, aber mein Bruder Melwin ist leider allergisch. Sagt er. Ich glaub, der hat in Wahrheit Schiss vor Hunden.
xXx: Wer ich bin, sag ich nicht. Nur so viel: Es ist tragisch, was damals mit der Familie Klemm passiert ist. Aber der Mann hat es verdient zu sterben. Wieso muss der Fall nach zwanzig Jahren ans Tageslicht kommen? Kein Hahn hätte nach dem Kerl gekräht.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Mara: Ich hab großes Glück, dass Nicky, die Psychologin, mit einem Polizisten befreundet ist. Mama hat ja den Knochen weggeworfen, aber ich habe ihn voll gut gezeichnet. Die Polizei hat dann gegraben und echt ein Skelett entdeckt. So ist das alles in Rollen gekommen, wie die Zeitungsheinis schreiben. Ganz schön aufregend und ein bisschen gruselig, was alles passiert, bis Felix und Nicky draufgekommen, wer der Tote war und wer ihn umgebracht hat.
xXx: Ein Dreikäsehoch steckt ihre Nase in Dinge, die sie nichts angehen. Natürlich landet die Familientragödie am Titelblatt und die Polizei macht auf großes Kino. Überhaupt dieser Bezirksinspektor Grohsman und sein Team. Die haben keine Ruhe gegeben, bis sie mich geschnappt haben. Herzlichen Dank auch.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Mara: Ich glaub schon. Also, wie sie mir ein Gespenst vorbeigeschickt hat … da hab ich mich total gefürchtet. Aber sie hat mich zum Ausgleich schöne Sachen erleben lassen. Ich bin echt froh, diese Geschichte erlebt zu haben.
xXx: Die Mina und ihr Sinn für Gerechtigkeit. Na klar macht es ihr Spaß. Sie zeigt wenigstens, dass ich echt nicht grundlos gemordet habe. Aber ich dachte, ich komme damit davon. Na, die Frau Autorin soll sich warm anziehen. Ich weiß, wo sie wohnt.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Mara: Eine meiner Lieblingsstellen ist, wenn Felix Grohsman mit Melwin und mir zur Kandl-Kapelle fährt. Weil das Gespenst gesagt hat, sie ist Theresia Kandl, die Axtmörderin. Die wurde 1809 hingerichtet. Aber ihr Vater hat ihr eine Kapelle bauen lassen! Danach hat Felix uns ein Eis spendiert.
Ah, und am Anfang geht Felix mit seinem Hund in der Freudenau spazieren … und dann geht ein Pferd durch. Er sagt zwar, dass er nicht mutig sein wollte, sondern nur erstarrt ist. Er hat das Pferd aber trotzdem eingefangen.
Und ziemlich am Schluss gehe ich mit Nicky und ihrem Hund Newton spazieren. Ich muss nichts sagen, darf schweigen und einfach mit Newton spielen. Das hat mich die schlimmen Erlebnisse, die passiert sind, für ein paar Momente vergessen lassen.
xXx: Lieblingsstelle? Pfff. Na, vielleicht, dass die Kripo ganz schön lange keinen Tau gehabt hat, womit sie es zu tun haben. Da hab ich mir ins Fäustchen gelacht. Außerdem fand ich gut, dass die die komplette Story von diesem Kerl und der Familie aufgedeckt haben.
Aber ich war mir ziemlich sicher, die geben auf. Wie damals vor zwanzig Jahren. Ich sag’s euch gleich: Mein Gewissen ist nicht leichter, jetzt, wo ich geschnappt wurde. Ende der Durchsage.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Mara: Die Mina war als Kind auch anders. Sie hat am liebsten gelesen oder im Garten gespielt, gerne auch allein. Die Geschichte mit dem Zeichnen – sie hatte einen Sitznachbarn in der Volksschule, der schon wie ein Großer zeichnen konnte. Der hat ihr beigebracht, wie man eine Drehkerze richtig zeichnet, so mit Licht und Schatten. Hat sie geprägt, sagt sie. Außerdem mag sie Tiere, das hat sie einigen Leuten im Buch mitgegeben. Das ganze „Psychozeugs“, das ist auch total sie.
xXx: Ich hab nichts von ihr. Gar nichts. Na, vielleicht den Sinn für Gerechtigkeit, den ich aber viel effizienter ausgelebt habe.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Mara: Hm. Ziemlich komplex. Sie kann lustig sein, aber auch nachdenklich. Nicky würde sagen, dass sich das im Buch wiederspiegelt.
xXx: Die kann höchstens eine Fruchtfliege erschlagen, wenn die in der Küche lästig wird. Sonst geht sie Konflikten aus dem Weg, wo sie kann.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Mara: Sie hat gewusst, dass sie ihren Titel nicht nehmen kann. Dann hat sie sich mit dem Verlag zusammengesetzt. „Wienerberg“ find ich gut, da wohne ich nämlich.
xXx: Eigentlich wollte sie „Spinnerin am Kreuz“, aber den Titel gibt es schon. Jaja, das Leben ist manchmal ungerecht.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Mara: Mir gefällt es voll. Mina sagt sogar, sie findet es zu 150% super!
xXx: Ja, okay, das Cover ist gelungen.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Mara: Mina hat einen Satz von mir hineingenommen, der viel über mich sagt. Das gefällt mir. Ich spreche da über den Knochen: »Dieser Fund… das fühlt sich an wie eine gerissene Schnur. Wenn man die Enden zusammenknoten kann, ist alles wieder gut.«
xXx: Die Stelle, in der Mina diesen Kerl beschreibt, dem ich das Licht abgedreht habe. »Senta war so lebenslustig. Da schneit Bruno in ihr Leben, charmant, stattlich, hat was aus sich gemacht. Nicht so ein Loser. Er war geschieden, das kommt schon mal vor. Kinder wollte er, das hat in der ersten Ehe nicht geklappt. Also hat er die Frau geschasst. Da hätte Senta gleich hellhörig werden sollen. Aber, na ja, fesch war er schon, der Bruno. Ein richtiges Mannsbild halt. Sie hat sich sofort in ihn verliebt. Schon bald nach der Heirat hat sich der siebente Himmel verdunkelt. Dann ist Julia auf die Welt gekommen. Nur ein Mädchen, nicht der ersehnte Stammhalter. Und schon war Senta nur mehr ›zweite Wahl‹. Sie hat sich abgemüht, ihm alles recht zu machen. Und er? Ist durch Betten geturnt, als ob das eine Olympiadisziplin wäre. Und wenn er besoffen war, ist ihm immer wieder die Hand ausgerutscht.« Ganz ehrlich, findet ihr, dass es um den Typen schade ist?
Danke für das Gespräch
Mara: Danke für die coolen Fragen. Und dafür, dass ich als Kind zu Wort kommen darf.
xXx: Kann ich jetzt endlich gehen?

