Dienstag, 16. Juli 2024

[Buchvorstellung einmal anders] Krachende Kufen - Die ersten werden die letzten sein von Hendrik Frerking

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Felia, Kapitän Rostbart und Vaunír Erendar aus „Krachende Kufen – Die ersten werden die letzten sein“, um mit ihnen über das Buch und ihren Autor zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Felia: „Gerne. Ich bin sehr aufgeregt, dass ich hier sein darf.“
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Felia: „Ich heiße Felia und bin Schülerin in …“ *holt tief Luft* „… Fräulein Dorothea Manierlichs arriviertem und der Bildung dediziertem Elite-Internat für eloquente und distinguierte Heranwachsende aus renommierten Familien mit adäquatem oder kulturträchtigem Hintergrund.“
Rostbart: „Gar-har-har. Was war das denn für ein Zungenbrecher? Rostbart der Name. Kapitän der Breiten Bertha und aufsteigender Stern unter Schwalbenkacks Rennfahrern beim Schlittenrennen. Man nennt mich auch die Rumkanone. Aber auch nur, weil heutzutage alle Fahrer Nick heißen.“
Vaunír: „Und ich bin Lord Vaunír Erendar, Abgesandter der Elben des Silbertauwaldes.“
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Rostbart: „Ha, das ist leicht! Es ist ein absolut spektakuläres Werk und erzählt die Geschichte eines wagemutigen Kapitäns, der unerschrocken in den gefährlichsten Wettkampf von ganz UmfangReich zieht: Den Schwalbenkackschen Schlittenrennen! Es ist eine Geschichte voller gewagter Manöver, gerissener Schachzüge; eine Schatzkiste voller Wunder, versehen mit einer Prise Humor.“
Vaunír: „Sie wollten wohl eher sagen, dass dieses Buch ein Affront ist und jedwede Erhabenheit missen lässt, wäre ich nicht ein Teil davon.“
Felia: „Also ich denke, in dem Buch geht es vor allem darum, man selbst zu sein und mutig seinen eigenen Weg zu gehen.“
Glaubt ihr, macht es dem Autor Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Felia: „Das kann ich mir nicht vorstellen. Das wäre echt gemein.“
Rostbart: „Gar-har-har! Welche Schwierigen Situationen denn? Ich bin Kapitän Rostbart! Um sich mir in den Weg zu stellen, müsste sich schon der Riesenkrake oder der Daklautdermann persönlich aus dem Meer erheben!“
Vaunír: „Natürlich hatte der Autor Spaß daran. Schließlich ist der Autor ein Mensch und gerade Menschen sind für ihren kruden und primitiven Sinn für Humor bekannt. Und bevor Sie fragen: Tomaten sind äußerst heimtückische und diabolische Kreaturen! Ein weniger erhabenes Wesen als Ich muss nur einmal kurz wegsehen, da haben sie bereits angegriffen!
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Felia: „Ich mag alle Stellen, an denen ich mit Lyells Huskys Gassi gehen darf. Filius, Argus, Nautilus und Hochgenuss sind einfach so liebe Hunde! Aber am besten ist die Stelle, wo Livian und ich uns gemeinsam das Rennen ansehen.“
Vaunír: Es gibt eine Stelle, an der ich die Baroness von Hällenkiesel rette – gezwungenermaßen. Es ist ein wahrhaft erhabener Augenblick der Perfektion.
Felia: *Beugt sich zu Rostbart hinüber* „Kapitän, ist es normal, dass der Elb zu Funkeln begonnen hat?“
Rostbart: „Aber ja. Das kommt von diesem Glittergesöff namens Elfentau. Anscheinend braucht er wieder Nachschub.“
Was glaubt ihr, wie viel von eurem Autor steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Rostbart: „Der Autor war auf jeden Fall so frei, mir seinen Intellekt und seine Gerissenheit zu vermachen. Mein gutes Aussehen ist allerdings ganz allein mein Verdienst.“
Vaunír: Es gibt nichts, das ich von einem Menschen haben könnte. Allerdings zeigt das Buch sehr deutlich, dass der Autor auf dem Land großgeworden ist und dringend verarbeiten muss, dass er als Kind mit Gummistiefeln durch eine Mistgrube gewatet ist.
Felia: „Ich habe einiges vom Autor mitgegeben bekommen. Schließlich hat er sich selbst oft ähnlich wie ich gefühlt – wenn auch in einem anderen Kontext. Ich darf einen Teil seiner eigenen Geschichte erzählen – und darauf bin ich sehr stolz!“
Wie würdet ihr euren Autor beschreiben?
Felia: „Also ich finde ihn sehr innovativ und witzig. Außerdem sieht er gut aus.“
Rostbart: „Ach ja? Und das kannst du sagen, während ich neben dir sitze?“
Vaunír: „Kapitän, Sie müssten sich dringend rasieren und waschen. Das sind grundlegende Fähigkeiten, die ich dem Autor im Gegensatz zu Ihnen zugestehen kann.“
Rostbart: „Aber der Autor hätte manchmal gerne etwas von meiner Ich-scheiß-auf-alles-Einstellung. Ich weiß es, er hat’s mir verraten!“
Vaunír: „Im wahrsten Sinne des Wortes …“
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Felia: „Die Geschichte hieß vorher ‚Die Reifeprüfung – Eine Maskerade in fünf Akten‘. Es hatte etwas mit Livian zu tun, der heute leider nicht hier ist. Und damit, dass die Leute alle Masken tragen und niemand wirklich er selbst ist.“
Rostbart: „Ja, aber dann bekam der Autor das Feedback, dass der Titel nach langweiliger und verstaubter Schullektüre klänge. Ha, das hätte ich ihm gleich sagen können!“
Vaunír: „Zudem hatte der Autor natürlich keine Ahnung, dass es einen Film gab, der ‚Die Reifeprüfung‘ heißt. Das hat er natürlich erst erfahren, als er seinen Prototypen auf einer Messe vorgestellt hat und exakt 17.6% der Menschen mit ‚Die Reifeprüfung? Da gibt es doch einen Film mit Dustin Hoffman‘ reagierten.“
Felia: „Mit ‚Krachende Kufen‘ hat er sich an seinem Vorbild orientiert.“
Rostbart: „Und die Subtitel sage ich wortwörtlich: Allerdings nicht im dazugehörigen Band.“
Vaunír: „Und das ist tatsächlich einmal nicht gelogen …“
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Vaunír: „Das Cover ist eine Verunglimpfung meiner Person! Ich würde nie, eine so unerhabene Figur machen!“
Rostbart: „Ich bin viel zu weit im Hintergrund. Und der Schlitten sieht komisch aus. Jim wollte zuerst so ein Modell mitbringen, bis er merkte, dass das gar nicht fahren kann. Außerdem liege ich hinter diesem Maskenkasper! Dabei ist es genau umgekehrt.“
Felia: „Ich darf zusammen mit dem Maskierten auf dem Schlitten sitzen. Ich schwöre, das ist nie so passiert! Fräulein Manierlich wäre sicher dagegen. Ich weiß auch nicht, wieso der Autor eine falsche Darstellung wollte.“
Vaunír: „Möglich, dass er einfach um Aufmerksamkeit heischen wollte.“
Rostbart: „Oder er betreibt … wie nennt man das drüben in Tietaun doch gleich? Ach ja! Vorschäddohwing!“
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Vaunír: „‘Sie sind unglaublich!‘. Natürlich bezieht sich das auf mich.“
Rostbart: „Was Langweiligeres konntest du nicht finden, oder? Lass mich das mal machen: ‚Wenn jetzt alle Rostbart-Fans dort draußen einmal bitte laut ‚Rostbart-dono, Herrscher der Meere, Schutzpatron des Rums und Erfüllung aller Frauenträume, ganbatte!‘ rufen würden, wäre ich ihnen sehr verbunden.‘“
Vaunír: „Ich sehe, die Selbstverliebtheit in Person. Vielleicht bekommt das Kind hier es ja besser hin.“
Felia: „Vermutlich mag der Autor andere Zitate lieber, aber ich mag besonders das hier: ‚Jeder kann etwas. Jeder. Ich kann zum Beispiel hervorragend Dinge zusammenbauen. Und alle anderen sind ausgezeichnet darin, mich dabei zu nerven.‘ Ich glaube, das sollte aufmunternd sein, auch wenn es nicht so klingt. Aber mich haben diese Worte sehr berührt.“
Danke für das Gespräch

