Mittwoch, 18. Februar 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Sweras - Durch Raum und Zeit von Susanne Sachs


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Susanne Sachs, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus, ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Sweras – Durch Raum und Zeit“ von Susanne Sachs. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Als ich gerade beginnen will, läuft Susanne auf mich zu und setzt sich zu mir auf die Bank. Nach einer Begrüßung lege ich mal los. 😊

Wollen wir das Interview nun zu dritt machen?
Buch: Wir alle zusammen? Ich weiß nicht.
Sus: Tu nicht so. Das wird schon gut. Ich freue mich auf das Gespräch.
Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Sus: Sehr gerne.
Buch: Danke. Ich bin fürchterlich aufgeregt. Für mich ist das eine ganz neue Erfahrung.
Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Buch: Beinahe wäre ich nur ein Kapitel geworden, aber ich durfte selbstständig werden, weil zu viel passiert. Paula muss Abschied nehmen, den auch verkraften. Sie ist nicht besonders gut auf die Reise vorbereitet und Klet kennt sie noch nicht lange. Dann auch noch Familie … Und ich staune selbst, was für Probleme auf dem Raumschiff einen ereilen können. Mal hapert es mit der Gesundheit, mal spinnt die Technik. Außerhalb lauern unglaubliche Gefahren, die machen mir immer noch Angst. Mein Überleben hängt doch mit dran, an den Wesen in mir, die auf der Linsus meine ich. Die müssen ordentlich bangen. Bis Sweras ist es weit und sie sind auf sich gestellt.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihm leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Siehst du es als Autorin genau so?
Buch: Sie ist eine komische Mischung. Mal liebt sie es schön, dann wieder muss es schwierig werden, richtiggehend gefährlich. Zu einfach macht ihr Mühe und zu düster ist, glaube ich, nicht ihr Ding. Warum sie so tickt, kann ich nicht sagen.
Sus: Ha! Du kennst mich gut. Aber spannend sollst du schon sein. Dich trifft es nur indirekt, die Charaktere leiden mehr.
Buch: Hast du ne Ahnung!
Habt ihr Lieblingsstellen, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Buch: Ich habe mich über die Diskussion mit der KI amüsiert.
Sus: Ernsthaft? Für mich war die Passage des Wurmlochs interessant, schräg und bedrohlich mit einem krassen Ereignis am Schluss. Die Flucht kurz vor Ende fand ich auch aufregend. Allerdings mochte ich das Kennenlernen einiger Eigenheiten ebenfalls. Und die Entdeckungen.
Weißt du wie viel Susanne tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Hast du dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmst du deinem Buch zu?
Buch: Ein paar Ansichten und Eigenschaft hat sie eingebaut, denke ich. Sie fühlt mit ihren Protas mit, besonders mit Paula. So ist sie.
Sus: Selbstverständlich ist das so. Wie sollte ich gegen mich schreiben? Als gesamtes Buch gelänge mir das nicht.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: Sie sitzt neben uns!
Sus: Soll ich etwa gehen?
Buch: Hör einfach weg. Beklagen kann ich mich nicht. Sus gibt alles und sie neigt nicht zu Grausamkeiten. Sie ist wissbegierig, aber ein bisschen empfindsam. Hihi, bestimmt hätten Paula, Klet und die anderen trotzdem auf einige Erfahrungen gern verzichtet.
2 Stimmen aus der Tiefe: Und ob! Aber nicht auf alle. Ansonsten hast du Buch sicher recht.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Buch: Ach, der Titel. So ähnlich stand der von Beginn an. Aber nein, Sus rätselt rum, probiert und fragt. Am Ende vom Lied ist es doch dieser. Hab mich durchgesetzt.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Buch: Da gibt’s nichts zu meckern. Es vervollständigt den ersten Gesamteindruck.
Sus: Ich bin glücklich damit.
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Buch: Wir haben uns stumm auf eins aus der ersten Szene geeinigt.
„… sah Paula ferne Sterne, denen sie unaufhaltsam entgegenrasten. Als Bild im Bild war ein schwach blauer Punkt abgebildet, die Erde. Nicht mehr lange, dann würde sie nur noch Erinnerung ein.“
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
Buch (flüstert zurück): Hat Spaß gemacht. Danke, dass du die Leute ignoriert hast.
Dann wende ich mich der Autorin zu. »Danke dir für das sehr interessante Interview.«
Sus: Herzlich gern. Ich danke dir.
Als Susanne weggeht, vertiefe ich mich wieder in das Buch.

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