Dienstag, 16. Dezember 2025

[Buchvorstellung einmal anders] Weihnachtszauber für Jaro von KiM Kristin Josephs


 
Buchvorstellung einmal anders

Ich warte seit einer Ewigkeit auf die Autorin KiM Kristin Josephs, aber sie kommt nicht. Ich setze mich in dem Park auf eine Bank und sehe einen Kindle dort liegen. Da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, nehme ich ihn zu Hand.

Ich drehe den Kindle hin und her und öffne schließlich das darauf enthaltene Buch. Es ist genau das, um das es heute gehen soll. „Weihnachtszauber für Jaro“ von KiM Kristin Josephs. Ich beginne ein wenig darin zu schmökern. Nach einigen Minuten höre ich ein feines Stimmchen: »Hast du denn überhaupt keine Fragen? Sie wird nicht kommen. Interview einfach mich, deshalb bin ich ja da!«

Ich lache laut auf, denn ich liebe es mit Büchern zu reden und wer weiß neben der Autorin am meisten über das Buch? Vermutlich das Buch selbst. Also, dann lege ich mal los. 😊

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um mit mir zu reden.
Hallo, ja, ich bin ganz aufgeregt! Endlich darf ich mal was zu mir selbst sagen.
Kannst du dich meinen Lesern vorstellen? Vielleicht in eigenen Worten, da die Leser den Klappentext auf der Verkaufsplattform lesen können?
Ja, das mache ich gerne.
Es geht um einen charmanten Studenten mit Hang zu bunten Weihnachtspullis und einen finsteren Mafioso mit Hang zur Gewaltbereitschaft sowie ein magisches Hotel, Spuren von Bigfoot und den Zauber von Weihnachten. Der Student und der griesgrämige Gangster müssen sich durch eine magische Fügung im selben Hotelzimmer ein Bett teilen. Aber psst, verrate es keinem, am Ende wird es richtig heiß, sage ich dir - puh. Und ich habe so viel gelacht. Mir tun schon alle Seiten weh, weil ich ständig laut losmachen musste. Vermutlich hast du mich auch deshalb gefunden.
In deinem Inneren spielt sich ja so einiges ab, die in dir enthaltenen Charaktere erleben so einiges. Da du ja auch viel mit der Autorin zusammenarbeiten musst, kannst du uns vielleicht beantworten, ob es ihr leichter fällt sie durch einfache, schöne oder schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Oh, mich zu schreiben und sich selbst treu zu bleiben, ist KiM sehr schwergefallen, weil sie eigentlich lieber düstere Szenarien schreibt. Doch hier musste sie sich an gewisse Absprachen halten, denn ich habe ja noch vier sehr enge Freunde. Wir sind fast wie Brüder. Aber ich glaube, sie hat es gut umsetzen können, die bisherigen Rückmeldungen sind ziemlich positiv.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest? 
Ach, ich mag so viele. Ich habe einfach mal zwei der lustigen Stellen rausgesucht. Hier, bitte schön (Übrigens, Nero ist der Mafioso):
Szene 1: Mehr! Ich wollte noch weitere machen. Ich setzte noch einen daneben und noch einen.
„Was machst du da für einen Scheiß?“, grollte es plötzlich hinter mir.
„Ahhh!“ Ich tat einen Satz nach vorne und mein Herz raste wie ein verängstigtes Häschen. Sobald ich herumwirbelte, sah ich mich Nero gegenüber, der mich mit dem neugierigen, aber auch leicht angewiderten Interesse eines Forschers betrachtete, der 1926 das erste Mal den potthässlichen Blobfisch zu Gesicht bekam.
„Schn-Schneeengel“, japste ich ein wenig atemlos. Gott, mein Herz lief immer noch Sprint, mittlerweile schon vier Kilometer.
„Du siehst aus wie der Yeti - mit roter Nase!“, brummte Nero.
Ich klopfte mir den Schnee aus der Mütze und den Haaren. „So würdest du auch aussehen, wenn du … Apropos: Mach du mal einen.“
„Ich? Auf. Keinen. Verfickten. Fall!“ Sein Blick spießte mich förmlich auf.
Verd… Himmelherrgott, Nero war ziemlich sicher ein Killer, machte sich aber ins Hemd, aus Angst, sich lächerlich zu machen. Mit einem Schlag reizte es mich, den Kerl aus der Reserve zu locken. Ich mochte Herausforderungen, allerdings auch mein Leben. Egal, dies war mein Traum, da starb ich schon nicht. „Echt jetzt? Bist du etwa zu cool dazu? So sehr, dass dir der Eisstock ganz tief im A… Hintern steckt und du dich nicht herablassen kannst, einen Schneeengel zu machen? Ganz schön armselig.“
„Was willst du kleiner Birichino von mir? Denkst du, ich trau mich nicht, so einen bescheuerten Engel in den Schnee zu machen?“