[Autoreninterview] Hendrik Frerking


Autoreninterview
Hendrik Frerking

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Sehr gerne. Ich heiße Hendrik Frerking und betrachte mich selbst als multikreativ interessierten Geschichtenerzähler. Derzeit habe ich 33 Sommer erlebt und bin zuversichtlich, dass darauf noch mindestens genauso viele Winter folgen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Das ist eine sehr ironische Geschichte. Ich hatte dank langweiliger Aufgaben im Deutschunterricht nie wirklich Lust auf das Schreiben. Ich hatte aber Geschichten im Kopf, nur dachte ich, es wäre langweilig, sie aufzuschreiben, da ich die Geschichte ja schon kenne (wie falsch ich gelegen habe). Im Abitur hatte ich tatsächlich eine kreative Schreibaufgabe in Deutsch. Es ging um Goethes Werther. Es sollte eine Szene weitergeschrieben werden. Ich hatte mir für meine Prüfung in Deutsch keine gute Note ausgemalt. Als ich dann 14 Punkte bekam, dachte ich, dass es dafür einen Grund geben muss und mir das Schreiben von Geschichten vielleicht liegt. Ich probierte es aus und eine völlig neue Welt eröffnete sich mir 😊
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Erschienen sind Omikron Band 1 -5, Superior und Krachende Kufen – Die Ersten werden die Letzten sein. Erhältlich ist derzeit aber nur Krachende Kufen, die anderen Bücher werde ich beizeiten im Selfpublishing neu auflegen. Omikron und Superior sind Sci-Fi-Geschichten, die maßgeblich von meinen Lieblingsserien aus meiner Teenagerzeit inspiriert wurden: Stargate und Battlestar Galactica. Da ich beim Schreiben irgendwann feststellte, dass ich nicht ernst bleiben kann, wurde Krachende Kufen dann eine Fantasy-Komödie. Mein Stil wurde entscheidend von meinem Lieblingsautor Sir Terry Pratchett geprägt.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, einerseits überarbeite ich Band 2 und 3 von Krachende Kufen, andererseits arbeite ich an einer Geisterjägergeschichte, die ebenfalls in UmfangReich (der Welt von Krachende Kufen) spielt.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Kreativ tätig sein. Das geht vom Schreiben, übers Komponieren, übers Kartenspieleerfinden, übers Zeichnen bis hin zum Programmieren eines eigenen Videospiels. Es macht mir Spaß, immer neue Wege zu erkunden, meine Kreativität zu leben.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Eindeutig Sir Terry Pratchett. Einige seiner Bücher habe ich mehrfach gelesen. Ich mag die Art und Weise, wie er mit Sprache spielt.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Haha, gerne :D Hier einmal das unaufgehübschte Chaos:


Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ein normaler Arbeitstag beginnt im Sommer bei mir ab 5:00 im Winter schon um 4:00. Nach meiner Morgenroutine investiere ich 1 -2 Stunden in ein kreatives Projekt – meist das Schreiben. Anschließend wechsel ich zu meinem Brotberuf als Softwareentwickler und schreibe von 6:00 – 14:30 Programmiercode. Aufgrund des Jobs ist das Schreiben vorher essentiell, denn nach der Arbeit raucht mir meist zu sehr der Kopf, um noch weiter am PC zu sitzen und zu schreiben. Danach habe ich ausgiebig Zeit für meine Hobbies. Dreimal in der Woche bedeutet das einen Gang ins Fitnessstudio, um einen Ausgleich und eine Unterbrechung zum Bürojob zu haben. Und dann stehen je nach Tag unterschiedliche Dinge an: Improvisationstheater spielen, Gaming- oder Spieleabend mit Freunden, persönliche Weiterbildung oder tatsächlich noch eine kreative Einheit. Manchmal bin ich aber auch einfach nur faul, mache mir irgendeine Art von Eis und schaue Serien oder spiele ein Videospiel. Im Idealfall komme ich zwischen 21:00 und 21:30 ins Bett, um noch eine halbe Stunde vor dem Schlafen zu meditieren, bevor das Spiel wieder von vorne beginnt.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen sind es derzeit vor allem Sachbücher, die etwas mit Persönlichkeitsbildung oder Psychologie zu tun haben. Beim Schreiben fühle ich mich am wohlsten im Sci-Fi und Fantasybereich – natürlich mit einer ordentlichen Portion Humor.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Fürs Leben mag ich den hier, obwohl es mir oft schwer fällt:
„Our doubts are traitors and make us lose the good we oft might win by fearing to attempt.”
~ William Shakespeare
Und für meine Arbeit trifft es wohl dieser Absatz am besten:
„Lichtbringer“, begrüßte ihn der Hexenmeister und breitete die Arme aus. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis du deinen Weg in meine Gemächer finden würdest. Eigentlich hatte ich dich erst zur letzten Sekunde erwartet. Du weißt, dass diese magische Zeit deine Chancen auf einen Sieg, statistisch gesehen, beinahe verdoppelt hätte?“
~ Das Erbe des Lichtbringers - unveröffentlicht
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Das ist definitiv Japan 😊 Mit Japan verbinde ich sehr viele kraftvolle und positive Erinnerungen. In einer Zeit, in der ich mit Depressionen zu kämpfen hatte, beschloss ich, meine Angst vor dem Unbekannten damit zu bekämpfen, indem ich mir das beängstigendste vornahm, was ich damit in Verbindung brachte: ganz alleine in ein anderes Land zu reisen um dort für ein halbes Jahr zu leben. Die Wahl fiel auf Japan, da ich an der Uni ein wenig japanisch lernte und das Land allgemein faszinierend finde (und weil ich Anime mag). Ich habe in Japan das erste Mal erlebt, was Freiheit und Selbstverantwortung bedeutet. Ich schaue auf das halbe Jahr als die beste Zeit meines Lebens zurück. Das war großartig!
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich würde jetzt gerne ‚ja‘ sagen. Die ehrliche Antwort ist: kommt auf die Kritik an, von wem sie kommt und wie sie formuliert ist. Im Allgemeinen möchte ich die Kritik als erstes verstehen und nachvollziehen, da Kritik eine gute Möglichkeit zum Lernen ist. Dann kann ich mein nächstes Buch noch besser schreiben. Manchmal verunsichert mich Kritik aber auch extrem. Gerade wenn es sich bei der Kritik um sehr subjektive Meinungen handelt. Meine aktuelle Herausforderung ist es, dann bei mir zu bleiben und mir zu sagen „Diese Person muss nicht mögen, was und wie ich schreibe. Sie gehört dann nicht zu meiner Zielgruppe, denn andere finden das, was diese Person kritisiert, besonders toll.“ Mir wurde zum Beispiel geraten, einen längeren Absatz in Krachende Kufen zu streichen, weil er nichts direkt mit der Handlung zu tun hat. Für mich war klar, der Absatz bleibt genauso in dem Buch, da mein Cousin lachend vom Stuhl gefallen ist, als ich ihm vor sechs Jahren diese Szene vorlas – und ich habe erst einmal zuvor in meinem Leben jemanden lachend vom Stuhl fallen sehen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen, weil der „Bewerbungsprozess“ mühselig und frustrierend ist. 3 Monate Minimum Wartezeit. Und am Ende gibt es meist noch nicht einmal einen Einzeiler als Rückmeldung. Die negativste Erfahrung hatte ich mit einer Literaturagentur: Da bekam ich einmal eine sehr pampige und in meinen Augen unprofessionelle Antwort, weil ich nach 3 Monaten gewagt hatte, vorsichtig zu fragen, wie der Status ist. Mit solchen Menschen möchte ich nicht zusammenarbeiten.
Zudem habe ich schon gehört, dass mir ein Verlag nicht die Arbeit abnimmt, auf die ich keine Lust habe: Nämlich das Marketing. Ich will schreiben und nicht den Instagram Algorithmus knacken.
D.h. der einzige Vorteil eines Verlags wäre aus meiner Sicht, dass ich Lektorat, Korrektorat und Cover bezahlt bekomme. Und ganz ehrlich, ich bin überzeugt von meinen Fertigkeiten als Schriftsteller und mir nicht zu schade, die Kosten dafür selbst zu investieren. Ich möchte am Ende meines Lebens sagen können: „Ich habe alle gegeben, um meinen Traum zu leben.“
Außerdem konnte ich mir auf diese Weise den Illustrator für mein Cover sowie das Motiv selbst aussuchen. Und ich bin so begeistert von Duy Phans Arbeit!
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ja. Ich möchte mich bedanken, dass ihr euch die Zeit nehmt, dieses Interview zu lesen und euch für einen Einblick in die Welt von UmfangReich und „Krachende Kufen“ interessiert. Und wenn ihr Fans von Pratchetts Scheibenwelt kennt, habt ihr jetzt ein passendes Geburtstagsgeschenk (Schleichwerbung aus).

Montag, 15. Juli 2024

[Buchvorstellung einmal anders] Crumbling facades - Falling in Philly 2 von Amelia Benson


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Amelia Benson, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zur Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das, um das es heute gehen soll. „Crumbling facades“ von Amelia Benson. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊 Doch da klettern noch zwei Protagonisten aus dem Buch und setzen sich zu uns.


