Dienstag, 16. Dezember 2025

[Autoreninterview] Aaron Coxx


Autoreninterview
Aaron Coxx

Natürlich möchte ich als Erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich bin Aaron Coxx, Queer-Romance-Autor, und schreibe Geschichten über starke Typen mit weichen Herzen, über Team-Zusammenhalt, Found Family, große Gefühle und Liebe, die alle Konventionen sprengt. 2024 habe ich mit meiner „Lake Hawks Players“-Eishockey-Reihe losgelegt und bin Pucks hinterhergejagt. Seit diesem Jahr stürze ich mich mit den L.A. Thunderwolves aufs Football-Feld. Meine Bücher stehen unter dem Motto: „Love is love“ – und Regeln sind dazu da, im Namen der Liebe gebrochen zu werden.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ganz klassisch: übers Lesen.
Ich bin ein großer Fan von Why-Choose-/Reverse-Harem-Romanen – aber nicht dark –, und irgendwann dachte ich: Warum gibt’s eigentlich kaum Reverse-Harem-Sports-Romance-Geschichten? Ach, was soll’s, dann schreibe ich sie eben selbst.
So entstand mein Debütroman „Fab Four“, in dem sich vier heiße Eishockeyspieler in eine Literaturstudentin verlieben – und seitdem hat mich das Schreiben nicht mehr losgelassen. (Und meine Figuren auch nicht. Einmal erschaffen, wollen die ständig mitreden. Vor allem Mason, der vorlaute Mistkerl.)
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen?
Zu meinen „Lake Hawks Players“ – einer queeren Eishockey-Romance-Reihe voller Teamgeist, Herzklopfen und „Love is Love“-Vibes – gehören:
• „Fab Four – Von den Eishockeyspielern geliebt“
• „Thin Ice – Single Dad auf dünnem Eis“
• „Triple Win – Dreifach heißkalt verliebt“
• „Hate Love – Liebe gegen jede Regel“
• „Fourplay – Vierfaches Spiel um die Liebe“
• „Royal Mess – Prinz oder Puck?“
Dazu kamen kürzlich „Heartbeat Heat“ (das Prequel zu meiner neuen Football-Gay-Romance-Reihe) und „Heartbeat Repeat“, Band 1 der „L.A. Thunderwolves“.
Kurz gesagt: viel Sport, viel Herz, viele queere Charaktere – und unter ihnen jede Menge Figuren, die glauben, sie könnten mit mir diskutieren, wenn ich ihr Schicksal plane. (Spoiler: Das ist ein Trugschluss, denn was meine Storys angeht, bin ich knallhart und lasse mir nicht reinquatschen. Nicht mal von Mason.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja! An „Heartbeat Retreat“, einer Football/Rockstar Romance, die ich gemeinsam mit meiner Freundin und Kollegin @aaliyah.abendroth schreibe.
Sie liefert den Rockstar, ich den Footballer – es wird haters-to-lovers-sexy, emotional-dramatisch und liebevoll-chaotisch auf die bestmögliche Art.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Klettern oder Bouldern (perfekt, um den Kopf freizubekommen), Schreiben (Überraschung!), Eishockey (noch mehr Überraschung!), Konzerte (Rock, Punk, Indie, Hardcore/Emocore, Nu Metal, Indie-/Emo-Rap und alles, was live kracht) – und zwischendurch natürlich Lesen, weil mein Gehirn so am besten abschalten kann.
Hast du auch Lieblingsbücher und Lieblingsautor*innen, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich LIEBE die Bücher von Eden Finley, vor allem ihre „Eiskalt verschossen“- und „Famous“-Reihe. Sie schreibt einfach die besten Gay Romances.
Extrem gut gefallen hat mir im Bereich Gay Romance auch „Die Musketiere vom Wedding“ von Orlando Stein, obwohl ich sonst kaum historische Romane lese. Ein echtes Herzensbuch mit unglaublich sympathischen Charakteren!
Meine Kollegin Aaliyah Abendroth schreibt die tollsten Rockstar-Liebesromane. Lest ihre „L.A. Rockstars“-Reihe – ganz große Empfehlung!
Und im Bereich Reverse Harem greife ich am liebsten zu den Büchern von Ava Sloan. Falls ihr Vampire und Werwölfe liebt, schnappt euch „Eine Single-Mom zu Weihnachten“!
Apropos Vampire … „Nightborn – Nachtgeboren“ von Anaïs Goutier ist ein weiteres Lieblingsbuch.
Das sind so die Genres, die mich inspirieren – und manchmal auch sabotieren, weil ich beim Lesen plötzlich wieder neue Ideen bekomme.
Kannst du uns deinen Schreibplatz beschreiben?
Ich habe einen Laptop und ein Tablet, die synchronisiert sind.
