Dienstag, 17. März 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Verrat an der Loire von Catherine Duval


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Baron Philippe, um mit ihm über das Buch „Verrat an der Loire“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
Avec plaisir, madame! Auch wenn ich schon wieder in einem neuen Fall stecke, habe ich mir unser Treffen gerne eingerichtet. Ich muss aber pünktlich zum Mittagessen weg. Bei Daniel im Café gibt es heute mein Lieblingsgericht.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Ich bin Baron Philippe du Pléssis, 12. Duc de Cotignac. Den Titel "Duc" habe ich allerdings erst dazu bekommen, als mein Onkel Jean-Baptiste auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Während meines ersten Falls war das. Ich lebe seitdem abwechselnd auf meinem Schloss, dem Château de Cotignac, leider eine Dauerbaustelle, und in meiner Junggesellenwohnung in der Altstadt von Tours. Sie liegt in der Rue Colbert, einer belebten kleinen Straße mit vielen Restaurants, Cafés und Läden. Meine besten Freunde sind Daniel und sein Partner Eric. Sie haben das "Café du Roi", in dem ich mich sehr gerne zum Essen und Trinken aufhalte. Mein Beziehungsstatus? Kompliziert. Im Prinzip solo. Daniel meint, das sollte ich endlich mal in den Griff kriegen. Und Tante Aude will, dass ich heirate, natürlich am besten in adeligen Kreisen. Aber dafür habe ich keine Zeit - zu viele spannende Ermittlungen, zu viel gutes Essen und guter Wein.
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
In meinem nächsten Fall, "Verrat an der Loire", ermittle ich in den Wäldern von Schloss Chambord. Es geht um zwei Tote, angeblich Jagdunfälle, außerdem um einen mysteriösen wilden Hund. Und ein altes Geheimnis einer noch älteren Adelsfamilie. Aus ihr stammt eines der Opfer. Außerdem bin ich amourös, sagen wir mal, verwirrt...
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Autorin die schöne französische Lebensart und das Loiretal mit seinen Schlössern und der reichen Geschichte genauso liebt wie ich. Daher schätzt sie meine unkonventionellen Ermittlungsmethoden und wechselt zwischen leichtlebigen und düsteren Situationen ab.
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Es gibt eine Szene, an der ich mit einem großen Jagdhund namens Bogey aneinandergerate. Bogey meint es gut, aber ich habe riesigen Respekt vor Hunden und außerdem eine relativ ausgeprägte Mysophobie. Das ist die Angst vor Bakterien und Krankheitserregern. Deswegen fand ich das gar nicht witzig. Meine Autorin allerdings hatte richtig Spaß beim Schreiben.
Was glaubst du, wie viel Catherine steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
Wie oben schon gesagt, Catherine und ich haben viel gemeinsam. Allerdings steckt in ihr auch ein gutes Quäntchen von Commissaire Charlotte Maigret. Bis auf die Cowboystiefel.
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
Sie hat viel Sinn für Humor, was man auch in meinen Fällen merkt. Und sie beschäftigt sich lieber mit positiven Dingen. Daher schreibt sie auch keine Krimis, bei denen es um Gewalt oder Grausamkeiten an Kindern oder Frauen geht, sondern Cosy Crime. Und sie liebt natürlich Frankreich. Sie kennt sich wirklich gut aus, auch wenn sie nicht mehr dort lebt. Für ihre Bücher recherchiert sie sehr genau und ist ständig auf der Suche nach etwas Kuriosem, in "Verrat an der Loire" zum Beispiel gibt es eine außergewöhnliche Mordwaffe. Mit der Recherche dafür hat sie viel Zeit verbracht, anstatt sich mal um ihren Haushalt oder Garten zu kümmern. In akuten Schreibphasen lässt sie sich Tag und Nacht von uns Figuren begleiten und wirkt auf ihr Umfeld daher mitunter ziemlich geistesabwesend.
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
Meine Autorin hat sich einen Arbeitstitel ausgedacht, der mir persönlich gut gefallen hat. Ihr Verlag meinte aber, der sei für einen Thriller passender. Also hat er einen anderen Titel gewählt. Der hat ebenfalls einen sehr guten Bezug zum Inhalt des Buchs. Ich bin also zufrieden.
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Schloss Chambord musste unbedingt aufs Cover, das finde ich gut. Da spielt schließlich die Geschichte. Das Bild könnte vielleicht etwas düsterer sein, aber so ist es auch schön. Der Wiedererkennungseffekt zu den beiden anderen Bänden der Reihe ist auf jeden Fall gegeben. Sie werden im Regal gut nebeneinander aussehen.
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
Schwierige Frage. Da gibt es so viele. Auf jeden Fall Tante Audes Satz: "Nirgends wird so viel gelogen wie auf Beerdigungen." Und meine eigene Aussage: "Ein guter Jäger verletzt nicht, sondern tötet." Klingt grausam. Aber das ist der Mörder ja auch.
Danke für das Gespräch.

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