Wer seid ihr denn? Wollt ihr euch den Besuchern des Blogs vorstellen?
Josh: Die bezaubernde Dame neben mir ist Grace und ich bin Josh.
Grace: Ich kann mich schon selber vorstellen.
Josh: Ich wollte nur nett sein.
Grace: Danke, das weiß ich zu schätzen.
Josh: Das merkt man. *hust*
Grace: *lacht* Blödmann.
Josh: Das hört man doch gerne. Ist sie nicht bezaubernd?
Herzlich Willkommen, Grace & Josh. Wollen wir das Interview nun zu viert machen oder kriegt ihr euch dann gegenseitig in die Wolle?
Grace: Nein, nein, wir reißen uns zusammen.
Josh: Ab jetzt.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Buch: Jederzeit gerne!
Grace und Josh haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Buch: Sehr gerne! Ich bin “Crumbling facades”, der zweite Teil der Liebesromanreihe “Falling in Philly”. Ich bin voll mit humorvollen, nachdenklichen, spannenden, aber auch prickelnden Szenen im Leben von Josh und Grace, zwei Charakteren, die man nur als eigenwillig beschreiben kann.
Grace: Eigenwillig? Wer ist hier eigenwillig?
Josh: Na ja, ganz unrecht hat unser liebes Buch nicht.
Grace: Ich sage eben meine Meinung, zumindest zu Typen, die es anders nicht verstehen.
Josh: Ja, gut, aber Diplomatie ist natürlich …
Grace: Ich bin immer diplomatisch.
Josh: *lacht auf* Okaaaay …
Grace: Das hast du wahrscheinlich nicht mitbekommen, weil du in meiner Gegenwart die meiste Zeit betrunken warst. Zumindest am Anfang.
Josh: Aber ich habe mich gebessert, oder? *lächelt sie gespielt verführerisch an*
Grace: *lächelt zurück* Ja, doch, ein bisschen schon, das muss ich zugeben.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt, sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Seht ihr es als Protagonisten genau so?
Buch: Wenn ich mir die beiden so anschaue, dann scheint es Amelia am leichtesten zu fallen, Szenen zu schreiben, in denen die beiden sich streiten. Vielleicht hat sie ja eine kleine sadistische Ader in sich?
Aber ich gebe zu, dass ich diese Stellen ebenfalls am meisten liebe. *kichert* Geht es uns nicht allen so?
Apropos Lieblingsstelle: Habt ihr eine, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Grace: Ich liebe die Szene, in der Josh es endlich mal schafft nett zu mir zu sein und freundlich um seinen Drink bittet - den ich ihm dennoch versuche auszureden.
Josh: War ja klar. Ich finde die Szene viel besser, in der du erkennst, dass ich ein grandioser Musiker und Mann bin.
Grace: Wann soll das denn bitte passiert sein?
Josh: Wahrscheinlich als du mich zum ersten Mal gesehen und singen gehört hast, wann denn sonst? *zwinkert ihr zu*
Buch: Ich sag ja, mit den beiden wird es nicht langweilig. *lacht*
Wisst ihr wie viel Amelia tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Habt ihr dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmt ihr dem Buch zu?
Buch: In den Charakteren, allen voran in Grace, stecken nur Nuancen von Amelia, aber sie teilt eine große Leidenschaft mit Josh und Grace: die Musik. Sie singt selber sehr gerne und spielt Klavier und Querflöte. Sie hat sogar schon in mehreren Bands (auch einer Rockband) als Sängerin gesungen.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: Wie ich Amelia beschreiben würde? Ehrgeizig und sehr selbstkritisch. Manchmal etwas zu sehr, wenn ich das hier so anmerken darf.
Grace: Ab und an ist sie auch ein bisschen verpeilt.
Josh: Ja?
Grace: Na ja, die Songtexte zu den Songs hat sie auf den letzten Drücker geschrieben. Genau wie du.
Josh: Die Songtexte sind doch von mir!
Grace: *schaut ernst* Du kannst ruhig ehrlich zu mir sein, ich weiß doch, wie es ablief.
Buch: Na ja, streng genommen weiß ICH wie es ablief. Ihr könnt nur Vermutungen …
Grace & Josh gleichzeitig: Psst!
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Grace: Da das Buch der zweite Teil einer Reihe ist, stand der Titel schon länger fest. Amelia hat sich einige Gedanken darüber gemacht, wie ich mitbekommen hatte. Wie alle Titel der Reihe sollte der Titel mehrdimensional sein und sich zum Einen auf Architektur beziehen- es geht ja um die Firmen- und Familiengeschichte der Harringtons, denen ein großer Immobilienkonzern gehört. Gleichzeitig sollte deutlich werden, dass es um Protas geht, die Fassaden aufrecht erhalten, die aber in der Nähe von bestimmten Menschen zu bröckeln beginnen, sodass man sich endlich ehrlich öffnen und vertrauen kann.
Josh: Sehr poetisch formuliert. Ich dachte, es geht um andere Hüllen, aber lassen wir das.
Grace *verdreht die Augen*: Wer hat Josh eigentlich zu diesem Interview zugelassen?
Josh: Entschuldigung, jetzt bleibe ich ernst. Versprochen!
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Josh: Natürlich bin ich zufrieden mit dem Cover. Sieht doch mega aus!
Grace: Mmh, schon klar.
Buch: Ich finde es ehrlich gesagt sehr passend und gelungen.
Grace (flüsternd zum Buch): Ich auch, Josh ist heiß, aber das muss man ihm doch nicht unter die Nase binden, damit er sich noch mehr darauf einbildet!
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
“Ich schüttelte die Gedanken an ihn ab. Das alles tat nichts zur Sache. Wieso dachte ich überhaupt über ihn nach? Er war einer von vielen, denen ich am Wochenende wieder eine Portion Hoffnung mit einer Prise Vergessen ausschenken würde, die nichts, aber auch gar nichts in ihrem Leben verändern würde. Genauso wenig, wie die Begegnung mit ihnen meins veränderte.” - Grace
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz dem Buch und den beiden Charakteren »Danke, für eure Geduld und Antworten« zuzuflüstern.

Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Sonntag, 14. Juli 2024

[Schnipseltime] Eichenkreis der Liebe von Sabine Reifenstahl


 

»Du bist schon wach?«, ertönte eine Baritonstimme. »Eigentlich wollte ich vorher weg sein.« Ein Handtuch um die Hüfte geschlungen, trat ein gut aussehender junger Mann ein. Wassertropfen rannen aus dem langen, dunklen Haar, sammelten sich zu Rinnsalen, die über die Brust flossen, den Bauch hinab.

Entschieden zwang Connor den Blick ins Gesicht seines Gegenübers.

