
Buchvorstellung einmal anders
Heute treffe ich mich mit der Autorin Marley Alexis Owen, um mit ihr über ihr Buch „Der Virus“ zu sprechen.
Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Moin, sehr gern, ist immer wieder ein Vergnügen mit dir.Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
„Der Virus“ ist eine Herausforderung für meine Ex-Scharfschützin Sara: Völlig neues Thema (Cybercrime / Cybersecurity), neues Einsatzgebiet (Kambodscha) – und doch wirft sie sich natürlich ins Feuer, als ihr Mann sie darum bittet. Denn es geht darum, ein Verbrechen an der Menschlichkeit aufzuhalten – und da konnte sie noch nie wegsehen.Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Ich muss bei Sara immer aufpassen: Mit krassen Situationen kommt sie für meinen Geschmack etwas zu gut klar. Ich bin da eindeutig sensibler und kann so viel Gemetzel nicht ab - aber noch schlimmer ist ehrlich gesagt Jay. Die macht nun wirklich, was sie will.Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Wie viel echte Marley Alexis steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?Na klar, ich liebe Jay … sie darf so schön unmöglich sein.Während sie am Tresen des Autoverleihs warteten, ließ Sara ihre Nackenmuskulatur knacken.Die Sonne ging unter und sie hatten keinerlei Intel über die aktuelle Position ihrer Zielperson. Nur, dass er in Frankfurt war, war wohl gesichert.Jays Anspannung verriet sich durch die trommelnden Fingerspitzen, während der Mitarbeiter versuchte, ihre sehr präzisen Wünsche zu erfüllen. Als er endlich fertig war mit seinem Papierkram und der Einweisung, schnappte sich Jay die Schlüssel, warf sich ihr Marschgepäck über die Schulter und raunte Sara im Vorbeigehen zu: »Lass uns gehen, sonst bring ich ihn vor lauter Langeweile um.«
Sara ist mein verlängerter Arm der Gerechtigkeit. Von daher darf sie überall dort ran, wo ich gern was tun würde, aber nicht kann.Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Ich glaub, Jay findet mich verweichlicht und Sara würde sich wohl auch wünschen, dass ich manchmal schneller bin. Aber wenn eine von beiden frech wird, schick ich ihnen mal wieder einen normalen Menschen über den Weg … dann sind sie gleich wieder brav.Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Der war ziemlich schnell klar, weil ich das Wortspiel mag. Es geht um Pharma, aber auch um Cyber, das war irgendwie ein Selbstgänger.Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Nein, das ist perfekt, die Zusammenarbeit mit Laura Newman ist immer wieder ein Vergnügen, sie hat so ein gutes Händchen für Sara mittlerweile. Da bleibt es fast schon zu 100% beim ersten Versuch.Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Danke für das Gespräch.In einem Lichtreflex blitzte eines ihrer Messer auf. Sara sprang nach vorn und ergriff ihr Handgelenk.»Nicht«, zischte sie.Ohne sich umzublicken, fauchte Jay.»Lass mich sofort los.«»Der Typ ist ausgeknockt, das ist unnötig.«Für einen Augenblick sah es so aus, als würde Jay explodieren. Doch dann ließ sie einfach den Arm sinken.»Ich schwör dir, Konrad, wenn ich wegen deiner bescheuerten Moralvorstellungen umgebracht werde, dann kill ich dich.«
Ich liebe es mit dir. Danke dir :-)
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