Mittwoch, 4. März 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Der Halloweenzirkus - Esmeraldas Fluch von Stephanie Kaiser


 
Buchvorstellung einmal anders


Nach dem Autoreninterview drückt mir Stephanie ihren Kindle in die Hand und verlässt einfach das Zimmer. Da mir das schon öfter passiert ist in letzter Zeit, erahne ich, was da kommen wird.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das Buch der Autorin „Der Halloweenzirkus – Esmeraldas Fluch“, um schon ein bisschen hineinzulesen. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Jetzt ist sie weg, dann interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊 Doch da klettern noch zwei Protagonisten aus dem Buch und setzen sich zu uns.

Wer seid ihr denn? Wollt ihr euch den Besuchern des Blogs vorstellen?
Nora: „Ich bin Nora Marlow, siebzehn Jahre jung und bei meiner Tante Wyn in Darkmoore aufgewachsen. Aber seit der Fluch mich erfasst hat, lebe ich im Halloweenzirkus und teile mir ein Zelt mit Ruby, dem einzigen Werwolfsmädchen hier.“
Skye: „Und ich bin Skye. Ich bin einer der Todesengel und bekleide den Posten des Mentors. Ich lebe schon seit über fünfzig Jahren im Halloweenzirkus.“
Herzlich Willkommen, Nora und Skye. Wollen wir das Interview nun zu viert machen?
Nora: „Klar, gerne.“
Skye: „Ja, ich bin bereit.“
Hallo, danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um mit mir zu reden.
Nora: „Danke, dass ich hier sein darf, liebe Claudia.“
Skye: „Ich habe mir gern Zeit genommen.“
Nora und Skye haben wir schon kennengelernt. Kannst du dich als Buch meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Zwischen meinen Zeilen werdet ihr auf jeden Fall finden, was ihr nicht erwartet habt. Ich bin eine Mischung aus Geheimnissen, die entschlüsselt werden wollen, und einem Fluch, der jedem zum Verhängnis wird, der erkennt, was sich wirklich hinter den schwarz-orange gestreiften Zeltplanen verbirgt. Ihr werdet mehr über einige Familiengeschichten erfahren, die lange im Verborgenen lagen, und mystischen Kreaturen, die früher einmal normale Menschen waren, kennenlernen. Aber vor allem geht es um Freundschaft, Mut, Vertrauen und das Magische.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da ihr ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten müsst, könnt ihr uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen? Seht ihr es als Protagonisten genau so?
Skye: „Ehrlich gesagt hatte ich gehofft, dass wir keinen Neuling im Zirkus mehr verwandeln müssen. Dass Nora in dieser Halloweennacht ausgerechnet Tobin gesehen und der Fluch sich auch auf sie gelegt hat, ist bei mir also nicht auf Begeisterung gestoßen. Für mich ist es also nie leicht oder schön, wenn wieder ein Mensch bei uns in ein magisches Geschöpf verwandelt werden muss. Aber ich denke, ich bin einfache Zeiten genauso gewohnt wie schwierige Situationen. Ich finde mich auf beiden Seiten gut zurecht.“
Nora: „Ich komme mit einfachen, aber auch mit schwierigen Situationen klar. Mein Leben ist schon seit meiner Kindheit ein bunter Mix aus beidem, immerhin hat meine abergläubische Tante mich nach dem Autounfall meiner Eltern bei sich in Darkmoore aufgenommen. Und in dieser düsteren Zeit habe ich Mo kennengelernt. Mit ihm war mein Leben auf einmal wieder leichter. Und so ähnlich erging es mir auch im Halloweenzirkus. Es war natürlich ein riesiger Schock für mich, zu erfahren, dass ich Teil eines Fluchs geworden bin. Aber die wunderbaren Bewohner hier helfen mir, wo sie können. Ganz egal, ob es beim Training am Himmelsparcours ist, oder beim Kampf gegen die Dämonen, die meine Heimatstadt in Unruhe versetzen. Ich gebs zu, ich habe mir das eine oder andere Mal ehrlich gewünscht, man hätte mich im Zirkus in etwas anderes verwandelt, aber im Nachhinein betrachtet, bin ich nun ganz froh, dass alles so gekommen ist, wie es ist.“
Habt ihr eine Lieblingsstelle, die ihr uns gerne vorstellen würdet?