»Ich hätte dich nicht ansprechen sollen, dann wäre uns diese Peinlichkeit erspart geblieben.« Eilig schlüpfte Jonas in Jeans und T-Shirt. »Es ist nichts passiert, was dir Sorgen bereiten muss.« Er senkte die Stimme. »Falls du jedoch noch mal jemanden zum Reden brauchst oder für mehr, meine Nummer liegt auf der Kommode im Flur. Danke. Du hast mir gutgetan und mich vergessen lassen, für eine kurze Weile. Glaub mir, es gibt Schlimmeres, als verlassen zu werden! Wenn der Tod deine Liebe fortreißt, stirbt etwas in dir.«

»Davon wusste ich nichts. Wir haben nur über mich geredet.«

»Mir hilft es nicht, darüber zu sprechen, im Gegenteil. Deine Nähe war tröstlich. Dir hat es auch gefallen, obwohl du danach deutlich erklärt hast, dass du nicht schwul bist.«

Verlegen schaute Connor ihn an. »Es tut mir leid, Jonas, manchmal benehme ich mich idiotisch. Möchtest du Kaffee?«

»Ich gehe besser. Du bist nicht schwul und ich nicht auf der Suche.«

»Bitte entschuldige, ich wollte dich nicht verletzen.«

»Damit verletzt du lediglich dich selbst und nimmst dir die Möglichkeit, glücklich zu sein. Was ist so schlimm daran, einen Mann zu lieben?«

»Nichts, aber ich möchte Familie.«

»Was hat das eine mit dem anderen zu tun?« Kopfschüttelnd sah Jonas sich um. »Wie lange wohnst du hier? Einige Monate? Du hast nicht mal ausgepackt.«

»Es kam ständig etwas dazwischen.«

»Dein Selbstmitleid? Solange es hier aussieht wie in einem Lagerhaus, wirst du nie ankommen. Pack die Umzugskartons aus, schließ mit dem ab, was ohnehin hinter dir liegt, und fang neu an! Das Einzige, was zählt im Leben, ist die Liebe. Kein fauler Kompromiss. Du trauerst nicht der Zeit mit Nadja nach, sondern dem, was ihr hättet haben können.«

Ertappt schluckte Connor. Das beschrieb seine Motive präzise. Aus dem Grund hatte er an der Ehe festgehalten, obwohl das Zusammenleben immer anstrengender wurde. Wäre er ehrlich mit sich gewesen, hätte er die Scheidung eingereicht, bevor Nadja ihm zuvorkam. »Im Nachhinein ist man meist schlauer.«

»Als ich Jasmin traf, wusste ich, dass sie es ist und habe nie daran gezweifelt. Mit ihr wollte ich alt werden.« Tränen rannen Jonas über die Wangen. Nachlässig wischte er sie mit dem Handrücken fort. »Mach’s gut!« Ohne sich umzusehen, ging er.

Hörbar fiel die Haustür ins Schloss.

Erstaunt schaute Connor ihm nach, sein Herz raste. Instinktiv wollte er dem jungen Mann nacheilen, ihn umarmen und trösten. Seine Worte hatten ihn berührt.

Das Einzige, was zählt, ist die Liebe.

