Freitag, 16. Januar 2026

[Autoreninterview] Kerstin Imrek


Autoreninterview
Kerstin Imrek

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hi, ich bin Kerstin, 42 Jahre alt, seit 18 Jahren verheiratet und Mama von zwei Mädels und wohne in Rudersberg (Nähe Stuttgart). Ich schreibe schon seit ich 10 Jahre alt bin, zeichne aber auch sehr gern, vor allem meine eigenen Buchcharaktere. Ich lebe von meinem Brotjob als Sachbearbeiterin und habe einen Minijob in einer Buchhandlung im Ort, den ich sehr liebe.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe es einfach schon immer Geschichten geliebt und schon als Kind welche erfunden und mit meinem Bruder nachgespielt. Irgendwann habe ich einfach angefangen, sie aufzuschreiben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Inzwischen sind es fünf. Die abgeschlossene UTOPIA-Reihe mit „Weiße Sonne“, „Die Sonnenstadt“ und dem dazugehörigen Geschichtenband „Ungeschriebene Zukunft“. Danach habe ich „Die Welt nach dem Morgen“, eine Dystopie-Anthologie mit insgesamt 6 Autori*innen (inkl. mir) veröffentlicht. Ganz neu ist der queere Kurzroman „Nur ein Blick“.
Meine Geschichten berühren, schockieren und bleiben im Gedächtnis. Meine Charaktere müssen sich in dunklen und brutalen Zukunftswelten behaupten und dabei ihre Menschlichkeit bewahren.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich schreibe gerade am Ende meiner Fantasydilogie „Catalons Erbe“. Darin geht es um Menschen mit Fähigkeiten in einem Mittelaltersetting und eine verbotene Liebe, die ein ganzes Volk zu zerstören droht.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wenn ich nicht schreibe, lese ich oder zeichne. Ich geh aber auch gern ins Kino.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich mag viele Bücher und das schönste ist, die Autor*innen dazu persönlich zu kennen. Geprägt hat mich aber definitiv „Tom Sawyer“ und „Der Herr der Ringe“.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Ich schreibe meist am Schreibtisch, der in der Wohnzimmerecke steht. Oft sitze ich aber auch auf der Couch.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
6.15 Uhr aufstehen, frühstücken, Vesper für die Mädels richten und wenn sie in der Schule sind, geht’s entweder ins Büro oder ich arbeite remote zu Hause. Dienstags und freitags bin ich dann zusätzlich vormittags im Buchladen und nachmittags remote. Dazwischen gibt’s Mittagessen und abends ist dann etwas Ruhe angesagt – wenn ich nicht gerade Zumba habe. Die Ruhe wird dann genutzt, um zu schreiben, oder einfach auch mal nur fernzusehen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich mag beim Schreiben und lesen gleichermaßen Dystopien, also düstere Zukunftsvisionen, wo die Menschen ums Überleben kämpfen müssen. Ich lass mich aber auch gern mal in Fantasiewelten entführen.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Das Zitat „Kopf aus, Herz an“ mag ich sehr. Was nicht heißt, dass man nur auf sein Gefühl hören sollte, aber oft ist es einfach der Weg, der glücklich macht.
„Nicht alle Wunder dieser Welt sind mit bloßem Auge sichtbar und schon gar nicht zu erklären“. Das Zitat stammt aus „UTOPIA – Die Sonnenstadt“ und es passt einfach in so vielen Situationen.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nein, ich hab keins.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Mal so, mal so. Im ersten Moment trifft sie mich natürlich sehr und ich will mich verteidigen. Doch ich nutze sie auch, um an mir zu arbeiten. Solange die Kritik konstruktiv ist und man vernünftig miteinander redet, ist alles gut.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich hatte mich damals mit meinem Debüt bei einem Verlag beworben. Leider wurde ich dann gehostet und ich bin aus Frust ins Selfpublishing gegangen. Inzwischen schätze ich meine Freiheiten sehr. Ich bin einfach mein eigener Boss und meine Geschichten so, wie ich sie mag. Was nicht heißt, dass mir keiner reinreden darf. Ich will auch weiterhin im SP bleiben, habe allerdings auch noch eine Geschichte bei einem Verlag eingereicht, wo ich noch auf Antwort warte. Ich kann mir also sehr gut vorstellen, zweigleisig zu fahren in Zukunft.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Meine Geschichten sind nicht perfekt und schon gar nicht Mainstream, dafür liegt meine ganze Leidenschaft und mein Herzblut darin. Wer also echte Geschichten und tief gehende Charaktere mag, der darf gern bei mir bleiben und meine Bücher lesen. Ich würde mich sehr freuen, mich mit euch auszutauschen. Außerdem liebe ich persönliche Begegnungen auf Messen. Das gib mir so viel! Sehen wir uns bald?

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