Donnerstag, 14. Mai 2026

[Autoreninterview] Susanna Constantin


Autoreninterview
Susanna Constantin

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Sehr gerne 😊. Ich heiße Susanna Constantin, das ist ein Künstlername, den ich aus meinem eigenen Vornamen und dem Mädchennamen meiner Mutter gebastelt habe. Ich komme ursprünglich aus Südbaden, wohne aber schon ein halbes Leben lang in Südtirol. Bis jetzt habe ich als Simone Dark Krimis geschrieben, nun versuche ich mich in den historisch-rebellischen Romanen. Mein erstes Werk ist im Februar erschienen: München 1981.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das begann schon mit etwa 14, als ich mir mit Kurzgeschichten den pubertären Frust von der Seele geschrieben habe. Seit 2019 bin ich Verlagsautorin.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Als Susanna Constantin nur dieses eine, in dem es um zwei Frauen geht, die aus ihren bisherigen Leben ausbrechen, Freiheiten suchen, und sich für den Frieden einsetzen. Das Buch spielt Anfang der 1980er Jahre in Südtirol und München und hat sogar eine eigene Playlist der Songs, die im Buch eine Rolle spielen.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja: Es wird wieder eine Geschichte von 2 Frauen, anhand derer ich die Geschichte des DDR-Regimes und die Geschichte Südtirols gegenüberstelle. Ganz schön rechercheintensiv 😉!
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wandern, das geht in Südtirol hervorragend, genau wie Stadtbummel in Bozen. Ich bin überhaupt gerne an der frischen Luft, wenn ich nicht gerade schreibe.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Die Bücher von Daniel Glattauer und Ewald Arenz lese ich sehr gerne. Allgemein interessieren mich auch Coming-Of-Age und feministische Bücher, aus denen ich für meine nächsten Werke noch etwas über Frauenpower mitnehmen kann.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Mein Schreibtisch befindet sich unter einer Dachschräge auf 1.250 Metern Meereshöhe, mit direktem Blick auf den Schlern. Um mich herum sind Bücher aller Genres, von den Dolomitensagen über Krimis, bis hin zu Geschichtsschmökern. Zwischendrin sieht man kleine, gesammelte Kuriositäten. Ich schreibe praktisch in einem winzigen, bibliothekarischen Museum.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Arbeiten, ein paar Kilometer gehen, schreiben… und bald mal schlafen gehen. Ach ja, Essen darf ich auch nicht vergessen!
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen bin ich derzeit scharf auf feministische Bücher und Coming-Of-Age-Romane. Beim Schreiben würde ich behaupten, das Gleiche zu mögen, am besten verknüpft mit historischen Begebenheiten.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Da ich Kästner mag: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Das klingt zwar abgedroschen, aber wenn sich mehrere daran halten würden, sähe es auf der Welt vielleicht etwas friedlicher aus. Ein Zitat aus meinen Büchern könnte sein: „Der Geruch minimaler, schnell vergänglicher Freiheit schlägt mir entgegen“. Diesen Satz denkt meine Protagonistin, als sie von zu Hause abhaut. Mir geht er oft durch den Kopf, wenn ich denke, wie wichtig Freiheit für uns alle ist und wie unfrei wir doch geworden sind.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe Südtirol und Italien, aber manchmal habe ich auch Sehnsucht nach meinen alten Nachbarn, also nach Frankreich. Dort gibt’s einfach den besten Käse.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Solange die Kritik konstruktiv und begründet ist, nehme ich sie sogar gerne an und wachse daran. Kritik, die sich wie eine unbegründete Ohrfeige anfühlt, kann ich nicht ausstehen.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich arbeite mit einem eher kleinen, regionalen Verlag zusammen, bei dem ich mich sehr wohl fühle. Der Austausch mit meinem Verleger ist unkompliziert und ich kann mich darauf verlassen, dass meine Bücher in den nahen Buchläden gut platziert werden. Das bringt Sicherheit, die man als Selfpublisher vielleicht nicht hat.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich würde mich freuen, euch meine beiden Protagonistinnen und ihre Haltungen zu Freiheit und Frieden mit auf den Weg geben zu dürfen.

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