Nora: „Oh, ich habe viele Lieblingsstellen. Zum einen wäre da meine Bekanntschaft mit meiner Mitbewohnerin Ruby - habt ihr gewusst, dass sie Vegetarierin ist? Habt ihr schon mal einen vegetarischen Werwolf kennengelernt? Ich sags euch, Ruby kann unglaublich toll kochen und backen. In unserem Zelt riecht es immer nach Himbeeren und Süßkram. Und dann ist da noch der Moment, in dem ich festgestellt habe, dass Skye ein richtig guter Mentor ist. Dass ich den Himmelsparcours so schnell meistern und anschließend einen Auftritt im Zirkus übernehmen konnte, verdanke ich vor allem ihm. Aber besonders im Gedächtnis geblieben ist mir mein erstes Gespräch mit Beelzebub in der Unterwelt.“
Skye: „Auch ich habe einige Lieblingsstellen. Ich erinnere mich gerne an die Schneeballschlacht mit den anderen zurück. Und an den Weihnachtsabend mit Nora, als wir sie im Todesengelzelt mit einem ganz besonderen Geschenk überrascht haben. Und ich werde nie vergessen, wie wir in Winchester das Teleportdreieck gefunden haben.“
Wisst ihr wie viel Stephanie tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt? Habt ihr dazu noch etwas hinzuzufügen oder stimmt ihr dem Buch zu?
Nora: „Meine Spinnenphobie habe ich definitiv von Stephanie veranlagt bekommen. Auch meine Skepsis und die gelegentliche Ungeduld. Vor allem aber, dass ich für meine Freunde alles tun würde.“
Skye: „Ich habe von Stephanie gelernt, dass man auch mal Vertrauen in jemanden haben muss. Als Nora uns zum Beispiel aufgefordert hat, gegen die Inkuben zu kämpfen, war ich absolut dagegen. Aber Nora war sich ihrer Sache so sicher, dass ich mich entschieden habe, ihr zur vertrauen. Ich glaube, manchmal muss man einfach über seinen Schatten springen.“
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Nora: „So wie ich Stephanie kennengelernt habe, haben sie einige meiner Handlungen ziemlich überrascht. Ich will öfter mal mit dem Kopf durch die Wand und manchmal ist mein Mund schneller als mein Kopf.“
Skye ( wirft Nora einen belustigten Blick zu): „Ja, besonders, wenn es um deine Familie und Freunde geht. Ich für meinen Teil hatte gehofft, dass Stephanie Nora nicht dazu verleiten wird, die Dämonen schon vor dem Ende des Fluchs anzugreifen. Aber bei einer Sache muss ich Stephanie und Nora wohl recht geben: Es ist besser zu wissen, als sich zu fragen. Wir hätten die Inkuben wirklich schon längst ausschalten müssen. Dann hätten wir auch eher von Gerald Walcroft erfahren und hätten verhindern können, dass er sich an einem von uns vergreift, wenn wir die Menschenwelt betreten.“
Zirkusdirektor Moncelli: „Im Nachhinein betrachtet, gebe ich euch recht. Ich hielt es jedoch für vernünftiger, noch zu warten. Wäre meine Vergangenheit nicht die, die sie ist, hätte auch wohl auch ich den Zirkus öfter verlassen und einiges verhindern können. Wahrscheinlich musste einfach erst etwas passieren, damit ich wirklich aufwache. Stephanie hat mich das erkennen lassen.“
Ruby ( die ihren Kopf an Rons Schulter schmiegt und gerade ihren Keks herunterkaut) : „Ich finde nicht, dass Sie sich Vorwürfe machen müssen, Direktor Moncelli. Manchmal haben wir eben einfach auch keine Kraft, bestimmte Orte wieder zu betreten. Und das ist auch nicht schlimm. Viel schlimmer ist es doch, wenn man aus Fehlern nicht lernt. Und für mich haben Sie nie wirklich einen Fehler begangen. Seit der Fluch über uns liegt, behandeln Sie jeden von uns gleich. Sie sind da, wenn jemand Sie braucht. Sie singen sogar mit den Kindern Weihnachtslieder und haben zusammen mit dem Rat und Stephanie jedes noch so kleine Detail abgewogen, um zu bestimmen, in welches Wesen Sie uns verwandeln müssen. Also ich für meinen Teil bin gerne ein Werwolf. Und ich bin froh, dass Ronnie auch einer ist.“
Ron ( der seinen Arm um Rubys Schulter gelegt hat und grinst) : „Ich bin vor allem froh darüber, dass du in der Unterwelt etwas zu essen bekommen hast. Auch, wenn es nur Toast war. Ich war so krank vor Sorge um dich.“