[Buchvorstellung einmal anders] Eichenkreis der Liebe von Sabine Reifenstahl

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit dem Protagonisten Connor, um mit ihm über das Buch „Eichenkreis der Liebe“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für das Buch zu antworten.
»Sehr gern, liebe Claudia. Wer könnte das besser, als der Protagonist?«
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
»Ich bin Connor MacKay. Und ja, mein Vater war Highlander, aber ich wurde in Deutschland geboren. Meine Brötchen verdiene ich mit Sachbüchern. Gerade arbeite ich an einer Abhandlung über die Germanen und Kelten. Ich bin frisch geschieden, und jetzt sitze ich einer Butze nicht größer als ein Schuhkarton in Berlin. Mit Frauen habe ich wohl kein Glück.«
Beschreibe uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen.
»Es erzählt eine Geschichte über Freundschaft und Liebe zwischen Menschen, die das Schicksal zusammenführt. Oder der Geist des Waldes, wenn es nach Sorcha geht. Jedenfalls ziehe ich mit drei Frauen zusammen. Nach und nach finden meine Mitbewohnerinnen ihre Bestimmung, nur meine Gefühle bleiben mal wieder auf der Strecke. Bis mir Benedikt begegnet.«
Glaubst du macht es der Autorin mehr Spaß dich durch leichte, einfache oder schwierige, düstere Situationen zu führen?
Connor gibt einen Stoßseufzer von sich. »Na, was schon. Ich habe selbst schon mal einen Roman geschrieben, man muss seine Protagonisten quälen, damit sie sich richtig ins Zeug legen. Übrigens hat die Lektorin da eingegriffen, ansonsten wäre es wirklich düster geworden.«
Hast du eine Lieblingsstelle im Buch?
Da gibt es viele. Diese zeigt, warum ich so gern mit den drei verrückten Hühnern zusammenlebe.
Um abzuschalten, ohne allein zu sein, besuchte Connor Melina in ihrer Werkstatt. Im gemauerten Anbau mit der Esse hockend, beobachtete er das orangerote Flackern des Schmiedefeuers und wurde vom rhythmischen Hämmern eingelullt.
Mit wenig mehr als dicken Schuhen, einer derben Lederschürze und bis zum Ellenbogen reichenden Handschuhen bekleidet, bearbeitete seine Freundin rot glühendes Eisen mit faszinierender Begeisterung. Dabei vermischten sich Schweiß und Ruß zu einer rätselhaften Körperbemalung.
Ihr erhitztes Gesicht wirkte entrückt wie in Trance.
Während des Schmiedevorganges schien Melina weltvergessen. Anhand der Farbe des Werkstücks schätzte sie die Veränderung der Temperatur ab und steuerte den elektrisch betriebenen Blasebalg, ein winziges Zugeständnis an die Moderne in der sonst archaisch anmutenden Schmiede.
Connor wusste, beim Formen eines Rohlings mochte sie keine Störungen. Daher saß er ruhig da und ließ sich vom magischen Klang ihrer Hämmer, dem Prasseln der Flammen und dem schweren Duftgemisch aus geschmolzenem Metall, Leder, Schweiß und Sinnlichkeit in den Bann ziehen. Hier fand er Ruhe zum Nachdenken und Inspiration für weitere Kapitel über Sippenleben und die Rollenverteilung bei Germanen und Kelten.
Plötzlich stand Melina vor ihm. »Alles in Ordnung?«
»Klar doch. Aber du siehst aus, als hättest du etwas auf dem Herzen.«
Zögernd holte sie eine Kette hervor und zeigte ihm ihren Claddagh-Ring. »Den hat Phil mir bei unserem ersten Urlaub in Irland geschenkt. Das Herz steht für Liebe, die Hände für Freundschaft und Vertrauen, die Krone für Treue. Diesen Ring gibt man nicht irgendwem. Damals waren wir unglaublich glücklich, es gab nie Streit, bis … Weißt du, dass jeder mich darum beneidet hat, so geliebt zu werden? Und jetzt …«
Obwohl Connor sich die beiden kaum glücklich vorzustellen vermochte, atmete er erleichtert auf, eine weniger endgültige Art als die präferierte Teppich-Lösung zur Beseitigung ihres Ex-Freundes gewählt zu haben.
In Melinas dreckverschmiertem Gesicht wanderten zwei helle Tränenbahnen die Wangen hinab.
Die Erkenntnis traf ihn heftig wie ihr Schmiedehammer. »Du liebst ihn immer noch.«
»Bescheuert, oder? Bitte schau nicht so entrüstet! Ich liebe den Menschen von früher. Manchmal denke ich, es könnte wieder so sein.«
»Menschen ändern sich, und Zeit ist eine Einbahnstraße. Es gibt keinen Weg zurück, Melli. Versuch, Philipp zu vergessen!«
»Hm.«
»Fang mit dem Claddagh an. Er ist wie eine Fessel. Leg ihn ab.«
Unentschlossen drehte sie den Silberring. Während der Arbeit hing er an einer Kette um ihren Hals, ansonsten trug sie ihn am linken Ringfinger. »Nicht heute.«
Instinktiv zog Connor sie heran und verharrte reglos, bis sie zu Atem kam. Schließlich küsste er ihre Stirn.
»Dann eben später«, murmelte er, ohne ihre Gefühle wirklich zu begreifen.
»Die Zeit bleibt nicht stehen. Ich will nicht, dass du irgendwann zurückschaust und bereust, was dir entgangen ist. Für Sorcha und mich erfüllt sich hier ein Traum. Ich hätte nie gedacht, dass eine Frau mir solche Geborgenheit schenken kann. Vielleicht, weil wir beide bereits diese eine Liebe kennengelernt haben, die alles andere vergessen macht. Daria scheint mit der unverbindlichen Art zurechtzukommen, doch ich habe Angst, dass du daran zerbrichst, Connor.«
Was glaubst du, wie viel Sabine steckt in dem Buch oder dem ein oder anderen Charakter?
»Eigentlich sollte ich die Aussage verweigern, schließlich gelten Autorinnen als rachsüchtig. Aber da sie selbst das anspricht, das Buch wurde von der Realität inspiriert. Stalking ist kein Kavaliersdelikt, die Opfer sind dem oft hilflos ausgeliefert. Genau unter diesem Eindruck entstand der Roman.«
Wie würdest du deine Autorin beschreiben?
»Das ist schwer, ich kenne sie ja nur, wenn sie vor dem Bildschirm sitzt und tippt. Da ist sie zielstrebig, konsequent – und eine ziemliche Chaotin. Ich könnte nicht einfach so losschreiben, aber jeder so, wie er mag.«
Weißt du, wie es zu dem Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Lauf des Schreibprozesses verändert? Hattest du vielleicht sogar Mitspracherecht?
»Der Roman entstand aus einer Kurzgeschichte, die die Szene mit den drei Frauen enthielt, die während eines Gewitters zum »Ritt der Walküre« tanzten. Daher hieß sie Connor und seine Walküren. Der jetzige Titel entstand während des Schreibens des Romans und stand schon früh fest.«
Gefällt dir das Cover zu 100% oder hättest du einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
»Ich habe eine Kupferplatte mit einem Lebensbaum verziert, dessen Wurzeln vier Hände hielten. Das war meine Vorstellung. Aber als ich das Cover sah, fand ich es sofort passend, die frischen Farben, das Eichenblatt mit dem Herz, gehalten von meiner Hand. Ich bin zu 100% zufrieden.«
Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
»Ihre Gemeinschaft wurde stärker, je mehr Zeit sie miteinander verbrachten. Die Wurzeln des Eichenkreises verzweigten sich, stießen immer tiefer und gaben Halt, während die Krone in den Himmel wuchs.«
Aber der hier gefällt mir auch: »Ich kann dir Gesellschaft leisten. Gehen lernen musst du allein.« Das sagt Philipp zu meinem kleinen Bruder, der versucht, nach einem Unfall mit Orthesen gehen zu lernen. Der Satz passt zu uns allen, wir helfen einander.
Danke für das Gespräch.
»Sehr gern, liebe Claudia, es war mir ein Vergnügen.«

Samstag, 13. Juli 2024

[Buchvorstellung einmal anders] Noah - mehr als ein Schutzengel? von Emma Christ


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin Emma Christ, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das um das es heute gehen soll. „Noah – mehr als ein Schutzengel?“ von Emma Christ. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊 Doch da klettern noch zwei Protagonisten aus dem Buch und setzen sich zu uns.

