Dienstag, 18. November 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Bodyguard wider Willen - Protecting his (life) love von Kim Kristin Josephs


 
Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Stian und Aiden aus „Bodyguard wider Willen“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Stian grinst mich an und in den blauen Augen blitzt es vergnügt, während Aiden im Sessel sitzt und seinen eleganten Gehstock in den Händen hin und her rollt und lediglich die Mundwinkel kurz hochzieht, geradeso an ‚unhöflich‘ vorbei.
„Gern“, sagt Stian. „Ich freue mich, dabei zu sein, und du, Aiden?“
„Bin nur hier, weil mich ein gewisser Bodyguard nicht aus den Augen lassen wollte.“ Er funkelt Stian an. „Eigentlich hätte ich etwas Wichtigeres zu tun.“
Stian hebt eine Braue. „Und was soll das sein? Deine Armanijacketts von rechts auf links ziehen und zurück? Heute ist dein freier Tag.“
Aiden knirscht mit den Zähnen. „Eben, freier Tag und nicht Lass-dir-die-Würmer-aus-der-Nase-ziehen-Tag.“
Stian schnaubt. „Wie dem auch sei, wir sind hier und beantworten deine Fragen gern. Aiden hatte es in letzter Zeit schwer, das hat ihn griesgrämig gemacht, aber unter der rauen Schale steckt ein toller Kerl.“ Er wirft Aiden eine Kusshand zu.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Stian zeigt auf Aiden. „Aiden Gustavson, Staatsanwalt und toller Mann. Mein Lebensgefährte!“ Er klingt sehr stolz.
Daraufhin tritt ein echtes, sehr warmes Lächeln auf Aidens Gesicht und lässt die grünen Augen strahlen. „Das ist Stian Felderer von Kingston Security, mein ganz persönlicher Buddyguard mit einer irrationalen Vorliebe für Flipflops und mein Partner!“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
„Unsere Geschichte ist gefährlich“, sagt Aiden.
Stian nickt. „Definitiv nichts für schwache Nerven.
„Sarkastisch & kompliziert.“
„Was meinst du?“ Stian blickt Aiden an.
„Na, du hast uns doch einiges erschwert ...“
„Ich???“ Stian reißt die Augen auf. „Wer hat uns denn mehrfach in Lebensgefahr gebracht?“
„Und wer hat das Auto nicht gecheckt?“, schießt Aiden zurück.
„Hm.“ Stian brummt. „Patt. Na gut, einigen wir uns auf: aufwühlend, spicy und emotional.“
Aiden nickt bekräftigend.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Aiden nickt heftig. „Ihr macht so was immer Spaß. Da ist sie ziemlich rabiat. Immerhin hat sie mir zum Glück einen äußerst fähigen Bodyguard an die Seite gestellt, auch wenn man es Stian nicht auf den ersten Blick ansieht.“
Ich weiß, was Aiden meint. Stian sieht in den legeren Klamotten eher aus, als wolle er sich irgendwo auf ein Sofa fläzen. Immerhin trägt er keine Flipflops, sondern Sneaker, aber es ist ja auch November.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
„Ja.“ Aidens Augen leuchten auf wie Kometen. „Aber ich kann nicht ins Detail gehen, ich sag nur: Kanada.“
Ich schaue Stian an, der nickt und macht mit den Fingern eine Geste am Mund, als würde er einen Reißverschluss zuziehen. „Kanada! Was da passiert, müssen die Leser selbst lesen.“
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Stian tippt sich ans Kinn. „Ihr Sarkasmus steckt darin.“
„Und ihre Kreativität“, ergänzt Aiden. „Allerdings auch viel von ihrer dunklen Fantasie. Die ist manchmal böse – also ihre Fantasie, KiM selbst nicht, die ist meistens ganz nett.“
„Aber nicht immer.“ Stian schüttelt sich. „Wenn ich mir überlege, welche Steine sie uns ständig in den Weg gelegt hat.“
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
„Sie ist humorvoll, manchmal etwas chaotisch in ihren Gedanken, ein offener Mensch und suchtet Bücher im Takt durch, wie andere ihre Hosen wechseln – täglich.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Aidens Blick bohrt sich in meinen. „Er stand zwar nicht von Anfang an fest, aber recht schnell, weil Stian ja eigentlich gar nicht mehr in den Außeneinsatz wollte. Der vorherige Arbeitstitel war ‚Stian‘. Da hab ich gesagt: ‚Hey, der Mann ist schon selbstbewusst genug. Und was, bitte schön, ist mit mir?‘ Dann ging es recht schnell. Der Arbeitstitel war ‚Bodyguard wider Willen‘. Aber uns allen fehlte noch etwas, das noch präziser etwas über die Geschichte aussagt: Protecting his (Life) Love fanden wir dann alle gut.“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
„Absolut!“ Stian nickt. „Ich bin toll getroffen.“ Er lacht, wird dann ernst. „Es drückt viel über die Geschichte aus. Der Anwalt, der erschöpft und niedergeschlagen von den Geschehnissen auf einem Stuhl sitzt …“
„War ja klar, ich bin der Jammerlappen“, grätscht Aiden dazwischen.
