
Buchvorstellung einmal anders
Ich warte seit einer Ewigkeit auf den Autor Aaron Weigel, aber er kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus, ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.
Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Wächter der Morgenröte – Das Flüstern des Roten Mondes“ von Aaron Weigel. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«
Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben dem Autor am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Als ich gerade beginnen will, läuft Aaron auf mich zu und setzt sich zu mir auf die Bank. Nach einer Begrüßung lege ich mal los. 😊
Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.Buch: Schön, dass ich auch mal zu Wort kommen darf.Aaron: Das klingt nach einer ungewöhnlichen Idee. Da bin ich doch sofort dabei.
Sehr gerne, Das Flüstern und ich freuen uns sehr darüber.Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit dem Autor zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autor genauso?Buch: Hi, mein Name ist „Das Flüstern des Roten Mondes“. Ich bin ein Darkfantasyroman und der jüngere Bruder von „Die Kinder der Morgenröte.“ Ich erzähle euch eine dramatische Geschichte über Sehnsucht, die Aufarbeitung vergangener Fehler und den Kampf gegen innere und äußere Dämonen.Ich bin melancholisch, sehr düster, kompromisslos, aber auch ein bisschen verträumt.
Habt ihr Lieblingsstellen, die ihr uns gerne vorstellen würdet?Buch: Er treibt seine Figuren auf alle Fälle bis zum Äußersten. Sie haben es nicht leicht und müssen schwere Prüfungen bestehen. Das fällt ihm auf alle Fälle leichter. Außerdem macht es viel mehr Spaß, seinen Buchcharakteren Knüppel zwischen die Beine zu werfen.Aaron: Einspruch, manchmal fällt es mir auch schwer, Azrael und seine Mitstreiter durch diese Hölle zu jagen. Aber sie müssen an ihren Aufgaben und Hürden wachsen, deswegen geht es nicht anders.
Weißt du wie viel Aaron tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?Aaron: Da gibt es einige. Eine davon ist definitiv diese hier, die von der ersten Begegnung zwischen Azrael und Lucian erzählt.»Was willst du von mir?«»Ich will dir helfen, nach Hause zu finden.«Azrael lachte laut auf. Doch es lag keine Freude darin, keine Herzlichkeit. »Narr! Die Vernichtungslinie hat mich zu einem Heimatlosen gemacht.«Der Flüsterer schürzte die Lippen. »Wie du dich irrst. Du hast ein Zuhause. Du hast es nur vergessen. Du bist wie ein Fisch in der Wüste, der das Meer verloren hat. Du sehnst das Wasser herbei und den salzigen Geschmack auf der Zunge, weil es in deinem Leben nichts anderes mehr gibt außer Sand und Wind, der dir die rauen Körner ins Gesicht reibt.«
Wie würdest du oder seine Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller den Autor beschreiben?Buch: In mir steckt eine ganze Menge Aaron. Außerdem hat er auch vielen der Figuren etwas von sich gegeben – hier eine positive Charaktereigenschaft, dort eine eigene Schwäche. Aber man muss aufmerksam lesen und auf die Suche gehen.Aaron: Buch hat auf jeden Fall recht. Ich habe der Handlung und auch den Figuren, etwas von meinen Idealen und Werten mitgegeben, aber auch Eigenschaften und Ereignisse, die mich geprägt haben. Ich glaube, das passiert aber automatisch, wenn man mit Herz und Seele schreibt.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?Liorit lacht heißer auf: „Aaron arbeitet akribisch und mit vollem Herzblut. Er gibt sich erst zufrieden, wenn die Geschichte und damit ich als Buch atmen, so dass die Leserinnen und Leser eine atmosphärisch tiefe und mitreißende Lesereise erleben können. Manchmal ist er aber auch ein wenig verbissen und perfektionistisch unterwegs.“Iskat nickt: „Pausen würden ihm dazwischen sicher guttun. Da darf er noch dazulernen.Azrael: „Und er, zumindest was das Erzählen angeht, kompromisslos (Knurrt). Das hat schon einigen Buchcharakteren das Leben gekostet…“.Lilih: „Auch wenn man es Buch nicht anmerkt, aber er ist immer für einen Spaß zu haben.“
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?Aaron: Der Titel hat sich im Lauf des Schreibprozesses gewandelt. Vor allem der Rote Mond ist während dieser Zeit ein viel zentraleres Element der Geschichte geworden. Dem wollten wir dann auch einfach Rechnung tragen.Buch: Ich hatte schon Mitspracherecht, aber das letzte Wort hatte Aaron. Ehrlicherweise haben wir viel miteinander gesprochen und diskutiert, bis der Titel final war.
Buch: Ich liebe mein Cover und könnte es mir nicht schöner wünschen.Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.Buch: Dieses hier: „Lass es gut sein, Cecil. Er trägt die Peitsche, wir die Ketten. Wünschen wir ihm, dass es ihm niemals so ergehen wird, wie uns.“Aaron: „Ich bin der Mann, der barfuß im Schnee stand. Der gelernt hat, nicht zu frieren. Ich bin das Flüstern, das dich durch die Nebel nach Hause führt. In den Ozean deiner wahren Natur, die dein Zuhause ist.“
Dann wende ich mich dem Autor zu. »Danke dir für das sehr interessante Interview.«
Aaron: Sehr gerne, das war eine außergewöhnliche Erfahrung.Als Aaron weggeht, vertiefe ich mich wieder in das Buch.
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