Wer seid ihr denn? Wollt ihr euch den Besuchern des Blogs vorstellen?
Hallo, ich bin Ava, 25, und um mich dreht sich alles in dieser Story.
Hi. Ich bin Noah, Avas Schutzengel. Tja und für mich dreht sich alles um Ava.
Herzlich Willkommen, Noah und Ava. Wollen wir das Interview nun zu viert machen?
Ava: Sehr gerne.
Noah: Klar, bin dabei.
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Ava: Ich bin froh, hier zu sein und über unsere Geschichte berichten zu dürfen.
Noah: Es ist schön, mal wieder irdischen Dingen nachzugehen. 😅
Noah und Ava haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Das mache ich gerne. Also mit unkompliziert und schnell erledigt würde ich mich bei 600 Seiten und viel Herzschmerz kaum beschreiben. Mir selbst wird bei all dem Auf und Ab an Entwicklungen und Gefühlen, die mich ausmachen, ganz schwindelig. Zum Glück sind mir die Charaktere so ans Herz gewachsen ... 😅 Ava ist eine wundervolle Frau von fünfundzwanzig Jahren, die vor Charme und Lebensfreude sprüht. Als Mitglied der High Society steht sie auf der Sonnenseite des Lebens und mit der Hochzeit mit ihrem Freund Mike könnte das Glück perfekt werden. Wäre da nicht ihr Schutzengel, der zu nah an ihr dran ist und sich ihr sogar offenbart. Und der sieht nicht nur mega aus, sondern nimmt als Himmelswesen jeden für sich ein. Fast. Avas Herz gerät mächtig ins Wanken, bis die Entwicklungen sich überschlagen und es nicht nur noch um große Gefühle und wahre Liebe geht.
Vernunft und Verantwortung versus Liebe. Was wird siegen?
Komm mit auf diese Achterbahnfahrt aus Gefühlen, die so manche Überraschung bereithält.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Seht ihr es als Protagonisten genau so?
Noah: Sorry, da muss ich echt lachen. Manchmal glaube ich, dass es ihr Spaß macht, uns zu quälen.
Ava: Allerdings. Schwierig und Herzschmerz gefallen ihr offenbar sehr gut. Zum Glück gelingt es uns, sie bei Laune zu halten, wenn sie uns mal etwas Schönes und Verschnaufpausen gönnt. Aber sie liebt das Drama, denke ich.
Buch: Ich flüstere ihr manchmal zu, auch mal ein Ende zu finden. Zumindest ein vorläufiges Ende. 😅
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet? 
Noah: Folgende Stelle gefällt mir besonders gut. Das war noch ziemlich am Anfang:
Woher kamen diese Unbeschwertheit und der Übermut, die sie teilweise in Gefahr brachten? Vermutlich langweilte sie ihr privilegiertes Jetset Leben und daher suchte sie ihren Kick sonst wo. Dabei sah sie keineswegs wie eine Draufgängerin aus. Ganz im Gegenteil. Ihre großen, blauen Augen drückten Sanftmut, Neugierde und Offenheit aus. In Kombination mit ihren blonden, langen Haaren und der sportlichen Figur zog sie die Blicke anderer automatisch auf sich.
Mit Wehmut dachte ich an die alte Frau, der ich bis zu ihrem Ableben vor sieben Monaten eine Weile zur Seite gestanden hatte. Wie gemütlich war mein damaliger Job doch gewesen … Bei Ava überlegte ich ernsthaft, ob ich nicht eher wieder zu den Kriegerengeln wechseln sollte.
Ava: Ich erinnere mich gerne daran, als ich und Noah uns kennenlernten und ich ihn bei einem Kaffee genau betrachtet habe:
Ich unterdrückte ein Schmunzeln, als Noah seine blonden Haare raufte und sie dadurch noch mehr zu Berge standen. Seine strubbelige Frisur verlieh ihm etwas Lockeres, dabei sah und spürte ich seine Anspannung. Er konzentrierte sich auf seine Kaffeetasse und sah unzufrieden aus. Ich nutzte den Moment, um ihn zu betrachten. An den Seiten reichten seine Haare leicht über die Ohren. Obendrauf ragten sie sicher zehn Zentimeter quer nach oben, ganz so, als hätten sie zu einem Seitenscheitel gekämmt werden sollen und wären auf dem Weg dahin mit Haarlack fixiert worden. Dazu kam sein Dreitagebart, über den er sich nun strich, während er mich erneut anstierte. Er strahlte etwas Verwegenes aus.
Buch: Mir gefällt Avas sonniges Gemüt, wodurch sie nicht schnell aus der Ruhe zu bringen und auch nicht nachtragend ist. Aber ich liebe diese Szene, in der ihr aus gutem Grund die Nerven durchgehen:
»Ob alles in Ordnung ist?«, fragte ich gefährlich leise und ging auf ihn zu. Blitzte da etwa Sorge in seinen Augen auf? Umso besser. Kurz vor ihm blieb ich stehen und hob den Blick. »Wie kannst du nur?«, fuhr ich ihn an und schlug ihm derart fest ins Gesicht, dass er zurücktaumelte und sich erschrocken an die Wange fasste. Voller Genugtuung folgte ich ihm und gab ihm einen heftigen Schubs, der ihn gegen eine der Schranktüren beförderte. Zu meinem und seinem Erstaunen verlor er das Gleichgewicht und im Hangeln nach Halt riss er einige Ordner vom Regal daneben und ging inmitten des Ordnerregens zu Boden.
Wow, was für ein Anblick!
Wisst ihr wie viel Emma tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Habt ihr dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmt ihr dem Buch zu?
Buch: Tja, sie liest selbst gerne dicke Schmöker. Das erklärt wohl, warum sie sich auch beim Schreiben gerne in ausführlichen Geschichten verliert.
Ava schmunzelt: Wie ich geht sie lieber mit einem Lächeln durchs Leben und bevorzugt Harmonie.
Noah: Sie ist offenbar eine Romantikerin und beeinflusst mich dahingehend. Manchmal würde ich bei all dem Gefühlschaos lieber den Kriegerengel als den vernarrten Schutzengel rauslassen.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Buch: Hu, manchmal ist sie kaum zu bremsen, verliert sich in ihrem Schreibrausch, bis ich fast aus allen Nähten platze. Sie liebt es, in ihre Geschichten abzutauchen und die Charaktere ins Chaos zu stürzen. Liebe, Verlangen, Verlust, Angst und Hindernisse sind ihre Themen, denen sie in der Story kurze Verschnaufpausen gönnt.
Ava: Am liebsten schreibt sie mit Entspannungsmusik im Hintergrund, die jedoch die Entwicklungen nicht wirklich beeinflussen ... Oft bemerkt sie gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Und schon befinden wir uns wieder inmitten schier unlösbarer Situationen...
Noah: Wir Engel haben es ihr angetan. Allerdings in einer nicht so ganz perfekten Art, wie sich die meisten Himmelswesen vorstellen. Selbst uns dichtet sie Schwäche, Zweifel und Rebellion an.
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Buch: Der Titel war erst ein anderer, aber da er bereits vergeben war, musste sie sich einen neuen ausdenken.
Noah: Oh ja, das hat ihr gar nicht gefallen. Ein Schutzengel auf Abwegen war so passend ...
Ava: Ja, der war super. Aber der neue Titel mit der Frage regt zum Nachdenken an und das hat was.
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Buch: Mir gefällt mein Gewand. 😍
Ava: Ich fühle mich super getroffen.
Noah: Ich sehe etwas anders aus, aber der himmlische Touch kommt rüber und vor allem das Prickeln zwischen uns.
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Ava: »Lass mich immer dein Held sein und dich glücklich machen.«
Noah: Pah, dieser Mike, schwingt immer gerne Sprüche. Meins gefällt mir besser: Es fiel mir unglaublich schwer, sie nicht einfach in meine Arme zu ziehen und zu küssen. Für mich war sie das schönste Wesen, dem ich je begegnet war.
Buch: »Jetzt genießen wir den Augenblick und danach stellen wir uns gemeinsam dem, was auch immer uns erwartet.«
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz dem Buch und den beiden Charakteren »Danke, für eure Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
Sehr gerne, flüstern sie zurück ...
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

