Freitag, 13. Februar 2026

[Schnipseltime] The one with fire - Lubbock Firefighters Spin-off 3 von Laura Lee Johnes und Holly O'Rilley


 

„Guten Morgen. Kann ich irgendwie behilflich sein?“, hakte ich nach, als die stupsnasige Frau in Arbeitskleidung im Raum stand. Die hatte zunächst Raphael und seinen Marc verblüfft angestarrt, bevor ihr Blick auf mir hängen blieb.

„Äääähm.“ Ihr Mund mit den vollen, sinnlichen Lippen stand offen, das offenbar lange schwarze Haar hatte sie zu einem dieser Knoten gebunden, die ich so schrecklich fand, und die dunklen Augen wirkten fast schwarz. Wow! Was für ein krasser Gegensatz zu der Nachtschwester, die den Inbegriff eines Hausdrachen erfüllte.

Endlich löste sie sich aus ihrer Starre und blickte kurz auf die Unterlagen in ihrer Hand. „Guten Morgen. Ich bin Ana, Ihre Physiotherapeutin. Wer von Ihnen ist Mr. Turner und wer Mr. Lloyd?“

„Ich bin Mr. Lloyd, oder gerne auch Caleb. Ich vermute mal, wir werden uns jetzt häufiger sehen.“
„Ich vermute mal, nicht ganz so häufig wie Mr. Turner mich sehen wird. Er muss wohl ein bisschen länger bleiben.“ Sie blickte kurz zu meinem Bettnachbarn, der inzwischen den endlos scheinenden Begrüßungskuss mit seinem Liebsten beendet hatte.

„Raphael bitte. Ich wünsche ebenfalls einen guten Morgen.“

„Vielleicht könntest du mit Caleb beginnen?“, bat Marc mit einem Lächeln, das sogar ich als Hetero nur mit umwerfend bezeichnen konnte. „Ich habe die Erlaubnis von Raphaels Ärztin, dass ich gewisse Dinge in der Pflege meines Partners übernehmen darf. Da ich nachher gleich zum Job muss …“

„Ah, verstehe“, kam es von der hübschen Ana. Sie schaute mich an. „Dann sollten wir beide in der Zeit mal einen kleinen Spaziergang über den Flur machen.“

Ich spürte, wie mir die Röte ins Gesicht schoss. „Ähm, wenn du mir dafür wenigstens zunächst eine Hose aus dem Schrank geben könntest?“ Nach dem ersten Schreck, mich schwer verletzt und bewusstlos auf der Rinderweide zu finden, hatten sich Granny, Mom und Dad zum Glück schnell gefasst. Besonders die Frauen hatten mich gestern mit allem versorgt, was ich die nächsten Tage hier benötigen würde.

„Da ich bisher außer um die Toilette zu benutzen nur liegen sollte und das Pflegepersonal das luftige Kittelchen dafür viel praktischer fand, habe ich auf sonstige Kleidung verzichtet. Dass ich bereits Physiotherapie bekommen sollte, hat man wohl vergessen, mir mitzuteilen“, gab ich auf ihren verdutzten Blick zurück und zuckte mit der Schulter. „Der linke Schrank, mittleres Fach glaube ich.“

Die süße intensive Röte, die sich nun auf ihren Wangen zeigte, machte sie umso reizvoller für mich. Viel zu reizvoll dafür, dass ich eigentlich gerade die Schnauze voll hatte von Frauen. Verschämt reichte sie mir die Shorts, bevor sie sich taktvoll abwandte. Mit einer Hand wurschtelte ich die Decke von mir herunter und setzte mich mithilfe des Galgens am Bett so hin, dass ich die Beine über die Kante baumeln lassen konnte. Als ich versuchte, mit beiden Füßen in die Hose zu schlüpfen, kam ich jedoch an meine Grenzen und stieß ein unwilliges Grummeln aus.

„Kannst du eine helfende Hand gebrauchen?“ Marc erhob sich schmunzelnd von der Bettkante seines Partners und kam lässig zu mir geschlendert. Ich schwöre, hätte er keine Shorts getragen, hätte ich niemals bemerkt, dass er an einem Unterschenkel eine Prothese trug, so selbstverständlich bewegte er sich damit. Hut ab, dass er damit sogar als stellvertretender Fire Captain ganz normal seinen Dienst schob.

„Gerne, danke dir.“

 

 

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