Montag, 17. November 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Weihnachtszauber für Bradley von Karo Stein



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Bradley und Gabriel aus „Weihnachtszauber für Bradley“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Gabriel: Ich freue mich schon auf deine Fragen.
Bradley seufzt leise: Natürlich tust du das.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Bradley: Ich bin 30 und arbeite in einer Galerie eines eher unbekannten Bostoner Künstlers, der allerdings gerade in der queeren Community mehr Aufmerksamkeit verdient.
Gabriel: Wenn er sagt, er arbeitet dort, meint er, dass ihm die Galerie eigentlich gehört. Nicht zu vergessen, dass Bradley zur berühmten Richards-Kakao-Familie gehört. Richards Kakao ist mehr als nur ein Getränk, es ist deine kleine Genussoase für jeden Tag, cremig, schokoladig, köstlich.
Bradley: Wieso musst du den Werbejingle ständig singen? Jetzt bekomme ich das Lied wieder ewig nicht aus dem Kopf. Du solltest dich doch vorstellen.
Gabriel. Okay, ich bin 33 und habe, bis ich Bradley kennengelernt habe, in einem Café gearbeitet. Ursprünglich stamme ich aus Chicago, aber mit diesem Teil meines Lebens habe ich endgültig abgeschlossen. Bisher hat mir das Vertrauen gefehlt, irgendwo langfristig Wurzeln zu schlagen, aber mit Bradley hat sich alles geändert.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Bradley: ich brauche nur einen Satz. Es ist eine furchtbar kitschige, weihnachtliche und irgendwie auch zauberhafte Geschichte.
Gabriel: Weihnachtlich, absolut, aber kitschig? Auf keinen Fall. Immerhin hat uns das Schicksal in ein Hotel in den Bergen Kanadas geführt. Wir waren umgeben von Magie und haben uns dabei auch ein Stück weit selbst gefunden.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Bradley: Ich wette, sie hat gelacht, als ich Eishockey spielen sollte, aber wir haben es ihr auch nicht leicht gemacht. Ich wusste die meiste Zeit gar nicht, was ich wollte und war eher überfordert von der Situation. Was sie auch überfordert hat.
Gabriel: Da es eher eine süße Weihnachtsromanze ist, gibt es zum Glück auch nicht so viele schwierige Situationen. Spaß hatte sie aber trotzdem.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Bradley: Wir wollen ja nicht spoilern, aber ich mag die erste Nacht im Hotel.
Gabriel: Ja, sie war wirklich magisch. Oder wir beide, nach dem Festessen, unter der Dusche.
Bradley: Und als wir zu den Weihnachtsliedern auf dem Eis getanzt haben.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Bradley: Sie hat mir ihr Impostersydrom vererbt und einen Teil ihrer Schüchternheit.
Gabriel: Und wir haben ihre Liebe für Weihnachten abbekommen.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Bradley: Sie hat sich voller Eifer in unsere Geschichte gestürzt und hatte dann ein paar Probleme uns nicht aus den Augen zu verlieren. Aber da sie Weihnachtsgeschichten liebt, hat sie für uns eine wundervolle Weihnachtszeit geschrieben.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Bradley: Da es ein Gruppenprojekt ist und wir erst recht spät dazukamen, stand der Titel „Weihnachtszauber für…“ schon fest. Und ich mag ihn, denn da steht mein Name auf dem Cover. Es ist mein Weihnachtszauber.
Gabriel: Und du hast ihn absolut verdient.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Bradley: Schau doch nur, wie wir strahlen.
Gabriel: Ich liebe das Bild und ganz unter uns, es wird auch einen Platz in unserem Café bekommen.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Bradley: Wir haben uns auf das hier geeinigt:
Ich grinste Gabriel an, der anfing auf dem Eis zu tanzen. Vorsichtig folgte ich seinen Schritten, während er uns über den See wirbelte. Wir lachten, sangen laut und schief mit und tanzten auch zu den nachfolgenden Weihnachtsliedern. Ich war frei und leicht. Deshalb breitete ich übermütig die Arme aus, als Gabriel mich hochhob und hatte das Gefühl, zu fliegen. Ich flog auch ... allerdings abwärts, denn wir verloren das Gleichgewicht und landeten auf dem harten Eis.
Immerhin konnten wir uns einigermaßen abfangen, sodass wir uns nicht verletzten, während wir wie zwei Käfer auf dem Rücken einige Meter über den See schlitterten.
»Alles in Ordnung?«, fragte Gabriel atemlos und krabbelte auf allen vieren zu mir.
»Weiß nicht«, gab ich kichernd zu und starrte in den strahlendblauen Himmel. »Den Traum als Eiskunstläuferpaar bei der Olympiade teilzunehmen, sollten wir wohl begraben.«
»Besser wäre das«, erwiderte er. Sein Gesicht schob sich in mein Blickfeld und erneut spürte ich dieses tiefe Prickeln, als ich in seine Augen schaute.

Danke für das Gespräch

Bradley: Wir danken dir.
Gabriel: Ich wusste, dass es dir gefallen wird, die Fragen zu beantworten. Danke für die schöne Zeit!

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