Dienstag, 3. März 2026

[Buchvorstellung einmal anders] Unerreichbar vertraut - Roundabout Love 3 von Nadine Schwager

 



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit den Protagonisten Hector, Abril, Henry und Blake aus „Unerreichbar vertraut“, um mit ihnen über das Buch und ihre Autorin zu sprechen.

Danke, dass ihr heute Zeit gefunden habt, um für das Buch zu antworten.
Hector: Sehr gern. Danke, dass du uns eingeladen hast.
Abril: Auch wenn's nicht mal um uns geht.
Blake: Ich weiß sowieso nicht, was ich hier soll.
Henry: Wir wollen für Dad und Daddy auch mal was Nettes machen.
Könntet ihr euch meinen Lesern vorstellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben?
Henry: Wir sind die Kinder von Seth und Jesse Parker. Ihre und unsere Geschichte könnt ihr in „Unerreichbar vertraut“ lesen. Ich kenne sie am längsten, ich bin am Tag nach meiner Geburt zu ihnen gekommen als ihr erstes Adoptivkind.
Blake: *stöhnt *
Abril: *mit einem Augenrollen* Der da ist Blake. Er ist eins von den Pflegekindern, die unsere Väter aufgenommen haben. Das andere ist Carly, aber sie ist noch ein Baby, sie durften wir nicht mitbringen. Dafür ist Blake der älteste Teenie im Haus.
Hector: Abril und ich sind Zwillinge, ich bin der Ältere. Und obwohl Henry am längsten bei unseren Vätern ist, ist er der jüngste Teenie. Er ist vierzehn, Abril und ich sind fünfzehn, Blake ist sechzehn.
Blake: Ich weiß echt nicht, was ich hier soll. Ich will nicht mal bei euren Alten sein.
Abril: Krieg dich ein.
Beschreibt uns bitte das Buch in maximal 5 Sätzen.
Teenies tauschen Blicke.
Blake: Kurz zusammengefasst: Die Alten knutschen, die anderen nerven und ich will bloß weg. Das Baby ist der einzige Mensch in diesem Haus, den man ertragen kann.
Abril: Diese zwei Sätze gelten nicht, weil sie überhaupt nicht stimmen.
Henry: Aber Dad und Daddy knutschen wirklich oft.
Abril: Das war aber auch das einzig Richtige.
Hector *entnervt *: Lasst mich das machen, okay? Also, im Buch geht es um unser Zusammenleben als Familie, das Zusammenwachsen mit den Pflegekindern und …
Abril: Und um das, was passiert, wenn Dad Seth eins seiner Pflegekinder wieder abgeben muss.
Henry: Da geht’s ihm nämlich gar nicht gut.
Wie geht ihr damit um, wenn eure Väter in so manche schwierige Situation gestoßen werden?
Henry: Die Frage ist ja eher, wie sie damit umgehen.
Abril: *nickt bedeutungsschwer* Und das können unsere Väter echt gut. Dad Seth war ganz lange Sanitäter und kann mit stressigen Situationen total gelassen umgehen. Und Daddy Jesse hat immer eine Lösung. Sie arbeiten beide hart und es ist ihnen wichtig, alles richtig zu machen. Ich glaube, deshalb kommen auch so viele Pflegekinder zu uns. Weil die bei der Fürsorge wissen, dass sie bei unseren Vätern gut aufgehoben sind.
Hector: *sieht Blakes genervten Blick * Das kannst nicht mal du leugnen, Blake.
Blake: *widerwillig seufzend * Nee, kann ich nicht. Auch wenn die Alten mich ultra abnerven. Die mit ihrer Weichspül-Erziehung.
Habt ihr eine Lieblingsstelle im Buch?
Henry: Ich mag die Stelle, wo uns Onkel James und Onkel Louis besuchen kommen. Und Mark mit uns zockt.
Abril: Meine Lieblingsstelle ist die auf dem Konzert mit Dad Seth.
Hector: *überlegt lange* Und meine die, bei der Abril die Bolognesesoße über jemandes Kopf kippt. Der hatte es echt verdient.
Blake: *verbirgt ein Schmunzeln* Absolut. Ich mag gar nichts an dem Buch.
Böse Blicke der anderen.
Blake: Okay, okay. Ich fand's ganz nett, als ich Carly mal halten durfte. Und … und als Seth mir Fahren beibringt. Und … und das ganz am Ende.
Geschwister nicken zufrieden.
Henry: Es passiert echt 'ne Menge in dem Buch. Auch 'ne Menge gutes Zeug.
Was glaubt ihr, wie viel von eurer Autorin steckt in dem Buch oder in dem ein oder anderen Charakter?
Abril: Na ja, unser Zwillingsdasein haben wir sicherlich den Kindern der Autorin zu verdanken. Zwillinge sind halt einfach cool.
