Autoreninterview
Michael Hamannt
Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Gerne. Mein Name ist Michael Hamannt, und ich arbeite seit über zwanzig Jahren als freiberuflicher Autor. In dieser Zeit habe ich unter verschiedenen Namen veröffentlicht. Einer davon war Michael Borlik, unter dem ich heute jedoch nicht mehr schreibe und der zu einem früheren Abschnitt meines Autorendaseins gehört. Inzwischen habe ich meinen kreativen Fokus ganz auf die Fantasy in all ihren Facetten und Spielarten gelegt.Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Wie bei den meisten begann alles mit dem Lesen. :) Ich habe schon immer Unmengen an Büchern verschlungen. Irgendwann war es mir nicht mehr genug, nur in die Welten anderer Autorinnen und Autoren einzutauchen. Also begann ich damit, mir eigene Geschichten auszudenken.Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher sind von mir mehrere Urban-Fantasy- und Romantasy-Romane erschienen, darunter die Reihen „Die Wispernden Bücher“, „Sweet Demons“ und „Die Hexer von London“. In meinen Geschichten verbinde ich Magie, Spannung und Romantik mit modernen Settings und Figuren, die ihren eigenen Weg zwischen Licht und Schatten finden müssen. Viele meiner Bücher erzählen von verborgenen Welten hinter unserer Realität, aber vor allem von Liebe, Freundschaft und persönlichen Entscheidungen. Mein Fokus liegt immer auf atmosphärischen Geschichten, die Herzklopfen, Humor und große Gefühle miteinander verbinden.Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, aktuell arbeite ich am nächsten Band meiner Reihe „Sweet Demons“, der den Titel „Der letzte Zauber“ trägt. In diesem Roman warten neue magische Konflikte, persönliche Herausforderungen und emotionale Entwicklungen auf die Figuren. Es ist ein sehr intensiver Band, der die Fäden der bisherigen Geschichten zusammenbringt und zu einem epischen Finale führt.Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wenn ich einmal nicht schreibe, lese ich oder stürze mich auf Brettspiele. Meistens mit Fantasy- und Science-Fiction-Bezug. Außerdem erkunde ich gerne neue Städte, treffe meine Freunde und genieße gutes Essen (und Süßigkeiten!!!). Solche kleinen Auszeiten helfen mir, neue Energie zu tanken und oft entstehen dabei sogar neue Ideen.Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Meine absoluten Lieblingsautoren sind Michael Ende und Terry Pratchett. In letzter Zeit bin ich aber leider nicht dazu gekommen, noch einmal eines ihrer Bücher zu lesen. Bei Michael Ende liebe ich diese besondere Mischung aus tiefschichtiger Erzählung und fantastischen Elementen, während mich bei Terry Pratchett vor allem sein Humor und seine kluge, oft augenzwinkernde Sicht auf die Welt begeistern. Beide schaffen Geschichten, in die ich jederzeit wieder eintauchen kann.Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Mein Arbeitsplatz ist vermutlich genau so, wie man ihn sich bei einem Autor vorstellt: ein überladener Schreibtisch und mittendrin ein Computer. Drumherum herrscht ein kreatives Chaos aus Notizzetteln und Post-its, auf denen ich kleine Gedankenfetzen oder Szenenideen festgehalten habe. Es sieht vielleicht nicht ordentlich aus, aber genau in diesem Durcheinander entstehen meine Geschichten. :)) Neben dem Schreibtisch steht ein Aquarium, das leise vor sich hinblubbert und in das ich manchmal gedankenverloren starre.Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Nach dem Frühstück, wenn ich halbwegs wach bin, geht es gegen acht Uhr an den Schreibtisch. Erst beantworte ich Mails und kümmere mich um Nachrichten auf Social Media. Danach tauche ich in mein aktuelles Schreibprojekt ein. Mittags mache ich bewusst eine Pause, und wenn es passt, gehe ich gerne spazieren, um den Kopf wieder freizubekommen. Danach setze ich mich dann gleich wieder an die Arbeit. Im Durchschnitt endet mein Arbeitstag so gegen 17 Uhr. Manchmal auch früher oder später.Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Das ist leicht zu beantworten: Fantasy und Fantasy. ;)) Ich liebe es, fantastische Welten zu entdecken und noch mehr liebe ich es, selbst welche zu erschaffen.Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Hast du ein Lieblingsland und warum?Ich habe tatsächlich ein Zitat, das ich sehr mag. Ich habe es irgendwann einmal gelesen, weiß aber leider nicht mehr, von wem es ist: „Eine gute Geschichte ist wie eine Reise. Die Erinnerungen an sie werden uns für den Rest unseres Lebens begleiten.“ Es erinnert mich daran, warum einige Geschichten so wichtig für uns sind: Sie begleiten uns wie gute Freunde, machen uns Mut und manchmal verändern sie uns sogar.Ein Zitat aus meinen Büchern, das meine Arbeit am besten beschreibt, fällt mir spontan nicht ein. Aber ich bin mir sicher, dass ich etwas in der Art immer mal wieder in meine Geschichten einfließen lasse. Wenn auch eher unbewusst.
Definitiv Schottland. Die Landschaft, die Burgen sowie seine zahlreichen Geschichten und Mythen faszinieren mich bis heute. Für mich fühlt es sich an, als würde hinter jedem Hügel eine neue Geschichten warten.Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich sehe mich heute als kritikfähigen Menschen. Als ich vor über fünfundzwanzig Jahren mit dem professionellen Schreiben angefangen habe, war das noch anders. Damals hat mich jede Kritik sehr getroffen. Mit der Zeit habe ich jedoch verstanden, dass gerade die Rückmeldungen von Lektorinnen und Lektoren eigentlich nur ein Ziel haben: Das Buch gemeinsam mit mir noch besser zu machen. Wenn man Kritik als Zusammenarbeit und nicht als Angriff versteht, verändert das den Blick darauf schon sehr.Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?Der Weg ins Selfpublishing hat sich bei mir vor allem aus einer persönlichen Phase heraus ergeben. Vor einigen Jahren hatte ich ein Burnout und war gezwungen, bewusst kürzerzutreten. Bis dahin hatte ich bereits mit zahlreichen Verlagen zusammengearbeitet.Inzwischen geht es mir wieder gut, aber ich arbeite weiterhin daran, vieles ruhiger anzugehen. Selfpublishing gibt mir die Freiheit, Tempo und Projekte selbst zu bestimmen. Gleichzeitig arbeite ich auch wieder mit Verlagen zusammen: Einige Buchprojekte sind bereits erschienen bzw. noch in Arbeit. Für mich ist es jedoch kein Entweder-oder, sondern eine Mischung aus beidem.
Lest Geschichten, die euch berühren, trösten oder zum Träumen bringen. Das sind am Ende immer die besten.
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