„Genau das denke ich. Du machst einen auf ‚harter Hund‘, wirst aber zur Mimose, weil du etwas machen sollst, wo andere über dich lachen könnten. Besitzt du keinen Humor?“
„Keinen Funken. Ich kann dir auch gerne die Arme und Beine ausreißen und damit einen Engel in den Schnee malen, einen roten. In meinen Kreisen nennt man das Blutengel.“
Szene 2: Als Nero ins Bett stieg, entstand eine Senke von der Tiefe des Mariannengrabens und ich rollte prompt gegen ihn.
Gott, durch die vielen harten Muskeln war der Kerl kantig wie eine Eisskulptur, zum Glück jedoch nicht so kalt. Im Gegenteil, dieser Killer war in all seiner finsteren grimmigen Attraktivität heiß wie die Hölle … Verzeihung! Schnell richtete ich den Blick nach oben.
„Verflucht, Nano, was machst du in meinem Bett?“
„Bin rüber gekullert, weil du so schwer bist.“
„Willst du sagen, ich bin fett?“
„Nope, schwer ist nicht gleich fett.“
Ein Grummeln drang an mein Ohr und ehe ich mich versah, wurde ich unerbittlich weggeschoben. Eingewickelt in meine Bettdecke wie in einen Burrito gelang es mir nicht, die Arme schnell genug zu befreien, als ich einen Herzschlag lang in der Luft schwebte, bevor es abwärts ging. Ich rumste auf den Boden, zum Glück war der Teppich dick und flauschig, so dass es gar nicht wehtat. Direkt hinterher regnete es Kissen, die auf meinem Kopf landeten.
„Ich brauche Platz“, drang es durch die Daunenfüllung dumpf zu mir hindurch.
Endlich hatte ich mich befreit und nahm die zwei Kissen von meinem Gesicht. „Aber du hast ja gar keine Decke“, startete ich einen armseligen Bestechungsversuch. Ich wollte nicht auf dem Boden pennen.
„Brauch ich nicht, bin heiß genug!“
Oh ja, das war er, auch wenn er das sicherlich anders meinte.
Weißt du wie viel KiM Kristin tatsächlich in dir oder auch in dem ein oder anderen Charakter steckt?
Vor allem ihr (manchmal dunkler) Humor steckt auf fast jeder Seite.
„Ich bin nicht witzig!“, kommt eine tiefe Stimme aus dem Reader.
Ups, das ist Nero. Jetzt müssen wir aufpassen, mit dem ist nicht zu spaßen. Nur Jaro bringt ihn zum Lachen.
Wie würdest du oder ihre Charaktere / Protagonisten / Antagonisten / Nebendarsteller die Autorin beschreiben?
Also, Jaro ist ein ganz lieber, charmanter und kluger Kerl.
„Er ist total unbedarft“, brummt Nero. „Aber aus irgendeinem Grund … äh … m-m… verdammt, fällt mir das schwer, es auszusprechen.“ Nero räuspert sich, setzt neu an, „mag ich ihn.“
„Immer her mit den Klischees“, mischt sich Jaro ein. „Ich bin das blonde Naivchen und du natürlich der große, böse, dunkle Mafiamann, der nie lacht und lieber erst zuschlägt, statt zu fragen.“ Jaro schenkt Nero ein Grinsen. „Aber ich liebe dich trotzdem.“ Dann schaut er mich an. „Nee, wir haben noch viel mehr Facetten, am besten liest du es selbst nach.“
Wie seid ihr eigentlich zum Titel gekommen? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert? Hattest du viel Mitspracherecht?
Es ist ein Gemeinschaftsprojekt mit vier anderen tollen Autorinnen, ich weiß es gar nicht mehr genau.
Es gibt noch
Weihnachtszauber für Elijah von Elisa Schwarz
Weihnachtszauber für Quinn von Nella Beinen
Weihnachtszauber für Conner von Lili B. Wilms
Weihnachtszauber für Bradley von Karo Stein.
Bist du zu 100% zufrieden mit deinem Cover / Outfit oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Nero motzt: „Puh, das ist mir persönlich viel zu weihnachtlich. Ich hasse Weihnachten.“
„Also, ich finde es sehr passend“, mischt sich Jaro ein und der Reader blinkt zustimmend.
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren. 
Oh, tut mir leid, das ist eine Stelle hinten im Epilog, aber ich darf sie nicht verraten. Du musst es selbst lesen.
Die Leute, die an mir vorbeigehen, sehen mich schon komisch an, deshalb höre ich auf zu reden und lächle den Personen einfach zu. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, noch einmal kurz zum Buch »Danke, für deine Geduld und Antworten« zuzuflüstern.
Ich danke dir, dass ich auch mal etwas über mich selbst erzählen durfte, wispert es zurück.
Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.

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