Freitag, 6. März 2026

[Autoreninterview] Tuva Bro


Autoreninterview
Tuva Bro

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Mein Name ist Sandra, ich wohne in Hamburg (bin aber gebürtige Bayerin) und bin Mutter von zwei Söhnen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Mit Texten arbeite ich mein gesamtes Berufsleben lang, als Journalistin, Storylinerin fürs TV, oder als Kommunikationsberaterin. Zunächst habe ich Sportlerbiographien geschrieben, und im Laufe der Zeit immer mal wieder einen Roman oder Krimi angefangen. Während der Pandemie hatte ich dann Zeit ein Projekt auch mal fertig zu bekommen.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
„Schorfheiden-Mord“ unter meinem Klarnamen: Das ist ein klassischer Whodunit-Krimi, der in der Uckermark spielt, dem Landstrich, der oftmals auch die Hamptons von Berlin genannt wird. Dort treffen wohlhabende Berliner auf die Alteingesessenen. Ein culture-clash, in dem ein Mord geschieht, der von einem unaufgeregten Kommissar aufgedeckt werden muss.
„Polarblut – Tödliches Leuchten“, unter dem Pseudonym Tuva Brø. Die Handlung spielt in Tromsø, Nordnorwegen und das Buch kann als Nordic Noir bezeichnet werden. Es ist tiefster Winter, es schneit viel, die Nordlichter tanzen am Himmel und ein Mann wird auf offener Straße erschossen. Die Kommissarin Anta Thorsen und ihr Kollege Hans Vigeland haben neben der Aufklärungsarbeit auch eigene Themen zu lösen: Bei Anta ist es die Lücke in ihrem Leben und die Art und Weise, wie sie damit umgeht und Hans leidet unter einem transgenerationalen Trauma.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, an einer Dilogie. Dabei geht es um ein Hotel in Hamburg, das eine interessante und lange Geschichte hat und drei Direktorinnen während drei Epochen. Der erste Teil wird Ende Oktober erscheinen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Lesen und mich bewegen: Laufen, Schwimmen, Wandern und Reisen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Gerade habe ich ein Buch von Nina Lykke, einer norwegischen Autorin gelesen, das ich sehr mochte. Ansonsten querbeet, alles bis auf Fantasy und Horror.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Zuhause ist es mein Schreibtisch. Allerdings wechselt der auch immer mal, aktuell bin ich im Zimmer meines großen Sohnes, weil er im Ausland studiert. Ich kann tatsächlich überall schreiben und arbeiten: im Zug, am Flughafen, im Restaurant. Ideen kommen mir auch beim Radfahren.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Wenn ich mir den Tag frei einteilen kann und ihn nicht um feststehende Termine gestalten muss: arbeite ich nach dem Aufstehen eine Einheit, dann mache ich Sport, esse zu Mittag, lese oder gönne mir einen kurzen Mittagsschlaf. Im Anschluss: Allerlei was zu tun ist auf dem Schreibtisch und ab 17 Uhr bin ich wieder aktiv und kreativ genug, dann schreibe ich bis mindestens zehn Uhr abends.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Bei beidem Queerbeet, abgesehen von Fantasy und Horror.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Hm, habe ich noch nie drüber nachgedacht. Ich glaube, ich bin Neuem gegenüber offen und das fließt in meine Figuren ein.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Darf ich auch drei nennen? Spanien, wegen der Lebensfreude und der südspanische Rhythmus kommt dem meinen sehr nahe. Norwegen hat eine einzigartige Landschaft und darüber hinaus tolle Städte, und dem Friluftsliv, Kanada, weil die Menschen extrem nett und entspannt sind und die Rocky Mountains atemberaubend. Abgesehen von diesen drei noch Italien, Österreich…
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Kritik ist für mich etwas, das mir hilft zu wachsen. Auch wenn ich im ersten Moment einen Stich verspüre, sehe ich die immer als eine Chance, besser zu werden.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Das war keine bewusste Entscheidung, sondern hat sich ergeben.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich freue mich über jede Nachricht zu meinem Buch

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