Samstag, 18. Oktober 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Woodhaven - Liebe zwischen Sägeblatt und Zuckerguss von Emily MacRaven

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Emily MacRaven, um mit ihr über ihr Buch „Woodhaven – Liebe zwischen Sägeblatt und Zuckerguss“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Hallo, danke, dass du Zeit für mich hast.
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
In der schottischen Kleinstadt Woodhaven trifft Olivia auf Zac, der ihr in der Vergangenheit ihren Traum kaputt gemacht hat. Nun soll ausgerechnet er ihre Wohnung renovieren. Wegen der Sache von damals und ihrer ungewollten gegenseitigen Anziehungskraft, treten sie sich dabei gegenseitig auf die Füße. 😊
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?

Normal mag ich düstere und schöne Zeiten am liebsten, diesmal war es aber auch recht witzig.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Es gibt die Stelle, in der die beiden aufeinandertreffen, dabei bekommen wir mit, was Oliva innerlich durchmacht. Ihre zwiespältigen Gedanken und Gefühle und was ihr dabei so aus dem Mund fällt. Das ist, denke ich, eine wichtige Szene, in der man viel über Olivia erfährt.
Wie viel echte Emily steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Ich habe wie meine beiden Protas immer eine imaginäre To-do-Liste im Kopf. Und mein Humor ist ebenfalls ironisch und oftmals sarkastisch.
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Ambitioniert, detailverliebt, gefühlvoll. Und natürlich würden sie sagen, dass ich einen tollen Humor habe. 😉
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Der Titel hat sich erst zum Ende hin geändert. Er sollte zur Reihe passe, ein bisschen auf die Arbeit der beiden Protas hinweisen und zeigen, das es sich um eine humorvollere Romance handelt.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Die unausgesprochenen Worte saßen mit uns im Wagen, hingen zwischen uns, wie die dicken Regenwolken über der Stadt.
Danke für das Gespräch.
Vielen lieben Dank dir für deine Fragen und deine Zeit.