
Boah, ich sollte
mir wirklich mal angewöhnen, mir aufzuschreiben, was ich benötigte. Erst an der
Kasse war mir eingefallen, dass ich Luftpolsterfolie zum Einwickeln der
Skulptur brauchte. Jetzt konnte ich wieder in die hinterste Ecke des Geschäfts
stiefeln!
Gerade als ich
meinen Einkaufswagen in den richtigen Gang schieben wollte, fuhr ich eine mir
entgegenkommende Person damit an. Wobei die einige Kartons so blöde trug, dass
sie nicht mal sehen konnte, wo sie hin latschte.
„Können Sie nicht
aufpassen?“, fauchte mich in dem Moment eine weibliche Stimme an, während sie
damit haderte, die Kartons festzuhalten.
„Das sagen Sie
mir? Sie haben …“ Ups! Rasch unterbrach ich meine rüde Antwort, als die Kartons
fielen und ich die Person erkannte. War wohl besser, meine neue Vermieterin
nicht mit dem Ausdruck anzumaulen, den ich gerade auf der Zunge liegen hatte.
Dabei war ich eigentlich nicht so ein Arsch, der jeden anpampte. Nur gerade
durch die aktuellen Umstände völlig genervt.
„Oh! Sie sind
es“, kam es da aus ihrem kleinen, herzförmigen Mund. Es klang wie eine genervte
Mischung aus ‚der schon wieder‘ und ‚ich will hier weg‘. Mit großen Augen
schaute sie mich an, als warte sie auf etwas.
„Sorry, war keine Absicht“, entschuldigte ich mich für das Missgeschick, wofür
ich mich nicht einmal verantwortlich sah. Dabei ging ich um den Einkaufswagen
herum und half ihr, die inzwischen in die Knie gegangen war, die Kartons
aufzuheben. Umzugskartons. Ich hielt inne und zog eine Augenbraue hoch.
„Ich muss mit dem
Packen anfangen“, beantwortete sie meine unausgesprochene Frage.
Für einen Moment
hielt ich die Luft an, um dann geschockt zu fragen: „Packen? Werden Sie den Hof
etwa verkaufen?“
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