Hector: Und unsere Väter führen eine ganz ähnliche Ehe wie sie: Zwei Menschen, die sich immer unterstützen und bedingungslos lieben.
Blake: Das Kinder-Haushalts-Chaos kennt sie bestimmt aus ihrem eigenen Leben.
Henry: Und das Gefühl, alles für die eigenen Kinder tun zu wollen. Sie in Sicherheit wissen zu wollen. Sie beschützen zu wollen.
Dieses Buch ist der letzte Band der Unerreichbar-Reihe. Wie würdet ihr die Gefühle eurer Autorin dazu beschreiben?
Henry: Sie ist echt traurig. Seth ist ihr ans Herz gewachsen.
Blake: Er war ihr erster queerer Protagonist. Den vergisst man nicht so schnell. Mit ihm hat das alles angefangen.
Hector: Mann, du taust ja auf einmal auf. - Aber Blake hat recht. Seth und Jesse sind einfach was Besonderes für sie. Vor allem, weil das alles so nie geplant war.
Abril: *verschwörerisch* Okay, ich plaudere aus dem Nähkästchen! Eigentlich war der Plan in Band 1, dass Dad Seth mit James zusammenkommt. Aber er wollte nicht. Er hat sich geweigert, bis sie ihm das Ende mit Jesse gegeben hat. Nur deshalb gibt es uns überhaupt.
Henry: Zum Glück.
Wisst ihr wie es zum Titel kam? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Oder hattet ihr sogar Mitspracherecht?
Abril: Im Entwurf hieß der Teil noch „Vaterfreuden“.
Hector: Aber inzwischen hießen die anderen Teile dann schon Unerreichbar nah und Unerreichbar fern. Da musste irgendwas Passendes gefunden werden.
Blake: Und Unerreichbar vertraut passte einfach gut. Erst sind die Alten sich nah, dann fern und am Ende eben vertraut.
Henry: Ich mag den Titel total.
Gefällt euch das Cover zu 100% oder hättet ihr noch einen anderen Wunsch oder Vorstellungen gehabt?
Blake: *schulterzuckend* Ist okay.
Abril: *teilt einen Rippenstoß aus* Es ist toll! Wir lieben es! Wir wollten genau das.
Hector: Ja, man sieht in der ganzen Reihe eine Entwicklung auf den Covern. Auf diesem stehen unsere Väter nahe beieinander, so wie sie es auch im echten Leben immer machen.
Henry: Sie geben einander Halt, stehen einander bei. Das haben sie uns auch beigebracht.
Was ist euer jeweiliges Lieblingszitat aus dem Buch?
Henry: Auf jeden Fall dieses:
„Man kann andere erst mit Respekt behandeln, wenn man selbst mit Respekt behandelt wird, James. Und wenn man sechzehn Jahre ohne Respekt vor den eigenen Grenzen oder auch nur der eigenen Persönlichkeit und den eigenen Bedürfnissen verbringen musste, dann ist es ein langer Prozess, bis man seine Ansichten über die Welt ändern kann.“
Hector: Klar, dass du wieder mit so was Tiefgründigem kommst! Hier ich nehme das:
Damit zog er Jesse rücklings in seine Arme, um seinen Hals zu küssen. Der kicherte entzückt und vergaß seine Tätigkeit sofort, um sich an Seth zu kuscheln und mit ihm in den dunkelblauen Abendhimmel zu blicken.
„Allein dafür hat es sich schon gelohnt. Für diesen einen Moment“, stellte Jesse zufrieden fest und Seth konnte ihm nur zustimmen.
Blake: Die turteln sowieso viel zu oft. Ich fand das hier ganz gut:
„Das ist …?!“ Sprachlos brach Blake ab. „Aber ich hab dich beklaut!“
„Es ging maximal um ein paar Dollar.“ Seth machte eine wegwischende Geste. „Man sollte aus einer Mücke keinen Elefanten machen.“
„Aber … aber …“ Wenn nichts bisher Blakes Welt auf den Kopf hatte stellen können, die Tatsache, dass Seth sein Rückgeld nicht einforderte, schien das zu tun.
Abril: Tja, das ist schwer zu toppen. Aber ich entscheide mich dafür. Da spricht Dad Seth gerade mit mir:
„Das sieht man auf den ersten Blick, mein Schatz, auch ohne die schwarze Klamotte“, versicherte Seth ihr lächelnd. „Denn du bist selbstbewusst und taff und klug. Und das sieht man bei jedem deiner Schritte und in jeder Sekunde, die du im selben Raum verbringst.“
Danke für das Gespräch.
Blake: Schon okay. Hat doch irgendwie Spaß gemacht.
Teenies grinsen einander an.
Abril: Stimmt, das hat es. Danke in unser aller Namen.

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