Ruby (die einfach nur grinst, weil sie schon auf dem nächsten Keks herumkaut): „Um mich musst du dich erstmal eine ganze Zeit lang nicht mehr sorgen. Im Halloweenzirkus wird zwar auch in Zukunft viel passieren, aber ich verspreche, dass ich nicht noch einmal entführt werde.“
Ceci ( die gerade eine ihrer roten Haarlocken um den Finger dreht) : „Und falls doch, dann werden wir dich mithilfe einer der Teleportzonen sicher finden. Oder mithilfe unserer Stadthexe. Oder vielleicht fällt Stephanie ja noch ein anderer Weg ein - ganz bestimmt.“
Violet ( die ihr grünes langes Haar nach hinten wirft ): „Ich bin einfach nur froh, dass Stephanie, Colin und Pamela so schnell erkannt haben, dass irgendetwas nicht stimmt.“
Glitter ( die nachdenklich auf eine ihrer blauen Haarsträhnen schielt und dabei die Luft ausbläst): „Okay, sind wir dann jetzt mal fertig mit der Lobhudelei? Ruby hat Himbeermuffins gebacken. Geht das Interview noch sehr lange?“
Rhys ( dem ein kehliges Werwolfslachen entfleucht): „Ich würde sagen, wir beschließen die Runde damit, dass wir Stephanies Arbeit fantastisch finden.“
*vereintes Nicken*
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Skye: „Als ich 1973 zum Zirkus gekommen bin, hieß unser Wanderzirkus noch gar nicht Halloweenzirkus. So wie ich das verstanden habe, sind die Bewohner Darkmoores dafür verantwortlich, dass unser Zirkus diesen Namen bekommen hat.“
Nora ( nickt zustimmend): „Ja. Als ich das erste Mal von diesem Zirkus gehört habe, war Mo derjenige, der mir davon erzählt hat. Ich meine - ihr wisst schon … diese Panik, die überall herrscht. Immer dieses Salzkreise ziehen um Häuser und Autos. Oder wenn alle vor Schreck aufspringen, sobald sie eine Krähe erspäht haben. Und dann rennen sie alle zum nächstgelegenen Baum, um drei Mal aufs Holz zu klopfen, um irgendwelches Unglück abzuwenden. Es wundert mich nicht, dass die Bewohner Darkmoores auch dem Zirkus einen möglichst gruseligen Namen angedichtet haben. Ich finde den Buchtitel also ziemlich passend, besonders, weil über dem Halloweenzirkus ja dieser Fluch liegt.“
Skye: „Das finde ich auch.“
*Aus dem Off erklingt eine mystisch magische Stimme, die ergänzend hinzufügt :
„Der Titel stand schon von Anfang an fest. Man munkelt, dass einer der Zaubervögel der Autorin das Wort Halloweenzirkus zugeflüstert hat, doch das konnte bis heute nie bewiesen werden.“
Seid ihr zu 100% zufrieden mit dem Cover / Outfit oder würdet ihr nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Skye und Nora ( im Chor) : „Wir sind mit dem Cover zufrieden.“
Zum Abschluss würde mich noch euer Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Skye ( lächelt verwegen und schiebt sich eine braune Strähne nach hinten): „Weil du eine von uns bist.“
Nora (weiß ganz genau, welche Szene er meint, nämlich den ersten Weihnachtstag, den sie im Halloweenzirkus verbringt. Sie lächelt und denkt nun über ihre Antwort nach. Nach einiger Zeit antwortet sie): „Ich werde also nie wieder ein normaler Mensch sein.“
Nun betritt die Autorin wieder das Zimmer und blickt mich ungläubig an. Scheinbar ist es selbst in Autorenkreisen nicht üblich, dass das Buch und seine Hauptcharaktere antworten. Leise flüstere ich den beiden, bevor sie wieder ins Buch zurückkehren, und dem Buch noch zu: »Danke für das Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.«

Dann wende ich mich der Autorin zu. »Alle meine Fragen sind beantwortet, ich danke dir für den sehr interessanten Tag bei dir.«
Es hat mir großen Spaß gemacht, liebe Claudia. Danke, dass ich dabei sein durfte und du dir die Zeit genommen hast - für meine Charaktere, für mein Buch und natürlich auch für mich.
Mögen dich die Zeilen, die du im Halloweenzirkus lesen wirst, immer daran erinnern, dass Träume wichtig sind.
Namaste, Stephanie

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