Autoreninterview
Bridget Lionhill
Ich bin Bridget, komme aus einer ländlichen Kleinstadt in Oberbayern und wohne mit meiner 5-köpfigen Familie und Hund auf einer alten Hofstelle. Ich liebe dort die Ruhe und die Nähe zur Natur – besonders unsere uralte Trauerweide und herrliche Sonnenauf- & Untergänge.Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?Das Lesen begleitet mich schon mein ganzes Leben. Ich genieße es, in andere Leben und Länder einzutauchen und dort Auszeit vom Alltag zu tanken.Da ich schon immer gerne Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben habe, fing ich ohne großes Nachdenken irgendwann mal an eine Geschichte in den Laptop zu „klopfen“, die mir plötzlich durch den Kopf geisterte. Und so wurde ich nach und nach in die „Buchbubble“ gesogen …
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?Ich habe bisher meine Debüt-Dilogie „Dark Brightness“ veröffentlich (Teil 1 „Neu geboren“ + Teil 2 „Liebe ist nicht gleich Liebe“). Es sind Romantic Suspense Bücher, in denen sich ein großer Spannungsfaden durch die Liebesgeschichte zieht.In beiden Büchern begleiten wir Samantha auf Ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Nachdem sich ihre Ehe über viele Jahre hinweg vom großen Verliebtsein in eine toxische Zweckgemeinschaft verwandelt hatte, gibt ihr ein Seitensprung ihres Ehemannes endlich den Anstoß, daraus auszubrechen. Doch obwohl sie vorerst von anderen Männern nichts wissen möchte, tritt der wesentlich jüngere Ricardo in ihr Leben und zeigt ihr wieder, was Leben und Sinnlichkeit bedeuten …Doch das Glück hält nicht lange an und es ziehen dunkle Wolken auf, die sie zu verschlingen drohen.„Sanftmut und Wildheit – Helligkeit und Düsternis – Gut gegen Böse!“
Es wartet eine weihnachtliche Liebesgeschichte auf meinem Laptop, die ich eigentlich schon seit 3 Jahren fertig schreiben möchte. Das wird voraussichtlich mein nächstes Projekt.Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Zeit mit meiner Familie verbringen, lesen und als ganz neues Hobby habe ich das Häkeln für mich entdeckt. Doch leider habe ich viel zu wenig Freizeit.Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Aktuell liebe ich die Bücher von Lilly Lucas. Da die freie Zeit fürs Lesen leider sehr begrenzt ist, hole ich mir ihre Bücher meist als Hörbuch. Sie hat wirklich tolle Hörbuchsprecher.Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Im Winter schreibe ich am liebsten gemütlich auf der Couch, in eine Decke gewickelt und eine heiße Tasse Tee neben mir. Im Sommer sitze ich dazu gern im Garten mit einem Glas Weinschorle.Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?Wie oben erwähnt ist Freizeit bei mir ein knappes Gut. Auch wenn meine drei Kinder langsam erwachsen und unabhängiger werden, brauchen sie noch meine Unterstützung. Außerdem arbeite ich in der Firma meines Mannes mit und habe einen zusätzlichen Bürojob. Als Herzensangelegenheit betreue ich auch noch Schulen mit dem Klasse2000 Projekt.Wenn ich dann noch die Zeit für Kochen, Haushalt und Hundespaziergänge wegrechne, bleibt nicht mehr viel …
Egal ob Lesen oder Schreiben – ich brauche immer eine Prise Liebe in den Geschichten.Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Hast du ein Lieblingsland und warum?Mein Lieblingszitat ist: „Die Jahre lehren uns Dinge, die Tage nicht mal erahnen.“ Denn da steckt so viel Wahrheit drin.Das zweite Lieblingszitat habe ich in das neue Buch verpackt: „Man kann einen störenden Nagel aus eine Stück Holz ziehen, doch es wird an der Stelle für immer ein Loch zurückbleiben.“ – Denn ich sehe darin ein großes Problem in der heutigen schnelllebigen Zeit. Die Leute werfen schnell mit Urteilen, Beschimpfungen und der gleichen um sich und gehen davon aus, dass eine Entschuldigung danach alles wiedergutmachen kann. Doch oft verursachen solche Worte „Löcher“, die sich nie mehr ganz schließen …
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?Mein Lieblingsland ist definitiv Kanada. Ich war selbst schon zweimal dort – das letzte Mal 2024 mit der ganzen Familie. Ein Lebenstraum, meinen Kindern diese unvorstellbare Weite und Natur dort zu zeigen.Dort tickt die Zeit irgendwie anders, alles läuft relaxter und auch die Menschen dort sind viel offener und zuvorkommender.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?Es kommt immer darauf an … Konstruktive Kritik ist immer willkommen. Natürlich hört sie niemand gern und man muss sie oft erst verarbeiten. Aber sie bringt einen am Ende ja auch weiter.Kritik, die mehr etwas mit stichpunktartigen Vorwürfen zu tun hat, aus denen man nichts schließen kann, kann ich nicht leiden – weil sie niemanden etwas bringen, außer vielleicht für einen kurzen Augenblick dem, der damit gerade seinem Frust abbaut.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?Ich habe gleich zum Beginn kurz in die Zusammenarbeit mit einem Kleinverlag „geschnuppert“, fühlte mich da aber nicht gut aufgehoben. Ich wurde dort angenommen, obwohl meine Geschichten überhaupt nicht in das sonstige Programm des Verlags passten. Da ich dann aber schon viele Kontakte mit Selfpublishern geknüpft hatte und mir da Tipps und Unterstützung holen konnte, stürzte ich mich in das Abenteuer Selfpublishing und fühle mich dort ganz wohl.Aus Erfahrungen befreundeter Autoren habe ich gelernt, dass man als „kleiner Autor“ auch bei Verlagsbüchern viel der Marketingarbeit selbst leisten muss, dafür aber einiges an Mitspracherecht einbüßt.
Es würde mich freuen, wenn es mehr und mehr Leser werden, die auch Selfpublishern eine Chance geben, auch wenn sie nicht so präsent wie große Verlagsautoren sind. Und was besonders wichtig ist: Nehmt euch Zeit für Feedback und Rezensionen! So können auch kleine Autoren ein klein wenig ins Rampenlicht treten.
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