Dienstag, 9. Juli 2024

[Buchvorstellung einmal anders] Unerreichbar nah - Roundabout Love von Nadine Schwager

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Seth, James und Jesse aus „Unerreichbar nah – Roundabout Love“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Jesse: Sehr gerne!
Seth: Danke für die Möglichkeit.
James: *lächelt gewinnend*
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Jesse: Fang du an, Seth. Hier geht es schließlich nur um dich.
Seth (verlegen): Mein Name ist Seth und von meinen... ähm... zahlreichen Problemen handelt „Unerreichbar nah“. Eins davon ist, dass ich total in meinen Stiefbruder verliebt bin, seitdem ich ihn das erste Mal sah.
James (verschmitzt): Und ich bin dieser Stiefbruder. Aber Seth lässt seine Liebe nicht raushängen, im Gegenteil. Er ist immer echt fies zu mir, um mich auf Abstand zu halten.
Jesse: Damit hat er gar nicht so Unrecht, Blondie. Ich bin Jesse und ich habe Seth bei einem Blind Date kennen gelernt, das unser gemeinsamer Freund Ike eingefädelt hat.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Seth: Puh, das ist schwierig. Ein ganz großer Batzen der Geschichte handelt von meiner Angst vor dem Outing. Ich habe miese Erfahrungen damit gemacht und meinen Vater danach niemals wiedergesehen. Mit meiner Mutter und meinem Stiefvater soll mir nicht dasselbe widerfahren.
Jesse: Außerdem geht es um Seths große Liebe, für die er James hält, und sich deshalb nicht anderweitig binden will. Auch wenn sich ihm eine wahnsinnig gute Partie bietet. *zwinkert Seth keck zu*
James: Für mich bleibt gar kein Satz mehr übrig, wenn ich richtig zählen kann. *lacht* Aber eine Sache muss ich doch noch dazu sagen: Freundschaft ist ein großer Punkt im Buch. Mit dem Rückhalt von guten Freunden kann man beinahe alles erreichen. Und manchmal kann man auch mit seinem Bruder befreundet sein.
Glaubt ihr, macht es der Autorin Spaß euch in so manche schwierige Situation zu stoßen?
Jesse: Oh Gott, ja! Je mehr wir leiden, desto besser gefällt es ihr! Spannungsbogen aufbauen, nennt sie das!
James: Und vergiss nicht ihre Überraschungsmomente, die sie so gern hat! Den Leser aus allen Wolken fallen lassen, ist das, was ihr am meisten Spaß macht.
Seth: Was das letztlich für uns bedeutet, ist ihr gleichgültig.
Jesse: Aber zumindest holt sie uns aus den meisten Gräben, in die sie uns stößt, auch wieder raus.
James: Zugegebenermaßen sind wir auch manchmal selbst Schuld, weil wir uns nicht an ihren Plan halten und uns in Schwierigkeiten bringen.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Seth *lächelnd*: Suzies Geburtstagsparty. Da beginnt für mich ein neuer Abschnitt.
Jesse: Awwww, ja, das war schön! Meine Lieblingsstelle ist unser zweites Date im Pavillon, als ich mir einen von Seths Ringen nehme.
James: Ich werfe die erste richtige Umarmung von Seth und mir in den Raum. Er hat mich getröstet nach einem Notfall und da wurde mir bewusst, dass er gar nicht so ein Arsch ist, wie er immer tut.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Seth: Ike. Unsere Autorin ist unserem Freund Ike so ähnlich! Ein Networker, der überall jemanden kennt und aktivieren kann, sobald man ihn braucht.
Jesse: Eigentlich ist sie mehr ein Macher, so wie ich. Ich sehe ein Problem, packe es an und löse es.
James: Und du hinterlässt damit manchmal nur verbrannte Erde.
Jesse: Ja ja ja, ich weiß, dass ich GELEGENTLICH zu ungeduldig voran presche. Aber das ist meine beste Eigenschaft!
Seth: Du hast auch noch andere Vorzüge.
James: Seth aber auch. Er bleibt in Notsituationen immer ruhig. Das kann unsere Autorin zum Glück ebenfalls.
Jesse: Und sie ist oft genau so ein gutmütiger Trottel wie du, Seth.
Wie würdet ihr eure Autorin beschreiben?
Jesse: Ungeduldig, überstürzt, süchtig nach Worten...
Seth: Verbissen, stur, unnachgiebig...
James: Seid mal nicht so gemein. Sie hat auch ihre guten Seiten. Sie will für uns alles richtig machen. Sie überlegt und plant echt lange, bevor sie uns in den Abgrund schubst.
*alle drei lachen*
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
James: Der Untertitel „Roundabout Love“ war ursprünglich der eigentliche Titel, weil die Liebe im Buch wie im Kreisverkehr verläuft. Der liebt den, aber dieser liebt ihn wieder nicht. Dafür der andere diesen und so weiter.
Seth: Aber vom Verlag war ein deutscher Titel gewünscht. Und dann ging die Suche los.
Jesse: Eine Freundin unserer Autorin hatte dann die zündende Idee: Unerreichbar nah. So wie James es für Seth ist und wie Seth es für mich ist.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Jesse: Das Cover ist ein Traum! Es hätte kein Besseres geben können!
Seth und James: *nicken bedeutsam*
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Seth: Mein Lieblingszitat hat es in den Klappentext geschafft: „Es war einfacher, jemanden nicht anzumachen, der einen hasste, als jemanden, der einen mochte.“ Mein Lebensmotto sozusagen. *gluckst*
James *grinsend*: Meines ist: „Ach Seth, du bist der netteste Kerl, den ich kenne, mit dem größten Vogel, den es auf der Welt gibt.“
Jesse: Ich hab mal zu Seth gesagt: „Doch egal, was du fürchten magst, ich habe dich gern und möchte dich nicht einfach wieder gehenlassen. Und wenn ich dich schon nicht als Liebhaber haben kann, dann doch vielleicht wenigstens als Kumpel?“ Und Seth hat es mir auch noch geglaubt. *zwinkert Seth zu* Er ist einfach so herrlich naiv.
Danke für das Gespräch
Seth: Sehr gerne. Danke für die Chance.
James: Es war uns eine Freude.
Jesse: Vielleicht sehen wir uns ja beim Interview für den nächsten Band wieder...
Seth und James gleichzeitig: Psst!