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Dienstag, 1. September 2026

[Autoreninterview] Nadine H. Engel


Autoreninterview
Nadine H. Engel

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Kreative, rheinische Träumerin, die mit beiden Beinen fest in den Steigbügeln steht, weil man so seinen Ideen schneller hinterherreiten kann.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Eigentlich habe ich schon immer meine Ideen aufgeschrieben. Das älteste Buchprojekt habe ich mit 13 Jahren begonnen. Leider, wie das mit dem Alltag so ist, habe ich das lange nicht wirklich intensiv verfolgt, sondern die Ideen nur notiert. Dafür habe ich ehrenamtlich viele Artikel zu Veranstaltungen für meinen Verband geschrieben. Dann kam die Pandemie und plötzlich sehr viel Zeit in meinen vier Wänden. Darüber habe ich tolle Schreibgruppen und Schreibwettbewerbe entdeckt, die den Wunsch nach Veröffentlichung geweckt haben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Mit Elemental Souls erscheint mein drittes Buch. Racing Hope, eine Sportsromance mit eher untypischer Rollenverteilung, ist mein Debütroman. Es geht um die Motocrossfahrerin Nele und ihrem Physiotherapeuten Elias. Zudem gibt es eine Adventskalendernovelle, bei der man Au-pair Natty während der Weihnachtszeit in Australien begleitet.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Natürlich, an Ideen mangelt es ja nie. Ich arbeite an einer Fortsetzung zu einer Reihe, die vermutlich nächstes Jahr erscheint und an einer neuen New Adult Romance Idee.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Mich findet man meistens draußen bei den Pferden. Die Zeit dort ist auch eine wunderbare Inspirationsquelle. Wie oft habe ich dort schon meine Romanideen weitergesponnen? Ich kann es nicht mehr zählen, so oft ist das schon vorgekommen. Zudem gehe ich gerne in Ausstellungen und ich liebe Filme und Serien. Hin und wieder greife ich auch zum Pinsel und Farben um mich an einer Leinwand kreativ auszutoben.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese so viel und muss auch sagen, dass es unglaublich viele tolle Kolleg:innen gibt. Da ist es mir kaum möglich nur einen Favoriten zu nennen.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Meistens sitze ich in eher ungesunder Haltung auf der Couch. Auch wenn ich einen wunderschönen Sekretär mit Bürostuhl als Schreibplatz habe, sitze ich da eher selten. Manchmal findet man mich auch am Esszimmer- oder Küchentisch mit dem Laptop.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Normal? Das ist ein Wort, das ich bei Beschreibungen zu meinem Alltag selten verwende … irgendwo zwischen „Oh die Idee muss ich schnell notieren“ und „So, dass muss jetzt aber dringend erledigt werden“ gehe ich Wochentags einem Brotjob nach. Deswegen ist meine kreative Schreibzeit auch eher am Abend bis in die Nacht hinein. Da kann es gut und gerne auch mal 2 Uhr werden, bis mein Bett mich dann sieht.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Lesen nahezu alles. Wirklich, ich lese Jugendbücher, Thriller, Romance, historische Romane, Fantasy und und und … beim Schreiben kristallisieren sich Romance und Fantasy heraus, auch oft in Kombination. Auch wenn ich mich bei Kurzgeschichten ebenfalls in einigen Genre ausgetestet habe. Das ist der Vorteil an Kurzgeschichten. Auf den wenigen Seiten kann man echt mal andere Wege beschreiten. Aber ich komme immer wieder zu meinen beiden Hauptgenre zurück.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ein Zitat, dass mich immer begleitet stammt von Walt Disney: „All our dreams can come true, if we have the courage to pursue them!“ Solange wir den Mut haben, unseren Träumen zu folgen, können sie wahr werden.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Island – da muss ich nicht lange überlegen. Es ist ein faszinierendes Land. Dampfende Erde, sprudelnde Flüsse, gefrorene Berge, rauschende Wellen, beeindruckende Geysire und eine faszinierende Sprache. Zudem haben meine treusten Begleiter dort ihre Wurzeln.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich versuche, aus Kritik zu lernen und mich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig weiß ich, dass man es einfach nicht allen recht machen kann. Daran muss ich mich manchmal selbst erinnern, denn bei dem Wunsch, immer besser zu werden, möchte ich trotzdem ich selbst bleiben und mich nicht verbiegen.
Warum hast du dich entschieden zu einem Verlag zu gehen und nicht Selfpublisher zu werden?
Ich schätze die Arbeit im Team und liebe den Austausch zu meinen Buchprojekten. Es ist für mich so wertvoll von der Expertise der Profis zu profitieren. So kann ich mich voll und ganz auf das Schreiben konzentrieren und muss mich nicht um die Abläufe drum herum kümmern. Für mich ist es wichtig, dass jemand mir Struktur und Zeitpläne vorgibt, sonst würde ich kein Ende finden.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Fantasie ist das, was uns alle verbindet, uns in fremde Welten und neue Abenteuer eintauchen lässt. Hört nie auf zu Träumen.

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