Freitag, 16. Januar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Nur ein Blick von Kerstin Imrek


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Sam und Nate aus „Nur ein Blick“ und deren Autorin Kerstin Imrek.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt und für das Buch antwortet. Würdet ihr euch vielleicht gegenseitig beim Interview unterstützen?
Sam: Natürlich, ich freu mich schon.
Nate: Wir sind wie immer eine Einheit.
Ich hatte ein langes Gespräch mit eurer Autorin, deshalb wäre es schön, wenn ihr euch meinen Lesern vorstellen könntet.
Sam: Wir stellen uns gegenseitig vor, okay? Also ich verachte das GSK und ihre brutalen Methoden. Dass Nate zu dieser Einheit gehört, hat mich anfangs wirklich abgeschreckt. Ich dachte, er ist genauso grausam wie die anderen Mitglieder und befolgt blind Befehle. Doch er hat das Gegenteil bewiesen und gezeigt, dass es nicht nur Gut und Böse gibt. Er kämpft stets an meiner Seite und stellt meine Bedürfnisse über seine. Manchmal glaube ich, ich habe ihn gar nicht verdient.«
Nate: Schon bei unserem ersten Blickkontakt habe ich gespürt, dass wir miteinander verbunden sind. Auch wenn es eine Weile gedauert hat, bis Sam sich das eingestanden hat. Es fällt ihm schwer, sich anderen zu öffnen. Dafür hat er ein unerschütterliches Vertrauen in das Gute in jedem Menschen. Leider ein wenig zu viel, was ihn oft in Schwierigkeiten bringt. Und er kann wirklich sehr stur sein. Doch wenn er liebt, dann tut er das bedingungslos.
Beschreibt uns das Buch in möglichst wenig Sätzen.
Sam: Na ja, es geht darum, wie ich mit meiner Angst, „anders“ zu sein, umgehe. Ich muss lernen, dass ich geliebt werde, so wie ich bin. Und dass ich mir meine Gefühle zu einem Mann eingestehe. Auch wenn unsere Liebe leider geheim bleiben muss, weil sie in unserer Gesellschaft nicht akzeptiert wird.
Nate: Sam führt einen erbitterten Kampf mit sich selbst. Er hasst sich und glaubt auch nicht, dass ihn jemand anderes lieben könnte. Schon gar nicht ich. Er weist mich ganz schon oft zurück, doch ich kämpfe um ihn.
Macht es dir Spaß, deine Protagonisten ein wenig zu quälen? Sie in Situationen hineinzuwerfen, die schwierig sind? Warum nicht einfach und schön? Müssen Gefahren und Stolpersteine immer sein?
Ohne Drama und Katastrophen bräuchte ich keine Geschichten schreiben, die wären nämlich stinklangweilig. So brutal es klingt, ich liebe es, meine Charaktere leiden zu lassen, sie zu traumatisieren und in ausweglose Situationen zu werfen. Ebenso liebe ich es, menschliche Abgründe zu erforschen und meine Charaktere auch mal richtig ausrasten zu lassen. Wenn sie etwas Schreckliches tun, haben sie meist einen Grund. Niemand ist nur Gut oder Böse.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch, die ihr den Lesern des Blogs gerne vorstellen würdet?
Sam: Meine ist klar unsere erste Begegnung. Ich fand es ganz schön peinlich, wie Nate mich angestarrt hat, zugleich war dieser Moment auch ein Wendepunkt in meinem Leben.
Nate: Bei mir war es definitiv Liebe auf den ersten Blick. Ich finde aber die Stelle, in der ich Sam einen Tag lang meine Arbeit zeigen darf, besonders schön. Weil er sieht, dass nicht alle vom GSK grausam sind – und ich schon gar nicht.
Wie viel echte Kerstin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Meine Charaktere sind grundverschieden und haben nicht viel mit mir gemein. Klar, die eine oder andere Meinung deckt sich mit meiner eigenen. Ich mach aber keine Kopie von mir. Wobei ich schon viel Sam in mir selbst finde, wenn ich so darüber nachdenke.
Sam: Ach echt? Deshalb bin ich also so verkorkst! (Spaß!!!)
Wie würdet ihr als Hauptcharaktere eure Autorin beschreiben?
Sam: Sie ist eine ganz Liebe, mag Harmonie und ist gern kreativ. Weshalb nur schwer zu glauben ist, welch grausame Schicksale sie sich für uns ausdenkt.
Nate: Stille Wasser sind tief. Aber das Herz hat sie definitiv am rechten Fleck. Und sie ist eine kleine Träumerin.
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattet ihr zwei vielleicht sogar Mitspracherecht?
Sam: Der Titel war einfach da, unsere Autorin kann gar nicht genau sagen wann und wie genau. Aber er hat ihr auf Anhieb gefallen, weil er einfach so perfekt passt. Nur ein Blick kann ein ganzes Leben verändern. Er hat mein Leben verändert.
Nate: Der Titel ist perfekt, ich war sofort damit einverstanden. Die erste Begegnung war und bleibt für immer magisch.
Seid ihr zu 100% mit dem Cover zufrieden oder hättet ihr nachträglich noch etwas ändern wollen?
Nate: Wir lieben es und würden nichts daran ändern wollen!
Sam: Und das ist die Wahrheit, wir wollen uns nicht einschleimen oder so.
Wisst ihr, was mich noch interessieren würde? Euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch.
Sam: „Nein, bitte nicht! Bitte doch! Lass mich los! Halt mich fester!“ Das hab ich gedacht, als Nate mich das erste Mal geküsst hat. Ich fühlte mich so zerrissen.
Nate: „Bitte Sam, lass zu, dass du glücklich bist. Dass WIR glücklich sind!“ Die Worte sagen alles, oder?
Vielen Dank für das Gespräch
Sam: Ich danke dir, es hat Spaß gemacht!
Nate: Danke für deine Zeit.
Ich: Ich schließe mich meinen Jungs an. Vielen Dank!

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