Damit schreibe ich überall: auf der Arbeit in den Freistunden, in der Küche, während eine Pizza im Ofen bäckt, im Zug, im Wartezimmer, auf dem Sofa, in der S-Bahn, im Nightliner oder einfach auf dem Parkett – mit dem Laptop auf dem Schoß, weil ich „nur noch schnell diesen Dialog zu Ende schreiben“ muss. Meistens aber tatsächlich an meinem Schreibtisch im Arbeitszimmer. Ansonsten ist mein Schreibplatz da, wo mein Laptop oder Tablet ist. Chaos-Level: maximal flexibel.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Unter der Woche arbeite ich – habe aber Laptop oder Tablet immer mit dabei, um mir Ideen notieren oder auch mal fix eine Szene zu Ende schreiben zu können.
Nachmittags geht’s nach Hause, ins Fitnessstudio oder zum Bouldern.
Und abends? Da wird geschrieben, geplottet, gegrübelt und gelegentlich leise geflucht, wenn meine Finger nicht das tun, was sie sollen.
Wochenenden: Marzipan. Schreiben. Viel Schreiben. Noch mehr Marzipan.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese vor allem Sports Romance (meist queer), hin und wieder Rockstar Romance und Romantasy mit Vampiren und/oder Werwölfen.
Beim Schreiben fokussiere ich mich auf queere Sports Romance. Ich schätze, ich bin einfach sportromantisch vorbelastet.
Hast du ein Lebensmotto?
„Wer nichts fühlt, kann nichts erzählen.“
Dieser Satz begleitet mich, weil er erklärt, was Schreiben für mich bedeutet: Fühlen. Gerade als hochsensibler Mensch im neurodiversen Spektrum nehme ich Emotionen oft intensiver wahr – meine eigenen genauso wie die meiner Mitmenschen und Figuren. Und genau diese Tiefe, dieses Mehr an Wahrnehmung, macht es mir möglich, Geschichten zu erzählen, die berühren, wehtun, trösten oder Hoffnung schenken. Fühlen ist mein Werkzeug – und mein wichtigster Kompass beim Schreiben.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich liebe Österreich, Italien, Frankreich und die Schweiz, weil wir jedes Jahr zum Wintersport in eins der vier Länder fahren. Speziell an Österreich mag ich die Mischung aus Bergen, Kaiserschmarrn und diesem „Einfach mal saubere Luft atmen“-Feeling. Aber eigentlich mag ich alle Länder, die ich bereise.
Ich bin viel unterwegs, offen, neugierig, und mein Herz hat genug Platz für mehrere Orte gleichzeitig.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ja, absolut – solange die Kritik konstruktiv ist.
Wenn mir jemand durch konstruktive Kritik hilft, besser zu werden, nehme ich das dankbar an.
Was mich dezent nervt: Kritik, die eigentlich nur Gemecker ist, von Leuten, die mit sich selbst nicht klarkommen und ständig ein Ventil brauchen, um ihren Frust loszuwerden. Aber mal ehrlich … wen nervt solche Kritik nicht?
Warum hast du dich entschieden, Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Weil Verlage mit Queer Romance eher zurückhaltend sind – und weil ich im Selfpublishing selbst bestimme, wann und wie oft ich veröffentliche.
Ich liebe die kreative Freiheit, das Tempo und die Nähe zu meinen Leser_innen.
Und ich sitze nicht zwei Jahre wie auf glühenden Kohlen, wenn ein Verlag der Meinung ist, dass mein Buch erst 2027 in ihren Verlagsplan passt. Nein, ich schreibe, ich veröffentliche, fertig.
Gibt es etwas, was du meinen Leser*innen noch mit auf den Weg geben möchtest?
Danke, dass ihr mich und meine Geschichten begleitet.
Danke, dass ihr Sportler, Prinzen, Single Dads, Grumps, Sonnyboys und Found Families genauso liebt wie ich.
Ihr macht das Schreiben jedes Mal zu etwas Besonderem, weil Geschichten erst dann lebendig werden, wenn sie Menschen berühren. Und genau das tut ihr: Ihr gebt meinen Figuren ein Publikum, hört ihnen zu und fühlt mit ihnen mit. Ohne euch wären meine Lake Hawks und Thunderwolves nur Text – mit euch werden sie zu Hoffnung, Herzklopfen und kleinen Mutmachmomenten … unserer gemeinsamen Found Family. Darum: Bleibt neugierig, bleibt euch (und mir) treu, und bleibt verliebt in schöne Geschichten!

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