„… und dahinter der Bodyguard“, fährt Stian unbeirrt fort, „der ihm den Rücken freihält. Außerdem ist der Kerl heiß.“
Aiden rollt mit den Augen.
„Auch die Farben sind stimmig.“ Dann gerät Stian ins Schwärmen. „Und der Farbschnitt ist ebenfalls perfekt. Mit dem Dortmunder Fernsehturm. Und das Design stammt von @daylinart.“
Aiden lehnt sich vor. „Pst, ich verrate dir (k)ein Geheimnis. Die Geschichte spielt in Dortmund, wurde von einem Dortmunder Kind (KiM) geschrieben, und der Dortmunder Fernsehturm ist auf dem Farbschnitt.“ Er lehnt sich zurück, wirkt zufrieden wie eine Katze, die von der Sahne genascht hat
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
„Hm.“ Stian fährt sich durch die blonden Locken. „Es gibt die ein oder andere Stelle. Manche können wir nicht nehmen wegen der Spoilergefahr. Wir haben zusammen eine rausgesucht, die ein wenig über die Dynamik zwischen uns aussagt. Hier …“
Grasgrüne Augen betrachteten mich abschätzig.
„Aiden, hey!“ Wieso krächzte ich so?
Schweigen. Vorwurf löste das Abschätzende in dem Ausdruck ab.
Der Anwalt hatte ja recht. „Scheiße, Mann, es tut mir leid – ALLES!“
„Interessante Art das zu zeigen: Den Krüppel erst noch mit fast nacktem Arsch in den Dreck schubsen.“ Aiden zog sich die Decke beinahe bis an die Ohren.
„Das bist du nicht und das habe ich nicht und das weißt du. Ich wollte dir helfen. Aber du sturer Hund hast dich gewehrt.“
„F*c*k dich, Felderer!“
Ich rieb mir übers Gesicht und musterte den Anwalt. Die Gesichtsfarbe war fahl und obwohl der Mann zu frieren schien, lag ein Schweißfilm auf der Stirn. Das schwarze Haar dort glänzte in den Spitzen feucht. Er sah mitgenommen aus und ich fürchtete, er war noch nicht über den Berg. „Du solltest nicht hinfallen und ich wollte dich auch nicht demütigen …“
Aiden grätschte dazwischen. „Dann hast du die falschen Waffen gewählt.“
„… dafür schätze und respektiere ich dich viel zu sehr. Was ich zu dir gesagt habe, Aiden … ich bereue meine Worte zutiefst und würde sie gerne zurücknehmen, wenn ich könnte. Du bist alles andere, aber kein Krüppel. Verletzt, ja! Und zickiger als eine Diva. Aber du bist doch so viel mehr. Du bist ein Überlebender, ein Kämpfer. Du bist wie ein Bluthund, gibst nicht auf.“
„Ich weiß nicht, ob es so viel wertschätzender ist, wenn du mir Tiernamen gibst.“
Ich konnte nicht anders, an meinem Mundwinkel zupfte ein Schmunzeln. Shit, dieser Kerl war wie eine Wundertüte. Man wusste nie, wie er reagierte. „Hab ich doch schon vorher, Lackaffe.“
„A*rsch*loch!“
„Okay, Tiernamen und Körperteile. Können wir uns auf einen Waffenstillstand einigen?“ Hoffnung schlich sich in meine Stimme, womöglich hatte ich unsere … Freundschaft? … noch nicht völlig zerstört.
Danke für das Gespräch
„Wir danken dir, dass wir das Buch vorstellen durften. War eigentlich ganz schön“, sagt Aiden und dreht sich zu Stian. „So Buddyguard, jetzt hab ich mir eine Belohnung verdient.“
Stians Wangen überzieht ein leichtes Rosa. „Äh …, okay. Dann mal los. Tüsskes, wie wir in Dortmund sagen!“

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