Montag, 11. Mai 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Dunkellied von Tala T. Alsted

 


Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Sayo und Nor aus „Dunkellied“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Kein Problem, seit Tala das Buch beendet hat, haben wir endlich etwas Ruhe.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Sayo: Ach, die kennen mich noch nicht? – Ich bin Sayo, 23 Jahre alt, und immer noch ohne abgeschlossene Ausbildung. Aber ich kann Lieder schreiben, singen und mehrere Instrumente spielen.
Nor: Das reicht doch. Ich bin Nor Kettera, Patrouille-Majorin der Grauzeitwache, wie ihr unschwer an meiner schwarzen Uniform erkennen könnt. Ich bin stolz darauf, als Frau diesen Dienstgrad erhalten zu haben.
Sayo: Ich kenne auch keine, die so krass ist wie du!
Nor: Wollen wir für dich hoffen, dass das ein Kompliment war.
[Sayo lacht.]
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Auf der sonnigen Insel Aurorania dürfen nur die „Goldenen“ an der Oberfläche leben. „Graue“ fristen ihr Dasein in einer unterirdischen Stadt – weil sie angeblich häufiger kriminell sind.
Sayo, ein grauer Musiker ohne Zukunftsplan, lässt sich auf einen verlockenden, aber gefährlichen Deal mit einer Rebellengruppe ein: Unter falscher Identität darf er die Sonne sehen, wenn er dafür die allzu engagierte Polizistin Nor im Auge behält. Doch die ist nicht nur schroff und brutal und schon bald ist sein Interesse für sie größer als für seinen Auftrag nötig.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Nor: Ich glaube nicht, dass es die Autorin war, die uns hier Steine, oder ganze alte Fabrikgebäude, in den Weg geworfen hat. In Aurorania hat es schon lange wieder zu brodeln begonnen – immer mehr Demos, dazu die Boykotte von außen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis es so richtig losgehen würde. Ich habe das bei meiner Arbeit bei der Grauzeitwache genau mitverfolgt.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Sayo: Für mich sind das alle Momente unter freiem Himmel, egal, ob ich Sonnenbrand bekommen habe. Hauptsache, ich muss nicht in dieser kaputten, unterirdischen Stadt hocken. Mit meiner falschen ID war ich frei.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Sayo: Ich habe gehört, dass sie eine Graue wäre, wenn sie in Aurorania leben müsste. Dazu sage ich nur: Willkommen ganz unten. [lacht] Einer meiner Songs trägt diesen Titel.
Nor: Ich habe mit dieser ominösen Autorin nichts gemein. Hundertpro.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Nor: Okay, vielleicht haben sie und ich doch etwas gemeinsam: Die Liebe zur Gerechtigkeit.
Sayo: Na, Gerechtigkeit liebe ich auch. Kommt nur immer auf die Definition an, nicht wahr, Nor?
Nor: Willst du mich provozieren?
Wisst ihr, wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Sayo: Der Titel stand schon ziemlich lange und hey, er enthält das Wort „Lied“ – da bin ich dabei!
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Nor: Ich wollte lieber was Schickes mit Gold- und Silber-Effekten. Was Stilvolles. Vielleicht etwas, das an die neue, provokante Modelinie meiner Schwester erinnert.
Sayo: Ach, und meine Gitarre ist nicht stilvoll?
Nor: Deine Gitarre ist vielleicht schon, aber was ist mit den Graffiti, der Düsternis? Als wäre in Aurorania alles nur schlecht.
Sayo: Es gibt durchaus Verbesserungsbedarf …
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Sayo: Diese Stelle hier gefällt mir, denn da wirke ich sehr cool:
„Das Halbmond-Tattoo prangt unübersehbar auf Sayos Handrücken, als er ein letztes Mal über die Saiten seiner Gitarre streicht. Er schaut direkt in die Kamera, kein Lächeln schwächt die Ernsthaftigkeit seines Anliegens ab.“
Nor: Und mein Favorit ist, wo du sagst: „Was fühle ich für Nor? Sie zieht mich an wie oben die Sterne: faszinierend, wunderschön und gleichzeitig kalt und unerreichbar.“
Danke für das Gespräch

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